Der Anzeigenpreis beträgt für die 7gespaltene Zette oder
L, bei amtlichen und auswärtigen Anzeigen 20 j, für VI CYrtßrn eile 80 L. Bet Wiederholungen entsprechender Rabatt. * * * xJHy*,ö'
deren Raum 15
Marburg
1912.
«amwIaa 1A Kindlichkeit für Platz-, Datenvorschrift und Beleglirseruna ausge-
öDttlltnfl, 10. ifiOVtuWCr schlossen. — Zahlungen im Postscheckverkehr — ohne Portokosten — unter Nr. 5015 des Postscheckamtes Frankfurt a. M.
Erstes Blatt
Das offiziöse deutsche CommnniqnL.
Berlin, 8. Nov. Das Wolff-Büro verbreitet folgendes Communiqui1: Der diesmalige Besuch des italienischen Ministers der auswärtigen Angelegenheiten Marquis di San Giuliano, der ja kein Unbekannter in Berlin ist, dessen persönliche und freundschaftliche Beziehungen zu den massgebenden Berliner Persönlrch- keiten allen Aussprachen den Charakter rückhaltloser, gegenseitiger Offenheit gaben, hat zu einer völligen Klärung über das gemeinschaftliche Verhalten Italiens und Deutschlands, namentlich angesichts der gegenwärtigen Lage im Orient geführt. Die Besprechungen über die Lage, bei denen vor allem den tatsächlichen Ereignissen Rechnung getragen wurde und denen wiederholt auch der österreichisch-ungarische Botschafter beiwohnte, haben die volle Uebereinstimmung zwischen den verbündeten Regierungen ergeben, insonderheit dahin, dass sie nicht gewillt sind, sich in die Entwicklung der Dinge im Orient einzumischen, solange sie nicht von den Nöchsti nteressierten darum ersucht oder ihre speziellen und dauernden Interessen durch irgend welche Ereignisse berührt werden. Das einmütige Zusammengehen der Verbündeten erleichtert ihnen die freundschaftliche Fühlungnahme auch mit den andere «Mächten, mit denen sie einzeln und zusammen in dauerndem Gedankenaustausch stehe«.
Reklamen die Zeile 60 4- —.....-----„......... ,
Zeder Rabatt gilt als Barradatt. Bet Konkurs kein Rabatt. Ver-
Die Ansprüche des Balkanbundes. j
Paris, 8. Nov. Der „Temps" meldet aus Sofia, dass gegenwärtig zwischen den Balkanstaaten ein eifriger Meinungsaustausch stattfindet, um die durch ihre militärischen Erfolge gerechtfertigten gemeinsamen Ansprüche festzusetzen. Die Grundlagen dieser Verständigung bilden die von Bulgarien mit Serbien, Griechenland und Montenegro abgeschlossenen Verträge. So sei in dem zwischen Bulgarien und Serbien im März 1912 unterzeichneten Vertrag di e künftige bulgarisch-serbische Grenze durch eine von Vranja über den Ochridasee nach der Adria gehende Linie festgesetzt worden. Zur Regelung etwaiger Streitigkeiten verpflichten sich die Parteien, erforderlichenfalls den Schiedsspruch des Kaisers von Russland anzurufen. In dem im Zull d. I. abgeschlossenen griechisch-bulgarischen Abkommen liess Griechenland Saloniki ausserhalb der von ihm beanspruch tenZone. In dem montenegrinisch-bulgarischen Abkommen sei Montenegro, wie in der angeblich zwischen Montenegro und Oesterreich-Ungarn im Jahre 1910 abgeschlossenen Konvention, ein Teil des Sandschaks zugesichert worden. Diese territorialen Vereinbarungen seien durch Militärkonventionen vervollständigt und die aus denselben erwachsenden Verpflichtungen für 25 Zahre übernommen worden. Aus Rücksicht auf Rußland sei die Frage von Konstantinopel beiseite gelassen, jedoch beschlossen worden, nicht zuzugeben, daß diese Frage in den Händen gewisser Mächte ein Mittel bilde, um die Empfindlichkeit Rußlands wachzurufen.
