f
Verantwortlich für die Redaktion: Dr. phil. Carl Hitzeroih in Marburg.
einzigen Wohngelogenheit verband, die man vom Zimmer aus betreten konnte, ohne erst eine Treppe passieren zu muffen, auf die man aus den Zimmern ohne Mühe alle Gegenstände der Bequemlichkeit, Tische und Stühle bringen konnte, deren man zum behaglichen Ausruhen in freier Luft bedurfte. Aber das war noch «richt alles, was dieser Garten lehrte. Er -ei-te.
Anechtes im sogenannten Tierschutz.
Was nennt sich nicht alles „tierfreundlich"? Leute, die nur ihre eigenen Tiere verhätscheln, aber des Nachbars Hund oder Katze verfolgen- Sportsfreunde, die nur gewiffen Raffetieren Aufmerksamkeit schenken und selbst diese mit kaltem Blute hergeben, umtauschen oder töten können: eitle oberflächliche Naturen, die ein Tier nur. solange es jung und hübsch ist, gern haben und es gerade dann, wenn es krank oder alt am meisten der Hülfe bedarf, mit Fußtritten vor die Türe setzen. Dies« alle glauben große Tierfreunde zu sein und find -och keine. Der wahre Tierfreund denkt, fühlt und handelt möglichst allseitig gerecht, er ist kein Tiernarr, will aber die Lebenslage der Tiere heben, die ja doch in tausenden von Fällen noch so jämmer- lich'elend ist.
Kittloffrlmarktbrricht vom 7. Februar 1010 von der PreisnerichtsteUe des Deutichen Landwirt- schaitsrats. Berlin W. 57."
Für Kartoffeln in Wagenladungen von 10000 Kilogr. ift bezahlt worden in Mark für 50 drloar.
während bei beit Hühnern die Höchstzahl von 3500 Stück vom 29. Oktober bis 4. November erzielt wurde. Die Preise für Gänse schwankten zwischen 3—5,50 <*.. (1908 : 2,40—5,20 J0, für Enten zwischen 1,50—2,95 Jt. (1908: 1,40— 2,40 <40, für junge Hühner zwischen 80 4 bis 1,40 X (1908: 70 4 bis 1,20 J0 und für alt« Wischen 1,60—1,90 JL (1908: 1,60—1,80 <«.)
--*--
ff „fla
Wtntuinjtt
Blumen, die man in Töpfen zieht, kann man leicht eine andere Farbe geben, als fie gewöhn
Terraffenpflanzungen.
Es gibt Grundstücke, die wegen ihrer abschüs- poen Lage sür den Ackerbau wenig brauchbar sind, die aber sehr gut Obstbäume tragen können, wenn sie durch Terraffenanlagen für Obstpflanzungen vorbereitet iverden. Der weitaus häufigste Fehler steiler Abhänge ist die Dürre des Bodens. Das Grundwasser liegt tief und steigt nicht genügend hoch, das Regenwaffer läuft zum großen Teil auf der geneigten Ebene ab und dringt überhaupt nicht ein oder es drückt seitlich heraus. Dies alles kann durch Terrassen verhütet werden. Jede Terassier- ung wird so angelegt, daß das Abwasser gegen den Berg gedrückt wird. Das erreicht man, indem man die Terrassenoberfläche etwa mit 15 Grad Neigung abwärts in den Berg einschneiden läßt. .Je steiler der Abhang ist, um so notwendiger ist !das. Das oberflächlich abfließende Waffer fängt sich an der Bergseite, und da es keinen anderen Ausweg findet, muß es versickern, vom Boden auf- genommen werden. Im Interesse einer guten vodendurchlüftung ist es vorteilhaft, wenn die Stufen und Terrassen breit angelegt werden. An der Bergseite wird eine Wasserfurche ausaehoben, und diese wird zum Schutz gegen Wasserri ßschäden mit Kopfsteinen ausgepflanzt: das hemmt bei Gewitterregen die heftige Strömung. — Ist in den meisten Fällen wegen der billigen Bodenpreise der Obstbau an steilen Abhängen an sich schon lohnend, so wird er dies doppelt dadurch, daß die Belich- tungsverhältnisse günstiger sind als sonst. Eine Kirschenanlage bringt um 10—12 Tage früher die erste» Kirschen, als die ebenen Lagen in der eugeren Umgebung. Die ersten Kirschen eines solchen Berges bringen 30—40 Jt pro Zentner, He Erstlinge der anderen 12—15 M. So machen sich die teurere« Anlagekosten reichlich bezahlt, wen« e- stch nicht gerade um eine Rordlage handelt. — Obstzüchter, die sich für solche Terrassen- «ckagen Interessieren, finden eine ausführliche Arbeit darüber in der neuesten Rümmer des praktische» Ratgebers im Obst- und Gartenbau in Frankfurt a. O., die sie vom Geschästsamt dieses Blattes kostenfrei erhalte« könne«.
