Einzelbild herunterladen
 

und den Beilagen:Nach Feierabend".Fürs Saus- mWLandwirtschaftliche Beilaa«"

Jt

G

£er Änzelgen p r e 1I beträgt für Ne 7gespaltene Zeil« oder

Marburg

-e/e nnn die Post bezogen 2.25 M (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen

e/fj> OVU und der Expedition (Markt 21) 2.00 <* frei ins HauS. (Für unver-

langt zugesandte Manuskripte übernimmt die Redaktion keinerlei

1912

Verantwortung.) Druck und Verlag der Univ.-Buchdruckerei I. A. Koch (Inh.: Dr. C. Httzeroth), Markt 21. Telephon 55.

Erstes Blatt

w&S6*-

Diecberhessischr Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch

dergleichen mehr. Zum Schluß heißt es, die österreichische Regie, rung habe die Angelegenheit mit soviel Langmut behandelt, weil sie die Schwierigkeiten kannte, in der sich die serbische Regierung angesichts der Kriegslage und der Intransigenz der serbischen Mi. litärkreise befinde. Die obige Eenugtuungsforderung sei erst nach vollständiger Klarstellung der Sachlage erfolgt.

Som Kriegsschauplatz

liegen zur Zeit folgende Meldungen vor:

Athen, 24. Dez. Die Agence d'Athene meldet aus Kastoria: Die Türken räumten Koritza und verschanzten sich im Defilee von Kiari unter Artilleriedeckung, verfolgt von einem Teil der oriechi« scheu Armee. Rach einem längeren Kampf wurden die Türken ge­zwungen, sich in der Richtung auf Ltaskoveki zurückzuziehen. Die Griechen setzten die Verfolgung fort.

K o n st a n t i n o p e l, 24. Dez. Sabah meldet: Gestern hatte unsere Flotte wieder einen Kampf mit der griechischen zu bestehen, wobei es unseren Schiffen gelang, drei griechische Panzerschiffe zum Sinken zu bringen. Der Rest der griechischen Flotte zog fiu, in roll« der Unordnung zurück.

A t h c n, 25. Dez. Das Kriegsministerium veröffentlicht fol­gendes Comrnuniquä: Vor Janina fand gestern ein Ar^llerie-Ee- fecht mit Zwischenpausen statt. Es ließ schließlich nach. Die zweite Division, die im Vorxostengefecht war, verließ ihre Stellungen nicht. Der rechte Flügel, der durch die von Athen gesandten Trup­pen verstärkt war, unternahm mit großem Erfolg einen Rekognos- zierungsangriff. In den rekognoszierten Stellungen wurden die Leichen von 120 türkischen Soldaten gefunden.

London, 25. Dez. Wie dem Reuterschen Bureau unter dem 24. d. Mts. auf indirektem Wege aus Konstantinopel gemeldet wird, sind alle auf Urlaub befindlichen Offiziere der Tschataw'^a- Armee angewiesen worden, binnen 24 Stunden zu ihren Regimen­tern zurückzukehren.

Dl« Grausamkeiten.

B e r l i n , 26. Dez. Die türkische Botschaft hat vom Minister des Aeußern folgendes Telegramm erhalten: Der Kommandant der Ostarmee telegraphiert, daß griechische Banden, welche in das in der Nähe von Janina gelegene muselmanische Dorf Kolonjati einriickten, trotz der guten Aufnahme die Einwohner ohne Unter­schied des Alters und Geschlechts unerbittlich niedermetzelten, die Männer verstümmelten und verbrannten.

Konstantinopel, 26. Dez. Die Pforte, die vor einem Monat die Aufmerksamkeit der Mächte auf die Grausamkeiten ge­lenkt hat, welche die verbündeten Armeen und Banden gegen die Bevölkerung der besetzten Gebiete begangen haben, beschloß, bei den Mächten die Bitte zu erneuern, sie möchten durch ihre Konsuln eine Kollektivuntersuchung über die Grausamkeiten, die noch immer verübt würden, anstellen.

