F
45. Jahrg.
M 13
Erstes Blatt
s
nidit besonders cmseinanderzusetzen.
et»
7 ■ '
Gießen, den 22. März 1816.
Bruder
E. Sam, stud. med.,
fahrtseinrichtungen, große Industrrewerke usw. anzusehen, zu dem Zwecke ist esgewiß nicht nötig auch die wissenschaftlichen Bildungsmittel in den großen Städten zu zentralisieren. Man sollte im Gegenteil durch möglichst weitgehende Unterstützung der kleineren Universitäten einer ungesunden Zentralisation entgegentreten und in den kleineren Städten noch stärkere Kulttir- zentren schaffen, was sicherlich dem Geben des ganzen Volkes zugute käme. Auch in der Landes- vetretung ist der Wunsch einer Hebung der kleineren Univerfitäten wiederholt zum Ausdruck
Die Jnsertiondgebühr beträgt für die 7gespaltene Zeile oder deren Raum 15 Pfennige, für Reklamen 80 Pfennige. — Druck und «erlag: Joh. «u«. Koch, Unlverfitats^uchdrucker-i Inhaber Dr. 6. Hitzeroch, Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
Worte der Erinnerung von Deinem akademischen «ruber und Freund
Ehr. Klepper, stud cam., aus Sprendlingen.
Gießen den 25. März 1816.
„Trag ein Herz den Freunden offen, Doch zum Liebeskampf bereit, Lern im Mißgeschicke hoffen.
Denk des Sturms bei heiterer Zeit."
Zum steten Andenken an Deinen Freund I. Lehfink, stud. theol., Wölzberg im Jsenburgischen
| „Siehe Freund, alles wird vergänglich im | menschlichen Leben, das Mädchen wird Weih, zum Philister jetzt Du!!!"
| Möge Dir dies Blättchen oft in die Aug« I fallen und Dich erinnern an Deinen Freu« I und Bruder f
| E. Baschen, ftub. theol.
| Symbol: Dem Freunde wie dem Mädchen.
I Gießen, den 3. September 1817
I oder tut Jahr, da B. Land - flagen das heuig« I Volk sehr gedrückt, zu der Vetterschast aufg» I Holsen wurde!!!
Symbol: Freundschaft und Liebe. Gießen, den 6. November 1817.
ES ist erfreulich, daß ein so einflußreiches Organ wie $le Kreuzzeitung mit solcher Entschiedenheit und so guten Gründen gegen die Pläne der Frankfurter Geldmagnaten Stellung nimmt. DaS liegt durchaus im Jnteresie der kleineren Universi- . ^K'zmchister Dr. Beseler: Der
täten, die dadurch geschädigt werden, und zu denen I Entwurf ist im ganzen günstig ausgenommen worden, in erster Linie eben Marburg gehött. Mr hoffen, ' - - - - - -----
daß die Gründe der Kreuzzeitung gegen die Uni- persitätsgründung in Frankfutt an den maßgebenden Stellen nicht ungehött verhallen. Jedenfalls wird die konservative Landtagsfraktion die Gründe der KreuzzeiMng wohl zu den ihrigen machen und damit wäre für die parlamentarische Verhandlung ja schon viel gewonnen. Aus die Patteien der Linken dürfte in dieser Frage kaum Verlaß sein.
Der Artikel der Kreuzzeitung zieht übrigens w'itere Kreise. Die .Deutsche Tageszeitung' schließt sich dem Proteste der Kreuzzeitung vollkommen an. Sie führt gleichfalls aus: »Pie .KreuzzeiMng' erklätt sich mit Fug und Recht gegen diese Bestrebungen. Eine Universität in Frank- stirt müßte die in der unmittelbaren Rahe der Stadt blühenden alten Hochschulen von Marburg, Gießen. Würiburg, Heidelberg und Erlangen, empfindlich schädigen. Es sei nicht nötig, daß man auch in dieser Beziehung den Zug nach den Großstädten unterstütze, daß man noch mehr Hochschulen in G^oßst^dte verlege. Im Gegenteile, es entspreche einer verständigen Anschauung, gerade die kleinen P'orMrfiu(en nach Möglichkeit zu fördern.'
