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45. Iahrg.

TieCiiervcfiitüiz Zettuug" erscheint täglich mir Auknahwe der Sonn» und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt viertel' jährlich durch die Post bezogen 2,25 aK (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21), 2 M.

Marburg

Sonntag, 23. Januar 1910.

mit dem Krersblatt für d»e Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) undLandwirtschaftliche Beilage

~,c Jnsertionsgebühr beträgt für die 7gespalienc Zeil^ oder deren Raum 15 Pfennige, für Reklamen 30 Vfennige. Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Universitäts-Buchdruckerei Inhaber Dr. E. Hiheroth, Marburg. Markt 21. Telephon 55.

Drittes Blatt.

Laienrichter in der Berufungsinstanz.

Ma« schreibt uns:

Bei der Beratung des Gesetzes über Abän­derung des Gerichtverfassungsgesetzes und der Strafprozeßordnung ist fast allgemein anerkannt worden, daß die Vorschläge der Regierung im Großen und Ganzen eine Verbesserung des bis­herigen Zustandes bedeuten. Von den Rednern fast aller Parteien aber ist verlangt worden, daß in einem Punkte über die Vorschläge der Regierung hinausgegangen werde, sowohl der Konservative Wagner, wie der Rationalliberale Heinze, wie der Freisinnige Müller-Meiningen, wie der Zentrumsmann Gröber wünschten die Zulassung des Laienelements auch für die Be­rufungsinstanz in Strafsachen. Rur der Reichs- parteiler Varenborst lehnte ebenso wie der preu­ßische Justizminister diese Forderung ab. Es ist aber nicht gewiß, ob Herr Varenhorst nur für sich oder aber für seine Partei sprach, wie ja diese Frage nicht eigentlich eine Parteifrage ist.

Der preußische Justizminister hat den Befür­wortern der erweiterten Zulassung der Laien selbst ein wirksames Argument in die Hände ge­geben. Er führte die unbestreitbare Abneigung und das Mißtrauen gegen die derzeitigen Straf­kammern darauf zurück, daß bei den Straf­kammern ein Irrtum micht durch die Berufung berichtigt werden könne, so daß der Irrtum ge­wissermaßen an der Strafkammer haften bleibe. Will man, wie er, die Berufungsgerichte nur mit^ gelehrten Richtern besetzen, so wird genau derselbe Grund der Abn-.igüng und des Miß­trauens gegen diese Gerichte vorhanden sein, wie jetzt gegen die Strafkammern. Denn auch gegen die Entscheidung der Berufungsgerichte wird ja keine Berufung mehr möglich sein, son­dern nur eine Revision. Ja, die Erbitterung wird noch größer sein als bisher. Denn wenn die mit gelehrten Richtern besetzten Berufungs­gerichte des Oefteren erstinstanzliche Urteile urn- werfcn werden, so wird das Laienelement sich dadurch verletzt fühle» und ein Dünkel der ge­lehrte» Richter in der Abänderung des ersten Urteils erblicken. Bei Urteilen mit politischem Einschlag wird eine solche Abänderung des erst- .in'tanzlichen Erkenntnisses, besonders' wenn sie eine reformatio in xe»us ist, viel böses Blut machen. Wir sehen schon heute voraus, daß die Sozialdemokratie sehr häufig derartige Fälle ausschlachten wird, um die Unbefangenheit unserer Justiz zu verdächtigen. Der Justiz- Minister bat sich mit Schärfe dagegen verwahrt, daß de» Richtern der Vorwurf der Weltfremd- heit gemacht würde. Run, wir erheben diesen Vorwurf gegen die Juristen, die eine solche Scheidung bei der Zusammensetzung der Gerichte erster und zweiter Instanz gemacht haben und

Stammverse.

Von L Müller.

(Schluß.)

..Wenn Teufel beten, Engel fluchen, Wenn Katz und Mäuse sich besuchen. So viel Geld als Kieselstein, Dann hör ich auf Dein Freund zu fein."

