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Tqnz versprochen.
(Fortsetzung folgt.)
47. Jahrg. - 1912.
Marburg
Dienstag, 16. Juli
t Fortsetzung.)
Ruf einem Felsenvorsprung, von dem aus man den ganzen lustigen Tanzplatz überschauen kann, sitzt Professor Eehrmann mtt feinen Gästen. Die jungen Mädchen werden immer wieder und wieder zum Tanze geholt, und Professor Hellwigs Gesicht strahlt, wenn er sieht, wie man seine Mirjam bevorzugt. Ordentlich triumphierend blickt er zu seinem Schwager hinüber. Er kennt das ja von Bonn her; aber hier, da ist es doch noch ganz anders. Wie einer Königin huldigt man seinem schönen Kinde, und sein Vaterherz klopft stolz und glücklich, wenn er in das schimmernde Auge seiner Nettesten schaut.
Er ist ein kleiner, breitschulteriger Herr, Professor Hellwig, mit rötlichem, kurzem Vollbart, durch den sich bereits unzählige weihe Fäden ziehen. Das volle, fast ganz gebleichte, ehemals rötliche Haar quillt unter der we'ßen Studentenmütze noch fo üppig hervor wie in den Tagen der Jugend.
Seine F au u D H-iirtke< verstorbene Mutier waren Schwestern. Er muh iir*»ter denken, dah Heinrike doch ganz den Leidenszug der so früh verstorbenen Schwägerin hat, und das tut ihm weh heute gerade, wo er und die anderen alle so fröhlich sind.
Sein Schwager, Professor Eehrmann, scheint es nicht zu bemerken. Freilich, der denkt nur an seine Bücher und alten Handschriften. Eewih hat er irgend ein altes, wertvolles Buch tn der Tasche, in dem er dann heimlich liest, sobald er sich eine Minute stet glaubt. Doch nein, heute tut er dem Schwager unrecht. Eehrmann hat sich ja von dem Tisch der Alten losgemacht und sitzt, die Studentenmütze auf den grauen Locken, dort mitten unter der Jugend, und wirklich — Profesior Hellwig hält die Hand über die Augen — sieht er denn recht? Seine Jüngste, seine Ditta, thront auch dort als Fuchsmajor an der langen Tafel, beit weihen
anzufragen, ob sie in das Kabinett eintreten würden, das das Laich aus den gegenwärtigen Schwierigkeiten befreien solle. Beide er« klärten sich bereit, in das Kabinett unter Kiamil einzutreten. Wi« versichert wird, legte der Ministerrat in später Nacht die Einen» nung des neuen Kriegsministers, desien Name noch geheim gehalten wird, dem Sultan zur Bestätigung vor. — In der heutigen Sitzung des Senats leistete Mahmud Schefket Pascha den Eid als Senator.
* * Som Balkan. Konstantinopel, 13. Juli. Die albanischen Insurgenten, die nach siegreichem Kampfe der Truppen gegen Zsia Boljetinatz nach Lab bei Pristina flüchteten, nahmen ihre aufrührerische Tätigkeit wieder auf. Von Mitrowitza wurden Truppen gegen sie entsandt. — Saloniki, 13. Juli. Nach Meldungen aus Uesküb bemächtigten sich Arnauten von Prischtina des Munitionsund Waffendepots. Im Mlajet Kosiowa, insbesondere in den Bezirken Uesküb und Mitrowitza nehme die Erregung zu. Der Mali von Kosiowa fei veranlaßt, auf seinen Posten nach Uesküb zurückzukehren.
