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MU oem KreisbLatt für die Kreise Marburg und Kirchham

Fürs Haus" und ^Landwirtschaftliche Beilage".

und den Beilagen:Nach Feierabend"

Marburg

1912.

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Erstes Blatt

kündigen lasten.

Herzschwäche, worauf der Prinzregent schlief. Bei seinem Hinscheiden waren anwesend. Stistsprobst v. Heg sprach nach dem Hinscheiden des Prinzen Bayern in Vertretung seines Vaters,

mäßig starken Rüstung Oesterreichs und der Beharrunk Serbien, auf seinem bisherigen Standpunkte recht bedenklich.

8 um Ableben des PrinzregenLen Luitpold von Bayern.

Vor dem Rieben? Wtifc.

Ueber die gegenwärtige internationale Lage lausen die Nach­richten nur recht spärlich ein. Die zur Friedenskonferenz delegier­ten Staatsmänner eilen nach London, besuchen aber vorher einige andere Hauptstädte Europas, um mit den leitenden Persönlich­keiten zu konferieren. Der bulgarische Präsident der Sobranje Dr. Danew ist auf seiner Durchreise nach London in Berlin eingetrof­fen, wo er mit dem Staatssekretär v. Kiderlen-Wächter eine Un­terredung hatte. Der serbische Bevollmächtigte zur Friedenskon- ferenz ist in Paris eingekehrt und ist dort vom Ministerpräsidenten PoincarS empfangen worden. Auch Veniselos befindet sich in der Seinestadt und er hat die Gelegenheit nicht vorübergehen lasten, sich interviewen zu lasten. Er erklärte einem Mitarbeiter des Temps": Ich bestreite nicht, daß zwischen den Balkanverbündeten mancherlei Probleme zu lösen find, die durch die Großartigkeit unserer Erfolge verursacht werden. Ich habe die Gewißheit, daß wir diese Probleme regeln werden; denn für die Verbündeten wäre ein Bruch oder eine Erkaltung der Solidarität weit schlim­mer als gegenseitige Zugeständniste. Die dauernde Einmütigkeit dieser Bündnisse ist für uns eine gemeinsame Notwendigkeit, wenn wir die erzielten Ergebniste bewahren und uns die Achtung der Welt erhalten wollen."

Zu der Lage liegen folgende Meldungen vor:

DieLiberte?" will wisten, daß der Wunsch Rumäniens nach einer Vertretung bei der Londoner Botschafterkonferenz von den meisten Mächten, namentlich aber von Frankreich und England, für unerfüllbar gehalten werde.

Wien, 12. Dez. Kaiser Franz Josef empfing den abberufe­nen serbischen Gesandten Simitsch in besonderer Audienz »nd nahm das Abberufungsschreiben des Gesandten entgegen.

O f e n - P e st, 13. Dez. DerBudapest'. Hirlap" erfährt von angeblich gut unterrichteter Seite, daß der österreichisch-ungarische Gesandte von Ugron in Belgrad im Namen seiner Regierung fol­gende Forderungen an Serbien wegen der Affäre Prohaska stellen werde: 1. Strenge Bestrafung der Schuldigen. 2. König Peter soll auf diplomatischem Wege für die der Monarchie widerfahrene Beleidigung um Verzeihung bitten. 3. Ein serbischer Prinz soll gleichzeitig den Konsul Prohaska direkt um Verzeihung bitten. 4. Die serbische Staatskasse verpflichtet sich, dem Konsul Prohaska eine lebenslängliche Iahresrente von 70 000 Kronen auszusetzen. Die Ankunft des mit der Untersuchung der Asfäre Prohaska be­traut gewesenen Konsuls Edl in Wien erfolgt nach einer Wiener Meldung desselben Blattes in den nächsten Tagen.

Paris, 12. Dez. Die Botschafterkonferenz wird nicht vor Dienstag zusammentreten. Die Lage ist wegen der unverhältnis-

D,eOberhessische Leitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn, und Feiertage. Ter Bezugspreis betragt vierteliahrlich durch

Stadtverorimeten-TitzMg

vom 12. Dezember.

