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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Nach Feierabend",Fürs Haus" undLandwirtschaftliche Beilage -

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und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch

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JlS. Ivo und der Expedition (Markt 21) $.00 A frei ins Haus. (Für unver­langt zugesandte Manuskripte übernimmt die Redaktion keinerlei

1912

Verantwortung). Druck und Verlag der Ilniv.-Biicbdruckerei I. A. Koch (Inh.: Dr. C. Hiheroth), Markt 21. Telephon 55

TieCbirhrffifdje Zeitung' erscheint täglich mit Luknahuie oer Lonn»

Marburg

Donnerstag, 9. Mai

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Erstes Blatt.

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Rundschau.

'-mw. Die Wiedereröffnung der Dardanellen.

Die Pforte hat sich bereit erklärt, die Dardanellenenge zu öffnen. Zn einigen Tagen, so heißt es, werden die Aufräumungs­arbeiten weit genug vorgeschritten sein, um die im Bosporus und im Aegäischen Meere harrenden Schiffe durchzulassen. In ihrer betreffenden Note erklärt die türkische Regierung, daß die Darda­nellen für die neutrale Schiffahrt unter denselben Bedingungen, wie vor der Sperrung, passierbar sein sollten. Natürlich müssen die durchfahrenden Schiffe sich dem Lotsenzwange unterwerfen und unseres Erachtens auch dem Durchsuchungszwange. Mit der Legi­timierung durch Schiffspapiere rc. ist es immer eine etwas prekäre Sache, zumal wenn, wie es hier der Fall ist, so Großes für die Türkei auf dem Spiele steht. Es wäre intereffant, zu wissen, ob die Türkei überhaupt über das erforderliche Personal von gutaus­gebildeten Lotsen usw. verfügt.

Die Wegräumung der Minen dürfte sich in der Hauptsache wohl nur so weit erstrecken, daß genügende Lücken in den Minen­sperren geschaffen werden, um unter Führung durch kundige Lotsen die Passage für Handelsschiffe möglich zu machen. Daß alle, auch die regelrechten Minensperren, bei denen man die Lage jeder ein­zelnen Mine genau weiß, weggeräumt werden sollten, erscheint nicht wahrscheinlich, und die Wendung in der türkischen Note, man behalte sich als legitimes Recht vor, die Meerengevollständig" zu sperren, sobald sich ein Bedürfnis hierfür fühlbar mache, läßt da­rauf schließen, daß eine vollständige Oeffnung der Meerenge jetzt nicht beabsichtigt ist. Jedenfalls wird die Sache der Türkei eine Menge Arbeit und eine Anzahl Minen kosten, abgesehen von einer Anzahl Menschenleben, die bei den bekanntlich immer gefährlichen Aufräumungsarbeiten verloren gehen. Es liegt auf der Hand, daß die türkische Regierung sich freiwillig zu diesen gefährlichen, kost­spieligen und mühsamen Arbeiten nicht Herbeigelaffen hat, einem Drucke, deffen Herkunft aus den englischen Unterhausverhand­lungen unschwer zu ersehen ist. Die naheliegende Frage, ob denn nicht eine plötzliche Gefahr für die Dardanellen auftreten könnte, läßt sich mit positiver Sicherheit nicht beantworten; es ist aber an­zunehmen, daß Italien genau weiß, daß eine erneute Aktion gegen die Dardanellen ihm unter diesen Umständen keinen Vorteil brin­gen würde. Trotz gegenteiliger Behauptung erscheint* es noch immer wahrscheinlich, daß die Beschießung der Dardanellen durch die italienische Flotte von dem Eeschwaderchef improvisiert wor­den ist, der nicht nur ohne Genehmigung, sondern auch ohne Wiffen der obersten Kriegsleitung dabei gehandelt hat. Das ändert aber nichts an der Tatsache, daß die italienische Regierung politisch und militärisch die Folgen dieser Improvisation tragen muß.