*

In Petersburg ist ein kaiserlicher Erlaß veröffentlicht worden, nach dem die Verbreitung militärischer Nachrichten verboten ist. Diele Anordnung hat Wirkungskraft für Jahresfrist vom Tage der Veröffentlichung ab. Oesterreich hat bekanntlich schon vor eini­ger Zeit ein ähnliches Verbot für die Verbreitung militärischer Nachrichten eingeführt.

B e l g r a d, 24. Dez. Die Mehrzahl der ausländischen Sani­tätsmissionen des Roten Kreuzes, welche der Verwundetenpflege in Serbien oblag, ist heimgekehrt.

Der Negierungserlaß, durch den das serbische Moratorium bis zum 30. März verlängert wird, bestimmt, daß das Moratoriums­gesetz, falls die Demobilisierung früher verfügt wird, noch einen Monat vom Tage der Anordnung Jöet Demobilisierung in Kraft bleibt.

Das Attentat auf den Vizeköniq von Indien.

Wir hatten bereits von dem Attentat berichtet, das gelegent­lich des Einzugs des Vizekönigs von Indien in Delhi auf diesen gemacht wurde. Es werden darüber noch folgende Einzelheiten bekannt:

London, 24. Dez. DieTimes" meldet zu dem Attentat auf den Vizekönig: Auf dem Dache eines Hauses, von dem eine Bombe geworfen wurde, stand eine Gruppe Männer, die nach dem Attentat blitzartig verschwanden, nachdem sie auf hindestanisch ihre Genugtuung über die Erfüllung des Zweckes ausgedrückt hatten.

Delhi, 24. Dez. Insgesamt sind dreizehn Personen durch >ie gestern auf den Vizekönig geworfene Bombe verletzt worden, darunter eine Frau, die sich in dem Hause befand, aus dem die Bombe geworfen wurde. Das Abendbulletin über den Eesund- jeitszustand Lord Hardinges stellt einen befriedigenden Fortschritt zum Beflern fest. In den Wunden wurden metallische Fremdkör­per gefunden, die von dem Rückenfitz des Elefanten herrühren.

D e l h i, 24. Dez. ließet das Befinden des Vizekönigs wird folgendes Bulletin veröffentlicht: Lord Hardinge verbrachte eine unruhige Nacht. Es mußte Morphium angewendet werden, um die Schmerzen zu mildern. Ein weiteres Telegramm besagt: Die Verletzung, die der Vizekönig erlitten hat, besteht in einer tiefen, vier Zoll langen Wunde, die das Schulterblatt bloßlegt; außerdem erhielt er einige Hautwunden an der rechten Hüfte und im Nacken. Der Vizekönig ist wie durch ein Wunder dem Tode entronnen. Der Bombenwerfer ist bisher nicht gefaßt; auf seine Ergreifung ist eine Belohnung von 10 000 Rupien ausgesetzt worden. Es heißt, daß durch die Bombensplitter auch ein Knabe in der Menge getötet worden [ei, .

Deutsches Reich.

I «in neuer Hohenzollernpriuz. Berlin, 26. Dez. Prinzessin I August Wilhelm ist heute nachmittag 5 Uhr 15 Min. von einem I Prinzen glücklich entbunden worden. Das Befinden der hohen Frau ist gut. Die Leibbatterie des ersten Earde-Feldartillerie-

I Regiments rückte abends um 7 Uhr aus, um im Lustgarten Salut I schießen. Die Kaiserin weilte seit den frühesten Morgenstunden I bei der Prinzessin in dem Palais in der Wilhelmsstraße. Der Kaiser, welcher am Mittag bei dem Prinzen und der Prinzessin Eitel Friedrich in Potsdam gespeist hatte, traf am Abend in Ber» lin ein und besuchte die Prinzessin August Wilhelm.

I Erzellenz v. Heyl. Worms, 24. Dez. Freiherr Heyl zu I Herrnsheim wurde vom Eroßherzog,zum Wirklichen Geheimrat I mit dem Prädikat Exzellenz ernannt.

I Der erbliche Adel wurde vom Großherzog von Hefien dem I hessischen Minister Dr. Ewald verliehen.