Zum freundliche» «senken empfiehlt sich in größter Wärme Ihr Freund

I. Fleischhut,

, Kapitän im westfälischen Diensten. Oberhone, den 19. Januar 1810.

- Dem Ochsen gibt da» Wasser Kratt, Dem Burschen Bier und Rebensaft, Drum trinket Bier und trinket Wer Teufel wollt ein Ochse sein."

Zum Andenken an Deinen akademisch« Bruder Gergens, stud. theol.,

- , . aus Wetzlar.

Symbol: keiupar lustig, nanqnam traurig. , Meßen, den 12. Ottober 1816.

wnMrt? geht der Weg »tm Glück, pa» Leben folgt dem rasche« Augenblick, »er nach der Herkunft hascht, der kann nicht glücklich sei« knt«6 die Gegenwart, den« ste ist Dein."'

Erinnere Dich Deines akademischen Bruder» -L- F. Horstmann, stud. theol.,

FL*. . au» Weilburg.

i Eiche«, den 12. September 1817.

sich Freund« nennen,

** Wt wahren Freundschaft kennen? v . ungewiß.

ö Dich mit reinem Triebe,

' E^,tetzt, auch ewig fit6t,

i » ,___3ft ganz gewiß."

»Tu treuer Freundschaft

.6. Bach aus Katzenellenbogen. etH 6. September 1817.

die sich über di« gefährlichen Folgen dieser Teil­ung offenbar nicht klar geworden find.

Hat der Justizminister gegen seinen Willen ein Argument für die Zulassung des Laien­elements bei den Berufungsgerichten vorge­bracht. so sind sein« Beweisgründe gegen diese Zulassung leicht zu widerlegen. Er meint, die Tätigkeit des Berufungsgerichts sei eine andere, als die der ersten Instanz, sie fei eine mehr kritische. Das trifft für Zivilprozesse sicherlich zu. In Strafsachen aber hat die Berufungsin­stanz nur dann einen Wert, wenn die Haupt­verhandlung durch umfassende Beweisaufnahme den Vorgang, um den es sich handelt, vor den Augen der Richter aufs Reue entrollt. Ge­schieht dies, so kann sich der Laie genau so gut ein Urteil bilden wie der gelehrte Richter, manchmal auf Grund seiner größeren Lebenser­fahrung sogar ein besseres. Das ist ja überhaupt das Wertvolle bei dem Zusammenwirken von Laien und gelehrten Richtern, daß der eine Teil die größere praktische Erfahrung, der andere die größere wissenschaftliche Durchbildung und die bessere Kenntnis der Gesetze für sich hat. Dieses Gegenseitige Sichergänzen ist von unschätzbarem Werte und es ist unerfindlich, warum dieser wichtige Vorteil gerade bei der wichtigeren Instanz in Fortfall kommen soll.

Einen weiteren Grund zur Ablehnung der Forderung erblickt der Minister in dem Mangel an geeignetem Schöffenmaterial. Erstens wer­den beute noch bei weitem nicht alle geeigneten Personen beranaezogen und man weiß ja, daß gewisse Stände sich darüber lebhaft beschweren,' daß sie übergangen werden. Zum Zweiten wäre es durchaus möglich, die Zahl der Ge­schworenen zu vermindern und dadurch mehr Material für die Berufungsinstanz frei­zumachen.

Das merkwürdigste Argument haben wir uns für den Schluß aufgehoben. Der Minister meint, daß wenn wir für Berufungsinstanz Laienrichter zuließen, wir einen Schritt machen würden, de» kei» anderes Volk vor uns getan habe. Herr Justizminister, es war Ihr Vaters Bruder, der prachtvolle Wilhelm Hartwig Beseler, der int Jahre 1848 die provisorische Regierung der Herzogtümer Schleswig und Hol­stein schuf. Das war auch ein Schritt, den ihm noch keiner vorgemacht hatte. Und als jene deutsche Einbeit, für die die Tat Veselers ein nicht wertloses Jmponderabile gewesen war, durch Bismarck geschaffen worden war, da bat Bismarck dem Deutschen Reiche di« gewaltige soziale Gesetzgebung geschenkt, die uns auch noch kein Volk vorgemacht hatte. Das war ein Erperiment. sebr viel umfassenderer und kühner, als es die Zulassung des Laienelements in der Berufunasinstanz fein würde. Und ein Nach­folger Bismarcks hat den Satz gevrägtDeutsch­land in der Welt voran!". Da würden wir ja schön in der Welt vorankommen, wenn wir uns immer rechts und links umsehen wollten, ob unsere Nachbarn den Schritt, den wir tun

wollen, schon getan haben und wie er ihnen be­kommen ist.

