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Präsenzgesetz von 1911 die Friedensstärke des

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Marburg

Sonntag, 24. März

neue bayrische Justizminister beabsichtigt nach demFränkischen Kurier" den bekannten Dreier-Zuristen-Erlatz seines Amtsvor­gängers aus der Welt zu schaffen.

Ein nationalliberaler Wahlrechtsantrag. Berlin, 22. März. Zm Abgeordnetenhause brachte die nationalliberale Frak­tion folgenden Wahlrechtsantrag ein: Die Staatsregierung wird ersucht, einen Gesetzentwurf vorzulegen, welcher für die Wahlen zum Abgeordnetenhaus unter Beibehaltung des Systems des ab­gestuften, plutokratische Auswüchse vermeidenden Wahlrechts und unter Beseitigung der Bestimmungen des Gesetzes vom 29. Juni 1893, die den Grundsatz der Bemessung des Wahlrechts nach der Steuerleistung im Eemeindebezirk verletzen, die geheim« Stimmabgabe und die direkte Wahl einführt.

In dem Prozeh wegen Erschiessung des Hoboisten Mansch beantragte der Staatsanwalt gegen Geny Freisprechung, gegen Alexis Samain sechs Wochen, gegen Paul Samain und Lück fe vier Wochen Gefängnis und gegen Martin 1 Jahr 3 Monate Ge­fängnis und bei allen Angeklagten Anrechnung der Unter­suchungshaft. Das Urteil lautete gegen Martin lautete auf 10 Monate Gefängnis bei voller Anrechnung der Untersuchungshaft. Die übrigen vier Angeklagten wurden freigesprochen. Die Kosten wurden Martin anferlegt.

Offiziere vermehren^ Neben dieser Zahl M't Vermehrung der Zahl der Ausgebildeten ist gleichzeitig die Verbesserung der Offizier­stellenbesetzung im Kriege in Aussicht genommen, durch weitere

Schaffung von Stellen, die im Frieden den Truppenoffizier von allzuhäufiger Verwendung ausserhalb seiner Dienststelle entlasten und im Kriege für Besetzung der neuen Formationen verfügbar sind. Endlich bestHt die Absicht, gleichzeitig mit der Heerrsvor- lage eine Erhöhung der Mannschaftsl öchn u n g vor­zuschlagen. -

Die Vorschläge der Marineverwaltung suchen zwei schweren Mißständen in der Organisation der Flotte abzuhelfen. Der eine Mißstand besteht darin, daß im Herbste jeden Jahres auf allen Schiffen der Schlachtflotte die Reservisten, das heißt fast ein Drittel der Besatzung entlassen und im wesentlichen durch Re­kruten aus der Landbevölkerung ersetzt werden. Dadurch wird die Kriegsbereitschaft der Schlachtflotte für längere Zeit erheblich herabgesetzt. Der zweite Mißstand besteht darin, daß zurzeit bei einer Etatstärke von 58 großen Schiffen zunächst nur 21 große Schiffe zur Verfügung stehen, wenn die Reserveflotte nicht recht­zeitig bereitgestellt werden kann. Letzteres ist seit der Aufstellung des Flottengesetzes immer unwahrscheinlicher geworden, weil der Zeitpunkt, zu dem die Reserveflotte kriegsbereit sein kann, sich mehr und mehr hinausschiebt. Dies ist eine Folge der immer komplizierter werdenden modernen Schiffe und der stetig wachsen­den Schwierigkeiten in der Ausbildung großer geschlossener Ver­bände. Die Reserveflotte hat eine große Bedeutung bei unterem barken Beurlaubtenstande heute erst als zweite Kampflinie. Beide Mißstände sollen durch allmähliche Bildung eines dritten aktiven Geschwaders beseitigt oder erheblich eingeschränkt werden. Die für dieses direkte aktive Ge­schwader erforderlichen Schiffe sollen gewonnen werden a) durch

Ausland.