Der preußische Etat. Berlin, 24. Dez. DerStaatsanz." I veröffentlicht Ueberblicke über den preußischen Etat für 1913, der I in Einnahme und Ausgabe mit 4 595 933 827 M obschließt. Ein- I nähme und Ausgabe halten ohne Anleihe das Gleichgewicht. Aus I Anlaß der Fleischteuerung sind 1450 000 «M. mehr eingestellt, fer- I ner ist zu dem gleichen Zweck eine Anleihe von 25 Millionen Mark in Aussicht genommen, wovon mindestens 10 Millionen zur lieber» I nähme von Stammanteilen bei gemeinnützigen Siedelungegesell« schäften bestimmt sind, 12 Millionen zur Kultivierung von ostfriesi- I schen staatseigenen Mooren und drei Millionen zu Meliorations- darlehen. An neuen Anleihekrediten sind 291000 000 für I Bahnen in Aussicht genommen.

Der Nachtragshaushalt für die Verstärkung der SM«Mte, I der voraussichtlich dem Bundesrat schon im Januar zugehen wird, I dürfte einmalige Ausgaben in Höhe von rund 18 Millionen Mark I anfordern. Dielägt. R." hört, daß von dieser Summe zehn Mil« I Honen für den Ankauf von Zeppelinkreuzern und der R"^ für I Luftschiffe anderer Systeme verwendet werden soll. In der Be- I gründung wird hervorgehoben, daß neben der Verstärkung unserer I nationalen Wehrkraft die Veschäftigunasnot unserer großen Luft- I schiffwerke dringend die Bereitstellung größerer außerordentlicher I Mittel für den Luftschiffbau erfordert.

Eine offtziöse Erklärung. Berlin, 24. Dez. DieNordd. Allgem. Ztg." schreibt: Das Ersuchen des Reichsschat-amtes vom 7. Oktober 1912 an die Bundesregierungen und einzelnen Zweige der Neichsverwaltung, bei den Gehalts- und Lobn.-ablungen neben Reichsbanknoten und Reichskafienscheinen im weiteren KrrHnge als bisher Silbermünzen zu verwenden, begegnet in der Prefl« nach wie vor einer völlig unrichtigen Auffassung. Man bringt dieses Ersuchen mit bet finanziellen Mobilmachungs'bereitschaft in Zusammenhang und spricht sogar von Meinungsverschiedenheiten, welche zwischen dem Reichsschatzamt und der Militärverwaltung hinsichtlich des Maßes der Silberprägungen beständen. Tatsächlich handelt es sich bei der getroffenen Maßnahme, wie der Reichsschatz, sekretär in der Etatsrede vom 4. Dezember ausführte nur darum, | einerseits das Silbergeld, der ihm im Zahlungsverkehr zukommen­den Zweckbestimmung voll zu erhalten, andererseits aber auch tunlichst genau das Bedürfnis nach Silbermünzen sestzusteNen, zu­mal diese Feststellung für die künftige Bemessung der Silber« Prägungen nicht entbehrt werden kann. Dabei ist die Heeresver­waltung nur insoweit beteiligt, als auch die ihr unterstehenden Kassen zu einer stärkeren Verwendung von Silbermünzen bei Ee« Halts- und Lohnzahlungen mit herangezogen werden müssen. Die Wirkungen der Maßnahmen machen sich insofern bereits bemerk-- bar, als es zum Teil hierauf zurückzuführen ist, daß die Bestände der Reichsbank neuerdings eine fortschreitende Verminderung auf- weisen. Sollte die Verminderung andauern, so werden die Silber» Prägungen dem anznpassen sein.

