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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Nach Feierabend",Fürs Haus" undLandwirtschaftliche Beilage".

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DieEbutKffifrtie Rettung- eelchemr tagt ich mit kue-iiay.rtt. oct e.nn- und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch die Post bezogen 9.25 A (ohne Bestellgeld), tiet unseren Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21) 2.00 A frei in» Hau». (Für unver­langt zugesandte Manuskripte übernimmt die Redaktion keinerlei Berantwortunq). Druck und Verlag der Univ.-Buchdruckerei I. A. Koch (Jnd.: Dr. C. Hitzeroth), Markt 21. Telephon 55

Marburg

Mittwoch, 17. Apitl

Der Anzeigenpreis beträgt sür die 7aespnlrene Zeile oder deren Raum 15 4, bei amtlichen und auswärtigen Anzeigen 20 4, sür Reklamen die Zeile 60 4- Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Bei Konkurs kein Rabatt. Verbindlichkeit für Platz-, Datenvorschrtst und Beleglieferung ausgeschlossen. Zahlungen im Post­scheckverkehr ohne Portokosten unter Nr. 5015 de» Postscheckamtes Frankfurt a. M.

17. Jahr«.

1912.

Erstes Blatt.

Die WehrvmlM.

"Berlin, 15. April. Dem Reichstage gingen heute die .neuen Wehrvorlagen, sowie im Zusammenhang damit die Er- ltzäuzMg des Gesetzentwurfs für 1912 mit einer Denkschrift über idie Deckung der Kosten und endlich ein Gesetzentwurf über die Be­seitigung des Branntweinkontingents zu. In der Hauptsache ent­hält die Militärvorlage die Neueinstellung von 17 Bataillonen Infanterie, 6 Eskadrons, 41 Feldartilleriebatterien, 6 Bataillonen Pioniere, Verkehrstruppen und Train, 106 Maschinengewehr­kompagnien, ferner Etatserhöhungen an die Mannschaften bei Infanterie, Feldartillerie und Verkehrstruppen und endlich eine .Anzahl neuer Kommandobehörden, unter denen besonders zwei ^Generalkommandos hervorzuheben find. Die Friedenspräsenz- «stärke steigt dadurch um rund 29 000 Mann. Die Kosten betragen .in den Jahren 1912 bis 1917: 79,5, 101, 78, 58, 62 und 62 Mil- Honen, von denen einmalige sind: 66, 52 und 19 minus 1, 4 und 4 Millionen. Die Novelle zum Flottcngesetz sieht zur Beseitigung organisatorischer Mißstände die allmähliche Bildung eines dritten ! aktiven Geschwaders vor und zwar durch den Verzicht auf das iReferveflottenflaggschiff und die zur Zeit vorhandene Material- !keserve sowie durch den Bau von drei Linienschiffen und zwei (leinen Kreuzern. Weiter verlangt sie Personalvermehrung, die Beschaffung einiger Luftschiffe und die Vermehrung der Unter­seeboote. Betrag: 15, 29, 39, 40, 44 und 43 Millionen Mark, von denen auf einmalige Ausgabe entfallen 12,4, 22, 29, 25, 24 und j 18 Millionen Mark. Zur Deckung der Mehrkosten stehen zunächst für 1912 eine Reihe Mehreinnahmen zur Verfügung, die bei der Aufstellung des Etats im Frühherbst noch nicht zu erwarten waren, auf die aber jetzt gerechnet werden kann, namentlich 45 Millionen Mark an Zöllen und Steuern, sowie rund 15 Millionen Mark an Überschüssen der Eisenbahn- und Postverwaltung einschließlich des Ausgleichungsbeitrages. Bei der Verzinsung der in den letz­ten Jahren durch Tilgung verminderten Reichsichuld lasten sich 10 und durch die ohne Ermäßigung der Kosten für den Nordost­seekanal infolge des langsamen Voranschreitens des Baues gleich­falls 10 Millionen Mark sparen, sodaß insgesamt 80 Millionen Mark mehr zur Verfügung stehen, als bei der Vorlage des Etats angenommen wurde. Den fehlenden Nest brinat die Aufhebung des Vranntweinkontingents, das 1912 14,5 Millionen, in jedem folgenden Jahre 36 Millionen Mark Mehreinnahmen ergeben soll. Das Kontingent wird außer für Bayern in Württemberg und Vaden aufgehoben und in diesen Staaten für gewerbliche Bren­nereien auf 5, für andere Brennereien auf 7,50 Jt herabgesetzt. Mr die kleinen Obstbrennereien, sowie kleinere landwirtschaft­liche Brennereien bleiben besondere Schutzvorschriften bestehen. Damit verbinden sich einige Verbesserungen des übrigen Brannt- weinsteuergesetzes, sowie ein Verbat zur Anwendung des Methyl­alkohols zu Rahrungs- und Genußmitteln uiw. Die Verwendung der Ueberfchüste aus dem Jahre 1911 sowie der 1912 etwa zu er­zielenden Ueberschüsse bleibt der Bestimmung der nächstjährigen Etatsgesetze überlassen. Die dem Ergänzunasetat betqefüate Denk­schrift berechnet die voraussichtliche Entwicklung der Ausgaben und Einnahmen in den nächsten Jahren unter Berücksichtig,<n« bog Umstandes, daß die Zuckersteuer am 1. April 1914 und die Grund­wechselabgabe am 1. Juli 1914 ermäßigt werden soll und kommt zu dem Ergebnis, daß die Kosten der Webrvorlagen ohne wesent­liche Beeinträchtigung der von den verbündeten Regierungen im ^Einverständnis mit dem Reichstag geplanten Gestaltung des HeGxtraordinariums und der Schuldentilgung bestritten werden können, unter den Voraussetzungen, daß die Grundsätze sparsamer Wirtschaftsführung ebenso gewahrt bleiben, wie in den letzten Jahren, daß sich die gegenwärtige wirtschaftliche Lage nicht fühl­bar verschlechtert und keine besonderen neuen Anforderungen an das Reich herantreten; andernfalls würde sich die Notwendjokeit ergeben, neue Einnahmequellen zu erschließen oder die Ermäßi­gung einzelner Steuern ganz oder zum Teil für einige Jahre hinauszuschieben.

