1912.
Jle 92 und der Expe! langt gugefai
Erstes Blatt
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Wege auf dem Laufenden gehalten.
Paris, 18. April. Aus Fez wird von heute gemeldet: Der Kampf hat heute morgen in den Straßen von Fez von neuem begonnen und ist bis zur Stunde noch nicht beendet. Mehrere Franzosen wurden verwundet. Das Telegraphenbüro hatte einen heftigen Angriff auszuhalten, die Beamten verteidigten sich tapfer. Man rechnet darauf, daß die ersten Truppenverstärkungen schon morgen eintreffen und daß es sodann möglich sein wird, des Auslandes Herr zu werden. Eine Anzahl der Mitglieder der sranzö- ischen Kolonie, sowie die Sonderberichterstatter der französischen Presse flüchteten in das französische Konsulat, in den Palast des Sultans in das dem Gesandten Regnault zur Verfügung gestellte Haus, sowie in die Wohnung des Arztes Dr. Fametans. Die Kon- suln von Deutschland und England sind mit ihren Familien in ihren Häusern geblieben. Der französische Konsul befindet sich in dör Telefunkenstation. Ein Beamter der letzteren namens Revous wurde leicht verwundet und mutzte ins Krankenhaus gebracht werden.
Marburg
Sonnabend, 20. April
Narragansett-Bay weiterfahren.
Rewyork, 18. April. Der Kreuzer „Ehester" meldet, die „Carpathia" habe seine drahtlosen Anfragen nicht beantwortet. Hier wird vielfach behauptet, Jsmay habe Order gegeben, keine Einzelheiten der Katastrophe der Oeffentlichkeit zu übergeben. • Zsmay würde sofort die Rückreise nach England antreten. Die I Whitestarline hat mit den Hospitälern die Sendung von Kranken- I wagen für die Ueberlebenden vereinbart. Mehrere drahtlose Meldungen deuten an, dah viele der Ueberlebenden infolge der Aufregung und der Leiden erkrankt sind. Aus anderen Telegrammen von Ueberlebenden an Angehörige geht hervor, datz viele Frauen , I nicht wissen, datz ihre Männer der Katastrophe der „Titanic zum I Opfer gefallen find.
: Rewyork, 18. April. Zur Hilfeleistung für bte Ueber-
i lebenden der „Titanic" sind die ausgedehntesten Maßnahmen ge- I troffen. Die Polizei hat alle verfügbaren Mannschaften auf.
. I geboten, um die Tausende von Neugierigen von den Piers zurück- ; zuhalten. Die „Carpathia" ist um 6 Uhr 20 Min. in Sandy Hook
sorglos vorgehen.
London, 18. April. Die Zeitungen stellen fest, datz die „Titanic" im ganzen 20 Rettungsboote mit sich führte, die un- gefähr 1200 Personen aufnehmen konnten. An Bord befanden sich 2200 Männer, Frauen und Kinder, aber die 20 Boote gingen über das Minimum hinaus, welches die Vorschriften des Handelsamts verlangen. Diese Vorschriften sind seit dem Jahre 1894 unverändert geblieben, obwohl in letzter Zeit sehr viel große Schiffe ge-
Der Untergang der Titanic.
Das Unglück des englischen Riesendampfers gibt der Presse Anlaß zu der Erörterung, ob die Schiffahrtsgesellschaften, speziell die Whitestarline, ausreichend für die Sicherheit der sich ihnen an- vertrauenden Passagiere sorge und gesorgt habe. Vielfach wird gerügt, daß die „Titanic" entsprechend ihrer Passagierzahl zu wenig Rettungsboote an Bord gehabt habe, und es wird auch darauf hingewiesen, daß auch andere Linien in dieser Beziehung zu
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
unt> den Beilagen: „Nach Feierabend«, „Fürs Haus« und .Landwirtschaftliche Beilage«.
angenommen18 April. Die Liste der geretteten Zwischendeckspassagiere der „Titanic" enthält etwa hundert Namen, die meistens auf Skandinavier, Russen und Polen schließen ^London, 18. April. Unter der Mannschaft der „Titanic« find sechs Deutsche: der Setzer Laspe oder Lappe, die Stewards Tbetfinger, Pfropper, Heinen, Müller und Tietz.
