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deren Raum 15
1912.
Erstes Blatt
kollidierenden Interessen des Großkapitals und der Fabrikindustrte zu schützen, ist VII. die Schaffung einer besonderen Handwerksabteilung i« Handelsministerium unbedingt erforderlich. Wie die Handelsabtetlung im Ministerium den besonderen Interessen des Handels und der Fabrik- industrie dient, soll die Handwerksabteilung die Zentralstelle für dl« Angelegenheiten des Handwerks sein und als notwendige Ergänzung der bisherigen Org«ne zur Förderung des Handwerks an zentraler Stelle deutscher Qualitätsarbeit den Weg bereiten." — Bemerkt fei, daß auch Reichstagsabgeordneter Rupp-Marburg den Verhandlungen beiwohnt«,
Stanciow, der sich jüngst als Reserveoffizier ins bulgarische Hauptquartier begeben hat, von König Ferdinand mit einer wichtigen vertraulichen Mission bei den Ministern des Aeuhern der Großmächte, insbesondere bei Poincar6, betraut worden sei. „ t
Paris, 22. Ott. Dem „Matin" wird aus Amsterdam g«t meldet, daß die beiden griechischen Torpedobootszerstörer „Nea- genca" und „Keravnos" von Vlissingen, wo sie Kohlen und Proviant eingenommen hätten, abgedampft seien. Der „Keravnos sei von holländischen Kriegsschiffen bis außerhalb der Reede eskortiert worden, da die Schiffen Kriegführender zur Verproviantierung gewährte neutrale Frist abgelaufen fei.
B e r l i n , 22. Ott. Das Zentralkomitee der deutschen Vereine vom Roten Kreuz entsendet je eine Expedition nach der Türkei, Griechenland und Bulgarien. Außerdem wird der deutsche Wohlfahrtsverein (Deutsches Krankenhaus) in Konstantinopel, soweit seine Einrichtungen und die vom Kaiser zur Verfügung gestellten Räume in der deutschen Botschaft ausreichen, den Verwundeten und Kranken Aufnahme, Pflege und ärztliche Behandlung gewähren. Die für die Durchführung der Hilfsaktion erforderlichen erheblichen Mittel erscheinen durch ansehnliche Zuwendungen gesichert; eine öffentliche Sammlung ist nicht beabsichtigt.
Marburg
Donnerstag, 24. Oktober
Konferenz der preußischen Handwerkskammern.
8. & H. Berlin, 22. Oktober 1912.
Im Teciliensaal des Handwerkskammergebäudes trat unter dem Vorsitz des Abgeordneten Obermeisters Rahardt heute eine Konferenz der preußischen Handwerskammern zusammen, die an die erste Stelle ihrer Tagesordnung die „Beratung eines Handwerkerprogramms gesetzt hatte. Der vorliegende Entwurf hat folgenden Wortlaut:
„Die geringe Zahl von Angehörigen des Handwerkerstandes im Preußischen Abgeordnetenhaus« steht in auffälligem Widerspruch zu der großen Sebeutung eines gesunden und kräftigen Handwerkerstandes tm Staatswesen, wie sie stets von den Behörden, von allen bürgerlichen Parteien und nicht weniger gewichtig von der Wisienschaft anerkannt worden ist. „Mehr Handwerker in den Landtag!" muß daher im Handwerk und bei allen handwerkssreundlichen Parteien die Losung sein. Eine Zusammenstellung der Lebensfragen, ohne deren befriedigende Lösung durch Parlament und Regierung es dem Handwerk nicht möglich ist, den schweren wirtschaftlichen Kainpf um seine Existenz durchzuführen und zu ertragen, wird daher jedem Freunde des Handwerks willkom- men sein. ,, ,
I. Würdigung des Handwerks in seiner wirtschaftlichen Eigenart. 1. Anerkennung handwerksmäßiger Großbetriebe. Die vom Reichsgericht und vom Oberverwaltungsgericht in zahlreichen Fällen anerkannte Entwicklung des Handwerks zum Eroßhandwerk ist von der preußischen Staatsregierung noch nicht anerkannt worden. Dadurch werden dem Handwerk in Preußen vielfach die technisch fortgeschrittendsten und leistungsfähigsten Handwerksbetriebe entzogen und die Arbeit der Handwerkskammern und Innungen für die Hebung des Handwerkerstandes (durch Einrichtung von Meisterkursen, durch Empfehlung moderner Technik, .durch llebermittelung geeigneter Buchführungssysteme) illusiorisch gemacht. 2. Einführung der Pflicht zur Buchführung für alle Eewerbe- betriebe. 3. Aushebung der Sonderbevormundung des Handwerks in § 100 q R.-G.-O. 4. Schutz der Arbeitswilligen und der Handwerker vor Boykottierung. Es muß von der Königlichen Staatsregierung die energische Vertretung dieser drei Punkte auch im Bundesrate verlangt werden, wenn es mit der Gewerbeförderung vorwärts gehen soll. 5. Billige Rücksichtnahme auf die Bedürfnisie kleiner Handwerksbetriebe. Poli-Averordnungen über die Benützung von Dach- und Kellergefchosien, angebliche Störungen durch Geräusche von Handwerksbetrieben.