Die Tagesordnung der heutigen Sitzung umfaßte rund 19 Punkte.

Den Vorsitz führte Stadtverordnetei-.no.stehcr-Stellwrtreter ^ustiz- rat Rohde. Unter Mitteilungen zur Kenntnisnahme zlrkulier vx zunächst die Kastenübersichten. Dann wurde eine Eingabe der Fleischer-Innung verlesen, die diese als Antwort auf ein C-chreiben des Magistrats an die Innung bezüglich des Verkaufs billigen Fleisches gerichtet hat. Da» Schreiben deckt sich fast inhaltlich mit dem in l-tzter Nummer veröifent- lichten Eingesandt. .

Weiter erstattete Stadto. Storck die Abrechnungen über a) der Straßenbahnkasse für 1911, b) der Vorschulkaste für 1911, c) der Fachschul­kaste für 1911, d) der Bosestiftuugskaste für 1911. Bem.rkt sei, daß die Vorschule einen städtischen Zuschuß von 1607.92 M und die Fachschule einen solchen von 5238,33 erforderte. Es wurde Entlastung erteilt.

Der Niederschlagung unbeitreibbarer Einnahmerückstände aus 1910 wurde zugestimmt.

Die Wahl derEtatskommission für 1913 erledigte sich dadurch, daß die Stadtverordneten Vang. Eichelberg, Engel, Eckhardt, Frehse, Scholl- meyer, Keppler, Zeiß und R. ising gewählt wurden.

Bei der Ersatzwahl für die Kommission zur Entscheidung von Srreit- igkeiten zwischen den Truppen und Proviantämtern wurde an Stellendes durch Tod ausgeschiedenen Gutsbesitzers Hoffmann Fuhrwerksbefltzer Eckstein gewühlt.

Weiter erfolgte die Feststellung des Haushaltsplan für die Straßen, bahn (für die Zeit vom 1. Rov. 1912 bis 31. März 1913). Er schließt ab mit rund 13 800 M.

Ebenso erfolgte nach längerer Aussprache Genehmigung der allge- meinen Bestimmungen jur die gewerbliche Fortbildungsschule nachdem die abgenndcrten Paragraphen zur Verlesung gebracht worden waren. Zur Beschlußfähigkeit sind 5 Mitglieder erforderlich.

Der folgende Antrag b'iraf die Aendernng der Ordnung betreffend die Uede,nehme der Abfuhr des Kehrichts vom 7. Januar 1907. Der Antrag lautet:Für Woh. ungen mit einem Micts- oder Nutzungs­wert unter '51 jährlich werden Gebühren für die Abfuhr des Haus­kehrichts und der Hausaöfalle nicht erhoben." In der Begründung heißt cs: Nach § 9 der Ordnung m m 20. Aug. 1910 sind die Wohnungen im Werte von unter 151 .<t non der Kanalgebühr befreit. Im Gegensatz hierzu bestimmt § 5 Aos. 2 der Hauskehrichtordnung, daß für Wohnungen mit einem Miets- oder Nutzungswert unter jährlich 150 M Gebühren für die Müllabfuhr nicht erhoben werden. Entgegen dem Wortlaut des § 5 Abf. 2 sind bisher die Müllabfubrgebühren auch bei einem Miet­oder Nutzungswert von 150 <« nicht erhoben worden. Aus diesem Grunde und im Intereste der gleichmäßigen Behandlung der Kanalgebühren and der Müllabfuhrgebühren empfiehlt es sich, beide Ordnungen durch die vom Magistrat beschlossene Abänderung des § 5 Abs, 2 der Ordnung, betreffend die Abfuhr des Hauskehrichts ufw. vom 7. Jan. 1907 in Ein­klang zu bringen. Die Vorlage wurde genehmigt. Stadtv. Schäfer erwähnte dabei, daß der Stadt bei der Müllabfuhr dadurch große Kosten entständen, daß die Müllwagen nach an abgelegenen Plätzen stehenden Villen fahren müßten. Während dieser Zeit könne der Müll in der ganzen Bahnhofstraße abgefahren werden. Es sei richtig, diese Leute, die meistens Gärten hätten, von der Müllabfuhr zu befreien oder sie zu höheren Beiträgen heranzuziehen.

