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1H und der Expedii

langt zugesand

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1912.

Erttes Blatt

Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten.

V

Rundschau.

Marschalls Mission.

Marburg

Sonntag, 12. Mal

Französische Agitation gegen Deutschland.

Eine ganz interessante Lehre über die Grenzen der Zweck­mäßigkeit nationaler Agitation hat in diesen Tagen die fran­zösische Presse geliefert. Sie beschäftigte sich besonders mit Publi­kationen des deutschen Wehrvereins und mit einer Rede des Generals Keim, in der der General gesagt hatte, Deutschland müsse die Stärke seines Heeres bis zu einem solchen Verhältnisse zu der französischen Armee steigern, daß sich auf deutscher Seite die- selbe Uebermacht wie im siebziger Kriege erhalte. Wie auf Kom­mando hat eine ganze Anzahl großer französischer Blätter dieses Wort aufgegriffen und sagt: da höre man endlich einmal aus autoritativem deutschem Munde das Zugeständnis, daß der deutsche Soldat dem französischen weit unterlegen sei. 1870 hätten die Deutschen ihre Ueberlegenheit an Zahl möglichst zu leugnen und zu verstecken gesucht. Jetzt aber, wo sie Angst vor einem künftigen Kriege hätten und nicht über jene zahlenmäßige Uebermacht ver­fügen würden, da käme die Angst und das Gefühl der Minderwer- : tigkeit des deutschen Soldaten unverhüllt hervor. Die französischen Fachleute wüßten freilich schon lange, daß der deutsche Soldat in seiner Marschleistung den französischen unterlegen sei, ebenso wie !im Schießen, in der Anpassung an das Gelände usw. Eine zweite bisher immer bestehende Täuschung habe neuerdings im Reichstage der General von Liebert zerstört. Bisher habe man in Frankreich Immer geglaubt und in Deutschland habe man glauben machen daß Deutschland eine gewaltige Menschenreserve zur Verfügung habe, aus der es jede Heeresvermehrung mit Leichtigkeit bestreiten könne. Nach den Worten des Generals von Liebert sei das aber gar nicht der Fall, sondern im Gegenteil müsse Deutschland wenn es über ein gewisses noch so geringes Maß der Heeresverstärkung hinausgehen wolle, die Tauglichkeitsbedingungen herabsetzen, also die Qualität des Soldatenmaterkals noch mehr verwässern.' Da­raus fei es zu ersehen, daß durch jede deutsche Heeresvermehrung die qualitative Ueberlegenheit des französischen Soldaten größer Würde, und deshalb könne man in Frankreich recht zufrieden sein. : Tas Wahre Uno das Fll^iyr ytSttn ist mit großer Gei Oirlich, kett durchetnander geworfen. So sagt man vor allem nicht, daß die ^Tauglichkeitsbedingungen in Frankreich auf ein Maß herabgesetzt Md, wie dies in Deutschland ganz unmöglich sein würde. Man kann bei dieser Gelegenheit von den Franzosen das eine lernen, daß man auch in der denkbar patriotischsten Agitation gewisse Vrenzen einhalten muß, wenn sie nützlich wirken soll.

Der Spion Lux.

der seinerzeit aus der Festung Elatz entsprungen ist, hat bei dem Desttzer des GasthofesZum schwarzen Bären" in Elatz beträcht- ßtche Schulden hinterlassen und auf dte Mahnung desselben geant- Drortat, er sollte von den 100 die er in der Zelle zurückgelassen dabe, bezahlt werden. Was es mit diesem freundlichen Anerbieten «er auf sich hat, zeigt der folgeude Brief des Besitzers des Gast­

eins das noch den Mut hat eine von der sozialdemokratischen ab­weichende Meinung zu äußern, schreibt:Daß die Entfernung eines Ruhestörers aus dem Saale und die Verhinderung feines Wiedereintritts unter Umständen das einzig wirksame Mittel ist, um den Anordnungen des Präsidenten und einer geordneten Ge­schäftsordnung Beachtung zu ermöglichen, wird sich nicht bestreiten lassen; die Parlamentsdisziplin wär« ein Messer ohne Heft und Klinge, wenn die Durchführung diese« letzten Schutzmittels un­statthaft wäre."

