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1912.

Marburg

Mittwoch, 3. April

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Nach Feierabend",Fürs Haus" und »Landwirtschaftliche Beilage".

TieOberhessifche Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn« und Feiertag«. Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch die Post bezogen 8.25 <X (ohne Bestellgeld), bet unseren Leitungsstellen und der Expedition (Markt 21) 2.00 JH frei in- Haus. (Für unver­langt zugetandte Manuskripte übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung). Druck und Verlag der Univ.-Buchdruckerei I. A. Koch (Inh.: Dr. C. Hitzeroth), Markt 31. Telephon 55.

Der Anzeiaenprei» beträgt für die 7 gespaltene Zche oder deren Raum 15 4, bei amtlichen und auswärtigen Anzeigen 20 4, für Reklamen i ry die Zeile 60 4. Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Jeder Rabatt xl« ^jUQlQ« gilt als Barrabatt. Bei Konkurs kein Rabatt. Verbindlichkeit für Platz-, Datenvorschrift und Beleglieferung ausgeschlossen. Zahlungen im Post- scheckverkehr ohne Portokosten unter Nr. 5015 des Postscheckamtes Frankfurt a. M.

Mites Blatt.

Die Folgen.

Genau wie nach den Moabiter Krawallen, wie überhaupt nach allen Zusammenstößen, die infolge der sozialdemokratischen «e^hetzung zwischen der bewaffneten Macht undGenossen" sich ereigneten, versucht die Sozialdemokratie heute, nach dem ver­unglückten Bergarbeiterstreik im Ruhrgebiet, nicht nur die Ver­antwortung für die Folgen ihrer Hetze von sich abzuschieben, son­dern obendrein jeden, der sich verleiten ließ, die sozialdemokrati­schen Lehren in die Praxis umzusetzen, und nun eine gerichtliche Ahndung dafür über sich ergehen lasten muß, als Märtyrer einer ungerechten Justiz hinzustellen. DerVorwärts" spricht von der Streikjustizmitrailleuse" und vonunerhört drakonischen Stra­fen", die wegen Streikvergehen verhängt würden. Das Blatt zählt eine Reihe von Urteilen auf, die angeblich dartun sollen, wasdas Volk"'imLande der vollendetsten Rechtsgarantien" von der Justiz zu erwarten habe. Dabei ist festzustellen, daß es sich in sämtlichen angezogenen Fällen um schwere Wortbeleidi- guNgen oder um tätliche Angriffe bezw. Widersetzlichkeiten gegen Organe der Polizei und die zu deren Unterstützung herangezogenen Soldaten, oder um ebensolche Beleidigungen bezw. Tätlichkeiten gegenüber Arbeitswilligen gehandelt hat. DerVorwärts" sucht die Vergehen in einem möglichst milden^Lichte darzustellen, und es ist charakteristisch, wie das Organ derjenigen Partei, die bei der Besprechung des Bergarbeiterausstandes im Reichstage sich nicht genug darüber entrüsten konnte, daß die Arbeitswilligen sich nicht wie Lämmer mißhandeln lasten wollten, sondern zum Schutze ihrer Person mit Abwehrwerkzeugen versahen, wie dieses Organ sich bemüht, tatsächlich ausgeführte und vor Gericht bewiesene brutale Angriffe von Streikenden auf arbeitswillige Kollegen als die harmloseste Sache von der Welt erscheinen zu lasten. Da ist z. B. die Rede von einem Bergmann, der einem Arbeitswilligen mit der Faust ins Gesicht geschlagen hat und dafür mit Fug und Recht einen Monat Gefängnis zud.ktiert erhielt. Rach dem sozialdemo­kratischen Zentralorgan bat der Mann nureinem Freunde, der sich nicht klar war, ob er Streikbrecher sein wollte oder nicht, einen leichten Schlag ins Gesicht gegeben". Von einem anderenGe­nossen", der die Arbeitswilligen angespien und mit Pfuirufen traktiert hat und deswegen ebenfalls mit einem Monat Gefängnis bedacht wurde, spricht das Blatt als von einemkranken Arbeiter, der nicht verhindern konnte, daß er auch ausspucken mußte, als die Arbeitswilligen herumzagen". Leute, die einigermaßen die Ver­hältnisse kennen, lassen sich durch die Entstellungen desVor­wärts natürlich nickt täuschen, aber auf viele kann diese neueste sozialdemokratiscke Leistung nur die Wirkung ausüben. dasi unsere Justizpflege diskreditiert wird und im Lichte einer Klassenjustiz erscheint. Das iss neben der Abwälzung der Verantwortung für die jetzt gericktkick aeabndeten Vergehen der verbetzten Arbeiter natürlich der Zweck d-r Darstellung des ..Vorwärts". So fügt das Blatt dem ersten Verbrechen an den Interessen unseres Volkes^das zweite hinzu.

