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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Nack Feierabend".Mrs Haus" undLandwirtschaftliche Beilage."

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deren Raum 15 L, bei amtlichen und auswärtigen Anzeigen 20 % für m Reklamen die Zeile 60 4- Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt.

Marburg

1912.

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nach ihrer Qualifikation werden. Das bayrische ein beim Reichsjustizamt

noch für das Richteramt ausgesondert IustiMinisterium holt jetzt Gutachten und bei bedeutenden Juristen.

Dr. Sols. Reh 'both, 2. Juli. Die

Die nächsten Stationen der Rundreise waren Kabus, Eibeon, Krans­platz, Gochas, die Schäferei Orab, die Farmen Voigtsgrund und Kei- nuchas. Unterwegs zwischen Kabus und Eibeon begrüßte eine Abord­nung von Hottentotten und Beriabas den Staatssekretär. Die Fahrt nach Kub und von dort nach Rehoboth erfolgte im Automobil. In Rehoboth empfingen die weiße Bevölkerung und eine Bastardkompagnie den Staatssekretär. Die Weißen und der Vastardrat haben bei dieser Gelegenheit die Bitte gestellt, daß Mischehen grundsätzlich verboten werden.

Ein Geschenk der Regierung an Rußland über Arbeiterwohlsahrt. Die deutsche Regierung hat der russischen Regierung soeben ein wert­volles Geschenk überwiesen, das für den soeben begonnenen Ausbau des russischen Arbeiterverficherungswesens von großer Bedeutung sein wird. Es handelt sich um ein« Sammlung von Modellen, Photographien und

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anderen Gegenständen, die eine vollständige llebersicht Über die Ot* ganisation und den Stand des deutschen Rrbeiterversicherungswesens ge­währt. Die Sammlung ist außerordentlich umfangreich, allein die Kol­lektion von Photographien enthält über 100 000 Stück, so daß ein völlig lückenloses Bild der deutschen Arbeiterversicherungswesens ermöglicht wurde. Die Sammlung, die vom Reichsversicherungsamr zusammenge­stellt wurde, wird in den nächsten Tagen in Moskau eintreffen und dort einem Museum zugeführt werden.

Die nationale Jugenderziehung, wie sie durch die Jungdeutsch­land-Bewegung des Feldmarschalls Frhrn. v. d. Goltz und die An­regungen des Kultusministers v. Trott zu Solz ins Leben gerufen i worden ist, macht überall im Reiche schnelle und erfreuliche Fortschritte. Die Offizierkorps beteiligen sich in allen Garnisonen mit großem Eifer an den'wichtigen Aufgaben. Major und Adjutant der 8. Division in Halle von Poser und Eroß-Raedlitz hat dieser Tage in einer Studenten- ; Versammlung sich mit einer eindrucksvollen Ansprache an die Stuben- i tenschaft gewandt und ihre Mithilfe bei der nationalen Jugendpflege erbeten. Dieser verdienstvolle Appell fand lebhafte Zustimmung, und es steht die Gründung einer Ortsgruppe für Jugendpflege in der Hallenser Studentenschaft in Aussicht. Hoffentlich wird an allen deutschen Univer­sitäten sich die Studentenschaft zur Mitarbeit bereitfinden. Es ist von der größten Bedeutung, daß die Kreise, die einmal führende Stellungen in unserem Vaterlande einnehmen wollen, frühzeitig in den Dienst für das Heranwachsende Geschlecht eintreten und an der Pflege der natio­nalen Tugenden in unserem Volke tatkräftigen Anteil nehmen.

9h? |e amerikanischer Lehrer nach Deutschlaud. New Park, 2.Juli. Auf dem DampferGroßer Kurfürst" des Norddeutschen Lloyds treten amerikanische Lehrer und Lehrerinnen eine Reise nach Deutschland unter den Auspizien des nationalen deutsch-amerikanischen Lehrerbun­des an. An der Reise durch Deutschland selbst nehmen 45 Lehrer, 300 Lehrerinnen und 30 Schulfreunde mit ihren Damen teil. Zu Ehren der Reiseteilnehmer fand gestern im New YorkerLiederkranz" ein Empfang statt.