II. Pflege des Eenosienschaftswesens. 6. Förderung des genossenschaftlichen Bildungswesens durch Lchrkurse. 7. Gewährung von Anlagekrediten zur Errichtung von Produktiv- und Werkgenossenschaften, sowie größere Anpassung der Eeschäftsbestimmungen der preußischen Zentralgenossenschaftskasse an die besonderen Bedürfnisse der selbständigen Handwerker und auf dem Gebiete des Personalkredits. 8. Erleichterung der Begründung von Hypotheken-Instituten in den Städten nach Analogie der Landbanken.
III. Ausbildung der Handwerker. 9. Gesetzliche Regelung des Fortbildungsschulwesens unter Berücksichtigung der Berufsgliederung (Fachklassen, Unterstützung von Jnnungsschulen. Ausbildung von Praktikern zu Gewerbelehrern. 10. Errichtung von Gewerbeförderungsanftaltcn für die einzelnen Provinzen unter Zuziehung von Prattikeor.
IV. Reform des Berdingungswesens. „Seitdem es in Staat und Gemeinde üblich geworden ist, Arbeiten auf Grund öffentlicher Ausschreibungen an den Mindesifordernden zu vergeben, bildet die dadurch entfesselte, schrankenlose Konkurrenz durch unreelle Unterbietungen eine schwere Eefabr für den Handwerkerstand." (Urteil des Reichsgerichts.) Es wird desbalb verlangt: 11. Vergebung zum angemessenen Preis. 12. Stritte Beachtung der staatlichen Verdingungsordnungen durch die Nachgeordneten Stellen. 13. Einwirkung zur Verbesserung des kommunalen Submissionswesens gelegentlich der Gewährung von Staatszuschüssen. Das Handwerk muß sich darauf verlassen können, daß das öffentliche Derdingungswefen nicht zu einer Schädigung des soliden Handwerks ausschlagen darf, da sonst eine gesetzliche Regelung unabweisbar wird.
V. Eindämmung parasitenähnlicher Erscheinungen im Eewerbeleben. 14. Bekämpfung des Wanderlager- und Hausierunwesens. 15. Ausbau bet Warenhaussteuer unter Berücksichtigung von Umsatz und Anlagekapital. 16. Verbot des Warenhandels durch Beamre. 17. Gerechte Besteuerung der Konsumvereine. 18. Reform der Eefnngnlsarbeit und der staatlichen Regierungsbetriebe.
VI. Schutz des soliden Bauhandwerks. 19. Beseitigung des ruinösen Boden- und Bauschwindels durch Einführung des 2. Abschnittes des Gesetzes zum Schutze der Bauforderungen überall da, wo ein Bedürfnis besteht. Denn es gilt hier, eine Lücke des bürgerlichen deutschen Rechtes auszufüllc '. die andere moderne Gesetzgebungen vermieden haben. 20. Befreiung des Baumarktes von vermögenslosen Adenteuerern sowie von Elementen ohne Fachkenntnisse. Um alle diese staatlichen Maßnahmen zur Förderung und Hebung des Handwerkerstandes einheitlich durchzuführen und ihre Entwickelung im Entwurfsstavlum gegen die
Ausland.