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DolWche Umschau.

r" Aus der natioaltiberalen Partei.

Hannover, 30. März Die notionalliberalen Reickstaqsabge- ordneten dvr'Provinz Hannover und andere notionalliberal« Führer der Provinz haben dem ,.?>annoverscken Courier" mit dem Cracken um Ver- ^Lfseutlickung ein Schreiben zugesandt, das sie an den Vorsitzenden des ge- schäitssührenden Ausschusses der nationalliberalen Partei der Provinz Hannover gerichtet haben. Sie stellen darin den Antrag, Noch vor der Wohl der Delegierten zum allgemeinen Vertretertag« der nationallibe­ralen Partei eine Vert-eterversammluna für die Provinz Hannover an- zuberaumcn.Die Unterzeichneten erblicken",-so beißt es in dem Schrei­ben weiter,in dem Dorgeben der Mehrheit des Zentralvorstandes einen wohlüberlegten Plan, gegen di« Politik unseres Führers, des Herrn Bassermann Front zu macken. Zum mindesten sind sie der Meinung, daß die Bescklüsie des Zen^ralvorstandes von der Oeffentlickkett derart interpretiert worden sind. Da nun die Unterzeichneten der Ueberzeu-mng find, daß die überwältigende Majorität der nationalliberalen Wähler der Provinz Hannover mit den Beschlüssen des Zentralvorstondes ni** einverstanden ist, und da sic ferner glauben, daß die Angelegenheit für unsere Partei von folgenschwerer Bedeutung sein wird, erachten sie es für ihre Pflicht, noch vor den Mahlen zum allgemeinen Vertretertag eine Klärung der Ansichten innerhalb der Organisation für die Provinz Han­nover herbeizuführen"

Das monarchische Empfinden der Demokraten.

Das Zentralblatt der Demokraten von Gerlach'scher Richtung, das Freie Volk" übernimmt einen Artikel seines Bruderorgans derNürn­berger Anzeigers", in dem ein interessanter Einblick in diemannig­faltigen Naturgesetze politisch-gesetzgeberischer Pubertät" gegeben wird. Da ist ein Freiherr von. Evtt--nber-z d»r erst 23 Fabre zählt und offenbar Kraft eines Famstikn-.-chtpL de? "eicksratc ist.

DerNürnberger Anzeiger" bekrittelt da». Man mag darüber denken, wie man will, bezeichnender ist die Wendung, mit der das Blatt schließt:

Freiherr Maximilian von und zu Guttenberg hat nur noch «tnen Rivalen: die Wesen von Gotte» Gnaden, di« «nr 18 Jahre alt zu sein brauchen, um ein Reich zu regieren."

Man muß es etwas niedriger hängen, wenn die Herren Demokraten wieder einmal unserer Landbevölkerung von ihrem eignen monarchi­schen Gefühl erzählen oder gar dieWesen" hochleben lasten.

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Deutsches Reich.

Deutschland und England. London, 1. April. (Unterhaus.) King fragte Churchill, ob ein Austausch von Informationen über Marineangelegenheiten bereits zwischen England und irgend

einer Macht stattfände. Churchill antwortete: Er habe erklärt, daß die Verhandlungen zwischen Deutschland und England wegen dem Austausch von Informationen über Marineangelegenheiten voranschreiten. Er wünsche zur Zeit dieser Erklärung nicht» hinzuzufügen.

Drohung mit der Revolution. Berlin, 1. April. Wie wir bereits mitteilten, hat vor kurzem in Paris eine Verfamlung statt­gefunden, die bestimmt war, den Sieg der deutschen Sozialdemo­kratie bei den Reichstagswahlen zu feiern. Auch deutsche Sozial, demokraten sprachen in der Versammlung, u. a. der bekannte Ge­nosse Scheidemann. Er bezeichnete den Wahlsieg als den Ban­kerott des deutschen Nationalismus und sagte dann wörtlich nach einem Berichte derVost. Ztg.":Eine Regierung, die sich der­artigen Kräften gegenüberfieht, kann sich in kein Kriegsabenteuer stürzen. Die regierenden Klassen sollen sich in acht nehmen; wenn sie alles auf die letzte Karte eines europäischen Krieges setzte«, würden sie die allgemeine Revolution heraufbeschwLren." Da» ist deutlich; und so etwas wagt ein deutscher Reichstagsabgeord­neter in Paris zu sagen.