Bo» de, Elektrizität.
Was ist Bolt, Amp-re, Ohm, Watt, Kilowatt Wattstunde? Mit dem Namen „Bolt" wird erinnert an den italienischen Physiker Allesandro Volte (geboren 1745), den Erfinder des Elektrophors, des Elektrofkops der nach ihm benannten „Voltaschen Säule".' So war auch Ampöre (geboren 1775 in Lyon) ein berühmter Physiker, der ebenfalls auf dem Gebiete der Elektrizität Hervorragendes geleistet hat. Ohm (geboren 1787 in Erlangen) war später als Professor in München tätig und leistete als solcher Hervorragendes in der Physik und namentlich in der Elektrizität. Watt, James Watt (geboren 1736), war der genial« Verbesserer der Dampfmaschine. Um die Namen dieser Männer nicht der Vergessenheit anheim fallen zu lassen, hat man sie in der Elektrizität verwendet und spricht z. B. auch von Kilowatt, Wattstunde usw. Die Elettrizität ist ebensogut ein« zum Betrieb dienende Kraft wie der Dampf. Man spricht darum bei ihr von Ohm, Amp-re, Watt usw. Es find das Maße, die zu Ehren dieser Männer mit ihren Namen belegt sind. So versteht man unter „Volt" die Einheit einer elektromotorischen Kraft. Wenn nun ein solcher elektrischer Strom einen Gegenstand durchströmt, so hat er dabei einen Widerstand zu überwinden, den man nach dem Physiker Ohm mit dem Namen „ein Ohm" benennt. Dem Verhältnis von einem Volt zu einem Ohm hat man nach dem Physiker Amp-re den Namen „ein Amp-re" gegeben. Die Elettrizitätswerke liefern die Elekttizitätskräfte stets in derselben Stärke und versteht man unter ihrer Leistung das Produtt aus der Anzahl der Volts und Amp-res oder Voltzahl mal Amp-rezahl welches Produkt man mit „Watt" bezeichnet. Eine „Wattstunde" ist demnach eine Stunde lang die elektrische Kraft geliefert, während ein „Kilowatt" stets 1000 Watts sind.
Allerlei.
Bo« der Anfiedelungskommifsto«.