* * Die französisch-spanischen Verhandlungen. Paris, 14. Juli. Nach einer Blattermeldung aus Madrid enthält der französischspanische Verständigungsentwurf Über die Eisenbahn Tanger-Fez folgende Bedingungen: Die beiden Regierungen werden jenen Punkt bezeichnen, in welchem die Bahnlinie in ihre Zone eintreten soll. Beiden Mächten wird die Befugnis zuerkannt, die Teilstrecke ihrer Zone anzukaufen, sobald die Bahnlinie vollendet ist. An der zum Dau und Betrieb der Bahn zu gründenden französisch-spanischen Gesellschaft wird, wie schon gemeldet, das französische Kapital mit 60, das spanische Kapital mit 40 Prozent vertreten sein, doch wird dem ausländischen Kapital mit Rücksicht auf die im internationalen Umkreis von Tanger geplante Bahnstrecke eine Beteiligung von 8 Prozent reserviert. Die Arbeiten werden entsprechend den Grundsätzen des deutsch-französischen Abkommens im Submis« sionsweqe vergeben und zwar in Bau-Losen von 80—30 Kilometer. — Madrid, 14. Juli. Gestern nachmittag wurden in Gegenwart des Ministers des Aeusiern Garcia Prieto von der französisch-spanischen Kommission der Bericht über den Bau der Eisenbahn Tanger-Fez unterzeichnet.
** Frankreich und Ruhland. Paris, 13. Juli. In einem Artikel über die militärischen Beziehungen zwischen Frankreich und Rußland der „Temps" aus, daß das Wort „Frieden" mittels des Gleichgewichts heute allen Regierungen gemeinsam sei. Es wäre aber gefährlich, wenn man vergesien wollte, daß das französischrussische Bündnis bis heute die einzige Grundlage des Gleichgewichts bilde und daß durch die Anstrengungen der politischen Kräfte der beiden europäischen Gruppen sich die Wage hielten. Mas das deutsche Eommuniqu6 üb:r die Zusammenkunft in Baltischport ausdrücke, werde auch durch die Anwesenheit des russif^en Eeneralstabschefs der Armee und Marine betont. An dem Werk arbeiteten General Schilinski und Admiral Lieven, wenn sie mit dem französtschen Generalstabschef konferierten, mit den framöfu schen Korpskommandanten in den Lagern von Mailly und Cha- lons zusammenträfen, wenn sie sich von der ausgezeichneten technischen Ausrüstung und den jüngsten Fortschritten des Flugwesens der französischen Armee sowie von dem Wert des tatkräftigen Beistandes überzeugten, den sie von der Industrie' und der Armee Frankreichs crwarten könnten.
** Portugal. Eabecairas de Vasto, 13. Juli. Die zur Verfolgung der Verschwörer in die Berge entsandten republikanischen Truppen töteten sechs von ihnen und nahmen zwei gefangen. Die Kriegsgerichte beginnen heute mit den Verhandlungen gegen die Gefangenen. — Lissabon, 14. Juli. In Cabeceiras do Basto sind weitere 10 Aufständische getötet, 15 Priester verhaftet worden. Eine Bande Verschwörer, die bei Erou lagerte, ging beim Erscheinen einer republikanischen Kavallerieabteilung über die spa-
Das Tor des Lebens.
Roman von A n n y W o t h e.
(Nachdruck verboten.)
(Copyright 1910 by Boll & Pickardt, Berlin.)
stellt fest, daß der Kaiser keine Aktien, weder der Hamburg-Ame- rika-Linie, noch des Norddeutschen Lloyds, besitzt. Die aus der Ueberschrift des Artikels zu entnehmende bösartig" Insinuation, als ob der Kaiser Hamburger Interessen gegen Preußen begünstige, müsie aufs schärfste zurückgewiesen werden.
— Keine Universität für Dresden. Leipzig, 13. Juli. Dem Rat der Stadt Leipzig ist auf seine Anfrage wegen der Errichtung einer Universität in Dresden die Erklärung der Staatsregieung zugegangen, daß die Staatsregierung angesichts der bekannten und vielfach mit Recht beklagten, teilweise sogar auch von den zuständigen Ministerien durch Warnung vor dem juristischen und philosophischen Studium und seitens der Aerztevertretung vor dem medizinischen Studium bestätigten Ueberfüllung der gelehrten Berufe ein Bedürfnis zur Errichtung einer neuen Universität nicht anerkennen könne; außerdem aber sowohl aus wissenschaftlichen als auch aus finanziellen Gründen die staatsseitige Gründung stner zweiten Universität und die Unterhaltung von zwei Landes-Universitäten ersten Ranges innerhalb Sachsens nicht für ausführbar erachte.