Paris, 8. Nov. Der offiziöse „Petit Parisien" meldet, der hiesige serbische Gesandte habe gestern dem Ministerpräsidenten Poincarä mitgeteilt, dass Serbien einen Zugang zum Adria tischen Meer verlange und sich zu diesem Zweck einige Häfen, darunter Durazzo und San. Giovanni di Medua aneignen wolle. Von dieser Absicht hätten die Vertreter Serbiens auch noch mehrere andere Großmächte verständigt.
Wie die „Neue Fr. Presse" erfährt, sind die diplomatischen Verhandlungen über die serbische Hafenfrage bereits im Gange. Der Standpunkt Oesterreich-Ungarns, welcher Serbien einen Hafen an der albanischen Küste nicht einräumen will, wird von den anderen Dreibundmächten, Deutschland und Italien, nicht bloß geteilt, sondern auch unterstützt. England scheint ebenfalls diesem Standpunkt sich anzuschließen.
Ein gemeinsamer Schritt der Dreibnndmiichte in Belgrad.
Ein Budapester Telegramm der „Wiener Allg. Ztg." kündigt für den heutigen Sonnabend einen wichtigen Schritt des Dreibundes in Serbien an. Der österreichisch-ungarische Gesandte, v. Ugron, ist mit neuen Weisungen nach Belgrad zurückgekehrt. Heute wird er vor dem Ministerpräsidenten Pafitsch erscheinen, um diesem mitzuteilen, daß Oesterreich-Ungarn von dem Bestreben geleitet ist, mit Serbien ein so gutes Verhältnis zu unterhalten, wie es unter dem Grafen Andrassy dem Aelteren der Fall gewesen sei. Oesterreich-Ungarn sei geneigt, die serbische Politik des Grasen Andrassy fortzusetzen, wenn Serbien auch zu seinem damaligen Verhalten zurückkehre und diesbezügliche Garantien biete. Die Belgrader Gesandten Italiens und Deutschlands haben die Weisung erhalten, von der serbischen Regierung die Solidarität des Dreibundes bei der Regelung des Verhältnisses dahin zu betonen, daß der Dreibund Serbiens Erscheinen an der Küste der Adria als feinen Z n - I tereffen zuwiderlaufend erachte.
I Die Lage in Konstantinopel.
I Konstantinopel, 8. Nov. In langen Zügen treffen die I muselmanischen Landleute aus den von den Bulgaren bedrohten I Gebieten ein. Stambul ist voll von einer, langen Reihe von I Karren, auf denen Frauen, Kinder, Dienstboten und Tiere in be- I jammernswertem Zustande kauern. Was an Hausrat mitgeführt I werden konnte, das hat man bei sich. Die meisten von ihnen be- I finden sich auf dem Wege nach Asien. Zahlreiche freiwillige Kur- I den, Lasen und Tscherkessen sind nach Tschataldscha abgegangen, I dessen Befestigung weiter verstärkt wird. — Die Blätter bingen I von der Regierung inspirierte Artikel, in denen die Bevölkerung I Konstantinopels aufgefordert wird, Freiwillige zu stellen und in | jeder Beziehung an der Verteidigung teslzunehmen, denn die Re- I gierung sei entschlossen, bis aufs Messer Widerstand zu leisten. Der I Patriarch schloß die griechischen Schulen Konstantinopels.
Konstantinopel,8. Nov. Es wird versichert, der Erotz- I wesir habe in der gestrigen Versammlung der Botschafter auf der I Pforte erklärt, die Türkei sei entschlossen, Widerstand bis zum äußersten zu leisten.
Bon der bulgarischen Ostarme«.
I Wien, 8. Nov. Der Berichterstatter der „Reichspost" meldet I aus dem bulgarischen Hauptquartier vom 7. Nov., abends 10 Uhr: Die von der dritten Armee genommenen Stellungen des rechten
I türkischen Flügels bei Delijunus bilden ausgezeichnete Stützpunkte I für die Weiterführung des Angriffes. Auch auf den südlichen I Linien drangen die bulgarischen Truppen bereits indietürkischeHauptstellungvonTschataldscha
I ein. Zn Adrianopel richtet der Typhus unter der Besatzung große I Verheerungen an. Mehrere tausend Mann sind schon typhuskrank. I Die Besatzung der Festung wird trotz vieler Verluste noch auf I 40 000 bis 50 000 geschätzt. Einzelne Stellungen der Türken sind sehr stark. Hunger und Krankheit setzen der Besatzung
I mehr als der Feind zu. Das Kommando der bulgarischen Belage- | rungstruppen beabsichtigt keine forcierte Eroberung der Festung,
Dreibund und Balkan.