Nun wird man die Genossen ruhig demonsttteren lassen. An der Tatsache ändert alles nichts, daß kein Parlament der Welt es sich gefallen lassen kann von ein paar Radaumachern tyrannisiert zu werden.

Die Lage in Marokko.

Die fortgesetzt aus dem inneren Marokko eknlaufenden Nach­richten, lassen vermuten, daß sich ein allgemeiner Aufstand vorbe­reitet. Ueberall gährt es und selbst bisher treue und anhängliche Stämme wenden ihre Sympathien den Aufrührern zu. Am weite­sten fortgeschritten ist die ELHrung unter den Beni Uarain im Osten und den Zaian und Zcmmur im Westen. Die Zaian und Zemmur sperren bei Ainlorma die Straße und schneiden den Pro­viantkolonnen bett Weg ab. Zur Verstärkung der in Mekines stehenden Truppen hat ein Bataillon Marschbefehl erhalten. Die feindlichen Streitkräfte, die sich vor der Kolonne Girandon zer­streuten, sammeln sich von neuem, so daß mit einem entscheidenden Gefecht in den nächsten Tagen gerechnet wird.

P a r i s, 10. Mai. DasEcho de Pais" beklagt den Zwischen­fall Renschhausen und sagt, derartige Vorkommnisse seien leider vorauszusehen gewesen, und daher sei es lebhaft zu bedauern, daß die Klauseln betreffs der Schutzbefohlenen so ausgefallen seien, wie sie im Vertrage vom 4. November vorigen Jahres formuliert wur­den. Darin liege eine Gefahr für Frankreich, da die französischen Behörden außerstande seien, solchen Zwischenfällen vorzubeugen.

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Nach Feierabend«,Fürs Haus" undLandwirtschaftliche Beilage "

DieOberheffische Zcttuns" erscheint läßlich mit Lusnatzme der Sonn» und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch die Post bezogen 8.25 'M lohne Bestellgeld), bet unseren ZeitimgSstellen itron l Markt 21) 2.00M frei ins Haus. (Für unver­langt zugesandte Manuskripte übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung). Druck und Verlag der Univ.-Buchdruckerei I. A. Koch (Inh.: Dr. C. Hitzcroth), Markt 21. Telephon 55

.Mit Ausnahme der freisinnigen Presse, die sich zum großen Teil durch angeblich sachliche Ausführungen bemüht, die Sozial­demokraten zu unterstützen, findet die Art des Vorgehens Bor­chardts überall die schärsste Verurteilung, auch dieNationalztg." meint, daß Herr Borchardt offenbar krankhaft erregt gewesen sei und daß er lieber eine Heilanstalt, als ein Parlament habe auf­suchen sollen. Ferner hebt sie die große Geduld des Präsidenten gerade gegenüber dem Abg. Borchardt hervor. Sie schreibt dann: Eine solche kindische Methode, wie sie der bisher in weitesten Kreisen unbekannte Abg. Borchardt heute anzuwenden für gut be­fand, kann nur dazu beitragen, seine Partei selbst in den Augen ihrer Wähler herabzusetzen und lächerlich zu machen." Freilich [ meint sie andrerseits, der Präsident habe auch Vorwürfe aus sich geladen und den Sozialdemokraten, die sich selbst so sehr ins Un­recht gesetzt haben, eine Handhabe gegeben, diese ihre moralische Niederlage noch als ein Martyrium hinzustellen und agitatorisch auszubeuten.

DieVossische Zeitung" veröffentlicht eine Darlegung eines Justizrates, wonach von einem Konflikt des § 64 der Geschäftsord­nung mit dem § 105 des Reichsstrafgesetzbuchs keine Rede sein könne. Wenn ein Abgeordneter von der Stätte entfernt wird, an welcher zu verweilenMm von Rechts wegen verboten ist, aber un­befugt seinen Aufenthalt in derselben erzwingen will, macht er sich seinerseits eines Hausfriedensbruches schuldig. Die Polizei­beamten können schon deshalb nicht bestraft werden, weil ihnen allen der Dolus gefehlt hat und sie überzeugt waren, daß sie ledig­lich ihre Pflicht erfüllen.