— Unglüüsfall auf einem Schießplatz. Berlin, 13. Juli. Auf dem Schießplatz Kummersdorf bei Berlin ereignete sich heute morgen ein bedauerlicher Unglücksfall, wodurch ein Mann der Versuchsbatterie der Artillerieprüfungskommission getötet und fünf andere, davon zwei schwer, verletzt wurden. Beim Absuchen des Platzes nach Sprengstücken der verschossenen Munition hob ein Kanonier ein blindgegangenes, mit Zünder versehenes Geschoß vorschriftswidrig auf und warf es auf den zur Aufnahme der Sprengstücke bestimmten Wagen. Das Geschoß explodierte. Durch die Explosion wurde der Gefreite Sauer getötet, die Kanoniere Ende und Uhlemann schwer, der Sergeant Pokrieske und der Kanonier Krüger leicht verletzt. Die beiden Schwerverletzten befinden sich nicht in Lebensgefahr.
— Amerikanischer Besuch. Bremen, 13. Juli. Die eine Reise nach Deutschland unternehmenden Mitglieder des nationalen deutsch-amerikanischen Lehrerbundes, insgesamt etwa 400 Lehrer und Lehrerinnen, sind gestern abend mit dem Lloyddampfer „Großer Kurfürst" in Bremerhaven angekommen und heute tn Bremen eingetroffen. Am Bahnhof wurden sie vom Empfangskomitee begrüßt, worauf sie in Gruppen die Stadt besichtigten. Heute abend findet ein vom Senat gegebener Empfangsabend im Künstlerverein statt. — Hamburg, 14. Juli. Die Mitglieder des Deutsch-Amerikanischen Lehrerbundes, die sich auf der Fahrt nach Deutschland befinden, sind heute vormittag von Bremen in Hamburg eingetroffen. Sie wurden von Mitgliedern der hiesigen Lehrerschaft am Bahnhof empfangen. Der heutige Sonntag ist der Besichtigung Hamburgs gewidmet. Heute abend findet ein Be- grüßungsabend statt.
— Ein Dementi. Berlin, 13. Juli. Entgegen den in der Presse aufgetauchten Gerüchten über einen zu erwartenden Rücktritt des Eeneralstabchefs Moltke wird von maßgebender Stelle versichert, daß sich Moltke der besten Gesundheit erfreut. Mithin entfällt der Grund für den in der Presse behaupteten Rücktritt.
Stürmer auf die blonden Locken gedrückt? Die Füchse, die dummen Bengels, himmeln sie gerade so an wie in der Heimat.
Füchse hoch mit einem Ganzen!" schallt es jetzt herüber, und
„Prosit zu dem Ganzen!"
kommt es aus dem Munde des reizenden Fuchsmajors zurück.
Von den Füchsen erhebt sich bald der eine und bald der andere, um seinem Leibbursch respektvoll einen „Familienganzen" zu weihen.
Da muß Professor Hellwig auch hin, es läßt ihm keine Ruhe; bei den Füchsen ist es immer am lustigsten.
Mit Jubel wird er empfangen. Die Füchse wissen, der ist trinkfest, der Alte.
„Fuchsmajor und Füchse erlauben sich, auf das Wohl des bierehrlichsten Alten Herrn ganz besonders zu trinken!" ruft Ditt, gegen ihren Vater das Glas erhebend.
„Du Range!" lacht der vergnügt zurück und tut ihr Bescheid.
„Silentium!" gebietet Ditta, den Stürmer etwas in den Racken schiebend und mit leuchtenden Augen um sich blickend.
„Silentium für den Fuchsmajor!" mahnt der Präside.
„Liebe Fridunen, verehrte Kneipgenossen!" beginnt Ditta lächelnd.
Alles jubelt ihr zu, dann aber folgt atemlose Stille; nur verwehte Walzerklänge schweben vom Tanzplatz herüber.
