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, Die Frauenftimmrechlsfrage.

1 Die Frauenstimmrechtsfrage ist dadurch, daß die neue englische Wahlrechtsvorlage die Möglichkeit ihrer gesetzgeberischen Behandlung -ietet in ein neues Stadium getreten. Die englischen Frauenrecht­lerinnen haben geglaubt, das Entgegenkommen, das die Regierung damit bewiesen hat, nicht besser feiern zu können, als durch einen tät­lichen Angriff auf dasjenige Mitglied des Kabinetts Asquith, das wohl mit Recht als der entschiedenste und einflußreichste Vertreter des Frauenstimmrechts angesehen werden kann. Der englische Schatzsekretär Lloyd George ist wieder einmal auf offener Straße von Frauenrecht­lerinnen angefallen, gezerrt und geschlagen worden. Dieses Vorkomm­nis kann, so sollte man meinen, gewitz nicht dazu beitragen, dah die Lösung der Frauenrechtsfrage im Sinne der votes for women-Liga beschleunigt wird. Aber natürlich müssen die Bedenken, die aus poli­tischen und praktischen Erwägungen herzuleiten sind, noch viel schwerer ins Gewicht fallen. Falls das Unterhaus für die Gewährung eines allgemeinen Stimmrechts in demselben Umfang und mit derselben Wirkung, die auf Grund der neuen Wahlrechtsvorlage dem Männer- stimmrccht gewährt werden sollte, so würde bei dem zahlenmähigen Etärkeverhältnis der beiden Geschlechter in England die Folge sein, dah unter Umständen die Entscheidung über eine gesetzgeberische Frage tn die Hand der Frauen gegeben sein kann. Denn es gibt in England nach den Ausweisen der letzten Volkszählung, nur 12% Millionen über 21 Jahre alte Männer, dagegen 13,4 Millionen über 21 Jahre alte Frauen. Wenn auch vielleicht anzunehmen wäre, dah die wahlberech­tigten Frauen, wenigstens in der ersten Zeit, für politische Dinge nicht tn demselben Mähe Interesse zeigen würden wie die Männer, also das Frauenstimmrecht praktisch in vollem Umfange sogleich schwerlich ausgeübt werden würde, so dürfte doch das Bedenken, das sich mit Rücksicht auf das Stärkeverhältnis der weiblichen und der männlichen Bevölkerung ergibt, nicht wenigen der bisherigen Anhänger des Frauenstimmrechts Veranlassung geben, vor der Hand Zurckhaltung zu Üben und zunächst abzuwarten, wie das allgemeine männliche Stimm­recht, das geschaffen werden soll, in der Praxis wirkt. Jedenfalls ist «ach wie vor zweifelhaft, ob im Unterhaufe eine Mehrheit vorhanden ist die von der in der Vorlage gegebenen Möglichkeit Gebrauch macht, Bestimmungen, die die Einführung des Frauenstimmrechts aussprechen, tn das Gesetz aufzunehmen. Selbst in der Arbeiterpartei scheint hin­sichtlich der Frauenstimmrechtsfrage nicht volle Uebereinstimmung zu herrschen, denn der neue Sekretär der Partei, Mr. Henderson, hat, als er das Frauenstimmrecht forderte, ausdrücklich erklärt, dah er nur für feine Person spreche. Die eigentliche und entscheidende Bedeutung des Frouenstimmrechts liegt aber auf dem staatsrechtlichen Gebiete. Würde ein allgemeines Frauenstimmrecht gewährt, so würde damit in noch viel gröherem Umfange, als es durch das zu schaffende allgemeine Mäiinerstimmrecht geschehen soll, dem alten Grundsätze no taxation without representation entgegengehandelt werden. Auf Grund des allgemeinen Männerstimmrechts, das die Vorlage in Aussicht stellt, würden etwa 2% bis 3 Millionen Männer, die die Bedingungen, an die das englische Wahlrecht bisher -geknüpft war, nicht erfüllen, das Wahlrecht erhalten. Auf Grund des allgemeinen Frauenstimmrechts aber würden über 10 Millionen Frauen, die in der großen Mehrzahl unselbständige Personen sind und irgendeine Steuerleistung oder irgend­einen Besitz, sei es selbst in der Form der Mietsentrichtung, nicht aus­zuweisen haben, mit einem in jeder Beziehung ebenbürtigen Wahl­recht wie diejenigen männlichen Personen, die an der Tragung der öffentlichen Lasten beteiligt sind, ausgestattet werden. Es würde also mit der Eewähning des Frauenstimmrechts eine durchgreifeuoe Re­volution der bisherigen Grundlage des englischen Wahlrechts herbei- gesührt werden, und das dürfte doch ein Vorhaben (ein, vor dem die bürgerlichen Abgeordneten des Unterhauses in ihrer Mehrheit im gegenwärtigen Stadium der Frage noch zurückfchrecken dürften