Die Deutschen in Marokko.

Einem Telegramm derKöln. Ztg." aus Tanger zufolge wurde die große Ansiedlung der deutschen Firma Renschhausen in Uted- Bessam von 16 Reitern der bei Alkaffar lagernden, von französi­schen Offizieren befehligten Truppen überfallen und in Brand ge­setzt. 20 Feldarbeiter wurden als Gefangene abgeführt. Einzel­heiten fehlen. Wie dieBraunschw. Landesztg." aus zuverlässi­ger Quelle erfährt, sind im Auswärtigen Amt von dem deutschen Konsulat in Marokko seit etwa 8 Tagen ernste Beschwerden über die Zunahme der Ueberfälle aus deutschen Niederlaffungen einge- » Heber die Maßnahmen Deutschlands zum Schutze der angehörigen wird die Entscheidung in Karlsruhe fallen.

Italien und die Türkei.

Heber die Besetzung von Rhodos durch die Italiener veröffent­licht die offiziöseAgenzia Stefan!" noch folgende Einzelheiten: Don der Bucht Kalitäa, wo die Landung stattfand, marschierten die Italiener geradewegs nach der Stadt Koskinu, die sie wider­standslos, aber nach Heberwindung nicht unbedeutender Terrain­schwierigkeiten erreichten. Von dort marschierte eine Abteilung nach Kopfuel, während das Eros auf Afgaru-Sandrulla dirigiert wurde und hierbei auf den Smithhöhen mit dem Feind zufammen- stieß, der von dort vertrieben wurde. Die Truppen kampierten in der Nacht auf den genommenen Höhen und setzten am nächsten Morgen den Marsch auf die Stadt Rhodos fort, die ohne weiteren Kampf erreicht wurde. Die Truppen fanden hier seitens der Be­völkerung freundliche Aufnahme. In der Nacht zum 5. Mai verlor ein Unteroffizier, der sich nach der Munitionskolonne umsehen sollte, den Weg und wurde von einer türkischen Abteilung, die sich von der Stadt Rhodos zurückzog, gefangen. Gestern empfing General Ameglio verschiedene Konsuln und Vertreter der Be­hörden. Das türkische Komitee für Einheit und Fortschritt ließ in der der Besetzung der Stadt Rhodos voraufgegangenen Nacht das Strafgefängnis öffnen und setzte 300 gemeine Verbrecher in Freiheit.

Man wird dieser Behauptung vorläufig recht skeptisch gegen- übertreten müssen; denn im Verlaufe des ganzen Krieges hat man nur zo oft gemerkt, daß dieAgenzia Stefani" derartige An­schuldigungen in die Welt posaunte, nur um die Gegner bei den Kulturvölkern in Mißkredit zu bringen. Verschiedentlich wurde bisher von zweifelsfreier Seite festgestellt, daß diese Nachrichten 'glatt erfunden, oder mindestens tendenziös entstellt und um­gearbeitet waren. Man wird daher auch folgende Nachricht, die

von derAgenzia Stefani" verbreitet wird, mit einiger Vorsicht aufnehmen:

D e r n a, 7. Mai. Eine Alpenjägerpatrouille wurde auf einem Rekognoszierungsgange plötzlich von dem Eewehrfeuer ver­steckter Beduinen, bei denen ein türkischer Offizier war, überrascht. Dieser feuerte mehrere Schöffe gegen den italienischen Leutnant, der die Patrouille führte, ab. Die Alpenjäger erwiderten das Feuer, verwundeten den türkischen Offizier und töteten einen Beduinen, worauf die übrigen flohen. Der verwundete türkische Offizier rief um Hilfe, und als der italienische Leutnant sich näherte, schoß dieser zweimal, jedoch ohne Resultat. Der italienische Offizier schoß auch. Der Türke, der kurz nachher verschied, wurde als der Offizier Caman Mahdi erkannt; der tote Beduine ist ein Führer des Stammes Mansur.

