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und den Beilagen:Nach Feierabend

Erstes Blatt

schreiten.

Die Haltung der Mächte.

47. Jahrg.

1912.

Marburg

Dienstag, 5. November

Rjeka, 33. Nov. Trotz des anhaltenden Artilleriefeuers der Türken gelang es gestern einer montenegrinischen Brigade von ungefähr 3000 Mann, die Bojona auf einer Pontonbrücke zu Lber-

AuslaRd.

** Prinz Heinrich von Preußen in Moskau. Moskau, 2. Nov. Das Prinzenpaar Heinrich mit Erfolge sind von Spala abgereist Auf dem Bahnhöfe war die Großfürstin Elisabeth Fecdorowns sowie Vertreter der Zivil- und Militärbehörden erschienen.

Landwiiljchüftlicher Klnsverein.

Marburg, 2. Roo.

Im Restaurant Pfeiffer (Lederer) tagte heute eine Sitzung des Landwirtschaftlichen Kreisnereins Marburg. Rach Verlesung des Pro­tokolls der letzten Versammlung erfolgten zunächst einige Neuaufnahmen, u. wurde der Ziegenzucht-Verein für den Kreis Marburg als korpo­ratives Mitglied ausgenommen. Zum Andenken des verstorbenen Mit­glieds, Gutsbesitzer-Ed. Hoffmann-Marburg, erhoben sich die Anwesenden von den Sitzen. Der Vorsitzende, Gutsbesitzer Kaiser aus Cyriaxweimar, gab dann von einer Anzahl schriftlicher Eingänge, die dann auch ein­zeln besprochen wurden, Kenntnis. In der Hauptsache handelte es sich um Empfehlungen in der Landwirtschaft benötigter Gegenstände usw. Großes Interesse erweckte ein Schreiben, in welchem angekündigt wird, daß zur Förderung der Warmblutzucht besondere Musterungen von Warm- blutpferden stattjinden sollen. Die Vorführung der zur Zucht benutzten Warmblutpferde soll in Marburg am Montag, den 18. November statt- ftnden. Das Nähere wird noch bekannt gegeben. Die Anregung, btt Sache mit allen Kräften zu fördern, fand Unterstützung. Der Vorsitzende der Marburger Pferdezucht-Genossenschaft, Gutsbesitzer Sarnes aus Dago- bertshausen. regte an, auch die Stuten, die nicht gedeckt seien, vorzu- sühren, damit sich die Landwirtschaftskammer überzeuge, daß in unserem Kreise wirklich gute Warmblutstuten vorhanden seien. Der Vorführung würde nämlich ein höherer Regierungsvertreter beiwohnen und dieser müsse sich überzeugen können, daß die Bemühungen, auch die Warm­blutzucht in Hessen hochzuhalten, berechtigt seien.

Nach Erledigung des geschäftlichen Teils hielt Landessekretär Grein aus Cassel einen Vortrag über Unfallverhütung und Haftpflicht-Ver­sicherung. Der Redner berichtete zunächst die Unterschiede zwischen landwirtschaftlichen und gewerblichen Berufsgenosienschaften. In der | Landwirtschaft muß bekanntlich jeder Betrieb versichert sein, im G-werbe

Der Krieg auf dem Balkan.

Nach einem Telegramm eines Privatkorrespondenten bes Wölfischen Telegraphenbüros gilt die Lage der Türkei als hoff­nungslos, nachdem das fünfte Korps durch die Serben bei Kuma- nowo vernichtend geschlagen und das zu Hilfe eilende sechste Korps von den Bulgaren besiegt ist. Dazu kommt, daß die griechische Flotte bedeutende griechische Banden auf der Halbinsel Chalkidtke organisierte, deren Wachtfeuer bereits über den Höhen von Salo­niki zu sehen waren. Sie erwarteten allem Anscheine nach den Anmarsch der griechischen Armee, um in Saloniki einzudringen. Dort sollen sehr bedenkliche Zustände herrschen. Verschiedene Mord­taten versetzen die Bevölkerung in Angst. Auch die europäische Kolonie befürchtet das Schlimmste und erwartet deshalb sehn­süchtig fremde Kriegsschiffe. Angeblich sind 30 000 Flüchtlinge aus Macedonien in Saloniki, meist Gesindel, von dem man Plün­derungen befürchtet.

