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1912

Das mag vorübergehend mich wohl so gewesen sein.

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gegen alles

du wärst in

Aber, nicht

** Der Kohlenstreik. Haltung, welche die noch ss Wigham gegen diejenigen nommen haben, ist beute

das Meer und die Marte ist

so gut? Ich habe gemeint, und dir irre geworden."

sandt worden. Im Streikgebiet ereignete sich heute ein Unfall. Durch die einstürzende Wand einer Lehmgrube in der Nähe von Bury wurden vier Arbeiter getötet, mehrere verletzt.

Der Henri mutz über gefeit."

Kennst du sie wirklich diesen letzten Zeiten an ihr

Marburg

Freitag, 12 April

Ausland.

London, 10. April. Wegen der feindseligen ««.garbeiter im Kohlenrevier von einnehmen, welche die Arbeit wieder aufge- ein Kavallerieregiment nach Wigham abge-

K M 85

wahr, oft genügt ein Blitz, um einen gewissen Punkt in einem unerklär­lichen Dunkel aufzuhellen.--Nimm an, datz dieser Blitz da war .

Und was zeigte er dir, Karl August?"

Daß der Hatz in dieser Mädchenseele das Stärkste ist, datz. selbst wenn sie frühreif, wie sie nun doch einmal ist geliebt hätte und weiterlieben müßte, dies Gefühl von dem erwähnten andern völlig ge­knechtet würde."

Und wenn es wirklich so wäre . . was dann?"

Willst du das schon heute wissen?"

Mir will erscheinen, datz die Stunde solcher Aussprache kaum ein zweitesmal zu uns kommt."

Sollte es trotzdem nicht besser und versöhnlicher sein, vorläufig da­rüber zu schweigen?"

Du hast viel von Almosenempfangen und Schuldabtragen geredet .. viel zu viel! Und dennoch entbehre ich in dem Anerkenntnis ein» ...

Würde ich ihn wohl in solchem Falle zum Hüter der beiden Kinder erwählt haben . ."

Als ob ich mir das nicht tausendmal gesagt hätte. Aber du be­fandest dich doch in einer Zwangslage. Wer sollte es wohl an seiner Stelle tun9---Die Mertens, das gute, weiche, frauliche Geschöpf,

deren Kinderglauben etwas Nährendes hot oder ich .. der selbst noch keine grotze Stadt . . kaum eins der modernen Verkehrsmittel kennt, denn meine Soldatenzeit in dem elenden kleinen Nest hat mir doch nichts gegeben, als das wütende Heimweh nach der Stille deiner Scholle. Also . . er muhte es schon sein!"

Uitt> weißt bu. wenn er noch so hinterlisttg und heuchlerisch ge­handelt hätte--eine eigentliche Gefahr für die Kinder lag nicht in

dem Aufttog. Was sollte er noch schaden?"

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Deutsches Reich.

Der Kaiser auf Korfu. Korfu, 10. April. Der Kaiser und der Reichskanzler mit Gefolge fuhren heute morgen im Automobil

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Nach Feierabend", ,Zürs Haus" und .^Landwirtschaftliche Beilage".

Tie , Lbrrheffische Zeitung" eftchcint täglrch mir Ausnayare oer euin« und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt vierteliährlrch durch die Post bezogen 8.25 <Ä (ohne Bestellgeld), oer unseren Leitungsstellen und der Expeditton (Markt 21) 2.00 * frei ins HauS. (Für unver. langt gugefanbte Manuskripte übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung). Druck und Verlag der Univ.-Buchdruckerei I. A. Koch (Inh.: Dr. C. Hitzeroth), Markt 21. Telephon 55________

Italiens Zögerung mit der entscheidenden Aktion.

