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mit Bem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirch

und den Beilagen:Nach Feierabend",Fürs Saus" und .Landwirtschaftliche Beilage".

Ter Anzeigenpreis beträgt für die 7gefpaltene Zeile oder

1912.

Erstes Blatt

Eau-Schützenverbandes und einen Festakt der Stadtgemeinde tu der städtischen Festhalle. Heute Abend waren die Stadt und der Schloßpark glänzend illuminiert. Sonderzüge haben viel Publb kum aus der Umgegend herbeigesührt.

Zusammentritt des Bundesratsausschusses für auswärtig« Angelegenheiten. Berlin, 25. Nov. Der Bundesratsausschuh für auswärtige Angelegenheiten wird am Donnerstag, den 28. Nov. zu einer Sitzung zusammentreten, um wie in früheren Jahren Mit« teilungen über die Fragen der auswärtigen Politik entgegenzu» nehmen.

In Neu-Euinea ermordete Deutsche. Berlin, 25. Nov. Aus Deutsch-Neuguinea meldet ein Telegramm des Gouverneurs, das die Pflanzer Gebrüder Weber auf Umboi, einer gröheren Insel zwischen dem Festland Neuguinea und Neupommern, von den ein geborenen Bergstämmen ermordet worden sind. Ihre Familien­angehörigen konnten gerettet werden.

Sühne für Covadonga. Wie aus Mexiko gemeldet roirb, ist Benjamin Rodriguez, einer der Verbrecher, die in Covadongs Gewalttaten gegen Deutsche verübten, wieder eingefangen und hin­gerichtet worden. Bis jetzt haben fünf dieser Uebeltäter ihr Der. brechen mit dem Tode gebüßt. Ein sechster, Serapio Basauez, ist, wie der Polizeibericht meldet, bei einem Zusammentreffen von Revolutionären und Bundestruppen bei San Esteban erschossen worden. _ ,,

Die Stadt Frankfurt a. M. als Viehzüchterin. Nach derFranks. Ztg." hat der Magistrat der Stadt Frankfurt a. M. einen Vertrag zwischen der Stadt Frankfurt und dem Kreise Westerburg, der in bei nächsten Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung vorgelegt werde« soll, dem Abschluß nahe gebracht. Der Kreis Westerburg verpflichtet sich danach, der Stadt Frankfurt eine mustergültig eingerichtete Vieh, weide von etwa 120 Morgen auf 6 Jahre derartig zur Verfügung zu stellen, das; zu Beginn der Weideperiode 1913: 40 Stück, 1914: 70 Stück, von 1915 bis 1918: je 100 Stück aufgetrieben werden können. Die Stadt kauft das Magervieh an, das bei dem Bauer bis zu Beginn der Weide- Periode im Stalle und dann während der Weideperiode bis zu seiner Schlachtreife auf der Weide verbleibt. Sollte bei schlechten Futterjahren trotz der reichlich bemessenen Weidegelegenheit, die bei der jetzt vorge- schonen Weidebesetzung von 100 Stück Vieh, pro VA Morgen beträgt, diese nicht ausreichen, so verpflichtet stch der Kreis, für anveres Futter auf seine Kosten zu sorgen. Di- Auswahl der Tiere trifft die Stadt Frankfurt. Für die Benutzung der Weide bezahlt die Stadt Frankfurt an den Kreis bis zur Schlachtreife ein Weidegeld von 50 Mark pro Stück. Der Weideauftrieb , die Wartung und Pflege der aufgetriebenen Tiere ist Sache des Kreises. Dagegen ist die Versicherung des Weide­viehes gegen Schäden aller Art Sache der Stadt. Nach Ablauf dieser sechs Jahre steht der Stadt das Recht zu, unter den nähmlichen Vertrags- verhältniffen den Vertrag auf 14 weitere Jahre fortzusetzen. Es soll mit diesem Vertrage ein ernster Versuch gemacht werden, in ver Zusammen­arbeit zwischen Stadt und Land die Viehproduktion zu vermehren und festzustellen, in welchem Grade der Zwischenhandel das Fleisch verteuert. Die Preise würden sich unter den gegenwärtigen Verhältnissen folg­endermatzen gestalten: Anschaffungspreis für Magermch (8 Zentner) 450 Mark, Weidegeld 50 Mark, Versicherung 15 Mark, Transport 10 Mk., Risiko 25 Mark und Spesen 10 Mark, zusammen 560 Mark. Das Pfund Schlachtgewicht würde sich demnach aus 86 Pfg. stellen. Das wäre also ein ziemlich hoher Preis.