Weiter beschäftigte man sich mit der endgültigen Genehmigung des 2. Nachtrages zum Ortsstatut bett, die kaufmännische Fortbildungsschule für weibliche Handlungsqebülfen und Lehrlinge vom 15. März 1906. Nach Verlesung der diesbezüglichen Acnderungen, die durch die neuen gesetzlichen Bestimmungen nötig sind und Befürwortung durch die Stadtv. Stumpf und Storck erfolgte Zustimmung.

Man verhandelte dann die Frage der Fertigstellung der Univer- sitätsstraße zwischen Kosernrnstraßc und Wilhelmsplatz. In den Gründen heißt es: Durch Beschluß vom 12. März 1912 sind zur Fertigstellung der Universitätsstroße in den Etat 1912 = 16 400 .«eingestellt mit der Maßgabe, daß die Ausführung einer späteren Bcschlußfastnng vorzube­halten sei. Die Ausführung ist aber dringend notwendig, da noch ver­schiedene Anlieger der No dseite mit den Straßeubaukosten der Fahrbahn im Rückstand sind und deren Einziehung Zweifel unterliegt. Der Magi­strat steht aus dem Standpunkt, daß die Straße nicht fertig gestellt ist. Würde die Einziehung der Kosten auf Grund der Bekanntmachung vom Jahre 1888 erfolgen, so würden verschiedene Anlieger den Einwand der Verjährung geltend machen. Die Forderung der Stadt soll aber geltend gemacht werden, sobald die Straße vollltändig sertig gellellt ill. Stavto. Stroineky bezeichnete es als eine bittere Pille, daß nach 25 Jahren jetzt die Anlieger, die wohl längst gewechselt hätten, bezahlen mußten. Der Oberbürgermeister bekundete, daß sm freiwilligen Zahlung sich nur ein Anlieger bereit erklärt habx. Jetzt würde die Straße gemacht und dann ginge es seinen gesetzlichen Gang. Stadtv. Schäfer fügte hinzu, in der Bahnhofstraße seien die Beiträge nach 32 Jahren erhoben worden. Stadtv. Stroinsky meinte hierzu, daß danndie Pille noch bitterer sei". Der Oberbürgermeister bemerkte, daß gerade die Berechnung, dieser Straßenkosten und das Studium der Akten viel Zeit und Arbeit ver­ursache. Der Antrag wurde beschlosten mit dem Zusatz, daß die Ein- ziehnng der Kosten späteren Beschlüßen Vorbehalten bleiben soll.

Die folgenden Punkte betrafen einen Nachtrag zu der Ordnung für die Erhebung einer Umsatz- und Mertzuwachssteurr in der Stadt Marburg vom 31. Januar 1907. die Zustimmung zu einer Veranlagung zur städtischen Umsatzsteuer. Beide Sachen wurden zusammen ver­handelt. Bei dem ersteren heißt es: Auf Grund des § 13 der Städte- ordnung für die Provinz Hesicn-Nasinu vom 4. August 1897 sowie der §§ 13, 18, 69, 70 und 82 des Kommunalabgabengesetzes vom 14. Juli 1893 wird der bisherige § 15, Abs. 1, Satz 2 der obigen Ordnung auf­gehoben und erhält folgende Fasiung: § 15, Absatz 1, Satz 2.Steht einem der Beteiligten nach den landesstempelgesetzlichen Vorschriften ein Anspruch aus Besreiung von der Abgabe zu (§ 9), so ist von dem anderen Teile die Hälfte der Steuer zu entrichten." Bei der zweiten Sache han­delt es sich um einen Einspruch eines hiesigen Einwohners, gegen die festgesetzte Steuer, deren Höhe er bestreitet, weil er an den Fiskus ver­kauft hat. Die Frage veranlaßte eine lange Aussprache, in der die ver­schiedenen rechtlichen Fragen eingehend erörtert wurden. Beide Anträge wurden abgelehnt. Aus Billigkeitsgründen wurde empfohlen, die Hälfte der Umsatzsteuer zu erlasse».