Von militärischer Seite wird uns über die Lage im italienisch­türkischen Kriege geschrieben:

Das Verhalten der beiden Parteien im italienisch-türkischen Kriege beginnt, vorn militärischen Standpunkt gesehen, immer rätselhafter zu werden. Politisch ist es fa vielleicht erklärlich, aber auch nur unter der Voraussetzung, daß eine Beilegung des Konfliktes Italien lieber wäre als besten Fortführung. Die Mächte wollen bekanntlich der türkischen Regierung die gleichen Fragen unterbreiten, die sie einige Wochen vorher der italienischen vorgelegt haben. Die Antwort wird ev. bald erfolgen, und zweifel- ' los wartet auch Italien sie ab, ehe es den Krieg energisch weiter­führt. So heiht es jedenfalls in Italien: man ist fest entschlossen, den Krieg mit den schärfsten Mitteln zu führen, der Türkei den Herzstoß" zu geben, den man in einer Aktion gegen die Darda­nellen erblickt, aber man will eben noch ein wenig warten, ob die­serHerzstotz" wirklich notwendig ist. Das italienische Volk, so schreiben römische Korrespondenten, ist nicht etwa kriegsmüde, son­dern im Gegenteil voll Ungeduld und auch voll Unzufriedenheit, weil der Krieg nicht mit allen Mitteln weitergeführt wird. Wir wollen einmal annehmen, datz es wirklich so ist. Aber dann würde hie Haltung der Regierung nach derselben Seite nicht auszulegen sein. Wützte diese, dah es sich um einen Herzstotz im Sinne des Wortes handelte, so würde sie wohl schon lange nicht mehr ge­zögert haben, ihn ausführen zu lasten, selbst auf die Gefahr schwe­rer Verluste, die auch von italienischer Seite zugegeben wird. Wie die türkische Antwort ausfallen wird, wisten wir nicht, aber es ist schwerlich anzunehmen, datz die italienischen Bedingungen von der Türkei auch nur in der Hauptsache zur Annahme gelangen werden. Was dann geschieht oder nicht geschieht, darüber Kombinationen zu bilden und Erwägungen anzustellen, ist überflüssig, wohl aber liegt der Gedanke sehr nahe, dah die italienische Regierung mit demHerzstohc" zögert, weil sie furchtet, dah es in Wirklichkeit ein solcher nicht sein wird. Will man die Hartnäckigkeit des türkischen Widerstandes ihrer Ursache nach kurz bezeichnen, so liegt diese doch lediglich darin, datz die Türkei sich als unangreifbar durch Italien ansteht. Die italienischen Autoritäten können das nicht verkennen, und wenn sie trotzdem nicht versuchen, entsprechend zu handeln, so liegt es nahe, darin den Beweis dafür zu erblicken, dah sie die tür­kische Annahme nicht für eine Illusion halten.

Zur Lage in Tripolis liegen noch folgende Meldungen vor:

Rom, 10. April. DieAgenzia Stefnni" meldet über die gestrigen Vorkvmmniste in Tripolis: Ungefähr 50 Araber mit zahl- reichem Vieh und einigen Gewehren hätten sich bei den Italienern einge- funden. Bei Tobruk unternahm der Feind wieder einen Angriff gegen das neue Fort in Starke von ungefähr 800 Mann, wurde aber von der italienischen Feldartillerie bald zurückgetrieben. In Derna wurden von feindlichen Patrouillen wirkungslose Schöffe gegen italienische Wachtposten abgegeben. Nach vorbereitetem Plane haben gestern einige Kriegsschiffe, die den Transport von Dampfern begleiteten, unter dem Kommando des Kapitäns Trangi in der Nähe von Zuara einige Scheinmanöver ausgeführt-, die eine Landung vortäuschen sollten. Als sich die Schiffe der Küste näherten nahmen zahlreiche Abteilungen von Bewaffneten Verteidigungsstellungen ein. Die Schiffe eröffneten ein lebhaftes wirksames Ärtilleriefeuer. Das Scheinmanöver erzielte seinen vollen Erfolg, weil es gestattete, datz ein starker Truppentransport aus Italien kommend und von Schlachtschiffen begleitet, einen wichtigen vor­her bestimmten Punkt, an der libyschen Küste ohne Verluste besetzen konnte. Die Landung der Truppen und des Materials wird aegenwärtig fortgesetzt.