Erhebungen über die Lage des Krankenpflegepersonals. An den Reichskanzler ist das Ersuchen gerichtet worden, eine amtliche Erhebung über die Lage des Krankenpflegepersonals in Deutschland zu veran­stalten. Bisher fehlt eine amtliche Darstellung der Verhältnisse der Krankenpfleger und Krankenpflegerinnen noch vollständig, ein Mangel, der für diese Berufsgruppe darum besonders fühlbar ist, weil er ihre organisatorischen Bemühungen um die Reform des Krankenpflegeberufes stark behindert. Besonders notwendig wäre amtliches Material über Besoldung, Arbeitszeit, Sterblichkeit, Wohnungs- und Ernährungsbe- dingungen, ebenso ist die allgemeine rechtliche Stellung des Kranken­pflegepersonals noch gänzlich unaufgeklärt. Uebrigens scheint sich gegen­wärtig bereits eine Besserung der Lage des Pflegepersonals anzubahnen. Die Regierung bereitet nämlich den Entwurf eines Dienst-Unfall-Für- sorge-Eesetzes vor. Bekanntlich hatte die neue Reichsversicherungsord­nung das Krankenpflegepersonal in die staatliche Kranken- und Unfall­versicherung nicht einbezogen. Nunmehr soll das neue Gesetz dem, bei der starken Gefährdung seiner Gesundheit schutzbedürftigen Pflegepersonal der notwendige Schutz angedcihen lassen. Der Entwurf dürfte im Herbst dem Bundesrat unterbreitet werden.

Unter Spionagevrrdacht verhaftet. Berlin, 2. Juli. Nach einer Blättermeldung aus Kiel wurde dort ein Mann unter Spionageverdacht verhaftet, der später als der frühere Techniker Ewald, aus dem Rhein­land stammend, fellgestellt wurde. Ewald war der Polizei schon seit langer Zeit ausgefallen und beobachtet worden. Angesichts des großen Belastungsmaterials legte der Verhaftete, der sowohl für England wie für Frankreich tätig war, ein umfangreiches Geständnis ab. Außer in Kiel hielt sich der Verhaftete vorher längere Zeit in Wilhelmshaven auf.

Ausland-

* * Vom Balkan. Konstantinopel, 2. Juli. Das BlattSa» bah" meldet von einem Kampfe türkischer Truppen mit Malissoren zwischen Skutari und Allesio. Die Malissoren hätten die Flucht ergriffen und der Keimakam von Allesio sei getötet worden. Der Oberkommandant der Truppen des Smyrnaer Bezirkes ist gestern hier eingetroffen. Wie in türkischen Oppofitionskreisen verlautet, verlangen auch die Offiziere der Smyrnaer Garnison einen Regie­rungswechsel. DerTanin" veröffentlicht eine Zuschrift aus Monastir, in der es heißt, durch die Untersuchung sei festgestellt, daß in Monastir ein Eeheimkomitee namensHifzi Satan, d. h. Schutz des Vaterlandes", bestehe, das in der Armee Propaganda getrieben habe. Die Deserteure gehörten dem Komitee an, das nationale albanische und allgemein nationale Ziele verfolge. Das Komitee fordere Genugtuung für das den Offizieren widerfahrene Unrecht, den Rücktritt des Kabinetts, Aburteilung des Kabinetts Hakki Pascha, Bildung eines unabhängigen Eeneralstabes und ein Verbot politischer Betätigung seitens der Offiziere. Den Blättern zufolge will England den Eintritt englischer Offiziere in türkische Dienste als Eendarmeriereformer nur unter der Bedingung ge­statten, daß die Offizirre eine gewiße Initiative beider Ausübung ihrer Befugnisse erhalten. Da die Pforte'die Bedingung ablehnt, schweben in der Angelegenheit weitere Verhandlungen zwischen ihr und dem Foreign office. Gestern abend fand ein außer­ordentlicher Ministerrat statt, um über die Lage zu beraten. Ein amtliches (Kommunique stellt fest, daß die Lage in Monastir und Umgebung sowie in Rordalbanien unverändert ist. Eine amt­liche Depesche aus Dibra besagt, daß trotz der Bemühungen der Rebellen die albanischen Chefs von Buyukbagha und Rutschubogaz erklärten, die Bevölkerung bleibe der Regierung treu.

* * Vorbereitung zum Generalstreik. Brüssel, 2. Juli. Nach dem offiziellen Kongreßbeschluß hielt der Eeneralrat der belgischen Arbeiterpartei eine Geheimsitzung ab, in der die Sammlung eines Streikfonds von 25 Millionen behufs Veranstaltung eines mehr­wöchigen Generalstreiks zu Ende des Jahres beschlossen wurde. Mehrere liberale Millionäre erklären sich bereit, zu diesem Revo­lutionsfonds beizusteuern. *

* * Marokko. Paris, 2. Juli. Aus Udfchda wird gemeldet, daß abermals mehrere der bedeutendsten Stämme am Mulujafluß ihrA^

nigstens diejenigen Dreierjuristen, die vor dem Erlaß Sekretäre waren, sonst aber keine anderen mehr,

NundMau.

