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Endlichkeit f«r Platz., Datenvorschrift und"^legUeiermig^au^e' IQIQ «.Ä® & 1912< .

checkamtes Frankfurt a. M.

Erstes Blatt

Marburg

Sonntag, 11. August

Vom Abgeordnetenhaus. Nachdem der Bericht der Masser- kommission des Abgeordnetenhauses in den letzten Tagen zur Ver­sendung gekommen ist hat nunmehr auch die Steuerkommission den ihrigen der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht. Er behandelt auf 171 großen Druckseiten die erste Lesung der Novellen zum Einkom­men- und Ergänzungssteuergesetz in der Kommission, welche 22 Sitzungen deswegen abhielt. Verfasser des Berichtes ist unser Abgeordneter Professor Dr. Bredt, welcher von der Kommission zum Referenten für beide Gesetze bestellt ist. Im ein­zelnen auf den Bericht einzugehen würde zu weit führen. Es sei nur darauf hingewiesen, daß die Gefängnisstrafe für Defraudanten angenommen worden ist, wenn auch erst für den zweiten Rückfall. Ebenso ist die Deklarierungspflicht für die Ergänzungssteuer durch­gegangen. Die Besteuerung der Konsumvereine hat eine Verschär- fung erfahren. Alles dies stnd aber noch keine endgültigen sondern nur Kommisstonsbeschlüsse. Manches kann sich in der zweiten Le­sung oder im Plenum noch ändern. So ergibt sich z. B. aus dem Berichte, daß der Finanzminister erklärt hat, der von der Kom­mission beschlossenen vollen Abzugsfähigkett der Grund- und Ee- bäudesteuer nur dann zustimmen zu können, wenn ihm für den Ausfall von etwa 5 Millionen anderweit Deckung geschaffen werde Dies ist einstweilen noch nicht möglich gewesen. Eine endgiltige Antwort auf alle die schwebenden Fragen kann der Bericht also noch nicht geben. Wichtig aber ist es, daß allen Interessenten auf liefe Weise Gelegenheit gegeben wird, vor Beginn der zweiten Le­sung zu den Beschlüssen der Kommission Stellung zu nehmen.

Krokodilstränen flennen die linksliberalenMünchener Neueste Nachrichten über den Ehauvinismus und Nationalismus in Elfaß-Lothringen. Viel wichtiger und nützlicher aber wäre es gewesen, wenn der Liberalismus, so schreibt dieKons. Corr." vor der Verfassungsreform für die Reichslande auf die warnende Stimme der konservativen Partei gehört oder, wenn er dazu zu hochmütig war, sich den liberalen Heinrich von Treitschke zum Vor­bild genommen hätte, der darüber u. a. folgendes ausgesprochen hat:Ein Straßburger Landtag wäre ein Tummelplatz des Vater­landsverrats, französischer Ränke und republikanischer Wühlereien. Rein wahrlich, ein so gefährdeter Besitz bietet keinen Boden für politische Experimente; die alte deutsche Unart, das Einfache und Notwendige nicht zu wollen, ist hier am allerwenigsten am Platze." Die Liberalen von heute wußten es natürlich wieder einmal besser". Und jetzt ist genau das eingetroffen, was Treitschke vor­ausgesagt hat die Französlinge sind durch die ihnen zuteil ge­wordenen weitgehenden staatlichen Rechte nicht nur nicht versöhn­licher, sondern nur noch frecher und aggressiver geworden.

Frostige Stimmung zwischen Kanzler und Hertling? Von her­vorragender Stelle will ein mitteldeutsches Blatt erfahren haben, daß die Stimmung zwischen dem Reichskanzler und dem bayerischen Minister- praMenten Freiherrn von Hertling, so kühl und reserviert sei, daß man die Atmosphäre fast eisig nennen könne. Man mache Herrn von Hertling den Vorwurf daß er die Reichsleitung in einer Weise übergangen habe, die fast an Nichtachtung grenze.

