Einzelbild herunterladen
 

mtt oem Kreisblatt für die Kreise Marbmg und Kirchhain

Ur'

-L U

und den Beilagen:Nach Feierabend".Fürs Haus" und .Landwirtschaftlich« Beilage".

M 283

LieObrrhesiische Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. Der BezugSprelS beträgt vierteljährlich durch die Post bezogen 2.26 <M (ohne Bestellgeld), bei unseren Zcitnngsstellen und der Expedition (Markt 21) 2.00 «X frei ins Haus. (Für unver­langt zugesandte Manuskripte übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.) Druck und Verlag der Univ.-Buchdruckerei I. A. Koch (°Xnh.: Dr. L. Hitzeroth), Markt 21. Telephon 55.

Marburg

Dienstag, 3. Dezember

Der Anzeige npret» beträgt für die 7gespaltene Zeile oder deren Raum 15 bet amtlichen und auswärtigen Anzeigen 20 , für Reklamen die Zeile 60 A. $ei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Zeder Rabatt gilt al, Barrabatt. Bei Konkurs kein Rabatt. Ver­bindlichkeit für Platz-, Datenvorschrist und Beleglieferung ausge­schlossen. Zahlungen tm Postscheckverkehr ohne Portokosten unter Rr. 5016 des Postscheckamtes Frankfurt a. M.

47. Jahrg.

1912.

Erstes Blatt.

Tie Laste.

Vor der Fvsnt gibt es nicht allzuviel neues. Die Gefangen­nahme zweier türkischer Divisionen an einer Stelle, wo man tür­kisches Militär überhaupt nicht mehr vermutete, hat einige Ueber- raschung gebracht. Auch haben die Serben durch die Besetzung von Durazzo noch einmal den Willen kundgetan, ihre Stellung nach der Adria hin festzulegen. Aehnlich scheinen sich die Griechen jetzt festlegen zu wollen. DieTribuna" veröffentlicht nämlich eine Depesche aus Athen mit der Nachricht, daß die Griechen die kleine Insel Saseno am Eingang der Bucht von Vallona besetzt hätten und daß die griechische Regierung noch immer nicht gewillt zu sein scheine, den europäischen Ermahnungen hinsichtlich Albaniens Rech­nung zu tragen, sondern in ihrer Absicht verharre, sich einer sehr wichtigen Eebietszone im Süden Albaniens, besonders Vallonas zu bemächtigen. DieTribuna" erklärt in Besprechung dieser De- pesche, daß, falls die Griechenland zugeschriebene Absicht, Vallona endgiltig zu besetzen wahr wäre, dieses etwas sehr ernstes wäre, abgesehen von Ztälien und Oesterreich-Ungarn, die dieses niemals zulassen könnten. Ueber diesen Punkt fei keine Diskussion möglich. Italien und Oesterreich-Ungarn seien durchaus einig in dem Willen, daß Vallona nicht Griechenland sondern dem neutralisier­ten Albanien gehören solle und niemals ein militärischer Flotten­stützpunkt werden könne. Auf dem Hauptaktionsplatze vor der Tschataldschalinie ist es ruhig; der Abschluß des Waffenstillstandes ist erfolgt. Auch kommen über den Rückgang des anderen Feindes, der Cholera, erfreuliche Nachrichten. Nach den jüngsten authenti- schen Nachrichten sind die Cholera- und Dysenteriefälle bei der Armee vor Tschataldscha erheblich zurückgegangen. Im Cholera- park in San Stefano befinden sich gegenwärtig 300 Kranke in Be­handlung. Zn Konstantinopel sind gestern elf neue Fälle und neunzehn Todesfälle vorgekommen. Bis jetzt beträgt die Zahl der Erkrankungen 795, von denen 398 tödlich waren.