London, 17. April. An der Sammlung des Lordmayors für die Hinterbliebenen der Opfer der „Titanic" haben sich König Georg mit 10 000, Königin Mary nfit 5000 und die Königin Alexandra mit 4000 Pfund Sterling beteiligt.
Zu dem von uns schon gebührend gewürdigten Elaborat das der „Vorwärts" zu der Katastrophe veröffentlichte schreibt die „Rationallib. Korrespondenz": Dem ..Vorwärts «Krd em Verständnis dafür niemals beizubringen fern, daß bie „fapitohMwt Staaten ihre Seerüstung nicht zur Vorbereitung oder Herbeiführung „marinistischer" Katastrophen, sondern für deren Verhinderung und Vermeidung betreiben: noch weniger Verständnis freilich dafür, daß die Opfer des ostasiatifchen Seekriegs den ehrenvollen Heldentod für ihr Vaterland starben, wahrend die Taten bet Titanic" ihr Leben nutzlos im Kampfe gegen bie übermäßige Natüraewalt lasten mußten. Die bürgerliche Kulturwelt von deren Trauer sich bas sozialdemokratische Hauptorgan absichtlich ausschließt, hat danach keinen Anlaß, sich in ihrer rein wenfchlick«n Anteilnahme an dem Jammer der Hinterbliebenen durch solche Gesübt-robeite^eirrei^zrPasien^Woh^abei^at^e^rund^enuq, frfmn dem alten Pfarrer Wöhrmann bei feder neuen Predigt zugefehen Stte Knisterte wie damals . und die blanke zur Seit« liegende Schere fuhr ebenfalls darüber hin und putzte einen Räuber fort.
' 9 die Siegel blank und fest geworden waren, reicht« Adalbert von Gadecker seinem Freunde das Schriftstück entgegen. . .
Mnh ieht lebe wohl . . ich hab« noch ein wichtiges Geschäft vor.
"Du solltest diese Angelegenheit bis morgen verschieben, mahnte bet Iustizrat. „Solche Stunde wie die vergangene greift an
Mir hat sie grade deshalb wohl getan. — Ich fühl« mich WS «nb jung" Darum darf ich nicht säumen. - Ich werd« dir morgen über alles berichten . .«
... Ein langer reizloser Weg!! -
Zwischen der neuangelegten Schonung und einem sauber bestellten KartoffeNand zog er sich hin. Der junge Mai hielt l'^^nabliegen- den Saaten und auf den Fichten der Feme versteckt. Selbst die Lerchen jubilierten hier nicht. Nur ein aufgescheuchtes Rebhuhn si«S »uweibm mit lautem Burren aus den tiefen Furchen Hari an dm Köpfen der llblifeer Kutschpferde vorüber und ließ sie jedesmal einen Heinen Setten* Iprung machen. Am Wegrain lag ein Topfstricker und sah sich blinzel^ die Welt an . . sein schweres, klapperndes Bündel zur ©eite. Unb hl den blanken Deckeln spiegelte sich bie Hoffnung auf das Kommende rote, der . . und sonst nichts! .
Adalbert von Gadecker erschauerte, als fröre U
über das gutbestellte Land, irrte dann zurück und sah sich selbst und se« bißchen kärgliches Hoffen. -
Er trieb den alten Kutscher zur Eile an, damit das Gefühl bet Frische, dessen er sich vor dem alten Freunde gerühmt, nicht verflog«, noch ehe er in Klein Buchen wär«.