Nicht die Zulassung des Laienelements zur Berufungsinstanz wäre ein gefährliches Experi­ment, sondern die Nichtzulassung. Wir ver­trauen darauf, daß die Mehrheit des Reichstags gerade in dieser Frag« sich nicht wird umstimmen lassen. Die Regierung wird sich hüten, an dieser im besten Sinne des Wortes volksmäßigen Forderung das Gesetz scheitern zu lasse». Wir wiederholen, daß es sich hier um gar keine Parteifrage handelt und daß es hoch­erfreulich war, daß Konservative, National- liberale, Freisinnige und Zentrum darin eines Sinnes gewesen sind. Hoffentlich bleibt es dabei.

Politische Umschau.

Ein nachträglicher polnischer Ne ijahrsgruß.

Aus einem Artikel des in Posen erscheinenden Przyjaciel Ludu" sendet derT. R." ein Leser solgenden frommenNeujahrswunsch" für die polnische Bevölkerung:

Und euch, Brüder Landsleute, was soll ich wünschen? Jedenfalls alles Gute und den Segen Gottes, Gesundheit Wohlergehen, Freude an Kindern, gut« Ernten und guten Erwerb. Aber das ist noch nicht alles! Ich wünsche euch, daß ihr jedesmal den Geldbeutel verliert, wenn ihr ohne Notwendigkeit bei Fritz oder Jtzrg kau­fen wolltet. Ich wünsche euch, daß ihr euch die Beine brecht, wenn euch der Böse in einen Krie­gerverein oder in einen anderen lutherischen Zu­sammenlauf führte. Ich wünsche euch, daß euch der Schlag rührt und ihr keins eurer Glieder bewegen könnt, wenn ihr dem Feinde schmei­cheln und seine Hand lecken wolltet. Ich wünsche euch, daß euch der Tod eure Kinder nimmt, wenn ihr sie als verdeutscht« Polen aufwac^en lassen wolltet. Ich wünsche euch endlich, daß dies« hei­lige Erde eure Leiber nicht aufnimmt, wenn ihr auch nur den kleinsten Teil derselben an Feinden verkaufen solltet.

Das also wünsche ich allen denen, die gegen den Glauben der Väter und gegen unser Vater­land sündigen und jeder von euch wird mir zu­geben müssen, daß man solchen Leuten etwas an­deres nicht wünschen kann."

Recht so! Vielleicht sieht fich's der polen­begeisterte Herr Schrader einmal an, bemertt dieT. R." dazu.

Pferdefleisch in Deutschland.

Die von dem ftüheren Sozialdemokraten Kairoer herausgegebeneArbeitsmarkt-Corre- fpondenz" schreibt:Nach den in England ver­breiteten Ermittlungen eines englischen Korre­spondenten sollen in Chemnitz allein jährlich zwei Millionen Pfund Pferdefleisch konsumiert werden neben einem starken Verbrauch von Hundefleisch. Gegenüber den übertriebenen Dar­stellungen in der englischen Presse, die neuer«

Freiheit, so die Flügel, Schwingt zur Felsenklust, Mo um grüne Hügel. Webt die Frühlinasluft Sprich aus dem Gesänge, Rausch in deutschem Klange Atme Waldeslust."

Zum Andenken an Fr. Schlegel. Symbol: Lieder und Wein.

Gießen im September 1816.

Durch der Zeiten Dunkel führt das Leben, Und verworren ist der Zukunft Spur, Doch dem Menschen ward die Kraft gegeben, Frei zu sein im Wechsel der Natur!"

