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Zeitung in Marburg
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Sennlaa, lei 16. Januar
Verwendung der Elettrizität in der Landwirtschaft.
Die de» jetzigen Zeiten anhaftenden besonderen Verhältnisse, die in der Teuerung und der ständigen Leutenoi Repräsentanten finden, haben alle Betriebe und unter diesen nicht zuletzt die Land- wirtschafi gezwungen, sich die neuen Errungen- schafien der Technik nutzbar z» machen. Die tzlektro-Technik ist nun scheinbar besonders geeignet, um den Landwirt gegen die so drückenden zeittgen Lasten zu schützen.
Hauptsächlich find es zwei Verwendungsarten >et elektrischen Energie, die sür den Landwirt in Frage kommen, erstens die elektrische Kraftübertragung und dann die elektrische Beleuchtung.
Schon lange bevor der Elektro-Motor sür den landwirtschaftlichen Betrieb in Frage kommen konnte, hatte sich die Landwirtschaft der Kraftüber- ttagung bedient. Die Roß- oder Göpelwerke find wohl die ersten Antriebsmaschinen, die wir aus den Gütern finden. Ihnen folgt die Dampflokomobile in den verschiedensten Emwicklungsstadien. Hiernach kommen die Verbrennungs-Mowre in Mancherlei Systemen und schließlich der Elektro- Motor. Infolge der geringen Anschaffungskosten, der einfachen Bedienung, des ficheren, gefahrlosen und reinlichen Betriebes, des geringen Raumbedarfes und der ständigen Betriebsbereitschaft zeichnet fich der Elektro-Motor vor allen anderen Bettrebs-Maschinen am meisten aus und ist am tiefsten in alle Erwerbszweige eingedrungen.
Wenn mm der elektrische Betrieb als solcher heute durchaus nichts Neues mehr ist, so wurde es hoch erst möglich, denselben bei der Landwirtschaft «llgemein einzuführen, nachdem es gelungen war. Elektrizitätswerke mit einem weit ausgedehnten Leitungsnetz wirtschafflich zu gestatten. Die Slektro-Technik fand in bem hochgespannten Drehstrom das Mittel, elektrische Kraft auf wette Strecken M übertragen. Drei dünne, an Isolatoren befestigte Drähte, die wiederum an Holzader Eisenmasten montiert find, führen die elek wische Energie meilenweit durch Feld und Wald über Wiesen und Wafler den Konsumenten zu. Bei dem Gutshofe oder am Eingang eines Dorfes angelangt, übernehmen Transformatoren die Herabsetzung des hochgespannten Stromes auf eine gebrauchsfähige niedrige Voltzahl. Diese Trans- formatoren werden mich ttansportabel in kleinen Wagen eingebaut und geben dem Landwirte dann hie Möglichkeit, auch auf freie« Felde den elektrischen Betrieb cmzuwenden. Der Landwirt kommt also in dir Lage, weitab vom Gutshofe die moderne Kraft zu benutzen und draußen ganz «ach Bedarf maschinell arbeiten zu könne«, ein Vorteil
Der Larldschastsgarttn und der moderen Garten.*)
Scho« im Villengarten der Römer hatte mew bas Beschneiden de, Strauchwerks geübt, wie wir aus den Briefen des jüngeren Plinius wissen: Auf der Terrasse einer Villa in den toskanischen BerMn erblickte man Tiergeftalten aus Buchsbaum geschnitten, di« sich zu je zweien B bekämpfen schienen. Wahrscheinlich hoben fie
reliefarttg vom Boden ab nach Art der
teren mit geschnittenem Buchs gefüllten Parterres der italienischen «nd frsnzöfischen Bärte». Auch der Karten der italienischen Re- naiflance kannte di« beschnittene Hecke, aber seine Bäume, seine Zypressen, immergrünen Eichen und Pinie«, trugen ihre« «atürlichen architektonischen Wuchs zur Schau. Im franqö- pschen Karten Le Rottes unterwarf sich die Kunst auch de« Baumwuchs. Solange das im Keifte des genialen Schöpfers dieses Gartens geschah, muß man diese« tiefen Eingriff der Kunst in die Ratur gelten lasien als das notwendig« Ergebnis des Bestrebens, Haus und Karten zu einer architettonischen Einheit zu- fammenzuschweißen in einer Weise, die dem unter Allongeperücke und auf Stöckelschuhen einherstolzierenden Zeitalter entsprach. Die
•) Wir entnehmen obige Ausführungen dem soeben « erschienenen 274. Bändchen der Sammlung wiffen- schastlich -gemeinverständlicher Darstellungen „Aus Natur und Gcistrswclt" (Verlast von B. (3. Teubner in Leipzig): Geschichte der Gartenkunst. Von Chr. Kanck, Regicrungsbaumeister a. D. Rit 41 Abbildungen im Tert. (Geh. 1 Jl, in Leinwand gctz. 1.25 I !#). das in gedrängter Form einen Abriß der Geschichte des Gartens als Kunstwerk gibt, ind-'m der Garten im Altertum und im Mittelalter, der Karlen der italienischen Renaissance, der französisch« (Sorten der Zeit Ludwigs- XIV. und der Landschaftsgarten des 1« und 19. Jahrhunderts und endlich stie modernen Bestrebungen, die Haus und Garten wieder zu einem Einheitliche« Kunstwett vereinigen tooIMt, durch «eiche Mustrationen unterstützt, dargestellt werde«.
