mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Nach Feierabend", „Fürs Haus" und „LandwirtschaftlicheBeilage".
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Die „Cbcrl)tffifd)c Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. — Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch die Post bezogen 2.25 M (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21) 2.00 «Ä frei ins Haus. (Für unverlangt zugesandte Manuskripte übernimmt die Redaktion keinerlei SkiQntroortung.) Druck und Verlag der Univ.-Vuchdruckerei I. A. Koch (Inh.: Dr. C. Hitzeroth), Markt 21. — Telephon 55.
Marburg
Dienstag, 80. Juli
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47. Jahrg.
1912. <
Die Lage in der Türkei.
Konstantinopel, 27. Juli. Wie dis Blätter melden, reist der Eroßwesir am £9. oder 30. Juli mit Reschid Okif nach Albanien ab. Die interimistische Leitung des Eroßwesirs übernehme Hussein Hilmi. — Um zu beweisen, daß nicht die ganze Armee die Aktion der der Liga ingehörenden Offiziere billigt, veröffentlicht das Blatt „Hakk" folgende Schriftstücke: Ein Telegramm, welches 116 Offiziere am 13. Juli von Saloniki absandten, in welchem die Handlungsweise der desertierten Offiziere von Monastir scharf getadelt wird, ferner Telegramme, welche die Delegierten dreier in Ipek garnisonierenden Regimenter sowie die Delegierten der Garnison Sieniha an die Offiziere aller Truppenkörper Rumeliens und Albaniens richteten, in denen erklärt wird, daß sie die Vorschläge der Offiziere der 1. und 21. Division von Djakowa zurückwiesen, die das Ansinnen stellten, mit den aufständischen Albanesen zu fraternisieren, den Sturz des Kabinetts Said Pascha und die Auflösung der Kammer zu fordern. Die Absender der Telegramme fordern alle Offiziere auf, ebenso zu handeln wie sie. — Die jungtürkische Presse in Saloniki fordert die Regierung auf, die meuternden Offiziere zu bestrafen, denn die 82 Bataillone, die sich in Albanien befänden, könnten die Offiziere einiger Regimenter der Bestrafung zuführen. Das Kabinett müsie sich bemühen, einer Gegenrevolution, die dem Lande unheilvoll sei, vor- zubeugen.
S a l o n i k i, 27. Juli. Infolge der in den letzten Tagen verübten Bombenattentate sind die Behörden beunruhigt. Man glaubt Grund zu der Annahme zu haben, daß die Attentate auf den Bahnstrecken mit der albanischen Bewegung zusammenhängen. Als ein Sonderzug mit Truppen von Eewgeli nach Kosiove abging, wurde die zwischen den Stationen Eewgeli und Miroftcho befindliche kleine Brücke, kurz bevor sie der Zug passserte, durch Brmben in die Luft gesprengt. Der Militärzug konnte rechtzeitig aufgehalten werden. Man vermutet, daß albanische Bahnwärter bei dem Attentat ihre Hand im Spiel hatten. Die Leitung der ganzen Bewegung, soweit die Arnautenansammlung in Prischtina in Betracht kommt, scheint Hasian Bey übernommen zu haben. In Prischtina liegen sechs Bataillone Infanterie, ein Regiment Kavallerie und zwei Batterien Artillerie, die dem Einmarsch der Aufständischen keinen Widerstand entgegensetzten.
Saloniki, 28. Juli. Die Arnauten von Kailar und die Mirditen stiegen von den Bergen herab und äscherten die Militär- und Gendarmerie-Karakoles (Wachtürme) in der Umgegend von Mati ein. — Issa Boljetinatz zog mit 1000 Mann in Rom Bazar ein. Er beabsichtigt, dort weitere Scharen an sich zu ziehen, um nach Mitrowitza zu marschieren. Alle Bäckereien in Rovi Bazar müssen für seine Leute Brot backen. Die slawische christliche Bevölkerung Rowi Bazars richtete gleichfalls eine Depesche an den Sultan, in welcher sie erklärte, daß sie stets treu und ergeben sei und sich der Forderung ihrer mohammedanischen Brüder anschlicße. In der Depesche wird ferner um die Auflösung der Kammer ersucht.