„Als ich kaum laufen konnte", fuhr Ditta fort, „war es mein höchstes Glück, Vaters Studentenmütze und das bunte Band ergattern zu können, um, stolz damit geschmückt, den jungen Fridunen entgegenzugehen, die in unser stilles Haus am grünen Rhein kamen, den alten Philister zu grüßen. Vater erzählte dann immer von Göttingen und Mariaspring, und der heiße Wunsch wuchs in mir, einmal der ganzen Aktive der Fridunia gegenüberzustehen, und ihr zu sagen, wie stolz es mich macht, daß mein Vater einer der Jhttgen gewesen, und wie glücklich wir alle sein würden, wenn nach wie vor die Fridunen unser Haus am Rhein als eine Zufluchtstätte ansehen möchten, auf der sie rasten können zu jeder Zeit, wo ihnen immer opferbereite, treue Freundesherzen schlagen. Dar herrliche Fest, da» rott hier miterleben durste«, hat es
wieder gezeigt, rote alle Fridunen eine einzige große Familien bilden, in deren Kette kein Glied fehlen darf. Zu dieser Familie gewissermaßen mit zu gehören, macht mich stolz und glücklich, und an tkjet Stelle gelobe ich feierlich", schloß sie, einen Schelmenblick um sich werfend, „niemals einen anderen, als einen Fridunen zu ehelichen, wenn es da« Schicksal bestimmt haben sollte, auch mich in den Stand der heiligen Ehe treten zu lassen.
Gegeben am 28. Mai zu Mattaspring."
Sie kam nicht weiter. Brausender Jubel erschütterte die Lust.
Die Studenten umringten sie, und zahlreiche Hände streckten sich ihr entgegen.
Hoch empor hob Ditta das Glas mit dem schäumenden Raß, und ihre schelmischen blauen Augen strahlten hell auf, als sie jauchzend de« jungen Musensöhnen zurief:
„Vivat, crescat, floreat Friduna!"
„Hurra hoch!" schallte es von allen Seiten. „Hoch!"
„Silentium pro me!" rief der Präside in den Jubel hinein.
Schwungvolle Worte waren es, mit denen er dann jedem Fridunen eine so herrliche Frau wie „Rednerin" wünschte.
Ein Salamander auf Ditta machte ihr junges, leicht Lberschäumen- des Herz schneller klopfen vor Lust und Stolz; als dann aber das alte herrliche Lied:
„An den Rhein, an den Rhein, Zieh' nicht an der. Rhein, Mein Sohn, ich rate dir gut"
laut unter dem grünen Eichenhain ihr zu Ehren emporstieg, da wurde« ihr die Augen feucht, und sie sagte leise zu ihrem alten Freunde Ftp«, der sie mit strahlenden Blicken umfang:
„ffips, Sie sind ein Ekel, wenn Eie nicht den nächsten Walzer mit mir tanzen. Wollen Sie?"
Ob er wollte! Am liebsten hätte er sie all« mit thr getanzt, abet Ditta war für Eerechtigkett, und allen Füchsen hatte st« auch schon eine«
Deutsches Reich-
Som Kaiser. Molde, 13. Juli. Die „Hohenzollern" ist heute abend 9% Uhr bei nebeligem Wetter hier eingetroffen.
— Der Kaiser nnd die Hapag. Die in Berlin und Hamburg erscheinende Halbmonatsschrift „Die Zeitschrift" hat in der Frage des Emdener Auswandererhafens einen Artikel veröffentlicht unter der Ueberschrift „Der Kaiser und Hamburg gegen Preußen". Darin war gesagt, der Kaiser habe einen Teil der Atrien der Hapaa und der Lloydges-llschast in seinem Besitz, und zwar von der Hamburg-Amerika-Linie ca. 10—12 Millionen Mark. Die „Nordd. Allg. Ztg." erklärt diese Angabe für unbegründet und
Nundjckau.
Eine Verdächtigung des Altnationalliberale« Reichsverbandes.
