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: M 165
1912
Erttes Blatt
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Marburg
Mittwoch, 17. Juli
Welcher anti-monarchische Geist den badischen „Arbeiter- Turnerbund" beseelt, das konnte man zu deutlich im vorigen Jahre gelegentlich des 4. Kreisturnfestes der Arbeiterturner in Mannheim konstatieren. Verschiedene Behörden erz"'gten demselben ein höchst' bedenkliches Entgegenkommen. Wie dankten aber die Genossen für dasselbe? Der Kreisvertreter von Mannheim wies bei dem Festbankett auf die Anteilnahme der Turner an der Erhebung von 1848/49 hin und gedachte — so berichtet der rote ,.Volksfreund" sKarlsruhe, 17. August 1911) — des Umschwunges im Jahre 1871, wo die deutschen Turner in ihrem patriotischen Taumel den bisherigen Tendenzen Valet gesagt hätten. Als vorbildlich hob der „Volksfreund" besonders hervor, daß das Fest „ohne Anhochung von Autoritäten" vor stch gegangen fei! Ergänzend wollen wir noch bemerken, daß der „Volksfreund" gelegentlich der Eidesleistung der jetzigen Großherzogin von Luxemburg, an welchen Ctaatsfestlirbkeiten das verwandte badische Fürstenhaus tcilnahm, einen besonderen Artikel unter der Ueber- schrift „Monarchischer Trödel" brachte?
Die badischen Liberalen haben anscheinend jedes Augenmaß für politische Selbstachtung verloren, ste würden sonst nicht in solch weibischer Weise nach der Pfeife tanzen, die der Sozialdemokrat spielt!
Präsident Fulliäres überreichte den Luftschiffertruppen die Fahne des neu geschaffenen Regimentes für militärische Luftschiffahrt. „Sie wird", so sagte der Präsident, „inmitten der Armee erscheinen als ein Symbol des französischen Genies. Ste wird von dem überlegen ruhigen Mut der Aviatiker zeugen. Möge sie das Andenken an die Taten der Armee, der ich ste anvertraue, erhalten." Die Truppen wurden beim Vorbeimarsch lebhaft begrüßt. An der Statue der Jungfrau von Orleans fanden heute Kundgebungen der patriotischen Liga statt, die jedoch einen ruhigen Verlauf nahmen. Unter den Rufen: „Es lebe Elfaß-Lothrin- g e n“ wurden große Kränze an den Denkmälern niedergelegt.
Die meisten Blätter beschäftigen sich ungewöhnlich eingehend mit dem Verlauf des Nationalfestes. Viele heben hervor, daß der 14. Juli vor allem das Fest der Armee geworden sei. Namentlich die nationalistische und konservative Preste betont mit lebhafter Befriedigung, daß die Bevölkerung so massenhaft wie noch nie zu der Truppenparade in Longchamps geströmt sei und durch die außerordentliche Begeisterung, mit der ste die Armee bejubelte, bekundet habe, daß sie rückhaltlos der Eesamtheeres- leitung zustimmt. Der „Excelsior" schreibt: „Die politischen Wirr- niffe schienen während einiger Jahre zwischen der Armee und der Nation eine Schranke aufgerichtet zu haben; .diese Schranke ist jetzt gefallen, die patriotische Begeisterung hat den Sieg davongetragen und alles, was die Armee angeht, findet im Herzen des Volkes einen mächtigen Widerhall." Mehrfach wird in den wärmsten Worten betont, daß dieser Umschwung zum Teil das Verdienst des Kriegsministers Millerand fef, dem die Bevölkerung gestern in Longchamps durch ihre Zurufe ihre Dankbarkeit bekundet habe.