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Deutsches Reich.

Ein Telegramm des Kaisers. Kopenhagen, 26. Juni. Der Kaiser sandte gestern von Bord derFiona" an den König von Dänemark ein Funkentelegramm folgenden Wortlauts!Ich bin an Bord derFionia" und beeile mich, Dir meine Glückwünsche zu senden zu der trefflichen Leistung der dänischen Techniker. Das Schiff bedeutet einen ganz neuen Abschnitt des Schiffbaues, der Bewunderung verdient. Die dänischen Ingenieure können sich mit Recht den Ruhm zuschreiben, den ersten praktisch gelungenen Schritt auf neuer Bahn getan zu haben als Lehrmeister für alle."

Die Einführung einerSommerzeit"? Die Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin nahmen, wie jüngst auch die Kölner Handelskammer, Stellung zu der Frage der Einführung einer so­genanntenSommerzeit", wofür seit einiger Zeit in Deutschland wie im Auslande Propaganda gemacht wird. Es handelt sich da­rum, daß an einem bestimmten Tage im April sämtliche Uhren um eine' Stunde vorgestellt und im September wieder eine Stunde nachgestellt werden. In den zwischen beiden Terminen liegenden Monaten kann durch diese einstündige Früherlegung sämtlicher Termine (Ladenschluß, Ankunft und Abfahrt der Züge usw.) eine befiere Ausnutzung der Tageslichtstunden und eine Ersparung an künstlicher Beleuchtung herbeigeführt werden. Im englischen Unterhause ist ein entsprechender Entwurf bereits eingebracht wor­den. Schwierigkeiten oder Unbequemlichkeiten können sich nur im Internationalen Verkehr ergeben. Die Aeltesten der Kaufmann­schaft von Berlin befürworten die Einführung der sog. Sommerzeit vnd eine internationale Verständigung darüber. (L. N. 91.)

Abschaffung von Feiertagen. Freiburg i. Br., 26. Juni. In dem heute erschienenen Amtsblatt für die Erzdiözese Freiburg Ist ein Hirtenbrief des Erzbischofs Thomas Noerber über die Ver­legung der Feiertage in der Erzdiözese Freiburg enthalten, wonach i |n Zukunft die Feiertage Maria Lichtmeß, Maria Verkündigung, ! Maria Seburt sowie der Iosefstag (19. März) in Wegfall kommen.

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Freitag, 28 Juni

ihre patriotische Pflicht zu erfüllen, doch verlangten sie unter an­derem, daß auch für sie wie für die anderen Franzosen die Militär- dienstzeit auf zwei Jahre ermäßigt werde, daß diejenigen, welche ihrer Militärpflicht genügt hätten, auf ihr einfaches Ansuchen das französische Bürgerrecht erhalten könnten, ferner daß die Steuern gerecht verteilt und den Eingebgrenen eine entsprechende Vertre* tung in den gewählten Körperschaften Algeriens von Frankreich bewilligt werde. Ministerpräsident PoincarS erwiderte, daß er die ihm vorgelegten Wünsche mit dem größten Wohlwollen prüfe« werde.

* * Die Lag« in Marokko. Paris, 26. Juni. Aus Fez wird unterm 25. Juni gemeldet General Dalbiez hatte am 23. Juni etil sehr lebhaftes Gefecht bei Riba mit den Beni Mtir und den Sidi Raho, die zurückgeworfen wurden. Auf Seiten der Franzosen rout< den drei eingeborene Soldaten getötet und 13 Mann verwundet. Wahrscheinlich trifft General Eouraud Anfang Juli in Fez ein. Einige feindliche Abteilungen boten ihre Unterwerfung an.

