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mit oem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Nach Feierabend". ..Fürs Haus" und «Landwirtschaftliche Beilage-.

Stuhl auf und warf den Bleistift, mit dem er bis jetzt xresoielt und den nun glücklich die Spitze abgebrochen hatte, heftig beiseite.

Himmelberrgottnocheinmal nun lost mich aber endlich in Frieden mit der Geschichte! Kauf' meinethalben, was du willst, aber wenn du mit den musikbehasteten Sachen kommst"

Frau Marie wartete das Ende dieses so verheißungsvoll begonnen^ Satzes nicht ab, sondern verschwand schleunigst hinter der Tür, die fi, mit nachdrücklichem Klapp schloß.

Sie schmollte diesmal sehr ausdauernd, und erst, als der liebens« Gatte sich schweren Herzens entschloß, zu der heißersehnten Rercktola auch noch den vasienden Hut und Muff zu bewilligen, wurde sie friedlich und sagte wiederHermännel" zu ihm.

Der Weihnachtsabend kam und ließ sich Zuerst wunverdarschon an.

, Die Jungen benahmen sich geradezu musterhaft: Bubi vertiefte sich in das Studium der Bilderbücher, und die beiden anvern schmierten unenwegt bunte Kleckse auf sauberes Papier kurz, Herr Wesener war glücklich.

Seine gehobene Stimmung wuchs, als Tante Ulrike eintrat und sich aus ihrem umfangreichen Paket, das er doch mit leisem Bangen be­trachtethatte,nur" eine Eisenbahn entpuppte allerdings eine ganz moderne, mit Weichen, Signallichtern, Notleine, ja sogar eine richtige Entgleiseiig konnte bewerkstelligt werden ein Umstand, der Rudolf und Max mit besonderer Wonne erfüllte.

Man drehte sie auf sie lief tadellos und nun kam der Haupt­spaß sie sollte entgleisen.

Ra, das könnt ihr nun allein machen," meinte Herr Wesener, und zog sich mit seiner Zigarre befriedigend ins Nebenzimmer zurück.

(Fortsetzung ix der Dienstagnummer.) |

für beide Mecklenburg meldet, heute die Antwort der Eroßherzög« i auf die Ablehnung der Verfassungsvorlage zugegangen. In der Antwort heißt es u. a.: Wir ziehen die Vorlage zurück, welch" der Einigung der beiden Stande dienen sollte. Die allseitig als not* I wendig erkannte Verfassungsreform muß jedoch durchgeführt wer- I den. Unsere weiteren Entschließungen werden wir unseren ge» I treuen Ständen auf einem außerordentlichen Landtage kundgeben.

den wir zur endgiltigen Erledigung der Verfassungsfrage 1913 ein» I zuberufen beabsichtigen

Polizeikonferenz. Berlin, 20. Dez. Im Ministerium des I Innern wurde die erste Polizeikonferenz der deutschen Bundes- I staaten durch den Minister des Innern Dr. Dallwitz eröffnet. Ver« I treten waren sämtliche Bundesstaaten zum Teil durch die Leiter | der kriminalistischen Abteilungen.» Bei der Konferenz k""delt er I sich um die Schaffung eines einheitlichen Systems für ganz Deutsch­land auch bezüglich der Verfolgung des Verbrechens.

zählen will. Dies ohne weiteres zu tun, wie es in linkslibcralen Blättern geschieht, erscheint mehr als voreilig. Der national­liberaleSchwäbische Merkur" deutet denn auch schon an, daß seine Partei nicht ohne weiteres mit der Linken durch dick und dünn zu gehen gewillt ist. Er meint, die Rechte beherrsche da» Feld mindestens in der Form, daß gegen sie nichts durchgesetzt werden könne. Andererseits könne sie aber auch ihren Willen nicht diktieren. Sie werde sich, wenn sie Erfolg haben wolle, eine Mäßigung auferlegen müsien, die notwendig sei, um auch von der liberalen Seite Zuzug zu erhalten.

Politische Umschau.

<; Die württembergischen Landtagswahlen.