Während der Feier des Nationalfestes in Brest kam es zu einem peinlichen Zwischenfall. Der Hafenkommandant nahm die Truppenschau über die Garnison und die Mannschaften der in' Brest liegenden Kriegsschiffe ab. Unter den Festqästen sah man auch den Brester Munizipalrat mit seinem Bürgermeister Maston, welche Körperschaft in überwiegender Mehrheit sozialdemokratisch ist. Als nun die Fahne des 19. Jnfanterieregiments vorbeigetragen wurde, da zag alles den Hut, auch die roten Stadtväter, nur Bürgermeister Maston hielt seine Kopfbedeckung auf. Das Publikum wurde wütend und pfiff ihn aus. Dann kamen im weiteren Verlaufe des Vorbeimarsches auch die FahnendesL und 6. Infanterieregiments, vor denen stch wiederum die Hüte senkten, allein diesmal behielten nicht nur Maston, sondern auch die roten Stadtnäter die Hüte auf. Nun ging ein fürchterlicher Skandal los, das Publikum schrie und lärmte, und der Major Henry rief dem Bürgermeister zu: Herr Bürgermeister! Ich fordere Sie auf, in den Ruf einzustimmen: Es lebe die Armee! Brausende Hochrufe auf die Armee wurden laut, der Bürgermeister aber blieb stumm. Erst als die Hochrufe verhallt waren, schwenkte er seinen Hut und schrie mit lauter Stimme: Hoch die soziale Revolution! Nun gab es für die Zuschauer kein Halten mehr, sie stürzten stch auf die „würdigen" Stadtväter und ihr Oberhaupt, um ste tüchtig durchzuprügern. Allein Polizei umringte die Angegriffenen und entzog ste der wohlverdienten Lynchjustiz. Dafür wurde ein Arbeiter, der die Armee in mehreren Ausrufen geschmäht hatte, halb tot geprügelt!
Vom Großblock.
Im „Musterländle" Vaden herrscht bekanntlich der Großblock, sein soll als eine „Arbeitsgemeinschaft" im parlamentarischen Sinne mit der Sozialdemokratie. Tatsachlächlich ist er aber ein Bündnis, in dem die letztere völlig den Ton angibt. Zwei Fälle aus der neuesten Zeit mögen für stch sprechen: Die badische Regierung besitzt neben der Berliner noch eine besondere Gesandtschaft in München, dieselbe ist gleichzeitig in Stuttgart akkreditiert. Diese Münchener Gesandtschaft wurde vor 14 Jahren auf besonderen Wunsch des verstorbenen Großherzogs, dem sicherlich parti- kularistische Gesichtspunkte fern gelegen haben, errichtet. Als vor 4 Jahren erstmals dieser Posten — 20 000 M — im Budget erschien, 10 Jahre lang wurde die Gesandtschaft ehrenamtlich versehen, stimmten noch die Nationalliberalen für denselben. Dem Drucke und Einflüsse des Dr. Frank folgend, stimmten diesmal die Nationalliberalen — und zwar einstimmig! — gegen die Weiter- führung der Münchener Gesandtschaft und brachten so, mit den Stimmen der „Fortschrittler" und Sozialdemokraten, diese Position zu Fall! (Da die erste badische Kammer anders votierte, so schweben gegenwärtig die für diesen Fall vorgesehenen Verhandlungen zwischen den beiderseitigen Budgetkommissionen, anscheinend mit wenig Aussicht auf Erfolg.) — Der sozialdemokratische Arbeiterturnerbund (Gau Baden) hatte bei der Regierung beantragt, ihm im nächsten Jahre oder Frühjahr an der Turnlehrerbildungsanstalt in Karlsruhe einen dreitägigen Spiel- und Turnkursus einzurichten. Dieser Antrag wurde naturgemäß von der Regierung abgelehnt. Das wäre auch noch schöner, daß eine monarchische Regierung sozialdemokratische Rekrutenschulen direkt unterstützt. Im vorliegenden Falle wäre dieses ein schwerer Schlag gegen diejenigen Turnerverbände gewesen, die auf deutschem und monarchischem Boden stehen. Was aber geschah? In der Sitzung der Budgetkommission des badischen Landtags vom 4. Juli wurden die im Nachtragsbudget angeforderten „1500 M jut Abhaltung von Spiel- und Turnkursen für Turnwarte und Vorturner" mit den Stimmen des Eroßblocks abgelehnt!!! Die Stellungnahme