Tagegelder für Schöffen und Geschworene. Berlin, 22. Nov. Im Bundesrat finden gegenwärtig Beratungen statt über die Gewährung von Tagegeldern an Schöffen und Geschworene. Die Beratungen sind veranlaßt durch einen Antrag dreier süddeutschen Bundesstaaten, Dauern, Würtemberg und Vaden, der die Gewährung von solchen Tagegeldern in Vorschlag bringt. Daß die Bundesregierungen dem süddeutschen An­trag zustimmen werden, läßt sich annehmen, da bereits tu ver Vorlage zu einer Strafprozeßreform, die die Zustimmung des Bundesrats gefunden hatte, die Tagegelder an Schöffen und Geschworene in Vorschlag gebracht waren. Auch der Reichstag hat sich wiederholt dafür ausgesprochen. Man kann daher annehmen, daß. falls die Reichsregierung sich entschließt, diesen Teil der früheren Strafprozeßreform als selbständige Vorlag« einzubringen, sie auch die Zustimmung des Reichstags finden wird. Da» bisherige Recht hat zu dem unerwünschten Zustande geführt, daß wenig bemittelte Personen vom Laienrichteramt ausgeschlosien werden, obwohl sie an sich dazu geeignet sind. Es ist aber im Jnteresie des Vertrauen« in die Rechtspflege erwünscht, daß die Ausübung des Laienrichteramt« allen dazu geeigneten Personen ermöglicht wird.

Marburg

Mittwoch, 27. November

Die internationale Lage.

Oesterreich und Rußland.

Es sind kritische Tage, die wir jetzt durchleben: denn trotz aller maßgebenden und unmaßgebenden offiziösen und inoffiziösen Ab­leugnungen und Beruhigungsversuchen muß zugegeben werden, daß die Lage ernst ist. Es liegen zur Zeit wieder Meldungen vor, die eine Verschärfung des österreichisch-serbischen Streitfalles tn der Frage des Adriahafens begründen wollen. Man spricht in franzö­sischen aber auch in österreichischen Zeitungen vor einer notwendig gewordenen Vermittlung Deutschlands zwischen den Kabinetten von Wien und St. Petersburg. Ebenso werden Gerüchte über eine politische Sendung des Prinzen Heinrich von Preußen nach Ruß­land verbreitet, mich ein Ultimatum Oesterreichs an Serbien wird angekündigt. Alle diese Behauptungen werden in ernsten diplo­matischen Kreisen nicht bestätigt. Man stellt den beunruhigenden Angaben einen Hinweis darauf entgegen, daß zwischen den Groß­mächten Besprechungen über eine friedliche Lösung der Adriafrage im Gange sind und mit der Aussicht auf Erfolg fortgeführt werden.

So hatte dieNeue Gesellschaftliche Korrespondenz" eine Mel­dung verbreitet, wonach man in Wien kaumnochmitderEr- haltung des Friedens rechnete, da Herr Sasonow sei­nen Standpunkt in der serbischen Hafenfrage geändert habe. Die­ser sensationellen Nachricht tritt dieNordd. Allg. Ztg." entgegen, indem sie an auffälliger Stelle schreibt:Die Berliner Börse war heute ungünstig beeinflußt durch einen Artikel derNeuen Gesell­schaftlichen Korrespondenz", der sich aufeine besondere vorzüglich unterrichtete Seite" beruft. Der Artikel enthält folgende tatsäch­liche Behauptungen. Erstens: Sasonow änderte vor vier Tagen seinen Standpunkt in der serbischen Hafensrage. Dies ist schon des­halb unrichtig, weil die Mächte übereingekommen sind, sich in keiner einzelnen Frage aus dem Balkanproblem zum Voraus fest­zulegen. Zweitens: Oesterreich-Ungarn habe fünf Armeekorps mobilisiert. Dies entspricht nicht den Tatsachen, wie sich Jeder­mann aus den offiziellen Wiener und Budapester Darlegungen überzeugen kann. Drittens: Oesterreich-Ungarn beabsichtige, in wenigen Tagen ein Ultimatum in Belgrad zu überreichen. Auch diese Behauptung ist unwahr. Wie schon oben gesagt, soll die alba­nische und adriatische Frage erst im Verein mit den anderen, aus den Vorgängen am Balkan entstandenen Fragen diskutiert und geregelt werden. Es ist besonders unverantwortlich, durch der­artige unlautere Nachrichten die öffentliche Meinung in einem Augenblick zu beunruhigen, wo die Regierungen aller Großmächte ernsthaft bemüht sind, für die immerhin schwierigen Fragen eine friedliche Lösung zu finden. ,