Eaffel. Fottgesetzt mehren sich die Anfragen nach Land bei der hiesigen Geschäftsstelle der Königlichen Ansiedelungskommission. Die nach Posen übergesiedelten Bauern schreiben in günstiger Weise über ihre neue Existenz nach der alten Heimat, und daher steigt immer mehr die Zahl der Ansiedelungslustigen. So schrieb dieser Tage ein aus Waldeck stammender Ansiedler, welcher sich im Kreise Mogilo angesiedelt hat, in einem Briefe nach der alten Heimat: „Es gefällt uns Ansiedlern hier recht gut. Wir haben einen ganz vorzüglichen Boden. Es find in unserer Anfiedelung fünf Waldecker: jeder hat etwa 66 Morgen. Wir haben uns sehr gut in die hiesigen Verhältnisse eingelebt. Ich bin jetzt Wei Jahre hier. Die Ernte war im ersten Jahre besser, als in diesem Jahre, weil die Witterungsverhältnisse nicht so glänzeich waren. Geerntet habe ich pro Morgen 15 Zentner Weizen, 13 Zentner Roggen. 10 Zentner Gerste, 10 Zentner Gemenge und 140 Zentner Kartoffeln. Die Ländereien sind zwar in guter Kultur, doch hoffen wir, bei sachverständiger Bewirtschaftung die Ernteerträge noch zu steigern. Auch die Absatzverhältnisse find sehr gut, da wir zwischen zwei Städten, Mogilno und Tremeffen. liegen." — Soweit der Brief. Es leuchtet ein, daß unter diesen Umständen Landleute, welche in der alten Heimat unter schwierigen Verhältnissen trotz allen Fleißes und aller Rechtschaffenheit nicht vorwärts kommen, nichts besseres tun können, als nach Pofen Lberzu- fiedeln, um mit staatlicher Hilfe sich dort eine bessere Existenz zu schaffen. Im vaterländischen Interesse liegt es daher, derartige Landleute auf die hiesige Geschäftsstelle der Königlichen Ansiedelungskommission (Leiter: Herr W. Schaumburg), Cassel, Schönfelder Straße 7, auf- lerksam zu machen.
Tierschutz.
Der Handel mit einheimische« Zimmervögel« ist nach dem neuen Vogelschutzgesetz für bie Zeit uom 1. Oktober bis 1. März gestattet: nur für die Meisen und deren Verwandte (Kleiber und Baumläufer) erstreckt sich das Verbot auf das ganze Jahr. Diese Vögel dürfen also auch in den Wintermonaten weder gefangen noch verkauft werden. Aber ttotzdem di« übrigen als Zimmeroögel in Betracht kommenden Arten unserer heimischen Vogelwelt in den Wintermonaten hn Handel ausgeboten werden dürfen, so ist ihr Fang innerhalb Deutschlands streng verboten —nur wenige schädliche oder doch nicht nützliche Atten find hiervon ausgenommen. Selbst diese aber dürfen nicht mit Schlingen oder Leim gefangen werden.
Zur Frage der Nützlichkeit der KreuzschnäbÄ brachte der prattische Ratgeber int Obst- und Gartenbau in Frankfurt a. O. in der letzen Dezember-Nummer folgenden interessanten Bericht von E. v. Burg-Otten: Der Kreuzschnabel, welcher diesen Sommer ganz Europa in unendlichen Scharen überflutete, hat in Parks und Anlagen mit Koniferen, die Früchte trugen, die Besitzer schwer geärgert, indem er die Zapfen beschädigte. Den Besitzern von SteinoAstbäu- men, zum Teil auch Kernobstbäumen aber wußte er gute Dienste zu leisten: er las mit größtem Eifer di« in diesem Jahre in unglaublicher Zahl vorhandenen Blattläuse von der Unterseite der Blätter und von den Zweigen ab. Damit ist eine vielfach angefochtene Behauptung der alten Ornithologen bestätigt und die Ehre dieses von der Pariser Vogelschutzkonvention 1902 geschützten Vogels gerettet. Gartenfreunde, die sich für «ine interessante und wirklich nützliche Zeitschrift interessieren, erhalten vom Eeschäfts- amt des praktischen Ratgebers im Obst- und Gartenbau in Frankfurt a. O. auf W"»'.' vr« Probenummern gratis zugesandt.