Reckt so! Daß dies alles eben auch unsere Anschauung von der Sache ist, brauchen wir wohl
Marburg
Sonntag, 16. Januar 1910.
verfität fett 1866 unb noch neuerdings hinein» gesteckt hat.
mit »cm Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham *
unb den Beilagen: ,Iach Feierabend» (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und.Landwirtschaftliche Beilage
aus Höchst in bet Wetterau. Symbol: Dem Freund und Mädchen treu. Gießen, den 10. September 1817.
„Hast Du ein gegründet Haus, Fleh' die Götter alle, Daß es, bis man Dich trägt hinaus. Nicht in Schutt verfalle.
Und noch lange hinterdrein, Kindeskindern diene. Und umher ein frischer Hain, Immer neu ergrüne."
Zum Andenken an Deinen auftichtigen Freund und akademischen Bruder
Christtan Ebel, d. G. E. Besließener, aus Lauterbach.
Symbol: Glaube, Liebe, Hoffnung. Gießen, den 14. März 1816.
„Freundschaft wandelt ihren ernsten Schritt, Ohne je am Wege zu ermüden.
Aber von des Freundes Brust geschieden Wandelt oft bet Gram bet Sehnsucht Witt."
„Lustig gelebt und ohne Karzer abgezogen, Das heißt den Pedell um den Gulden betrogen.
Zum Andenken an Deinen akademischen Bruder
F. Rullmannn, Bingen (Hessen). Gießen, 17. Februar 1817.
„Freund vorwärts geht der Weg zum Glück, Das Leben folgt dem raschen Augenblick, Wer nach der Zukunft hascht, bet kann nicht glücklich sein, Drum nutz die Gegenwart, benn diese ist nur
Dein."
Zur (Eruierung an Deinen akademischen
steht tatsächlich eine Unzufriedenheit gegenüber unfe» ren heutigen strafrechtlichen Einrichtungen weil sie da den veränderten Verhältnissen versagen. Die wichtigsten Fragen, Zuziehung des Laienelemente», Berufung gegen Strafkammerurteile und Schwurgerichtsreform wurden, da die Juristen verfchiedner Meinung ftn», durch politische Momente etschieden. Mit den Haicht- linien der Vorlage sind wir einverstanden. Man foult aber nicht den Zusammenhang dieser Dinge mit dem gesamten öffentlichen Rechte vergessen, damit gute Arbeit geschaffen wird. Justizminister Dr. Beselee: Der
ÖHUVUK-I “ io*---- V - r i
auch in der Presse, wenn auch einzelne Bedenken laut wurden. Die Beteiligung des Laienelemente» an der Rechtsprechung geht bereits auf das vergangene Jahr- . hundert zurück. In der kurzen Zeit fett 1878 hat man mit den Schöffengerichten gute Erfahrungen gemacht, gegen sie wurden nicht die Angriffe erhoben tote gegen die Strafkammer: das beruht aber nicht allem aus der Zuziehung des Laienelementes, sondern auch darauf, daß gegen ihre Urteile keine Berufung möglich ist. Auch bei den Schöffengerichten wurden Fehler gemacht, diese Fehler wurden durch die Berufung an dte Strafkammer wieder gut gemacht und gegen diese Beruf- ungSurteile der Strafkammer hat sich niemals bet Unwille erhoben wie gegen ihre sonstigen Entscheidungen. DaS kam daher, daß letztere, toemt sie irrtümlich waren, nicht tatsächlich berichtigt werden konnten, sondern nur durch die auf formellen, also einem ganz anderen Gebiet liegenden Revisionen. Die Angriffe, daß die Richter weltfremd seien, muß ich entschieden zuruckweisen; sie-tun den Richtern bitter Unrecht. Das Experiment, auch für die zweite Instanz des landgerrcht- lichen Verfahrens Schöffen hinzuzuziehen, können wir nicht mitmachen. Es dürften kaum genügend Schöffen zu finden sein und man liefe Gefahr, das Gesetz über» Haupt nicht ausführen zu können. Heute schon kommt eine sehr beschränkte Bevölkerungszahl für das Schossen- und Geschworenenamt in Frage. Nne ubergE Belastung der Einzelnen wäre zu befürchten. Dte Tage- und Reisegelder würden auch künftighin tont volle Entschädigung der Laienrichter bilden. Wir tonne einen Versuch nicht mitmachen, der vielleicht an der nicht genügenden Auswahl der Laienelemente scheuern und immer ein Experiment bleiben würde. Abg. Gelber (Ztr.): In der