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mil oem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Nach Feierabend",Fürs Haus" und »Landwirtschaftliche Beilage".

M 242

DieOberhessische Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn« und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch die Post bezogen 2.25 <H (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen und der Ervedition (Markt 21) 2.00 <K frei ins Haus. (Für unver. langt zugesandte Manuskripte übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.) Druck und Verlag der Univ.-Vuchdruckerei I. A. Koch (Inh.: Dr. C. Hitzeroth), Markt 21. Telephon 55.

Marburg

Dienstag, 15. Oktober

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47. Jahrg.

1912.

ErSes Glatt

Zur Lage auf dem Balkan.

Die deutschen Offiziösen $u der Lage.

Berlin, 13. Ott. DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" tschreibt in ihrer Wochenrundschau: Dem vereinbarten Programm ider Mächte entsprechend wurden bei den Balkanstaaten und in Monstantinopel Schritte unternommen, die die einmütige Stellung [bet Großmächte zu der Kriegsgefahr ausdrückten. Einen Erfolg xzur Verhinderung des Kriegsausbruches wird man sich nicht mehr ^versprechen können. Die sämtlichen Antworten stehen zwar noch raus, doch läßt das Vorgehen Montenegros erkennen, in welcher (Richtung die anderen Teilnehmer des Balkan-Vierbundes sich ent« Weiden werden. Die Feststellung ist von Wert, daß bei dem Vor­schlag Poincarös und der darauf beruhenden Aktion der Mächte wer Ausbruch eines Krieges von Anfang an in Rechnung gezogen -wurde. Das Ziel der Mächte ist daher von vornherein über eine kproblematische Verhütung des Balkanttieges hinausgegangen. Es (kam vor allem darauf an, Vorsorge zu treffen, daß die Großmächte micht in die Verwicklung hineingezogen würden. Ihr gemeinsam lkundgegebener Entschluß, keine Aenderung de« territorialen Status quo zuzulassen, bietet dafür eine Gewähr.

'Köln, 12. Okt. DieKölnische Zeitung" meldet aus Berlin: Rach der Entwickelung der letzten Tage kann es für niemand mehr «ine Ueberraschung sein, wenn das von dem französischen Minister­präsidenten Poincarö veranlaßte Vorgehen einen unmittelbaren Srfolg zur Verhinderung des Krieges unter den Balkanvölkern picht mehr haben wird. Die Schuld an diesem wahrscheinlich ge­wordenen Ausgang wollen einige Blätter der zögernden Haltung Iber englischen Regierung zuschreiben, was unseres Erachtens jedoch zu weit geht. Vor allem ist nach hiesiger Auffasiung daran fest- Mhalten, daß der Hauptzweck des Schritte» und der vereinbarten Spaltung der Mächte erreicht ist: Daß auch bei dem Eintritt der puderen Balkanvölker in den Krieg ein Riegel dagegen vorge­schoben wird, daß der Brand weiter um sich greift und die Eroß- jmächte in direkte Mitleidenschaft zieht. Das Verdienst hierfür (kommt sicherlich Herrn Poincarö zu.

Dis Nalkanstaaten.

'Paris, 13. Okt. Der Sonderberichterstatter des , Temps" meldet aus Sofia: Die Antwort Bulgariens auf die Rots der Mächte drückte den Dank für das durch deren Schritt bekundete Jn- iteresse für das Balkanproblem aus und betonte, daß die Erklärung, wonach die Mächte die Durchführung der Reformen in die Hand -nehmen wollen, als bedeutungsvoll gewürdigt werde, daß Bul­garien jedoch von der Pforte dirett verlangen müsie, sie möge ihre (Absichten betreffs der Reformen in Mazedonien präzisieren. Die iAntwort, welche heute dem österreichisch-ungarischen und dem russi- sfchen Gesandten überreicht werden solle und mit der Serbiens und ^Griechenlands gleichlautend sei, stelle eine Ablehnung der vermit- ftelnden Eingreifens der Mächte dar. Gleichzeitig werde vom Mi- nisterpräsidenten Eeschow dem türkischen Geschäftsträger ein Pro- Memoria überreicht werden, in dem die bekannten Forderungen (betreffs der Reformen in Mazedonien aufgestellt werden und für !ben Fall, daß diese Forderungen angenommen werden, von der 'Türkei die sofortige Demobilisierung ihrer Armee verlangt wird. eZur selben Stunde wird in Belgrad und Athen das gleiche Pro- memoria überreicht werden.