* * Böse Beispiele .... London, 25. Juni. Heute nachmittag kam es im Unterhaus im Zusammenhang mit der Frage der Be­handlung der Anhängerinnen des Frauenstimmrechts im Gefäng­nis und ihrem Hungerstreik zu einem erregten Zwischenfall. Der Abgeordnete Timothy Healy forderte den Premierminister Asquith auf, die Frauen, die wegen Einwerfens von Fenstern zu Zwangs­arbeit von verschiedener Dauer verurteilt worden waren, freizu- lassen. Asquith erwiderte, Mc Kenna habe bereits die Erklärung abgegeben, daß die Gefangenen unverzüglich freigelafien werden würden, wenn sie versprächen, ihre Gewalttätigkeiten nicht zu wie­derholen. Diese Antwort erregte die Entrüstung des Sozialisten Lansbury, der ein Verteidiger des Frauenstimmrechts ist. Er stand schreiend und gestikulierend auf und ging von seinem Sitz auf die Ministerbank zu, vor der er stehen blieb, seine Faust gegen Asquith schüttelnd und ausrufend: Sie sollten aus dem öffentlichen Leben hinausgetrieben werden. Sie sind ein verächtlicher Mensch. Sie werden der Geschichte angehören als der Mann, der unschul­dige Frauen marterte. Lansbury klagte stehend abwechselnd die Minister an, die völlig ruhig blieben, und die Unionisten. Er tief unter anderem:Sie wissen, daß die Frauen das Versprechen nicht geben können. Es ist nicht ehrenhaft, es von ihnen zu fordern." Schließlich kehrte Lansbury zu seinem Platz zurück. Der Sprecher befahl ihm darauf, das Haus für den Rest der Sitzung zu verlassen. Lansbury weigerte sich, indem er erklärte:Ich gehe nicht, wäh- rer.d diese unwürdigen Dinge geschehen." Der Sprecher wieder­holte darauf seinen Befehl mit Nachdruck. Erooks, Mitglied bet Arbeiterpartei, forderte Lansbury auf, dem Befehl zu gehorchen, und dieser Rat wurde ihm auch von anderen Mitgliedern der Ar­beiterpartei gegeben. Der Sprecher wiederholte den Befehl zum dritten Male und verband damit die Warnung, daß, wenn dem Befehl nicht Folge geleistet würde, Gewalt angewcndet werden würde. Lansbury gab schließlich dem Drängen seiner Kollegen nach und verließ das Haus. Damit war der Zwischenfall erledigt.

Die Berner Kommission. Die in verschj^denen Blättern auftauchenden Nachrichten von einem Konflikt zwischen den deut­schen und französischen Delegierten in der Verner Kommission, der die Vorarbeiten zur Erenzregulierung im Kongo übertragen ist, find nicht zutreffend. Die Kommisfion hat gerade den Auftrag, bestehende Meinungsverschiedenheiten in den Erenzregulierungs- fragen auszugleichen, und schreiten diese Arbeiten vollständig wunschgemäß fort.

Der unabhängige Fortschrittsmann. Berlin, 26. Juni. Die D. Tgsztg." schreibt: Liberale Blätter hatten sich darüber ent­rüstet, daß der freisinnige Kandidat in Hagenow-Erevesmühlen von rechtsstehenden Blättern auf Grund der sozialdemokratischen Unterstützung als abhängig von der Gunst der Umsturzpartei be­zeichnet wurde. Mit dem Brusttöne sittlicher Entrüstung erklärte man, Herr Sivkovich sei doch einunabhängiger" Politiker, dem man so etwas nicht nachsagen dürfe. Inzwischen hat nun die sozial­demokratischeMeckl. Volkszeitung" mitgeteilt, daß Herr Sivkovich die Jenaer Stichwahlbedingungen der Sozial­demokratieunterschrieben hat. Natürlich nur, um seinen Charakter alsunabhängiger" Politiker zu beweisen!

