MchWc ZeikW
mit oem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Bellagen: „Nach Feierabend", „Fürs Haus" und „LandwirtschaWche Beilage".
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Marburg
Dienstag, 8 Oktaler
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47. Jahrg.
1912.
Erftes Blatt.
Das schwelende Feuer auf dem Balkan.
Die Internationale Löschbrigade, soll heißen europäische Diplomatie, ist angeblich immer noch eifrig am Werke um den glimmenden Brand auf dem Balkan-noch rechtzeitig zu ersticken, ehe er zu Hellen Flammen auflodert und genährt durch den angesammelten Zündstoff zur alles umfassenden Feuersbrunst wird. Bei der braven Löschmannschaft scheint es aber zuzugehen, wie weiland bei der Siebenlehner Feuerwehr. Gerade die die scheinbar am eifrigsten gegen das Feuer ankämpen, stehen stark im Verdacht die eigentlichen Brandstifter zu sein und das Feuer an anderer Stelle wieder zu schüren, wogegen diejenigen, die es ehrlich meinen, beiseite geschoben werden. Zur rechten Zeit hatte Graf Berchtold seine Vorschläge einbracht, aber er fand wenig Entgegenkommen und die Sache verlief im Sande. Jetzt nun hat Rußland die Angelegenheit in die Hand genommen und nach langen Verhandlungen hat nun Frankreich den beteiligten Mächten einen Vermittlungsvorschlag unterbreitet. Zn der betreffenden Note wird erklärt:
Erstens: Die Mächte mißbilligen die kriegerische Haltung der Balkanstaaten: zweitens: Die Mächte werden keinerlei Aenderung des territorialen Status quo auf dem Balkan gestatten: drittens: Die Mächte werden die Verwirklichung der Reformen in Mazedonien selbst in die Hand zu nehmen.
Zu dieser Note wird offiziös mitgeteilt: Der französische Botschafter in London Eambon hat, da Sir Edward Grey abwesend ist. den Vorschlag Poincares Sir Arthur Nicolson übermittelt. Wie der Botschafter dem Ministerpräsidenten Poincare telegraphierte, ist England einer gemeinsamen Mion günstig. Es zieht vor, daß diese Aktion in Konstantinopel von allen Großmächten solidarisch, in den Hauptstädten der Balkanstaaten jedoch von Oesterreich und Rußland unternommen werde. Was Deutschland änlange, so habe Staatssekretär v. Kiderlen- Wächter gestern den französischen Botschafter Jules Eambon empfangen und weder dem Wesen noch der Form nach gegen den Vorschlag Poin- tores irgendwelche Einwendungen erhoben, aber erklärt, daß ibki Rück-- sicht avf^dre Wichtigkeit der 'Frage "er dem Kaiser Vortrag erstatten müsse, dessen Antwort heute erwartet wird. Kiderlen-Wächter habe übrigens aus seiner AeberzeuMng, daß diese Antwort eine günstige sein «erde kein Hehl gemacht. Die Antwort Oesterreich-llngarns ist norfr nicht einqetrokfen, doch hat Ministerpräsident Voincare in seiner gestrigen Unterredung mit dem österreich-ungarischen Geschäftsträger Grafen Somsiich den Eindruck empfangen, daß die diesbezüglichen Anschauungen der österreichisch-ungarischen Diplomatie in ihrer Gesamtheit mit denen Frankreichs und Rußlands im Einklang stehen.
Sasonow über die Lage.