Eine Abfertigung desBerliner Tageblatts".

DasBerliner Tageblatt" scheint zur Zeit Pech mit seinen militärischen Sachverständigen zu haben. Zunächst mußte Herr Eädke gehen, weil er der Ansicht war, daß nicht Herr Kaempf, son­dern Herr Düwell der geeignete Vertreter des 1. Berliner Reichs­tagswahlkreises sei, jetzt wird dem neuesten Mitarbeiter desB.T." amtlich Mangel an Sachkenntnis usw. bescheinigt. DieNrdd. Allg. Ztg." schreibt nämlich:Das Berliner Tageblatt" bringt in seiner Abendausgabe vom 4. Mai einen Leitartikel:Die Vermehrung der Unterseeboote", in dem Kapitän zur See a. D. Persius u. a. schreibt: Zweifellos ist, daß die englischen und französischen Unter­seeboote den unsrigen überlegen sind und daß die dortigen Be­satzungen bester mit diesen Booten umzugehen verstehen. Dem- genüber ist festzustellen, daß die Qualität unseres Unterseeboots­materials demjenigen der anderen Nationen an Güte mindestens nicht nachsteht, und daß die vorhandenen deutschen Unterseeboots­besatzungen gerade in letzter Zeit wieder Gelegenheit gehabt haben, zu zeigen, daß sie den an sie gestellten hohen Anforderungen im vollsten Maße entsprechen. Tatsache ist ferner, daß der im Jahre 19 0 8 m i t dem Charakter als Ka­pitän zur See verabschiedete Artikelschreiber niemals Gelegenheit gehabt hat, ein deutsches Unterseeboot zu betreten oder sich ein Urteil über die Güte des Materials und die Leistungs- fähigkeit der Besatzung zu bilden. Wenn Persius sagt, daß es sich empfiehlt, bei dem Bau von Kriegsschiffen mit offenen Karten zu spielen dies Prinzip befolgen alle Marinen, ausgenommen die deutsche, so verrät er nur einen großen Mangel an Sachkenntnis. Der kürzlich veröffentlichte englische Etat für 1912 enthält keine Angaben über die Zahl der zu bauenden Unterseeboote. Auch die vom amerikanischen Navy- Departement herausgegebene ListeChips bäte 1911 macht von vielen Schiffen keine Angaben. Was die von Persius angeführten hohen Zahlen von bereiten englischen und franzöffschen Untersee­booten anbetrifft, so sei festgestellt: Von 67 englischen Untersee­booten sind wahrscheinlich 1912 44 verwendungsbereit. 23 dieser Boote ersetzen nur die von anderen Marinen vorgesehenen Minen­hafensperren, auf welche Deutschland aus guten Gründen nicht ver­zichtet. Nur acht englische Ur-»"fcc rote sind zu weiter aue- holenden Unternehmungen geeignet und können somit mit den deutschen Unterseebooten in Vergleich gestellt werden. Bezüglich der französischen Unterseeboote wies Pain Leve unwidersprochen darauf hin, daß von den vorhandenen 81 französischen Untersee­booten nur 41 tatsächlich militärischen Wert besitzen. Soweit man sich ein Bild machen kann, mögen 22 bis 25 von diesen 41 Booten größere Seeausdauer besitzen und für einen Vergleich mit den deutschen Booten in Frage kommen. Irreführend ist auch der Satz des Artikels:Im neuen englischen Etat sind beträchtliche For­derungen für den Unterseebootsbau eingestellt." Es sei darauf hin- gewiesen, daß der englische Etat für 1912 eine Forderung von etwa 14 Millionen Mark für Unterseeboote enthält, während in dem deutschen Etat 20 Millionen angefordert werden. Der Staats­sekretär gab im übrigen bekannt, daß es in der Absicht der Marine­verwaltung liegt, die Zahl der deutschen Unterseeboote auf 72 mit großer Seeausdauer zu bringen. Die deutsche Technik steht durch­aus auf der Höhe und darf auf ihre Erfolge stolz sein. D i e Schluß Mahnung des Artikels:Mehr Initiative auf dem Unterseebootsgebiet" ist daher starkdeplaziert. Das Unterseebootsproblem wird von der deutschen Marineverwaltung andauernd auf das energischste studiert, allerdings mit sachlicher Nüchternheit, die im Interesse der Steuerzahler und mit Rücksicht auf militärische Anforderungen geboten ist."