Saratow, 27. Juli. Auf der Raesau-Ural-Bahn passierten 700 Griechenfamilien, die aus Furcht vor den Türken aus Albanien nach Sibirien auswandern.
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Politische Umschau.
Di« englische« Flottenrüstungen.
L o n do n, 27. Juli. Lord Beresford, der greise Verfechter einer deutsch-englischen Annäherung unterzieht augenblicklich in
25 (Nachdruck Verbote».)
; Das Tor des Lebens.
Roman von A n ny Wo t he.
(Fortsetzung.)
Ihn fröstelte, als er jetzt allein in die Sternenacht hinausfuhr, urn- gleitzt von blassem Mondenlicht, das überallhin sein Silber streute. Wie Eoldfunken schossen die Sterne durch die Frühherbstnacht.
Er sah sie fallen und verlöschen.
Als er lange nach Mitternacht in Bonn ankam, war es ihm, als sei er lange durch tiefes Dunkel gegangen, ohne Licht, ohne Schein.
Sie hatte recht, das Mädchen mit dem süßen und doch so kalten Munde. Der Nibelungenhort versank tief unten in des Rheines Flut. Wilde Wasier brausten darüber hin.
Er konnte den Schatz nicht heben, und — er wollte es auch nicht!
Die Vergangenheit sollte tot sein.
Eine dunkle Pforte, die sich nie wieder auftat, hinter deren schwarzen, zentnerschweren Flügeln ein vernichtetes Menschenleben lag.
Wann würde es ihm gelingen, endlich einen Riegel vor diese Pforte tzu schieben?
Dieser Abend auf den Rheinwellen hatte ihm wieder zum Bewußtsein gebracht, wie schwer das war.
*
Dort, wo die Rheinwellen zwischen den Rebenhügeln lustig dahin- ßleiten, liegt auf halber Höhe eines wettergrauen Felsens, den eine alte Feste krönt, das Kloster der heiligen Anna.
Still und verträumt lugt es aus dem roten und gelben Herbstlaub, Ns wild und üppig die alten Mauern Lberrankt.
An der Pforte steht eine blasse, noch jugendliche Frau in schwarzer Kleidung und zieht die Glocke.
Schlürfende Schritte nahen sich bedächtig, und das runzelvolle Ee- ßcht einer Klosterschwester fragt nach der Fremden Begehr.
„Wollen Sie, bitte, der Frau Oberin diese Karte geben?" bittet Me junge Frau.
i»Die Frau Oberin empfängt heute keine Besuche. Ich bedauere un-
einem Briefe an die Presse die englische Marine-Vorlage einer eingehenden Betrachtung, in der es u. a. heißt: Die seit diesem Jahre befolgte Flottenpolitik hat zum Ergebnis, daß wir gezwungen sind, wenn wir das Herz des Kaiserreiches wirksam schützen wollen, seine Hauptadern pulsieren zu lassen. Vier Panzerschiffe werden nach Malta entsandt werden, weil die öffentliche Meinung die Regierung dazu zwingt. Lord Beresford ist weiter der Ansicht, daß die englische Flotte unverzüglich eine Verstärkung von 5000 Mann bedingt. Er stellt ferner fest, daß England weder genügend Schiffe noch Marinetruppen besitzt. Diese Gefahr trete nicht erst im Jahre 1914 an England heran, sondern sie bestehe bereits zur Stünde.
E l a s g o w, 27. Juli. Die Admiralität forderte acht private Schiffbaugesellschaften zur Einreichung von Offerten für sechs Panzerkreuzer mit hoher Geschwindigkeit und Schiffsmaschinen von 40 000 Pferdekräften auf mit der Maßgabe, daß die Kreuzer im Juni 1914 in Dienst gestellt werden können. Die Kreuzer sollen kleiner, aber schneller sein als die entsprechenden der deutschen Flotte. Zwei andere Kreuzer sollen auf Megierungswerften erbaut werden.