** Die Debatte über Frankreichs äußere Politik. Paris, 22. März. Das wichtigste Ergebnis der heutigen Kammer-Debatte über die auswärtige Politik ist die Erklärung Poincarös, daß neben dem deutsch-französischen Novembervertrag keinerlei ge­schäftliche Sonderverpflichtungen bestehen, so daß Deutschland un­abhängig die Nutzbarmachung feiges neugewonnenen Gebietes in die Wege leiten und Frankreich sich bei der Neugestaltung Ma« rokkas sich lediglich von seinem Staatsinteresse leiten lassen kann. Der frühere Ministerpräsident Eaillaux fügte hinzu, auch aus seiner Regierungszeit beständen keine Sonderverpflichtungen fort. Die Kammer sprach mit 413 gegen 81 Stimmen der Politik der Regierung ihr Vertrauen aus.

** Die spanisch-französischen Verhandlungen. Paris, 22. März. In den spanisch-französischen Marokkoverhandlungen wird in einer sichtlich offiziösen Note erklärt, daß man in den neuen spanischen Vorschlägen einen ersten Schritt zur Verständigung erblicke. Man erwarte jedoch in Paris noch bessere. Spanien biete gegenwärtig in der ELdzone 45 000 Quadratkilometer anstatt 25 000 Quadrat­kilometer.

** Bombardement. Perim, 2^ März. Ein italienisches Ka­nonenboot bombardierte die Küste einige Meilen nöM'b von Perim. _

Die Wehrvorlage.

Wie wir bereits gestern durch Sonderausgabe mitteilten, hat die Regierung die Wehrvorlage veröffentlicht. Es geht uns darüber folgende Meldung zu:

Berlin, 22. März. DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" meldet über die Wehrvorlagen:Der Inhalt nebst den Vorschlä­gen für die Deckung ihrer Kosten werden, wie wir erfahren, heute von dem Reichskanzler dem Bundesrat vorgelegt. Die folgenden zuverlässigen Angaben über ihren Inhalt können nur mit dem Vorbehalt gemacht werden, daß die Entwürfe ihre endgültige Ge­stalt für den Reichstag erst durch die Beschlüsse des Bundesrats erhalten. Die Vorschläge der Heeresverwaltung bewegen sich in zwei Richtungen. Sie bringen eine Verstärkung nicht allein der Zahl der im Frieden auszubildenden und unter den Waffen zu haltenden Mannschaften, sondern auch eine Verstärkung durch Vervollkommnung in der Organisation. In erster Linie handelt es sich um eine schnelle Durchführung desFriedens- präsenzgesetzes von 1911. Nach den ursprünglichen Plänen, die sich auf den Zeitraum von fünf Jahren verteilen, sollten wesentliche Verstärkungen erst für 1914 und 1915 bewirkt werden. So zum Beispiel die Aufstellung bei der 37. und 39. Di­vision noch fehlenden zwei Feldartillerieregimenter. Alle diese Formationen sollen nunmehr am 1. Oktober 1912 die Lücken füllen, deren Ausführung das Gesetz von 1911 vorsieht. Hierzu gehört neben den zwei Feldartillerieregimentern die Neubildung der Fußartillerie und die Aufstellung eines Telegraphenbataillons. Sodann handelt es sich darum, das Friedenspräsenzge- setzvonl911zu ergänzen, um durch stärkere Heranziehung der zum Waffendienst fähigen und beabsichtigten Vervollkommnung unserer Organisation die Kriegsbereitschaft des Heeres zu steigern. Zu diesem Zweck sollen zwei neue preußische Armeekorps unter Verwendung der im Osten und Westen (bei dem 1. und 14. Armee­korps) vorhandenen dritten Divisionen gebildet werden. Es wer­den also 2 Generalkommandos und zwei Divisionsstäbe neu auf­gestellt werden müssen, in die neuen Divisionen, deren Brigaden eingereiht werden, die hierfür verfügbar Pnd. Die Neubeschaffung von Korpsverbänden und die Regelung der Befestigungsverhält­nisse an der West- und Oftgrenze erfordern die Errichtung einer neuen 7. Armeeinspektion, lieber die Zahl der aufzustellenden dritten Bataillone bei den so geschaffenen Infanterie-Regimentern ist dahin Entscheidung getroffen, daß soviel Bataillone angefor­dert werden, als für die normale Stärke der Armeekorps und für einige besondere Zwecke notwendig sind. Es handelt sich um 14 Bataillone. Außerdem soll Sachsen ein Infanterieregiment auch stellen und wird so bei jedem seiner Armeekorps die Zahl von acht erreicht. Für die neuen Divisionen sind die erforderlichen Feld­artillerieformationen bei jeder Division eine Brigade und für die beiden Korps je ein Pionierbataillon vorgesehen. Darüber hin­aus rechnet der Entwurf mit einem weiteren Pionierbataillon, mit Ergänzimgen unserer Verkehrstruppen, mit Aufstellung einer Fliegertruppe und mit einer Erhöhung des Etats bei. einer großen Anzahl von Jnfanteriebataillonen und Feldartillerieabteilungen. An Kavallerie soll in Preußen als Folge der Bildung zweier neuer Armeekorps ein Kavallerieregiment zu fünf Schwadronen ausgestellt werden. Auch in Bayern ist eine Verstärkung der Ka­vallerie in Aussicht genommen. Bei jedem Infanterieregiment soll eine Maschinengewehrkompagnie eingerichtet werden. N a ch t dem w1 tlr das Reich gegeiiiibet dem Friedens-