Eine offiziöse Kennzeichnung derRowoje Wremja". Ber­lin, 1. April. DieRordd. All«. Ztg." schreibt:Unter, der Ueber- schriftDie Kaiserreise" bringt dieRowoje Wremja" einen Leit­artikel, worin il a. ausgeführt wird, daß die russische Vermitt­lungsaktion an Berlin scheitere, da der Widerstand der Türkei für Deutschland nötig sei. Diese Bemerkung verdient tiefer gehängt zu werden. Wer einigermaßen die diplomatischen Vorgänge der letzten Zeit verfolgte, dem muß da» Unsinnige solcher Behaup­tungen in die Augen springen. DieRowoje Wremja" weiß auch selbst, daß sie Unsinn behauptet. Für sie handelt es sich um ge­wohnheitsmäßige Brunnenvergiftung gegen die deutsche Politik und dazu ist ihr jedes Mittel recht."

Die südwestafrikanifchen Diamanten find etwa bis zu der um Jahresmitte eintreffenden Sendung im Vorjahr an das be­kannte Antwerpener Syndikat Coeiemans-Kriju-Walk verkauft worden: Ueber den Verkauf «eiter« Sendungen find di« Ver­ba ndlungen mit dem Syndikat jetzt so weit gedieben, daß man mit Sicherheit eine beträchtliche Steigerung der Berkaufserlöse zu­gunsten der Förderer und eine befriedigende Vorzugsstellung der deutfcken Industrie erwarten kann. Soweit zu dem Vertrags­abschluß das Einvernehmen des Staatssekretärs des Reichs« i kolonialamtes einzuholen war, ging ihm, wie wir hören, die Würdigung aller, auch der von anderen als dem Antwerpener Syndikat gemachten Anerbietungen voraus.

Ausland.

* * Der Bergarbeiterstreik. Prag, 1. April. Mit Rücksicht auf die schwebenden Einigungsversuche nehmen di« Bergarbeiter in den böhmischen Kohlenrevieren eine ruhige, abwartende Haltung ein. Die Lag« hat sich gegen Sonnabend gebessert. In Kladno sprachen sich die Bergleute in gestern abaebaltenen Versamm­lungen gegen den Streik aus. In Mährisck-Ostrau und Orlau beschlossen die Beraarbeiterversammlunqen, die am 10. April statt» findenden Derbandlungen des Einiaunasamt«q ab,"warten. Heute war die Anfahrt normal. London, 1. April. Infolge de« Koblenarbeiterstreiks werden die Zuckerraffiuerien von Maofie and Sone in Liverpool den Betrieb von Donnerstag ab auf un­bestimmte Zeit einstellen, wovon 400 Mann betroffen werden. Die Raffinerien von Farrie u. Co. haben das ans den gleichen Gründ-" befcksvssen. Di-ke Fabrik beichäftiat 500 Mann.

* * Der Krieg in Tripolis. Rom. 1. Avril. Die ..Agenzia Stefani" meldet ans Tobruk vom 31. März' Heute früh rückte der Feind in drei Kolonnen, zusammen etwa 3000 Ma"n. aeaen d-n Reubau eines Forts vor, wurde jedock durch das Feuer d« 149. Batterie obne Verluste für die Italiener mm Rückzug ae- iwungen. Gleichzeitig wird aus Renabasi gemeldet: Eine E-ka- dron eingeborener Kamelreiter, die auf italieniscker Seite käm- nfen. wurden bei einer Erkundung im Norden der Otfe Snni Osman von Beduinen ans dem Hinterhalt anaeariffen. Nack heftigem Kampf wurden die Beduinen unter Verlusten in die Gluckt geschlggen. Ein Komelreiter ist getötet .einer verwundet worden. Varis. 1. Avril Der im türkischen Laaer in Trivolis ^--iindlicke Krieasberickterstatter des ..Temns" meldet vom 10. März: Zwei italienische Lenkballans schleuderten seck« Bomben, von denen jedoch nur eine explodierte. Er glaube, daß die Ita­liener nunmehr nach Eintritt der h-ißen Witternngsveriode einen größeren Vormarsch nicht mehr unternehmen dürften.

Marburg und Umgegend.

Nachdruck aller Orginalariikel ist gemäß § 18 de» Urheberrecht« nur mit der deutlichen QuellenangabeOberhess. Ztg." gestattet.)

Marburg, 2. April.

* Di« Postschalter find vom 1. April ab bereits um 7 Uhr morgens geöffnet.