Paris, 5. Okt. lieber die Balkankrise gab der rusiische Minister des Aeußern Ssasonow einem Redakteur des „Temps" gegenüber u. a. folgende Erklärung ab: Ich will keine Voranssaqe machen, aber ich kann sogen, daß wir uns bereits heute einem Resultat gegenüber befinden. Europa befindet sich in der redlichen Bemübunq, welche gegenwärtig unter Mitwirkung aller Mächte erfolgt. Selbst den Fall ange- itommen, daß diese Bemühung nicht genügt, um den Krieg zu verb-ndern. so hat sie doch wenigstens die Feststellung gestattet, daß derselbe Gedanke, ja das Gelühl derselben Pflicht, die Staatskanz- leien leiten kann. Der Friede Europas findet in dieser Eemeiniam- keit eine starke Büralchaft. Heber die Gefabren einer Balkankrisis kann und will ich nichts sagen. Das ist eine Sache, die sich unglücklicherweise jedem Vorausblick entzieht und betreffs welcher die äußerste Zurückbal- t""g geboten ist. Die Formel, die als Grundlage einer gemeinsamen Aktion der Zustimmung der Mächte unterbreitet wurde, bietet das größte Maß non Bestimmtheit, das in einer notgedrungen allgemeinen Fällung erreicht werden kannte. Alle wesentlichen Worte sind darin enthalten. Es hantelt sich nicht nur um ein bloßes Versprechen der Reformen, sondern um eine Verwirklichung dieser Reformen und um praktische Mittel dieselben zu gutem Ende zu führen. Da die Balkanstaoten beteuern, daß sie fein- ^ebietsvorteile anstreben, so müssen sie sich logischer Weise für befried' -klären. — Heute Vormittag haben Ministerpräsident Poincare n- '' nach einem neuen, aber vielleicht nützlichen Vorgehen die Gesandten Bulgariens, Serbiens und Griechenlands solidarisch empfangen. Wir haben ihnen formell unsere Eesichtspuntte dargelegt. Ich weiß nicht, welche Form die Aktion der Mächte haben wird. Was uns anlangt, fo sind wir bereit, die zwei möglichen Methoden anzu- nebmen: Entweder gemeinsame Attion oder eine Mion Rußlands und Oesterreich-llngarns im Namen der Großmächte. Wir haben keine Hintergedanken und sind überzeugt, daß dies auch bei den anderen Mächten der Fall ist. Die Aufnahme, die der Vorschlag in den verschiedenen Hnuntstädten gesunden bat, beweist dies. Ich freue mich, daß meine seit langem geplante Reise mit dieser Krise zusammenfällt. Dank meinem . unmittelbaren und herzlichen Zusammenarbeiten mit Herrn Poincare haben wir mehrere Tage gewinnen können. Ich fasse meine Ansichten ' dahin zusammen, daß, welche Gefahren immer der Balkan morgen bringen kann, schon jetzt zutage tritt, daß die französisch-russische Allianz und die Triple-Entente vollständig bereit sind, die Friedensrolle zu erfüllen. für welche sie geschaffen wurden, und daß der in den gegenwärtigen Umständen von dem gleichen Geiste beseelte Dreibund uns zur Erreichung des gemeinsamen Zieles feinen nützlichen Beistand gewährt.
Paris, 6. Okt. Sasonow erklärte einem Berichterstatter, die Forderung der Bulgaren betreffend Mazedonien feien zum Teil übertrieben und undurchführbar, z. B. die Forderung, daß Mazedonien einem belgischen oder schweizerischen Gouverneur gehorchen müsse, ist eine Sache, in die die Türkei nicht einwilligt und für welche die ELroßmächte in Konstantinopel keinerlei Pression ausüben werden. Ebensowenig könne man hoffen, daß sich die Türkei dazu verstehen werde, die mazedonischen Reformen durch die Vertreter der verschiedenen Balkanstaaten kontrollieren zu lassen.
Die Haltung der Machte.
Der „Temps" meint bezüglich der Haltung Englands: Die Londoner Regierung hat nur eine Sorge: Kiamil Pascha, welchen sie für die Seele des türkischen Kabinetts hält, keinerlei Verlegen- Deiten zu bereiten. Das englische Volk steht den schlimmen Verhältnissen, unter denen die Balkanvölker leben, vollständig gleich- Dültig gegenüber. Die englische Vereinigung zum Schutze der
Balkanvölker, welche einst so eifrig war, verhält sich gegenwärtig ganz still. Dieser Umschwung ist jedenfalls bemerkenswert. Was die italienische Regierung anlangt, so habe diese erklärt, daß sie sich den in den Balkanhauptstädten zu unternehmenden Schritten anschließen werde. Sie werde sich, so lange der Friede nicht geschloffen sei, jeder Schritte in Konstanttnopel enthalten, doch nehme sie den französischen Vorschlag in seiner Gesamtheit an.