Konstantinopel, 12. Ott.Ikdam" meldet: Die Lage vuf Samos hat sich verschlechtert. Die Rebellen veranstalten täg­lich Kundgebungen vor dem fürstlichen Palais. Mit Rücksicht auf dies Sachlage hat die Pforte dem Fürsten die Ermächtigung erteilt, die Insel zu verlaffen. Der Pforte sind von den im Süden an­sässigen Muselmanen Telegramme zugegangen, in denen diese der Pforte ihre Sympathie ausdrücken Den Blättern zufolge haben stch bereits 2000 Freiwillige im Ministerium des Innern einge­tragen, 600 albanische Freiwillige gingen mittags nach der monte- negrinifchen Grenze ab.

London, 12 Okt. Wie die Blätter aus Konstantinopel mel­den, hat das griechische Konsulat sein Archiv dem französischen Botschafter, das serbische Konsulat das Seinige der russischen Bot­schaft übergeben.

London, 12. Ott. Wie dem Daily Telegraph aus Belgrad berichtet wird, haben sich in Drin in Altserbien neue schwere Christengemetzel abgespielt.

Athen, 12. Ott. Der Kronprinz und der Generalstab find heute morgen 8 Uhr zur Armee nach Thefialien abgereift.

Die Mächte.

Wien, 12. Okt. Wie gemeldet, wurde gestern von hiestger unterrichteter russischer Seite und von Petersburg übereinstim­mend die Nachricht verbreitet, daß Oesterreich und Rußland sich in gleichlautenden Erklärungen bei Ausbruch des Balkanttieges neutral erttären werden. Diese russischen Meldungen entsprechen, wie an hiesiger maßgebender Stelle erklärt wird, nicht den Tat­sachen. Oesterreich-Ungarn behält vollständig freie Hand zur Wahrung seiner Jnteresien. Auch von Rußland liegen anders­lautende Meldungen vor: Der Leiter der orientalischen An- eelegenheiten des russischen Ministeriums des Aeußern, Trubetzkoi, in einet Unterredung, Rußland habe sich gewiß redlich tie Erhaltung des Friedens beniüht. Aber nachdem dies ver- "LLslich müffs es nunmehr dis Bestrebungen der Slaven auf

das nachdrücklichste unterstützen. Die Balkanstaaten könnten der russischen Hilfe gewiß fein.

Petersburg, 12. Okt. In einem offiziösen Artikel der Rosstja"über die Deroute an der Börse heißt es: Es besteht kein ernsthafter Grund anzunehmen, daß Rußland, welches aufrichtig bemüht ist, die Ereignisie auf dem Balkan zu lokalisieren, ge­sonnen ist, seine friedlich Politik aufzugeben. Die Ursache der Deroute darf man nicht in den Ereignisien auf dem Balkan suchen, die keinesfalls die wirtschaftliche Entwicklung Rußlands bedrohen, sondern ausschließlich bei jener wohlbekannten Clique von Baisse- spekulanten, die danach trachten, sich dadurch auf Kosten des Pu­blikums zu bereichern und daß sie alarmierende Gerüchte erfinden. Bald ist es das abgeschmackte Gerücht von der Mobilisierung der Schwarzen Meer-Flotte, bald die Legende von der Mobilisierung der Truppen in den Weichselgouvernements und der Kosaken am Ton, bald eine phantastische Rede des Kriegsministers. Das Publikum muß das wenig skrupulöse Spiel, besten Opfer es ge­worden ist, erkennen lernen. Sobald sein Ruin vollständig ist, wird es die Zielscheibe des Spottes werden. Um dieser Gefahr vorzubeugen, appellieren wir an seinen gesunden Menschen­verstand.

Budapest, 12. Ott. An der Effektenbörse wurde folgende Erklärung des Vorstandes des Vereins der Effektenhändler von Siemon Kraus bekanntgegeben: Der Ministerpräsident Lukac» ermächtigte mich zu erklären, daß es vollkommen ausgeschlosten sei, daß die österreichisch-ungarische Monarchie sich in den Krieg einmenge.

Wien, 12. Okt. Die Stellung Sasonows, des russischen Mi­nisters des Aeußern, soll erschüttert sein. Man erfährt, daß er persönlich von den aufrichtigsten Intentionen erfüllt ei, aber in Petersburg beständig starke Strömungen gegen ihn und seine Politik, namentlich in militärischen Kreisen, vorherrschen.

Berlin, 13. Okt. Das Gerücht bezüglich Ueberführung der Barbestände der Filialen der russischen Staatsbank im Weichsel­gebiet nach Moskau entbebrt jeglicher Begründung.

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Eine türkische Militärwache in Konstantinopel.

Die Feindseligkeiten.

Podgoritza, 12. Ott. Der Spezialkorrespondent des Reu- terschen Büros meldet: Von der südlichen Armee wird gemeldet, daß die Türken gestern abend von ihren Befestigungen einen Gegenangriff versuchten, der aber abgeschlagen wurde. Bei der Erstürmung von Rogame eroberten die Mentenegriner ein unbe­schädigtes Kruppgeschütz und Munition. Bei der Erstürmung von Detschitsch am zweiten Tage des Krieges hatten die Montene­griner 400 Verwundete und 120 Tote.