♦* Erkrankung des russischen Thronfolgers. Petersburg, 22. Ott. Der russische Thronfolger ist erttankt. Es wird darüber mitgeteilt: Nach einer zufälligen Verletzung der linken Weichen« gegend trat beim Thronfolger am 15. Oktober ein Bluterguß ein, infolgedessen die Temperatur allmählich stieg und gestern morgen 38,1 Grad, am Tage 38,5, am Abend 39,4 Grad betrug. Der Pul» ist gut, tagsüber 130—140, abends 144. Der Atem ist normal, ,
Deutsches Reich.
— Interpellation. Berlin, 22. Okt. Die nationalliberale Fraktion des Abgeordnetenhauses brachte heute mittag durch den Abgeordneten Fritsch eine Interpellation ein, die lautet: Eedentt die Staatsregierung Maßnahmen zu treffen, durch die der gegenwärtigen Kreditnot des städtischen und ländlichen Grundbesitzes abgeholfen wird?
— Zur Elektrisierung der Staatsbahnen. Berlin, 22. Ott. Die Vereinigung elektrotechnischer Spezialfabriken hat an das Abgeordnetenhaus eine Eingabe gesandt, in der das Ersuchen ausgesprochen wird: 1. das Haus der Abgeordneten wolle die verfassungsmäßige Zustimmung zu dem Bereitstellen von Mitteln für die Einführung elektrischer Zugförderung auf Staatsbahnlinien, insbesondere auf den Berliner Stadt-, Ring- und Vorortbahnen nur unter der Bedingung erteilen, daß die Eisenbahnverwaltung die für diese Zugförderung nötige elektrische Energie in bahneigenen Werken selbst herstellt; 2. das Haus der Abgeordneten wolle die Kgl. Staatsregiecung ersuchen, daß ihm unverzüglich ein Gesetzentwurf zur verfassungsmäßigen Beschlußfassung vorgelegt werde, in dem die Mittel für die Errichtung der Kraftwerke, die durch die Einrichtung elektrischer Zugförderung auf den Berliner Stadt-, Ring- und Vorortbahnen nötig werden, angeforderi werden.
— Aenderungen von Amtsbezirken. Berlin, 22. Ott. Dem; Herrenhause sind Gesetzentwürfe über Aenderung der Amtsbezirk«, Jüterbog, Luckenwalde, Treuenbrietzen, Demmin, Loitz, Stieg, ' Löwen, Köslin, Zanow, Pekum, Oelde, Bad Orb und Gelnhausen zugegangen.
— Reue Prüfungsordnung für Einjährig-Freiwillig«. Gegenwärtig unterliegt der Entwurf einer neuen Prüfungsordnung für Einjährig-Freiwill'ge der Prüfung der beteilgten Stellen. Bekanntlich können junge Künstler, Kunstgewerbler und Handwerker usw. auf Grund einer beso-ders hervorragenden künstlerischen oder technischen Arbeit auf dem Gebiete ihres Berufes zum Einjährig- Freiwilligen-Examen zugelassen werden. Es ist nun verschiedentlich angenommen worden, daß eine Reform der für Künstler usw. geltenden Vorschriften in Frage stände. Eine Reform der Be- stimmungen über das KLnstler-Einjährigenexamen ist aber nicht beabsichtigt. Es handelt sich nur darum, daß feste Grundsätze in die Bestimmungen über die Wahl der an Künstler in den Ele- mentarfächern zu stellenden Anforderungen ausgenommen werde» sollen. Das wird durch die neue Prüfungsordnung geschehen, di« auch im übrigen den jetzt maßgebenden Verhältnissen angepaßt werden soll. Wann die neue Prüfungsordnung in Kraft trete« wird, läßt sich zur Zeit noch nicht übersehen.
— Die „Kreuzzeitung" stellt aus Anlaß der Entstehung des Gerüchts, daß sie mit anderen Blättern verschmolzen werden solle, fest, sie sei und bleibe nach wie vor alleiniger Besitz der selbständigen Gesellschaft Reue Preußische Zeitung (G. m. b. H.), Berlin.