DerArizona-Kicker" vom Frankenwald, sonst auchNordhalve- nCr ®ren&°,te ^"annt, bringt aus seinem Erscheinungsort die liebens­würdige Mitteilung, daß der einzige Abonnent derAugsburger Post- zeltung in Nordhalben wegen Säuferwahnsinn ins Irrenhaus gekom- men sei. Was wird das Schicksal des nächsten einzigen Verehrers der Lechtante in Nordhalben sein?

des Besitzes auch noch die Gefährdung der persönlichen Sicherheit und des Lebens .Besonders in waldreichen Tälern und Höhenzügen hat man Ursache, über die lästigen Begleiterscheinungen des Zigeunerbesuches Klage zu führen, denn in solchen Gegenden pflegen sich jene Nomaden mit besonderer Vorliebe aufzuhalten, weil sie hier mehr als sonst in irgendeinem Teile des Landes Gelegenheit haben, sich der Ahndung etwaiger Ausschreitungen durch die Polizeibehörde zu entziehen. So haben beispielsweise die zahlreichen Schlupfwinkel der ausgedehnten Waldungen Thüringens und Oberhessens und bis zu einem gewissen Grade auch das eigenartige Erenzgewirr Thüringens zwei Zigeunern, die im Gebiete der hohen Rhön, vermutlich beim Wildern überrascht, einen Förster ermordert haben, die Möglichkeit gegeben, sich wochenlang der Verfolgung zu entziehen, obwohl wiederholt selbst Militär aufge­boten wurde, der beiden Wegelagerer habhaft zu werden. Erst in diesen Tagen ist es gelungen, einen der beiden Zigeuner zu verhaften. Aber nicht nut in Mitteldeutschland wird das Herumlungern der Zigeuner­banden zur Landplage, sondern auch im Waldgebiete des östlichen Bayerns, im Riesengebirge, in den Bergzügen der Elatzer Landschaft und in den mit polnischer Bevölkerung stark durchsetzten Distrikten der östlichen Provinzen, lleberall erweist sich das Umherziehen der Zigeu­nerbanden als eine Belästigung der ländlichen Bevölkerung. Ohne eine wirklich praktische Arbeit zu leisten denn die von ihnen betriebene Kesselflickerei Und andere Beschäftigungsarten sind schließlich doch nur Nebensache , lassen sich die Zigeuner von der seßhaften Bevölkerung ernähren, indem sie ihren Lebensunterhalt zusammenbetteln oder aber stehlen. Und oft genug setzen fie, um die Spuren ihrer etwaigen Eigen­tumsvergehen zu verwischen oder auch aus Rache für abgewiesene Bette­lei, dem Landwirt denroten Hahn aus das Dach". So im wahren Sinne des Wortes Drohnen des deutschen Wirtschaftslebens, entbehren sie strenggenommen der Existenzberechtigung. Das Verlangen nach gesetzlichen Maßnahmen, die das Umherlungern der Zigeunerbanden mit rücksichtsloser Energie unterdrücken, ist daher vollkommen gerecht­fertigt.

Erfreulicherweise scheint man in Regierungskreisen neuerdings ge­neigt zu sein, diesen berechtigten Wünschen Rechnung zu tragen. Zwar soll von der ursprünglichen Absicht, das Zigeunerwesen reichsgesetzlich zu regeln und dem Umherziehen der Banden Einhalt zu tun, aus formalen Gründen Abstand genommen werden. Dafür aber werden die einzelnen Bundesstaaten unter sich diesbezügliche Abmachungen treffen und somit Sorge tragen, daß die Vorzüge der von der Verfassung garantierten Freizügigkeit sich nicht zu einer Landplage für die angesessene betrieb­same Bevölkerung auswachsen.

Deutsches Reich.

Der Reichskanzler trat gestern abend mit seiner Gemahlin die Reise nach Gastein an. Der Kanzler fuhr über Köln, Bonn, Mainz, Stuttgart nach München und von dort über Salzburg und Bischofshofen weiter. Heute, am 10. August, abends 11 Uhr, trifft der Kanzler in Gastein ein. Er gebraucht dort eine regelmäßige Kur, deren Dauer auf 4 Wochen berechnet ist. Nach Beendigung dieses Aufenthalts in Gastein gedenkt der Reichskanzler mit dem österreichisch-ungarischen Minister des Aeußern Grafen Berchthold Anfang September auf dessen Schloß Buchlau in Mähren zu­sammenzutreffen.

Die Zigeunerplage.