Lebhafter sieht es dagegen hinter der Front aus. Noch immer beherrscht der serbisch-österreichische Gegensatz die Lage. Wenn­gleich trotz einiger alarmierender Meldungen sich die Auffassung durchringt, seinen Standpunkt gegen Oesterreich-Ungarn nicht hal­ten w rd. weil Rußland es nicht zu unterstützen gedenke. Der we­sentliche Punkt, die Selbständigkeit Albaniens, auf den sich dis Dreibundmächte geeinigt hatten und was auch vom Sultan aner­kannt wurde, scheint in der Tat beschlosiene Sache. Nach italieni- schen Quellen ist sogar der neue albanische Herrscher schon gefunden Es handelt sich um den Prinzen Fuad von Aegypten, einen Onkel des jetzigen Khediven. Der Stammvater der Dynastie, Mechmed Ali, war ein Albaner aus Kawalla in Mazedonien. Was die Hafenfrage anlangt, so glaubt man, daß sich diese dadurch regeln laste, daß man Serbien einen nur witrschaftlichen Zugang zur Adria eröffne. Vielleicht aber ist das Schwierigste noch die Be- gleichung der Ansprüche der Valkanstaaten untereinander. Au- Athen wird nämlich gemeldet, daß bei dem endgiltigen Friedens­schluß mit der Türkei die Vertreter der verbündeten Balkanstaaten verlangen werden, daß in den Frieden eingehend die Gebiete aus­genommen werden, die jeder Balkanstaat von eroberten türkisa^en Provinzen erhalten soll, damit jeder Anlaß zu spätem Reibungen und zu einem etwaigen Eingreifen der Großmächte fortfällt.

Diese Nachricht ist sicher vielsagend. Eine Verschiebung der Ansprüche der einzelnen Mächte «Lrde nämlich schon eintreten, wenn sich das Gerücht bewahrheiten sollte, daß die Unterzeichnung eines Friedensprotokolls mit der Türkei nahe sei. Adrianopel und Dedeagatsch würden danach samt Umgebung der Türkei verbleiben und Mazedonien mit Solonik als Hauptstadt autonom werden.

Zur Lage liege folgende Nachrichten vor:

Belgrad, 1. Dez. Das offiziöse Preßbureau dementiert in der bündigsten Form die Nachrichten, daß Serbien an der Nord­grenze Truppen zusammenziehe, Belgrad und andere Städte be- festige uyd Vorbereitungen für eine gewisse Aktion träfe.

Paris, 30. Nov. DemEcho de Paris" wird von seinem Konstantinopeler Berichterstatter über Constanza gemeldet, daß in Olu-Kirschla, der letzten Station der Anatolischen Eisenbahn, 60 000 Araber eingetroffen sind, die in Militärzügen zu je 2000 bis 3000 Mann nach Konstantinopel befördert werden.

L o n d o n, 30. Nov. DieTimes" meldet aus Salonik Ein­zelheiten über die Ereiguiste in Kawala. Die Ortschaft wurde von einer gemischten Truppe bulgarischer Regulärer und Komrtatschts besetzt. Die ersteren wurden zurückgezogen. Die Komitatfchis be­haupten, daß die Muselmanen Mastakres unter den Christen ge­plant hätten. Sie verhafteten etwa 100 Türken und machten sie nieder. Eine Anzahl angesehener Juden wurde festgenommen. Es herrscht ernste Besorgnis wegen ihrer Sicherheit. Als die «ul- garen in Serres einrückten, erschoßen die Türken einen Offizier und zwei Soldaten, worauf die Bulgaren etwa 100 Türken meder-

machten. , . _

Pest, 30. Nov. Wie aus Szegedin gemeldet wird, sind tn den dortigen Waffengeschäften keine Schußwaffen mehr zu erhal- ten weil die serbische Bevölkerung der Umgebung in der letzten Zeit alle Waffen gekauft hat. Die serbische Bevölkerung der süd- ungarischen Ortschaft Mokri hat durch die dortigen Blatter die Aufforderung erhalten, den ungarischen Behörden nicht mehr zu gehorchen. _

Die Waffenstillstandsverhandlunge« zwischen der Türkei und den vier Verbündeten haben endlich ein

dazu.

Englands Appell an das Königtum!

fördern.