— Arm in Arm! Dessau, 22. Okt. Die Fortschrittliche Volkspartei beschloß, bei den kommenden Stadtverordnetenwahlen mit der Sozialdemokratie zusammenzugehen. Dieser Pakt gilt auch für die Landtagswahlen int Jahre 1914.
— Militärturnanstalt. Ursprünglich war beabfichttgt, die zurzeit in Berlin, Scharnhorststraße, befindliche Militärturnanstalt, deren Räumlichkeiten unzureichend geworden find, nach Spandau zu verlegen. Rach den jetzigen Entschließungen erfolgt die Verlegung nach Fertigstellung der erforderlichen Räumlichkeiten nach dem Truppenübungsplatz Zehrendorf bei Zossen.
— Telephonnummern als Telegrammadresse. Aus Handelskreisen ist angeregt worden, die Telephonnummer als Telegrammadresse zuzulassen. Die Reichspostverwaltung steht diesen Anregung«» ablehnend gegenüber, da sich aus der gewünschten Einrichtung erhebliche Unzuträglichkeiten für die glatte und sichere Abfertigung des Verkehrs ergeben würden. Eine Reihe von Handelskammern, die zu dieser Sache Stellung genommen haben, stehen auf dem gleichen Standpunkte und befürchten aus einer Vereinfachung der vorerwähnten Art Nachteile für den Tele- grammcmpfänger.
— Eisenbahngüterverkehr. Im Güterverkehr der preußischen Staatseisenbahnverwaltung hat sich für die Industrie das Bedürfnis nach Vermehrung von Tiesgangwagen mit größerer Tragfähigkeit herausgestellt. Das Ersenbahn-Zentralamt hat für 1912 die Vermehrung des Wagen- parks um 27 Tiesgangwagen bewirkt. Für 1913 ist eine weitere Vermehrung dieser Wagengattung in Aussicht genommen. Rach den gelten- den Bestimmungen können Tiefgangwagen auch als Privatgüterwage« in Verkehr gestellt werden.
„ Der Balkankrieg.
Untat »en Meldungen vom Kriegsschauplatz herrscht noch Immer eine ungeheure Verwirrung. Was von der einen kriegführenden Partei behauptet wird, wird schleunigst von der cm»-' deren dementiert. Demnach gibt es auf dem Balkan bis jetzt nur Sieger. Eine Niederlage will noch keiner erlitten haben. Das einzige Tatsächliche, das aus diesem Wirrwarr von Meldungen herauszuschälen ist, ist, daß in der Gegend von Adrianopel be, dem Orte Kirkilisse eine Schlacht im Gange ist. Nach den ersten Nachrichten von dort sollte es den Bulgaren gelungen sein, die türkische Verteidigungslinie zu durchbrechen. Eine andere int Laufe des heutigen Vormittags eingelaufene Mewung aber besagt, daß dort
die Türken einen Sieg errungen
hätten, und zwar sollen sie 3000 Bulgaren gefangen genommen haben. Außerdem aber sollen die Verluste auf bulgarischer Seite 3 0 00 Tote betragen. Näheres ist zur Zeit noch nicht darüber zu erfahren. Man wird gut tun, die Bestätigung dieser Nachricht durch unbeteiligte Kriegsberichterstatter abzuwarten. Im übrigen liegen
vom Kriegsschauplatz
bisher folgende Meldungen vor:
K o n st a n t i n o p e l, 22. Ott. Die Blätter melden folgende Kriegsnachrichten, deren offizielle Bestätigung aussteht: In dem Kampfe zwischen Diskata und Elassona verloren die Griechen 5000. Mann. Das Dorf Boshonewze bei Ristvwdo nahe der serbischen Grenze, das von drei serbischen Bataillonen mit Kavallerie besetzt wurde, ist von den Türken mit Artillerie zerniert und beschossen worden. Die Serben wurden fast vollkommen aufgerieben. Die Rückzugslinie der Serben in der Richtung auf Pristina soll ab- geschnitten sein. Die serbischen Truppenlimen Mssn von Kral- fevo bis Trsowischtje sich erstrecken, sie verfügen auch.über Kavallerie. Nach wiederholten Stürmen gegen die montenegrinische Stellung sollen die TürkenAjelopolje wieder genommen haben.