Eine ähnliche beruhigende Note wird von russischer Seite ver­breitet. Ein Petersburger Telgramm des W. T. B. meldet: Auto­ritative Kreise weisen die Behauptungen eines Teiles der west-? europäische nPresfe zurück, die Rußland kriegerische Absichten zu­schreiben. Ebenso bestreiten diese Kreise, daß die österreichisch-russi­schen Beziehungen sich irgendwie verschlechtert hätten. Die russische Regierung bleibe bei dem Glauben, daß eine friedliche Lösung des Konfliktes zwischen Oesterreich und Serbien zu finden wäre, wenn der Balkankrieg beendet sei, wodurch die Großmächte einen klaren Ausaangspunkt für Verhandlungen besitzen würden. Sasonow sei von dieser Meinung, die auch die höchsten Kreise teilten, nie abge­wichen. Meinungsverschiedenheiten zwischen diesen Kreisen und dem Minister bestanden nie.

Man wird die Beweggründe, die die maßgebenden Stellen bei der Ausgabe dieser und ähnlicher Beruhigungsnoten leiten, wohl verstehen können und wird sie auch billigen müsien, andererseits soll man ihnen aber auch nicht allzuviel Gewicht beilegen und den tat­sächlichen Ernst der Situation nicht verkennen. Das eine steht jedenfalls ununmstößlich fest, daß sowohl Rußland als Oesterreich an ihren Grenzen außergewöhnliche Truppenverstärkungen vorge­nommen haben, über deren Stärke usw. zu berichten der Presse der beiden Länder aufs Strikteste verboten worden ist. E i n e f r i e d - licheLösungderSpannungangesichtsdieserT a t- sachen als sicher hinzu stellen ist jedenfalls mehr a l s g e w a g t. Und es ist daher nur recht und billig, wenn sich auch die indirekt beteiligten Nationen diesen) Optimismus nicht hingeben, sondern ihrerseits auf der Hut find und allen Eventuali­täten Rechnung tragen. _ ,, .

So sollen nach derFrankfurter Zeitung,, in Frankreich eine Anzahl Jahrgänge der Reserve des Landheeres bis zur Jahres- klasie 1868 Order bekommen haben, sich bereit zu halten. Diese und ähnliche Nachrichten werden dementiert, allerdings nicht ohne dar­auf hinzuweisen, daß, was wohl selbstverständlich ist, die französische Regierung, wie es jede auch die deutsche in ernsten Augenblicken tut gewifle allgemeine Maßregeln getroffen hat. So wird der Wiener Reichspost, die der Umgebung des Thronfolgers nahestcht, aus Anlaß des Besuches des Erzherzogs Franz Ferdinandvon be­sonderer Seite" mitgeteilt, in Berlin hätten in den letzten Tagen unausgesetzt gemeinsame Sitzungen von Vertretern aller Reichs- Lmter und des preußischen Kriegsministeriums stattgefunden. In diesen Sitzungen wäre die gesamte Lage des Reiches unter Berück­sichtigung der gegenwärtigen politischen Situation eingehend er­örtert worden. Es ergab sich, daß, so allgemein der Wunsch ist, den Frieden zu bewahren, dennoch die Vorbereitung« nsür jedeEventualität vollkommen getroffensind, so daß man vor allen Ueberraschungen gesichert erscheint. Man kann nur hoffen, daß dieseUeberraschungen" ausbleiben und wird der

