Zweites Blatt
Nr. 276
tzimaag, 24. Rsvanba
Bewegung
einschlägt. Es betrug nämlich:
bet KopAetr.
für 1 Stob.
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auf der
von
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Eie erhob sich-
die
mit
Gib
„Geduld — Geduld!
Ich will mich niederleqen."
Kopf-
1 3 935 449
7 292 243
* 9 599 969
12 085 296
13198 213
14 782 317
16 238 519
18 137 610
21 009 488
11190 719 l
19 977 296 :
13 245 592 :
14 299 072
14 601461
23 719 483
21 234 609
118268 282
die ordentliche Gesamtausgabe
100
100
100
100
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100
100
100
536
857
700
872
‘ 831
828
. 802
785
753
ent- Da und
l —
H3
Studenten
7 338
8510
13720
13 864
15 884
17 855
20 255
23 091
Morgonrock vertauscht batte.
Die Nachtlust strömte kühl und erfrischend durch die geöffneten Fenster. Der Wind rauschte in den Bannten, über die sich der Himmel jetzt sternenklar wölbte. Hinter den hohen Bäumen bet Parkes stieg ber Mond in stiller Majestät empor und streute sein mattes Silberlicht über bie ruhende Nacht. Irn Gebüsch Netz eine Nachtigall sich vernehmen, schmeichelnd und »örtlich, Sagend unb jauchzend, sehnsüchtig und jubelnd — das bohe Sieb der Liede. v
Judith stand, in die Nacht hinaus horchet», wie flrttumt be, mit heftig klopfende« Herze«, mit hecher 6tinu s - .
Adern rollte.
„Noch ein Glas!" I
„Gnädiger Herr —“
„Ich will trinken, Friedrich — trinken -vergessen!
Unser Bild zeigt die Kinder des serbischen Königs bei« Der- lassen des Dankgottesdienstes nach einem Siege. Im Vordergründe ber serbische Kronprinz Alexander (geb. 17.12.88), neben ihm seine Schwester Prinzessin Helene (geb. 5. 11. 84), die al» Schwester des Roten Kreuzes sich der Verwundetenpflege widmet. Hinter dem . Kronprinzen schreitet der serbische Exkronprinz — Prinz ®aoi6 (geb. 9. 9. 1887), und ganz im Hintergründe der serbische Kriegsminister General Putnick, der infolge Eicht nur schwer vorwärts tnnn und in einem geheizten Wagen herumgefahren wird und von diesem Wagen aus seine Befehle erteilt.
Ja, du hast reckt! Bring mir die Flasche
„Friedrich!
k „Gnädiger Herr?"
> Es würgte ihm in bet Kehle, er konnte kaum sprechen.
> „Gib mit noch ein Glas Wein!"
L „Ja, gnädiger Herr. V^mvagner?"
1 „Nein, von dem schweren Burgunder!"
Friedrich schenkte das dunkle Traubenblut ein und reichte ihm stürzte den Wein hinunter, der ihm wie Feuer durch
Wein in mein Zimmer.
Mit gesenktem Kopf ickriit er seinem EckNgftimmet zu. schüttelnd folgte ihm der alte Diener mit dem Wein. —
Die Zimmer Iuditbs waren angesüllt von einer schweren, dumpfen Lust, bie mit sützen Düsten gesätttqt war. Der Gärtner hatte es zu gut gemeint und alle Zimmer mit einer Menge blühender Blumen ausaelckmückt. bie einen betäubenden Duft ausströmten. Judith öffnete rasch bie Fenster unb befahl Marianne, ihrer Zofe, auch bie Fenster bes Boudoirs und des Schlafzimmers zu öffnen. Dann schickte sie das Mädchen fort, nachdem sie das Reisekleid mit einem bequemen, weichen
„Gnädiger Herr — morgen ist auch noch ein Tag — man mutz Geduld haben."
'chultern. ,
^varf ich dich begleiten?“ fragte er leise. ) Eie erbebte, und ihre Wangen glühten.
• »Habe Geduld!" erwiderte fie und löste sich aus seinen Armen.
„Judith — mein Weib!"
’ Eie umspannte seine Hand mit fast krampfhaftem Druck, dann tonte sie sich rasch. An der Türe wandte fie fich noch einmal um. -eckte er bittend die Hände entgegen, unb fie eilte auf ihn ja
demEnde des Jahchunderts^nd insbesondere neuertings mU bem rascheren Steigen bei Studentenzahl bet Kop betrag sur einen immatrikulierten Stubierenben eine stark rückläufige _ _
SBein!"