Das politische Ergebnis der Besprechungen, die in den letzten j Tagen zwischen dem Marchese di San Giuliano und deutschen Staatsmännern gepflogen worden sind, ist wie üblich in einem Kommunique niedergelegt worden, dessen Erscheinen man mit lebhafter Spannung entgegensehen mußte. Freilich konnte man sich von vornherein sagen, daß es nicht gerade Staatsgeheimnisse verraten, nicht unmittelbar über den Frieden Europas entscheiden würde, um den heutzutage wieder so vielen bangt. Das ist denn auch so geworden. Aber das Kommunique ist immerhin sehr interessant. Es betont die rückhaltlose gegenseitige Offenheit, welche alle Aussprachen der letzten Zeit gekennzeichnet habe, konstatiert eine völlige Klärung über das gemeinschaftliche Verhalten Ztaliens und Deutschlands angesichts der Orientkrisis und detailliert das unter ausdrücklicher Einbeziehung Oesterreich-llngarns dahin, daß die verbündeten Negierungen nicht gewillt feien, sich in die Entwicklung der Dinge im Orient einzumischen, es wäre denn, daß sie von „nächst Interessierten darum ersucht" oder ihre „speziellen und direkten Interessen durch irgend welche Ereignisse brührt" würden.
Hier liegt, wie auf den ersten Blick zu erkennen ist, der Schwerpunkt der hochosfiziösen Kundgebung. Eine Einmischung in die Entwicklung der Dinge im nahen Osten, also eine Intervention soll nur dann erfolgen, wenn entweder die nächst Beteiligten (also nicht etwa die Türkei allein) darum ersuchen, oder aber, wenn ein spezielles oder indirektes Znteresse der Dreibundmüchte durch irgend welche Ereignsfe berührt wird. Der Hinweis auf diese zweite Möglichkeit gibt sicherlich allen möglichen Vermutungen und wohl auch Befürchtungen Raum, aber man kann sich darüber nach allem, was in den letzten Tagen bekannt geworden ist, unmöglich wundern. Man weiß schon seit Beginn der Woche nicht nur, daß Deutschland und Oesterreich-lliigarn zusammengehen, sondern auch, daß der ganze Dreibund auf die Anregungen des Herrn Poincare bezüglich der Erklärung des territorialen Desinteressements ablehnend geantwortet hat, d. h. also, der Dreibund lehnt es ab, den kriegführenden Teilen unter allen Umständen die alleinige Entscheidung über die künftigen territorialen Verhältnisse auf der Balkan- Halbinsel zu überlassen. Darin liegt zugleich der Verzicht auf die Erhaltung oder Wiederherstellung des Statusquo im äußerlichen Sinn. Man will, wie das Kommunique ausdrücklich betont,, den „tatsächlichen Ereignissen Rechnung tragen" und diese Ereignisse haben das Festhalten an der alten Parole wirklich zu einem Ding der Unmöglichkeit gemacht. Man wird also nicht jede Aenderung der Landkarte verhindern oder redressieren. Das hätte geschehen können, wenn die Türkei sich dem Ansturm ihrer Gegner Halbwegs gewachsen gezeigt und demgemäß in wenigen Wochen die beiderseitige Kriegsmüdigkeit sich gezeigt hätte, die bei der allgemeinen Leere der Kassen ja nicht ausbleiben konnte. Den vier siegreichen Heeren aber, die in nicht viel mehr als 14 Tagen die ganze europäische Türkei besetzt haben, den ganzen Gewinn wieder zu entreißen, würde schon äußerlich eine ganz erhebliche Kraftanstrengung erfordern, zu der keine europäische Großmacht große Lust haben würde, wäre aber auch ungerecht und unbillig. Gewisse Dinge jedoch gibt es, die von der zu verteilenden Siegesbeute von vornherein ausgeschieden werden müssen, und dazu soll offenbar im gemeinsamen Interesse Oesterreich-Ungarns und Ztaliens, das auch wir zu dem unsrigen machen, Albanien gehören. Oesterreich-Ungarn wird voraussichtlich nicht dulden, daß Serbien, wie es beab- sichtiat, sich einen Weg zum Adriatischen Meere bahnt.