W i e n, 6. Okt. Der größte Teil der Blätter ist der Ansicht, daß der Vorschlag Poincarös sich in der Hauptsache mit der Richtung der österreichisch-ungarischen Politik deckt und stellt daher eine günstige Aufnahme in Aussicht. Das „Fremdenblatt" schreibt: Oesterreich-Ungarn, das den jetzigen Statusquo am Balkan aufrichtig wünscht, da dieser den Interessen der Monarchie ebenso entspricht, wie die Aufrechterhaltung des Friedens, wird gewiß mit Freuden geneigt sein, an jeder Aktion teilzunehmen, die die Hoffnung auf einen raschen Erfolg bietet.
Berlin, 6. Okt. Die „Rordd. Allg. Ztg." schreibt in ihrer Wochenrundschau: Die ruhigere Auffassung, wonach die Mobilisierungen auf dem Balkan nicht unmittelbar den Ausbruch des Krieges bedeuten, behielt vorläufig recht. Ob Aussicht vorhanden ist, daß es gelingen könnte, den Krieg ganz zu verhüten, lassen wir dahingestellt. Nachdem aber ernstliche Verhandlungen der Mächte darüber im Gange sind, einen eventuellen Krieg zu lokalisieren, so ist Deutschland an der Frage nur sehr indirekt interessiert und kann mit Ruhe die gemeinsamen Entschließungen der beiden nächstbeteiligten Mächte, Oesterreich-Ungarn und Rußland, abwarten. Ihrem gemeinschaftlichen Vorgehen werden sich die anderen Mächte zweifellos anschließen.
London, 5. Okt. Premierminister Asquith erklärte in einer Rede, die er in Ladybank hielt: Seit langem bot der internationale Horizont keinen so drohenden Anblick. Dennoch habe er picht alle Hoffnung verloren. Die Großmächte arbeiteten allesamt ftn sorgsamem, loyalem Zusammenwirken für die Erhaltung des Friedens. ' .........
Paris, 6. Okt. Eine Nöte der „Agence Havas" meldet: Ministerpräsident PaincarS hatte heute morgen eine neue Unterredung mit dem russischen Minister Sasonow. Auf die formulierten Vorschläge bezüglich der bei den Balkanmächten und in Konstantinopel zu unternehmenden Schritte hat das Wiener Kabinett um einige unerhebliche Aenderungen ersucht, die nach ihrer Prüfung durch Poincarö und Sasonow angenommen und sofort den anderen Mächten mitgeteilt wurden.
Aus der Türkei.
Wien, 5. Okt. Die „Neue Freie Presse" meldet aus Konstantinopel zu den letzten Demonstrationen: Vor dem Palast des Sultans war die Menge auf 15 000 Mann angewachsen, denen die Pförtner bereitwilligst zum Palastgarten öffneten. Umgeben vom Hofftaat erschien der Sultan auf der Terrasse und winkte den Rednern freundlich zu, dicht heranzutreten. Die imposante Kundgebung schloß mit einem Gebet um den Sieg der türkischen Waffen. — Die Regierung erhielt gestern abend eine Depesche des Inhalts, daß sich an den Grenzen von Montenegro ein schwerer Zwischenfall ereignet habe. Einzelheiten fehlten.
Konstantinopel, 6. Okt. Die Pforte veröffentlicht den Text zweier an die Mächte im Wege der türkischen Botschaften gerichteten Noten vom 2. und 4. Oktober. Die erstere tut in eingehender Weise dar, daß die Mobilisierung der Valkanstaaten keine Berechtigung habe, die zweite führt aus, daß die Ueberreiznng der Völker der Balkanländer nur durch drohende Schritte besänftigt werden kann. Diese Ueberreizung habe natürlich einen Rückschlag hervorgerufen bei der ottomanifchen Bevölkerung und Armee, die bereits durch die verbrecherischen und blutigen, "seit Jahren begünstigten Umtriebe au der Fassung gebracht worden sei. Die ottomanische Regierung sei daher bereit, die letzte Herausforderung anzunehmen und jeden Angriff auf die Sicherheit des Reiches zurückzuweisen.