Zum Andenken en Deinen akademischen Bruder und Freund

Fritz Reitz au» Rtederweilbach.

Wahlspruch: Tugend und Freiheit.

Gießen, den 14. September 1816.

Die Freude, st« schwindet, eg dauert kein Leid, Die Jahre verrauschen im Strome der Zeit, Die Sonne wird sterben, die Erde vergehn, Doch Freundschaft muß immer und ewig bestehn."

Zur Erinnerung an Deinen aufrichtigen

E. Eube auf Allendorf a. d. Lumda. Eichen, ben 5. September 1817.

Ein Doktor gab mir den Bescheid, Ich soll den Rheinwein missen Verbotmir auch zu gleicher Zeit, Ein schöne» Kind zu küssen. Doch wenn ich beides missen soll. Die MÄchen und die Reben, Adieu, mein Doktor! Leb' er wohl Ich mag nicht länger leben?"

Zum Andenken an Deine« akademischen «. Ullrich, stud. iu Symbol: Liebe und Wein, Gießen, den 18. März 1816.

Mit weiser Huld erteilt das Schicksal Weh und Freuden,

Das bald auf Rosen uns durchs Dornenleben wandern heißt,

Bald aber durch bedornte Boden

Des Lasters Arm« uns entreißt!"

Solltest Du einst diese Worte bestättgt fin­den, so wirst Du Dich an Deinen Freund

W. C. Winkler, stud. theol., aus Thüringen erinnern.

Gießen, den 17. März 1816.

Die Gabe, die das Herz sich schafft, Mag ihm kein Schicksal rauben.

Es lebt und webt, in Wärme und Kraft, Durch Selbstgefühl und Glauben."

Vergiß nicht Deines akademischen Bruders Wilhelm Braubach aus Butzbach.

Wahlspruch: Freiheit. Liebe, Gott.

Gießen im September 1817.

Und führst Du einst fideliter Dein Weibchen an der Hand, So denke auch als Philister, Noch an Deinen Burschenstand."

Möchtech Du Dich, mein lieber Schmidt, noch öfters mit Freundschaft erinnern Deines Freun­de» und akademischen Bruders

H. Kühe, stud. theol.

Gießen im September 1817.

Entfernung trennt, die Freundschaft nicht, Leb ewig wohl, vergiß mein nicht!"

Zum Andenken an Deinen Freund und aka­demischen Bruder

Joh. Heinrich Bender aus Frankfurt a.M.

Eießen im Ottober 1816.

«Der weise Schöpfer schuf zur Blume der Liebe die Rose, und al» Zeichen der Treu« ein blaues bescheidene» Blümchen, das am murmeln­den Quell zu der Eeliettzen spricht: Gedenk« m«tn. Vergißmeinnicht!

dlngs aber auch in Deutschland ein Echo finde», ist eg wohl am Platze, die Ausdehnung des Ge­nusses von Pferdefleisch in ganz Deutschland kennen zu lernen. In den letzten Jahren ätrug nach amtlichen Ermittlungen die Anzahl der Schlachtungen von Pferden in ganz Deutschland 1905: 146 627, 1906: 146 576, 1907: 135775, 1908: 136 575. Aus der Zusammenstellung geht deutlich hervor, daß die Zahl der Pferdeschlacht, ungen, soweit sie in den gewerblichen Schlachtungen statistisch erfaßt werden, in letzter Zeit in Deutschland abgenommen hat. Im Per. gleich mit dem Jahre 1908 haben die Schlacht­ungen von Pferden in den ersten drei Quartalen 1909 um 9217 zugenommen. Unter Annahme von 150 000 Pferdeschlachtungen im Jahre und einem durchschnittlichen Schlachtgewicht vo« 300 Pfund pro Pferd bettägt der gesamte Jahreskonsum von Pferdefleisch in Deutschland rund 45 Millionen Pfund. Die Einwohnerzahl von Chemnitz repräsentierte mit rund 250000 nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 nur rund de» zweihundertvierzigsten Teil der Bevölkerung des Reiches. Demgemäß würde auf Chemnitz nur ein durchschnittlicher Jahreskonsum von rund 187 500 Pfund Pferdefleisch entfall«« oder höchstens drei Viertel Pfund pro Kops der Bevölkerung im Jahre. Daß in Chemnitz allein 2 Millionen Pfund konsumiert werden sollen, ist einfach dadurch möglich, daß der annähernd richtigen Ziffer noch eine Null angehängt wurde was ja im Hinblick auf den Wahlkampf nicht gerade verwundert."