Die Wahlschlacht in Württemberg ist nun geschlagen, die letz­ten 17 Abgeordneten von den zu wählenden 92 sind nunmehr durch die Proporzwahl bestimmt worden. Gewählt wurden, wie bereits gemeldet, 5 Zentrumsabgeordnete, 4 Volksparteiler, 4 Sozialdemo­kraten, 3 Konservative und 1 Nationalliberaler, sodaß der kom­mende württembergische Landtag folgenden Stand der Parteien ergibt: Zentrum 26 (seither 25), Konservative 20 (15), Volks­partei 19 (23), Nationalliberale 10 (13), Sozialdemokraten 17 (16). Die Rechte hat also einen Gewinn vonJ Mandaten zu ver­zeichnen, die den beiden liberalen Parteien abgenommen worden sind. Außerdem aber haben diese noch ein Mandat an die Sozial­demokratie abgeben müffen. Wie zu erwarten gewesen ist hat also ein starkerRuck nach Rechts", als natürliche Reaktion auf die ver­hetzende Nachlinkstreiberei der liberalen und radikalen Preffe stattgefunden. Auf die tiefere Ursache dieser Erscheinung, insbe­sondere auf den Grund des Verlustes der bürgerlichen Linken haben wir bereits hingewiesen und wir können uns heute damit begnü­gen, die Tatsache zu erwähnen. Wie ist es nun mit der Mehrheit im neuen Landtag? Die Rechte, d. h. die Konservativen und das Zentrum haben 46 Mandate inne, ihnen stehen ebenfalls 46 Man­date der Linken gegenüber, wenn man die Nationalliberalen dazu

(Nachdruck verboten.)

Stille Nacht"--

Weihnachtshumoreske von Hedwig Stephan.

Weißt du, Hermännel, ich finde e» wirklich ein bischen komisch von dir!"

Soo?" Herr Oberpostasflstent Wesener setzte sich in seinem Stuhl zurecht.Na ich, offen gestanden, kann auch nicht das allergeringste Komische dabei entdecken. Natürlich wir leben eben imZeitalter des Kindes", den lieben Sprößlingen muß durchaus ihre Freiheit, Eigenart, Natürlichkeit usw. bewahrt bleiben, aber schließlich haben die Eltern doch auch eine gewiße Existenzberechtigung, uno ich wage sogar zu behaupten, daß die Kinder zurückstehen müsien, wenn es sich um das Wohl und Wehe ihrer nächsten Anverwandten handelt. Und des­halb wiederhole ich es zum dritten Male: Es gibt diesen Weih- nachten keinerlei Radauwerkzeuge weder Trommel, noch Schießge- wehr, noch Trompete oder sonst was, ich will auch einmal vergnügte Feiertage haben, und dazu brauche ich Ruhe Ruhe Ruh«"

Entschieden ein etwas unbilliges Verlangen, wenn man Vater von drei so lebhaften Jungen ist," bemertte Frau Marie.

Herr Wesener hatte als Antwort nur ein stummes Achselzucken und tinen Blick gen Himmel, das aber nahm die blonde Gattin, die die läng« liche Rede des Gemahls ganz geduldig hatte über sich ergehen laßen, gewaltig übel.

Soll das vielleicht ein Vorwurf sein?" fragte sie gereizt. Schließ- nch machst du mich noch gar dafür verantwortlich, daß die Jungen daß sie überhaupt"

Aber, Kind!! Ich meine doch nur, da sie nun eben so lebhaft sind **" gewiß, sie können diese Eigenschaft ja von mir geerbt haben, so

Der Klinikerstreik in Halle

ist noch immer nicht beigelegt, obgleich das Kultusministerium zugunsten der Studenten entschieden hat: denn die medizinische Fakultät hat den Studenten noch immer nicht die Erklärung gegeben, die diese fordern. Nach wie vor besuchen die Studenten die Vorlesungen nicht. Sie er­klären, daß es kaum anzunehmen sei, daß die Differenzen vor Januar beseitigt sein können. Die Studenten veröffentlichen eine offizielle Dar­stellung ihres Vorgehens und erklären, daß die Schuld an dem Streike lediglich die Fakultät trage. Der Ministerialerlaß von 1896 könne nicht zweideutig ausgelegt werden. Die Studenten feien nicht in 'der Lage, ihre Studien in Halle wieder aufzunehmen. Ein Teil der Profesioren gab durch Anschlag am Schwarzen Brett und vor den Kliniken bekannt, daß sie die Vorlesungen heute wieder aufnehmen würden. Im Laufe des Tages aber verschwanden die Anschläge wieder, weil zu den Vor­lesungen keine Studenten erschienen waren. Die Klinikerschast erklärt, daß die Fakultät den Beschluß wohl der Oeffentlichkeit, dem Kultus­ministerium und der Universität bekannt gegeben, es aber nicht der Mühe wert geglaubt habe, auch ihr Bescheid zu geben, und daß für sie daher keine Veranlasiung vorliege, den Streit zu beenden.