lich zeigen, wenn man folgende kleine Knifft anwendct, die alle erprobt sind: Man kann i B. bei weißen Hyazinthen rote Kelche erzielen, wenn man der Erde, in die man sie oinsetzt' kohlensaures Natron beifügt. Eisenstaub «ich Feilspän« der Erde beigemischt, färbt sie blau oder violett. Phosphorsaures Natron dagegen verändert die Farben aller Garten- und Topf- blmnen oft überraschend, und Rosen und Dahlien werden viel intensiver in den Farben und viel voller, wenn man der Erde, in der sie wurzeln, Holzkohlen, zu Pulver gestampft, beifügt. — Di« Stiefmütterchen oder Pens-e (Viola hicolor) sind nicht nur fast die ersten, sie sind auch die bescheidensten Blumen, und ihre unvergleichlich« Farbenpracht entzückt das Auge und läßt den Wunsch «rstehei!. sie auch für Zimmer- und Kleiderschmuck zu haben. Sie sind aber leider sehr vergänglich und halten sich nur wenig« Stunden frisch, rollen dann ihre samt- artigen Blättchen vom Rand aus zu und werden häßlia- und unansehnlich. Um sie für Tisch- und Kleidergarnitur, zu Aufführungen, Kinderfesten und dergl. aber hübsch zu erhalten, schneidet man sie kurz unter der Blume ab und taucht sie oder bepinselt sie ganz leicht mit einer Gummi- Arabikumlösung. preßt sie leicht zwischen Fließpapier und näht sie aus die Kleider, auf da, Tafeltuch, garniert Läufer, Fensterdekorrationen usw. damtt und halten sich die prächtigen Vluman so 24 Stunden, in kühlem Raum« noch länger.
wie das Gelände zu benutzen war, um durch die verschieden« Höhenlage der einzelnen Ear- tenteile Abwechselung zu schaffen, wie das auch bei ebenem Gelände durch das reizvolle Motiv des versenkten Gartens zu erreichen war, wie weiter Abwechselung geschaffen wurde, indem man die einzelnen Eartenteile nach Größe und Inhalt verschieden gestaltete. Dan» sah man vor allen Dingen noch, wie die von Terrassen und Hecken gebildete feste Raumform des Gartens mit einem reichen Blumenflor ausgefüllt wurde, der nicht, wie es merkwürdigerweift der nach der Natur strebende Landschaftsgarten tat, irgendein verschnörkeltes dekoratives Muster bildete, sondern sich frei innerhalb der ihm angewiesenen einfach gezeichneten Beete entfalten durste. In dieser reichen Blumen- und Pflanzenentfaltung erkannte man den Unterschied zwischen diesem neuen Garten und dem älteren, namentlich dem französischer Art, dem die Pflanze nur Mittel zu einem architMonischen Zwecke gewesen war.
Es ist nun nicht so zu verstehen, als ob diese Untersuchung des englischen neuen Gattens planmäßig vor sich gegangen wäre ober ginge. Die Anläufe, die in Deutschland zu einer neuen Gartenkunst gemacht worden find und weiter gemacht werden, haben naturgemäß keinen so einheitlichen Charakter, wie fie es in England hatten, wo die reichen lleberbleibsel älterer Gartenkunst schnell alle nach dem neuen Ziele Strebenden auf den gleichen, richtigen Weg brachten. Auch gehen diesen englischen Einflüssen andere zur Seite, die von einem Ueber- bleibsel älterer Gattengestaltung herrühren, bie auch in Deutschland noch in zahlreichen Beispiele« auf dem Land« und in verschwiegenen Winkel« kleiner Städte vertrete« ist. Ich meine
Lfarrarchiv, «m§ Jahr 1650 gepflanzt wurde. Der prattische Ratgeber im Obst- und Gatten- k't in Frankfurt a. O. bringt eine Zlbbildung fts alten Baumveteranen. Unfern Lesern wird -ie fragliche Nummer genannter Eattenzeit- chrift vom Geschäftsamt des prattischen Rat- Debers im Obst- und Gartenbau in Frankfurt l. Oder auf Wunsch kostenlos zugesandt.
Die kluge« Krähe«.