nach der Stadt, wo sie das Museum besuchte». Prosestor Doerpfeld gab Erklärungen. Im Museum hatte sich auch Mister Armour und in desien Begleitung zwei Archäologen, der Amerikaner Nor­ton und der Engländer Hogart, eingefunden. Von dem Museum begaben sich sämtliche Herrschaften nach Earitza zu den Aus­grabungen, wo sie längere Zeit verweilten. Der Kaiser folgte einer Einladung zum Frühstück bei Mr. Armour auf desien Jacht Utowana". Das Wetter ist regnerisch und windig. An der Frühstückstafel auf der Amoürschen Jacht nahmen mit dem Kaiser Prinz und Prinzessin August Wilhelm, Prinzessin Viktoria Luise, Reichskanzler v. Bethmann-Hollweg teil. Die Herrschaften ver­weilten auf der Jacht bis 3 Uhr und kehrten dann nach Achtlleion zurück.

Rach dem jetzt festgelegten Programm der Schweizerreise des deutschen Kaisers wiH^der Kaiser am 3. September in Zürich eintreffen und vom SBuimsrat begrüht werden. Von hier aus wird er bis zum 5. September den Manövern folgen. Am Nach­mittag des 5. September wird sich Kaiser Wilhelm dann über Bern direkt nach Interlaken begeben. Der 6. September ist einem Ausfluge ins Gebirge, insbesondere einer Fahrt mit der Juug- fraubahn, gewidmet. Am 7. September erfolgt die Rückreise im Automobil ü6et*ben BtSuiWOtz und Luzern. Der vorn Kanton Waadt besonders gewünschte Besuch des Genfer Sees lietz sich nicht ins Programm aufnehmen.

Keine Englandreise des Kaisers. Die Angaben über eine für diesen Sommer bevorstehende Reise Kaiser Wilhelms nach England, die aus einem englischen Blatte in die deutsche Presse übergegangen sind, finden keine Bestätigung. An Stellen, die darüber unterrichtet sein würden, ist über einen für den Somn^ geplanten Besuch des Kaisers in England nichts bekannt.

Reichskanzler v. Bethmann-Hollweg trifft am Sonnabend, von Korfu kommend, in München ein, wird dem Prinzregenten einen kurzen Besuch abstatten und dann über Frankfurt nach Bad Nauheim fahren, um die dort weilende Kaiserin zu begrützen. Am Montag erfolgt die Rückkehr nach Berlin.

Aenderung der Bestimmungen für die Einjährigenprüfung. Berlin, 10. April. Die Prüfung für den einjährig-freiwilligen Dienst vor der militärischen Prüfungskommission kann bisher erst nach Vollendung des 17. Lebensjahres abgelegt werden. Dadurch werden die Schüler neunklassiger Mittelschulen, die meist einige Zeit vor Vollendung des 17. Lebensjahres die Schule absolvieren, vielfach benachteiligt, da die inzwischen ergriffene berufliche Tä­tigkeit ihnen bei der Ablegung des Examens sehr hinderlich ist. Wie vertäutet, sollkünftig gestattet werden, die Einjährigenprü­fung bereits vor Vollendung des 17. Lebensjahres abzulegen, so datz diese Mittelschulabiturienten also gleich im Anschlusie an ihre Schulzeit in das Examen gehen können. Voraussetzung dafür ist, datz sie eine neunklassige Mittelschule bis zum Schlusie mit Erfolg besucht und während dieser Zeit sich am Unterrichte in einer zweiten Fremdsprache beteiligt haben.

Der Jesuitenerlaß der bayrischen Regierung. Berlin, 10. April. Wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, wird die nationalliberale Fraktion im Reichstage eine Interpellation über den Erlatz der bayrischen Regierung betreffend die Ausführung des Iesuitengesetzes einbringen.

* Spanien und Frankreich. Paris, 10. April. Zu den spanisch- französischen Marokko-Verhandlungen meldet die ZeitungCroix", daß Spanien geneigt sei, auf die Vorrechte der spanischen Franziskaner in der französischen Zone unter der Bedingung zu verzichten, datz sie daselbst ihre Güter behalten, doch bedürfe Spanien zu diesem Verzicht der Er­mächtigung des heiligen Stuhls.

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Stadtverordneten-Sitzung

vom 10. April.

