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1912

Erttes Blatt

Ausland-

** Das Kadergesetz in Frankreich. Paris, 29. Nov. Die Kam­mer beriet das Gesetz über die Reorganisation der Kader für die Infanterie. Der Vorsitzende der Armeekommission Reinach be­gründete unter großem Beifall die Notwendigkeit Parker Kader für die Reserven zu schaffen, indem er eingehend auf die Ab­nahme der Geburtenzahl Frankreichs und die Folgen hinwies, welche diese Tatsache für die Armee nach sich zieht. Die Zahl der männlichen Geburten, welche vor vierzig Jahren 494 000 gewesen sei, betrage jetzt nur 400 000 und nehme täglich ab. Die Zahl der Gestellungspflichtigen sei im Jahre 1893 343 000 gewesen und belaufe sich gegenwärtig auf 301000. Die Zahl der eingestellten Rekruten, welche im Jahre 1904 238 000 betrug, sei auf 215 000 z u r ü ck g e g a n g e n und nehme noch ab. Man könne voraussagen, daß die Zahl der einge­stellten Rekruten im Jahre 1927 auf 196 000 zuriickgehen werde, mit anderen Worten, Frankreich hat 1908 48 Bataillone, 1912 94 Bataillone verloren und werde im Jahre 1921 110 Bataillone und im Jahre 1928 154 Bataillone verlieren. Ange­sichts dieser Lage gebe es nur eine Abhilfe: Die Einrahmung der

nition für Gewehre, Kanonen, sowie Magazine mit Lebensmitteln und Kleidung erbeutet. Gestern abend haben sich in Resna und Ochrida zwei Bataillone mit Offizieren ergeben.

S 0 f i a, 29. Rov. Zwei türkische Redifdivisionen ergaben sich den bulgarischen Truppen bei dem Dorfe Mcrhumli zwischen De deagatsch und Dimotika.

Cholera und Typhus.

Konstantinopel, 29. Rov. (Amtlich.) Einundfünfzig Cholerafälle sind in Konstantinopel vorgekommen, davon fast die Hälfte tödlich. Die Epidemie wütet unter den türkischen Truppen in der Tschataldschalinie und in den Cholerabaracken in San Ste­fano weiter, wo die Lage trostlos ist. Die Regierung beschloß, äußer in San Stefano auch in Hademköj Cholerabaracken zu er­richten. Außerdem beschloß der oberste internationale Santtätsrat die Flüssigmachung neuen Kredits.

Belgrad, 29. Nov. Prinz Georg ist in Uesküb an Bauch­typhus erkrankt: Er wurde nach Belgrad übergeführt.

Die Unabhängigkeit Albaniens.

Der Präsident der provisorischen Regierung Albaniens Is­mail Kemal Bey richtete an den italienischen Minister des Aeuße- ren Marchesa di Giuliano eine Depesche der Nationalversamm­lung. Darin berichtet er, daß er in Vallona die politische Unab­hängigkeit Albaniens proklamiert und eine provisorische Negie­rung eingesetzt habe. Er bittet die italienische Regierung um An­erkennung dieser Aenderung und gleichzeitig um Schutz gegen jede Antastung der nationalen Existenz der Albaner und gegen jede Verstümmelung ihres Territoriums.

Die Prohaska-Affäre.

Der Fall des Konsuls Prohaska von Prizrend ist noch immer nicht rollig aufgrklärt. Die serbische Regierung verschleiert auch jetzt noch die Affäre absichtlich und soll in den letzten Tagen an den ans Ucsküb nach Wien gesandten telegraphischen Berichten Edlo und Prohaskas willkürliche Streichungen aller ihr unange- nehrnen Stellen vcrgenommen haben. Daher sind es bis heute nur Bruchstücke des Berichtes, den der Konsul Edl telegraphierte, nach Wien gelangt. Seitens Serbien wird behauptet, daß der Konsul Prohaska beim Einzug serbischer Truppen in Prizrend sich schwer gegen die letzteren vergangen und daher eine verdiente Züchtigung erhalten habe.