Den Ausführungen derNordd. Allg. Ztq." über die Wehr­vorlage ist zu entnehmen, daß durch die Erhöhung der Friedens­präsenzstärke von 515 321 auf 544 211 Mann das preußische Kon­tingent von 399 026 auf 420 939, das bavriiche von 57 133 auf 60 351, das sächsische von 38 911 auf 41 625 und das Württem­bergs sche von 20 251 auf 21 296 gebracht wird. Nach Prozenten der Bevölkerungszahl unter Zugrundeleaung der Ergebnisse der Volkszählung von 1910 berechnet, ergibt sich eine bisher unwesent­liche Mehrbelastung Bayerns, Sachsens und Württemberas, die ihren Ausgleich findet in der naturgemäß stärkeren Heranziebung der Bevölkerung des unter preußischer Verwaltung stehenden Kon­tingentsbereichs zum Dienste der Marine. Weiter schreibt das­selbe Blatt: Es ist in Aussicht genommen, in jedem Jahre sechs Unterseeboote anzufordern. Das ergibt bei zwölfjähriger Lebens­dauer einen Sollbestand von 72 Booten, für 54 dieser Boote sind «ktive Besatzungen veranschlagt, 18 bilden Vie Materialreserve ohne Besatzung.

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p Der Kliess um Tripolis.

