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Als

Renate lachte leis«.

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Mas

nach ihr vorausaesehen. In einer Stunde qt Frau Professor Hardenberg mit Eva hier. ®u find heute glla Deine GLst«°"

Antwort u. a. aus:

Von den in den gemischtsprachigen Gegenden angestellten Volksschullehrern mutz noch etwas mehr als von allen übrige» Staatsbeamten ver­langt roetben, daß sie auch durch ihr auster- amtliches Verhalten nach Möglichkeit dazu bei­tragen, das deutsche National- und preußische Staatsbewußtsein in der Bevölkerung dieser "Irovinzen zu stärken und lebendig zu erhalten.

Der heutigen Nummer liegt bet Kreisblatt Nr. 4.

welche die Steuerpflicht unter Wahrung d« Grundsatzes der Gegenseitigkeit auch abweichend von den in Preußen geltenden Vorschriften ge­regelt wird. Ein praktisches BÄürfnis, den Geltungsbereich der gesetzlichen Ermächtigung über das Reichsgebiet hinaus auszudehnen, ist bisher nicht hervorgetreten.

rnantenfunden zusammenhängenden Maßnahmen, die von allen Parteien gebilligt wurden. Darauf wurde die Weiterberatung auf Freitag vertagt.

(Nachdruck verboten.)

Gott zrrsammengefügl.

Roman von H. Courths-Mahler.

(Schluß.)

Bernhard nach Hause kam, war sie schon

Marburg

Sonnabend, 15. Januar 1910.

laufen, wenn er eine Renate zur Frau bekommen fcnn!"

Georg sah gerührt in ihr schönes Eestcht. Also das war seine Schwester. Es stieg warm in ihm auf. Er küßte ihre Hand.Ich konnte sie ja eben nicht bekommen, deshalb war ich davongelaufen. Da ich aber wiedergekommen bin, verzeihen Sie mir."

Ja, das will ich tun zumal es mir immer weh getan hat, schlecht von Ihnen denken zu müssen. Ich habe Ei« immer gern gemocht. Aber nun müßt Ihr mir alles erzählen, wie das gekommen ist, gleich jetzt will ich alles hören."

Mary, Dein Roastbeef," rief Bernhaü» neckend.

Ach laß mich mit dem Roastbeef jetzt zu­frieden, mag es noch trockener werden. Erst will ich alles wissen."

Mary, die Köchin brummt," neckte er wieder. Sie zog ihn am Ohrläpp en.

Wirst Du Ruhe geben?"

Coulman» legte seinen Arm um Mary und sagte zu BernhaiL:

Was ich Dir an Eurem Hochzeitstage an­vertraut habe, sollt« Mary eigentlich nie erfahren. Aber ich bin zu der Einsicht gekommen, daß es besser ist, auch sie wird aufgeklärt. Dafür, daß ich ihr den Vater nehmen muß, geb« ich ihr den Bruder."

Bernhard zog die Erstaunte in seine Arme.

Erschrecke nicht mein Herzblatt?"

Coulman» eröffnete ihr nun schonend da» ganze Geheimnis. Mary weint« ein wenig, aber Bernhard tröstete sie so liebevoll und zärt­lich, daß sie sich schnell beruhigte.

Und das alles taft Du gewußt, Bernhard?" fragte sie, noch ganz beklommen.

Alles nicht, Maus, nur daß Du nicht Renates Schwester bist. Den Namen Deine» Vaters hat mir Papa nicht verraten, also konnte ich auch nicht wissen, daß Herr von Rodenfels Dein Bruderist."

Da sprang Mary plötzlich auf, faßte Georg ohne alle Umstände um den Hals und gab ihm einen Kuß. Dann sagt« sie halb weinend, hal- lachend:

Du mein großer Bruder nun weiß ich doch, warum ich Dich immer so gut leiden mochte."

vche er antworten konnte, lag sie schon wie­der an Coulmanns Herzen.

Du -leibst mein lieber, lieber Papa, sagt« sie innig. _ , ,

Er umschlang st« fest.Ja, mein Töchter­chen, Du bist nach wie vor mein liebes Kind."