der Vudgetkommistion als Antwort auf die Ablehnung des erwähnten sozialdemokratischen Antrages hat dermaßen die Zustimmung der badischen „Fortschrittler" gefunden, daß der Moniteur „Bad. Landcsbote" in seiner Ausgabe vom ö. Juli begeistert schreiben kann: „Mit Recht! Das Geld der Steuerzahler ist nicht dazu da, um auch für die Erlernung „staatserhaltender" Klimmzüge verwendet zu werden." Da hört denn doch Verschiedenes auf. Sich mit mehr Würdelosigkeit der Sozialdemokratie an den Hals zu werfen, ist einfach unmöglich! Auf erneute Anfrage der Sozialdemokrateck in der Sitzung des badischen . Landtages vom 6. Juli und deren entschieden ablehnende Beantwortung durch den Kultusminister v. Böhm erklärten die Führer der Nationalliberalen (Rebmann, König) und die „Fortschrittler" (Muser, Hummel), „daß sie nunmehr die Streichung des ganzen Postens beantragen"! Hocherfreut meldet die rote „Volksstimme" (Mannheim, 7. Juli) weiter: „Es wurden dabei heftige Angriffe auf die Regierung gerichtet, die nur vom Zentrum und den Konservativen unterstützt wurde"!! Der badische Rotblock hat im Landtage die Mehrheit, so wurden die 1500 M zur Unterstützung der vaterländischen Turnsache zur Ablehnung gebracht!!! Das ist tief traurig und beschämend!
Ausland.
** Italien und die Türkei. Die Lage in Konstantinopel st nach den heute vorliegenden Meldungen nach wie vor ungeklärt. Von der Ernennung des neuen Kriegsministers wird man sich keine große Wirkung auf die allgemeine Lage versprechen können. Bei den europäischen Kabinetten besteht durchweg Abneigung gegen eine Intervention; demnächst dürften von italienischer Seite neue Aktionen auch im Aegäischen Meere bevorstehen. Schon melden nämlich Konstantinopeler Blätter, daß fünf italienische Torpedoboote in den Eewästern von Ehios kreuzen. Der Mali von Kostowo ist in Prischtina eingetroffen und verlangte Verstärkungen. Der Eendarmeriekommandant von Kumanowa ist desertiert. — Konstantinopel, 15. Juli. Der Eroßwestr hielt in der Kammer eine eingehende Rede über seine innere und äußere Politik und stellte im Anschluß daran die Kabinettsfrage. Der Minister des Aeußern verlas ein Exposö über die auswärtige Politik. Er betonte besonders, die Türkei werde den Krieg fortsetzten und $~ie-- densvorschläge nur dann prüfen, wenn ste annehmbar seien. Der Minister schloß mit den Worten: Das ottomanische Reich wird vor dem Auslande wie ein einziger fester Block erscheinen.
* * Die Lage auf dem Balkan. Konstantinopel, 15. Juli. Die Lage hat sich weiter verschärft, weil die Albaner sührer fortgesetzt versuchen, die Bevölkerung gegen die Regierung aufzuwiegeln. Bei Hast fanden neue Kämpfe statt, wobei es Fadil Pascha gelungen sein soll, die Arnauien zu zersprengen. Die 11. Linien- brigade wurde mit der Eisenbahn nach Verisovic befördert. Die Regierung scheint entschlosten, den Widerstand der Arnauten auf jeden Fall zu brechen.
“ Marokko. Paris, 15. Juli. Aus Marrakesch wird vom 9. d. M. gemeldet: Der Konflikt zwischen El Elaui und Mtugi dauert an. In der Bevölkerung wird schon davon gesprochen, daß Hriba, Prätendent des Eusgebietes, als Sultan anerkannt wird. General Liautey hat dem französischen diplomatischen Agenten Anweisungen gegeben für den Fall, daß die Räumung der Stadt notwendig ist.
* * Portugal. Lissabon, 15. Juli. In Lomes, Buchellas und zwei anderen in der Nähe von Lissabon gelegenen Gemeinden haben die Republikaner die Ortsgeistlichen vertrieben. Zahlreich« Einwohner verfolgten die Geistlichen bis vor die Tore Lisiabons. Der Pfarrer in Bellas ist verhaftet worden. Die Blätter melden noch weitere Verhaftungen, die damit begründet werden, daß in Bellas eine Verschwörung angezettelt werden sollte.