Deutsches Reich.

Vom Kaiser. Wie aus Genua gemeldet wird, ist die Jacht IHohenzollern" mit dem deutschen Kaiser an Bord, am Freitag, I kurz vor 2 Uhr mittags, in Begleitung des KreuzersKolberg" I dort angekommen. DieKolberg" wechselte Salutschüsse mit der I Stadt. Während dieKolberg" im Vorhafen ankerte, lief die IHohenzollern" langsam in den inneren Hafen ein, um am Fried« I rich-Wilhelm-Kai festzumachen. Alle Schiffe hatten geflaggt. Das I Wetter war herrlich. Wiesbaden, 10. Mai. Nach den endgül- I tigen Reisedispositionen trifft der Kaiser am 16. Mai früh 7 Uhr I von Metz in Homburg mit Gefolge zur Begrüßung der Kaiserin I ein. Im Laufe des Tages wird der Kaiser dann per Automobil I nach Wiesbaden kommen. Am 18. Mai findet die Maiparade vor I dem Kurhause statt, an der Wiesbadener Truppenteile, die Hom« I burger Garnison, Truppenteile der 43. Brigade von Mainz, die I Pionierbataillone 21 und 25 sowie die llnteroffizierschule Biebrich I teilnehmen werden.

I Abreise des Reichskanzlers. Berlin, 10. Mai. Der Reichs- ' I kanzler ist heute Abend 10% Uhr über Frankfurt nach Karlsruhe ' I abgereist. j

I Aushebung der Gesandtschaft in Mönchen. Karlsruhe, 9.

Mai. Die Zweite Kammer des badischen Landtags hat gestern den I Antrag auf Aufhebung der badischen Gesandtschaft in München mit 40 gegen 24 Stirnen angenommen. Dafür stimmten die Natio­nalliberalen, Fottschrittler und Sozialdemokraten, dagegen die Zenttumsabgeordneten und die Konservativen.

Die Wahl in Barel-Jever. Oldenburg, 10. Mai. Bei der gestrigen Reichstagsstichwahl in Varel-Jever, die, wie bereits ge« | meldet, mit dem Siege des Fortschrittlers Wiemer (15 854 Stirn« men) vor» Sin vozürwemokraien Sag (18 474) «sännen) gernoei ; hat, ist vor allem die Zunahme der Wahlbeteiligung gegenüber der Hauptwahl bemerkenswert. Bei der Hauptwahl am 26. April hatten erhalten: Dr. Wiemer 10 901, Hug 12 557, Dr. Albrecht (ntlib.) 1898 und Frhr. v. Hamerstein (Bund der Landwirte) 998 Stimmen. Während die sozialdemokratischen Stimmen nur um etwa 900 gestiegen sind, wuchs die Zahl der Wähler für Wiemer um 5000, also etwa 2000 Stimmen mehr, als die beiden anderen bürgerlichen Kandidaten bei der Hauptwahl zusammen erhalte« ' hatten. i

Wegen Beleidigung eines Spions verurteilt. Vor dem Essener Schöffengericht stand am Freitag ein Redakteur der Rhein.-Westf. Ztg." unter der Anklage, den englischen Spion Brandon beleidigt zu haben. Das Blatt hatte im Februar ge­meldet. Brandon habe aus dem Festungsgefängnis in Wesel einen

| HofesZum schwarzen Bären" in Elatz an dasBerl. Tageblatt": | »3ch möchte Ihnen mitteilen, daß der Wunsch des Hauptmanns I Lux, die deutsche Militärbehörde möchte mir die von ihm kontra» I hielten Schulden bezahlen, wohl nicht in Erfüllung gehen wird. I Auf meine persönliche Anfrage bei der Kommandantur wurde mir I *er Bescheid, daß ich Herrn Staatsanwalt Billing den Brief über« I geben solle, da die Kommandantur kein Eeld zur Verfügung hätte.