von großer Bedeutung und dazu angetan, die Entwicklung der Elekttizttät auf dem Lande zu fördern.
Der Elektto-Motor ist aber nicht nur dazu da, um an Arbeitskräften und an Arbeitszett zu sparen, sondern er ersetzt auch teilweise die menschlichen Arbeitsttäste. Er zwingt zur erhöhten Ma- schinen-Anwendung, denn da, wo er in Wirtschaftsbetriebe eingefügt werden soll, setzt er die landwirtschaftlichen Maschinen voraus. Mit Hilfe dieser ersetzt er die teuere Handarbeit durch Ma- schinen-Arbeit und verttngett die Produktions- kosten. Wenn z. B. das Reinigen von 100 Zentner Getreide bei Handarbeit 20 Leute-Arbettsftunden erfordert, so verlangt der Elettro-Mowr hierfür nur 7. Das Dreschen der gleichen Menge geschieht nrittelst Handarbeit in etwa 340 Leute-Arbetts- stunden, während der-Elektto-Motor diese Arbeit in etwa 60 Leute-Arbeitsstunden bewältigt.
Eine wettere Frage von wichttger Bedeutung ist der Ersatz der ttettschen Kräfte. Reben den Arbettslöhnen beeinflussen die GespaNnkosten in der Hauptsache die Unkosten des ganzen Bettiebes. Prof. Backhaus stellt in einer Untersuchung über die Unkosten der Landwirtschaft im Königreich Preuße« fest, daß die Ausgabe für Arbeitslöhne 49,1 Proz., für Gespann 14,4 Proz. der gesamten Unkosten betragen. Diese beiden Positionen verschlingen also weit über die Hälfte des ganzen Betriebs-Aufwandes. Hier ist der Hebel anzusetzen zur Verbilligung der landwittschastlichen Produktton. Die Elekttizität ist berufen, an der Lösung dieser Aufgabe mttzuarbeiten und somit tagtägllch mehr zum Wohle der Landwirtschaft mttzuwitten. Die Hauptrolle in den landwittschastlichen Arbeiten spielen die Feldarbetten und unter, diesen wiederum die Pflugarbeiten. Hier hat der elekttische Krastbettieb bereits mit dem Ersetzen der Gespanne den Anfang gemacht. Auch hat fich hier «nd da eine Reduktion der Gespann Haltung auS der Anlage von elekttischen Transpottbahnen ergeben.