Gegen die beiden sozialdemokratischen preußischen Land­tagsabgeordneten Borchardt «nd Leinert ist jetzt, wie wir bereits gestern kurz mitteilten, wegen ihres Widerstandes bei dem Heraus­befördern aus der Landtagssitzung Termin zur Hauptverhandlung auf den 8. Juli, vormittags 9% Uhr, vor der 1. Strafkammer des Landgerichts I Berlin anberaumt worden. Der Staatsanwalt hat dazu den Abgeordneten Dr. Schiffern als Zeugen geladen. Bor­chardt wird beschuldigt,aus einem abgeschlossenen, zum öffent­lichen Dienst bestimmten Raum, in dem er ohne Befugnis ver­weilte, auf die Aufforderung des Berechtigten sich nicht entfernt zu haben und in diesen Raum widerrechtlich eingedrungen zu sein". Außerdem werden beide Genossen beschuldigt, den Schutzleuten, welche zur Vollstreckung von Befehlen und Anordnungen der Ver­waltungsbehörden berufen sind, in der rechtmäßigen Ausübung ihres Amtes durch Gewalt Widerstand geleistet zu haben".

Unter dem Verdacht der Spionage wurde in Düsseldorf der Oberleutnant Dikolski verhaftet. Er soll mit dem in Berlin ver­hafteten russischen Hauptmann Kostewitsch in Verbindung gestan­den haben.

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Ausland.

* * Keine Erkrankung des russischen Thronfolgers. Darmstadt, 26. Juni. DieDarmstädter Zeitung" ist von der kaiserlich russi­schen Gesandtschaft ermächtigt, das Gerücht von einer angeblichen tuberkulösen Erkrankung des russischen Thronfolgers als vollstän­dig unbegründet und der Wahrheit nicht entsprechend zu demen­tieren.

* * Türkische Kämpfe. Rom, 26. Juni. Die Agenzia Stefani meldet aus Massaua vom 25. Juni: Die türkische Garnison der Farsan-Inseln, die aus über 300 Mann bestand, wurde von Trup­pen Said Jdris, die auf elf kriegsmäßig ausgerüsteten arabischen Segelschiffen dorthin geschickt worden waren, gefangen genommen. Die Garnison leistete nur geringen Widerstand. Auf dem Fest­lande fanden in der letzten Woche mehrere Zusammenstöße statt, die sämtlich günstig für Said Jdris waren. Soliman Pascha, der in Ebha eingeschlossen ist, versuchte auszubrechen, wurde aber nach kurzem Kampfe, in dem er über 200 Mann verlor, gezwungen, sich neuerlich in einer kleinen Festung einzuschließen, wo er, nur mit den notwendigsten Lebensmitteln versehen, belagert wird. Auch Confuda wird von Truppen Said Jdris belagert. Loheia und Hodeida droht Belagerung. Die Anbängerzahl des Scheiks wächst jeden Tag. Auch einer der stärksten Stämme Jman Jahias, der Stamm Hasced, der mehrere tausend Gewehre zählt, ist von Jman zu Said Jdris übergegangen und befindet sich gegenwärtig in Haroda. Dies ist sehr wichtig, weil der Abfall von Jman Iahia auch die Lage in Sana, der Hauptstadt des Pemen, prekär macht. Hebet türkische Bewegungen gegen den Scheik liegen keine Nach­richten vor. Im Gegenteil werden die Nachrichten über Kamel­ankäufe, die die Türken vornehmen sollten, aus guter Quelle in Abrede gestellt.

* * Vom Balkan. Konstantinopel, 26. Juni. Nach den letzten Meldungen aus Monastir soll die Zahl der fahnenflüchtigen Sol­daten 200 überschreiten. Der Rangälteste der desertierten Offi­ziere ist der albanische Hauptmann Tajar Bey. Die Deserteure, die angeblich einige Maschinengewehre besitzen, sollen sich in dem Cebirgsgebiet bei Demir Hifiar 30 Kilometer nördlich von Resna befinden. Tajar Bey hinterließ ein Schreiben an den Komman­danten von Monastir, in dem er erklärt, die Bewegung sei nicht gegen das Vaterland, sondern gegen die Herrschaft des jungtürki­schen Komitees gerichtet. Zwei Bataillone find zur Beobachtung der Deserteure, mit denen die Alttürken sympathisieren sollen, ab­gesandt worden. Südlich von Skutari fanden am 23. Juni zwi­schen Regierungstruppen und Malissoren Zusammenstöße statt. Auf beiden Seiten gab es einige Tote und Verwundete.