. Seit geraumer Zeit wird in den verschiedensten Teilen des deutschen : Deiches über die mannigfachen Belästigungen geklagt, die durch das Um» j herzigen von Zigeunerbanden hervorgerufen werden. Fast überall, , pro IflfthSanben auftauchen, hat die eingesessene Bevölkerung Verluste j»n xSeiftn" zu beklagen, und nur zu oft tritt zu dieser Unsicherheit

^--Während der Tafel ergriff Herr Krupp von Bohlen und Hal­bach das Wort zu einer längeren Ansprache, aus der wir folgenden Passus herausnehmen:HiNeinzubltcken in die Zukunft ist keinem von uns vergönnt, aber wenn wir heute beim Eintritt in das zweite Jahrhundert der Kruppschen Geschichte kampf- und hoff- Kungsfroh entgegensehen dem Ungewissen, das da kommen mag, so ist es im Vertrauen auf die Stärke der hundertjährigen, einheit- stchen Tradition, im Vertrauen auf das schon heute früh erwähnte Fundament Kruppscher Arbeitsgemeinschaft, so ist es aber weit darüber hinaus im Vertrauen auf die Tüchtigkeit des deutschen Volkes; hier liegen die Wurzeln unserer ganzen Kraft, hier ist der Boden, den es gilt zu nähren in emsiger, nie ruhender Sorgfalt. Ernster Arbeit soll in unserem Vaterlande der Ehrenplatz gewahrt bleiben, zu den Arbeitern im wM Sinne des Wortes sich zu rechnen, soll einem jeden Ehre sein, auch wenn Deutschland noch viel reicher und mächtiger werden sollte als es jetzt schon ist. Dann darf uns um die Zukunft unseres Volkes, um die Zukunft unseres Werkes nicht bange sein, denn beide werden dann stets tüchtige Leiter und Führer, zuverlässige und treue Arbeiter haben. Deutsche Arbeit, dieses Wort hat in der ganzen Welt guten Klang, zeugen doch auch davon die vielen Gäste, die aus fremden Landen wir am heutigen Ehrentage der Arbeit begrüßen zu können dankbar : empfinden. Deutsch sei auch künftig das Zauberwort, das alle i Kräfte unseres Vaterlandes eint, Deutsch die Formel, an die unser ! Kaiser nie vergeblich appellieren wird, wenn es gelten sollte, in der Stunde der Not und Gefahr unsere heiligsten Güter zu wahren oder wenn es gilt, uns in Werken des Friedens im Wettstreit mit anderen Völkern zu messen." Die Rede schloß mit einem begeistert i aufgenommenen Hoch auf den deutschen Kaiser. Dieser erwiderte auf die Ansprache mit folgenden Worten:

Mein lieber Krupp von Bohlen und Halbach! Bevor ich Ihnen danke, möchte auch ich der Trauerkunde gedenken, die an unser Ohr gedrungen ist. Es ist von dem Armeekorps der Kohle, das im Kampf mit der Erde steht, von Gefahren und Wettern um- < geben, eine tapfere Schar wieder von bösen Wettern dahingerafft. ! Wir gedenken ihrer in Dankbarkeit; sie sind auf dem Felde der Ehre gefallen und werden den Herzen der Provinz, der sie ent- » stammen und in der sie arbeiteten, unvergeßlich bleiben. Möge der Herr den Verwundeten und Leidenden beistehen und sie zur Ge­sundheit zurückführen! Ich danke Ihnen von Herzen für die freundlichen Worte und Wünsche, die Sie mir gewidmet haben. Mit großer Freude bin ich der Einladung der Feier des hundert­jährigen Bestehens der Kruppschen Werke und des hundertsten Ge­burtstages von Alfred Krupp gefolgt. An einem so bedeutungs­vollen Ehren- und Gendenktage durste der Landesherr und, um noch hinzuzufügen, Freund des Hauses nicht fehlen. Die beiden Säkularfeiern, die uns hier zusammengeführt haben, bilden im Hinblick auf die Geschichte des Werkes und auf das Leben Alfred Krupps recht eigentlich ein Fest des Triumphes der Arbeit. In welchem Geiste gearbeitet werden soll, lehrt uns Alfred Krupp mit seinem im Sockel seines Denkmals verewigten Wahlspruch:Der Zweck der Arbeit soll das Gemeinwohl sein." .... Was mich aber -et meiner Anwesenheit in Essen auf dem Hügel stets am sym­pathischsten berührt hat, das ist das wahrhaft ideale Verhältnis der Krupps und ihrer Familie zur Arbeiterschaft Heute haben wir wieder Gelegenheit gehabt, die mustergiltigen Wohl­fahrtseinrichtungen in Augenschein zu nehmen und uns davon zu Aberzeugen, wie wohl es sich im Kruppschen Reiche unter der für­sorglichen Regierung meines jüngsten Gesandten und bevollmäch- ftgten Ministers und seiner liebenswürdigen Gattin leben läßt. Daß auch in Zukunft an dieser Tradition des Hauses nicht gerüttelt und das alle Werksangehörige umschlingende Band gemeinsamer Arbeit und gemeinsamer Interessen weiter gepflegt und gefestigt werden soll, das haben wir vorher aus dem Munde des jetzigen Chefs, meines Freundes, mit Befriedigung vernommen. Ich habe hier im Laufe der Jahre bei meinen vielfachen Besuchen so manche wertvollen Eindrücke und Anregungen gewonnen für die Behand- kung der großen und schwierigen Frage der Arbeiterfürsorge, mit denen ich mich in meiner nun bald 25jährigen Regierung ein­gehend und ich denke, nicht ohne Erfolg beschäftigt habe." Der Kaiser schloß seine Rede, indem er die Anwesenden auffor­derte, ihr Glas auf das Wohl des Hauses Krupp, ihres Werkes und Ihrer Angestellten und Arbeiter zu leeren.