Vorlage sehen wir den Abschluß eine? Werkes, das schon seit Jahren vom Zentrum und den Freisinnigen angestrebt wurde. Inkonsequent ist es, die Oeffentlichkeit auszuschliessen aber die Presse zu den Prozessen zuzulassen. Die Einschränkung de» Zeugniszwangsverfahrens der Redakteure ist gerechtfertigt und befriedigt weite Kreise des Volkes. Die Frage nach den Vorstrafen eines Angeklagten sollte nur auf Gerichtsbeschluß und schonend gestellt werden. Der Kommission möge es gelingen, zum Wohle de» Vaterlandes ein gutes neues Gesetz zu schaffen. (Beifall im Zentrum.) Abg. Müller-Meiningen (fretf. Vgg.): Auch wir erkennen die Vorlage als eine geeignete Grundlage für eine längst erwartete Reform an und als einen Forffchritt. Wir wünschen auch für die Berfungsinstanz die Hinzuziehung des Laienelement». Berufungssenate für die Strafiammern müssen an den Ort eines Landsgerichts kommen. Die Zuständigkeit der Schwurgerichte sollte erweitert werden und sie wie in Süddeutschland für Preßvergehen zuständig i fein. Die Oeffentlichkeit namentlich in politischen
Prozessen, muß im Interesse der öfentlichen Moral erhalten bleiben. Das Legalitätsprinzip, so gefährlich seine Ueberspannung sein mag, darf angesichts bet umfassenden Polizeiallmacht nicht geschmälert werben. Abg. Dr. Barenhorst (ReichSp.): Die Vorlage ist em Fortschritt; bie stärkere Heranziehung des Satcnele» mente» ist zu begrüßen. Grundsätzliche Bedenken gegen die Vorlage bestehen nicht; sie werden sich Haupt- sächlich um Einzelheiten der praktischen Durchführung drehen. DziembowSki (Pole): Das Interesse, das der Reichstag und die Oefentlichkeit diesen Verhandlungen entgegen bringt ist. Wie das leere Haus und die ;eett
Ans dem NeicMacie.
Sitzung vom 14. Januar 1910.
«m Bundesratstilche Dr. Bcseler und Dr. Lisco.
Vizepräsident Spahn eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 16 Min. Zunächst Wird einem schleunigen Antrag der Sozialdemokraten auf Einstellung eines gegen den Abg. Albrecht schwebenden Strafverfahrens entsprochen. Sodann wird die erste Lesung der Justiznovelle fortgesetzt. Abg. Dr. Wagner-Sachsen (kons.) führt aus: Wir begrüßen den neuen Staatssekretär, dem es vergönnt ist, das große Werk zu vollenden, das den jahrzehntelangen Wünschen des deutschen Volke» entspricht. Die Vorlage hat den großen Vorteil, daß sie im Gegensatz zu anderen Gesetzen in sprachlicher Hinsicht geradezu ein Muster ist. Der Entwurf bringt eine Erweiterung der Beteiligung der Laienrichter an der Rechffprechung, die wir lebhaft begrüßen. Da» System der Schöffen btt den Landgerichten hätte der überwiegende Teil meiner Freunde auch gern auf die zweite Instanz ausgedehnt gesehen. Die vorgeschlagene Form der Berufungskammer erscheint im einzelnen bedenklich. Das Revisions-Versahren auf rein formaler Grundlage kann vereinfacht Werden. Im Vorverfahren sind gewisse Erleichterungen erwünscht. Meine Freunde Werden mit allen Kräften Mitarbeiten, damit der Entwurf so rasch Wie möglich verschiedet unb schon im nächsten Jahre Gesetz Wirb. Wir beantragen Ueberweifung der Vorlage an eine Kommission von 28 Mitgliedern. Abg. Heinze (natlib.): Es be-
gekommen. t , r,
Nun bietet aber Frankfutt dem Staate schon etwas in seinen schon bestehenden Instituten gleichsam als Geschenk dar. Hat der Staat davon in der Tat irgend welchen Nutzen? Nehmen wir an, nach der Universität Frankfutt zogen von Berlin 500 Studenten, von Bonn 300 von Marburg 300 usw., dem Staate würde dadurch keine Ausgabe abgenommen, er könnte deshalb nicht eine Professur als überflüssig <in- zitzhen die jetzt bestehenden, gut frequentierten Institute würden höchstens im Werte sinken. Das wäre aber auch für die jetzt bestehenden Universitätsstädte sehr bedauerlich, deren Universitäten weiter auszubauen und zu heben, es gälte.