Da das Pferd zum Bettieb der Dreschmaschinen, Häckselmaschinen und derglttchen am Göpel schwere Arbeit zu verttchten hatte, ist es bald durch den Elektto-Motor verdrängt worden; find doch die Dotteile dieses mechanischen Bettiebes gegenüber dem animalischen besonders groß. Der Elek- tro-Rowr bedarf nach getaner Arbett bis $u deren Wiederaufnahme keine Pflege, ebenso verlangt er keinen Aufwand an Kraft »nd Geld in der Ruhezeit. Die Tiere jedoch müssen in der Ruhezeit ge- füttett, gewatttt und gepflegt werden und verlangen gerade jetzt erhebliche Ausgaben an Geld. Berechntt man für ein Pferd und den Tag diese Pflege- und Fütterung-Kosten während der Ruhezett mtt 1,50 M, so ergibt sich allein für die Sonntage im Jahr ein Verlust von etwa 100 JH
Forme«. Me 9t tet» te Meter AMU bet He» tut aufzwang, waren einfach und dem Wesen der Materials angepaßt, die glatt geschnitten« hohe Laubwand genügt« dem Bestreben, umschlossene Kattenräume — als Fortsetzung der Räume des Hauses — herzustellen. Le Rotte sah fein rein Knstlerisches Ziel darin, durch die Führung seiner Laubwände, durch das Bor- tteten und Zuröcktreten ihrer Massen Kontraste von Hell und Dunkel, von Licht und Schatten hervorzubringen. Im ferngelegenen Teile seines weitausgedehnten Kartens dienten ihm die Heckemvände der langen Reihen der beschnittenen Alleebäume daM, feine Perspektiven klar zur Wirkung kommen zu lassen, fie auch für den Blick vom hochgelegenen Schlosse aus auf den Gatten zur Geltung zu bringen. Das alles geschah innerhalb eines Rahmens, dessen großen Verhälnifien die Einfachheit der Formen angemessen war. Was so entstand, berührt uns Kinder einer anderen Zeit zwar fremdartig, ist aber von hoher künstlerischer Bedeutung. Le Rottes Nachfolger verließen seine Bahnen. In ihren meistens kleinen Anlagen suchten fie den Mangel gtofjer Verhältnisse durch die Bereicherung der Einzelheiten zu ersetzen. Die lange Heckenwand erschien langweilig; man gab ihr die bewegten Formen der Steinarchitektur unb wurde dadurch unnatürlich^ Man versah die Wand mit Säulen, Pfeilern und Gesimsen, man fdjnitt Tür- und Fensteröffnungen hinein, bekrönte sie mit Kugeln und Obelisken, alles aus dem lebendigen Grün geschnitten. Die Lauben- gänge bildete man in der Form von Kreuzgewölben oder gab ihnen aus Laubwerk geschntt- tene Dächer. Damit nicht genug, ahmte man schließlich ganze Gebäude, ja selbst Ruinen ans Heckeuwerk nach! Mit dieser Unnatur hielt die künstliche Behandlung der Buchs- nnd Taxuspflanzungen Schritt. Don der Wiedergabe einfacher siereomcttischer Körper ging man zu Tier- und Menschenfiguren, zu ganzen aus solchen gebildeten bewegten Szenen über. Und je Heiner der Garten war, um fo mehr ging er tu
pro Pferd. Der Elektto-Motor hingegen braucht keine Aussicht und arbeitet ununterbrochen fort, fo lange es gewünscht wird. Er kennt keine Pansen zum Ansrnhen, für das Füttern ufto. Seine Arbeitsfähigkeit ist unbegrenzt.
Zum Bettiebe der Maschinen sür die Hos- arbeiten, als die Häcksel-Maschine, die Schrotmühle, der Oelkuchenbrecher, der Rübenschneider usw. waren bislang immer 2 Mann notwendig, der eine drehtt die Kurbel, der zweite besorgte die Beschickung. Hiergegen bietet der elektrische Bettieb die Ersparnis eines Mannes. Ersparnis an Arbeitszeit und gleichmäßiger Qualität des Produttes als Vottefl.
Die gebräuchlichste aller Futterbereitungsmaschinen ist Wohl die Häckselmaschine. Ihr Kraft- bedars schwantt je nach Größe und Schärfe der Messer zwischen 3 und 10 PS. Ihre Leistungsfähigkeit ist von der Breite und Länge des Häcksels abhängig. Bei einem Energie-Verbrauch von 2,5 K. W. pro Stunde werden nun in dieser Zeit 20 Zentner Häcksel geschnitten. Das Schneiden eines Zentners kostet also bei einem Krastpreis von 15 Pfg. rund 2 Pfg. Eine Walzenschrotmühle von 5 PS ergab eine Leistung von 10—13 Zentner Feinschrot oder 12—16 Zentner Grobschrot in der Stunde. Der Energieverbrauch betrug bet dem erste« 4,2 K.W.,bei dem zweiten 3,8 K. W. Demnach kostet ein Zentner Feinschrot in seiner Herstellung etwa 5^> Pfg., ein Zentner Grobschrot 4 Pfg.