Die von Lux zurückgelassenen 100 M seien für Eerichtskosten drauf« I gegangen. Denselben Bescheid erhielt ich auch von der Staats« I Anwaltschaft mit dem Rate, ich solle mich an das französische I Kriegsministerium wenden. Aus dem Brief des Hauptmanns Lux geht nicht hervor, daß er bereit sei, gutwillig seine Schulden zu zahlen. Selbst wenn die 100 M wirklich zum Bezahlen seiner Rech« nungen bei hiesigen Kaufleuten verwandt worden wären, so wür­den sie nur einen kleinen Teil der Summe bilden, die zu begleichen wäre. Zwei von mir gelieferte Tischtücher wurden nach der Flucht zusammengedreht im Festutzsssgraben gefunden."

Die Szenen im Abgeordnetenhaus?.

Man muß es wohl darauf zurückführen, daß das Bild der internationalen Lage im Laufe der letzten Jahre manchmal mit ganz überraschender Geschwindigkeit sich geändert hat, wenn heute die wahrscheinliche Besetzung des Londoner Botschafterpostens durch den Freiherrn v. Marschall ohne weiteres zu den allerausschwei- fendsten Kombinationen Anlaß gibt. Wohl hat das Bild der inter­nationalen Lage oft gewechselt, die Lage selbst jedoch hat sich, wenn man rückblickt, mit einer eisernen Konsequenz entwickelt. Alle jene Wechsel mit ihren Tagesaufregungen, Tagesfragen und Tageswandlungen waren nichts anderes und sind auch wohl heute nichts anderes, als eine Wellenkräuselung an der Oberfläche des Stromes, verursacht durch häufig wechselnde Winde, während die Wassermasse des Stromes unbekümmert um dieses Spiel der I Sie schnauben Wut und Rache ob derGewalt", die ihnen an» Wellen ihren altgewohnten Eang geht. Nur große Verschiebungen getan ist, Herrn Borchardt und Herrn Sei nett. Der Präsident des des Erdreichs und andere grundlegende Veränderungen vermögen I Ageordnetenhaufes und der Polizeileutnant müssen deshalb ins den Lauf zu hindern. Wenden wir dieses Bild auf die internatio- I Zuchthaus. Nicht Herr Liebknecht und Herr Borchardt, nein der nale Lage an, so ist leicht zu erkennen, daß die wirtschaftliche und Präsident hatdas Preußenparlament in den Morast der Verach- militärische Entwicklung des Deutschen Reiches das direkt und in- I hing gezogen" und dasgeistige, politische und moralische Niveau direkt Richtung gebende Moment gewesen ist und auf absehbare I des Hauses gewaltig herabgedrückt. Jetzt ist die Zeit gekommen Zeit bleiben wird. Aus dieser Entwicklung hat sich der deutsch- I die ganzeDreiklassenschmach und -Schande" dem sozialdemokratt- englische Gegensatz gebildet, und er wiederum bat die Eruppenbil- I schon Volke klarzumachen. In der Mitte des Bildes strahlen aber düng bedingt. Niemand vermag zu sagen, wohin dieser Gegensatz von dem Heiligenschein der Märtyrer umgeben Herr Borchardt und führen wird, aber es wäre verfehlt, zu glauben, er könne durch I Herr ßeinert, assistiert von den Herren Liebknecht und Hoffmann ^Irgendeinen Jnselaustausch oder durch ein Abkommen über wirt- I nachdem sie sich aus derVergewaltigung" derDreiklassenscbmach" schaftliche Interessen beeinflußt ober gar aus bet Welt geschafft in dieschützenden Arme ihres Volkes gerettet" haben. So ähn- werden. Gewiß soll man kleine Mittel nicht verschmähen, sie kön- I lich kann man es in den Blättern der Genossen lesen, voran int nen mit bet Zeit unter gewissen Umständen Großes wirken: ober IVorwärts". Im trauten Verein stimmen ähnliche Tön« an das man darf ihren Wert von vornherein nicht überschätzen. Ob durch I »Berl. Tgbl." und verwandte Organe. Nicht uninteressant ist es bte Besetzung des Londoner Botschafterpostens die tiefen Wurzeln I daß gerade sie versuchen, aus der Rüpelhaftigkeit der Genossen poli- * des deutsch-englischen Gegensatzes ausgerissen werden können, I tisch Kapital zu schlagen für eine Aenderung des Wahlrechts. Lo- bleibt abzuwarten. Verdächtig ist die außerordentliche Beflissen- I gik schwach! Freilich wird das Geschrei über die Verqewaltiqung" heil, mit der gerade die Presse der Westmächte für die Wahl des I nicht allzuviel Erfolg haben.