Deutsches Reich.
— Dom Kaiser. Valestrand, 27. Juli. Der Kaiser unternahm heute früh einen längeren Spaziergang. Nachmittags fand eine Damen-Ruder-Regatta statt. Das Wetter ist schwül. An Bord ist alles wohl.
— Der Kronprinz. Danzig, 27. Juli. Von einer Uebersiede- lung des Kronprinzenpaares nach Potsdam zum Winter ist in den , letzten Tagen in der Presse die Rede gewesen. Demgegenüber erklärt das Hofmarschallamt, daß von einer Rückkehr zum Herbst nach Potsdam absolut nichts bekannt ist.
— Bestätigt. Charlottenburg, 27. Juli. Die Wahl des Bürgermeisters Matting zum ersten Bürgermeister von Breslau erhielt die königliche Bestätigung.
— Verliehen. Berlin, 27. Juli. Der „Reichsanzeiger" meldet die Verleihung des Roten Adlerordens zweiter Klasse an den königlich-württembergischen Obexgeneralarzt von Wegelin, des Kronenordens zweiter Klasse an den königlich-württembergischen Wirkt. Geh. Kriegsrat von Gerhardt und an den großherzoglichhessischen Geh. Obermedizinalrat Reidhard.
— Z« der angeblichen Kaiseräußerung über den badischen Minister des Aeußeren schreibt die „Mannheimer Volkssiimme", daß ein ganz Rechtssitzender in der Zweiten Kammer den Wortlaut Mitgliedern der sozialdemokratischen Fraktion übermittelt habe. Das Blatt hatte nun diesem Herrn ihre Nummern, worin es den Vorfall veröffentlichte und besprach, regelmäßig zugeschickt, um ihn zu weiteren Mitteilungen zu nötigen. Bisher ohne Erfolg. Das Blatt kündigt daher an: „Mit dieser zweiten öffentlichen Aufforderung glauben wir dann aber die persönlichen Rücksichten erschöpft zu haben, die wir auf den konservativen Herrn bisher gerne nahmen, und es wird uns zur Förderung des Zweckes, Klarheit in diese Dinge zu bringen, nur übrig bleiben, die Namen derjenigen zu nennen, die darüber etwas zu wissen behaupten."
— Die Sammlungen des dentschen Lustflottenvereins (Landesverband Sachsen) zu einer Luftflottenspende gelten nunmehr als abgeschlossen. Sie haben einen Betrag von 115 000 M erreicht. Diese Summe soll demnächst dem König Friedrich August überreicht werden.
— Freisinn und Sozialdemokratie. Wiesbaden, 27. Juli. Die „Rhein. Volksztg." hatte eine Notiz gebracht, daß die Freisinnigen und Sozialdemokraten in Wiesbaden-Stadt bereits jetzt ein Vünd-
endlich. Wir haben Besuch im Kloster. Die ehrwürdige Aebtissin unseres Schwesternhauses in Würzburg ist im Kloster zu East, und da glaube ich kaum, daß die hochwürdige Frau Oberin imstande sein wird, Besuche zu empfangen."
„Wollen Sie nicht doch einmal versuchen?" fragte die Stimme der Fremden sanft. „Ich möchte so gern noch heute die Frau Oberin sprechen und ihren Rat erbitten."
Prüfend flogen die Augen der Klosterfrau über die leldvollen Züge der vor ihr Stehenden.
„Eine, die der Hilfe bedarf." ging es ihr durch den Sinn. Dann bat sie die Fremde, in den Garten zu treten.
Ihr Blick haftete forschend auf der Karte, „hemrike von Eschenbach geb. Eehrmann", las sie.
Hieß nicht so der reiche Amerikaner, der da drüben über dem Rhein die stolze, neue Villa gebaut?