* * Das schnellste Kriegsschiff. Reval, 15. Juli. Der große Torpedokreuzer „Novik" erreichte bei der gestrigen ersten Probefahrt, voll ausgerüstet mit kriegsmäßiger Belastung während mehrerer Stunden eine Geschwindigkeit von 36^ Knoten. Das Schiff ist das schnellste Kriegsschiff der Welt. Es ist nach den Plänen der Vulkanwerft von den Pulitowwerken gebaut und mit vom Vulkan gelieferten Maschinen und Kesteln ausgerüstet. Da bei der Fahrt bet weitem nicht die volle Maschinenleistung in Anwendung gebracht worden ist, ist zu erwarten, daß das Schiff eine noch erheblich größere Geschwindigkeit erreicht.
* * Aufgelaufenes Torpedoboot. London, 15. Juli. Das Unterseeboot „C 61" ist bei den Pentland Skerries aufgelaufen. Das'Unterseeboot „C 65" versuchte es heute morgen abzuschleppen, was mißlang.
* * Der englische Hafenarbeiterstreik. London, 15. Juli. Die Einigungsverhandlungen zwischen den Unternehmern und den Dockarbeitern schreiten fort. Ein Komiteemitglied der Streikenden teilte mit, daß die Vertrauensleute der Arbeitgeber und der Streikenden heute nachmittag eine Zusammenkunft haben. — In Birkenhead sind sämtliche Dockarbeiter ausständig wegen des Streits mit den Arbeitgebern über die Beiträge für die Arbeiterversicherung. — Bei einer Demonstration streikender Hafenarbeiter im Hydepark kam es zu einem Zusammenstoß zwischen den Demonstranten und der Polizei. Ein Streikender griff einen Mann tätlich an, der gegen einige Bemerkungen eines Redners protestiert hatte. Er wurde verhaftet, aber seine Freunde versuchten, ihn zu befreien. Die Polizei mußte Verstärkungen herbeiholen und trieb ihre Angreifer dann zurück. In dem Handgemenge, in das mehrere Frauen und Kinder gerieten, wurde» zahlreiche Personen verletzt. 8 Verhaftungen wurden vorgenommen. Nachdem die Ruhe wieder hergestellt worden war, kündigte der sozialistisch« Abgeordnete Lansbury, der selbst eine unbedeutende Verletzung davongetragen hat, an, er würde den Vorfall im Unterhaus zur Sprache bringen«
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Deutsches Reich»
— Des Kaisers Reiseprogramm. Der Kaiser wird nach den letzten Bestimmungen am 8. August früh von der Nordlandsreise wieder in Kiel eintreffen, um sich von dort direkt nach Esten zu den Jubiläumsfestlichkeiten der Firma Krupp zu begeben.
— Die Rückkehr des Reichskanzlers. Berlin, 15. Juli. Der Reichskanzler Dr. v. Bethmann-Hollweg ist heute morgen hierher zurückgekehrt.
— Aus dem „Reichsanzeiger". Berlin, 15. Juli. Der „Reichsanzeiger" gibt die Verleihung des Roten Adlerordents 2. Klaste mit Eichenlaub an Generalmajor a. D. von Buek-Naumburg bekannt — Des weiteren enthält der „Reichsanzeiger" eine Verordnung betreffend die Inkraftsetzung der Vorschriften der Reichs- versicherungsordnung und eine Bekanntmichung betreffend die Übergangsbestimmungen für die Unfallversicherung nach der Reichsversicherungsordnung.
— Der deutsch-am-rikauische Lehrerbund in Düsseldorf. Düsseldorf, 15. Juli. Die Mitglieder des deutsch-amerikanischen Lehrerbundes sind heute nachmittag aus Hamburg hier ein- getrofsen.