Die „Neue Hamburger Zeitung" brachte eine Zuschrift von linksnationalliberaler Seite, in der behauptet wird, daß sich der Reichskanzler und seine Umgebung sehr lebhaft für die Gründung des Altnationalliberalen Reichsverbandes interessiert haben. Bei d« ersten Versammlung der Altnationalliberalen in Braunschweig habe der Unterstaatssekretär der Reichskanzlei Wahnschasfe „seine Hand im Spiele gehabt", und an jener Versammlung habe der Pressedezernent eines Reichsamts eifrig teilgenommen. Diesen Ausführungen tritt in ihrer Wochenschau die „Nordd. Allg. Ztg. entgegen, indem sie schreibt: „Wir möchten einen Irrtum berichtigens dem die „Neue Hamburger Zeitung" in einer Zuschrift von linksliberaler Seite Raum gegeben hat. Es wird dort dem Reichskanzler und seiner Umgebung zu den Meinungsverschiedenheiten tm nationalliberalen Lager eine einseitige Parteinahme nachgesagt, von der nach unseren Erkundigungen die Regierungsstellen sich ferngehalten haben. Namentlich ist es nicht zutreffend, daß der Unterstaatssekretär in der Reichskanzlei bei der ersten Verhandlung der Altnationalliberalen in Braunschweig seine Hand im Spiele gehabt hat."
England und die amerikanische Panamakanalbill.
Die Vereinigten Staaten suchen es durchzusehen, für die Durchfahrt ihrer Schiffe durch den Panamakanal von Zöllen befreit zu fein. Dies Bestreben veranlaßt aber England, dagegen zu protestieren. Staatssekretär Knox machte nun dem Senat von dem Protest Englands gegen die Panamakanalbill in einem Brief an den Vorsitzenden der Senatskommission für interozeanische Kanäle, Mister Brandegee, Mitteilung. Der Brief, in dem die englischen Einwendungen auseinandergesetzt werden und der von dem englischen Geschäftsträger Dr. Mr. Mitschell-Jnnes erhobene Protest besprochen wird, wird allgemein aufgefaßt als Ausdruck der Entschlossenheit des Staatsdepartements, die gesamte Angelegenheit dem Kongreß zu überlassen. In dem Brief erklärt Knox, aus der englischen Protestnote gehe hervor, daß es die Ansicht der politischen Regierung sei, daß die Eximierung aller amerikanischen Schiffe von der Zahlung der Kanalzölle die Verletzung des Hay- Pauncefots-Vertrages bedeuten'würde, daß es ferner grundsätzlich keinen Unterschied ausmachen werde, ob man den amerikanischen Schiffen Zölle auferlege, nur um sie ihnen nachher wieder zurückzuerstatten, oder ob man sie ihnen überhaupt erlasse. Die englische Note drücke die Ansicht aus, daß dieses Verfahren, den Schiffen die Zölle abzunehmen, sie ihnen aber wieder zu erstatten, wenn vielleicht auch den Vertrag dem Buchstaben nach erfüllen, so aber doch jedenfalls gegen dessen Geist verstoßen würde. — Der Senat beschloß, die Panamakanalbill nach Erledigung der Tagesordnung in der nächsten Sitzung zur Abstimmung zu bringen. Dies bedeutet die Ablehnung des von England gestellten Ersuchens, die Bill zwecks diplomatischer Verhandlungen aufzuhalten.
Ausland.
* * Die Krisis in der Türkei. Konstantinopel, 14. Juli. Die Minister traten gestern nachmittag 2 Uhr unter Vorsitz des Großwesirs zu einer Beratung über die Lage der Wahl des Krlegs- ministers zusammen. Man glaubt, daß die Lage des Kabinetts jetzt schwierig ist. Der Minister des Innern, Hadji Adil, verließ den Ministerrat gegen 4 Uhr, was zu dem Gerücht Anlaß gab, daß er demissionierte. Der zweite Kammerherr des Sultans, Avian, besuchte gestern im Auftrage des Sultans den früheren Eroßwesir Hussein Hilmi und den früheren Minister Reschid Aki Pascha, nm
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Rach Feierabend", „Fürs Haus" und „Landwittschastliche Beilage.
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