Abgesandte Algeriens in Paris. Paris, 26. Juni. Eine Abordnung von hervorragenden Eingeborenen Algeriens ist hier eingetroffen, die dem Ministerpräsidenten heute ein Gesuch um Abänderung des jüngsten Erlasses über die Einführung der allge­meinen Wehrpflicht, sowie um die Gewährung gewisser Rechte an die Eingeborenen als Entschädigung für den Militärdienst über­reichen wird. Der Ministerpräsident empfing die Abordnung, welche ihm erklärte, daß bet Erlaß über die Einführung der Ge­stellungspflicht unter den Eingeborenen große Aufregung hervor- ßerufen habe. Die Eingeborenen seien bereit, Frankreich gegenüber

* Universität. Wie wir erfahren, hat Professor Dr. med. Ernst Hertel, Ordinarius und Direktor der Augenklinik in Straß­burg i. Els. einen Ruf an die Universität Marburg als Nachfolger des verstorbenen Geh. Med.-Rats Prof. L. Bach erhalten. Geboren 1870 zu Bad Sösen a. S., bestand Hertel in Jena das Staats- und Doktorexamen, war lange Jahre Assistent bei Prof. Wagemann an der Augenklinik daselbst und habilitierte sich am 25. Mai 1902 für Augenheilkunde. Am 23. August 1002 erfolgte seine Ernennung zum a. o. Professor in Jena. Im Jahre 1910 folgte Hertel einer Berufung nach Straßburg als Ordinarius der Augenheilkunde als Nachfolger von Prof. Otto Schirmer.

* Universität. Die Gesuche um Zulassung zur ärztlichen und zur zahnärztlichen Vorprüfung müssen bis zum 6. Juli im Sekre­tariat (Plan 3) eingereicht sein.

Beamtenpersonal - Nachrichten. Ernannt: der Pfarrer Wagener zu Bottendorf, Klasse Frankenberg, zum Pfarrer in Vöhl, der Pfarrverweser Vollrath zu Vöhl zum Pfarrer in Bottendorf. Ilebertragen: dem Förster o. R. Dietz zu Mittelkalbach, Ober- försterei Niederkalbach, vom 1. Juli d. I. ab die Försterstelle Bu­chenberg, Oberförsterei Vöhl, dem Förster Sippe! zu Salmünster vom 1. Juli d. I. ab die Försterstelle Roßberg-Ost, Oberförsterei Roßberg. Versetzt: der Amtsgerichtsrat Bersch von Fritzlar nach Fulda, der Eerichtsdiener Sauerwein von Bieber nach Homberg, der Königliche Rentmeister Jbe in Homberg an die Königliche Kreiskafie in Hamm und der Regierungs'ekretär Focken in Aurich unter Ernennung zum Rentmeister an die Königliche Kreiskafie in Homberg. Erteilt: dem Generalsuperintendenten, Wirklichen Geheimen Oberkonsistorialrat D. Wern r die nachgesuchte Entlas­sung mit Pension zum 1. Juli d. I.

Bon bet Post. Von jetzt ab sind im Verkehr mit dem italie­nischen Postamt in Tripolis (Afrika) telegraphische Postanwei­sungen bis 1000 Franken zulässig. Ueber die näheren Bedingungen erteilen die Postanstalten Auskunft.

* Denkmalpflege. Die Kgl. Regierung zu Cassel gibt folgend« bekannt: Die für die Denkmalpflege gültigen Gesetze und Berwal- tungsvorschriften werden, wie die Erfahrung ergibt, vielfach nicht beachtet. Diese Nichtbeachtung, die in vielen Fällen lediglich auf Unkenntnis zurückzuführen ist, hat bereits zahlreiche Denkmale ge­schädigt und die Vernichtung erheblicher Vermögenswerte vetan- I laßt. Alle Eigentümer nnb Verweser bet in öffentlichem Besitz

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen'Nack Feierabend",ftürs Haus" undLandwirtschaftliche Beilage."

Nachdruck aller Orginalartikel ist gemäß 8 18 des Urheberrechi der deutlichen QuellenangabeOberhess Ztg." gestatt« .

Marburg, 27. Juni.

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