Die vereinten Balkanmächte.
Belgrad, 6. Okt. Bei der Eröffnung der außerordentlichen Session der Skuptschina hielt König Peter eine Thronrede, in der er das Vorgehen seiner Regierung zu rechtfertigen suchte, indem er ausführte, daß Serbien vergeblich die Einführung von Reformen in der Türkei, die den christlichen Untertanen ein friedliches Leben und gedeihliche Entwicklung gesichert hätten, erwartet habe. Dafür sei es durch die Mobilisierung der türkischen Armee an der Grenze überrascht worden. „Auf diesen Akt, wodurch unsre Sicherheit bedroht ist, hat Serbien nur eine Antwort: Mit dem Ukas vom 30. September wurde die Armee mobilisiert, unsre Lage ist bestimmt und klar. Wir haben die Pflicht, Maßnahmen für unsre Sicherheit zu ergreifen und im Einvernehmen mit den anderen christlichen Balkanstaaten alles zu tun, was an uns liegt, damit die wahren Bedingungen für einen wirklichen Frieden auf dem Balkan gesichert werden." — Offiziös verlautet: Seit gestern nacht ist auf der serbischen Haupteisenbahnlinie der gesamte Personenzugsverkehr eingestellt worden. Auf den Bahnlinien verkehrt täglich ein Personenzug.
Sofia, 6. Okt. Am gestrigen Tage der Unabhängigkeits- erkkärung Bulgariens trat die Sobranje zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Der König eröffnete die Sitzung mit einer Thronrede, in der er ausführte, die allgemeine Mobilisation in unserem Lande hat die Verkündigung des Belagerungszustandes im ganzen Königreiche notwendig gemacht. Gemäß Artikel 75 der Verfassung sind Sie zusammenberufen worden, um dem Erlaß über | die Erklärung des Lelagerungrzuftandes Ihre Zustimmung zu er
teilen und ebenso die gesetzlichen Maßnahmen anzunehmen, di« durch die schwere Zeit bedingt werden, die unser Land durchzn- machen hat. Zn der Ueberzeugung, daß Sie in richtiger Schätzung der höchsten Interessen des bulgarischen Staates Ihre Pflicht erfüllen werden, erflehe ich Gottes Segen für Ihre Arbeiten. — Obwohl der genaue Zeitpunkt der Eröffnung der Sobrane nicht bekannt war, und Regenwetter herrschte, hatte sich eine dicht« Menschenmenge in der vom königl. Palais zum Kammergebäude führenden Straße angesammelt. König Ferdinand, der im Automobil fuhr, wurde auf dem ganzen Wege lebhaft begrüßt. Ebenso wurden ihm beim Betreten und Verlassen des Sitzungssaales von den Abgeordneten und dem die Logen und Galerien füllenden Publikum begeisterte Ovationen dargebracht. Die Eröffnung, der auch die mohammedanischen Abgeordneten beiwohnten, ging ohne das übliche Zeremoniell vor sich. Die Regierung brachte in der Sobranje Gesetzentwürfe ein betr. die Eröffnung eines außerordentlichen Kredites von 50 Millionen Leis für Heeresbedürf- nisse, eines Kredites von 22 260 000 Lais zur Deckung der außer- ordentlichen Ausgaben des Jahres 1912 und eines Ergänzungskredits von 3 371000 Leis zum ordentlichen Budget von 1912.
Athen, 6. Okt. Der Kronprinz wird, ohne die Rückkehr bei Königs abzuwarten, bereits heute als Oberstkommandier 'nder zur Armee abgehen. Die Kammer eröffnet erst in der Mitte der nächsten Woche ihre Sitzungen, da infolge der ausschließlichen Verwendung der Bahnen und Dampfer für den Transport der Truppen nur wenig Abgeordnete anwesend sind.
