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Marburg
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Douneistag, 22. August ES!*-
unter Nr. 5015 des Postscheckamtes Frankfurt a. '
1912
M.
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Spielverderberin und man könnt« tn keiner
deren Raum 15 •£, bei amtlichen und auswärtigen Anzeigen 20 4, für Reklamen dte Zeile 60 4. Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. **•*
Reklamen dte Zeile 60 Bei Wiederholungen entspreche, Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Bei Konkurs kein R
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Anordnungen ge. Aber Sibo war Derham hatte so bißchen Komödie
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eine Elücksgabe empfangen wollten.
Nur Widerwillen hatte sich Heinrike in all diese fügt. Der ganze Mummenschanz war ihr verhaßt, so böse geworden, als sie sich geweigert, und Mister spöttisch gelächelt. Da hatte sie sich gefügt. Aus ein dazu kam es ja auch nicht mehr an.
vorschützend, die Reise abgelehnt.
Sibo war, wie immer, ungehalten darüber gewesen.
mentiert, wonach die Montenegriner in Berane eingeschloffen feien, berichten andere Blätter, daß die Montenegriner bereits in Berane eingezogen feien. Der Ministerrat beriet außerdem über die Frage des Waffentragens der Albanesen. Die „Jeni Eazetta" schreibt, daß die Albanesen Gerüchte, wonach sie die Wiedereinsetzung Abdul Hamids verlangen, zurllckweisen. —' Halbamtlich wird gemeldet, daß zwischen Ibrahim Pascha und den Albanesenchefs ein Einvernehmen erzielt worden sei und daß die Albanesen sich zerstreuten. Bezüglich der Neubesetzung des Ministeriums des Innern ist noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden.
Saloniki, 20. Aug. Im Laufe des gestrigen Tages sind weitere Truppentransporte von hier nach Köprülü abgegangen, wo Vorbereitungen gegen etwaige Umgehungsmanöver der Ar- nauten getroffen worden sind. Said Pascha, der Kommandant des Saloniker Korps, ist mit der Leitung der Truppenbewegung der in Köprülü konzentrierten Truppen betraut worden. Der Markt in Köprülü ist infolge der dort herrschenden Aufregung gesperrt.
Saloniki, 20. Aug. Die Montenegriner setzen dte Feindseligkeiten gegen Berane fort. Ibrahim Pascha veranlaßte von Uesküb aus die Einberufung der Redifs von Ipek und Djakova. Falls diese dem Rufe Folge leisten, sollen sie nach Berane geschickt werden. — Die Führer des jungtllrkischen Komitees haben 27 Provinzkomitees für den am 15. Ramasam in Konstantinopel stattsin- denden Jungtürkischen Kongreß einberufen.
Konstantinopel, 20. Aug. Der Wali des Archipels Subhi Bey. der in italienischer Gefangenschaft gewesen ist, ist hier eingetroffen und wird, wie es heißt, mit einer Mission nach Italien zurllckkehren.
— Bon der Reise Dr. Solfs ist während der letzten Woche zu» sammenfasiend zu berichten: Der Staatssekretär, der am 8. August Mozambique verließ, traf am 10. August in Lindt ein und hatte dort mit den Farmern des Bezirks eine Besprechung wegen der Förderung der Baumwollkultur, die dort eine überraschend günstige Aussicht bietet. Die Ansiedler klagen nur über Transportschwierigkeiten und wünschen die Erbauung einer Eisenbahn. Am 11. Aug. war Dr. Sols in Zanzibar, wo er verschiedene Pflanzungen besuchte. Er tras, vom Gouverneur und der Bevölkerung begrüßt, am 12. August in Daressalam ein. Bis zum 15. August wurden die städtischen Einrichtungen besichtigt und die Missionen besucht. Auch fanden eingehende Verhandlungen mit den wirtschaftlichen Verbänden statt. Am 16. August reiste der Staatssekretär auf der Zentralbahn ins Innere und traf gestern in Tabora ein.
— Ein Drohbrief. München, 19. Aug. Freiherr von Cramer- Klett, der zurzeit auf seinem Waldschloß Hohenaschau im Chiemgau wohnt, hat aus Oesterreich einen Drohbrief erhalten des Inhalts, man könne ihm, nachdem er sich als Protestant derart benehme, daß er überall den Katholiken herauskehre und sich für die Jesuiten ins Zeug gelegt habe, seine Kinder nicht mehr lassen; man werde sie demnächst entführen und in Ungarn im Sinne seines Großvaters erziehen lasten. ,>•
natürlich stets sie rechnen.