Die Prager Pöbelexzesse haben in den deutschen Kreisen große Erbitterung hervorgerufen. An den Deutschnationalen Verband in Wien ist von der Prager deutschen Studentenschaft folgendes Telegramm abgegangen:Am Schluß des Festes schwere Ausschreitungen gegen deutsche Stu­denten. Drei schwer verletzt, mehrere leicht verwundet. Wir bit­ten dringend um Schuh für kommende Tage." Das Telegramm wurde erst am andern Tage vormittags dem Vorsitzenden des Deutschen Rationlverbandes Dr. Gustav Groß zugestellt, der sich zum Minister des Innern, Frhrn. v. Heinold, begab. Der Minister versicherte, daß nach Mitteilung der Prager Statthalterei der . tschechische Pöbel einige Studenten zwar überfallen habe, doch sei nur einer verletzt. Seitens der Behörden seien alle Vorkehrungen getroffen, um Wiederholungen zu verhindern. Gegenüber diesen offiziellen Abschwächungsversuchen wird von deutscher Seite aber darauf hingewiesen, daß die Kanzlei des deutschen Ortsrates in Prag gestern den ganzen Tag amtierte, um die protokollarische Aufnahme aller Vorfälle nach den Angaben der Verletzten durch­zuführen. Das gesamte Material wurde bereits den deutschen Ab­geordneten zur Verfügung gestellt. Ein Augenzeuge der Exzesse war auch der deutsche Univcrsitätsprosessor Dr. Voeneken, der in einer Zuschreft an dieBohemia" erklärt:Bei den gestrigen Ex­zessen auf dem Graben war ich Zeuge der schweren Ausschreitungen gegen unsere Studenten. DieBarden" waren gegen y212 Uhr bis zum HotelSchwarzes Roß" gelangt. Hier wurde die Menge, die bis dahin zahlreiche Ordner vor Tätlichkeiten gegen die Studenten gewarnt hatten, plötzlich wird durch fanatisierende Zwischenrufe aus den dichtbesetzten Fenstern des tschechischen BankgebäudesBo­hemia" aufgehetzt. Der tschechische Mob vergaß die gegebene Friedensparole und fiel plötzlich über die eingekeilten Studenten her. Im Rn lagen deren Kappen auf dem Boden und es hagelte von Stockschlägen auf die Köpfe der wehrlosen Studenten. Rach kurzer Zeit gehorchte indes die Masse wieder den Beschwichtigungs­rufen ihrer Führer. Ich suchte nun ins Kasino zu gelangen, wurde aber plötzlich vor dem Deutschen Haus in fürchterlichem Gewühl mit dem ZurufeBurschak!" attackiert und erhielt von allen Seiten Püffe und Kopfstöße. Mit Mühe rettete ich mich in einen Straßenbahnwagen und entging so weiterem."

Poincars Über Marokko.

Paris, 1. Juli. Der Passus in der Rede des Ministerpräsidenten Poincare über die Posten in Marokko lautet: Es gibt jetzt für Bost und Telegraphie vier Verwaltungen in Marokko. Frankreich, England, Deutschland und Spanien haben ihre eigenen Dienste. Die scherisische Regierung hat außerdem dem Machsen einen Postdienst eingerichtet, der jetzt gut funktioniert. Zwischen Fez und mehreren Städten der Küste bestehen sechs Stationen für drahtlose Telegraphie, welche wert­volle Einrichtungen darstellen für die Handelsverbindungen, für unsere politische Aktion und für die Sicherheit der militärischen Aktionen. Das Protektorat wird die Frage des Post- und Telegraphenmonopols in der fcherifischen Zone studieren laßen müßen, wo es ausgeübt werden fall. Der Vertrag vom 4. November faßt die Post nicht ausdrücklich ins Äuge, aber nach einer Reihe von Aufzählungen wird dort einusw." hinzugesetzt. Das beweist, daß diese Aufzählung nicht erschöpfend sein soll. Der französische Standpunkt hierin ist über jeder Kritik erhaben. (Sehr richtig). Wenn der Staat die Ausbeutung der öffentlichen Dienste tn Marokko in Anspruch nehmen kann, wird er bei seinen Arbeiten und Lieferungen oft geniert werden durch die Vorschrift der Submißion, die so streng in der Akte von Algeciras vorgeschrieben und im Abkommen vom 4. November wieder vorgeschrieben ist. Diese Vorschrift ist eine der schwersten Hypotheken, die auf unserem Protektorat lasten und hat schon dringende Arbeiten verhindert. Sie wird nicht angewandt werden können auf strategische Arbeiten und Werke zur militärischen Vertei­digung und zur Sicherheit, aber soweit zur Anwendung gelangt, ist sie für unsere Freiheit hinderlich.