Freiherrn v. Marschall eintreten zu sollen glaubt. Dieser Wunsch | Uebrigens scheinen die Genossen selbst bte Empfindung zu ist wohl zum großen Teil darauf zurückzuführen, daß Freiherr haben, daß sie mit dem Fall Borchardt keinen rechten Staat machen v. Marschall den Engländern und Franzosen in Konstantinopel I können, sie konstruieren deshalb einen Fall ßeinert. Aber es recht unbequem war, dagegen verhältnismäßig harmlos erscheint, I dürfte wohl keinem Zweifel unterliegen, daß der Abg. ßeinert wenn er in London nach einem unfehlbaren Mittel sucht, um den I in feiner edlen Person doch nur deshalbgekränkt" wurde weil et deutsch-englischen Gegensatz aus der Welt zu schaffen. | die Anordnung des Präsidenten unmöglich machen wollte. Die Pa­

riser Blätter bringen spaltenlange Berichte über die Entfernung Borchardts aus dem Abgeordnetenhause, aber einen Tadel über die Handhabung der Geschäfte durch den Präsidenten selbst in der Humanit«?" nicht. Man ist eben dort gewöhnt, daß Störenfriede der parlamentattschen Ordnung einfach entfernt werden, gegebe­nenfalls durch das Militär. Indem Lande der Demokratie werden aber weiter noch folgende Strafen über solche Leute verhängt: Man zieht ihnen die Hälfte ihres Gehaltes ab, protokolliert den Vorfall auf ihre Kosten und verbreitet den darauf bezüglichen Teil des stenographischen Protokolls gleichfalls auf Rechnung der De­putierten in ihren Wahlkreisen. Buch mußten z. B. die beiden Anti­semiten Eduard Drumond und Losies den Saal verlassen, was zu tun sie sich solange weigerten, bis der Offizier mit dem Militär er­schien und ihnen die Hand auf die Schulter legte. Dann gingen sie sofort. Das Schönste aber dabei war, daß auch die revolutionäre Linke für die Ausschließung Drumonds und Lasses stimmte, also die Sozialdemokraten mit, welche damals zu der. Regierungspartei gehörten! DieD. Tgsztg." erinnert heute mit Recht daran.

Was die Beurteilung der Szene im Abgecrdnetenhause anbe- hifft, so würde ja auch ein geduldiges Hinnehmen des rauhbeini­gen Auftretens der sozialdemokratischenVolksvertreter" nut den Crfolg haben, daß die 6 Radaumacher sich daran gewöhnen, das I ganze Parlament zu beherrschen. Dadurch würde bet Gedanke des Parlamentarismus selbst getötet. Sobald versucht wird, die Sache der Borchardt und ßeinert zur Sache des Parlaments zu machen, wie das Herr ßeinert tut, hört eben alle parlamentarische Ord­nung auf, nicht nur bei uns, sondern auch in den demokratischsten undliberalsten" Staaten. Das kann nut doktrinäre Verbohrt­heit und Zuneigung zu der Partei der Skandalmachet ver­kennen. Gewiß waten die Szenen widerlich, aber daran sind die Herten selbst schuld. Selbst in Frankreich widersetzt sich keiner. Der Präsident hat eben lange genug ermahnt und gewarnt, einmal I mußte es zu einer Explosion kommen, angesichts des unerhörten Auftretens der 6Tyrannen", das mit Mut, wie manche meinen, I nicht das geringste zu tun hat. Sogar ein freifinniges Blatt fich-r 1

beträgt tot die Tgespaltene Zeile oder deren

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