Die junge ihres Mannes Seit dem
Verantwortung.) Druck und Verlag der Univ.-Buchdruckerei I. A. Koch (Inh.: Dr. C. Hitzeroth), Markt 21. — Telephon 55.
Frau harte nur Schweigen für dte heftigen Ausbrüche gehabt.
Tage, da ihm Rolf Bandener di« Pulver verschrieben, ein Rätsel: bald von einer stürmischen Lustigkeit, bald
Daß es schön war, märchenhaft, empfand auch ihr feiner, poetijcher Geist, aber eine geheime Angst krampfte ihr das Herz zusammen, wenn sie an die Unsummen dachte die das Fest verschlang.
Ueberall hingen ans buntem Weinlaub goldschwer und purpurfarbig die köstlichen Trauben. Die Gäste brauchten nur die Hände auszustrecken, um die erlesenen Weinbeeren, bi« um diese Zeit ein Vermögen kosteten, zu pflücken. In den zahlreich ausgestellten Weinlauben kreisten die blinkenden Gläser mit goldgelbem und purpurrotem Wein, und in hohen Kelchen perlte der köstlichste, mit Rosenblättern gewürzte Champagner.
Ueberall Jubel und Lust.
Im großen Saal, in den jetzt der König Rhein einzog, schwangen
(Nachdruck verboten.)
Das Tor des Lebens. Roman von A n n y W o t h e. (Fortfehung.)
In einem anderen Gemach«, ganz von dem Duft fremdländischer Blumen erfüllt, die es in einen Feengarten wandelten, residierte Hein- rite als Märchenkönigin.
Eie trug ein schillerndes, weißes Kleid, wie aus Silberperlen gewoben, und ein Kränlein lag flimmernd auf ihrem braunen, seidenweichen Haar.
Sie erzählte Rheinsagen und Märlein^ und sie konnte sich kaum retten vor der Schar der Gäste, die aus ihrem weissagenden Munde
sich jugendliche Nixen in kunstvollem Reigen. Wasterrosen kränzten den Saal, und blaßrote Korallengrotten hoben sich aus grünem Schilf lockend empor, auf deren lauschig« Sitze muntere Rixlein mit wallenden Haaren ihre Ritter entführten.
Zögernd war auch Heinttke in de« Ballsaal getreten. Ihr Mär- chenschatz war erschöpft und eine unsagbare Unruh« hielt sie gefangen. Umsonst hatte ihr Auge schon den ganzen Abend Rolf Bandener gesucht, den sie seit der letzten — so hastig endenden — Unterhaltung nicht wiedergesehen hatte. Er hattt es unbestimmt gekästen, ob er würde erscheinen können. Sein Beruf nahm ihn momentan, wie er Heinrike in einem Billett mitgeteilt hatte, so voll in Anspruch, daß gar nichts anderes daneben aufkommen könnte. Der Grund für fein Fernbleiben war so natürlich, und doch empfand Heinrike eine leise Derstimmung darüber, daß der alt« Freund sie gerade jetzt so allein ließ.
Die letzten Tage waren ihr überhaupt so schwer geworden. Derham war nicht von ihrer Seite gewichen, unter dem Vorwand, noch hier und da Anordnungen zu geben. Gestern hatte er sie durchaus zu den Verwandten nach Bonn mitschleppen wollen, um die Kostüme der Cousinen in Augenschein zu nehmen und nötigen Falles noch Veränderungen zu treffen.