Doch plötzlich lieh er das Glas fallen, bah es klirrend auf dem Parkettboden zerbrach. Dann schlug er die Hände vor das Gesicht und stöhnte laut auf.
„Was hab' ick ihr getan, datz Re mich verschmäht?" klagte er, den alten Diener mit hohlen Augen anstarrend.
Die Fortschrittler beschweren sich immer bitter, wenn man dem engen Verhältnis in dem fie-zu den Genossen siehen, spricht. Sie wollen es nicht wahr haben, dah fie der Sozialdemokratie allenthalben bie Wege ebnen. Da ist es doch interessant, was den „Leipzig. Neuesten Nachrichten“ aus Dessau geschrieben wird. Dort hat bei den dieser Tage beendeten Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung bas Bürgertum eine bedauerliche Niederlage erlitten unb bie sozialdemokratisch-freisinnige Kandidatenliste hat gesiegt. Sozialdemokraten unb Freisinnige besitzen nunmehr 23 von 40 Stimmen im Eemeinberat, also bie Mehrheit. Dieser Ausgang ist typisch für bie Stellung bes Freisinns in ganz Anhalt, und er stimmt durchaus überein mit bei Haltung bei Fortschrittlichen Volkspartei bei ben Reichstagswahlen. Auf der kürzlich abgebal- tenen Landeskonferenz der anhaltifchen Sozialdemokraten erwarte bereits der Berichterstatter des Landesvorstandes, dah bie fortschrittliche Volkspartei eine erhebliche Schwenkung nach links gemacht habe. Sie sei nicht nur bas Reichstagsstichwahlabkommen mit der Sozialdemokratie eingegangen, sondern sie habe in Anhalt auch zu erkennen gegeben, dah sie in Gemeinschaft mit der Sozialdemokratie den Kampf „gegen bie Reaktion“ führen wo.le. Und ein anderer Redner sprach von einem stillen Kompromiß zwilchen den Sozialdemokraten und ben Fortschrittlern, das sich in politischer Beziehung als sehr praktisch erwiesen habe. Bei den Kämpfen um bie freigewordenen Stadtverordnetenmandate Dessaus stellten in der Tat bie freisinnigen Führer gemeinsam mit ben Sozial-
rrf sich in feine Arme.
Seine Augen leuchteten, seine Lippen bebten.
Da schreckte fie empor, ritz sich los, und fort eilte fie, seine Hand rückstoßenb, bie sie halten wollte. , .. .
Eine Weile stand er wie betäubt da. Er atmete tief auf, tret auf ire Tisch zu, schenkte sich ein Glas ®bampognet ein nnb leerte es auf einen Zug. Dann setzte er den Kelch nieder, doch so fest, dah der dünne jafc zerbrach.
Ein Unglückszeichen? Rein, aus dem Glas soll niemand wieder. t&Bfcnl ——
Der alte Diener tret ein unb warf ihm einen scheuen Seiten«
> „Darf ich abdecken, gnädiger Herr?" fragte et,
T Miel erwachte aus feinen Träumen. ’ . , 4
»Sa. - Es ist wohl schon spät Friedrich?"
T' Zwei Uhr vorüber, gnädiger Herr. Im Osten kündet fich der tchende Morgen an." ♦ *
„Schon Morgen?"
7 „Wollen fich der gnädige Herr nicht niederlegen?
T ^Ich — erwarte meine Frau."
' „Die gnfibige Frau hat sich zur Ruhe begeben. Sie hat ihre Zofe geschickt."
^fa — e» ist wahr — sie war sehr ermüdet."
Er sah ben alten Diener, der ihn schon als Knaben auf feinen getragen, nachdenklich an.
war still im Zimmer, unheimlich still. Draußen «ben 3hmen des Parkes rauschte der Morgenwind. In bet Ferne kräht» 'N Hahn, jvann wirtet Totensttlle. .
(Nachdruck verboten.)
Judiths Gtze.
Roman von Otto Elster. / ' -
(Fortsetzung.)
(Et eilte auf fie zu unb legte ben Arm um ihre
32 567 932 = 34,36 : 52 077 936 = 38.36 '!
52 981 321 — 25,00 !