Bom östlichen Kriegsschauplatz.

Konstantinopel, 2. Nov. Nach Mitteilungen, die gestern vom Kriegsministerium ausgingen, soll das Umgehungsmanöver der türkischen Armee erfolgreich gewesen sein. Die bei Wisa und Luele Burgas stehenden Korps hätten sich vereinigen können.

Konstantinopel, 2. Nov. Die Blätter bestätigen die Wiedereinnahme von Bunar-Hisiar durch die Türken. DieJeni Eazetta" bringt folgende Einzelheiten über die Schlacht: Nach dem Kampf am 22. Oktober entwickelte die zweite bulgarische Armee ihre Front mit dem rechten Flügel bei Baba Eski, dem Zen­trum vor Bunar-Hisiar und dem linken Flügel vor Wisa. Die Armee bildete so einen weiten Vogen. Die türkische Armee hatte sich gegen Luele-Burgas konzentriert über Tschuerenli, Tatarli, Ahmed Bey, Sakizkoej bis Baba Eski. Die Tage vom 22. bis 25 Oktober vergingen mit Vorbereitungen und Erkundungen bei­derseits. Die Schlacht begann am 26. Oktober mit dem Vorrücken der Türken auf Wisa und dehnte sich auf die ganze Linie bis Luele Burgas aus. Vorgestern und gestern leisteten die Türken helden­haften Widerstand gegen die Bulgaren, welche die Verteidigungs­linie WisaLuele-Burgas sprengen wollten. Gestern gingen die vereinigten Streitkräfte bei Luele-Burgas zum Angriff über und warfen die Bulgaren bis Tfchongara zurück und drangen nach heftigem Kampf bei Karagatsch bis Bunar Hisiar vor. Nach heute nacht eingelaufenen Meldungen besetzten die Türken Kawaklue südöstlich von Kirkkilisse. Die bulgarischen Streitkräfte sind aus der ganzen Linie gegen Kirkkilisie zurückgewichen. Es ist den Tür­ken geglückt, sich zwischen Bunar Hisiar und Kawaklue festzusetzen.

Dieser Siegesnachricht gegenüber meldet der Berichterstatter der WienerNeichspost": Die in der Schlacht von Luke Vurgas- Wisa geschlagene türkische Armee setzt ihren Rückzug entsprechend den beiden Hauptkampfgruppen im großen und ganzen auf zwei Linien, nämlich über Tschorlu und westlich von Saras fort. Das Borrücken der Bulgaren erlitt eine Verzögerung durch die Kämpfe im Waldgebiet südöstlich Wisa. Im Kampfe bei Lule Burgas wurde eine türkische Division von dem Eros der Armee nach Süden abgedrängt und zersprengt. Die Eisenbahnverbindung der Türken nach Tataldscha und mehreren anderen Stellen ist unterbrochen. Die Grausamkeiten, welche die Türken auf ihrem Rückzüge ver­üben, sind entsetzlich. Alle Dörfer werden niedergebrannt, alle Christen ermordet. Dutzende von Frauenleichen findet man mih «ufgeschlitzten Leibern. Namentlich die anatolischen Redifs hausen wie wilde Tiere.

Sofia, 3. Nov. Unbestätigte Gerüchte besagen, Torguth Pascha sei mit einer Division auf der Höhe östlich von Saraj von den Bulgaren eingeschlosicn worden. Er habe sich jedoch nach ver­zweifeltem Kampfe durchgeschlagen und auf Tschatschaldscha zurück­gezogen.

Vorstehende Nachricht wird bestätigt und ergänzt durch ein heute nacht eingelaufenes amtliches Telegramm, wonach die türkische Armee gezwungen worden sei, sich in der Richtung nach Tataldscha zurückzuziehen.