Westminster Gazette" zustimmen müsien, wenn sie schreibt: Es isteinewildeAbsurdität, daß wir wegen der Frage, wie Serbien den Zutritt zum Meer erlangt, die Möglichkeit ins Auge fasien sollten, daß Rußland in einen Konflikt mit Oe st erreich geraten und daß Oesterreich Deutschland und Italien, Rußland dagegen Frankreich und England mit in den Konflikt hineinziehen würde. Der Instinkt sagt uns, daß die Welt nicht so verrückt ist. Wir sind jedenfalls nicht ver­pflichtet, die serbischen Ansprüche zur Parteifrage zwischen dem Dreibund und der Tripleentente zu machen. Das Blatt fährt fort: WennderBalkanbundgutemRatezugänglichist, wird er möglichst schnell auf der gegenwärtigen BasisFriedenschließen. Für die Verbündeten sowie für die Mächte ist die einzig sichere Linie, alle rein europäischen Fra; gen bis nach dem Friedensschlüsse zu vertagen.

Oesterreich und Serbien.

Wien, 25. Nov. Ueber den Konsul Prohaska liegen noch keinerlei Nachrichten vor. Konsul Edl befindet sich noch in Uesküb, wo er am letzten Samstag eingetroffen ist. Edl wollte sofort nach Prizrend Weiterreisen, blieb jedoch da, da ihm von serbischer Seite mitgeteilt wurde, daß Prohaska bereits unterwegs nach Uesküb sei. Als aber der Sonntag verging, ohne daß Prohaska in Uesküb ein­traf, erklärte Edl nunmehr die Reise fortsetzen zu wollen. Sein serbischer Begleiter, Ministerialsekretär Rakitsch entgegnete, es sei ihm aus privaten Gründen nicht möglich, vor Montag abzusahren, worauf Edl erklärte, sich bis Montag zu gedulden, dann aber die Reise unbedingt fortsetzen wolle. Darauf wurde ihm von den ser­bischen Behörden in Uesküb erwidert, man hoffe, daß die Eisen­bahn nach Prizrend, an der einige Beschädigungen vorgekommen seien, bis zum nächsten Tage benutzbar wäre.

Wien, 25. Nov. Heute vormittag fanden neue Kundgeb­ungen der Südslawen statt. Ungefähr 100 junge Leute, sämtlich Südslawen und größtenteils Angehörige der hiesigen Hochschule, versammelten sich vor der Universität, zogen gegen das Innere der Stadt und stießen aufrührerische Rufe aus. Vier Studenten wur­den verhaftet.

London, 25. Nov. Wie das Reuterbureau meldet, ist das bei Smyrna befindliche österreichische Geschwader plötzlich abgefah­ren. Es ist unbekannt, wohin.

Die Griechen und Serben.

London, 25. Nov. Das Reutersche Bureau meldet aus Smyrna: Chios soll durch die Griechen besetzt sein.

Paris, 25. Nov. Nach einer Blättermeldung aus Belgrad habe der serbische Eeneralstab bei den griechischen Behörden ange­fragt, ob sie den an der adriatischen Küste operierenden Truppen Proviant liefern könnten. Der König von Griechenland habe tele­graphisch geantwortet, er werde hocherfreut sein, den serbischen Truppen seine Bewunderung für ihre Tapferkeit dadurch zu bekun­den, daß er den griechischen Dampfern den Befehl erteilen werde, den serbischen Soldaten die erforderlichen Vorräte zu bringen.

Belgrad, 25. Nov. Die Armee des Kronprinzen erbeutete in Monastir 51 türkische Geschütze. Insgesamt wurden bisher 200 Geschütze erobert und in Monastir 10 000 Gefangene gemacht. Nach dem Fackelzug am Sonnabend veranstaltete die Menge vor den Ge­bäuden der russischen, englischen und französischen Gesandtschaft in Belgrad Kundgebungen.

Die Friedensverhandlungen.

Sofia, 25. Nov. Die erste Zusammenkunft der türkischen und br lgarischen Bevollmächtigten für den Waffenstillstand findet heute mittag um 1 Uhr in VaktschiM, in der neutralen Zone bei Bujuk Tschekmedsche statt.