Auf der Tagesordnung der heutigen Sitzung standen zunächst sechs Punkte.

Der erste Punkt betraf den Erwerb von Grundeigentum vom Kaufmann Holland zur Verbreiterung der Renthofstrahe. Es kamen 4 Quadratmeter in Betracht, die Herr Holland bei seinem neuen Hause unentgeltlich an die Stadt abtreten will. Man war damit einverstanden.

Es erfolgte dann die Feststellung der Rechnung für den Neu­bau des Wohnhauses am Klärbecken. Das Haus kostet 6600 <M, das sind ungefähr 400 M weniger, wie man vorgesehen hatte.

Weiter handelte es sich um die endgiltige Festsetzung des Fluchtlinienplanes der Roserstraße. DieAngelegenheit stand schon einmal zur Beratung. Es wurde damals eine Ortsbesichti­gung beschlosien, die auch stattgefunden hat. Mittlerweile sind auch einige Einsprüche eingelaufen, die zur Verlesung gebracht wurden. Stadtv. Eehner wünschte, datz die Wege an der oberen Roserstratze bester in Stand gesetzt würden. Es seien hier manche Wege unpasiierbar. Stadtv. Engel meinte, es wäre recht und billig, wenn die Bewohner der alten Häuser, die nicht an bet Straße liegen, nicht zu den Kosten herangezogen würden. Auch der Stadtv. Schäfer war dieser Ansicht. Der Oberbürgermeister fügte hinzu, daß die Häuschen jedenfalls vor der Festsetzung des ersten Fluchtlinienplanes erbaut worden seien und deshalb nur im Falle eines Neubaues Kosten erhoben werden können.

Die Erledigung dieser paar Sachen nahm nur kurze Zeit in Anspruch. Um so länger beschäftigte man sich mit der folgenden Angelegenheit, welche die elektrische Straßenbahn betraf. Es lag hierzu folgender Magistratsantrag vor:

Die Stadtverordnetenversammlung wolle dem MagisttaL einen Kredit von 220 000 M. zur Verfügung stellen für di« Weiterführung der elektrischen Bahn vom Haspel nach dem Süd- bahnhof und vom Wilhelmsplatz nach dem Heumarkt sowie zur Errichtung einer Wagenhalle an dem Endpunkte der Bahn in der Nähe des Südbahnhofs, ferner auch unabhängig von diesen Arbeiten für die Anfertigung eines Projektes der Durchführung der elektrischen Bahn durch die Oberstadt über den Steinweg."

Stadtverordnetenvorsteher Justizrat Dörffler machte den Vor­schlag, die beiden Punkte zu trennen und zwar so, datz zunächst über die Wagenhalle beschlosien würde und mit dem Weiterbau der Straßenbahn noch ein Jahr zu warten. Im Anschluß hieran brachte er die Begründung der Vorlage seitens des Magistrats aus den Akten zur Kenntnis der Versammlung. Es erübrigt sich, da­rauf einzugehen, weil das wesentlichste hiervon schon in unserer gestrigen Nummer mitgeteilt wurde. Ferner brachte der Stadt­verordnetenvorsteher mehrere Eingaben zur Verlesung und zwar eine solche, welche sich für die Weiterführung der Straßenbahn durch die Oberstadt ausspricht, ferner eine solche seitens der An­lieger der Kasernenstraße, welche die Führung der Bahn an der Kaserne vorbei wünscht. In einer anderen Eingabe wird gegen die Führung der Bahn durch die Bismarckstraße protestiert und wieder in einer anderen aus der Oberstadt wird gewünscht, di« Beschlußfassung auszusetzen und erst die Ansicht der Bürger zu hören. Die Stadtverordnetenvorsteher bemertte, daß mehrere Pe­titionen vielfach Unterschriften von Studenten trügen und fügte hinzu, daß auch ihm die Vorlage des Magistrats überraschend betrachtest du mich wirklich als einen, wenn auch stummen, so doch un- barmherzigen, weil unnachsichtlichen Gläubiger, so mußt du mir auch die Bemerkung erlauben, daß du das wichtigste Wort für das anständige Abtragen Eurer Schuld vergaßest . . Ich aber setzte es jetzt noch zu dem andern. Von deiner Dankbarkeit fordere ich eine Offenheit, so weit rote du sie mir zu geben im Stande bist . . . Was also würdest du tun, wenn sich nach Martes Heimkehr die Beweise für ihren Haß gegen dich kräftigten?