Veranlaßt durch das Vorgehen der Halleschen Klinikerschaft haben sich nun auch die Berliner Studenten der klinischen Semester entschloßen, gegen das zunehmende Ausländertum unter den Studierenden Stellung zu nehmen. Am Donnerstag ging in einigen Kliniken ein Aufruf herum, in dem die Kommilitonen zu energischem Einsvruch aufgefordert wurden. Nachdem dieser Aufruf in kurzer Zeit zahlreiche Unterschriften gefunden hatte, wurde die Angelegenheit dem Dekan der medizinischen Fakultät Geheimrat Prof. Orth unterbreitet. Dieser versprach den Beschwerde­führern, Abhilfe zu schaffen und in der nächsten Dekanatssitzung zu be­antragen. daß Ausländer erst 14 Tage nach Beginn des Semesters Plätze in den Kliniken belegen dürfen.

Heidelberg, 20. Dez. In der gestrigen überaus zahlreich be­suchten öffentlichen Versammlung der Heidelberger Klinikerschaft, wurde im Anschluß an ein Referat des cand. med. Riedel aus Halle über die Bewegung in der Hallenser Klinikerschast die Absendung eines Sym­pathietelegramms an die Halle'schen Kollegen sowie nach mehrstündiger Diskussion folgende Eingabe an die hiesige medizinische Fakultät ein­stimmig beschlossen: Die Fakultät möge zur Besierung der Ausländer- Verhältnisie von den Ausländern sowohl das Physikum als auch ein Examen in der deutschen Sprache als Berechtigung zum Plastizieren fordern, sowie durch Einführung eines von der Fakultät mit den Akade­mikern zu vereinbarenden entsprechenden numerus clausus die drohende Beeinträchtigung der deutschen Klinikerschast verhindern.

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Krites Blatt.

Ausland.

* * Gegen ausländische Konkurrenz. Paris, 20. Dez. Die Kam­mer hat einen Gesetzentwurf angenommen, der bezweckt, die fran­zösischen Hoteliers im Kampfe gegen die ausländische Konkurrenz, namentlich gegen die deutsche, zu unterstützen.

* * Demonstration gegen den Dreibund. Marseille, 20. Dez. Die Schftder der österreichischen und italienischen Konsulate wur­den vergangene Nacht mit roter Farbe bestrichen und auch rot« Papierzettel auf die Schilder geklebt, die sich in italienischer Sprache gegen die Erneuerung des Dreibundes richteten, die am Jahrestage der Hinrichtung des Irredentisten Oberdank erfolgt sei. Die Behörde fahndet nach den Tätern.

* * Marokko. Paris, 20. Dez. Aus Casablanca wurden gestern unter dem Befehl eines Obersten sechs Kompagnien Jäger und Zuaven sowie eine Feldbatterie an Bord des Kreuzersdu Chayla" nach Mogador gesandt, um die bei Suk el Arba-Smimu von auf­rührerischen Marokkanern umzingelnde Kolonne Maßoutier zu be­freien. Auch von Saffi und Mazagan sind Truppen abgegangen, um dieser Kolonne zu Hilfe zu kommen.