Heber das Verhältnis dieser neuen beabsichtigten Gründung zur Staatsverwaltung sollen ja nun erst eingehende Verhandlungen gepflogen werden. Aus den Aeußerungen der Frankfurter Presse geht aber hervor, daß man sich in Frankfutt eine freie Universität etwa nach amerikanischem Muster denkt. Die Errichtung einer theologischen Fakultät ist „vorläufig nicht beabsichtigt. Natürlich, sie hat in dem neuen demokratischen Gebilde keinen Raum. Kann nun der Staat darauf verzichten, die Besetzung der Lehrstühle zu überwachen? Nach Frankfurt wo bet Geist Leopold Sonnemanns so starken Einfluß hat. würde alsdann kaum ein Nationalökonom berufen werden, der nicht von der Brentanoschen Schule und Anhänger der ’..... ~n diesem Gerste
Universität Frankfurt.
Das Hauptorgan der konservativen Partei, die beschäftigt sich an leitender Stelle ta folgendes AuZMrungen mit den Franksutter Umversilatsplänen:
. - Ccüt$. neue Univerfitätsgrüilduug.
Frankfurter Blätter wissen zu melden, daß der Ausbau der in Frankfurt a. M. bestehenden wissenschaftlichen Jnstitute(Jnstitut der Senckew- bergischen naturforschenden Gesellschaft, Kliniken usw.) zu einer vollen Universität nahe bevorsteht. Diese Meldung ist zwar, wie von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, verfrüht, doch haben in letzter Zeit die Bestrebungen, in der Stadt Frankfurt eine Universität erstehen zu lassen, offenbar festere Gestalt gewonnen. Schon seit Jahren ist ja planmäßig auf dieses Ziel hin- «arbeitet worden. Alle wissenschaftlichen Institute wurden zurzeit so gebaut, das sie Univer- sitätszwecken dienen können, so auch die Kliniken, vor allem aber ist mit Erfolg an den Reichtum Frankfurter Bürger appelliert worden, die diesem Zwecke reiche Stiftungen zuwandten. Dem Staate kann also schon ein Grundstock an Besitz für die neue Universität geboten werden. Für die Frankfurter hat natürlich der Gedanke, durch «ine Universität den Glanz der alten Reichsstadt zu erhöhen, große Bedeutung, ein Blatt meinte sogar, die „Universität Frankfurt" werde geeignet sein, der Stadt wiederzugeben, was sie durch die finkende Bedeutung der Frankfurter Börse (sie!) verloren habe. Es fragt fich aber, wie soll sich de? Staat zn dieser Frage stellen.
Es ist wahr, daß dte Anzahl der Studierenden in den letzten 30 Jahren reißend gestiegen Ist — sie beträgt jetzt über 50 000 —, ohne daß neue Universitäten— außer Straßburg — gegründet worden wären. Es ist aber falsch, bat» tue überhaupt den Gedanken an eine Neugründung und nun gar in Frankfurt herleiten zu wollen. Wenn man schon an eine Neu» !Gründung denkt, so kann es sich doch nur um eine olche in einer Gegend handeln, die Universitäten bis jetzt wenig oder gar nicht hat — um den Osten, etwa Posen. Keinesfalls ober um Frankfurt, in dessen unmittelbarer Nähe bereits die Universitäten Marburg, Gießen, Würzburg, Heidelberg Erlangen blühen, dazu kommt am Rhein noch Bonn! Zudem muß man vom konservativen Standpunkte aus davor warnen, den Zug nach den ungesund angeschwollenen Großstädten noch dadurch zu unterstützen, daß man noch mehr Universitäten in Großstädte verlegt. Es sind genügend Universitäten in Großstädten vorhanden, die unserer akademischen Jugend ein Bild von dem modernen großstädtischen Leben vermitteln. Für das akademische Studium ist eine kleinere Universität allemal vorteilhafter. Bei unseren heutigen Verkehrsmitteln ist es gar nicht schwer für den Studenten der Nationalökonomie etwa, sich großstädtische Wohl-
„Wie der Schatten früh am Morgen, Ist die Freundschaft mit dem Bösen, Stund auf Stund nimmt sie ab. Aber Freundschaft mit dem Guten Wüchset mit dem Abendschatten, Bis des Lebens Sonne finkt."