Rom, 15. April. Gegenüber den vom türkischen Kriegs­minister veröffentlichten Telegramme über die Vereitelung eines Italienischen Landungsversuches bei Zuara und über die Lage bei Grus erklärt dieAgenzia Stefani": Die Meldungen sind wie

gewöhnlich falsch. Der Plan der Italiener ist seit langem wohl bekannt. Auch die Türken wissen recht gut, daß vor Zuara nur eine Scheinlandung, gleichsam als Ablenkungsmanöver vorgenom­men wurde, während die Landung auf der Halbinsel Macabez, die nicht von einer einfachen Abteilung, sondern von einem starken Truppenkörper mit starker Artillerie ausgeführt wurde, seit 10. April eine vollendete Tatsache ist. Ein Widerstand der Araber und Türken gegen eine wirkliche Landung der Italiener besteht nur in der Phantasie. Wahr daran ist nur der von einer feind­lichen Gruppe gegen das Fort Buchamez am 11. April unternom­mene Angriff, der sogleich von italienischen Askaris und Schiffs­artillerie zurückgeworfen wurde, und der Kampf am 13. April, in welchem Askaris mit Genietruppen, Matrosen und Zollwächtern durch einen glänzenden Angriff gegen Gruppen von Arabern, die die Arbeiten und die Verpflegung des Forts zu stören suchten, die Feinde unter schweren Verlusten an Mannschaften und Waffen zurücktrieben.

Die Friedensaktion der Mächte.

Konstantinopel, 15. April. Die «»gekündigte Demarche der Mächte erfolgt morgen vormittag. Die Botschafter und Ge­schäftsträger begeben sich einzeln in das Wohnhaus des Ministers des Aeußern und machen die identische Mitteilung, deren Tenor der Pforte aus den Depeschen ihrer Botschafter bekannt ist. Für Rußland spricht der Geschäftsträger vor. Der Ministerrat be­riet vorgestern und gestern die Antwort der Pforte. Gerüchtweise verlautet, die Pforte würde die Mächte ersuchen, ihr für die Türket annehmbare Friedensbedingungen bekannt zu geben.

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Politische Umschau.

Herrn Haußmann ins Stammbuch.

Das gegen den Staatssekretär v. Tirpitz gerichtete Elaborat des Abgeordneten Haußmann findet in der gesamten nationalen Presse Deutschlands die verdiente Würdigung. Wir heben daraus nur die beiden folgenden Preßstimmen hervor. DieDeutsche Zeitung" schreibt:Es ist nachgerade kindisch geworden, wie man nationalen Politikern und Organisationen die Sorge für Deutsch­lands Rüstung und wehrhaften Geist als Egoismus, Beschränktheit oder Besinnungslosigkeit verekeln und als ihr ideales Recht, ja als ihre vaterländische Pflicht bestreiten will. Ueberall wittert man die Privatinteressen derPanzerplatten-Fabrikanten", die Kriegsluft der Offiziere, die der alten Soldaten und was der­gleichen mehr ist. Aber daß die Friedensfreunde vor allem auch in Frieden ihren Geschäften nachgehen wollen", daß alle Weich­lichen, Kranken, Feigen und Bequemen den Friedensdusel wie eine Religion pflegen, davon spricht des Sängers allzu lauter Mund kein Wörtchen."

DieDresdener Nachrichten":2Bas soll man dazu sagen, daß Herr Haußmann die unglaubliche Naivetät besitzt, ausgerechnet Herrn v. Tirpitz für die Zunahme des deutsch-englischen Gegen­satzes und damit der allgemeinen internationalen Gereiztheit ver­antwortlich zu machen? Sind denn- die letzten Ereignisse völlig spurlos an dem fortschrittlichen Waeordneten vorübergegangen? Hat er die dreimalige fchi'-re Kri^^^esahr des vergangenen Jahres, die niederschmetternden Enthüllungen der verschiedenen großen Spionageprozesse, die Drohrede Lloyd Georges gänzlich vergessen? Und angesichts aller dieser und ähnlicher Erfahrungen hat ein deutscher Reichstagsabgeordneter die Stirn, einen unserer besten Minister im Reiche in solcher unerhörten Weise zu verdäch­tigen? Das ist tief beschämend für unser nationales Ansehen in der Welt und zugleich gefährlich für unsere nationale Sicherheit, weil darin die Absicht einer Stimmungsmache gegen die neuen Flottenferderungen unverkennbar in di« Erscheinung tritt."

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Deutsches Reich.

Der Kaiser. Achilleion, 15. April. Der Kaiser hörte heute vormittag die Vorträge der Chefs des Militärkabinetts und des Marinekabinetts. Berlin, 15. April. Der Kaiser wird nach den bisherigen Dispositionen am 13. und 14. Mai in Straß­burg und am 15. Mai in Metz verweilen.