* * Das französische Kadergesetz. Paris, 20. Dez. Die Kam­mer debattierte heute über das Kadergesetz und die Effesti"be- stände der Kavallerie. Für die Beratung wurde die D'-nglichkeit ausgesprochen. Der Entwurf bedingt eine dauernde Nack'-"",, ausgabe von 5 600 000 Francs, für Equipieru. gsgelder 430 000 Francs. Joseph Reinach, der Vizepräsident der Ärmeck "Mission, erklärte, der Entwurf sehe nur eine Aufstellung in den Di-'^-'-n und Verbesierung der Instruktionen vor, vermehre -'<-t nicht di« Effektivbestände, für die ein besonderes Gesetz nötig sei. Er '"gt« hinzu: Wir müßten gegenüber der Ueberleaenheit der beulten Kavallerie zur zweijährigen Dienstzeit für die F'r>~'-Tf.r;r gehen. Warten wir nicht, bis es zu spat ist. (Lebhafter SMinff.) Venazet sagte als Berichterstatter: Wenn wir 1870 genügend Ka­vallerie gehabt hätten, so hätten wir bei Rezonville gesi""^ ein Sedan wäre unmöglich gewesen. Wir wollen unserer Kavallerie eine starke Organisation geben, weil wir desien einaedenk sind. (Lebhafter Beifall.) Die Kavallerie muß die Erknndiaunaen der Aeroplane ergänzen, von denen sich ganze Divisionen in den Vo­gesen und am Rhein verbergen können. Der Berickterst-tter sprach sich gleichfalls für die Verlängerung der Dienstzeit für die Ka- Batterie aus. Der Kriegsminister erklärte, die Regierung be^ckäf- tige sich gegenwärtig mit einem Entwurf, der im Parlament ein­stimmige Annahme finden könnte. (Lebhafter Beifall.) Der Mi­nister fügte hinzu, die zur Beratung stehende Vorlage bezwecke nur den gegenwärtig bestehenden Zustand gesetzlich festzulegen, um im Kriegsfälle unvorhergesehene Gefahren zu vermeiden. Man werde neue Mittel von der Kammer fordern zur Anlage von lieh'-^as- plätzen. (Beifall.)

. ** Zu den Wirren in Mexiko. Washington, 20. Dez. Der amerikanische Botschafter in Mexiko, K. L. Wilson, reist heute nach Mexiko ab und überbringt die gestern vom Kabinett unter Mit-

Deutsches Reich.

I Audienz beim Prinzregenten Ludwig. München, 20. Dez. I Prinzregent Ludwig empfing heute nachmittag die Direktorien der I beiden Kammern des Landtags, den ReichstagsprLsidenten Dr. I Kämpf und die Deputation des Reichstages in Audienz zur Ent- I gegennahme der Beileidsbezeugungen.

I Landtagsersatzwahl. Königsberg i. Pr., 20. Dez. Bei der I heute vollzogenen Landtagsersatzwahl für Königsberg-Stadt, I KLnigsberg-Land-Fischhausen wurde an Stelle des verstorbenen Abgeordneten Eyßling (Fortschr. Vp.) Justizrat Dr. Lichtenstein

I (Fortschr. Vp.) mit 666 von 668 abgegebenen Stimmen gewählt.

I Zur Hamburger Univerfitiitsfrage. Hamburg, 20. Dez. Der I Senat hat, wie derHamburger Korrespondent" erfährt, eine Vor- I läge angenommen, wonach die Universität zunächst mit drei Fakul- I täten, einer juristischen, einer philosophischen und einer kolonial­wissenschaftlichen, errichtet werden sott. Die Kosten sollen derart

I bestritten werden, daß im Staatsschuldbuch eine Schuld von 25 Millionen eingetragen wird, über deren Zinsen die Universität versität soll, wenn auch in durchaus freier Weise, nach dem Muster Bürger das erforderliche Kapital in Aussicht gestellt. Die Uni- i versität soll, wen auch in durchaus freier Weise, nach dem Muster anderer deutschen Universitäten errichtet werden.

Schluß des sächsischen Landtags. Dresden, 20. Dez. Heute I nachmittag fand im Thronsaal des Restdenzschloßes durch den

I König der feierliche Schluß des gegenwärtigen Landtages statt.