Heinrike hatt« das infttnkttve Gefühl gehabt, daß Derham nur eine Gelegenheit suchte,. mit ihr allein zu sein, und sie hatte, Kopfschmerzen
war ihr Sibo . ... . _
von einer weichen, elegischen Stimmung. Sie ängstigte stch Über das
Deutschs«? Reich,
— Der Kaiser in Cronberg. Cronberg, 20. Aug. Der Kaiser besuchte heute vormittag die Burg Cronberg, die mit seiner Unterstützung zu einem historischen Museum hergerichtet wurde. Den Anfang zur Restauration der Burg hatte Kaiserin Friedrich im Jahre 1896 gemacht. — Zur Mittagstafel waren geladen: Oberst Freiherr Treusch v. Buttlar-Brandenfels, Oberst v. Brabis-Wäch- ter, ferner Profestor Spieß und Sanitätsrat Dr. Spielhagen, sowie Bürgermeister Pitsch. — Gegen abend machte der Kaiser eine Ausfahrt in den Taunus und stattete der Freifrau Willy v. Rothschild auf ihrer Villa in Königstein einen kurzen Besuch ab. Zur Abendtafel waren geladen Landrat Ritter v. Marx nebst Gemahlin, Oberbürgermeister Adickes und Bankier Eduard v. Erunelius aus Frankfurt a. M. — Der Kaiser gedenkt sich morgen nach Mainz zu begeben. Im Gefolge befinden sich Generaladjutant Generaloberst v. Plesten, Eeneraladjutant General der Infanterie Frhr. von Lyncker. Oberstallmeister Frhr. v. Reischach, Vertreter des Auswärtigen Amtes Gesandter Frhr. v. Jenisch, Hofmarschall Graf v. Pla- ten-Hallermund, Flügeladjutant Oberstleutnant v. Muteus, Flügeladjutant Major v. Caprivi, Leibarzt Oberstabsarzt Dr. Rietner, Rittmeister Graf v. Westfalen und Hauptmann Zeyß.
— Manövergäste. Sofia, 20. Aug. Beide Söhne des Königs begeben sich auf Einladung Kaiser Wilhelms zu den Manövern nach Deutschland.
— Hochrufe auf dte Republik! Frankfurt a. M., 19. Aug. Die Anwesenheit des Kaisers in Frankfurt a. M. gab der sozialdemokratischen „Frankfurter Volksstimme" Veranlastung, die Eenosten zu ermahnen, daß sie sich ja nicht beim Empfange beteiligen sollten. Das kann man ja dem sozialdemokratischen Blatte nicht übelneh- men; es hat aber sogar die unglaubliche Kühnheit, dem Rufe: „Es lebe der Kaiser" ausdrücklich den Ruf entgegenzusteklen: „Es lebe die Republik!"
Rach Jrmele hatte er nicht wieder gefragt, und Heinrike hatte sich gehütet, des Kindes, das sie ihm sorgfältig fernhielt, zu erwähnen. Auf die Dauer würde das ja nicht möglich fein, aber Sibo würde doch ruhiger werden, und dann würde sich bessere Gelegenheit zu einer Auseinandersetzung finden.
Sibo tanzte wie ein Rasender. Immerwährend hielt et eine ander« der Rajaden im Arm, und immer heißer flackerten seine Augen.
Und dann sah sie wieder seine blauen Augen so gierig und. begehrend aufblitzen, als Mirjam und Ditta Hellwig, in ihrer Mitte noch ein anderes junges Mädchen, plötzlich im Saal der Rheintöchter erschienen. Mit den Füßen kaum den Boden berührend, schwebten sie, ein berückende« Bild hoher Grazie, durch den Saal. Die schleierzarten, meergrünen Gewänder, von denen leuchtende Perlen wie Wassertropfen herniederrieselten, ließen die edlen Linien der herrlichen Gestalten voll zur Geltung kommen. Mirjams aufgelöstes, rotblondes Haar leuchtete wie eitel Gold, und die beiden anderen Blondköpfe hatten um di« reizvollen Gesichter einen lichten Glorienschein. Schilf und Wasserrosen kränzten die Locken und den schlanken Leib, und jetzt, während die Mädchen sich geschmeidig im Takte wiegten, sangen sie mit süßen, lockenden Stimmen, wobei sie sich graziös im Reigen schwangen:
„Wir wohnen dort unten im grünen Rhein, Unser Vater hat goldenes Edelgestein, Er hat tausend Perlen, aus Tränen geweint, Eine goldene Krone mit Demant geeint. .
Uns singen die Wellen zum Ringelreih'n, ' . ' Kommt mit, kommt mit, wir wiegen euch ein. ,; Des Königs Töchter irn schimmernden Rhein, Sie laden euch alle zum Ringelreih'n Sie schließen euch auf das goldene Tor, Sie führen auch den, der den Weg verlor.