Sofia, 3. Nov. Seit gestern früh wird Adrianopel be- schosien. Es waren Gerüchte verbreitet, daß die Festung bereits kapitulierte, die Gerüchte sind jedoch amtlich noch nicht bestätigt worden. Mehrere bulgarische Aeroplane umkreisten Adrianopel zwecks Rekognoszierung.

Die Erfolge der Griechen.

Athen, 2. Nov. Als die Bewohner der nordöstlich von Verria gelegenen Stadt Njausta erfuhren, daß die griechische Armee auf Saloniki marschiere, verjagten sie die türkischen Be­hörden und ließen dem griechischen Thronfolger sagen, daß die Stadt griechisch sei und täglich 25 000 Rationen Brot liefern wolle. Njausta zählt 10 000 Einwohner.

Athen, 3. Nov. Es wird bekanntgegeben, daß die Stadt Prevesa am Golf von Arta kapitulierte.

Die Montenegriner.

Nach einer Depesche des Kommandanten der Westarmee vom 30. Oktober ist bei einem Angriff, der nordöstlich von Skutari gegen montenegrinische Truppen in Stärke von über 4300 Mann unter­nommen wurde, der Feind zerstreut worden. Mehr als 1000 Montenegriner wurden getötet. Ein Haupmann und 8 Mann wurden gefangen. Eine Anzahl von Gewehren und Zelten sowie Munition erbeutet.

Jedoch wurde et gegen 30000 <44 Kaution auf freiem Fuß belasten. Diese» harte Urteil findet in der deutschen Preste naturgemäß die schärfste Kri­tik. Allgemein ist der Eindruck, daß man mit ihm nur einen Druck die deutsche Regierung ausüben will, da ja der Prozeß gegen den famosen Herrn Kostewitsch in Kürze bevorsteht. Bekanna ist ja. daß Dahm, sich Sprachstudien halber in Rußland aufhielt. Kurz nach der Se®> Haftung von Kostewitsch wurde Dahm verhaftet, wie man in Deutschland glaubte als Geisel für Kostewitsch. Als K. gegen eine Kaution von 30 000 auf freien Fuß gesetzt wurde, geschah dasselbe mit Dahm in Rußland. Um Kostewitsch auf diplomatischem Wege freizubekommen, wird dann vorher das harte Urteil über Dahm gefällt. Man wird geneigt sein derPost" Recht zu geben, wenn sie schreibt:Mit einer Rechtsprechung lediglich um des Rechtes willen hat dieser Urteilsspruch natürlich nicht das mindeste zu tun; er tst aus jener Willkür gezeugt, die von den gleichen Beweggründen geleitet wurde, welche schon seinerzeit zur Verhaftung des Leutnants Dahm geführt haben, und das Warschauer Appellationsgericht hat sich lediglich zum ausführenden Organ der poli­tischen Polizei und der rusiischen Regierung gemacht. Jedenfalls wirst der Fall Kostewitsch-Dahm ein grelles Schlaglicht auf die russischen Zu­stände, die doch noch tiefer in asiatischer Barbarei stecken, als man manch­mal wohl anzunehmen geneigt war. Diese Urteile über die tatsächlichen Verhältniffe werden auch kaum wesentlich geändert durch die Meldung, daß Leutnant Dahm in Kürze begnadigt werden soll.

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Deutsches Reich-

Zur Reichstagswahl in Berlin I veröffentlicht derBund bet Handwerker" einen Aufruf, in dem er sagt:Durch Beschluß unserer Ver­trauensmänner vom 31. Oktober dieses Jahres ersuchen wir hiermit das selbständige Handwerk im 1. Berliner Wahlkreise, sich bei der bevorstehen­den Reichstagswahl strikte der Stimme zu enthalten. Der bisherige Vertreter des Wahlkreises hat durch seine parlamentarische Tätigkeit be­wiesen, daß et in Mittelstandsfragen niemals für die Interessen des Handwerks eingetreten ist, sondern hat stets nur für die Interessen des Großkapitals gewirkt. Das organisierte Handwerk ist daher nicht in der Lage, einem solchen Mann in Zukunft seine Stimme geben zu können und es ist deshalb Pflicht eines jeden Handwerksmeisters, unserer Pa­role zu folgen. Diejenigen Handwerksmeister, die infolge geschäftlicher Beziehungen von Vertretern des Großkapitals gezwungen werden, zur Wahl gehen zu miisien, bitten wir, Stimmzettel mit durchstrichenem Namen abzugeben."