Aus den Bruchstücken der Depesche Prohaskas nach Wien soll sich ergeben, daß in Prizrend unerhörte völkerrechtswidrige Akte der serbischen Militörorgane gegen die Person des österreichischen Konsuls und gegen dis österreichische Flagge vorgekommen sind, wofür von Serbien Genugtuung verlangt werden soll.

Deutsches Kelch-

Aerzte und Krankenkassen. Rach einer Meldung Berliner Blätter wird auf Einladung des Reichsamtes des Innern für Mitte Dezember eine Konferenz zur Anbahnung einer Verständi­gung zwischen den ärztlichen Organisationen und den Kasienver- bänden in den Fragen der ärztlichen Behandlung der Kranken­kaffenmitglieder in Berlin stattfinden. Der deutsche Aerztever^ einsbund wird durch Sanitätsrat Dr. Dippe aus Leipzig, Sani­tätsrat Dr. Herzau aus Halle und Sanitätsrat Dr. Mugdan aus Berlin vertreten sein.

Diekleinen Anfragen". Berlin, 28. Nov. Im Reichstage sind folgende Fragen eingegangen: Nnftage des Abg. Mumm: Ist dem Reichskanzler bekannt, daß, da nach den gesetzlichen Bestimmungen das BühnenweihfestfpielParsifal" demnächst schutzfrei wird, weite Kreise des Volkes für eine reichsdeutsche Gesetzesbestimmung sowie für eine internationale Konvention eintreten, um ungeeignete Darbietungen des Festspiels zu Erwerbszwecken unmöglich zu machen? Anfrage des Abg. Liebknecht: Ist der Reichskanzler bereit, Austunft darüber zu geben, ob und welche Maßnahmen getroffen oder geplant sind, um das Gebiet des deutschen Reiches gegen die Einschleppung der Cholera zu schützen und ob und inwieweit die Reichsregierung zu diesem Behufe ein gemeinsames Vorgehen mit den Regierungen anderer Staaten in die Wege geleitet hat? Weiter ist eine Interpellation des Abg. Albrecht eingelaufen: Was gedenkt der Reichskanzler als verantwortlicher Leiter des Reichsrisenbahnamtes zu tun, um gemäß Artikel 43 der Reichsver­fassung dafür Sorge zu tragen, daß die preußischen Staatseisenbahnen so mit Betriebsmaterial ausgerüstet werden, wie es das Verkehrsbedürfnis erheischt.

I Reservetruppen, sonst würde man die Truppen, wie groß auch ihr Kampfesmut wäre, nichtzumSiege, sondern zur S ch l a ch t bank führen. (Lebhafte Bewegung.) Weiter bekämpfte der Redner den Gegenvorschlag Jauräs, der die defensive Haltung unb.( die Konzentration an der Loire und in der Auvergne, um den Gegner zu erwarten, empfiehlt. Der Kriegsminister drückte dem Redner die Hand. Die Beratung wird in der nächsten Woche fort­gesetzt.

12 Kriegsschiffe als Geschenk. London, 29. Nov. Das Reutersche Bureau meldet aus Bombay: Die unabhängigen Für­sten und Edlen Indiens beraten über die Idee, für ein königliches Geschenk an die Kaiserliche Regierung, nämlich drei Dreadnoughts und neun Panzerkreuzer erster Klaffe, die nötigen Summen zu sammeln. Man nimmt an, daß die Kriegsschiffe im Roten Meer, im Mittelmeer und Indischen Ozean stationiert werden. Der Ge­danke ist jedoch noch im Entstehen. Eine offizielle Bestätigung steht aus.