. Das kleinerote Haus lag inmitten von Dirken. Es hatte etwas unendlich Behagliches an sich. An der Seite standen auf hochbeinigen Bänken die blanken Kannen für den Milchversand zur Molkerei. PW pickten überall auf dem frisch grünenden Waldboden umher und ein alter behaglicher Hund lag in der Sonne und stand nicht einmal auf, al» Ott Uhlitzer Herr an ibm
v «Settfeinmg fetal).
baut worden sind. , I
Wie wir schon ausführten, wirb bie Schuld an bem Unglück l auch bet unseligen Rekordsucht unserer Zeit zugeschoben. Ma» I muß abwarten, was die Untersuchung, die eingeleitet worden ist, I ergibt. I
Washington, 18. April. Das Handelskomitee des Se- I nats ernannte ein Unterkomitee von sieben Mitgliedern, welches eine genaue Untersuchung über den Unfall der „Titanic anstellen I soll. Das Komitee begab sich bereits nach Rewyork. |
3m übrigen liegen noch folgende Nachrichten vor: I
Rewyork, 18. April. Bis jetzt sind noch keine Einzelheiten über die Katastrophe der „Titanic" an die Küste gelangt, nur eine Liste der Zwifchendeckpasiaaiere und einige Telegramme von Ge- I retteten an Verwandte und Freunde, in denen mitgeteilt wird, daß sie sich in Sicherheit befinden, sind bekannt. Die „Carpathia" | gab noch keinen Bericht. Sie dampfte heute früh die Küste her ab I und wird heute abend hier erwartet. Erst bann wird über den Hergang der Einzelheiten berichtet werden können. I
Rewyork, 17 Avril. Die „Titanic" hat wenige Minuten 1 vor ihrem Zusammenstoß mit dem Eisberg eine Warnung vor der I drohenden Gefahr erhalten. Außerdem hat die „Tourreine" am 14. Avril die .Titanic" über die Lage der Eisberg« durch ein
Wahrlich zweimal muß in allen großen Zeitungen Deutschlands unb Amerikas während dieser 10 Jahre ein Aufruf an die Geschwister I 9Bitt erlassen werden, dessen Fassung ich meinem Freunde, dem Justiz- I rat Wöhrmann, anheimstelle. Dieser soll sich auch mit bem Mi Zeit I in seinen Hönde« befindlichen Kapital von 20 000 Jt, für alle Muh« 1 bezahlt machen. . . I
Tit aber bis zu dem Ablauf der genannten 10 Jahre Henri Witt I nicht auffindbar gewesen, so fallt Uhlitz - unb bleibt auch Marte ver- 1 ichollen auch deren Erbteil mit Zins und Zinseszins — an Karl I August von Gadecker, zur Zeit ht Klein-Buchen bei Uhlitz.
u Adalbert von Gadecker. I
Uhlitz, den 20 Mai I
„Es ist alles in bester Ordnung," sagte der Iustizrat, als Adalbert I von Gadecker zu Ende gekommen war nur, daß du meinst, mich für bie geforderten Dienste überreichlich bezahlen zu müssen
Der Uhlitzer Herr lächelt« ein wenig.
„Es waren einmal zwei Knaben mit besonders heißen Lebenswun- fchen. Der eine wollte sich niemals von der schweren, warmen Heimats I erbe und ihrem gt'ben Erntegold trennen. — Dem anderen stand der Sinn in die weife Welf. — Du und ich. Karl Wöhrmann! Mein Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Aber du bist auch in bet Heimat kleben geblieben. Als dein Brotherr starb, nahmst bu sogleich von bem gemachten Bett Besitz. Ich kenne ja bie Gründe . . Es waren noch paar Studier- schulben vorhanden unb bu hattest allzeit für ben Jammer der Armen eine freie Feder und freien Rat. — Dein Knabentraum ist also ein Wunsch geblieben.
Wodurch aber habe ich Besseres verdient, wie du? Nimm also das Geld und löse dich eine Zeitlang von Heimat und Beruf.«
„Hast du es so gemeint, alter Freund, dann vergib mir mein Aufbrausen. Habe ich dann noch Augen zu schauen unb ein Herz, was sich freuen kann, soll es nach beinern Willen geschehen."