Eine unglaubliche Verdächtigung

greifbares Resultat gezeitigt. Der türkische Ministerrat hat einem Protokoll über den Waffenstillstand zugestimmt. Das Protokoll enthält folgende Bedingungen: Erstens: Der Waffenstillstand wird für vierzehn Tage geschloßen; zweitens: die türkische und die bul­garische Armee sowie die Truppen der anderen Verbündeten ver­bleiben in ihren gegenwärtigen Stellungen; drittens: keine der beiden Parteien darf in den Befestigungsarbeiten fortfahren und Truppen -und Munitionstransporte vornehmen; viertens: die be­lagerten Plätze Adrianopel und Skutari werden während der vierzehn Tage in der Weise mit Lebensmittel versorgt, daß die Zufuhr der nötigen Lebensmittel von Tag zu Tag erfolgt. Die türkischen Unterhändler, unter denen sich der Handelsminister und der Minister des Innern befinden, begeben sich heute zur Unter­zeichnung des Protokolls nach Tschataldscha.

Konstantinopel, 30. Nov. Ueber die Friedensbeding­ungen verlautet: Die bulgarische Grenze wird, wie hier schon in der vorigen Woche berichtet wurde, vom Golf von Enos die Maritza entlang laufen. Adrianopel bleibt türkisch. Die Albaner nahmen die Autonomie unter der Oberhoheit des Sultans an. Zum Für­sten von Albanien wird der Neffe des Sultans Prinz Abdul Med- jid ernannt. (Frkf. Ztg.)

Di« Prochaskaaffäre.

Wien, 30. Nov. Dem Vertreter des Wolffbureaus wird mitgeteilt: Ueber die Berichte der Konsuln Prochaska und Edl be­züglich der Ereignisse in Prizrend und Monastir sind vielfach Nach­richten verbreitet worden, die anscheinend auf Kombinationen be­ruhen. Bisher liegt nur ein telegraphischer, teilweise verstümmel­ter Bericht Prochaskas vor, über den noch keinerlei Mitteilungen gemacht worden sind. Es ist beabsichtigt, erst nach dem mündlichen Bericht des Konsuls Edl, der bekanntlich mit der Untersuchung der Angelegenheit betraut worden ist, die Schilderung über die Vorgänge der Oeffentlichkeit zu übergeben. Falls Willkürlichkeiten auf serbischer Seite bei der Ueberrnittelung der Chiffredepeschen Prochaskas nachgewiesen werden sollten, dürfte auch dies der Oeffentlichkeit gegenüber nicht verschwiegen werden. Edl trat bis­her die Rückreise nach Wien an und hat auch noch keinen Auftrag

London, 80. Nov. Der Marineminister Churchill sagte gestern abend hier tn einer Rede, die auswärtige Lage sei keines­wegs sorgenfrei. Es beständen indesten zwischen Oesterreich-Ungarn und Rußland keine Differenzen, welche Geduld und guter Will« nicht ausgleichen könnten. Ein Krieg zwischen Oesterreich-Ungarn und Rußland würde zu schrecklich sein, als daß man daran denken könnte. Ein solcher Schrecken könnte durch keine Ergebniste, die sich erzielen ließen, ausgewogen werden. Der Christenglaube der Na­tionen schaue über die Verwicklungen der Diplomatie hinweg zu den Diensten der erhabenen Kaiser und frage, ob das Königtum in dieser demokratischen Zeit nicht neuen Glanz gewinne und kund tun "-ag, daß die Monarchie das Bollwerk des europäischen Frie­dens ist. Ein großer Zwischenraum trenne die Differenzen Oester- reich-llngarns und Rußland von den Angelegenheiten der west­lichen Mächte. England, Deutschland, Italien und Frankreich sei m im Frieden und wünschten den Frieden. Es bestehe kein Grund zu einem Streit zwischen ihnen. Sie hätten in dieser Zeit der Unruhen nur einander zu vertrauen, und keine Macht unter dem Himmel würde sie von dem Pfade des gesunden Verstandes und der Ehre abbringen können. Englands Politik verfolge unter der ßeitun' der Minister Grey und Asquith nur zwei Ziele, näm­lich erstens den Schauplatz des gegenwärtigen Krieges zu begren­zen und zweitens, den Frieden im Znteresie der Balkanvolker und griechischen Völker, soweit es rechtmäßig dazu in der Lage sei zu