Es wurde noch viel gefragt und erklätt, ein bißchen geweint vor Rührung und gelacht vor Glückseligkeit. Die Köchin mutzte noch lang« brummen, ehe ihren Speisen Gerechtigkeit widerfuhr. Und als endlich die Suppe aufge­tragen war, schnellte Mary wieder, von eine« plötzlichen Gedanken erfaßt, von ihrem Sitz empor.

Ach, mein Gott?"

Was ist Dir denn, Mary?"

jährlich durch die Poft bergen 2J5 <X (ohne Bestellgeld), A unseren Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21), 2 <*.

Coulmann klopfte Bernhard auf btt k Schulter.Ich hoffe, Du braust uns ein« «xtta-, feine Berlobungsbowle, mein Sohn."

Wird gemacht, Papa." * }

Georg reichte sofort seinen Abschied ein.) Ende September war seine Hochzeit mit Renate / Coulmann. Das junge Paar machte nur eine' kurze Hochzeitsreise, weil sie beide der Ansicht' waren, daß es in Rodenfels am schönsten fei. .

Mamsell Wollmann war ganz aus fern. Häuschen vor freudiger Rührung. Nun war ihr junger Herr wieder zurückgekehrt in das Schloß. feiner Väter. . I

Bei der Trauung war derselbe Altar ausge- baut, wie bei Marys Hochzeit, und mit klare». Augen sah Renate heute zu dem Spruch empor: \ Was Gott zusammenfügt, das soll der Mensch nicht scheiden.---------'

Ernst Trautmann hatte den Groll be-, zwungen, den er gegen Renate hegte, und b»? sein Herz nicht beteiligt war, kam er bald ! darüber hinweg. Später begleitete er zuweilen, seinen Bruder und seine Schwägerin nach) Rodenfels. Unb es fügte sich, daß er dann? jedesmal mit Melanie Dallett zusammentraf.. Ob nun ihre Abhandlungen über denJugend-j stil" oder di« Millionen ihres Vaters sein Her,- bezwungen hatten, war nicht zu ergründen. - ALenfalls verlobte «r sich ein« Tages nüt ihr, und di« Verlobten waren anscheinend auch sehr, zufrieden mit ihrer Wahl. |

Melanie soll später unter Ernst Trautmann»^ veGändiger Leitung eine ganz vernünftig^ Frau geworden fein. Das Malen bat si: irden-! fall» aufgegeben.

Kommunale Doppelbesteuerung.