„Habe Dank für biefe einzig richtig« Auffassung. Und nun gib mit Siegel unb Zubehör, damit ich das Testament ordnungsgemäß ver- I ^CHn Weilchen knisterte die Kerze <mf dem dicken KupfeÄeuchter, her
£ie £ uttneiitfai« Zc.iu.ig" cqchcmt täglich-MN r-usoag N« oer Lann- unb fteiertaae’ — Der Bezugspreis betragt vi-rteliahrlich durch di?Post bezogen 5.25 JL (ohne Bestellgeld), bet unseren ZeitungSstellen und der Expedition (Markt 21) 2.00 Jl frei mS Hau-. (Für unver. mnnt auaefanbte Manuskripte übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung). Druck unb Verlag bet Univ.-Buchdruckerei I. A. Koch (Inh.: Dr. 6. Hitzeroth), Markt 21. — Telephon 55
«flenben. 3n -chi »°mp-gn,.ns rin. Schwodwn | J.» Tri-^mm nnd di- „Iltank" 6nt M* j
und eine Abteilung Artillerie zurückgeblieben. Der Minister- Warnung beantwortet Evening Post" meldet: Stute
der Depeschen. Der Vizepräsident der Whitestarline erklärte nut, daß die Depeschen von keiner Panik berichten.
Washington, 18. April. Das Marinedepartement erhielt von dem Kreuzer „Salem" ein heute früh 8 Uhr aufgegebenes Funkentelegramm: Wir können keine Nachricht von der "Carpathia" erhalten, obgleich sie sich im Bereicht leichter funkentelegraphischer Verständigung befindet. Sie gibt zuweilen auf An- . rufe Zeichen, beantwortet aber die aufgegebenen Telegramm« nicht. Wir können nicht glauben, daß die Mitteilungen, die wir gesandt haben, nicht verstanden wurden. Das Schiff befindet sich innerhalb des Bereiches der Torpedostation Newpert, daher wir der Kreuzer „Salem" am Nachmittag nach Bradfort und b<
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die Zeile 60 Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Jeder Rabatt v J n* gilt als Barrabatt. Bei Konkurs kein Rabatt. Verbindlichkeit für Platz-, Datenvorschrift unb Beleglieferung aiisgsschloffen. — Zahlungen ,m Post- scheckverkehr — ohne Portokosten — unter Nr. 5Olo de» Postscheckamtes Frankfurt a. M.
Jlalienffcte S»lffe vor den Dardanellen.
Nachdem nun die Mächte ihre Friedensaktion bei der Pforte eingeleitet haben, unb eine bindende Antwort der Türkei noch nicht vorliegt, scheint Italien jetzt den Schauplatz des Krieges nach der europäischen Türkei verlegen zu wollen. Wir hatten bereits gestern durch Extrablatt folgende Meldung verbreitet:
London, 18. April. Lloyds teilt in einem Telegramm mit, daß bei der Einfahrt in die Dardanellen Kanonendonner gehört Wurde Man vermutet einen italienischen Angriff. Zuverlässige Informationen stehen noch aus. Auch aus Paris liegen Depeschen pot, wonach die italienische Flotte in Kunkale angekommen ist. Ein italienisches Schiff ist gesunken.
Dieser ersten Nachricht folgten weitere, aus denen zu ersehen ist daß Italien mit seinem schon lange angekündigten Vorstoß gegen die Dardanellen Ernst macht. So wird aus Temedos gemeldet: Eine italienische Flotte, die aus etwa 15 Schtffen^- stand, ist, von Im ros kommend, gesichtet worden. Man hort hin unb wieder Kanonenschüsse.
Weiter liegen folgende Nachrichten vor:
Konstantinopel, 18. April. Hier wird bte Nachricht verbreitet, daß 27 italienische Kriegsschiffe heute früh vor bem Eingang bet Dardanellen erschienen unb bas Bombardement auf die Befestigungen von Kumkalessi begannen. Ein Geschoß bet Festungen soll'ein italienisches Kriegsschiff getroffen haben.
Paris 18 April. Die „Agence Havas" melbet aus Konstantinopel, daß bie italienische Flotte bei Kumkalessi am Eingang der Darbanellen eingetroffen sei.