seine nächsten Verwandten die Sterbegebete. Sofort hat Prinz Rupprecht von des Prinzen Ludwig, den sämtlichen deutschen und befreundeten ausländischen Höfen den Tod seines Großvaters telegraphisch mitgeteilt. Der deutsche Kaiser und der Kaiser von Oesterreich haben die ersten herzlich ge­haltenen Beileidstelegramme nach München gelangen lassen, wei­tere Depeschen anderer Fürstlichkeiten folgten. Im Laufe des Vor­mittags ist die Leiche des Regenten einbalsamiert worden und mittags hat eine Staatskommission, an deren Spitze Ministerpräsi­dent Frhr. v. Hertling steht, den Akt über den Tod des Regenten ausgenommen. Kaiser Wilhelm hat durch den preußischen Gesand­ten von Treutler, der König von Sachsen durch den sächsischen Ge­sandten von Friesen ihre persönliche Teilnahme an den Beisetz­ungsfeierlichkeiten weiland Sr. Kgl. Hoheit des Prinzregenten an-

gierung des Prinz-Regenten als eine gesegnete und glückliche Zett eine dankbare Erinnerung bewahren. Bei dem Regterungsfubi- läum vor zwei Jahren fand die ehrliche Anhänglichkeit überall einen schönen rührenden Ausdruck. Wie der Prinz-Regent die Beziehungen zwischen den Kronen Bayerns und Preußens stets mit Sorgfalt pflegte, so bekundete der Kaiser seine Verehrung für den ältesten der deutschen Fürsten bei allen Gelegenheiten. Im Reiche und im Kreise der Vundesfürsten nahm der Regent eine hoe Vertrauensstellung ein, wie sie seiner historischen Rolle ent­sprach, deren Träger er bereits in Versailles war. So wird die Trauer des bayerischen Volkes und des Hauses Wittelsbach von ganz Deutschland tief und innig mitempsunden." In derselben innigen Weise gibt derReichsanzeiger" seiner tiefen Trauer um das Hinscheiden des Prinzregenten Ausdruck. Alle Wiener Blätter widmen dem Prinzregenten von Bayern tiefempfundene Nachrufe mit aufrichtigster Trauer und herzlichstem Mitgefühl. Die Blätter heben hervor, daß die Todesnachricht in Wien besonders schmerzlich empfunden werde, weil mit dem Prinzregenten der älteste intime Freund des Kaisers Franz Josef dahingegangen ist, der mit dem Kaiser Freud und Leid getragen und mit ihm stamm- und gesin­nungsverwandt gewesen ist. Die Blätter gedenken dankbar der Zeiten, in welcher der Prinzregent alljährlich als treuer und lie­ber East in Wien weilte, wo er sich großer Popularität erfreute.

Ueber die letzten Stunden und über das Sterbelager des Da­hingegangenen wird noch berichtet: Am Mittwoch abend um 10 Uhr traten infolge von empfindlichen Herden auf der Lunge Fie­bererscheinungen auf. Die Herztätigkeit wurde unregelmäßig. Die Nacht über brachte die Prinzessin Therese und der Leibarzt Ober-Medizinalrat von Kastner bei dem Patienten zu. Am Don­nerstag früh 4y2 Uhr trat ein akutes Lungenödem ein, infolge von ~ ' gegen 4.50 Uhr sanft ent-