Die Vermeidung von Doppelbesteuerungen -ei Heranziehung zur direkten Kommunalsteuer tn verschiedenen Bundesstaaten des Reiches ist dem Reichstag zur Beschlußfassung unterbreitet worden. Das Reichsgesetz wegen Beseitigung der Doppelbesteuerung vom 13. Mar 1870 resp. 22. März 1909 regelt nur den Fall der Beteilig­ung mehrerer deutscher Bundesstaaten an der Heranziehung zu den direkten Staatssteuern. Aus die Besteuerung desselben Zensiten seitens der Gemeinden mehrerer deutscher Bundes­staaten findet das Reichsgesetz kerne Anwend­ung. Unter diesen Umständen ist em Schutz gegen Doppelbesteuerungen bei Heranziehung zu direkten Kommunalsteuern innerhalb Preußens einerseits und den übrigen deutschen Bundes­staaten andererseits nur insoweit gegeben, als die Kommunalabgabengesetze die Beteiligung mehrerer Kommunalverbünde an der Besteuer- ung der gleichen Steuerquellen auch über dre Grenzen des eigenen Bundesstaates hinaus durch entsprechende Beschränkung des Steuer­rechts der Gemeinden berücksichtigen. Im preußischen Kommunalabgabengesetz vom 14. Juli 1893 ist auf dem Gebiete der Steuern vom Grundbesitze und vom Gewerbebetrieb die Ge­fahr eines Hinübergreifens in die Steuerhoheit fremder Kommunalverbände dadurch ver­mindert daß nur die in der Gemeinde belegenen Grundstücke bezw. betriebenen Gewerbe zur Steuer herangezogen werden dürfen. Auf dem Gebiete der Eemeindeeinkommenbesteuerung ist die Konkurrenz anderer Kommunaloerbände da­durch berücksichtigt worden, daß der Teil des Bezirks der Wohnsitzgemeinde aus Grundver­mögen oder Gewerbebetrieb genommen wird, außer Berechnung zu lassen ist. Die Frage aber, ob eine Gemeinde als Betriebort anzusehen ist oder ob eine bestimmte Einkommensart als Ge­werbebetrieb oder Kapitalvermögen zu erachten ist war immer eine Quelle von Kollisionen. Ferner war der kommunalen Doppelbesteuerung des nicht aus Grundvermögen oder Gewerbebe­trieb fließenden Einkommens einerseits in Preußen und andererseits in einem anderen deutschen Bundesstaate durch § 50 im Falle eines mehrfachen Wohnsitzes ober steuer­pflichtigen Aufenthalts Tür und Tor geöffnet. Zur Beseitigung dieser Mißstände kann sich die Aufstellung allgemeiner . gesetzlicher Normen nicht empfehlen, sondern vielmehr nur eine ge­setzliche Ermächtigung der Landeszentralbe- hörden zum Abschluß von Vereinbarungen oder Anordnungen. Der Gesetzentwurf sieht daher nur einen einzigen Paragraphen vor. Er lautet: Zur Vermeidung von Doppelbesteuer­ungen bei Heranziehung zu diretten Kommunal­steuern in Preußen und einem anderen deutschen Bundesstaate find der Minister des Inneren und der Finanzminister, in der Regel nach An­hörung der beteiligten preußischen Kommunal­verbände, ermächtigt, Vereinbarungen zu treffen und Anordnungen zu erlassen, durch

Die JnsertionSgebühr beträgt für die 7gespaltene Zeile oder deren Raum 15 Pfennige, für Reklamen 30 Pfennige. Druck und «erlag: Joh. «lug. «och, llniverfttätS-Buchdruckerei Inhaber Dr. C. tziheroth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Ach habt Ihr den» gar Vicht daran gedacht, daß Eva nun meine SchwHter ist?" rief sie entzückt.

Renate lachte leis«.Ja, goldne Mary ich hab« wohl daran gedacht und Deine Sehnsucht

lung sich erst durch ihre Vorgesetzten über ihre neo­nate Pflicht belehren lassen mußten und so bar Per- trauen der Behörden täuschten. (Gelachter im gen- trum und Zustimmung.) Solche Leute sind mcht ge­eignet, au ihrem bisherigen Platze Weckerzuwirken. Sie mußten deshalb verseht werden. Wer bte Oft« markenverhältnifse kennt, billigt da» Aethaltul^ der Regierung. (Beifall). Abg. v. DziemboE (Pole). Es ist festzustellen, daß die Antwort de, Staatsfekre. tärs wegen der Beamtenmaßregelung nicht befriedigt. Die Mehrheit des Reichstages verdammt diese Maß­regelung. Die Regeierung soll gewiß ernt feste Hand haben, aber auch gegen die Hakatisten. Die Polen ver­teidigen sich lediglich gegen die Bestrebungen des Ost- markenvereinS und seinen Einfluß auf dre Regie- rungspolitik. Wir führen gezwungen den Kampf und nur in der Hoffnung auf einen ernstlichen, ehrlichen und ehrenvollen Frieden. (Beifall bei den Polen.) Aba. Lattmann (wirtsch. Vgg.): Die Deutschen sollten so Viel Nationalgefühl haben wie die Polen. Die poli­tische Betätigung der Beamten ist zweifellos durch ihre Stellung zum Staate beschränkt. Auch Bismarck wurde heute angesichts der polnischen Bestrebungen so denken. Der Staat hat zweifellos das Recht, in solchen Fallen einzuschreiten. (Beifall.) Abg. Doormann-KömgS- hütte 'frf. Bp.): In Kattowitz waren tue Polen ine Angreifer. Die oberschlesischen Liberalen sind keineS- tvegs Hakatisten, wenn auch nicht Schleppenträger der Polen. (Sehr gutl). Damit schließt die Besprechung.