Ich würde aus deinen Diensten in fremde gehen . . dahin, wo sie nicht mehr unter meine Augen und in mein Leben tritt.

Und, um mit dir zu reden . . das unbeglichene Schuldkonto . . was würde aus ihm?"

Keine Sorge. Ich würde dich um eine ungefähre Aufstellung des Hergegebenen ersuchen und Jahr um Jahr abzahlen, so viel in meinen Kräften stände."

Du hast mich aber sicherlich ungewollt vorher aus einer Be­merkung wissen lassen, wie sehr du mit meiner Scholle verwachsen bist.

Das will und kann ich nicht leugnen. Darf das aber auch nut das Geringste in meinen Vorsätzen ändern?--34 bin auch et»

Mensch, Onkel Adalbert, und wenn das bisher keinem von Euch recht zum Bewußtsein gekommen ist, so mag es wohl daran "Egen, " ich lange Jahre hindurch wunschlos war, well ich mich irrtümlich für glück-' (ich hielt."

Das war, solange Marte Hand in Hand mit dir über die Felder lies . ."

Ich habe nicht gewußt, daß du so unbarmherzig sein kannst.

Son einem Menschen, der mir so viel Dankbarkeit schuldig ist, kau« ich verlangen, daß er mir seine Seele enthüllt . . . Siehst du. du kennst mich eben noch nicht I Ich bin ein Vampyr, der aus treuem, warme« Menschenblut fein eigenes, verdorbenes auffrtscht." -

(gortfetmie

die Zeile 60 4. 1

gilt als Barrabatt. Bei Konkurs kein Rabatt. Verbindlichkeit für Platz-, Datenvorschrift und Beleglieferung ausgeschlossen. Zahlungen im Post- scheckverkehr ohne Portokosten unter Nr. 5015 des Postscheckamtes Frankfurt a. M.

Nachdr. verboten.

Stärker als Du?

Roman von Käte Subowski.

(Fortsetzung.)

Aber diese Knabenart muß sich doch sehr bald einer besseren und reiferen Einsicht gefügt haben, Karl August?"

Sie hat die verschiedensten Wandlungen durchmachen müssen . . natürlich! Aber wie sie auch im Stillen gekämpft und gewechselt haben mag, eine Empfindung blieb. Und dieser gehorche ich noch heute. . . Es ist die Gewißheit, daß wir In deinem Schuldbuch auf allen Seiten stehen"

Bist du denn hierher gekommen, um mir das zu sagen und mir da­mit vielleicht die einzige wahre Freude zu nehmen, die Ich mir früher verschaffte."

Haben diese Freuden denn wirklich vor den Erfahrungen einer spä- teren Zeit Stand halten können? Kam nicht mit der Stunde, in welcher dein Vertrauen zu uns schwinden mußte, die Reue über Irrtum und vergeudetes Geld?"

Warum nennst du dich beständig mit?"

Gehören wir denn nicht zusammen? Habe ich nicht mitgenossen und Mitverbraucht, was du meinem Vater gabst?"

Es sähe böse in der Welt aus, wenn der Schatten der väterlicken Fehler die Lebenssonne der Söhne bis ans Ende trüben müßte"

Das weiß ich nicht und will es in dieser Stunde auch gar nicht ev C»en. Nur eines sollst du mir heute sagen . . nicht als dem Sohn.

rn als dem Bettler, welcher der Verzweiflung nahe ist . . glaubst auch du, daß mein Vater für Henri Witt zum Verderber geworden ist. weil er genau wußte, daß nicht ich, sondern der Sohn deiner toten Schwester der (Erbe deiner Güter seinwird .. kurz, weil et ihn aus dem * . Wege schaffen wollte."

j Der Uhlitzer Herr atmete schwer. -