* Ostersonderzüge fahren auch auf der Strecke Amalienhütte Marburg, und zwar zwei am 4. April ab Amalienhütee 10.52 und 11.35 Marburg an, sowie ab Amalienhütte 6.06 und 7.30 Mar­burg an.

. * von der Eisenbahn. Die preußisch-hessischen Eisenbahn- wagen aller Klassen werden jetzt mit Hut- und Kleiderhaken aus­gerüstet.

* Die elektrische Straßenbahn hatte im Monat März eine Einnahme von 5916,72 das macht auf den Tag gerechnet 191 <M. Die Eesamteinnahme seit Eröffnung der Bahn beträgt 27 302,54 «M., also durchschnittlich täglich 218,42 M.

* Die Benutzung der Schnell- und Eilzüge durch Militär- Urlauber. Wegen der Benutzung der Schnell- und Eilzüge durch Militärurlauber auf Militärfahrkarten soll im allgemeinen für die Zeit vom 4. Tag vor bis einschl. den den 4. Tag nach Ostern, also vom 3. bis 12. April, ausgeschlossen sein. Von dieser Be­schränkung bestehen indessen Ausnahmen, und zawr für die Ka­detten (ausschl. Seekadetten), die Zöglinge der Militärwaisen- häuser und der Militär-Knaben-Erziehungsanstalten in Annaberg sowie deren Zweiganstalten, die Angehörigen der kaiserlichen Schutztruppen bei der Heim- und Wiederausreise, Militärpersonen, die wegen schwerer Erkrankung oder Todesfall in der Familie be­urlaubt find, bei der Reise nach dem llrlaubsorte, denen von den' Truppenteilen die Berechtigung zur Benutzung von Schnell- und Eilzügen auch für die ausgenommen« Zeit etteilt werden darf, Unteroffiziere vom Feldwebel (Deckoffizier) abwärts bei Reisen auf Entfernungen über 300 Kilometer und höchstens achttägigem Urlaub.

* Das israelitisch« Osterfest begann heute, am 2. April, und endet am 9. April.

* Beendete Aussperrung. Wie der Arbeitgeberverband für das Schneidergewerbe bekanntgibt, find die Lohndifferenzen mit den Gehilfen ausgeglichen. Auf das diesbezügliche Inserat in heutiger Nummer machen wir besonders aufmerksam.

* vom Wetter.Es ist kein April so gut, er beschneit dem Ackersmann den Hut", sagt eine alte Bauernregel, dl« auch dlrs- mal ttotz der teilweise schon blühenden Bäume und schwellenden Knospen sich bewahrheitet. Gestern abend trat eine ganz empfind­liche Kälte ein und beute früh lag auf den Fluren und Dächern eine dünne Schneedecke.

vom trockenen Sommer. Nachdem jetzt die Bäume und Sträucher Knospen ansetzen, stellt sich erst heraus, welch nn« ermeßlicken Schaden der vorjährige trockene Sommer angerichtet hat. Besonder» in Mitleidenschaft gezogen find die Beerenpffan- zungen, denn mancke Gartenbesitzer können die Hälfte ihrer Hannis» und Stachelbeersträucker nur noch als Brennbolz benutzen. Hauplsäcklich st"d es die älteren starken Stöcke, die unter der Dürre sehr gelitten haben.