Das Haus geht hierauf zur ersten Beratung der Entwürfe eines Gesetzes betreffend Aenderung deS Gerichtsverfaffungsgefehes und einer Strafprozeßord­nung über. Staatssekretär der ReichSjustizamteS Dr. Lisr» (auf der Tribüne fast unverständlich) begrüßt die Vorlage. Redner geht auf die einzelnen Teile der Vorlagen ein, weist auf die Hinzuziehung des Laien« elementeS für Rechtsprechung, auf das Zeugnisverwet» gerungsrecht der Presse und auf das besondere Ver­fahren gegen Jugendliche hin. Die öffentliche Kritik habe neben Anerkennung der Entwürfe auch Wunsche und Bedenken geäußert, die in eingehender Verhand« lung im Plenum und in der Kommission zu würdigen sein werden. Hierauf wird die Weiterberatung auf Freitag 1 Uhr vertagt. Schluß 5% Uhr.

Aus dem Reichstage.

Sitzung vom 13. Januar 1910.

Am Bundesratstische: Staatssekretär Krätke.

Vizepräsident Dr. Spahn eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 16 Min. Die Besprechung der Interpellationen betreffend die Maßregelungen in Kattowitz wird fort­gesetzt.

Abg. Schrader (freis. Vgg.): Die vielen Maßnah­men gegen die Polen haben das Gegenteil von dem herbeigeführt, was erreicht werden sollte. D'.e Polen sind wirtschaftlich und politisch stärker geworden, weck sie sich bewußt lourden, daß sie chre Kräfte lammeln müßten. Der Staatssekretär hat gestern gesagt, die Beamten seien verpflichtet, im Staatsinterefie nach dem Willen ihrer Vorgesetzten zu handeln. Der Be« amte braucht aber nur das zu tun, wozu ihm doS Ge­setz verpflichtet. (Sehr richtig.) Der Reichskanzler wird uns demnächst seine eigenen Ansichten über diese Angelegenheit sagen müssen. (Bravo links.) Süde- kum (Soz.): ES ist wünschenswert, daß Herr v. Beth- mann-Hollweg feine eigenen Ansichten hier vertritt. Die geknechteten und brutalisierten Polen sind bei der Finanzreform durch ihre Junker verrat'.?, worden. Erfreulicherweise hat Herr Schrader heute einen Teil dessen wieder gutgemacht, was der oberschlesische Libe­ralismus Kattowitzer Art gesündigt hat. Die Reichs­regierung sollte dafür sorgen, daß nicht das Recht der Staatsbürger herabgesetzt wird, das Beste auf daS sich daS Staatswesen stützt. (Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Staatssekretär Dr. Delbrück: Der Abgeordnete Schrader hat aus meinen gestrigen Ausführungen unrichtige Schlüsse gezogen. Ich habe gestern in tatsächlicher Beziehung festgestellt, daß 15 Beamte versetzt worden find, nachdem sie in der Haupt­wahl und dann in der Stichwahl für großpolnische Kandidaten gestimmt hatten, obwohl sie inzwischen da­rüber belehrt worden waren, daß diese Kandidaten großpolnische Bestrebungen unterstützen und daß sie zu wählen mit der Pflicht eine» Beamten unvereinbar sei. ES ist mit den Interessen des Dienstes unverein­bar, daß ein Beamter an einem Orte wirkt, wo er im Gegensatz steht mit der nationalen Auffassung. (Hörti Hört!). Weder das Reich noch ein Einzelstaat kennt eine fest umschriebene Definition deS Beomtenbegrif- feS. Es gibt nur vereinzelte Bestimmungen. Aber die staatsrechtliche Theorie sagt klar und deutlich, daß der Beamte in einem öffentlich rechtlichen Dienstver­hältnis oder in einem Gewaltverhältnis zum Staate steht und daß er demzufolge, da der Staat selbst nicht sprechen und handeln kann, in demselben Verhältnis zu den Vertretern des Staates, den staatlichen Or­ganen tritt. (Gelächter und Unruhe int Zentrum und links. Zustimmung rechts.) In dem Erlaß Kaiser Wilhelms I. hat man sich darauf beschränkt, die For­derung auszusprechen, daß die politischen Beamten sich in die Unterstützung der Politik der Regierung zu fü­gen haben. Wenn wir jetzt weiter gegangen sind, so ist dar nicht mit leichtem Herzen geschehen. (Hört! Hört!) Ich habe ausdrücklich darauf hingewiesen, daß diese ausnahmsweise Behandlung des Kattowitzer Falles anzusehen ist als ein Aft nationaler Notwehr. (Huhu? bei den Polen.) Für diesen speziellen Fall irgend­welche Grundsätze allgemeiner Art haben wir nicht ge­troffen. (Beifall rechts.) Dr. Kolb (Reichsp.): Den Beamten hat eS vollkommen freigestanden, irgend­welche katholische Kandidaten zu wählen. Von diesen polnischen Kandidaten wußte aber jedes Kind, daß sie Anhänger deS Sokols und des Straz sind. Diese be­sonderen Verhältnisse in der Ostmark machen es be­dauerlich, daß deutsche Männer in unabhängiger Siel.