Abgelehnt. Berlin, 1. Nov. Wie die Berliner Preste meldet, hat der Magistrat das Angebot des Pommerschen Viehnerwertungsverbandes auf Lieferung von 1200 Schweinen wöchentlich zum Preise von 66 M per 100 Pfund Lebendgewicht abzüglich 20 Proz. Tara abgelehnt.

Regierung und Ausstand der Beamten. Die Altonaer Eisenbahn- direktion verbot ihren sämtlichen Angestellten die weitere Zugehörigkeit zum Deutschen Technikerverband und zum Bund der technisch-industriellen Beamten, weil diese Verbände neuerdings den Ausstand als erlaubtes Mittel erklärt haben.

Die innere Kolonisation soll, wie der Reichskanzler im Landtage bereits andeutete, jetzt kräftiger betrieben werden. Rach Meldungen einer Berliner Korr. soll die preußische Negierung zu dem Zwecke einen Kredit von 25 Millionen fordern wollen.

Toujours en uebette?! Wie ein Mitarbeiter derRhein.-Wests. Ztg." hört, werden augenblicklich Erwägungen angestellt, ob nicht noch in diesem Herbst dem Reichstag ein Antrag vorgelegt werden soll, der die sofortige (bisher ist ein Zeitraum von 5 Jahren vorgesehen) Aufstellung der noch fehlenden Maschinengewehr-Kompagnien fordert. Wie das Blatt weiter hört, wird neuerdings wieder ernstlich der Gedanke erwogen, di« Zufahrt zu der Flensburger Förde durch einen Durchstich und den Ausbau eines Kanals durch die Landzunge von Holnis zu erleichtern und zu ver- bestern. Nach früheren Berechnungen wurde ein solcher Durchstich mit einem Kostenaufwande von 1% bis 2 Millionen durchzuführen fein. Wie es heißt, soll sich der Kaiser für das Projekt des neuen Kriegshafens leb­haft interessieren.

Politische Umschau.

Leutnant Dahm als deutscher Spion in Rußland verurteilt.

Der preußischer Leutnant Dahm vom Wolfenbütteler Feldartillerie- Regiment ist vom Warschauer Appellationsgericht wegen angeblicher SpionaK» zu fünf Jahren Zwangsarbett in Sibirien verurteilt worden.

Wien, 3. Roo. DasFremdenblati" stellt fest, die all­gemeine Auffasiung der europäischen Mächte gehe dahin, daß die bedeutenden Jnteresien, welche Europa auf dem Balkan besitzt, nicht berührt werden dürften. In diesem Sinne habe sich auch Sasonow unzweideutig geäußert. Gerade auf dieser Auffasiung beruhe aber der Wille aller Mächte zur Einmütig­keit und gemeinsamem Handeln, ein Wille, der sich selbstverständlich während der Dauer des Krieges noch nicht habe betätigen können. Es kann, so schließt das Blatt, der bestimmten Erwartung Raum gegeben werden, daß der Balkankrieg keine wei­teren ernsten Komplikationen nach sich ziehen wird.

Entsendung von Schiffen durch die Großmächte.

London, 3. Nov. Große Aufregung herrscht in Chatham infolge der Austeilung zahlreicher Telegramme der Admiralität, durch die die auf Urlaub befindlichen O f f i z i e r e und M a n n - schäften an Bord der Schiffe zurückberufen werden.

L o n d o n, 3. Nov. Ebenso wie für Chatam sind für die Ha­fen Devenport und Plymouth sämtliche Offiziere und Mann­schaften der Schiffe vom Urlaub zurückgerufen worden. Die siebente Torpedozerstörerflotille und verschiedene andere Schiffe sollen am Sonntag und Montag von Devonport und die fünfte Zerstörer- flotille am Montag von Plymouth abgehen. Man glaubt, daß sämtliche Schiffe nach dem nahen Osten bestimmt sind.