Dsutfches Reich-,

Som Kaiser. Berlin, 22. März. Der Kaiser und das Prin­zenpaar August Wilhelm und Prinzessin Viktoria Luise sind heute abend 6i/2 Uhr nach Wien abgereist, von wo die Weiterfahrt nach Venedig und Korfu erfolgt. Bei der Abfahrt., waren u. a. zu­gegen: Die Kaiserin, das Kronprinzenpaar, das Prinzenpaar Eitel Friedrich, die Prinzen Oskar und Joachim. ....

Kaiser und Kanzler. Wie dieT. R." erfährt, hat der Kaiser den Kanzler eingeladen, Ihn auf Korfu zu besuchen. Gleich­zeitig wird dem Blatte von zuverlässiger Seite im Hinblick auf die Krisengerüchte der letzten Tage mitgeteilt, daß bald nach den Reichstagswahlen der Kanzler mit Rücksicht auf das Ergebnis der Wahlen dem Kaiser seine Entlassung angeboten, der Kaiser das Entlassungsgesuch aber abgelehnt hat.

Der Seniorenkonnent des Reichstags trat vor Beginn der

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Nach Feierabend",Fürs Haus" und .Landwirtschaftliche Beilage".

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TieOberheffischr Seihtng" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn« und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch die Poft bezogen S.25 JC (ohne Bestellgeld), der unseren Zeitungsstellen und der Expäütion (Markt 21) 2.00 <X frei in» Haus. (Für unver- langt zugesandte Manuskripte übernimmt die Redaktion keinerlei Derantwortuna). Druck und Verlag der Uniü.-Buchdruckerel I: A. Koch (Inh.: Dr. C. Hitzeroth), Markt 21. Telephon 55.

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Marburg und Umgegend.

Nachdruck aller Orginalartikel ist gemäss § 18 des Urheberrecht nur nttt der deutlichen Quellenangabe ,L>berhess. Ztg." gestattet)

Marburg, 23. März.

* Der Ausbau unserer Universität. Im preußischen Abgeord- netenhause ging gestern ein Antrag Schnedding und Leppelmann ein, den Ausbau der Universität Münster sowie den weiteren Aus­bau der Universität Marburg ohne Rücksicht aus die etwa zu er­richtende Universität Frankfurt a. M. mit tunlichster Bescheuni- gung zu fördern.

* Die Koutrollverfamnlungen für die Landwehrleute und Reservisten im Kreise Marburg werden jetzt im Kreisblatt be­kannt gegeben. Sie beginnen am Freitag den 12. April in Ebs­dorf und endigen am Mittwoch den 24. April in Caldern. In Marburg finden die Kontrollversammlungen am Montag den 22. und Dienstag den 23. April statt.