Wie ein kleines Schloß nahm sie sich aus. Die Pförtnettn hatte es entstehen sehen, wenn sie des abends von ihrer Zelle über den dämmernden Rhein sah.
Heinrike schritt langsam durch den Klostergarten. Welch' eine köstliche Stille, welch ein Frieden!
Hier und da sah sie durch da, rote Herbstlaub die weißen Schleier der Nonnen wehen.
Der gewölbte, aus rotem Sandstein gebaute Kreuzgang nahm sie auf, und dann stand sie in dem Sprechzimmer der Oberin mit auf einmal laut klopfendem Herzen.
Der Gekreuzigte da an der Wand aber sah so verheißend zu ihr her- nieder, daß sie ob ihrer törichten Furcht schon wieder lächelte.
Da trat die Oberin mit schnellem Schritt in das Gemach. Sie mochte fünfzig Jahre zählen. In ihrem Antlitz lag eine Welt von Güte, und in den großen, hellen Augen schimmerte etwas wie Kindermärchenglaube.
„Wie freue ich mich, liebe, gnädige Frau", nahm sie das Wort, ihrer Besucherin die Hand reichend, „daß Sie nun doch gekommen sind. Die Schwester Pförtnerin sagte mit, sie sei nah« daran gewesen, Sie abzuweisen"
»Es ist so güttg von Ihnen, Fra« Oberin, daß Sie mit erlauben.
I nis für die kommenden Landtagswahlen abgeschlossen hätten, unt den nationalliberalen Abg. Bartling aus seinem Mandat zu verdrängen. Diese Meldung dementiert jetzt der Landesausschuß der Fortschrittlichen Volkspartei für Nassau, indem er erklärt, daß diese Nachricht jeder Grundlage entbehre.
— Unfall. Posen, 28. Juli. Herzog Karl Michael von Meck« lenburg-Strelitz hat auf der Durchreise auf dem Bahnhof Skala mierzyce einen Unfall erlitten. Als der Herzog das für ihn reser- vierte Zimmer betreten wollte, fiel ein Teil einer Glasscheibe herab und führte eine stark blutende Wunde am Oberschenkel herbei. Der Bahnarzt Dr. Mix begleitete den Herzog bis Ostrowo«
Ausland.
** Zur Tripolisaktion. Rom, 28. Juli. Der König nahm heute vormittag vor der Kaserne Castro Pretoria die Parade über das fünfte Askaribataillon ab, das vom Kriegsschauplatz in Tripolis nach Erythräa zurückkehrt. Der Parade wohnten die Minister, zahlreiche Diplomaten, die Militärattaches und Botschafter, und eine große Volksmenge bei, die dem König und den Truppen stürmische Huldigungen bereiteten. — Brindisi, 27. Juli. Da« Torpedogeschwader, das den Vorstoß in die Dardanellen unternommen hatte, ist hier eingetroffen und mit großer Begeisterung empfangen worden.
** Die Reise Poinearös nach Rußland. Paris, 27. Juli. Im heutigen Ministerrat teilte Ministerpräsident Poincarö mit, daß er sich am 5. August in Dünkirchen einschisfen werde und am 9. August in Kronstadt einzutreffen gedenke.
** Frankreich und Kanada. Paris, 27. Juli. Der hiesig« „Daily Mail" meldet: Der kanadische Marineminister Hazen, der heute nachmittag hier eintrifft, wird mit Delcasse eine besondere Unterredung haben. Gleichzeitig mit Hazen kommen der Premierminister Borden und der Justizminister Doherty nach Paris. Der Minister für Post und Telegraphie Pelletier weilt bereitst- seit einigen Tagen hier. Der Besuch der kanadischen Minister in Paris bilde ein Zeichen dafür, daß Kanada an der Leitung der Geschäfte des britischen Reiches ermn größeren Anteil nehmen! solle als bisher. Sowohl vom Gesichtspunkt der Geschichte wie von dem der Stammesverwandtschaft aus seien die Franzosen nach den Engländern diejenige Nation, mit denen die Kanadier die engsten Beziehungen unterhielten. Es fei natürlich, daß, wie der Postminister Pelletier erklärte, die kanad'scheu Minister die Gelegenheit benutzten, um mit den leitenden Persönlichkeiten der französischen Republik genauer bekannt zu werden.