Kommt mit, kommt mit, wir wiegen euch ein. Uns singen die Wellen zum Ringelreih'n."
Wie in einem Zauberbann tanzten und fangen di« Mädchen, «uG wi« in einem Zauberbann standen die Zuschauer. :J<
. (Fortsetzung folgt.) ~ ;
Ausland.
** Zum Borschlag des Grafen Berchtold. Petersburg, 20. Aug. Die „Nowoje Wremja" meldet, daß die russische Regierung dem österreichischen Botschafter ihre sympathische Aufnahme des Vorschlages des Grafen Berchtold mitteilte, ferner, daß der Verweser des Ministeriums des Aeußern Neratow dem bulgarischen Gesandten gegenüber die Hoffnung aussprach, daß die Friedensbestrebungen des Königs und seiner Regierung von Erfolg gekrönt sein möchten. Dem serbischen Gesandten riet Neratow, daß Serbien in der gegenwärtigen Krisis jegliche Verwicklung vermeiden möge. , — Konstantinopel, 20. Aug. „Levant Herold" sieht die Anregung des österreichischen Ministers des Aeußern Grafen Werchtold als eine wahre Wohltat für die Türkei an und meint, der Vorschlag des Ministers sei nur darum gefaßt, um jeden Versuch einer Intervention zu verhindern. Er sei gerade das Gegenteil einer Intervention. Europa müßte den Vorschlag wegen des Wohls der Türkei und seiner eigenen Ruhe annehmen. Das Blatt glaubt, daß die Anregung auch die albanesische Frage löse. Die Schritte Europas in solchem Sinne wären ein dem allgemeinen Frieden und der Wiederbelebung der Türkei gebrachtes Opfer.
* * Amerika. Newyork, 20. Aug. Der demokratische Präsidentschaftskandidat Wilson hielt seine erste Wahlrede auf dem platt» deutschen Volksfeste. Er erklärte, die großen Jndustrieunterneh- mungen müßten sich in gesetzlichen Schranken halten. Wilson bekannte sich als warmen Freund Deutschlands und als einen Bewunderer des deutschen Kaisers.
* * Peru. Lima, 20. Aug. Billinghuret ist zum Präsidenten der Republik Peru gewählt worden.
* * Marokko. Tanger, 20. Aug. In der spanischen Kolonie hat man verläßliche Nachrichten, daß der Kaid Mtugi, der immer ein Feind Frankreichs war und nur durch Geld gewonnen werden konnte, mit Pferden und Munition, die ihm die Franzosen zur Bekämpfung des Thronforderers übergeben hatten, in das Lager Hibas übergegangen ist. In der spanischen Kolonie wird lebhafte Unzuftiedenheit darüber geäußert, daß Frankreich, ohne Spanien zu befragen, einen Sultan nach seinem Belieben ernannt hat.
merkwürdige Wesen ihre« Mannes, der unruhig bald hier, bald dorthin irrte und überall auftaucht«, wo sie ihn am wenigsten erwartete. In
Politische Umschau.
Barre««« Lirbeswrrbrn.