64 504 531 = 22,17 :
74 063 122 = 19,71 : 89 920 387 = 26,38 !
112 822 631 — 18.82 t 478 937 760 = 24,69 !
Marburg und Umgegend.
Nachdruck aller Örginalarttkel ist gemäß 8 V» t"Bt mtt bet deutlichen Quellenangabe ..Obe-rbefi -lm" aeHaftetl
Marburg, 23. Rov.
• Hessischer Eeschichtsverein. In der Sitamg vom 18. Novembet teilte der Vorsitzende, Archiv'at Dr. Rosenfeld, Knackst wieder di« Namen einer Reihe neueingrtr.Unet Mitglieder nut: ^ ^rnen Sttaf anstaltsdirektor a. D. von Lepel, Prof. D. E'mons Plärrer Peffckarz Privatdozent Dr. Andreas, Dr. phil. Calis, Apothekenben^r Arckivasiistent Dr. Net. Der Marburger Zwe,gverem sahttHrtt 18«> Wt< »lieber. - Hierauf hielt Archivar Dr. Knetfch den inr den Abend angefünbigten Vortrag: Aus der Geschickte der Wolisburg und der benachbarten Häuser am Schlotzberg zu Mar^ bürg. Seine aus archivalischer Forschung und inttiner Bekannt'ckaft mit den -noch vorhandenen Baudenkmälern geichonften Ausführungen wurden durck einen in Lickidrrick hergestellten Man unterMtzt^der den Hörern in zahlreichen Erernplaren zugänglich gemocht wurde Der New ner ging aus von dem Berleps'scken Hofe, dem unter dem Landgencht gelegenen Gebäude (Scklotzsiratze 21. das heute iw Besitz der studentischen Turnerschaft „Echaumburgia", meist irrig als Wolfsburg bezeichnet wird. Dieses Gebäude, das sich zuerst gegen Ende des 14. Jahrhunderts als Besitz der Familie v. Bicken nachweisen lätzt, kam 152» an bte v. Berlepsch, nach denen es bezeichnet wurde, und wurde 1(547 mtt einem zweiten, auf demselben Grundstück stehenden Hause (dem des Profesiors Catbarinus Dulis, bei der Belagerung Marburg durch die Katterlrchen von dem Verteidiger des Echlosies, dem Hesien-Easiellchen Oberst Stauff, zerstört Die Ruine wurde erst 1861 von Fr. Lange im Auftrage des neuen Besitzers. Iustizrat Grimm, wieder ausgebaut. Der Verieidigung des Echlosies 1647 fielen gleichfalls die Gebäude des ehemaligen Feigem
Wenn du jetzt zu ihm gingest, der deiner in Sehnsucht harrt — dachte sie, und eine Glutwelle überflutete ihre Wangen.
Wenn du ihn riefest, er würde zu deinen Fiitzen niedersinken und voll heitzen Dankes dir Hand und Lippen küsien! Ein Klingelzeichen ruft bie alte Henriette herbei — ihr kannst du vertrauen, fie wird nicht lächeln übet dich.
Tue es, tue cs— flüsterte ihr packendes Herz ihr zu, schien es z« rauschen und zu raunen in den Büschen und Bäumen da drautzen, st tönte es in dem Liede der Nachtigall.
Geh zu ihm — glaube ihm — vertraue ihm — er hat dich heb -> er sebnt fich nach dir — du hist fein Weib!
Eie erschauerte wie unter dem kühlen Hauch des Nachtwindes. Wie in einem Traum befangen, näherte fie fich der Tür. Geh zu ihm, ehe es zu spät ist! raunte ihr Herz ihr zu.
Rock »enterte fie. hilflos blickte fie um sich. Ach. weshalb war in diesem Augenblick ihr Gatte nickt bei ihr, sie in seine Arme zu nehmen, fie mit zärtlichen Worten zu lehren, an die Liebe, an das Glück zu glauben? Weshalb pochte er nickt an die Türe dort, um Einsatz bittend? Weshalb hatte er sie geben lasten? Weshalb hatte er sie nicht zurück- gehalten? Er war doch stark, fie hätte sich nicht gewehrt, fi« wäre jauck-enb ihm in die Arme gesunken.
Aber zu ihm geben, ihn rufen, ihm ihre Liebe zeigen — nein, das ging über ihre Kraft!