Ein weiterer Vottefl des Elektto-Motors ist die große Beweglichkeit. Alle anderen Anttiebs-Ma- schinen verlangen entweder eine feste Fundamentierung, oder fie sind durchschnittlich in ihren Dimensionen so groß, daß es oft ««möglich wird, fie innerhalb der Gebäude zu benutzen. Der Elektto Mowr verhält fich hier wiederum ganz anders, er ist llein und leicht und kann bis zu einer Leistung von ?y2 PS auf zwei Kuben montiert bequem von zwei kräftigen Männern getragen werden. Er macht die Befchafstmg der fönst notwendigen Transmissions-Anlagen unnötig, da er immer mit- tttst eines Riemens dirett auf die anzutteibende Mafchine Witten kann. Nach Verbindung eines Kabels mit der unter Spannung stehenden Leitung kann er sofort mit dem Arbeiten beginnen. Auf ausgedehnten Kornspeichern ist es ost notwendig, die Reinigungs-Maschinen an die getrennt liegenden Getteidehausen zu versetzen. Bei Transmis- fions,Anlagen ist dieses größtenteils ausgeschlossen nnd so war es selbstverständlich, daß hier «ach wie vor der Handbettieb dominiette. Infolge dieser leichte« Transpottfähigkett ist der Elektto Mowr die sür diesen Zweck allein mögliche Anttiebs- maschine.
Ein solch teagbarer Motor kann selbstverständ-
sokch« duftetet en auf, um so unnatürlicher erschien er.
Die unausbleibliche Reaktion gegen diese Ausartung einer in ihren Anfängen groß und ernst angelegten Kunstweise ging von England aus.
Schon zu Beginn des 17. Jahrhunderts hatte der bekannte Philosoph und Staatsmann Lord Bacon fich gegen die aus Taxus geschnittenen Figuren ausgesprochen, di« nur für Kinder paßten, und hatte Grundsätze ausgestellt, «ach denen der Garten anzuordnen sei. Aus drei Teilen solle er bestehen, während die beiden ersten Teile nicht wesentlich von dem bamals üblichen abwichen, sollte der dritte Teil eine Wildnis fein. Also schon ein deutlicher Anklang an den späteren Landschaftsgatten. In der fol= genden Zeit wurden die Stimmen nicht ruhig, die fich gegen den herrschenden Gattengeschmack ereiferten. Eie trafen zusammen mit den Vorboten jener fentimental romantischen Epoche, die auf das verschnörkelte, im Zeremoniell erstarrte Zeitalter Ludwigs XIV. solgte. Miltons verlorenes Paradies", in Frankreich Rousseau mit seinem „Emile", in Deutschland Haller, Kleist und Eeßner mit ihren Naturdichtungen tetteten diese Epoche «kn alle mengten: Rückkehr zur Ratur. Bon diesem Sttindpmnkte «ms ging man dem herrschenden französische« Garten zu Leibe, in welchem man in seinem damaligen englischen Zustande allerdings ein Muster an Unnatur erblicken konnte. Der englische Dicht« Pope verspottete seine Baum- und Wasserkfinste- leien, er und der englische Philosoph Addison waren unter de« ersten, die in der Praxis völlig mtt dem herrschende« Gartengeschmack brachen. Addison legte seinen eigenen Garten nach neuen, von ihm philosophisch begründete« Grundsätzen an, deren Inhalt kurz gesagt wer „Nachahmung der Natur". Rach feiner eigenen Beschreibung sollte fehl Gatten den Eindruck einer von fetoft entstandene« Wildnis mach«. Küchengewächfe und Blum« standen durchhin» ander wie »ikdwachselld «ef bat Grasplätzen,
lich auch zu allen anderen Arbeiten auf dem Gutshose herangezogen werden und macht die Beschaffung mehrerer ftationärer Elcktto-Motore unnötig und ermögllcht somit eine Ersparnis im Anlage- Kapital.
Zur Wasserversorgung von Guiswirtschasten findet man vielfach Verbrennungs-Motore in Tätigkeit. Dieselben arbeiteten srüher hauptsächlich mit Petroleum, Benzin und Spiritus als Brennstoff, während heute Wohl säst durchweg das viel billigere Benzol zur Verwendung kommt. Aber auch bei einem so betriebenen Motor bettagcn die Kosten für die stündliche Fördenmg von einem Kubikmeter Wasser bei 25 Meter Höhe unter Einrechnung der Amottisatton, Verzinsung usw. 7% Pfg. beim elektrischen Bettieb. Die ständige Bettiebsbereftschaft des Elektto-Motors bei eventueller Fenersgesahr ist hier noch ein Votteil gegenüber den anderen Bettiebs-Motoren, der auf keinen Fall unberücksichtigt bleiben darf.