Als der eigentliche Träger der Bemühungen Frankreichs, Italien aus den „Fesseln" des Dreibundes zu lösen und so eng als möglich an Frankreich zu ketten, ist der französische Botschafter in Rom, Herr Bartöre, anzusehen. Er ist nicht nur der geschickte Inspirator der franzö- fischen Presse in dieser Angelegenheit und Hai es auch verstanden, sich an einer Reihe von italienischen Blättern einen starken Rückhalt zu sichern, sondern weiß auch in der Form von Verbrüderungssesten bald in Frankreich, bald in Italien Kundgebungen in Szene zu setzen, die zum mindesten den Anschein erwecken, als fei die Freundschaft zwischen dem italienischen und dem französischen Volke stetig und unaufhaltsam im Wachsen. Auf der Basis des Mittelmeerabkommens vom Jahre 1902, das im Grunde genommen Frankreich bezüglich Tripolis zugunsten Italiens die Hände band, bemüht sich Barröre seit Jahren, di« Italiener davon zu überzeugen, daß das Heil für sie nicht mehr im Dreibunde, sondern nur noch in einem engen Anschlüsse an Frankreich und damit an England zu suchen sei. Man muß es Herrn Bartete lassen, daß er bisher geschickt die Klippen zu umschiffen gewußt hat, die die Wahrung der französischen Interessen in der Türkei der Verwirklichung seines Lieblingsgedankens in den Weg schob. Weder die „Manouba"-Affäre, noch andere Zwischenfälle haben sein Werk ernstlich zu gefährden vermocht. In der letzten Zeit ist das Liebeswerben Satteres stürmischer als je ge- worden, und das läßt darauf schließen, daß die Entscheidung über di« Zukunft der italienischen Politik nahe gerückt ist. Ob diese Entscheidung an die Stellungnahme Italiens zu dem von Frankreich eingefädelten Versuch geknüpft fein wird, eine Status quo-Earantie zwischen England, Frankreich und Italien zustande zu bringen, kann ja nach der Haltung Englands als zweifelhaft erscheinen, aber es gibt auch andere Formen, tn denen stch die Politik Italiens gemäß den Wünschen Frankreichs festlegen läßt. Auf alle Fälle wird es geraten sein, der Regisseurkunst Satteres tn der nächsten Zeit eine erhöht« Aufmerksamkeit zu schenken. Das Verbrüderungsfest, das am 4. Juli in der Sorbonne zu Paris in Szene ging, war schmerzlich ohne Mitwirkung des Botschafters der Re- publik am römischen Hofe entstanden. Di« Ansprache, die derselbe am 14. Juli, am französischen 9tatlonatfetertage, im Palazzo Farnese gehalten hat, und in der von den immer enger werdenden Freundschaftsbanden zwischen Frankreich und Italien die Red« war, kann als weiteres Glied tn den ostentativen Werbungsversuchen härteres betrachtet werden. Die Herrn Sattere zur Verfügung stehende Presse an ber Seine Wie am Tibet hebt das Ungewöhnliche dieses Vorganges gebührend her- vor. An diese Kundgebungen sollen sich weitere VerbrÜdetungsaktionen in Grenoble und an anderen Orten knüpfen. So deutet alles darauf hin, daß es sich um eine Stimmungsmache handelt, die ganz planmäßig betrieben wird, und in ihrem Brennpunkt steht der französische Botschafter tn Rom. Für die Interessen Deutschlands kann es nut von Vorteil sein, wenn sich die französischen Treibereien jetzt so offen hervorwagen. Von einer Ueberraschung bet deutschen Diplomatie kann unter diesen Umständen keine Rede sein; wir sind vielmehr gewiß, daß dieselbe allen Möglichkeiten wohlgerüstet gegenübersteht. Der positive Wert und di« Bedeutung bet Entreoue von Balttschpott wird um so deutlicher werden, je nervöser und krampfhafter sich die Bemühungen einet Gegenpartei gestalten, deren einziges Ziel in einer negativen Richtung, in der Schwächung des Einflusses Deutschlands im Rute der Völker liegt.
Aus der Türkei.
Konstantinopel, 20. Aug. Die Blätter melden: Der Ministerrat, der bis 1 Uhr nachts dauerte, beschloß, in Cetinje energische Schritte zu unternehmen und die Aufmerksamkeit der Mächte auf das Vorgehen Montenegros zu lenken, das eine kriegerische Haltung eingenommen, llebergrtffe auf türkisches Gebiet begangen und unter den Christen in Berane Waffen verteilt habe. Der Mintsterrat beschloß, ferner, den Wali von Skutari und hie Erenzkommandanten anzuweifen, sich jeder Invasion zu widersetzen. — Die Meldungen der Zeitungen über die Lage in Berane lauten übrigens vollständig widersprechend. Während die „Jeni Gazetta" meldet, die Angelegenheit werde bald geregelt und die Nachricht de-
bi« Fabrik war er schon einig« Tag« gor nicht gegangen. Derham war | gekommen, ihm Bericht zu erstatten, .
j.et Anzeige«preis Veiragt jur
mit Dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham
und den Beilagen: „Nach Feierabend", „Fürs Haus" und „Landwirtschafiliche Beilage".
Sie erkannte ihr eigenes Haus kaum wieder, so ts sich unter des Amerikaners kundiger Hand. Sie wenig dazu tun können, bas Fest so zauberhaft zu gestalten. Sie hatte eine zu schwere Hanb und einen zu schweren Sinn.
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