Eie sank auf den Eestel vor dem zierffcken Schreibtisch nieder unb stützte die heitze Ettrn in die Hand. Auf dem Sckreibttlck brannte eine niedrige durch einen toten Seidensckirm halb verhüllte Lampe. Mehrere Briefe lagen ba bie wohl heute erst angenommen waren. Mechanisch nahm Judith bie Briefe und las bie Adreste: „Ihrer fiockwohlgeboren Fran Baronin Judith von Ellern auf Ecklotz Ellernhof".
War fie bas wirklich? Waren diese Briefe an sie gerichtet? Eie lächelte traurig. Sie trug jetzt diesen Namen — aber war sie es in der Tat?
Sie öffnete einige dieser Briefe: Glückwünsche von Bekannten. Anpreisungen von Geschäftsleuten. Bitten um Unterstützungen. Doch da — fie las unb las, unb ihre Augen wurden starr, unb ihre Wangen Überzog eine fahle Bläste. Sie zitterte, bann lachte fie laut uni spöttisch auf.
„Wie konnte ich es nur vergessen!" sprach sie mit zuckenden Lippen- „Da steht es — bie Welt spottet über mich!"
Ihre Hand lag, zur Faust gebaut, auf bem Briefe, ber einer irre? anonymen Eckreiben war, die niedrige Seelen, zu »eifasten pflegen, wett fie neidisch find auf das Glück ihrer Mitmenschen.
^Fortsetzung folzl.)
im JahreS» durchschnitte
1868 1 1 > ■
1877 < x » «
1887 «11«
1896 ««««
1899 « 1 « «
1902 « « « «
1905 « « ■ ■
1908 « « « •
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Nimmt man
folgt:
1868—1874 , , «
1875—1881 « . .
1882—1887 . . ■
1888—1893 « « «
1894—1899 । । «
1900—1905 । 1 * 1906—1911 ...
im ganzen
demokraten ehre List, auf, und ts war mitanzusch'^
Dr. Lohn Arm in Ar» «it bem sozialdemokratische« Führer Pe« für diese Lifte zu Felde zog. Alt, verdiente Freisinnige, die fich «< dem Liebesgetändel mU der Sozialdemokratie nicht beteilige« menten wurden persönlich herabgesetzt und mit dem HmavEU^ aus der Partei bedroht. Run, der Erfolg entspricht ja durchs« bSet Agitttton. Aber der Triumphator ist nicht Dr.
b-rn Genosse Peus, und die alten Freifinnigen sehen allmählich ein, datz ihre Führer fie zum Bankerott der Partei „geführt" heben«
«ns bet Sitzung des weiteren konservativen P°eteivorstand^
Hebet bie Behandlung von politischen Fragen in bet Sibung bej erweiterten konservativen Parteivorstandes E d» ..Kons. KE^ mit: Nachdem bet Reichstags- unb 2anbta^eorbnete 5^ _oon^^ brand mitgeteilt hatte, bah künftig ber wettete Vorstand außer »et w lebigung von geschäftlichen Angelegenheiten seine Aufmerflamkeitauch den großen polittschen Fragen der Gegenwart zuwenden. haft 6™ sätzliche Bettachtungen zu ihnen anstellen unb große Ziele arbeit anstelle werde, erhielt der Landtagsabgeordnete von der Osten das Wort zu feinem Botttage über die Stellung konservrtivre Partei zu ben Lohnarbeiterfragen, insbesondere °u-h zu der Frage b« Organisierung ber Landarbeiter. An den Vortrag schloß sich ein« le^
wünscht eine Massenorganisation der “Vet S«SÄ
Retter Basis unter verstärkter Heranziehung bestehender u^t.ckamiwer oder behördlicher Organisationen unb Wahrnehmung aller Se-igoeten Mittel, bie ber Interessengemeinschaft sowohl der Arve tnehme , tt Arbeitgeber dienlich sind. Pfarrer Werner-Frankfurt a. Main wraw modernen auf bie Mitarbeit der Frau gerüsteten BeRrebungen? JUS Niederschlag bes Vortrages und aller -.»führnng-m aus der Verl lnno ist zu bezeichnen baß die konfervatii-e Bats-i bereit ist. die Bestrebungen auf Verbesserung unb Vervollkommn -ng der ^auenbttonng unb bie Förderung der wirtschastlicken weiblichen Erwerbstatigkrit in den dafür gegebenen natürlichen Grenzen zu unterstützen und daran ^arbeiten.8 Sie begrübt auch die Mitarbeit der Ftauen au ckaritottv Gebiete und an der Wahrung konservativer ^'und atze und Ideen in unserem Volksleben mit Dank unb Anerkennung^ sie febnl: aber die viel fach hervortretenden Befttebungen aus Herbeifubrung polittschet Gch berechtigung bes weiblichen Geschlechts unb jede Art sogenannter Frau-w emanzipation als ben wahren Interessen ecktet We bllchkett nnd den natürlichen Aufgaben bet menschlichen GefeMckast A
unb deshalb halten auch weite Kreise der konler^t.nen Vartei eine Et Weiterung der bereits auf kommunalem und kirchlichem G^ete bestehen ben Berechttgungen bet Frau nicht für geboten unb nicht für ersprießlich
Tie Ausgaben der preußischen Universitäten.