Deutsches Reich.

Aus der Budgetkommission. Berlin, 7. Mai. Die Budget­kommission des Reichstages bewilligte die Mehrforderungen für die Feldartillerie für Preußen, Bayern, Sachsen und Württemberg unverändert nach der Vorlage. Im weiteren Verlaufe der Sitzung bewilligte die Kommission die Mehrforderungen für die Verkehrstruppen, darunter für Preußen eine Funkenkompagnie und Fliegertruppe, für Bayern eine Telegraphenkompagnie und eine Fliegerkompagnie, für Sachsen und Württemberg je ein Detachement bei der preußischen Fliegertruppe. Nachdem der sächsische Kriegsminister den Antrag begründete, die am letzten Freitag abgelehnten zwei Landwehrinspektionen für Sachsen nach­träglich zu genehmigen, wurde diesem Anträge gegen die Stim­men der Sozialdemokraten stattgegeben, die Landwehrinspektion für Württemberg aber abgelehnt.

Major Sperling erkrankt. Berlin, 7. Mai. Der Komman­deur des Luftschifferbataillons I, Major Sperling, ist vor einigen Tagen schwer erkrankt. Er wurde in eine Nervenheilanstalt ge­bracht. Major Sperling hatte erst Ende vorigen Jahres das Kom­mando des Luftschifferbataillons I an Stelle des Majors Groß übernommen.

Die nationalliberale Stichwahlparole in Varel-Jever. In Varel-Jever haben die Nationalliberalen beschlossen, für die Stich­wahl zwischen dem freisinnigen und dem sozialdemokratischen Kan­didaten keine Parole auszugeben. Die offizielle Parteileitung aber fordert gemäß des Abkommens im letzten Wahlkampf, daß der fortschrittliche Kandidat Dr. Wiemer unterstützt wird. Man kann gespannt sein, wie sich die Nationalliberalen in Varel-Jever dazu verhalten. Jedenfalls scheinen sie aus der letzten Wahlkampagne die Heberzeugung gewonnen zu haben, daß man am besten die bei­den Parteien, den Fortschritt und die Sozialdemokraten allein ihre Kämpfe ausfechten läßt.

Nationalflugspende in Hildesheim. Hildesheim, 6. Mai. Die städtischen Kollegien haben 5000 als Nationalflugspende be­willigt.

Der bayerische Flottenverein und die Flottenvorlage. Neu­stadt a. H., 5. Mai. In der hier abgehaltenen Delegiertenver­sammlung des bayerischen Flottenvereins hielt sein Protektor Prinz Georg von Bayern eine Rede, die im Hinblick auf die neue Flottenvorlage mit den Worten schloß: Die Bestrebungen des deut­schen Flottenvereins seien die seinen, die Enttäuschungen des deut­schen Flottenveretns in dieser hochernsten Zeit auch seine Enttäusch­ungen. Der Vorsitzende Fürst zu Castell-Castell übte gleichfalls eine scharfe Kritik an der Regierungsvorlage.