Belgrad, 22. Okt. Heute vormittag sind 295 Leichtverwundete hier eingetroffen und von Abgeordneten und einem zahlreichen Publikum stürmisch begrüßt worden. — Die erste serbische Armee drang gestern bis Kumanova vor; die Höhe von Rujan wurde nach heftigem Artilleriekampf durch einen Bajonettangriff erstürmt. Die dritte Armee rückte gleichfalls vor, vie Vortruppen erreichten die Ebene von Malokova. Die Kolonne von Ibar wurde bisher durch starken Nebel am Vormarsch gehindert. Die serbischen Vorposten sind bis vor Sjenitza vorgeschoben. Die serbischen V e r l u st e in den letzten Kämpfen sind b e - trachtlich. Diejenigen der Türken sind außerordentlich groß.
C e t i n j e , 22. Okt. (Amtlich.) Die Nachrichten über einen Sieg der türkischen Truppen bei Podgoritza sind unbegründet. Die montenegrinische Armee hatte bis jetzt nur Erfolge zu verzeichnen. Der Sieg der Montenegriner war selbstverständlich mit bedeutenden Verlusten verbunden, deren Zahl der Oeffentlichkeit mitgeteilt wurde. Die Verlustziffern sind erklärlich durch die Zahl der türkischen Truppen, von denen über 6000 in Montenegro kriegsgefangen sind.
Konstantinope-l, 22. Okt. Amtlich wird gemeldet: Der Befehlshaber der türkischen Detachements stellte fest, daß die bulgarischen Streitkräfte bei Hanlar im Bezirk Dospat an der bulgarischen Grenze zusammengezogen waren. Da an die bulgarische Stellung wegen der Unzugänglichkeit des Geländes nicht heranzukommen war, täuschte der türkische Befehlshaber den Feind, indem er einen scheinbaren Rückzug unternahm. So zog er den» Feind auf türkisches Gebiet und griff bann plötzlich seinen linken Flügel an, der völlig aufgerieben wurde. Die Türken nahmen zwei Geschütze. Die bulgarischen Verluste find beträchtlich. Das Detachement setzt die Verfolgung des Feindes fort.
Konstantinopel, 22. Okt. Wie „Alemdar" erfährt, besetzten die Albanesen Kurschulmje. Eine amtliche Bestätigung fehlt noch. Das Blatt meldet weiter, daß die türkische Flotte auch vor Burgas Demonstrationen -veranstaltete.
Konstantinopel, 22. Okt. Eine Freiwilligentruppe der Albanesen überschritt die Grenze südlich von Vuschewatz, zerstörte einige serbische Dörfer und vereinigte sich bei Kurschumlje mit der Abteilung Hassan Beys.
W i e n, 22. Okt. Gestern trafen in Serajewo ein türkischer Offizier und 34 türkische Soldaten ein, die nach den Kämpfen mit den Montenegrinern im Sandschak über die österreichisch-ungarische Grenze geflüchtet waren, wo sie sich den Behörden stellten und die Waffen ablieferten. Die Türken sind bis auf weiteres in Serajewo von den Militärbehörden untergebracht worden.
Konstantinopel, 22. Ott. Der türkische Kreuzer „Ha- midje" belegte im Schwarzen Meer einen bulgarischen Schooner mit Beschlag. .
Wien, 22. Ott. Dem Wiener Korrespondenz-Büro wird vorn heutigen Tage mitgeteilt: Die griechischen Kriegsschiffe haben auf den von ihnen besetzten Inseln Truppen gelandet. Drei Kreuzer der im Schwarzen Meer operierenden türkischen Flotte find hier eingetroffen. Gerüchtweise verlautet, daß sie im Archipel auslaufen. Mehrere Bataillone alter Jahrgänge wurden heute dach dem Kriegsschauplatz befördert. *
Parts, 22. Okt. Der „Petit Parisien" meldet in ein« aus Kien datierten Depesche, daß der bulgarische Gesandte in Paris,
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