? In den universitätsstatistischen Heften der „Preußischen Statistik“ finden fich bis an das Ende der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts zuriickreicheitde Nachweisungen über die Einnahmen und Ausgaben der preußischen Universitäten, auch über die autzer- ordentlichen Ausgaben. Wenn die älteren Zahlenreihen bis auf die Gegenwart (Etatsjahr 1911) ergänzt werden, so ergibt sich, datz die ordentlichen Ausgaben für preußische Universitäten sich seit 1868, von 3 935 449 Ä auf 21 009 488 M im Jahre 1911, d. i. um mehr als 433 Prozent, gesteigert haben. Der Zunahme steht aber auch eine sehr bedeutende, indessen immerhin verhältnismätzig geringere Zunahme der Studenten (männliche und weibliche, Preußen und Nichtpreutzen zusammengerechnet) gegenüber. Im Durchschnitt der beiden Halbjahre des Studienjahres 1868/69 waren auf den preußischen Universitäten 7338, 1911/12 aber 27 913 Studenten immatrikuliert, was einer Zunahme von rund 280 Prozent i entspricht. Aus der Bewegung der Zahlen für die Studenten und die ordentlichen Universitätsausgaben berechnet sich, datz auf einen Studenten der preußischen Universitäten an solchen Ausgaben 1868 wesentlich weniger als in der Folgezeit entfiel, datz aber schon seit
27 giß ___
den durchschnittlichen Aufenthalt
Universität etwa 4% Jahre an, so wird für leden Stufenden ein ziemlich ansehnlicher Betrag aus öffentlichen Mitteln und eigenen Einnahmen der Universitäten aufgewendet. Gedeckt wer^ den die Universitätsausgaben neuerdings etwa zu % aus Staatsmitteln, im Rest aus den eigenen Einnahmen der Universitäten, der Institute usw. sowie aus Stiftungs- und dergl. »on6s;
Reben den ordentlichen Ausgaben gehen außerordentliche einher, in einem Jahre mehr, im andern weniger; wegen der Schwankungen darin ist es nicht retfam, auch diese Aufwendungen füreinzelne Jahre auf den Kopf der Studierenden zu berechnen Seit 1868 bis 1911 sind solcher Aufwendungen im ganzen 118 268 232 gemacht, denen für dieselbe Zeitspanne 4.8 937 760 M an ordentlichen Ausgaben gegenüberstehen so daß die autzer- ordentlichen Ausgaben im Jahresdurchschnitt sich auf 2 687914 M belaufen und zu den ordentlichen im Verhältnis von 24,69 zu 100 gestanden haben. Hebet die Schankungen der autzerordentt lichen Aufwendungen für die preußischen Universitäten mögen noch die nachstehenden Zahlen hier Platz finden. Es stellten sich die autzerordentlichen zu den ordentlichen Universitatsausgaben wie
Die serbischen Königsünder. Rückkehr vom Dankgottesdienst.
«n ben letzten Tagen war viel die Rede von den Ereueltaten ^bischer Soldaten in albanesischen Dörfern unb es wurde be- teactet datz die Serben die albanische Frage auf die Weise losen
alle männlichen Bewohner der albanesischen Dörfer über 18 «ab» erschießen. Von serbischer Seite wurde dies in Abrede ge- grilt unb betont, daß nach jedem Siege ein Dankgottesdienst abge- halt« rvürdtz, in dem für die gefallenen Feinde gebetet würde.
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Politische Umschau.
Der rosa-rote Block in Anhalt.