Konstantinopel, 25. Nov. Der gestrige Ministerrat, der für die Waffenstillstands- und Friedensverhandlungen die Jn- strukricnen festsetzen sollte, dauerte bis 10 Uhr abends. Vor Schluß des Ministerrats begab sich Rejchid-Pascha ins Hauptquartier. Wie ein Blatt erfährt, befinden sich unter den kurdischen Reitern, die an der Tschataldschalinie angekommen sind, zahlreiche Frauen, die als Freiwillige dienen.

Paris, 25. Nov. Der Belgrader Sonderberichterstatter des Matin" will erfahren haben, daß die Türken in offizieller Weife das Anfu^n gestellt habe, in den Balkanbund ausgenommen zu werden. Die Türkei wolle der Verbündete der Balkanstaaten wer­den, dabei jedoch die Gebiete weiterbehalten, die sie vor dem Krieg besaß. In amtlichen serbischen Kreisen habe man erklärt, daß es sich vorläufig um einen offiziösen Vorschlag handle. Derselbe werde diejenigen nicht überraschen, die die türkische Eeistesverfasiung kennen und wüßten, daß die Türkei die vollendeten Tatsachen nur dann anerkenne, wenn man ihr das Mesier auf die Brust setze. Die Türkei werde im Verlaufe der Verhandlungen zweifellos noch an­dere unannehmbare Gegenvorschläge machen und die Balkanver- bündeten fürchteten sehr, daß sie gezwungen sein würden, nach Kon­stantinopel, ja nach Brusia zu gehen, um den Türken zu beweisen, daß sie vollständig geschlagen seien.

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Deutsches Reich.

Hochzeitsfeierlichkeiten in Donaueschingen. Der Kaiser ist Montag nachmittag um 4.5 Uhr von Wildpark nach Donaueschin­gen abgereist. Anläßlich der Vermählung der Prinzessin Loti zu Fürstcnberg mit Dr. Hugo Vincenz Fürsten Windisch-Grätz find etwa 100 Gäste dort eingetroffen. Die Stadt Donaueschingen^ ist mit Fahnen, Guirlanden und Ehrenpforten prächtig geschmückt. Frisch gefallener Schnee bietet ein winterliches Bild. Die Feier | wurde gestern eingeleitet durch eine Huldigung des Schwarzwald-

Veraniwortung.) Druck und Verlag der Univ.-Buchdruckerei I. A. Koch sJnh.: Dr. E. Httzeroth), Markt 21 Telephon 55.

Ausland.

** Wegen Beleidigung der Armee angeklagt. Paris, 25. Nov. Heute nachmittag begann vor dem Schwurgericht der Prozeß gegen 19 Mitglieder des Vauarbeitersyndikats wegen Beleidigung der Armee und Aufreizung des Militärs zum Ungehorsam, weil sie int Namen der Vereinigung desSou du Soldats" an zahlreiche Un­teroffiziere und Soldaten ein Rundschreiben gerichtet hätten, in der gegen die Verurteilung der Sekretäre desSou du Soldats" Einspruch erhoben wurde. Die Polizei traf große Sicherheitsvor­kehrungen vor und in dem Justizpalast, um Kundgebungen zu ver­hindern.

** Prinzentaufe in Oesterreich. Reichenau, 25. Nov. Heute fand int Schloß Wartholz die Taufe des Sohnes des Erbherzog- paares Karl Franz Josef statt. Als Taufpaten fungierten der Thronfolger Franz Ferdinand, in Vertretung des Kaisers die Her­zogin Maria Antonia von Parma. Der Täufling erhielt die Na­men Franz Josef.

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Proteswerjarnmlunq der deutschen Haus- und Grundbesitzer.

s. & H. Berlin, den 25. November.

Zn einer Massendemonstration gegen die steuerliche Ueberlastung des deutschen Haus- und Grundbesitzes gestaltete sich die Versammlung, di« derVerband »um Schutze des deutschen Grundbesitze» und Renl-

deien Raum 15 4, bei amtlichen und auswärtigen Anzeigen 20 4, für in

Reklamen die Zeile 60 4- Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. T iUMV*ö< Zeder Rabatt gilt als Barrabatt. Bei Konkurs kein Rabatt. Ver- dindlichkeit für Platz-, Datenvorschrift und Beleglieferung ausge- Mollen. Zahlungen im Postscheckverkehr ohne Portokosten unter Nr. 5015 des Postscheckamtes Frankfurt a. M.

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