* * Ausschreitungen von Suffragetten. London, 29. Nov. In der gestrigen Nacht führten Suffragetten mit Chemikalien, roten und schwarzen Tinten usw. Attentate auf Briefschaften aus, wo­durch zahlreiche Postsachen vernichtet wurden. Allein in London City wurden ungefähr ein Dutzend Briefkasten heimgesucht. In einem der Briefkasten wurde ein Schlauch gefunden, der noch einen Teil der ätzenden Flüssigkeit enthielt. Der Schlauch ist wahr­scheinlich einer der Suffragetten aus der Hand geglitten. Auch aus dem Westen werden ähnliche, noch schlimmere Ausschreitungen gemeldet. Die Postbehörde verständigte noch gestern Abend die Polizei, die jetzt einen besonderen Briefkastendienst eingerichtet hat. In Nottingham wurden hunderte von Postkarten vernichtet oder beschädigt. Als die Polizei in Aberdeen einen Saal durch­suchte, in dem der Schatzkanzler Lloyd George heute Abend vor einer Versammlung sprechen soll, entdeckte und verhaftete sie ein zu den Suffragetten gehöriges Mädchen, das eins Bombe befaß.

* * Verstärkter russischer Flottenba«. Petersburg, 29. Nov. Der Marineminister brachte in der Neichsduma eine. geheime Ge­setzesvorlage ein, die sich auf Hafenbauton und die Vorbereitung künftiger Flottenaktionen im Zusammenhang mit dem Programm eines verstärkten Flottenbaus für 1912 bis 1916 bezieht.

* *Gesellschaft zur Rettung der Mongolei". Hankou, 29. Nov. Hier bildete sich dieGesellschaft zur Rottung der Mongolei". Diese schlägt vor, die Bevölkerung solle, falls das russisch-mongo­lische Abkommen intakt bleibe, die russischen Waren boykottieren und russisches Geld nicht annehmen. Ferner dis bei der Cbines".h- Russischen Bank eingezahlten Depositen zurückverlang"n. ^:e Handelskammer agitiert in dieser Richtung. Die Obri hält sich vollständig untätig.

Marburg und Amgegeud-

Nachdruck aller Crglnalartltel ist gemäß § 18 des Urhebern > der deutlichen QuellenangabeOberholl Ztg " gelt nie: 1

Marburg, 30. Nov.

* Zur Rathaus-Erweiterung. Der Westanbau an unserem Rathaus ist jetzt schon so weit gediehen, daß in den letzten Tagen der Dachstuhl errichtet werden konnte.

* Der Landwirtschaftliche Kreisverein hielt heute mittag im Rest. Pfeiffer (Lederer) eine Sitzung ab. Bericht folgt in nächster Nummer.

* Fleischverkauf auf dem Schuhmarkt. Von den neuen Flcisch- verkaufshallen auf dem Schuhmarkt war bei dem heutigen Wochen­markte nur durch einen auswärtigen Metzger besetzt. Allem An­schein nach hat der Betreffende nicht schlecht abgeschnitten, denn fein Stand war fortwährend umlagert. Für den nächsten Markt sollen, wie uns mitgeteilt wird, auch die anderen Fleischstände be­legt sein.

* Der Simmenthaler Zuchtverein hielt heute im Rest. Pfeiffer eine Sitzung ab. An Stelle des verstorbenen Vorsitzenden Oeko- nomierat Dr. Heffe wurde Gutsbesitzer Kaifsr-Giffslberg gewählt. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden die Herren Scherer- Dagobertshaufen, Kraft-Hachborn, Ruth-Bellnhausen, Rauch-Wit- etlsberg, Bohl-Moischt gewählt.

* Parolemufik findet bei günstiger Witterung am morgigen Sonntag von 121 Uhr auf der Ketzerbach statt. Programm: 1. Regiment v. Thiele (Armeemarsch Nr. 216); 2. Ouvertüre z. Op. Sylvana", von C. M. v. Weber; 3, Fantasie a. d. Op.Carmen", v. Bizet; 4. a) Altdeutscher Liebesreim, von Walther von Tegern­see; b) Sei gegrüßt, du mein schönes Sorrent (Lied); 5.Nord­lichter" (Walzer), von Nehl; 6. Zn Treue fest (Marsch), von Teike.