Baroneß Irmgard Maltzahn teilt im Kos ! mos folgende hübsche Beobachtungen mit: In dem sehr maikäferreichen Jahre 1907 lockte mich das Geschrei der Saatkrähe« zu einer Buche, an der zahlreiche Maikäfer arg hausten. Ungefähr 10—14 Krähen waren an dieser Buche beschäftigt, von denen die Hälfte durch Herumhüpfen und flattern in den Zweigen die Maikäfer herunterfchiittelte, während die andere Hälfte unten am Boden saß und sich satt kratz. Nach einiger Zeit lösten sich die Krähen ab, so datz die „Schüttler" zum Fratze herunterkamen und die „Fresser" zum Schütteln nach oben flogen. Gleichfalls im Kosmos berichtet Landgerichtsrat E. Heinzelmann: Als ich vor mehreren Jahren mit einigen Herren von Sonderburg auf Alfen nach der Halbinsel Sundewitt fuhr, bemerkten wir auf einer Wiese etwas Rotes, das sich lebhaft hin und her bewegte und das wir schließlich als einen Fuchs erkannten, der sich dort offenbar einen guten Bissen schmecken ließ. Um ihn herum standen aber in einer Entfernung von 10 bis 15 Schritt vier oder fünf Krähen, die zweifellos ein ebenso lebhaftes Begehren nach dem köstlichen Braten trugen. Kaum wandte sich nun der Fuchs feinem Fratze zu, so erhob sich eine der Krähen, flog mit kurzem Flügelschlag auf Reinicke zu und hackte ihn, während «t im eifrigsten Fräße war, in feinen edelsten Körperteil. Wütend fuhr Reinecke herum und lief hinter der unver- fchäntten Krähe her. Dieser Augenblick war für die anderen Krähen bas Signal zum Eingreifen. Während eine von ihnen dem Fuchs folgte um ihre Gefährtin von dem Verfolger zu befreien, flogen die übrigen schleunigst auf das Aas zu, um nunmehr ihren Hunger zu befriedigen. Der Anblick dieser Szene war so köstlich und humorvoll, namentlich durch die halb neugierige, halb erwartungsvolle Haltung der Krähen, daß sie würdig gewesen wäre, durch den Zeichenstist eines Oberländer festgehalten zu werden. Wie das Drama endigte, konnten I wir aus Mangel an Zett nicht abwarten, aller I Wahrscheinlichkeit nach wird Reinecke wohl I schließlich gezwungen gewesen sein, den Krähen I sein« Beute zu Überlassen. I
- Eine Abstimmung übe? die beste Apfelsorte »ill der praktische Ratgeber im Obst- und Serienbau in Frankfurt a. Oder veranstalten, fntiem er an seine 24 000 Leser die Frage stellt: Welches war Dein dankbarster und zuverlässigster Apfelbaum? Wer sich an dieser Abstimmung beteiligen will, hat nichts anzugeben, als len Namen der bewährtesten Sorte, Unterschrift, Stand und Wohnort. — Bei einer früheren Sortenabstimmung fanden sich bereits mehr als 1000 Teilnehmer. Die genauen Ergebnisse dieser Abstimmung sollen später im praktischen Ratgeber im Obst- und Gartenbau in Frankfurt 6. Oder veröffentlicht werden.
Geflügelzucht.
Dft russische« GefiNgelzufuhre» i« Jahre 1909.