Erinnere Dich zuweilen an Deinen Freilich und akademischen Bruder
L. Schmalkalder aus Reichelsheim. Symbol: Edel und niemand untertan. Gießen, den 11. September 1817.
„Nur der Mann mit Tatkraft im Tornister, Ist der weise Erdenbürger hold.
Gleich ist ihm der Kaufmann, der Minister, Mit Kaputz und Schnurrbart find ihm gleich, Ehrt er Luther, Papst oder den Zwingli Oder kommt er ans dem Mnsenreich.
Dieses Leben edel zu genießen
Ist ihm Wunsch und Ziel, ist für ihn Pflicht, Rur nach anderen feigen Sklavenseelen Blickt der Mann mit edlem Herzen nicht.
Zum Andenken an Deinen aufrichtigen
Freund R. Müller.
„Frankfurter Zeitung" märe. In diesem E' wollen wir unsere akademische Jugend nicht zogen wissen. Dann aber ist prinzipiell die Frage zu untersuchen, ob der Staat gut daran tut irgend einer Körperschaft, wenn sie nut Geld genügend hat, das Recht einzuraumen, eine freie Universität zu gründen.
Entweder die Stadt Frankfurt will, daß der Staat unter Zuhilfenahme der von der Stadt dargebotenen Mittel eine neue Universität gründet dazu liegt nicht nur keine Veranlassung vor sondern es lassen sich schwerwiegende Gründe dagegen anführen — oder die Stadt Frankfurt will eine freie Universität errichten, dann dürfte ihr Verhältnis zum Staate die schwerwiegendsten Konflikte bergen und für uns in keiner Weise wünschenswert sein. Die Universität Frankfurt wäre also ein Gebilde, dessen Erscheinen nicht gewünscht werden kann. Sowohl vom konservativen Standpunkte, wie allgemein angesehen, wäre namentlich auch die mit Sicherheit zu erwartende Schädigung der Universität Marburg in höchstem Maße bedauerlich, nicht bloß wegen der großen Summen die der Staat in Anstalten dieser aufblühenden Unr-
„Frennd, auch nach vielen Jahren vergiß de, ,,u Freundes nicht,
Der Dich stets zärtlich liebt und Deiner mch»
nicht vergißt.
Dich werde ich stets lieben, bis mein Auge brW, Dann blüh auf meinem Grabe für Dich Vergißmeinnicht.
Dein aufrichttger Freund und akademische« Bruder F. Menke aus Wiesbaden.
Symbol: Freundschaft und Liebe.
Gießen, den 3. September 1817.
«Laßt uns edel fein und gut, Freunde bleiben ewig, . Fällt dann einst der Vorhang Nieder, Dort umarmen wir uns wieder, Fremü», o dann wie selig!"
Dieses zur Erinnerung an Deinen ata- demifchen Bruder Fr. Simon,
Symbol: Deutsche Freundschaft.
(6W (1W
Stamnwerse.
Von L. Müller.
«Fortsetzung.»
„Teuerster Eoufln. ach es sei, Stets Dein schönes Leben, - - W'e mit Blütenduft im Mai, Ganz mit Glück umgeben, Jeden Schritt im Erdentale, -t Schmücke Freud' und Wonne, Und mit jedem Sonnenstrahle, Segne Dich die Sonne."
Symbol: Dem Freunde und dem Mädchen.
Du wirft zuweilen beim Durchlesen dieser Zeilen aufs Neue Dich erinnern an Deinen aufrichtigen Freund und Bruder
W. Santes, stud. jur. Ludwigs-Universität, 12. September 1817.
„Tugend sei die Begleiterin Deines Lebens, Glück die Belohnung Deiner Handlungen."
Mit diesen wenigen Zeilen empfiehlt sich Dein treuer Freund und Mitbruder
Ehr. Hachenberg, stud. jur., aus Neuwied.
Symbol: Deutsch, Ehre, Freiheit, Treue, Gießen ,den 8. September 1817.
„Rosen aut den Weg gestreut, Singt der Dichter einer, greund war dieser nicht gescheut, , so ist es keiner."
Zur fteundlichen Erinerung an Deinen aka- bvMischen Bruder
L. Reiberth, stud. theol. Gießen im März 1816.
~ie „Oberhessische Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. - Ter B ezu g »P r et S betrag tnettel- jahrlich durch die Post bezogen 825 * (o$re SMteügel&h bet unseren Zeitungsstellen und der Lxpedition (Markt 21), 2 X.