der deutschen Industrie leistet sich die weit verbreitete englische ZeitschriftDaily Miror". Sie bringt ein Bild von einer turn- kischen Munitionskiste und darüber stehtVon den Türken ver­wendete Patronen mit hölzernen GeschoßenMade in Eermany : einer der Gründe, warum sie Kumanowo verloren. Der Kriegs- Korrespondent des Blattes berichtet dazu, er habe die abgebildete Patronenkiste auf dem Echlachtfelde von Kumonowo aufgelesen. Das wichtigste daran ist nämlich, daß die Geschoße aus rotem Holz waren. Er schreibt:Zch sah hunderte von diesen hölzernen Ge­schossen auf dem Feld." Da die Türken fanden, daß diese Geschoße wertlos waren, hatten sie eine sehr gute Entschuldigung für ihre Flucht." Selbstverständlich weiß der Derfaßer auch, daß die Vertei­lung dieser Manöverpatronen mit der deutschen Munitionsfabrik in Karlsruhe, die sie geliefert hat, wie auf der Kiste zu ersehen ist, nichts zu tun hat, daß auch englische oder französische Fabriken solche Patronen Herstellen und er sagt es auch. Aber und daraus geht die perfid« Absicht hervor an irgend einer versteckten Stelle im inneren des Blattes. Der Zweck des Bildes auf der Titelsette ist bei den meisten erreicht, die deutsche Industrie ist verdächtigt. A" sich ist übrigens die Nachricht ganz unglaublich. Sollte sie sich be­wahrheiten, so zeigte sie von einer unglaublichen Korruption tn der Türkei. .. ..

Politische Umschau.

Gemeinsame Ziele Deutschlands und Englands.

Die Lage scheint sich weiter zu entspannen und das Verhält­nis zwischen den einzelnen Staaten sich dauernd zu bessern. -Ws interessanteste dabei ist, daß sich tn dem Bestreben ben jrieben »u erhalten, die beiden Großmächte, zwischen denen bisher ein | ausgesprochener Gegensatz in jeglicher Politik zn Tage trat, zu

gemeinsamer Arbeit gefunden haben, nämlich Deutschland und England. In diesem Sinne schreibt derDaily Telegraph": Nie­mand hätte geglaubt, daß die Spannung in den Beziehungen zwi­schen Berlin und London, die den Kontinent solange aufgeregt und alarmiert haben, schließlich verringert und gemindert werden würde, nicht durch diplomatische Besprechungen sondern durch die wechselnden Glücksfälle eines gefürchteten Balkankrieges. Doch ist es di« eingekartete und paradoxe Tatsache, die sich vor unseren Augen abspielt. Plötzlich kommt die Entdeckung, die in den beiden Hauptstädten zugleich gemacht wird, daß identische Ziele, loyal wenn auch unabhängig von einander, verfolgt werden. W * r haben das erfreuliche Schauspiel, daß die Wil- helmsstratze die Politik tn der Doroningstreet herzlich und generös unterstützt.

Zn einer konservativen Versammlung in Plymouth äußerte sich Lord Curzon ebenfalls über das deutsch-englische Verhältnis. Er sagte:Es ist lange keine bessere Nachricht zu uns geko^m-n als die, daß England und Deutschland zusammenarbeiten, um am - Balkan die Sache des Friedens zu fördern und viele Leute würden gerne diese Kooperation auf ein weiteres Gebiet v"sqedebnt sehen." Wichtiger und bedeutungsvoller noch ist, daß sich der neue deutsche Botschafter in London Fürst Lichnowsky auf dem Zabres- bankelt der Royal Soziety of London sich in einer öffentlichen Rede ebenfalls in diesem Sinne geäußert habe. Er fierte aus, er benütze mit Freuden die Gelegenheit, darauf hinzuweisen, daß England und Deutschland Seite an Seite für di« Aufrechterhaltung des europäischen Friedens arbeiten, und daß die politischen Beziehungen der beiden Mächte niemals vertraulicher und aufrichtiger gewesenfei en,als gegenwärt ig. Es werde immer fein aufrichtiger Wunsch sein, dielen glücklichen Anfang seiner amt­lichen Tätigkeit in London weiter zu entwickeln zvrn Heile beider Nationen." Mir sind ja gewohnt alle Freundlichkeiten Englands mit einiger Vorsicht aufzunehmen. Als aufrichtig könnten wir st« nut bewerten, wenn England endlich einoeseben batte, daß di« Einkreisungspolitik gegen Deutschland nur ihm selber schadet. Zu dieser Ansicht könnten ihnen die Balkanstreitigkeiten recht wohl verhalfen haben.