Nach Photos von Franz @ea:ret unb B Ditdnar,

Die Trauer über den Tod des greisen Prinzregenten Luitpold ßst allgemein und geht weit über die Grenzen Bayerns, ja Deutsch­lands hinaus. Geht doch mit ihm einer der letzten Zeugen einer großen Zeit, einer der Männer von uns, die mitzuarbeiten berufen waren an der Wiederaufrichtung des deutschen Reiches und die pnter Hintansetzung eigener dynastischer Wünsche und Jnteresien den Jahrhundert alten Traum von einem geeinten, einigen Deutschland verwirklichen halfen. Mag dem Reichsverweser bei der Uebernahme der Regentschatf für seinen Neffen Ludwig auch das Herz so manches braven Bayern, den im Ueberschwang der Verehrung für den geliebten und unglücklichen König der Erol! auf das Schicksal desselben verbittette, verschloßen geblieben sein, die Zeit vermittelte auch hier, und das bayrische Volk stand in Ächtung, Verehrung und Zuneigung zu seinem Regenten, der in einem Alter, da andere in Ruhe auf das Werk ihres Lebens zu­rückblicken können, berufen wurde, dem Bayernlande ein treuer Führer und Lenker zu fein. Wie fein Regierungsjubiläum im vorigen Jahre so zeigt auch sein Ableben, welche große Liebe und Verehrung dem kernigen Wittelsbacher weit über die Grenzen seines Landes hinaus entgegengebracht werden. In Berlin er­regte die Nachricht von seinem Hinscheiden allgemeine Teilnahme. Auf dem Hause der bayerischen Gesandtschaft in der Voßstraße er­schien die blauweiße Flagge auf Halbmast. Die öffentlichen und viele Privatgebäude haben halbmast geftaggt. In der bayerischen Gesandtschaft wurden Listen aufgelegt, worin bereits gestern vor­mittag eine Anzahl offizieller und privater Persönlichkeiten sich eingezeichnet haben. Der Hof legt für den Verstorbenen eine Trauer von drei Wochen einschließlich den 1. Januar an. Auch die Souveräne der anderen Bundesstaaten haben Hoftrauer ange­ordnet. Daß der Reichstag sich zum Zeichen der Trauer vertagt hat haben wir bereits gemeldet. Im Bundesrat, im preußischen Abgeordnetenhause, sowie in anderen bundesstaatlichen Parla­menten haben die Präsidenten des Hinscheidens des Prinzregenten in herzlichen Worten gedacht. Auch das Wiener Abgeordnetenhaus drückte sein Beileid durch seinen Präsidenten aus. Die gesamte Preße Deutschlands und Oesterreichs würdigt in überaus herz, lichen Worten das Leben des Prinzregenten und findet tiefe Worte der Trauer über das Hinscheiden dieses deutschen Vundesfürsten. DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt:Ein reich ge­segnetes Leben und-eine glückliche Regierung neigte sich zum Ende. Weiter als es Menschen sonst beschieden ist, bemaß die göttliche Vorsehung dem Verweser Bayern die Grenzen des Daseins. Wie Kaiser Wilhelm I. fiel dem Prinzen Ludwig erst an der Schwelle des Ereisenalters die schwere Aufgabe der Regentschaft zu. Kaum jemals begann eine Regierung unter tragischeren Umständen und selten wurde sie in so geeignete Hände gelegt. Der Prinz-Regent waltete seines hohen Amtes in treuer Erfüllung des Wortes, mit dem er die Regierung antrat: Bayerns Wohl ist das Ziel alles meines Handelns. Klar und fest fein Charatter vor den Augen des Bayern und des deutschen Volkes. Schlichter Frömmigkeit, unwandelbarer Pflichttteue, Gerechtigkeit und Seelbstverleugnung bleibt et für immer ein edles Beispiel; ein Beispiel auch in der Bewährung der persönlichen Tüchtigkeit eines Mannes; wie et von Jugend auf den Körper stählte, im Umgang mit der herrlichen Ratut seines Landes und bis in das höchste Alter hinein mit un- tzebeugtet Kraft erhielt, so wat seine Sorge stets auf die wehrhafte Tüchtigkeit seines Volkes gerichtet. Das Bayernland wird der Re-

Skiantmortung.) Druck und Verlag der llniv.-Buchdruckerei I. A. Koch (Inh.: Dr. E. Hitzcroth), Markt 21. Telephon 5o.

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