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licheu und auswärtigen Lu-eigen 20 4, für wewmien in Wiederholungen entsprechender Rabatt. Jeder Rabatt 1,4 k)**v*ö*_

1912.

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Deutsches Reich

kraft "«süben.

Marburg

Sonnabend, 23. März

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Aus der Budgetkommission. Berlin, 21. März. Die Bud- -etkommiffion des Reichstages hat folgende Resolution des Abg.

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Ausland.

** Tripoli«. Rom, 21. März. DieAgenzia Stefan!" meldet aus Drrna vom 20. März: Heute früh fanden einige italienische Patrouillen, welche das Eefechtsfeld rekognoszierten, noch mehrere Leichen von gefallenen Feinden, obwohl während der Nacht, wie die in Bewegung befindlichen Lichter bewiesen, der Feind <5e»

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Rach Feierabend",Fürs Haus« und Landwirtschaftliche Beilage«.

15 300 beträgt.

Abg. Scheidemann in Paris. Der sozialdemokratische Vizepräsident des Reichstags, Abg. Scheidemann, wird am 30. März in einer großen sozialistischen Versammlung in Poris über die Bedeutung der letzten deutschen Reichstagswat^en sprechen. Wie schon so mancher Genosse vor ihm durste an^ *er Abg. Scheide- mann in der Seinestadt kaum Rosen pflücken: den selbst der greise Parteiführer Bebel bekannte einmal, daß die deutschen Sozial demokroten im Auslande nie grasten Srfoto aes""d-'n hoben.

Ein Dementi. Berlin, 21. März. Die ..Norddeutsche Allg. Zeitung" schreibt: Zn der Presse findet stch die Angabe, die Re­gierung hätte eine Verlängerung der Osterferien des Reichstages vorgcschlaaen, um für die Fcrtiasttllung der Wehr- und Steuer- Vorlagen Zeit zu gewinnen. Diese Meld''na ist unrichtig. Die Regierung bat keinen solchen Vorschlag gemacht. Hemmens wer­den dem Vernehmen nach die Wehrvorlagen morgen dem B'.mdes- rat zugehen.

fallen« fortschleppte.

** China. London, 21. März. Da» Reutersche Bureau meldet aus Peking: In der Zusammenkunft der Gesandten der sech» Mächte, die an den finanziellen Verhandlungen mit der republi» konischen Regierung beteiligt sind, wurde beschlossen, bei Yuan- schikai gegen Tangschaoyis modus operandi betreffend die Anleihe- , frage Einspruch zu erheben, um eine endgültige Erklärung über die j chinesische Finanzpolitik zu erhalten. Auch soll Nachdruck darauf ; gelegt werden, daß von China, da sechs Mächte zur Unterstützung bereit sind, ein Nachweis für die Zuverläsfigkeit gefordert wird. Die kaufmännischen Kreise drücken ihr Bedauern darüber aus^ daß noch eine derartige Stockung geschaffen worden ist, als die Krisis schon für überwunden gehalten wurde. Wie das Reutersche Bureau weiter erfährt, ist nach amtlichen Berichten aus Kuldscha eine Revolte ausgebrochen. Die Chinesen haben eine selbständige Republik von Zli« proklamiert. Zwischen den Republikanern ffnb den Mandschus haben seit geraumer Zeit Kämpfe stattgefunden. Der Tatarengeneral von Zli, Kwangfi, wurde durch Drohungen gezwungen, die Wahl zum Präsidenten der Republik anzunehmen.

*» Die spanisch-französischen Verhandlungen. Paris, 21. Marz. Zu den spanisch-französischen Verhandlungen wird aus Madrid ge- meldet: Ministerpräsident Canalejas habe erklärt, daß die von Earcia Prieto abgefatzte und vom Ministerrat genehmigte neu« Rote sicherlich als Grundlage für ein befriedigend« Abkommen dienen könne. Der Madrider Korrespondent desEcho de Paris berichtet, eine ministerielle Persönlichkeit habe versichert ttHei j möglich, daß das französisch-spanische Abkommen bald zumAbschluß . gelange. In diesem Falle würden die Cortes unverzüglich einbe­rufen werden, um das Abkommen zu ratifizieren.

** Marokko. Paris, 21. März. Wie aus Udfchda gemeldet wird, fand am 18. März zwischen der aus 1500 Mann Fußtruppen, Reiterei und Artillerie bestehenden Kolonne des Mafors Pincteau und dem Uled et Hadji-Stamme der Bent Uarain am Tnbnbv <ha- Patz am rechten Mulaja-Ufer ein überaus heftiges Gefecht statt. Nach sechsstündigem Kampf zogen sich die Marokkaner, die beträcht­liche Verluste erlitten hatten, aus dem Gebiet des Mulaja zurück. Die Franzosen hatten 10 Tote.

*» Der alte Schlendrian. Paris, 21. Marz. DemMatin zufolge wird der demnächst nach den Kolonien abgehende Kreuzer Cassini" mit einer aus dem Jahre 1905 stammenden Munition ausgerüstet obgleich der Marineminister DelcassS nach der L.tbert4"ka'tastrophe angeordnet hat, daß Pulver, welches älter als drei ^ahre ist, auf den Kriegsschiffen nicht mehr verwendet werden darf. Das Blatt meint hierzu, dieses Beispiel beweise leider wieder einmal, wie rasch man in Frankreich vergißt, un dast auch die größten Unglücksfälle gegen den alten Schlendrian

Beifall^bsg f^i heute früh kam es im Bergwerksbezirk

Aniche zu mehreren Zwischenfällen, die dadurch entstanden dost die Streikenden die Arbeitswilligen hinderten, in die Gruben ein« zufahren. Indessen wird in zahlreichen Gruben in normalem . Umfang gearbeitet. Im ganzen Becken von Anzin ist eine leichte

Abschwächung des Streiks festzustellen.