Das ist aber nur die nächste Möglichkeit, die eine Einmischung der Dreibundmächte herbeiführen könnte, nicht die ei"ftae, und als Eesamteindruck bleibt sicherlich die Empfindung, daß die europäische Staatskunst sich wirklich vor sehr ernste Ausgaben gestellt sieht. Da ist cs wirklich kein Luxus, wenn, wie das Kommunique zun> Sckluß betont, zu dem einmütigen Zusammengehen der Verbündeten eine stete herzliche und freundschaftliche Fühlungnahme" mi* den anderen Mächten hinzukommt.
----------t----------
Marburg und Umgegend-
Nachdruck aller Orginalartikel ist gemäß 8 l? des Urheberrechte nur mit der deutlichen Quellenangabe „Oberhess Zig gestattet l
Marburg, 9. Nov.
. ♦ Hansabund. Zn dem von der hiesigen Ortsgruppe am Mittwoch
abend im Saale des Cafe Quentin veranstalteten öffentlichen Vortragsabend sprach der Sandelskammersyndikus Dr. Wickert-Limburg über „Deutsche Arbeit einst und jetzt". Redner ging aus von den Anfängen des Handwerksbetriebs nach der Gründung deutscher Städte. Abgesehen vom Schmiede- und Töpferhandwerk, war vordem ja jeder sein eigener Handwerker gewesen: nur in manchen Klöstern und an reicheren Herrensitzen hatte sich auch früher schon an Hand des regelmäßigen Bedarfs handwerkerliche Tüchtigkeit herausbilden können. Langsam genug entwickelte sich dann in den Städten das Handwerk. Erst mit dem zunehmenden allgemeinen Wohlstände und nach harten Kämpfen mit den „Geschlechtern", vermochten sich die in Gilden zusammengeschlossenen Handwerker wirtschaftliche und politische Geltung zu verschaffen. Dam, freilich, von dem 14. bis zum 16. Jahrhundert, konnte es mit Fug heißen, daß Handwerk „goldenen Boden" habe, wie das auch auf einer großen Zahl prächtiger zeitgenössischer Stiche in der schmucken zierlichen Kleidung, der reichen Ausstattung der Häuser, der ansehnlichen Zahl der Gehilfen, zu Tage trat. Schon vdr dem 80jährigen Kriege begann infolge der eigenen kommerziellen und gewerblichen Betätigung Englands und der nordischen Reiche der Abstieg des deutschen Sandels und Gewerbes, der in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts zum katastrophenartigen Zusammenbruch führte. Dürftig und verkommen erscheinen die deutschen Handwerkerbetriebe, in starkem Gegensatz zu dem vordem vorhandenen Wohlstand im Vaterlande, oder zu dem Ausgangs des siebzehnten Jahrhunderts in Frankreich mit seinem überragenden politischen Einfluß platzgreifenden günstigen wirtschaftlichen Gedeihen. Erst die Neuzeit hat da Wandel geschaffen und unser Volk in politisch gesicherter Stellung auch wirtschaftlich zu rechter Krait kommen sehen. Die Methoden freilich sind andere geworden. Fußten die Textilmanufakturen des 18. Jahrhunderts trotz stattlicher Arbeiterzahl und weitgehender Arbeitsteilung noch auf der Handarbeit, fo herrscht jetzt die Maschine vor, die zu ihrer allzeit willigen und billigen Arbeit, nur menschlicher Beaufsichtigung und allerdings auch der Massenerzeugung bedarf. In dem Wettbewerb zwischen Maschine und Handarbeit wies Redner auf das versöhnende Moment bin, daß gerade die feinste Arbeit allzeit Vorbehaltsgut des Handwerks bleiben werde. Die Ausführungen des Redners sanden bei der zahlreichen Zuhörerschaft lebhaften Beifall. Unterstützt wurden sie durch die Vorführung von etwa 120 Lichtbildern, die, farbenprächtig koloriert, sowohl die alten Handwerkertnpen nach Meisterstichen anschaulich vor Augen führten, wie den Zuschauern interessante Blicke in moderne Arbeitsstätten, wie bei Krupp und der Vulkanwerft, und auf die wundervollen Erzeugnisse des Kriegs- und Handelsfchiffsbaus mit feinen, gegen die früheren dürst tigen, gewaltig ablleckienden, überaus luxuriösen Einrichtungen vermittelten. Zum Sibluß wurde noch in lebensvollen japanischen Bildern die Herstellung der Seide oorgeführt und einige ganz herrliche japanische Stickereien in natura gezeigt.