9luf dem Magerviehhofe zu Friedrichsfelde erreichten die Eeflügelzufuhren während der Zeit vom 25. Juni bis zum „Saisonfchlutz" eine Höhe von 1783 732 Gänsen, 96 644 Enten und 21 500 Hühnern. Die Zufuhren sind gegen bie bet Vorjahre wiederum um ein bedeutendes zurückgegangen, bei den Gänsen gegen 1908 um 46 000 und gegen 1907 sogar um 116 788 Stück. Das gleiche ist bei den Enten der Fall, wo die Zufuhren um 5697 und 11764 Stück niedriger ist. Bei den Hühnern ist die diesjährige Zufuhr «m 2114 Stück höher, als im Vorjahre, dagegen um 18 556 Stück niedriger als 1907. Die größten Zufuhren von Gänsen trafen vom 24. September bis 7. Oktober mit 250 200 Stück ein. Bei den Enten wurde vom 15. bis 21. Oktober mit 12150 Stück die höchste Zufuhrzahl erreicht, freieren Gartenteilen die Sonne lästig wurde. Obst- und Gemüsegarten erschienen als notwendige Zubehörteile b-'s Gesamtgartens, «ährend der Landschaftsgatten fie mit ihrer preng regelmäßigen Anlage hatte verleugnen müssen. Daß man in diesem Garten wirklich wohnen konnte, hing aber, wie man weiter sah, auch noch damit zusammen, daß der Garten sich von der Umwelt hermetisch abschlotz, daß er Mit dem Hause zusammen hinter einer dichten Umwehrung lag, die neugierigen Blicken keinen Zugang gewähtte. In diesem Garten konnte man sich deshalb so geben, so verhalten, wie im Hauie, man brauchte in Worten und Bewegungen nicht ängstlich um sich zu blicke« nach lauschenden Ohre« und neugierigen Gesichtern. Endlich sah man, wie diese Möglichkeit, im Garten wirklich zu wohnen, durch die Art gefördert \ würbe, in der Haus und Garten zu einer Einheit verschmolzen waren: Alle Wohnräume des ! Hauses lagen an der Gartenseite des Hauses. /In Deutschland hat man sich gewöhnt, nach der । Straße hin zu wohnen, an der Gartenseite des | Hauses pflegt bie Küche zu liegen. So gering schätzt man die enge Verbindung von Haus und • Garten, datz man manchmal nur durch die Küche % in den Garten gelange« kann. Nun sah man wie im englischen Garten die Wohnzimmer sich . auf die breite Eartenterrasse öffneten, die, selbst । «in Teil des Gartens, Haus und Garten zu einer
den alten Bauerngarten, der zugleich der Garten I wie es dem bäuerlichen Schönheitsempfinden ge, bes alten, kleinen Bürgerhauses ist. In ihm I fällt: Feuerlilie und Pfingstrose, Stockrose und hat sich frei fast von den Einwirkungen des I Georgine, Kaiserkrone und Fingerhut, Astern, wechselnden Eartengeschmackes bet letzten Jahr- I Levkoien und Nelken sind die Blumen des Hunderte eine Eartenform erhalten, die mit I Bauerngattens, und ihre kräftigen Farbenak- üjtct einfachen geometrische« Teilung auf bie I korbe find eine Erquickung für das Auge nach ältesten mittelalterliche« Gattenformen zurück- I der langweiligen grünen Einfarbigkeit des geht. Das Strebe« «ach dem Einfachen, aber I Landschaftsgartens. Natürlich spielt die Laube Gediegenen, das die mit bet Gestaltung bes I keine geringe Rolle im Bauerngarten, eben,"« Haufts zusammenhängenden Kunstbestrebungen I bie beschnittene Hecke, bie ihn als Umwehrung der letzten Iahte in Deutschland so vielfach I umgibt, und auch die heckenartig beschnittene» durchsetzt, hat auf vielen Kunstgebieten, ebenso I Bäum« kommen vor, die dem Hause an unsere» wie in England, an alte bäurische Kunstweisen I Küste« als Windschutz vorgesetzt sind.