Die Lohnbewegung im Saargebiet. Am vergangenen Mon­tag fanden in Saarbrücken Verhandlungen zwischen dem Reichs­tags-Abgeordneten Bassermann, in dessen Begleitung sich der Vor- sttzende des nationalliberalen Vereins, Professor Herwig befand, den die Gewerkschaften um die vermittelnde Tätigkeit gebeten hatten und dem Leiter der fiskalischen Gruben, Geheimrat Fuchs statt. Geheimrat Fuchs erklärte, daß er eine ausführliche Erlau« terung zu den umstrittenen Punkten an die gesamte Belegschaft et« gehen lassen werde, die jede mißverständliche Auslegung ausschlie- ßen und bei RSchtsstreitigkeiten vor dem Berggewerbegericht be­rücksichtigt werden würden. Wie ferner seitens des Verbandes der Berliner Arbeitervereine mitgeteilt wird, hatte der Eeneralsckre« tär Dr. Fleischer am 24. Dezember eine Audienz beim Handels« Minister Dr. Sydow. Dieser erklärte: zum Beweise dafür, daß es ihm Ernst sei, die neue Arbeitsordnung in mildem Sinne zu hand­haben, habe er eine Erläuterung der neuen Arbeitsordnung ver­anlaßt. Dies« werde in der am nächsten Camstaa erscheinenden

Tie Lage.

Die Friedensverhandlungen.

Der erhoffte rasche Friedensschluß ist doch noch nicht zustande gekommen, obwohl angeblich beide Parteien ernstlich bestrebt sind die Verhandlungen nach Möglichkeit zu fördern. In den letzten Konferenzen hat cs sich hauptsächlich um den Besitz von Adrianopel gehandelt, das die Türkei um keinen Preis den Bulgaren über­lassen möchte. In diesem Sinne hat die Pforte sich ib'^n Unter­händlern neue Instruktionen nach London gesandt. Wie wenig aber die Türken in dieser Frage nachzugeben bereit sind, zeigt eine Unterredung, die ein Diplomat mit dem Großwefir KiamO hatte. Die betreffende Persönlichkeit schildert den Eindruck des Augen­blicks, als die Rede auf Adrianopel kam: Der sonst überaus ruhige Großwefir zitterte vor Wut am ganzen Körper.Sprechen wir nicht davon", unterbrach er seinen Besucher. Keinen Stein von Adrianopel werden wir abtreten, dazu Tin ich noch sonst eine Regierung, die mir folgt, nicht imstande." In ge­wissen Londoner Finanzkreisen scheint man nach einer Formel zu suchen, die die bestehenden Schwierigkeiten aus der Welt zu schaf­fen geeignet ist. So meldet der Londoner Berichterstatter des Temps", daß folgende Lösung angeregt werde: Adrianopel und die Umgebung würden der Türkei verbleiben, aber, da diese außer Stande sei, die von Bulgarien geforderte große Kriegsentschädi­gung zu bezahlen, würden die Bulgaren das Recht erhalten, <.vria< nopel samt Umgebung solange zu besetzen, bis die Kriegsentschädi­gung bezahlt fei. Dieser Ausweg würde der Türkei gestatten, we­nigstens den Anschein zu wahren, daß sie ihren Standpunkt be­hauptet habe. Wie weit diese Anregung Erfolg haben wird, muß die Zukunft lehren. Vorläufig hat der türkische minWer-t auf die Forderungen der Valkanverbündeten Gegenvorschläge formu­liert, die die osmanischen Bevollmächtigten der Friedens­konferenz am Samstag unterbreiten werden. Wenn die Verbündeten dann den Türken etwas entgegenkommen, so dürften wohl noch die Schwierigkeiten aus dem Wege zu räumen fein. Daß die Bulgaren nicht abgeneigt find, dies zu tun, erhellt aus einer Auslassung des Ministerpräsidenten Gefchow, der er­klärte, obwohl der Friede mehr im Interesse der Türkei liege, wünsche auch Bulgarien unter ehrenvollen Bedingungen und ent­sprechend den bulgarischen Erfolgen den Frieden, um in Zukunft mit der Türkei in freundnachbarlichen Verhältnissen leben zu kön­nen. Weiter erklärte er, daß unter den Verbündeten keinerlei Differenzen beständen. Auch offiziöse serbische und montenegri­nische Blätter dementieren diesbezügliche Meldungen und weisen darauf hin, daß Nachrichten von Zwistigkeiten und Uneinigfeiten zwischen den Verbündeten, sonderlich zwischen Serbien und Monte­negro lediglich auf Jntriguen zurückzuführen seien. Und doch scheint trotz aller Dementi dort unten nicht alles zu stimmen. So wendet sich das bulgarische RegierungsblattMit" scharf gegen gegn die bulgarenfeindliche Haltung der Presse in den verbündeten Ländern und bedauert, daß die böswillige Art, ein Land gegen das andere auszuspielen, nicht,einmal in dem gegenwärtigen Augen­blicke aufhöre, da das gemeinsam unternommene Werk noch nicht vollendet sei, und daß gewisse Blätter, die, wenn auch nicht offiziös, doch genügend verbreitet sind, um die Geister zu beunruhigen, sich unaufhörlich in Insinuationen ergehen, die für Bulgarien, seine Bevölkerung und feine Armee höchst beleidigend sind. Das Blatt lenkt die Aufmerksamkeit der leitenden Kreise der verbündeten Länder auf die Gefahren, die eine unverantwortliche Presse für das gemeinsame Werk der Entwirrung heraufbeschwören könne.