Atters., n. Krankeureute«. den <h»i? Marburg

fielen fick die EraebniNe der Bewilliannq von Alter?«. invaliden- und. Kronkeurenten in der Zeit vom 1. Fanuar 1801 bi? Ende Dez. 1911. wie tobt: Die einqeuanoeneu Anträa- aut Altersrenten betrugen 30, Davon find erledigt durck Rentenbewilliauna 28. durck Ablekmuna durck Tod der Antragsteller rc. 2. Der Eetamt.ffabre?betroa der bewillig ten Renten befiel fick auf 838,4o Mk. Bon den Rentenemv'änaern find bezw. waren beickäfiiat tn der Landwirtickaft in der Industrie R, im Handel und Verkebr 0. durck Lohnarbeit weckielnder Art 10, in» Staats­dienst 1, und im Gesindedienst 4. Rach Abaano durch Tod rc. bleiben noch zu zablen 1 Dosten im Betrage von 25 Vo Mk. Die einyeaanaenen Anträae ouf Invalidenrente betruaen 39«. Davon find erledigt durch Rentenbewilliauna 8n7, durch Ablebnuna 4a. durck Tod der Antrag» steiler rc. 8' Getomtbetrao der bewilligten Renten befiel fick aut 48 083.80 M. Von den Rentenempfängern find bezw. waren beWttnt in der Landwirtschaft 14. in der Industrie 80. im Handel undVerkehr 13, durch Lohnarbeit weckstenderstrt 104. im Staatsdienst 22, im Gesinded-enst 74» Nack Abgang durck Tod rc. bleiben nock zu zable« 180 Dosten im Betrage von 28630.60 Mark. Die eingeaanaenen Antrüoeauf Kranken, renten betrugen 42. Davon find erlebtet durch Rentenbewilligung 42. Der Gesarnt-Zohresbetraa der bewilligten Renten belieGck auf 7 041.40M!. Von denRentenemvtönaeru find bezw warenbelckaftigt in der Landwirt- schatt 0, in der Industrie 8. im Handel und Verkehr 0, durck Lohnarbeit wechselnder Art io im Staatsdienst 1 im Mefindeüienst 4 Rach Abgang der durch Tod bleiben noch zu zahlen 1 Posten im Betrage 225,00 M. Der Gesamt-JobreSbetrag de« bewilligten Rente« betrug überhaupt 58 463.60 Mk Bon der Land»?. Versicherungsanstalt <5esten-Nistau deren Bez'rk die Regierungsbezirke Cassel uns Wiesbaden sowie da» Fürstentum Woldeck umofit. find seit dem L Januar 1891 übe banvt bewilligt: 10851 Altersrenten im Getarnt» 3ahre?de'rage von 1555 753OTtt. 50817 Invalidenrenten im Gesamt» ^ahcesdetcoqe vo«80l?64 b78 Mk. 5296 trnfenrerten im Gesamten JabreKbntraa 8 777203 k. im «tarnen 66964 Ruten mit einem Geig.'«en »Jahresbetraae von 10466174.98 Mk. Hiervon sind nack Berucknchtigung der durch Tod rc erfolgten Abgänge 'nbe Der. 1911 noch zu zahlen: 2133 Altersrenten im Getarnt» Jabresbetrag von 349 861 90 Mk. '4 203 Invalidenrenten im Gelernt» ZabreSbetrag« von 3984715 40 Mk. 698 Krankenrenl-rni im Ge'amt- ffahresbetraa von 108 543 93 Mk im Gan-en 26941 Rent-n mit einem Gesarnt.^abresbetraa von 4 44311.20 Mk. Der von dem Reich zu teistendeZusckub beträgt 1 347050 Ott Mithin bleiben Ende Dez . 1911 aus Mitteln der Lande?. Duficke'-uugSanstilt Hesten-Nassau an Renten zu zahlen io rick 3096^71 011 M'. »

Schiffsliste für billige Briese nach be« Bereinigte« Staate« vou Amerika (10 Pf. für je 20 g): Die Portoermäßigung erstreckt sich nur auf Briefe, nicht auch auf Postkarten, Drucksachen usw. unb gilt nur für Briefe nach den Bereinigten Staaten von Amerika, nicht auch nach anderen Gebieten Amerikas, z. B. Kanada.Kronprinz Wilhelm" ab Bremen 2. April;George Washington" ab Bremen 6. April;Kaiser Wilhelm II." ab Bremen 16. April;Kaiser Wilhelm der Große" ab Bremen 23. April;President Grant" ab Hamburg 25. April;Prinz Friedrich Wilhelm" ab Bremen 27. April:Kronvrinzessin Cecilie" ab Bremen 30. April. All« diese Schiffe außerPresident Grant" sind Schnellampfer oder solche, die für eine bestimmte Zeit vor dem Abgänge die schnellste Beförderungsgelegenheit bieten. Es empfiehlt sich, di« Briefe mit einem Leitvermerks wiedirekter Weg" oberüber Bremen oder Hamburg" zu versehen.

* Strafkammer. Ei« junger Mann stand unter der Beschul­digung, einen Straßenpassanten mittels eines Peitschenstiels miß­handelt zu haben. Die gegen das schöffengerichtliche Urteil, wel­ches auf 4 Monate Gefängnis gelautet hatte, eingelegte Berufung wurde verworfen. Einer Erpressung sollte sich ferner ein Mann dadurch schuldig gemacht haben, daß er im Borzimmer des Amts- gerichts zu Neustadt seinen Prozeßgegner zu beeinflussen versuchte. Das Gericht erkannte nach Lage der Sache auf Freisprechung.

ft Ebsdorf, 1. April. Gestern Nachmittag von 2 Uhr ab hielt der bäuerlich« Nutzgeflügelzuchtverein tm Lahn-Ohmtal in der Schmidtsche» Gastwirtschaft dahier feine Jahresversammlung ab. Der Borsitzqche,«

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