Anknüpfung gesucht, und zu dem ländlich ein- I Datz man an diesen Bauerngarten wieder fachen Hause, das aus diesen Bestrebungen her- I anknüpft, hat seinen guten Grund auch in de» vorgegangen ist, das ohne den Prunk irgend- I geringen Kosten, die seine Anlage verursacht, welcher Architetturformen dasteht, vielleicht nur I Darum erscheint er auch als der geeignetste Ear- durch das hohe, rote Hausdach wirkend, mag ein I ten beim kleinen bescheidenen Hause, und als Garte« wohl paffe«, der in der Art bes alten I besonderer Vorzug unterstützt ihn dabei, daß et Bauerngattens ausgeführt ist und auf jeden I auch auf kleinstem Grundstücke der Freude an der architektonischen Schmuck, auf Skulpturen, Ter- I Farbenpracht der Blume« immer noch weiten raffen, Balustraden, Springbrunnen, Wasser- I Spielraum läßt.
becke« verzichtet. Das Charakteristische dieses I Diese Ablehnung an englische Vorbilder und Gartens besteht nun nicht allein in seiner ein- I an den deutschen Bauerngarten verspricht ohne fachen geometrischen Anlage, die einfach ein Er- I Zweifel mit der Zeit zu einer ©artenform, oder gebnis des Zweckes ist, dem der Garten dient, I vielmehr zu neuen sicheren Grundsätzen für den nämlich vor allen Dingen auch Nutzpflanzen I Hausgarten zu führen. Neue Aufgaben aber aufzunehmen, die unbedingt auf rechteckige« I verlangen neu« Wege, und wenn es auch nötig Beeten gezogen werde« müsse«. Allerdings I ist, zunächst an Vorhandenes sich anzuschließen, macht ihn gerade dieser Zweck außerordentlich I auch Anregungen zu verwerten, die aus de« gegetgnet für bas kleinere Haus des Minderbe- I eindrucksvollen Eartenschöpfungen der italienU mittelten. Eine besondere Eigenschaft dieses I scheu Renaissance und der L« Notresche« Pericche Gattens ist aber auch die Auswahl der Zier- I entspringen, so ift es doch dankbar zu begrüß«« pflanzen, bi« er enthält. Es find im großen I daß seit einer Reihe von Jahren Rutsche und ganzen noch die alten Heilpflanzen des I Künstler ihre eigenenWege bei der Neuschöpfunt mittelalterlichen Gattens. Raute, Minze, Sal- I unseres Housgarte»s zu gehen versuchten.
bei und alle anbeten, bann aber insbesondere I ---—
«Ges Bunte, rein und stark Gefärbte an Blumen J
Orte
Rote Daber
Note Sorten
Dlagnum bonum
Weiße runde
Königsberg
2.30—0.«
j.oe-o.o
1.40—0.0
'.60-000
yerlitt
3.10—2.2:
L 65-1 8t
'.05-2.15
160-1.70
Stettin
1.V0-2K
80-0.0
175-185
Neche
1 80—0.«
'.00-0 CO
Lieanitz
200-0(0
1 bO—0.0(
'.10 oct
1.70-0.00
Äreugburg Hayna«
1.80-0.«
1.80-1.91
.'.00—0.1 f 100-0.0«
1.80-1.90
160-0.00
Görlitz
1.80—0.00
.10-00
LSO—-O.CO
Saaan
Gransee
300-0.01
1.90-0.00
’.OO-O.U
1.00-0.«
.80-0.00
Magdeburg Hamburg Altona
2.00-001
1.85—O.CK
'.10-0.0
1.90—0.0
!.9J—Ott
1.90-0.00
Dortmund Hage« L W Kempen Krefeld
•
1.55-00t .60 0.« !.0-00< .40-2 6
2.25- 000 .20-000 100-000
Cöln
200-0.00
.'.35—0.0
200—0.00
Plaidt
2,20-0.01
i 3t—0.0
2 00-000
Sarlouis
120—0.00
2. .0-0 00
Friedberg
Mannheim
i.80—1.9t
2.20-2.3
2.t0-3.0
l.S>0 2.00
Frankenthal München Regensburg
1.75-0.CC
120-0 CG
2.70-0 (k
200-0.00