Saloniki, 13. Okt. Nach den hier vorliegenden Mel­dungen gestalteten sich die Kämpfe um Berana überaus heftig. Die Montenegriner erzielten trotz wiederholter Angriffe angesichts der Todesverachtung, mit der die Türken und die albanesischen Freiwilligen kämpften, keine Erfolge, und mußten unter schweren Verlusten wieder zurückgehen. Die Kampfzone erstreckt sich bis Bjelopolie, wo den ganzen Tag heftige Gefechte stattfanden.

Podgoritza, 13. Okt. Die montenegrinische Nordarmee hat gestern unter General Wukotitsch die Stadt Bjelopolje in Mt- serbien eingenommen. Die Kämpfe dauerten bis 4 Uhr nachmit­tags. Als die Truppen in die Stadt einzogen, begrüßten die ser­bischen Einwohner die Montenegriner mit Jubel als Befreier vom 500jährigen türkischen Joche. In der serbischen Kirche wurde sofort ein Dankgottesdienst zelebriert. Es sind provisorische mon­tenegrinische Behörden eingesetzt worden.

Podgoritza, 12. Okt. Die Stadt Tuzi wurde von den Montenegrinern heute nachmittag vollständig zerniert. Jede Ver­bindung der Stadt mit Skutari ist unterbrochen. Bisher machten die Montenegriner über 3000 Kriegsgefangene, die nach Kikstg geschafft wurden. Unter den Verletzten befinden sich viele Malifforen und türkische Soldaten. Die Tochter bes* Königs, Kenia, leitet den Samariterdienst selbst.

London, 12. Ott. Aus Cettnje wird berichtet, daß die Montenegriner in Bjelopoje im Sandschak Novibazar mit den Türken in einen Kampf verwickelt wurden.

Saloniki, 12. Ott. Nachrichten von der bulgarischen Grenze zufolge verlief muh der vorgestrige Tag ruhig. Eine

starke bulgarische Bande feuerte auf ein türkisches Detachement bei Karatepe, wurde aber über die ®ret.#e jurückgetrieben. Viele bul­garische Familien verließen au» Fracht Kriege die an der Grenze gelegenen Dörfer und nach S V^/tcn. Der

Bandenführer Tschernopejeff 6ef^*V>-< sich in der Gege « oon Mel- nik und versucht auch die dortigen tzttlgarn zur Erhebung auf­zureizen. Das Volk verhält sich at« ruhi- Im Walde bei Kra- nia fand gestern ein Kampf mit einer griechischen Bande statt, die unter Zurücklasiung von b 2«b;n flüchtete.

Konstantinopel, 12. Ott. Das Kriegsministerium gibt bekannt, daß die türkischen Truppen nach --rbittertem Kampf den Hügel Zagzale, der von den Monten rgU>em besetzt worden war, wieder erobetten.

London, 13. Ott. Eine Lloyd-Meldung aus Konstanti­nopel besagt: Die türkischen Kriegsschiffe sind in der Richtung nach dem Schwarzen Meere abgefahren und ankern bei Kavek in' Bosporus.