Der Bundesrat stimmte der Ergänzung des dem Reichstag vorliegenden Entwurfes des Reichshaushaltsetats für das Rech­nungsjahr 1912 zu. Die Vorlage betreffend die Aenderung der Bestimmungen der Statistik der Seeschiffahrt wurde den zustän­digen Ausschüssen überwiesen.

Gouverneur von Togo wird, wie dasW. T. 93. von zu­verlässiger kolonialer Seite hört, endgültig Herzog Adolf Fried­rich von Mecklenburg, Gouverneur von Deutsch-Ostafrika Direktor im Reichskolonialamt Dr. Schnee. Als dessen Nachfolger ist der bisherige Gouverneur von Kamerun Dr. Gleim bestimmt. Ueber die Wiederbesetzung des Gouvernements von Samoa ist eine Ent­scheidung zur Zeit noch nicht getroffen.

Regierung und Straffreiheit der Schlagermensuren. Ber­lin, 15. April. Der Unterrichtsausschuß hatte kürzlich eine Bitt­schrift der schlagenden Verbindungen der Technischen Hochschule zu Aachen der Staatsregierung zur Berücksichtigung überwiesen. In dieser war die Bitte ausgesprochen, die Regierung möge dafür Sorge tragen, daß die Schlägermensuren in Zukunft nicht mehr mit einer Strafe belegt würden. Wie mitgeteilt wird, dürfte die Angelegenheit nur durch eine Aenderung der einschlägigen Be­stimmungen des Strafgesetzbuches in dem gewünschten Sinne er­ledigt werden können. Dementsprechend würde die Frage vor den Reichstag gehören, da es sich um die Abänderung des Reichs­gesetzes handelt. Es wäre hierbei -u bedenken, daß sowohl die

ZentrunuMrtei wie die Sozialdemokraten aller Wahrscheinlichkeit nach einer Abänderung des Strafgesetzbuches in diesem Sinne ab­lehnend gegenüber stehen würden. Es ist übrigens zu erwarten, daß der Kultusminister auf die Bittschrift zurückkommen und sich über die Angelegenheit äußern wird. Man geht jedoch vielleicht nicht fehl in der Annahme, daß es bei der bisherigen Praxis sein Bewenden haben dürfte.

Zum bayrischen Zesuitenerlaß. München, 15. April. Di« Korrespondenz Hoffmann" meldet: In der Presse werden ver­schiedene Gerüchte über angebliche tiefe Verstimmungen zwischen der Reichsleitung der der bayr. Regierung verbreitet. Derartig« Gerüchte übersehen den Umstand, daß bezüglich des bayrischen sog, Jesuitenerlasses es sich lediglich um eine verschiedene Rechtsaus­legung des Bundesratsbeschlufles vom 5. Juli 1872 handelt, wozu die bayrische Regierung im Rahmen der ihr zustehenden Vollzugs­befugnis die Entschließung erließ, die sich mit der in derNordd. Allg. Ztg." veröffentlichten Auffassung der preußischen Kultus- verwaltung nicht deckt. Mit dem in Frage stehenden Begriff Ordenstätigkeit" und dessen Interpretation ist die Reichsleitung noch nicht befaßt worden, so daß von einer Verschiedenheit bei Rechtsauffassung zwischen ihr und der bayrischen Regierung nicht die Rede sein kann. Mit dieser Feststellung entfallen alle wei­teren Kombinationen.

Eine Erfindung. Berlin, 15. April. DieNordd. Allg. Ztg." schreibt: Nach Angabe eines italienischen Blattes soll bet Kaiser in Venedig einer italienischen Persönlichkeit gegenüber ge­äußert haben:Wenn ich ein so intelligentes und patriotisches Volk wie das italienische hätte, würde ich die Hälfte Europas er­obern." Da diese Nachricht bedauerlicherweise auch in die deutsche Presse übergegangen ist, sind wir ermächtigt, festzustellen, daß e» sich lediglich um eine böswillige Erfindung handelt.