* Parolemufik findet bei günstiger Witterung am morgigen Sonntag von 12—1 Uhr vor Pfeiffers Garten statt. Programm: 1. Festmarsch a. d. Op. ..Aennchen von Tharau", von Hoffmann; 2. Introduktion z. Op. „Karmen", von Vizet; 3. Fantasie a. d. Op. „Der Trompeter von Säkkingen", von Neßler; 4. a) Dänisches Lied, von Hartmann, b) Blumenlied, von K. Lange; 5. lieber den Mellen (Walzer), von Rosas; 6. Kyfshöuser-Marsch, von K. Franke.
* Verhaftet wurde gestern ein Mann, der fortwährend in zudringlichster Weise die Straßenpassanten anbettelte und belästigte. — Ferner wurde ein hier wohnender Mann hinter S.hloß und Riegel gesetzt, der sich gegen seine eigenen Kinder sittlich schwer verging.
* Vorspiegelung falscher Tatsachen. Gestern erschien bei einer hiesigen Geschäftsfrau ein junges Mädchen und lieh sich unter der Angabe, daß sie die Tochter einet bekannten Familie in D. sei, 15 cK. Später stellte sich heraus, daß die Angaben nicht der Wahrheit entsprachen.
Versammlungen, Konzerte, Theater, vergnvgungsnachrichten us«.
• Sinfonie-Konzert. Wir verweisen nochmals auf das nächsten Dienstag in den Stadtfälen stattfindende Sinfoniekonzert, für das die Klaviervirtuosiu, Komponistin und Orchst-dirigentin Frau Elise Knibbe- Thiel gewonnen worden ist. Publikum wie Presse haben der Dame bis-
richtet vielmehr das Augenmerk auf eine lückenlose Einschließung. Pourparles wegen der Uebergabe Adianopels sollen bereits ein» geleitet fein. *
Der westliche Kriegsschauplatz.
R j e k a, 8. Nov. Die letzten Vorbereitungen für den Hauptangriff gegen Skutari sind beendet. Trotz des achttägigen Regen» weiters sind Geschütze, Munition und Lebensrnittel eifrig in das Operationsgebiet geschafft worden. Auch die Artillerie ist in den besten Angriffsstellungen untergebracht. Zn den letzten Tagen, fanden bei Anbojana kleine Gefechte mit erheblichen beiderseitigen Verlusten statt.
P a r i s, 8. Nov. Die „Agence Haoas" meldet aus Ketinfe: Wegen der Aeberschwemmungen und der schwierigen Versorgung mit Lebensmitteln zogen sich die Montenegriner, welche Barbalusi jenseits von Bojana besetzt hatten, nach Sukiditsch zurück.
Eetinje, 8. Nov. Eine zurückgehende montenegrinische Ab-' teilung wies einen Angriff der Türken, die aus Skutari kamen, ab und konnte sich in guter Ordnung zurückziehen.
Saloniki gefallen.
Paris, 8. Nov. Der Spezialkorrespondent der „Agence Havas" meldet unterm heutigen Datum von 61/j Uhr abends aus Athen: Die Griechen haben heute mittag Saloniki besetzt. .Die Straßen Athens sind illuminiert.
nut oem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Nach Feierabend", „Fürs Saus" und .Landwirtschaftliche Beilage".
Die „Qberhessische Zeitung" erscheint tätlich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. - Der BezugspreiS betragt vrerteliahrl.ch durch die Post bezogen 2.25 <X lohne Bestellgeld), bei unseren ZeiiungSstellen Wo 9ßn und der Expedition (Markt 21) 2.00 * frei inS Saus. (Für unver- *'=• "VJ langt zugesandte Manuskripte übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.) Druck und Verlag der Univ.-Buchdruckerei I. A. Koch (Inh.: Dr. E. Hitzeroih), Markt 21. — Telephon 55.