Zum Vollpumpen eines Janchefasscs von 1000 bis 1500 Liter Inhalt benötigte man bisher bei Handbettieb 20—30 Minuten. Der Elektro-Motor schafft diefelbe Leistung in 6—8 Minuten bei noch nicht 2 Pfg. Sttomkosten.
Wie schon oben bemerft, ist die Verwendung des Elettro-Motors in allen Betriebszweigen der Landwittschaft möglich. Wir finden ihn weiter in der Reparaturwerkstatt zum Antrieb des Schleifsteines, des Schmiedefeuers nnd der Drehbank Er hilft beim Bettieb zum Zenttifugieren der Milch, zum Verbuttern des Rahmes und zum Durchkneten ber Butter. Er ist in den Brennereien, der Stärke fabrfl, der Molkerei, der Kattoffel- und Blottttock- nung längst heimisch geworden.
Die Notwendigkeft, den Elektro-Motor im Hause sowohl wie auf dem Felde verwenden zu können, zwang eine Vottehnmg zu treffen, welche denselben gegen den Einfluß der Witterung schützt, ohne ihn jedoch in seinerLeistungsfähigkeit zu beschränken. Sie führte zur Konstruktion des sogen. Dreschmotorwagens, der in seinem Innern die ganze elekttische Einrichtung birgt und nach außen nur die Anttiebsscheiben zum Auflegen des Riemens und et« Handrad zum Anlassen und Regulieren sichtbar läßt. Diese Dresch Motorwagen haben sich sehr bewähtt und sind zu einer fertigen landwittschastlichen Maschine geworden, deren Verwendung sich nicht lediglich ans das Dreschen beschräntt, sondern auch andere Arbeiten znläßt, z. B. den Bettieb von Kreissägen, Pumpen, Fcuer- sptttzen usw.
Um sich die Vottelle des Kraftbettiebes teilhaftig machen zu können, haben fich vielfach kleinere Landwitte zu Dampfdreschgenossenschaften zusammengeschlossen, ober sie lasse« ihr Getteide von einem herumziehenden Unternehmer aus- dreschen. Für diejenigen, die gleich nach der Ernt,!
Feld- und Gartengewächse, Obst und ändert! Bäume wuchsen gemischt, eine Quell« war alt Bach in vielen Windungen und Verzweigung«»' durch den Karten geleitet. Es scheint nicht, das aus diese Weise etwas Befttedigendes heraus, kam. Und da» ist nicht weiter verwunderlich, denn die Natur nachcchmen zu wollen, iss vergebliches Bemühen, ist auch kein« künstlerisch« Tätigkett. Wollte man nur Natur im Garten haben, so wäre es einfacher gewesen, fie fich selbst zu überlasse«.
Von dieser fruchtlose« Raturnachahrnung bis zu einer neuen Gartenkunst war es noch weit. ' Den ersten Schritt dazu tat im zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts William Kent. Als Landschaftsmaler schärfte «r sein Auge für di« besondere« Reize der englischen Natur, für das saftige Grün der Wiesen, den bäum- »nd buschbekränzten Lauf der Flüsse und Bäche, für die irn englischen Landschaftsbilde zahlreich »er» teilten Säume und Baumgruppen auf Wiesen «wb Feldern, für die Belebung dieses sanften Bildes durch die weidenden Herden von Schafen »ich Rindern. Diese Raturschönheiten tm i Karten darzuftellen, aus dem Garten einen; Teil der Ratur zu «rachen, her mit seiner Umgebung in Einklang zu stehen hatte, war sein Ziel. Affo nicht bloße Nachahmung her Natur, sondern Schaffung eines künstlerisch schönen Landschaftsbildes durch den Wechsel grüner, vom Wasser belebter Wiesenflächen mit Saum» gruppen und Gehölz«, angeordnet nach künst- herischen Grundsätze« zur Erzielung de» Kon» traftse von Licht »nd Schatten. Jede gerade Linie mußte damft aus dem Garten verschwin. den, «nd mn ihn mit der Umgebung zu ; verbinden, fiele« auch die umgrengenhen Mauern und wurden durch Gräben ersetzt, »X unter all« Umständen die Täuschung aufrecht zu erhalten, daß mau fich nicht in «irrem Gebilde von Menschenhand befinde. sonder, tu der