Am Freitag vormittag besichtigte der Kaiser und alle anderen Festgäste die neuen Werkstätten und Anlagen, die Gntzstahlfabrik . und die anderen Werke der Firma. Dtefürnachmittags Ungesagten Turnierfest spiele wurden auf Wunsch des Kaisers mit Rücksicht auf das schwere Un­glück auf ZecheLothringen" verschoben. Der Kaiser begab sich heute nachmittag mit Prinz Heinrich, dem Reichs­kanzler und den Herren des Gefolges nach der Unglücksstelle bei Bochum. Er gedenkt von dort nach Wilhelmshöhe zu fahren.

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Nach Feierabend",Fürs Hans" undLandwirtschaftliche Beilage".

Ausland.

** Zum türkisch-montenegrinischen Zwischenfall. London, 9. Aug. Das Reutersche Bureau erfährt, daß die russische und die englische Regierung durch ihre Vertreter in Konstantinopel und Cetinje der Türkei und Montenegro ihre guten Dienste angeboten haben, damit ein Konflikt vermieden werde.

** Frankreichs schwarze Armee. Paris, S. Aug. Kriegsminister MiNerand hat aus eine telegraphische Anfrage vom Gouverneur von Westafrika innerhalb 48 Stunden die Zusicherung erhalten, daß int $et» laufe des nächsten Jahres 5000 Senegalneger mehr zur Kriegführung in Nordafrika ausgehoben und damit acht neue Kompagnien gebildet wer­de» können. Die Zahl der schwarzen Truppen Frankreichs wird sich da­her 1913 auf 15 200 und 1914 auf 16 800 Mann belaufen. Rechnet man hierzu die gegenwärtig im Senegal und am Nigger stehenden schwarzen Bataillone, so werden die 20 000 Mann vorhanden sein, welche Frank­reichs 21. Armeekorps bilden sollen.

--

Marburg und Umgegend.

Nachdruck aller OrginalartiLl ist gemäß § 18 des Urheberrechts nur mit der deutlichen Quellenangabe »Oberhess. Ztg.'t gestattet.)

Marburg, 10. August.

Di« Vernachlässigung unserer Landeshochschuk«.