Lord Beresford über die internationale Lage.

Paris, 1. Juli. DerExcelsior" veröffentlicht ein Interview feines Londoner Korrespondenten mit Lord Beresford, der unter anderem gesagt habe: Die jüngst von der englischen Negierung im Mittelmeer getroffenen Maßnahmen wären gleichbedeutend mit der Räumung des Mittelmeeres. England besitze im Mittelmeer nicht mehr die Oberherrschaft, der Weg nach Aegypten und Indien ist eine Teil­strecke freigegeben. Das in Gibraltar gelaßene Geschwader soll nach dem Mittelmeer und nach dem Atlantischen Ozean Front machen: dazu ist es zu schwach, es würde vom Feinde vernichtet werden. Die deutschen Kreuzer würden es im gegebenen Augenblick zweifellos verhindern, sich mit der Homefteet (Heimatflotte) zu vereinigen. Auf die Frage, ob der französischen Flotte infolge iregndwelcher Abmachungen der Schutz der englischen Interessen im Mittelweer onvertraut worden sei, antwortete Beresford: Ja, ich glaube es. Ich könnte derartige Vereinbarungen nicht billigen. Es ist nicht gerecht, daß das französische Geschwader über unsere Sicherheit wachen soll. Das hieße unseren Nachbarn mißbrauchen, denn England kann Frankreich für diesen Dienst keine Gegenleistung bieten. Könnte es denn nicht, wenn es jemals nötig fein sollte, auf den Kontingent rechtzeitig 100 000 Mann werfen? Nein! England ist zu siner solchen Anstrengung unfähig. Der gegenwärtige Handel kann ftine Dauer haben, wenn die Franzosen, falls eines Tages gewiße Gr» «tzznlße eintreten, sich als betrogene vorkommen und es wäre unange­nehm, wenn das französische Volk dann über dasPerfide Albion" schreien würde. Frankreich hat angesichts der militärischen Hilfsquellen kein Jntereße daran, sich mit uns durch Bande zu verknüpfen, welche über die Entente cordiale hinausgehen. Frankreich könnte übrigens die Aufgabe, die französisch-englischen Interessen im Mittelmeer zu ver­treten, nicht entsprechend erfüllen, denn Italien und Oesterreich werden tm Jahre 1916 zusammen 14 lleberdreadnoughts haben. Die Franzosen

< gehaltene öei.e oder

Reise Dr. Solss hat in-den letzten Tagen Bethanien berührt, wo die Kleinsiedelungen besichtigt wur­den. Dann führte sie nach Keetmanshoop, wo die Bevölkerung und die Schutztruppe zum Empfang erschienen waren. Auf die feierliche Grund­steinlegung des Johanuiterkrankenhaufes folgte abends ein Bankett.

noch 9. Gegenwärtig bauen Italien und Oesterreich 6 lleberdreadnoughts und Frankreich hat nur 2 auf feinen Werften. England kann feine Oberherrschaft zur See nicht aufgeben, ohne abzudanken. Schiffe, Schiffe und wieder Schiffe mit den entsprechenden Mannschaften, das ist, was wir brauchen.

Der Streit in der nationalliberalen Partei.