* Vortrag im Kaufmännischen Verein. Auf Einladung des hiesigen Kaufmännischen Vereins hielt gestern abend im Saale des Restaurants Seebode Herr Prof. Aug. Koegbein-Hamburg einen öffentlichen Lichtbildervortrag über das ThemaDeutschlands Seehandel und Reederei". Von dem Handel im allgemeinen aus­gehend entwickelte er ein interessantes Bild vom Werdegang des deutschen Seehandels und zeigte, wie mit der Zeit sich die deutsche Reederei entwickelte, die in den beiden Eroßreedereien Hamburg- Amerika-Linie und Norddeutscher Lloyd ihren Höhepunkt erreicht habe. Er sprach dann von den Beziehungen der Schiffahrtsgesell­schaften zu dem Import und Export und an der Hand intereffanter Zahlen von der Bedeutung der Importeure und Exporteure, und der mit ihnen in Verbindung stehenden Einrichtungen für den ge­samten Handel eines Landes und für seine Handelsbeziehungen zu anderen Völkern. Der zweite Teil des Vortrags wurde durch die Vorführung allgemein interessierender Lichtbilder von bet deut« . scheu Schiffahrt ausgefüllt. Der Redner führte die Zuhörer mit <

und den Beilagen:Nach Feierabend",Fürs Haus" und Landwirtschaftliche Beilage".

Zeder Rabatt gilt als Barrabatt. Bei Konkurs kein Rabatt. Ver­bindlichkeit für Platz-, Datenvorschrift und Beleglieserung ausge- schloffen. Zahlungen im Postscheckverkehr ohne Pottökosten unter Nr. 5015 des Postscheckamtes Frankfurt a. M.

Die Lage.

Die Zeichen einer Entspannung der Lage mehren sich. Die Mächte sind sich alle darin einig, daß die noch bestehenden Schwie­rigkeiten auf friedlichem Wege gelöst werden können. Die An­regung einer Konferenz beweist, daß sie es mit ihren Friedens­bestrebungen ehrlich meinen, wenn auch nicht verhehlt werden kann, daß mit derartigen Konferenzen bisher keine allzuguten Er­fahrungen gemacht worden sind. Die Minderheit, und das würde hier die Dreibundpartei sein, ist auf diesen Konferenzen eben wie immer im Nachteil und es bedarf daher eines festen Zufammen- haltens von Oesterreich-Ungarn, Deutschland und Italien um der Donaumonarchie zu ihrem Rechte zu verhelfen. Deutschland steht fest zu seinem Verbündeten. Das haben die letzten Wochen gezeigt und dieser Stellungnahme ist es wohl vor allem zu ver­danken, daß sich das Verhältnis zwischen Rußland und Oesterreich wieder gebeffert hat. Auch Italien, wenigstens die Regierung des Landes, scheint seinen Vündnispflichten nachkommen zu wollen und muß dies wohl auch, da feine Interessen mit denen Oester­reichs ein gut Teil zufammenfallen. Umso unverständlicher ist es, daß in weiten Kreisen Italiens Stimmung gegen Oesterreich gemacht wird. So hatten am Mittwoch .u a. in Venedig vor dem österreichisch-ungarischen Konsulate Studentendemonstrationen stattgefunden. Daraufhin hat nun der Ministerpräsident den Polizeichef von Venedig zeitweilig seines Amtes enthoben. Er richtete gleichzeitig ein Rundschreiben an die Präsekten, in wel­chem er ihnen mitteilte, daß noch schärfere disziplinäre Maßnah­men ergriffen würden, wenn sich ähnliche Vorfälle an anderen - Orten wiederholen. Dieses scharfe Vorgehen gegen das gemein­gefährliche irredentistische Bestrebungen ist vollauf zu billigen.