3. Deutscher JMNdaerWstau.

S. & H. Frankfurt a. M., 12. Oktober.

Die heutige dritte und letzte Sitzung des Deutschen Jugenbgerichts- tages leitete eine pietätvolle Ehrung des verstoroenen früheren Unter­staatssekretär» im Reichsjustizamt Dr. Nieberding ein. Im Anschluß hieran erstattete Amtsgerichtsrat Dr. Köhne (Berlrn) t<n Referat über Die Notwendigkeit eines besonderen Iugendgerichtsgesetzes und sein Inhalt". Er betonte, daß zwar das Vorgehen der Reichsregierung für jugendliche Gesetzesübertreter ein spezielles Gesetz zu erlaßen, sehr zu begrühen sei, daß aber der vorliegende Entwurf trotz mancher Fortschritte zur Beseittgung der gegenwärtigen Zustände nicht ausreiche. Unter allen Umständen müsie die Herausietzung der ui b i en Strafmündigkeits- grenze auf das 14. Lebensjahr und bei körperlich und geistig Zurück­gebliebenen die Straflosigkeit der Iugendlicken gefördert werden. Di« Einttchtung von Jugendgerichten darf nicht völlig in das Belieben der Justizverwaltung gestellt werden. Die Sttafaussetzung ist in die be­dingte Verurteilung umzuwandeln, denn nur dann wird es möglich sein, die Zahl der Strafmittel für Jugendliche zu erweitern. Bei län­gerer Ueberfühnmg ist die Rehabilitation dringend erforderlich. Jugend- gettchte sollen an allen Landgerichten gebildet werden, an den anderen Otten können sie gebildet werden. Der Richter soll zwar die Strafe verhängen, aber unter bestimmten Voraussetzungen von ihrer Durch­führung Abstand nehmen. Der Korreferent Oberlandesqerichtspräsi- dent Erz. Hamm (Bonn) legte hierzu eine Reihe von AbändenMS- vorfchlägen und Zusatzanträgen vor. Er wünschte vor allem die elb- urteilung aller Straftaten Jugendlicher durch Jugendgerichte, und be­zeichnete es als einen Schaden, daß der Richter auf die Gefetzesaus- legung beschränkt werde, statt daß man ihn mitten ins Leben stelle; er wolle Richter, die Freude haben an der Bewertung des lebenden Men- fchen. Exz. Hamm gab der Anschauung Ausdruck, daß für die Jugend- gettchtspflegr Frauen als Schöffen garnicht zu entbehren feien. An die beiden Vorträge schloß sich e'.ne ausgedehnte Diskusiion, in der die Anschauungen der Freunde und der Gegner der Zulasiung von Frauen zu öffentlichen Aemtern teilweise scharf aufeinanderplatzten. Staatsan­walt Freiberger betonte, daß die Frauen jetzt schon nervös werden und die Besonnenheit verlieren, wenn von der Frauenbewegung gesprochen werde; hoffentlich komme es nicht soweit, daß die Frauen Richter wer­den. Bei dem Manne beherrsche der Kopf das Herz, bei der Frau das' Herz den Kopf. Auch Amtsgerichttat Allmenröder (Frankfurt a. M.) rofe» darauf hin, daß die Frau für die Erziehung an Wert verliere, wenn sie an der Seite des Jugend-ichters Utteile 'fälle. Frl. Pappritz (Berlin) verlangte demgegenüber i nbedingte Zulasiung zum Schöffen, amt, die mit der Frauenbewegung ger nichts zu tun habe; die Frau steh dem Seelenleben des Kindes vttl näher und es sei unnatürlich, wenn de Mann allein über sittliche Verfehlungen des Weibes urteilen solle Oberlandesgerichtspräsident Spahn erklärte die Zulasiung von Frauei zum Schöffengericht lediglich b i Verhandlungen gegen weibliche Ange klagte für angängig zu erachten. Frl. Gaudstikker (München) glaubte daß weibliche Angeklagte au im Falle einer strengeren Verurteilung vor ihren eigenen Geschlecht- mosiinnen einen höheren Respekt haben würden, als vor Männern. Auch das Sinnbild der Justitia mit den verbundenen Augen zog Frl. Gaudstikker zu Hilfe, um zu zeigen, daß die Frau für das Amt eines Schöffen geeignet sei. Dr. Becker (Dresden) empfabl einen Zusatzantrag, wonach die Schaffung von Sonderschösten für Jugendliche nicht zu empfehlen sei. Schließlich wurden die Anträge der Referenttn angenommen, der Antrag Becker mit geringer Minorität abgelehnt, über den Antrag Hamm überhaupt nicht abgestimmt. Die Tagesordnung war damit erledigt. Die Wahl des nächsten Tagungs­ortes wurde dem Vorstand überlasten und hierauf die Tagung gefchlosien.

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Deutsches Reich.

Gesandten«'echsel. Bem, 12. Ott. Der deutsche Gesandte v. Bülow wurde heute vormittag von dem Bundespräsidenten Dr. Forrer in Audienz empfangen zur Ileberreichung seines Abberuf­ungsschrei bens. Anschließend an die Audienz folgte ei:, vom Bun­desrat dem scheidenden Gesandten gebotenes Frühstück im Berner Hof, an dem der schweizerische Bundesrat in corpore teilnahm. Offzielle Reden wurden nicht gehalten, dagegen tauschten der Bun­desrat und der Gesandte herzliche Worte aus.

Vom Kaiser. Marienburg, 12. Ott. Der Kaiser und die Kaiserin sowie Prinzessin Viktoria Luise, Prinz Joachim und Ge­folge trafen heute nachmittag 3 Uhr in Automobilen von Cadinen ein: Vor dem Schlosse fanden sich zur Begrüßung Landrat Hage­mann, sowie Geheimrat Steinbrecht ein. Sogleich wurde eine ein­gehende Besichtigung des Schloßes vorgenommen. Um 5 Uhr er­folgte die Abreise der Allerhöchsten Herrschaften im Sonderzuge nach Danzig-Lanafuhr. Danzig, 12. Okt. Der Kaiser, die Kaise­rin, Prinzessin Viktoria Luise und Prinz Joachim nebst Gefolge trafen um 6.20 Uhr mittels.Hofsonderzuges von Marienburg hier ein. Am Bahnhos fanden sich zur Begrüßung das Kronprinzen»' paar ein. Ferner war der kommandierende General v. Macken»