Die Altnationalliberalen wehren sich jetzt gegen den Angriff, der von den Iungliberalen gelegentlich der Gründung des Altnational­liberalen Reichsverbandes gegen diesen gerichtet wurde. In einem sehr heftigen Artikel derAltnatl. Reichskorr." heißt es u. a. von den Führern der Bewegung:Dieselben Herren, die in unglaublicher Weise den Abgeordneten Schiffer anrempelten, um sich bann von diesem be­scheinigen laßen zu müßen, leichtfertig mit der Ehre eines Partei­freundes umgesprungen zu fein. Dieselben Herren, die, obwohl erst wenige Jahre der nationalliberalen Parteiorganisation angeschloßen, den Ehrgeiz hatten, Kapitolsretter zu werden, und wie sie im Zentral- vorstand die nie ernstlich gedrohte Stellung Baßermanns, des Partei­führers, gerettet zu haben glaubten, nunmehr sich gern mit demselben lauten Stolze als Retter der Einheit der Partei feiern laßen möchten. Wir müßen gestehen, die Einheit der Partei, in deren Namen dieser Rettungsversuch" unternommen wird, scheint uns von niemandem mehr bedroht, als von den Unterzeichnern dieses Ausrufes und seinen geistigen Urhebern." Im übrigen hat sich der Altnationalliberale Reichsverband weitere Freunde erworben. Aus dem offiziellen Parteibericht des in Dortmund tagenden national!. Zentralkomitees der Provinz Westfalen entnehmen wir nämlich:Aus der allgemeinen prinzipiellen Stellung­nahme ergab sich, daß man die Gründung des Altnationalliberalen Reichs­verbandes sympathisch begrüßte. An einen Beitritt von Organisationen und Vereinen wird in Westfalen nicht gedacht. Der neue Reichsverband soll vielmehr nichts anderes fein, als eine Gemeinschaft Gleichgesinnter, die ein gleiches Ziel anstreben. Daß die Einigkeit der Partei durch den Reichsverband nicht berührt werde, wurde allfeittg betont. Alles in allem, Ziel und Ausgaben des Reichsverbandes fanden eine durchaus günstige Annahme und Würdigung."

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DeuMZs Reich-

Der Kaiser tnit Gefolge in Danzig. Berlin, 2. Juli. Der Reichskanzler begab sich heute früh nach Danzig. In seiner Be­gleitung befinden sich Wirkl. Legationsrat Graf v. Mirbach-Harff und der persönliche Adjutant Frhr. v. Sell. Zur Verabschiedung auf dem Bahnhof waren erschienen Unterstaatssekretär Zimmer­mann vom Auswärtigen Amt und der Unterstaatssekretär im Staatsministerium v. Eisenhart-Rothe. Reufahrwaffer bei Dan­zig, 2. Juli. Der Kaiser traf hier gegen 2 Uhr von Langfuhr ein' und nahm auf derHohenzollern" Wohnung. Um 5 Uhr erschien die Kronprinzessin mit ihren drei ältesten Söhnen zum Tee an Bord der Kaiserjacht. Bald nach G Uhr traf der Reichskanzler in Begleitung des Geh. Legationsrats Grafen v. Mirbach-Harff und des Adjutanten Frhrn. v. Sell ein. Vorher war bereits der rus­sische General Tatischtschew angelangt. Sämtliche Herren nahmen auf derHohenzollern" Quartier. Danzig, 2. Juli. Auf dem großen Exerzierplätze zu Langfuhr hatte heute früh das 1. Leib- husaren-Regiment Nr. 1 unter dem Kommando des Kronprinzen Paradeaufstellung genommen. Auf dem rechten Flügel standen die direkten Vorgesetzten mit dem kommandierenden General von Mackensen an der Spitze. Gegen 8 Uhr traf der Kaiser im Auto­mobil ein. Er trug die Uniform des 1. Leibhusaren-Regiments und stieg zu Pferde, mit ihm die Kronprinzessin in der Uniform ihres Dragoner-Regiments, Prinzessin Viktoria Luise in der Uni­form des 1. Leibhusaren-Reg'ments, Prinz Adalbert sowie die Herren des Gefolges. Der Kaiser sprengte über den Platz und ritt die Front des Regiments ab, welches darauf den Parademarsch aussührte. Es folgte ein Exerzieren des Regiments mit einer Attacke gegen einen markierten Feind. Rach der Kritik fetzte um Ol/2 llhr ein Feuergefecht ein, zu welchem Infanterie, Artillerie und Maschinengewek're hinzugezogen worden waren. Rach aber­maliger Kritik nahm der Kaiser um 10% Uhr den Vorbeimarsch des Regiments sowie der gesamten Truppen der Garnison Danzig entgegen und ritt dann mit dem Kronprinzen an der Spitze der Leibhusarenbrigade nach dem Kasernement zurück, wo ein Frühstück im Offizierkasino des 1. Leibhusarenregiments stattsand. Auf dem Exerzierplätze waren auch die beiden ältesten Söhne des Kron­prinzen anwesend. Das Wetter war günstig.

Eine Milderung des bayrischen Dreiererlasies steht, nach demBayrischen Kurier", in 45 Wochen bevor. Es sollen we-

Ieder Rabatt gilt als Barrabatt. Bei Konkurs fein Rabatt. Ver­bindlichkeit für Platz-, Datenvorschrift und Beleglieferung ausge­schloßen. Zahlungen im Postscheckverkehr ohne Portokosten unter Nr. 5015 des Postscheckamtes Frankfurt a. M.

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