v«rschärft. Ihm schiene es geboten, jetzt, dies« schweren Jnteressenkämpfe beginnen, Ver­ständigung zu suchen. Es wäre ein Schaden für unser innerpolitisches Leben, wen» die Hebet« zeugung nicht zum Stege käme, daß Sachsen, Ba­de» und Hessen sich tn ihrer Haltung lediglich von der Rücksicht auf das Wohl ihres Staate» bestimmen, daß sie auf einem verfassungsmäßigen Boden ständen, daß ihr« Stellung inneroolittsch gerechtfertigt und wahrhaft patriotisch sei. Es handle sich um einen Aenderung des Artikels 54 der Reichsverfassung. Der Paragraph 19 de» preußischen Wasserstraßengesetzes sei verfassungs­widrig, also schlechthin unnichtig. Außer durch die Einführung der Schiffahrtsabgaben würde die Aenderung der Reichsverfassung aber auch durch die geplante Einführung der Zweckver- bände bedingt, daß neue staatliche Genossenschaf­ten dem Bundesrate unterstellt werden sollen. Diesem würde damit eine Kompetenz übertra­gen, die ihm nach der Reichsverfassung nicht zusteht. Die Reichsverfassung sei aber das Boll- werk unserer nationalen Existenz. Wer sie än­dern wolle, müsse erst beweisen, daß eine solch« Aenderung dem Reiche zum Wohle gereicht; er zweifle aber, daß dieser Beweis gelinge. Denn es werd« eine Schiffahrtsfreiheit preisgegeben werden, die durch lange Kämpfe errungen wor­den sei und in der sich Handel und Industrie entwickelt hätten. Schon jetzt steht es sest, daß für SaMen die Einführung der Schiffahrtsab- gaben einen außerordentlichen Schaden im Ge­folge haben würde. In der vorliegenden Frage müsse im Bundesrat das Prinzip gelten: Einer für Alle und Alle für einen, nicht aber da» Prinzip: Ausbeutung des einen durch den an­dern! Er hoffe bestimmt, daß man den Ein­wendungen Sachsens Gehör schenken möchte. \

Eine Beschwerde de, gemaßregelte«, Lehre» i in Kattowitz

hat der Kultusminister dahin beantwortet, daß er ihrem Gesuch, tn Kattowitz bleiben zu dür­fen nicht entsprechen könne. Rach der ^BtesL Ztg." führt der Minister in seiner ablehnenden

ganz nervös.

Denke Dir nur, das Essen ist längst fettig, die Köchin brummt schon ärgerlich und die bei­den kommen nicht," rief sie ihm entgegen.