Portsmouth, 3. Nov. Eine Sonderausgabe derEve- ning News" meldet, daß auf der sechsten Zerstörerflotille große Tätigkeit herrsche. Die Zerstörer seien bereit, in See zu gehen. Es verlautet, daß die Seeleute und die Ofsiziere an Bord berufen wor­den seien und daß die Flotille heute nacht mit versiegelter Order abfahren werde.

L o n d o n, 2. Nov. Das Reutersche Büro meldet aus Malta, daß die englischen KreuzerBarham",Weymouth" undMedea", die sich auf der Fahrt von dem Orient nach Malta befinden, in dieser Nacht mittels drahtloser Telegraphie den Befehl erhielten, nach dem Orient zurückzukehren.Barham" ging in die Sudabai,Weymouth" undMedea" gehen an andere im Falle von Vorkommnissen geeignet gelegene Puntte.

Amsterdam, 2. Nov. DasHandelsblad" erfährt, daß der KreuzerKortenaer" am Montag nach Smyrna ausläuft.

Haag, 2. Nov. Der geschützte KreuzerEelderland" erhielt den Befehl, vorläufig von Majorka nach Smyrna zu fahren und daselbst den Befehl zur Fortsetzung der Fahrt nach Konstantinopel abzuwarten.

B e r l i n, 3. Nov. Wie das W. T. B. erfährt, erhielten die zur Zeit im Mittelmeer sich befindlichen drei KreuzerHertha", Vineta" undGeyer" den Befehl, sich zum Schutz von Leben und Eigentum in Deutschen in die türkischen Eewäsier zu begeben. Der PanzerkreuzerEoeben" und der kleine Kreuzer Breslau", welche gegenwärtig mit Uebernahme von Proviant und Munition beschäftigt sind, werden bereit gemacht, um binnen 24 Stunden in See zu gehen.

Der Frieden?

Konstantinopel, 3. Nov. Die Pforte richtete an die Mächte die Bitte um Vermittlung zwecks Einstellung der Feindseligkeiten und Einlei­tung von Friedensverhandlungen.

i Abdul Hamids Ankunft auf derLoreley".

| Konstantinopel,2. Nov. Abdul Hamid ist heute früh an Bord derLoreley" hier eingetroffen und durch ein türkisches Dampfboot nach dem Palaste Beyler Bey übergeführt worden. Am Mittwoch gegen Mittag hatte ein von Oberleutnant zur See Becker kommandiertes Boot in Saloniki ihn vom Kai abgeholt. Gleich nach Besteigen des Bootes sprach Abdul Hamid seinen Dank aus, den er an Bord derLoreley" dem Kommandanten Kapitänleut- nant v. Arnim und dem Ersten Offizier Oberleutnant zur See Rose wiederholte. Er sagte:Ich danke dem Kaiser sehr für die Freundschaft, die er mir auch in diesen dunklen Tagen beweist. Aus den Gesprächen des Sultans ist erwähnenswert, daß er sagte:Ich habe jetzt erst den Tod Marschalls erfahren. Ich bitte Sie, seiner

I Gattin meine aufrichtige Teilnahme zu dem Verluste meines I Freundes zu übermitteln.

I Serbische Angriffe auf den deutschen Gesandte«.

I Belgrad, 2. Nov. Das Regierungsorgan weist den Angriff I eines serbischen Blattes, das dem deutschen Gesandten Freiherrn I v. Griesinger den Vorwurf gemacht hatte, er habe nichts für die I Entsendung von Expeditionen des Deutschen Roten Kreuzes nach I Serbien unternommen, als völlig ungerechtfertigt zurück. Das Re­gierungsorgan stellt fest, daß gerade dem Gesandten Freiherrn von Griesinger das rasche Eintreffen des Deutschen Roten Kreuzes zu verdanken sei. Das Regierungsorgan spricht schließlich der Ge­mahlin des Gesandten den Dank für die Pflege von serbischen Ver­wundeten aus. .

mu oem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

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