** Eine unionistische Kundgebung. London, 27. Juli. Heute abend fand in Anwesenheit von etwa 100 Mitgliedern der unio- nlstifchen Partei des Unterhauses unter dem Vorsitz des Herzogs von Marlborough in Blenheim eine große unionistische Kundgebung statt. Der Führer der Unionisten Bonar Law gab einen Ueberblick über die politische Lage und sagte: Die Regierung weigere sich, die besondere Behandlung von Ulster in der Homerule« Vorlage in Erwägung zu ziehen. Wenn die Negierung versuchen sollte, Truppen gegen die Leute von Ulster zu verwenden, so würde dies einen Bürgerkrieg Hervorrufen und das Reich erschüttern. Die Unionisten würden für zwei große Reformen eintreten, nämlich für die Wohnungsfrage der arbeitenden Klassen und die Unterstützung der Landwirtschaft durch Schaffung von bäuerlichen Kleinsiedelungen. Sonar Law sprach sein Bedauern über die Lage des britischen Kredits aus. die durch die Drohungen der Regierung verschuldet sei. Er versichert, der Hauptpunkt in dem Programm der unionistischen Platform sei eine Reform des Zolltarifs mit Bevorzungung der Teile des Reichs.
Ihre Anstatt zu besichtigen, aber ich fürchte, Sie heute zu stören, da Si« Besuch im Kloster haben."
„Nicht, doch. Liebe: die ehrwürdige Mutter aus Würzburg ist vo« bet Reise ermüdet. Sie wird gewiß, wenn sie sich gestärkt, ein wenig ruhen, da stehe ich ganz zu Ihrer Verfügung. Es ist uns immer eine Freude, wenn jemand kommt, unsere Anstatt anzusehen. Waren gnädige Frau mit den letzten Arbeiten zufrieden?"
„Ich bin entzückt! Die Stickereien sind ganz wundervoll ausgesührt. Wie glücklich müssen die Kinder sein, die unter Ihrer Hut herangebildef und tüchtig gemacht werden fürs Leben!"
Die Nonne lächelte fein.
..Kinder sehen selten ein, was ihnen frommt Ich glaube, daß es auch zuweilen Unzufriedene bei uns gibt. Es sind Kinder armer Leut«, gnädige Frau, die hier erzogen werden, meist elternlose oder solche, die ihre Eltern nicht kannten."
„Ja, Sie sprachen schon davon, wenn ich Sie und die frommeck Schwestern mit ihrer Kinderschar auf meinen Spaziergängen drüben im Walde traf. Besonders Ihr jüngster Pflegling, Frau Oberin, Hai es mir angetan."
' ..Das Jrmele", sagte die Nonne zärtlich. „Ja, es ist ein lieb Ding, unser ganzer Verzug."
„Eben deshalb bin ich gekommen, Frau Oberin", bemerkte Heinrik» zögernd.
Erstaunt sah die Klosterfrau aus. Das blinkende Kreuz auf ihret Brust zitterte leise.
„Ich wollte fragen, ob Sie mir das Kind anoerhauen wollen. Ich $abe mit meinem Mann schon darüber gesprochen. Unser einziger Jung» t-c n'.unb. "Erde ich glücklich fein, ihm in Jrmele eine Spiele gefahren und mir einen Töchterchen geben zu tonnen."*
Die schwarzen Lider der Klosterfrau senkten sich verschleiernd übet ihre erschreckten Augen.
„Es ist eine undankbare und schwere Ausgabe, gnädige ßrau\ wandte sie ein. ;
fs* °$tr vielleicht können wir dem armen, kleinen, oeti Warften Ding eint Heimat geben und ihm Baker und Mutter ersetzen»".
.-'S • • ^Fortsetzung folgt.). 1