Paris, 18. April. Der „Agence Havas wirb aus Athen gemelbet: Zwei starke italienische Marinebivistonen, von welchen jebe aus zwölf Einheiten zusammengesetzt ist, fuhren eine morgens, die andere abends vor der Insel Skyros vorbei unb wandten sich bann nach Norden. Heute morgen um 8 Uhr tarnen vor Rbobus vier italienische Kreuzer an, von denen zwei dicht vor der Stadt vorbeifuhren. Ein Schiff, das zwischen Rhobus und Rumelin verkehrt, hielten sie an, durchsuchten es, ließen es aber bann unbehindert seinen Weg sorisetzen.
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. ;;., Meuterei in Fez.
Tanger, 18. April. Nach hier eingetroffenen Nachrichten wird der Sultan im Palast in Fez durch Meuterer belagert. Mehrere Jnstruktionsoffiziere und Jnstruktionsunteroffiziere wurden getötet. Die Gesandtschaften und Konsulate sind unversehrt. Der Kamps dauert an. Ein Teil der Hilfstruppen aus Mekmes ist hier angekommen.
Paris, 18. April, lieber die Vorfälle ist em Telegramm des Gesandten Regnault eingetroffen, in dem er "klart daß bte Unruhen der Soldaten aus der Tatsache herzuleiten seien, daß man den Truppen ben seit 1. Februar beträchtlich erhöhten Sold tn ihrem eigenen Interesse nicht voll ausbezahlen, sondern einen Teil als Ersparnisse zurückbehalten wollte, um sie so vor ben unangenehmen Folgen einer leichtsinnigen Lebensweise zu bewahren. Eine Deputation schcrisischer Truppen begab sich baher zum Sultan um gegen bte angefünbigten Maßnahmen Verwahrung etn- zule'gen. Siebzig Soldaten meuterten, ohne die Antwort abzu- roarten- ein Teil der Bevölkerung nahm ebenfalls an den Unruhen teil. Regnault traf sofort im Verein mit der Garnison von Dar- debiagh bte notwenbigen Maßnahmen. General Meinier erteilte der Garnison in Mekines ben Befehl. 5 Kompagnien nach Fez zu
Nachbr. verboten.
Stärker als Du!
Roman von KSt« Lubowski.
'! (Fortsetzung.)
Bedächtig faltete der Uhlitzer Herr das Schriftstück auseinander und
-rch, Adalbert von Gadecker. bestimm« für den Fall meines Todes l* al, meinen letzten Willen folgendes:
. 6ettIi Witt das älteste Kind meiner verstorbenen Schwester, dessen Aufenthalt zur Zeit unbekannt ist, erbt mein Rittergut Uhlitz bis auf < das Borwerk Kkin-Buchen und 455 Morgen Acker, bte mit dem Knick 4 abfchliehen.
Marie Witt das iünqfte Kind meiner verstorbenen Schwester, setzt t ebenes Ün^kannten Aufenthaltes, erhält 200 000 M in barem Selbe ; mit dem Wunsche, daß sie ihren Wohnsitz bis zur etwaigen Derheira- ' hing in Uhlitz nehmen möchte.
! ■ Klein-Buchen und die schon bezeichneten Morgen Acker erhalt
! der einzige Sohn meines Vetters Klemenz von Gadecker. mit Namen ! Karl August.
j Fräulein Johanna Mertens wird ein lebenslängliches $$obnung5= ' recht im Uhlitzer Herrenhause, bestehend aus zwei Zimmern twöt ttjrer • Wahl und eine Iahresrente von 2000 M bis zu ihrem Tod« besnmmt. ; Diese Rente haben die Geschwister Witt zu gleichen Teilen in Wertel- ) jahrsraten zu zahlen. Solange sie ihr Erbe nicht antreten, ist bteje 1 Eumm« der Johanna Mertens durch den Iustizrat Wöhrmann, ben ich ! hiermit zu meinem unbeschränkten Testamentsvollstrecker ernenne, ' pünktlich auszuzahlen.
Tritt nach meinem Tod« mein Resse Henri Witt sein Erbe nicht gn so ist Karl August von Gadecker mit einem Gehalt von jährlich . 2000 <M bis zur Uebernahme durch Henri Witt hiermit als Verwalter, i eon Uhlitz eingesetzt. Dies« Verwaltung darf aber bte Dauer von 10 1 Jahren nicht übersteigen.
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