* Zeppelinfahrt nach Marburg! Dem Hessischen Verein für Luftschiffahrt ist bereits im Januar folgendes Schreiben zu­gegangen:Die Stadt Marburg soll in den Kreis der etwa 100 deutschen Städte einbezogen werden, die vom Frühjahr 1912 ab von Zeppelinluftschiffen besucht werden sollen. Diese Fahrten werden vom Verein für Zeppelin-Fahrten veranstaltet. Für die Fahrten sollen sich möglichst viele Einwohner mit einem Betrag von 6 jH zur Auslosung anmelden. Aus dieser Zahl werden dann diejenigen durchs Los bestimmt, die eine Fahrt mitmachen dürfen, wobei auf etwa 25 Meldungen eine Freifahrt kommt." Außer­dem kann durch volle Bezahlung eines Platzes natürlich sichere Teilnahme an der Fahrt erzielt werden. Allerseits begrüßt man dieses Vorhaben aufs lebhafteste, da die rechtzeitige Einbeziehung unserer Stadt in den Luftschiffverkehr der Bedeutung unserer Stadt durchaus entspricht und weil andererseits durch die Beteilt- gung der Stadt das große nationale Unternehmen in zweck- entsprechender Weise unterstützt wird. Zur finanziellen Sicherung hat der Hessische Verein für Luftschiffahrt, bezw. einzelne seiner Vorstandsmitglieder bereits eine Garantiesumme von insgesamt 700 JM, gezeichnet. Zunächst wird zuversichtlich die Stadt mit einer ähnlichen Summe zum Earantiefonds vorangehen; denn die Stadt wird ja von einer Zeppelinlandung durch den Zustrom von Men­schenmassen aus der Umgegend einen enormen Gewinn erzielen. Uebriaens werden die Zeichnungen zu einem Earantiefonds erst zur Deckung eines etwaigen Defizits an Passagiergeldern usw.

Orgelbau in der lutherischen Kirche erhalten wir noch fol- aende Meldung: Das Presbuterium der luth. Kirck»engemeinde bat oe- totoffen die Pfarrkirche mit einer neuen Orael auszustatten. Die Mangel der aus dem =We 1727 stammenden alten Orgel konnten durch Repara­turen nicht vollständig beseittgt werden. Das Bedürfnis, in genannter Kirche eine mit den hauvtlächlickssten modernen Svielhilismitteln ver- sehene Orgel zu besitzen, machte sich immer mehr geltend. Au, einer Kon­kurrenz von deutschen Orgelbauermeistern ging bte Firma EFWalcker u Tie. in Ludwigsburg siegreick hervor. Die neue Orgel erhalt 47 3te« giftet die sich auf 3 Manuale und ein Pedal »erteilen, ausserdem einen RM- und Ialousieschweller, ein automatisches Pianopedal, fünf feste und xwei freie "Kombinationen. Die Pfeilen des dritten Manuals kommen in einen Schwellkasten zu stehen. Der Windbedarf wird durch einen elek- irisch betriebenen Walckerschen Luftschleudermotor beschafft. Jedoch ist auch eine Einrichtung für Handgebläsebetrieb vorgesehen, die beim et- waigen Aussetzen des elektrischen Sttomes die jederzeittge Fortsetzung des Spiels ermöglicht. Das Werk, zu dessen Vollendung etwa sich- nate nötig sind, wird zu Anfang Oktober d. I. fertig fein. Bemerkt sei noch, daß der Firma Walcker auch für die Michaeliskirche in Hamburg der Bau einer Monumentalorgel, die mit 150 Registern und 5 Manuastn das größte Orgelwerk der Welt darstellen wird, übertragen worden ist. Diese Orgel erhält mehr als 11000 Pfeifen. Die größte Pfeife wird aus englichem Zinn verfertigt und hat bei einer Höhe von 11 Meter eine» . Durchmesser von 55 cm ein Gewicht von etwa 10 Ztr.

Für ehemaliege 81er. Das 1. Kurhessische Infanterie-Regiment Rr. 81 begeht am 24., 25. und 26. Juli 1913 die hundertjährige Wieder- kehr des Stistungsjahres. Alle ehemaligen attiven und Reserve-Offi, ziere, Sanitätsoffiziere und Be-amten des Infanterie-Regiment» 81 so­wie des früheren 1. Infanterie-RegimentsKurfürst", welche der Feier beiwohnen wollen, ebenso alle diejenigenllnteroffiziere und Mannschaften, welche ihre Teilnahme noch nicht bei den in Btlduna begriffenen «reis-

Verzicht aus das Reserveflottenflaggschiff; b) durch Verzicht auf die zurzeit vorhandene Materialreserve (4 Linienschiffe, 4 große und 4 kleine Kreuzer; c) durch allmählichen Neubau von drei Linienschiffen und zwei kleinen Kreuzern. Da die Jndienst- haltungen bei der Reserveflotte infolge der Vermehrung der aktiven Verbände um die Hälfte reduziert werden können, macht die Bildung eines dritten akttven Geschwaders gegenüber den be­reits im Flottengesetz vorgesehenen Jndiensthaltungen nur die Mehrindiensthaltung von drei Linienschiffen, drei großen und drei kleinen Kreuzern erforderlich. Dies bedingt eine ent­sprechende Vermehrung des Personals.