DemCasseler Tageblatt" wird in Ergänzung des früheren und ebenfalls auch in unserem Blatte veröffentlichten Aufsatzes, in welchem auf die Vernachlässigung durch den Staat hingewiesen wurde, unter bei die Universität Marburg zu leiden hat, und im einzelnen dargelegt, daß dringende Bedürfnisse der Hochschule vom Ministerium nicht erfüllt wer- den, jetzt geschrieben: Die Folgen dieser Vernachlässigung sind nicht aus- geblieben, rote aus den Frequenzzisfern des Sommersemesters erhellt. Die Universität Kiel, die von jeher eine weit kleinere Frequenzziffe, hatte als Marburg, aber sowohl in Bezug auf Lehrkräfte als auch in Bezug auf Kliniken und Institute besser dotiert war als Marburg - cs ist dies wenigstens daraus zu schließen, daß vielfach Rufe von Mar- bürg nach Kiel angenommen wurden hat nunmehr auch an Zahl bet Studierenden Marburg überflügelt. Marburg ist dadurch unter den deutschen Universitäten von der zehnten Stelle, die es lange Zeit au: eigener Kraft behauptet hat, an die elfte Stelle zurückgedrängt worden. Wie rott wissen, werden von der Universität seit langem Wünsche aus Verbesserungen geäußert die aber im Ministerium ungehört blieben. Di. Universität Marburg selbst tut ihre Pflicht, da wäre es angesichts bc Än für unsere Provinz äußerst bedauerlichen Ergebnisses wohl ange- bracht daß auch die Behörden sich der Weiterentwickelung unserer Lan- deshochschule annehmen würden. Die Marburger Stadtverwaltung hat in dem Bestreben, den schweren Mißständen an der Universität abzu- helfen, ein großes Entgegenkommen bewiesen. Es handelt sich nämlich £.®ru!n her Untoerüfät ein Grundstück zur Errichtung eines Gebäudes für ein Auditorium Maximum und zur Unterbringung der Verwaltungs- raume an geeigneter Stelle zur Verfügung zu stellen. Hierzu hat bie Stabt ein ausgezeichnet gelegenes Grundstück gegenüber der Üniversttät dieser im Ausgleich zur Verfügung gestellt. Die Stadt wird das jetzt noch dort stehende alte Gebäude im nächsten Frühjahre räumen, damit sogleich mit Begrün des neuen Etatsjahres der Bau beginnen kann Damit wird einem bereits feit 10 Jahren unerträglichen Mißstand in »ejug auf den Platzmangel in der Universität und im alten Verwal­tungsgebäude abgeholfen, einem Mißstand, den jeder Marburger Stu- bent aus den letzten 10 Jahren als skandalös kennt. Wie in jener Stadt­verordnetenversammlung zu Marburg Prof. Dr. Bredt, der zugleich Landtagsabgeordneter ist, mitteilte, hat der Kultusminister die Inan­griffnahme des oben bezeichneten Neubaues int nächsten Etatsjahre zu- geagt. Auffallend ist allerdings, daß man seitdem (die Stadtverord-

m « 9r fanA !tmcor 2 Monaten statt) über ben weiteren SS b ^T?9etnjeit nt$ts m<$r gehört hat. Es wäre sehr ange-

Beunruhigung, bie durch bie Begründung bet UniDerfitat Frankfurt in Kurhessen hervorgerufen ist, alsbald bet Oeftentlichkeit mitgetedt werden könnte, daß wenigstens dieser erst. P?Ar.llt u»F«er ßanbesumoerjität das lange Versäumte nachzuholen, ^°ld °l- möglich getan wird" - Wir bemerken hierzu: Di« Kosten für das Waisenhaus nebst Fachschule werden, wie schon frühe, mitaetetlt, mit 85 000 -N bemessen. Um dem Kultusminister die Sach« int.geteilt, mit 85 000 <Ä bemessen. Um den Bau des Verwaltungsgebäu­des zu beschleunigen, hat bie Stadt angeregt, bie 6000 qm große Flach« "U'der Scsierzenroiese welche der Universität gehört und einen Wert von 60 000 M besitzt, dafür in Tau ch zu nehmen, sooaß nur noch unaekäbr

£ S 6tabt -U«°hl-N sind. Jedenfalls si^> die di-sbe § ltchen Verhandlungen im Gange und es ist zu hoffen daß sie auch »u eS* ?abT"Sbern^h11? 9^^en. - Aus dem obigen Artikelb« An hJm Är bfi auch andere Kreise unserer hessischen Hei« Unteren, 6 n"?b Erhaltung unserer Universität reges

' W° Ur ro r Marburger Grund haben, besonders dank-

DieOberhessische Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der sonn- und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch ww die Post bezogen 2.26 <* (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen

Jfj> löl nnd der Expedition (Markt 21) 2.00 Jt frei ins Haus. (Für unver­langt zugefandle Manuftripte übernimmt bie Redaktion keinerlei Verantwortung.) Druck und Verlag der Univ.-Buchdruckerei I. A. Koch (Inh.: Dr. E. Hitzeroth),^karkt 21. - Telephon 55.

sm.,. .®om 3°gerbataillon. In Ergänzung unserer vorgestrige« Mittetlung erfahren wir, daß das Jägerbataillon zur Gefechts­übung bei Cassel, die, wie gemeldet, am Montag stattfindet, bereit»: | morgen früh um y2ll Uhr mittels Extrazugs nach Cassel befördert, t wird. Die Rückkehr erfolgt Montag abend um 8 Uhr.