I Der König hielt die Thronrede, in der zunächst mit aufrichtiger

I Teilnahme des Hinscheidens des Prinzregenten von Bayern ge-

I dacht wurde. Die Thronrede weist auf die großen Fragen der aus­wärtigen Politik hin, die in letzter 3et! die Bevölkerung, insbe­sondere den sächsischen Handel, in Spannung hielten. Hoffentlich werde bas kostbare Gut des Friedens auch weiter erhalten bleiben dank der weisen Führung der Politik des Reiches durch den Kaiser. Weiter wird auf die diesjährigen Kaisermanöver in Sachsen hin- gewiesen. Mit Genugtuung wird die kaiserliche Anerkennung für die Leistungen der Sächsischen Armee im Rahmen des deutschen I Reichsheeres hervorgehoben. Es werden dann die zur Verabschie­dung durch den Landtag gelangten Gesetzentwürfe aufgezählt. Zum Schluß wird das lebhafteste Bedauern ausgesprochen, daß trotz langer mühevoller Arbeit die bedeutsamste gesetzgeberische Aufgabe der diesmaligen Tagung, der Volksschulgesetzentwurf, nicht verab­schiedet werden konnte, da die bis zum letzten Augenblick fortge­setzten Bemühungen zu einer Verständigung leider nicht führten.

Die Tarifverhandlungen im Baugewerbe . München, 20. Dez DieMünchener Post" meldet: Die zentralen Tarifverhand­lungen für das deutsche Baugewerbe beginnen voraussichtlich am 29. Dezember. Den Vorsitz führt Eewerbegerichtsdirektor Dr. Prenner-München. Da Dr. Prenner durch die Tarifbewegung un­ter den Brauern in München gebunden ist, finden die zentralen Verhandlungen nicht in Berlin, sondern im Rathause in Mönchen statt. Die Parteien haben sich dahin geeinigt, den Kreis der Un­parteiischen zunächst einzuschränken, weshalb die Magistratsräte Schulz-Berlin und Rath-Eßen vorläufig aus dem Kollegium der Unparteiischen ausgeschieden sind.

Der Mecklenburger Landtag. Malchin, 20. Dez. Dem hier versammelte?: mecklenburgischen Landtag ist, wie dieLandesztg." sollte man jeden äußeren Anlaß vermeiden, den Lärm, den sie für ge­wöhnlich schon vollführen, noch zu vergrößern das wenigstens müßtest du doch einsehen! Denke bloß an das vorige Weihnachtsfest, als Bubi das furchtbare Bähschaf bekam, Max die Ziehamonika und das Hammer- klavier, und Rudolf dassterbende Schwein"----diese Kindersymphonie

war ja rein umhaydnisch" zu werden!"

Bitte, Hermann, verschone mich jetzt mit deinen schlechten Witzen! Ich zerbreche mir schon den Kopf darüber, wie wir es denn mit Mama machen sollen, und Tante Ulttke und Onkel Philipp wir können ihnen j doch unmöglich vorschreiben, was sie schenken sollen und fleh' mal ich möchte auch den Grund nicht angeben es macht doch einen zu merk- würdigen Eindruck und Mama hat ohnedies schon oft gesagt, deine | Empfindlichkeit gegen Geräusche finge nachgerade an beängsttgend zu I werden."

Herr Wesener sagte irgend etwas, man konnte es nicht genau ver- stehen, aber eine Liebenswürdigkeit für seine Scbwicgermutter war es besttmmt nicht. Dann sagte er mit nicht ganz natürlich klingender Ruhe hinzu:Also schön, dann verkünde allerorten, daß die Jungen sämtliche Marter-, wollte sagen, Mufikinstrumente, bereits von uns bekommen Pauken, Leierkasten, Harmonium, Klappentrompeten, und was sonst I auf diesem Gebiete noch wächst ich denke, das wird genügen."

Frau Marie sentte ergeben den Kopf, hob ihn aber gleich wieder.

Ja, und wir? Was sollen wir denn schenken? Die Kinder haben doch schon ziemlich alles eine ganze Menagerie, Soldaten sämtlicher Truppenteile, Fuhrwerke aller Art, drei Baukasten ich wüßte wahr­haftig nicht vielleicht nennst du mir etwas Paßendes, ja?"

Wenn di« Männer nichts zu erwidern wißen, werden sie gewöhnlich I grob. I

So geschah es auch hier. Herr Wesener sprang erbost von seinem

M 300

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Marburg

Sonntag, 22. Dezember

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17. Jahr,.

1912.