Die Prohaska-Affär«.

Wien, 24. Dez. Das Fremdenblatt enthält einen Artikel über die Beilegung der Prohaskaaffäre. Es wird darin zunächst festgestellt, daß der serbische Minister des Aeußeren Pasitsch dem österreichischen Gesandten in Belgrad Herrn v. Ugron spontan das aufrichtige Bedauern über die Mißgriffe der serbischen Militär­behörden ausgesprochen habe und gefragt habe, welche weitere Ge­nugtuung Oesterreich fordere. Herr v. Ugron habe seine Freude darüber ausgesprochen und eine militärische Ehrenbezeugung durch ein von einem Offizier kommandiertes entsprechendes Detachement anläßlich des Hissens der österreichischen Flagge an den Konsulats- gebäuden in Prizrend und Mitrowitza am Tag des Wiedereintref­fens der Konsuln an ihrem Amtssitz verlangt. Diese Forderung müsse erhoben werden, weil alle Beschuldigungen, auf Grund bereit man bie Abberufung Prohaskas gefordert habe, sich als vollkom­men haltlos herausgestellt hätten. Dagegen hätten serbische Mili­tärbehörden in Prizrend und Mitrowiza sich grobe Verstöße gegen das internationale Recht zuschulden kommen lassen. So sei am 24. Oktober durch eine serbische Patrouille einem Konsulatspost- kawassen der an das österreichische Konsulat in Uesküb adressierte Postsack abgenommen worden, ferner wird gerügt, die Umstellung der Konsularämter in Prizrend und Mitrowitza mit serbischem Militär, welche Maßnahme einige Zeit hindurch derart gehand- habt wurde, daß dadurch eine vollkommene Lahmlegung der loka­len Tätigkeit der beiden Konsuln verursacht war, die am 24. Okt. ! «folgte Verhaftung und Festhaltung durch zwei Tage des Honorar- Harnten des Konsulats in Prizrend, Pekir Samt Effendi, die trotz > wiederholter Vorstellungen, fortgesetzte Außerachtlassung unserer ^utz- bezw. Assistenzrechte hinsichtlich der von den serbischen Mili­tärbehörden vorgenommenen Durchsuchungen der unter unserem Protektorat stehenden katholischen Kirche und deren Detenzen und

11

Sonnabend, 28. Dezember ÄwÄ*-

I ®®Icutta, 23. Dez. Bei dem Attentat auf den Vizekönig Lord Hardinge wurde der hinter dem Vizekönig reitende indische Offizier getötet.

Zum Attentat wird derFrks. Ztg." aus Ealcutta, 24. Dez., I geschrieben: Das gestrige Attentat in Delhi hat großes Aufsehen I in allen Kreisen erregt. Europäische und eingeborene Körperschaf, I ten bezeugen dem Vizekönig ihre aufrchtige Sympathie. Die I Bombe war mit eisernen Nägeln und Schrauben gefüllt, wovon | viele aus der Schulter und dem Helm Lord Hardinges entfernt I wurden. Man vermutet, daß der Attentäter ein politischer Fana« I tlker sei. Die Tat gehe nicht von den hiesigen bengalischen Unzu« I friedenen aus.