Deutsches Reich.

Freiherr v. d. Goltz. Konstantinopel, 21. Jan. Der Kriegsminister Mahmud Schefket Pascha gab gestern zu Ehren des Generalobersten Frhrn. v. d. Goltz ein Abschiedsessen, an welchem teilnahmen: die Marschälle Ghazi Muttar Pascha und Fuad Pascha, etwa 30 höhere türkisch« Offiziere und ferner Marschall Strempel. Der Kriegsminister toastete auf den deutschen Kaiser und auf die deutsch« Armee unter dem Ausdruck des tiefsten Dankes für die Entsendung deutscher Offiziere nach der Türkei, insbesondere des all­gemein verehrten Generals von der Goltz. Dieser erwiderte mit einem Trinkfvruch auf den Sultan und die türkische Armee. Weiter sprachen Frhr. v. d. Goltz auf den Kriegsminister und Ghazi auf Frhr. v. d. Goltz. Sämtliche Toaste wurden mit großer Begeisterung ausgenommen.

Bom Bahnhofsbuchhandel. Das Stege, ordnetenhaus hatte die Staatsregierung ersucht darauf Bedacht zu nehmen, daß die Verträge, betreff, die Verpachtung des Bahnhofsbuch­handels, kurzfristig abgeschlossen werden, daß der Verpachtungstermin rechtzeitig vorher bekannt gemacht wird, und daß die Verpachtung öffent­lich erfolgt. Die Staatsregierung hat dem Ab­geordnetenhaus« daraufhin folgeiche Entschließ­ung kundgegeben: Freiwerdende ober neu zu

Beide standen getrennt, da schmolz er beide zusammen. Siehe! und es entstand der Freund­schaft Blume, bas Veilchen. Dieses Blümlein, es fe: bas Zeichen unsere» Bundes, wo auch bet Lenz Dir eg bringt, stet» denke dabei en de» Freundeg liebendes Herz, so wie et immer b*r Deine vergißt. Dein

C. Hostet, stud. jur. Gießen, 16. März 1816.

Hasche die Freuden bet Jugend, eg winke« Noch Dir die Götter so freundlich herbei, Geben Dir lohnend den Becher zu trinken, Reichen Dir Blumen, entsprossen dem Mai Drohet auch gleich Dir im Kleeblatt die Alte"). Droht zu beflügeln den weilenden Tod.

Sie di« Bekränzte ruft ihr: ich halte, Eh' sie nicht schneidet, hat nimmer es Not."

Beim Durchlesen dieser Zeilen erinnern sich Ihres Freundes

A. Sarazin. Göttingen, ben 9. August 1810.

Wenn Esel lernen Flöten blasen, Und Schnecken springen wie die Hasen, Und wenn bet Labnstrom wirb zu Wein, Dann hör' ich auf Dein Freunb zu sein." Denke an Deinen akademischen Bruder

H. Echere, stub. phil., aug Rinteln Marburg, 10. April 1940.

So viel Dorn am Rosenstock. Unb wie Haare am Ziegenbock, So viel Flöh am Puddelhund, So viel Jahr bleib' Du gesund."

Dieses wünscht Dir Dein akademischer Drude- O. Bellmann aug Zwesten in Hessen.

Marburg, den 26. Juli 1825.

. *) Bezieht sich auf ein Bild, das sich auf bei Rückseite befindet, wo die Mittler« spinnt unk di« Andere« wolle« de« Fade« abschneid««.