Reich.

Amnestie in Preußen? Wie dieBraunschweigische Landesztg.* zn melden weih, erfolgt anläßlich des bevorstehenden Regierungsfubst laums des Kaisers zum ersten Male seit dem Regierungsantritt Wil-

I Helms II. in Preußen eine umfaßende Amnestie für Vergehen und Heber- tretungen. _

Die Landtagswahlen in Württemberg. Stuttgart, 29. Rov. Bei dem heutigen zweiten Wahlgang zu den Landtagswahlen standen 24 Mandate zur Entscheidung. Es erhielten die Volkspartei 8, Kon­servative und Bund der Landwirte 6, die Nationalliberalen 5, di« Sozialdemokraten 3 und das Zentrum 2 Mandate. Insgesamt sind bi« jetzt gewählt: 21 Zentrum, 17 Konservative und Bund der Landwirts 15 Volkspartei, 13 Sozialdemokraten und 9 Nationalliberale.

I ----------------i--

Ausland.

I ** Ein Appell gegen den Antimilitarismus. Paris, 29. Ä«k I (Kammer.) Der frühere Kriegsminister Meßimy griff gelegentlich ein« I Interpellation über die Lehrer denSou du Soldat" und die verbrech« I rische Propaganda des allgemeinen Arbeiterverbandes an. Unter leb» I Hafter Bewegung der Kammer erklärte er, die Regierung habe im Zu» I und August des lebten Jahres die Eventualität einer Mobilisierung I ohne Schwäche ins Auge faßen und damals Maßregeln zur Aufrechter- I Haltung der Ordnung im Innern nicht gegen Spione, sondern gegen Saboteure des Arbeitsverbandes verstärken^ müßen, da diese Vorbe-

I reitungen trafen, die Mobilisierung zu lähmen. Antimiliiaristrsche I Hetze habe es bereits 1911 gegeben. Damals seien in etwa fünfzehn I Regimentern die gefährlichsten Soldaten in Strafkompagnien gesteckt worden. G-aenwärtig sei der Geist im Heere gut, aber man such« 80 000 (?) Soldaten, die sich nicht gestellt hätten. (Bewegung.) Der

I Geburtenrückgang, der Antimilitarismus und das Pulver, sowie di« I mangelhafte Besekung der Offiziers- und Unierosfiziersstellen machen I dem französischen Politiker wie man sieht das Herz sehr schwer.

Die freiwillige Flottenspende der Rabobs. Kalkutta, 20. Roo. I Hier herrscht die Ueberzeugung, daß das Angebot indischer Fürsten, d« Regierung Geld für eine größere Anzahl von Kriegsschiffen zur Per- I fügung zu stellen, ihnen von der Regierung suggeriert worden ist, um I die Loyalität der indischen Vasallen offenkundig zu machen. Daß das Angebot tatsächlich gemacht worden ist, steht übrigens noch nicht zweifels­frei fest.

1-------

Marburg und Umgegend.

Nachdruck all« Orginalartikel ist gemSK s 18 besx$***!*! Jnn I der deutlichen Quellenangabe Jjbeibefi Ztg. gestattet >

Marburg, 2. Dez.

Universität. Zn llniverfitSts-Bauangelegenheiten weilten heute die Herren Ministerialdirektor Dr. Naumann und Geh. Reg.- Rat v. Hülsen aus dem Kultusministerium in unserer Stadt. Die I Herren nahmen im Hotel Pfeiffer Wohnung.

I * Verleihung. Dem Professor der Rechte, Dr. Fritz Andrch I wurde der Rote Adlerorden 4. Klaße verliehen.

I * Juristisches. Bei der am vergangenen Sonnabend vor dem I Oberlandesgericht Caßel abgelegten Referendarprüfung bestanden von fünf Rechtskandidaten vier. Die Prüfungskommission bestand I aus Ken Herren Oberlandesgerichtspräsident v. Haßel-Caßel, Pro- I feßor AndrS-Marburg, Prof. Heymann-Marburg und Oberlande- . I gerichtsrat Halle-Laßet.