Interessant ist, was die Preffe Englands über die Friedens- kiebeDeutschlands schreibt. DieTimes" nimmt mit Genugtuung Kenntnis von der Versicherung ihres Berliner Korrespondenten, daß keinerlei Zweifel in der Aufrichtigkeit der deutschen Regie­rung, noch in der Friedensliebe sowohl der Regierung, als auch des deutschen Volkes bestehen. DieTimes" fährt fort: In einem solchen Moment haben die wirklichen Tatsachen viel mehr Ueber- zeugungskraft als Worte und der beste Beweis für die Aufrichtig­keit Deutschlands ist, daß es keine Macht und kein Geschütz in Be­wegung gesetzt hat. Solange die nichtinteressierten Möchte ruhig und fest bleiben, ist immer noch reichlich Raum für die Hoffnung, daß sich ein friedlicher Ausweg aus den gegenwärtigen Schwierig­keiten finden wird. Glücklicherweise ist die öffentliche Meinung Deutschlands, Englands und Frankreichs einig über die gebiete­rische Notwendigkeit einen Krieg zu vermeiden. Wir glauben, daß dasselbe von Italien gilt. Und wenn vier Groß­mächte darüber einer Meinung sind sollte die Erhaltung des europäischen Friedens kein unlösbares Problem bilden. Die Times" betont weiter, daß das Telegramm des Reichskanzlers an den Oberpräsidenten in Ostpreußen einen weiteren erfreulichen Beweis von den friedlichen Absichten der deutchsen Regierung ent- halte.

Unterdeffen arbeiten die Mächte weiter an der Herbeiführung des Friedens auf dem Balkan. Wie das Konstantinopeler Blatt Jkdam" erfährt, überreichten die türkischen Botschafter in London, Paris und Petersburg der Pforte Rat­schläge der dortigen Kabinette. Die Ratschläge besagen, das Jnter- effe der Pforte erfordere einen schnellen Abschluß der Friedensverhandlungen. Wenn der Krieg fortgesetzt werde und unter den Mächten Konflikte entständen, so würden diese nicht zum Vorteile der Türkei auslaufen. Die Mächte der Tripleentente hätten auch den B a l k a n l ä n d e r n geraten, Frieden zu schließen, ohne aus übertriebene Forderungen zu be­stehen, da die Türkei den Frieden nur unter Wahrung ihres mili­tärischen Prestiges und der nationalen Jntereffen wünsche.

Die Friedensoerhandlungen.

S 0 f i a, 29. Nov. Von zuständiger Seite wird versichert, daß die Türken heute nachmittag einen Gegenvorschlag mit Bedingun­gen für einen Waffenstillstand bezw. Präliminarfrieden gemacht haben.

Parts, 29. Nov. Zu den Verhandlungen in Tschataltdcha meldes der Sonderberichterstatter desPetit Parisien" aus Sofia, daß Ministerpräsident Eeschow ihm erklärt habe, die Besprech­ungen gingen in normaler Weise vor sich. Er persönlich sei der Ansicht, daß die Sache so gut gehe als sie überhaupt gehen könne. Ferner wird aus Sofia berichtet, daß der Finanzminister Theodo- row heute in das bulgarische Hauptquartier nach Kirkkiliffe ab­reisen werde. Man erblickt hierin ein günstiges Anzeichen für den Abschluß eines Waffenstillstandes.

Reue Kämpfe.

R i e k a, 29. Nov. Nach einer Pause von mehreren Tagen ist ;im Laufe der letzten Nacht ein heftiges Eeschützfeuer gegen die Stellungen der türkischen Truppen auf dem Tarabosch unter die Vorwerke von Skutarie eröffnet worden. Dasselbe wurde morgens Eingestellt. Es herrscht regnerisches Wetter. Erbprinz Danilo ist gleicht erkrankt und hütet auf ärztlichen Rat das Bett.

Belgrad, 29. Nov. Gestern früh ist die serbische Armee ,krach erbittertem Kampfe gegen einige türkische Detachements, die nach der Schlacht bei Monastir zersprengt waren, in Dibra einge- itfidt. Gegen da» Meer hin ist keinerlei Widerstand mehr anzu- jheffen. In Monastir wurden 66 Kanonen und eine Menge Mu­

Marburg

Sonntag, 1. Dezember

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