Gründung einer Mittelpartei in Elsaß-Lothringen. Die zunehmende Demokratisierung der elsaß-lothringischen Liberalen Landespartei haben jetzt nationalliberale sowie freikonservative Kreise veranlaßt, eine Mittelpartei ins Leben zu rufen, die in erster Linie den festen, unzweideutigen Anschluß der Elsaß- Lothringer an das Deutsche Reich bei aller Wahrung elsaß-lothrin­gischer Eigenart und Landesinteressen will. Die Partei ist ebenso für Wahrung und Stärkung der Weltmachtstellung des Reichs, energische Fortführung der Kolonialpolitik und Förderung des Welthandels. An den verfassungsmäßigen Rechten der gesetzgeben­den Faktoren in Reich und Land, insbesondere am Reichstagswahl­recht, will sie nicht rütteln lasten. Nationalismus, Sozialdemo­kratie und Zentrum betrachtet sie als Gegner, die energisch zu be­kämpfen sind. In Fragen der Kirchen-, Schul-, Mittelstands- und Sozialpolitik, sowie in wirtschaftlichen und zollpolitischen Fragen vertritt sie durchaus den nationalliberalen Standpuntt. Neben dem Schutz des Koalitionsrechtes verlangt sie Bekämpfung des Koalitionszwanges.

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Ausland«

* * Die Marinesammlung in Schweden. Stockholm, 7. Mai. Nachdem die freiwillige Landessammlung für den Bau eines Panzerschiffes hundert Tage gedauert hat und schon lange die als notwendig berechnete Summe von 12 Millionen Kronen erreicht ist, hat eine Deputation dem König diese Summe als Gabe für den Staat überreicht. Der König drückte der Deputation feinen Dank über die Gabe und feine Freude über diese Opferwilligkeit und Vaterlandsliebe des Volkes aus. Die Sammlung wird noch fortgesetzt. Gegenwärtig sind außerdem noch mindestens 5 Mil­lionen durch diese und andere Sammlungen zur Verstärkung der schwedischen Marine zusammengebracht worden.

* * Der Zeitungsstreik. Chicago, 7. Mai. Trotz des Drucker­streikes erscheinen heute die Zeitungen wie gewöhnlich. Die Post- ausgaben werden in den benachbarten Städten expediert. In den Vorstädten wurden die Zeitungen auf Karren unter polizeilichem Schutz expediert. Auch der Zeitungsverkauf an den belebten Stra­ßenecken fand unter polizeilichem Schutz statt.

* * China. Peking, 7. Mai. Tangschaoyi übertrug die An­leiheverhandlungen dem Finanzminister, der heute mit den Ver­tretern der sechs Banken konferieret. Der Minister gestand den Banken das Recht zu, zu erfahren, in welcher Weise die Regierung die Teilbeträge der Anleihe auszugeben gedenke. Die Bankqruppe legte darauf die Bedingungen dar, unter denen sie mit der Finan­zierung Chinas unverzüglich beginnen wolle. Das Kabinett wird morgen über die Bedingungen beraten.

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Marburg und Umgegend.

Nachdruck aller Drginalartikl ist gemäß H 18 des Urheberrechts nur mit der deutlichen QuellenangabeOberheff. Ztg." gestattet)

Marburg, 8. Mai.

* Hochherzige Stiftung. Herr und Frau Geheimrat Hensel haben dem Marburger Spar- und Bauverein ein Kapital von 25 000 M als Stiftung zur Einrichtung eines Jugendspielplatzes und Bolksgartens zur Verfügung gestellt. Es ist in Aussicht ge­nommen, wenn die städtischen Behörden zustimmen, auf der Lahn- insel hinter dem Kämpfrasen einen Spielplatz und Volksgarten einzurichten, auch auf der Insel «ine halboffene Schutzhalle zu er­bauen und im Zusammenhang hiermit aus den Mitteln der Stiftung einen Beitrag zur Erbauung eines Steges von der Lahninsel nach dem Weidenhäuser Ufer zu gewähren. Die ganze Anlage soll demnächst völlig frei der Stadt zufallen. Auch wird eine aus­reichende Summe zur Erhaltung der Anlage verbleiben. Die Stadt wird also einen reinen dauernden Gewinn von der Stiftung habe«. Wir fteuen uns, daß Herr und Frau Geheimrat Hensel in so schöner Weise ihre Fürsorge für unsere Jugend betätigt haben, und wir