Athen, 6. Okt. Der Finanzminister erklärte die Finanzlage des Staates als durchaus günstig. Griechenland könne allen außerordentlichen Anforderungen gerecht werden, ohne Anleihen aufnehmen zu müssen, die bei ausländischen Banken deponierten Staatsgelder betrügen über 58 Millionen, die Depots bei der Nationalbank überschritten 100 Millionen Franks. Das Etatsiahr 1911 habe einen Ueberschuß von zehn Millionen ergeben, das laufende Finanzjahr weile beträchtliche Ucberschüffe auf.
Venedig, 6. Okt. Der König der Hellenen ist um 9^ Uhr vormittags aus Wien hier eingetroffen und hat sich sofort on Bord der „Amphitrite" begeben, die voraussichtlich heute nach Athen in See sticht.
K a n e a, 6. Okt. Der Präsident der kretischen Nationalversammlung erließ eine Proklamation, in der er die Bevölkerung auffordert, unter der griechischen Fahne das Kreuz gegen das türkische Barbarentum zu verteidigen. Er empfiehlt Achtung vor der Person und dem Eigentum de- kretischen Muselmanen.
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25. Generalversammlung des Evanq. Bundes.
S. & II. Saarbrücken, 8. Okt. (Fortsetzung.)
Reichstagsabgeordneter Prof. Dr. Ortmann (Torgau) legte zu dem Thema „Zur gesetzlichen Regelung der Iesuitenfrage" nach längerer, eingehender Aussprache eine Resolution vor, in welcher gegen die Abschwächung ober Aushebung des Iesuitengesetzes Widerspruch erhoben wird. Die Resolution wurde einstimmig angenommen. Zn der Hauptversammlung erörterte der Vorsitzende Generalleutnant v. Lessel die Frage: „Was haben wir erreicht und was bleibt noch zu tun übrig?" Der gewaltigen Ausdehnung des Bundes stellte er die vielfach noch unbearbeiteten Gebiete außerhalb des Bundes entgegen und betonte, daß dem Bund noch die rückwärtiaen Verbindungen fehlen, die von bet Front zur Seele des Volkes führen. Lanbtagsaboeordneter Geh.. Regierungsrat Prof. Dr. Reinke (Kiel) verbreitete sich über das Thema „Die Freiheit in der Wissenschaft". Er nahm in entschiedener Weise Stellung gegen die von Prof. Ostwald auf dem Hamburger Monistenkongreß inszenierte Vergötterung der Naturwissenschaft und behauptete im Gegensatz zu diesem, daß die Naturwissenschaft die unfertigste aller Wissenschaften fei. Außerdem haben, was Oswald allerdings verschweige, die großen Naturforscher von Copernikus bis auf die Gegenwart in ihrer Mehrzahl nicht dem Atheismus gehuldigt. Pfarrer Kremers (Bonn) über brachte als Grundstock für die Friedrich Mener-Stiftung den B» trag von 30 000 J(, worauf die Tagung geschloffen wurde. An Nachmittag fand ein Festzug und verschiedene Volksversamms'-'t statt.
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Marburg und Umgegend.
Nachdruck aller Orginalarttkel ist gemäß 8 18 bee Urheberrecht, nut mtt der deutlichen Quellenangabe „Overhess. Ztg." gestattet.)
Marburg, 7. Okt.
* Bon bet Justiz. Dem Obersekretär Ionas bei dem Ober- landesgericht in Cassel, dem Gerichtskaffenrendanten Halle in Marburg, dem Landgerichtssekretär Beschnidt in Cassel, den Amtsgerichtssekretären Po e l m a n n in Marburg, Böhm, Hupbach, Castenholz, Weber, Stegemann und Nielebock in Cassel, Drinnen- berg in Fulda, Schiebeler in Schlüchtern, Reccius in Homberg i. H., Köpke in Langenselbold, Mertens in Jesberg, Steinheim in Orb, dem Staatsanwaltschaftssekretär Maternus in Cassel, sämtlich im Oberlandesgerichtsbezirk Cassel, wurde der Charakter al» Rechnungsrat verliehen.
* A«s dem „Reichsanzeiger". Dem Obersten z. D. Max Krause zu Dessau, bisherigem Kommandeur de» Landwehrbezirks Marburg, wurde der Rote Adlerorde» ist Klasse mit bet Schleife verliehen.