Die Heeresansgaben der Machte. Auf Grund amtlichen Materials schreibt eine militärische Nachrichtenstelle: Im abge­laufenen Jahre haben, berechnet auf den Kopf der Bevölkerung und ausqedrückt in Reichsmark, die Gesamtausgaben für das Heer, einschließlich der Festungen, strategischen Bahnen usw., betragen' im Deutschen Reiche 13,53 X; in Oesterreich-Ungarn 9,50; Frank­reich 16,60; Rußland 8,00; England 12,10: in der Schweiz 9,20 Jt, Italien kann für das Jahr 1911 zum Vergleiche nicht herange­zogen werden, weil bei ihm in die letzten vier Monate bereits di« Kosten der Unternehmung nach Tripolis fallen. Diese Ausgaben beziffern sich für die Zeit vom 23. September bis 31. Dezember 1911 auf 90 Millionen Lire, also pro Tag auf durchschnittlich 800 000 Ä.

Wohin deutsche Arbeitergroschen wandern. Berlin, 15. April. Parteisekretär Müller, der die deutsche sozialdemokratisch« Partei auf dem Parteitag der belgischen Sozialdemokratie in Brüssel vertrat, erklärte, daß die deutsche Sozialdemokratie zur Deckung der Parteikosten bei den kommenden belgischen Kammer­wahlen, die auf den 2. Juni festgesetzt sind, einen Beitrag von 20 000 Franken bewilligt habe.

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Ausland.

** Die Bereinigten Staaten gegen Mexiko. Washington, 15, April. Die Regierung der Vereinigten Staaten teilte Mexiko mit, sie mache die mexikanische Regierung und das Lolk für jede böswillige oder rechtswidrige Handlung haftbar, wodurch da» Leben und Eigentum sowie die Interessen der Amerikaner ver­nichtet, geschädigt oder gefährdet würden. Eine ähnliche Not« wurde an den Führer der Aufständischen, General Orocko, geschickt.

** ein Spion. London, 15. April. In Glasgow wurde bem Richter ein Mann vorgeführt, bet sich Karl Armgaard Ereav« nennt und aus Australien zu stammen behauptet. In seinem Be> sitze wurden Schriftstücke gefunden, die für die Sicherheit bet Staates gefährlich sind. Die Angelegenheit ist auf eine Woche zurückgestellt worden. Der Angeklagte, der Englisch mit deutschem (natürlich!) Akzent spricht, leugnet jede Schuld.

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"f x Marburg und Umgegend.

Nachdruck aller Orginalartikel ist gemäß § 18 be« Urheberrechte nur mtt der deutlichen QuellenangabeOberhell Ztg." gestattet.)

Marburg, 16. April.

* Universität. Arn Montag, den 22. April, 11 Uhr vormit- tags, hält Herr Dr. med. et phil. Martin Schenck im Hörsaal bes Pharmakologischen Instituts eine Antrittsvorlesung überSyn­thesen im Tierkörper".

* Bon unseren Veteranen. Aus Berlin wird gemeldet: Unter dem Vorsitze des Generals der Kavallerie v. Vissing bildete sich ein Reichsverband zur Unterstützung bedürftiger Veteranen und deren Angehörigen. Wie weiter mitgeteilt wird, leben allein aus den Kriegen, einschließlich 1870/71, durch welche das Deutsche Reich geschaffen wurde, noch 450 000 Veteranen, von denen un­gefähr zwei Fünftel aus öffentlichen Mitteln vor großer Not be­wahrt werden. Der Verband wendet sich mit einem besonderen Aufruf an das deutsche Volk und erstattete bem deutschen Kaiser von der Errichtung des Verbandes Meldung.

* Zur Warnung. Garten- und Landbesitzer, besonders Im Südviertel, haben jetzt viel unter der Hundeplage zu leiden. Die frei umherlaufenden Hunde, manchmal ganz große Tiere, tummeln sich auf den ftisch ausgesäten Erabländern umher und richten be­trächtlichen Schaden an. Die Besitzer solcher fmnbe *"nnen haft bar gemacht werden.