Er umfaßte sie lachend und küßte sie erst ein­mal regelrecht ab.

,Laß die Köchin brummen, Liebste, sie wer­den schon kommen. Inzwischen hab ich Dich noch ein Weilchen für mich allein."

Wenn aber das Roastbeef ttocken wird," sagte sie eifrig und sah ihn bekümmert an.

Dann wird es trocken gegessen, Maus. Aber beruhige Dich eben hält der Wagen unten, sie kommen."

In aller Eile raubte er sich noch ein paar Küsse.

Das Roastbeef sollte aber noch lange nicht zu seinem Rechte kommen. Mit Renate und dem Vater trr.1 Georg ein und an den glückstrahlen­den Gesichtern erriet Mary, daß sie ein Braut­paar vor sich hatte.

Renate!"

Diese umschlang die Schwester.

«Ja, Mary ich Lt'.ngc Dir meinen Bräutigam als Tischgast mit."

Mary wandte sich nun in ihrer lebhaften ri an Georg und reichte ihm die Hand.

»3ch war Ihne» schrecklich böse, das will ich »nr gelteren. Wie kann «in Man» so davon-

Die Babgetfemmiffien setzte am Donnerstag bte Beratung der Weiterführung der llsambara-Bahn bi» Moschi und der Hafenbauten von Tanga fort Leb­haft erörtert wurde die Desicdlungsfähigkeft von Ost­afrika. Staatssekretär Dernburg erklärte, daß unter 15 000 «X Kapital niemand sich anfiedeln könne. Auch der Unterstaatssekretär habe nur von der Wahrschein­lichkeit der Besiedlungsfähigkeit gesprochen. Er sei entschieden gegen staatliche Beihilfen. Der Staat Enne nur durch Anlegung von Verkehrswegen und sonstigen öffentlichen Einrichtungen helfen. Der Bau der Bahn und die Hafenanlagen wurden dann gegen drei sozial­demokratische Stimmen genehmigt Bei der Be­ratung des Nachtragsetats für Südwestafrika wurden die Diamantenfunde und die neue Denkschrift über f...

Südwestafrika besprochen. Staatssekretär Dernburg I Provinzen zu starken undlebendig zu er^llteN. gab eine ausführliche Darstellung der nut den Dia« Ihre erzieherische Einwirkung auf die beran.

- ' 1 wachsende Jugend kann den erwünschten Erfolg

nicht zeitigen, wenn die Lehrer in ihrem außer­ordentlichen Verhalten auch nur den Schein er­wecken als ob sie staatsfeindlichen Bestrebungen MArtHrA» I »«Heftchen. Unter keine» Umständen dürfen

Pülmffhb UMscyaU. I Lehrer, wie Sie in Ihrem Gesuche selbst aner-

Eachsen und die Schiffahrtsabgabe». I kennen, großpolnische Bestrebungen in irgend Dresden 13. Ian. In der heutigen Etats- einer Weise unterstützen. Dieser an alle Lehrer

beratung der'Ersten Kammer berührte Ober- und Beamte tn jene» Gegenden zu stellenden

bürgermeister Geheimer Rat Dr. Beutler die Forderung haben Sie durch die Stimmabgabe

Frage der Schiffahrtsabgaben. Hierauf führte für einen Anhänger der großpolnischen Partei

der Staatsrechtslehrer Wirklicher Geheimrat bei den letzten Stadtverordnetenwahlen in

Professor Dr. Wach im Verlaufe einer eingchen- Kattowitz nicht entsprochen, Sie haben damit, den Darlegung über diesen Gegenstand u. a. fol- gezeigt, daß Sie in dieser der großpolmschen aende» aus: In der Frage der Schiffahrtsab- Propaganda ausgesetzten Stadt nicht am Platze, gaben hätten sich die Gegensätze mehr und mehr I sind. Die königliche Regierung hat Sie daher,

mit dem Kreisblatt kür die Kreise Marburg uub Kirchhai»

und den Beilagen: ,Mch Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und »Landwirtschaftliche Beilage