Eine weitere Personalvermehrung ist erforderlich, weil in den letzten Jahren die Besatzung aller Schiffsklassen einschließlich der Torpedoboote verstärkt werden mußten. Ferner ist die Ver­mehrung der Unterseeboote und die Beschaffungeiniger Luftschiffe in Aussicht genommen. Die Unterseeboote, welche zurzeit ohne Organisation sind, sollen bezüglich der Personal­besetzung nach Art der Torpedoboote organisiert werden. Die Marinevorlage hat die Form der Novelle zum Flottengesetz, die um drei Artikeln die Bestimmung trifft über den Schiffsbestand, die Jndiensthaltungen und den Personalbestand der Flotte. Der Novelle ist der Schiffbauplan für die näMtM,sechsJahre bei­gefügt. Danach sollen von den erforderlichen Neubauten je 1 Linienschiff 1913 und 1916 in Angriff genommen werden. Der Mehrbedarf an Personal macht eine Verstärkung der jährlichen Personalvermehrung des Flottengesetzes bis 1920 um durchschnittlich 75 Seeoffiziere, Marineinge­nieure, Aerzte und Zahlmeister und 1600 Mann notwendig. Der Gesamtbedarf für diese Verstärkung des Heeres und der Flotte stellt sich für 1912 auf rund 97 Mil­lionen, für 1913, in welchem Jahre der höchste Kostenbetrag erreicht wird, auf rund 127 Mil­lionen. Der Anteil der Flotte betragt für 1912 rund 15 Mil­lionen, für 1913 rund 28 Millionen, für 1914 rund 38 Millionen und erreicht 1916 die Höchstsumme mit 43 Millionen. Zur Deckung der neuen Ausgaben soll unterWah- rung der Grundsätze für die Schuldentilgung nach den Vorschlägen des Reichsschatzamts ein Teil der lleberschüfse des Jahres 1911 verwen - d e t werden. Der Rest wird auf die laufenden Einnahmen und auf die Mehreinnahme aus der beabsichtigten Aenderung der Branntweinsteuergesetzgebung verwiesen.

Der Anzeigenpreis beträgt für die 7gespaltene Zelle oder deren

Raum 15 4, bei amtlichen und auswärtigen Anzeigen 20 d>, für Reklamen i rj CV die Zeile 60 4- Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Jeder Rabatt i0Wy»B« gilt alS Barrabatt. Bei Konkurs kein Rabatt. Verbindlichkeit für Platz-, Datenvorschrift und Beleglieserung ausgeschlossen. Zahlungen im Post- scheckverkehr ohne Pottokosten unter Nr. 5015 des Postscheckamtes Frankfurt a. M.

Plenarsitzung zu einer Besprechung der Geschäftslage zusammen. Das Ergebnis war die Aufrechterhaltung-des Beschlusses vom 15. März, nach dem der Etat der Reichspost- und Telegraphenverwal- A_____u________,J________ tung und der Etat der Reichsdruckerei no chvor Beginn der Oster-

Hee'r es "um' r uhb 29000 Man » ausschließlich der Unter- fetten erledigt werden. Hiermit hofft man bis zum 29. März - - - - - ' * '* *"' fertig zu werden. Die Osterferien sollen bis zum 16. April dauern.

Weiter prüfte der Seniorenkonvent die Frage, ob die Reichspartei, nachdem ihr mehrere Abgeordnete als Hospitanten beigetreten find,, als eine Fraktion anzuerkennen ist. Man beschloß diese Frage einer Geschäftsordnungskomm'sfion zu übergeben, damit diese entscheide, was zu einer Frakttonsbildung erforderlich ist.

Ende der Dreier-Juristen? Nürnberg, 22. März. Der