— Eine Kolonialdenkmünze. Berlin, 15. Juli. Im Marineverordnungsblatt ist die Urkunde wegen Stiftung einer Kolonial denkmünze veröffentlicht. Dazu bemerkt die „Nordd. Allg. Ztg “• Alle ehemaligen Schutztruppenangehörigen, die nicht mehr im aktiven Dienst stehen, aber sich noch unter militärischer Kontrolle befinden und Ansprüche auf die Denkmünze geltend machen, haben zu deren Erlangung sich nicht an das Kommando der Schutztruppen im Reichskolonialamt, sondern unter Vorlage des Militärpasses bezw. sonstiger Ausweispapiere an das zuständige Bezirkskommando bezw. Meldeamt zu wenden. Ehemalige Schutztruppenangehörige, die unter keiner militärischen Kontrolle mehr stehen und Ansprüche auf die Kolonialdenkmünze geltend machen, wenden sich am zweckmäßigsten unter Vorlage ihres Militärpastes bezw. sonstiger Ausweispapiere an das ihrem jetzigen Wohnort zunächst gelegene Bezirkskommando bezw. Meldeamt. Im Auslande tritt bei diesen Personen anstelle des Bezirkskommandos die zuständige Konsulatsbehörde.
— Spionage? Swinemünde, 15. Juli. Heute nachmittag wurden nach der Hauptwache zwei Herren, die sich als ein Musik
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Nach Feierabend", „Fürs Haus" und „Landwirtschaftliche Beilage."
■£ie „Cberbciiifdie Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. — Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch die Post bezogen 2.25 (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21) 2.00 «Ä frei ins HauS. (Für unverlangt zugesandte Manuskripte übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.) Druck und Verlag der Univ.-Buchdruckerei I. A. Koch (Inh.: Dr. C. Hitzeroth), Markt 21. — Telephon 55-.
lehrer und Sohu ausgaben, eingeliefert, weil sie im Festungs- gebiet photographische Aufnahmen machten. Ihre Festnahme hatte ein Kurgast, ein Rechnungsrat aus Potsdam, veranlaßt, dem sie auffielen, namentlich weil sie gebrochen deutsch sprachen. Die Platten wurden vorläufig beschlagnahmt.
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Koloniales.
Sine programmatisch« ErNärung Solfs. Windhuk, 13. Juli. Anläßlich eines Festabends zu Ehren des scheidenden Kolonialsekretärs Dr. Solf sprach dieser erneut sein volles Vertrauen in die Entwicklung des Landes aus. Dabei gab er die bestimmte Zusicherung einer Erweiterung der Rechte des Landesrates. Jede Verminderung der Schutztruppe werde er energisch bekämpfen, da die Polizeitruppen keinerlei Ersatz derselben darstellen. Sofort nach Zusammentritt des Reichstages werde er diesem einen Nachtragshaushalt zwecks Errichtung eines Bodenkreditinstituts zu- gehen lasten.
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Dcr französische Nationalfeierlcifl.
Die alljährige große Truppenschau ist am 14. Juli in Longchamps abaehalten worden. Sie bot ein ganz besonderes Jntereste, teils durch die Anwesenheit der zu ihr erschienenen hohen Persönlichkeiten, teils durch erstmalige Präsentierung der neuen Jnsan- terieuniform. Außer dem Präsidenten Falliöres waren auch der gesamte Minifterrat, sowie der Bei von Tunis, der marokkanische Minister des Auswärtigen, ein Teil der Stadtverwaltung von Bukarest und die Chefs des General st abs der russischen Armee und Flotte zugegen. Zum Schluß der Truppenschau erfolgte die Fahnenweihe der Luftschiffahrtstruppen. I
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deren Raum 15 <$, bei amtlichen und auswärtigen Anzeigen 20 4, für m
Reklamen die Zeile 60 4. Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. x)Ui)IU, Zeder Rabatt gilt als Barrabatt. Bei Konkurs kein Rabatt, «er- Kindlichkeit für Platz-, Daienvorschrtft und Beleglieferung ausae- chlosten. — Zahlungen im Postscheckverkehr — ohn« Portokosten — unter Nr. 5015 des Postscheckamtes Frankfurt a. M.