Au» dem »Andesrat. Berlin, 21. März. Der Bundesrat faßte über die Besetzung der Stelle des Präsidenten des Kaiser­lichen Patentamtes und die Besetzung der Mitgliedstelle bei dem Reichsversicherungsamt Beschluß und stimmte der Vorlage betreff. Ergänzung der Grundsätze für die Besetzung der mittleren Kanzler- «nd Unterbeamtenstellen bet den Komunalbehörden zu. Die Neu­wahl der Mitglieder des Beirats für das Auswanderungswesen wurde vollzogen. Die Pensionskaffe der Reichseisenbatznen die Arbeiterpenfionskaffe der Sächsischen Staatseisenbahnen und die Pensionskaffe der Arbeiter der Bayerischen Verkehrsanstalten wurden als Sonderanstalten gemäß § 1360 der Reichsversicherungs- ordnunq zugelaffen. Die Vorlagen betreffend Verlängerung des Handelsvertrages mit Bulgarien und betreffend den Zeitpunkt d«s Inkrafttretens des Viehseuchengefehes wurden angenommen.

Der Empfang des Reichstagsprafidiums beim Kaiser. Berlin, 21. März. Ueber den Empfang des Reichstagsprastbrums durch den Kaiser ist folgendes von den Mitgliedern des Präsi­diums gemeinsam aufgesetztes Communiquö aufgegeben worden. Der Kaiser empfing heute mittag 1 Uhr im Königlichen Sasioß in Berlin das Präsidium des Reichstages. Die Audienz dauerte etwa 20 Minuten. Der Kaiser, der sehr frisch und heiter gestimmt schien, sprach nach einigen persönlichen Bemerkungen zu den Präsidenten seine besondere Befriedigung über die rasche Beilegung des Koh- lenarbeiterstreiks aus. Er hoffe, daß der Streik keine allzu große Schädigung für die deutsche Volkswirtschaft gebracht habe. Rach einem Hinweis auf die schweren Arbeiterkämpfe in England sprach der Kaiser dann die Hoffnung aus, daß es bald gelingen werde, die neue Wehrvorlage im Reichstage zur Annahme zu bringen.

Bon der Marburger Kreisen. Vom l ab

werden bei der Marburger Kreisbahn für Arbeiter, welche die Woche über an ihrem Arbeitsort verbleiben und ihrem Wohnort fahren und Montags wieder zur Trbeitsstatte z rückkehren, Arbeiterrückfahrkarten verabfolgt Hierzu werden ei - fache Fahrkarten ausgegeben, die durch den Stempelauftru Gültig zur Fahrt vom Arbeits- zum Wohnart am Tag« Sonn- und Feiertagen und vom Wohn- zum Arbeitsort ami Tag nach Sonn- und Feiertagen" als Arbeiterrückfahrkarten kenntlich gemacht werden. Die Rückfahrt auf diese Karten kann schon am Abend des letzten Feiertags oder des Sonntags erfol^ni Beii L^ sung dieser Karten ist eine Bescheinigung über die Beschäftigung seitens des Arbeitgebers vorzuzeigen.

* Handelsschule. Die diesfährige Prüfung findet mn Diens­tag, 26 März, abends V29 Uhr in der Aula der Nordstbule statt.

* Kreisfeuerwehrtag. Der 14. Vertretertag der Feuerwehren des Kreises Marburg findet am 3. Ostertag im Rest. Garle in Cappel statt. Vor der Tagung hält die Feuerwehr von Cappel en.« Uebung ab. Näheres stehe im heutigen Kreisblatt.

* Ein Umzugstermin erster Ordnung ist der 1. April. So sieht man denn fetzt schon in unserer Stadt augenblicklich in allen Stra­ßen die Möbelwagen. Hier werden all die Habseliglerttn ern modernen Haushaltung in das dunkle Innere dieser ge g Fahrzeuge hineingeschleppt, dort ist man bemüht, ihren mehr oder weniger'ansehenswerten Inhalt aufs neue ans Tages.ich zu ziehen. Sicherlich gehört der Umzug für den normalen Menschen zu demSchrecklichsten der Schrecken«. Wenn man umzieht ver« geffe man nicht, dies auch dem städtischen Meldeamt mitzuteilen. Versammlungen, Konzerte, Theater, Vergnügnngrnachrichten ns».

Stadttheater. Am Montag, ven 25. März, findet als letzt« Volk^. Vorstellung dieses Jahres eine Aufführung von Sudermanns SchaMpier DasElückimWinkel" statt. Die Vorstellung hat im Abonnement ja größten Beifall gefunden infolge günstiger Besetzung u^ abgeru» betet Darstellung und wirb sicher auch am Moniag starke Anziehung-

DieCbttbeffiftbe S-it«««« erscheint täglich m» Lu.nahme der Donn- ,,nd Keiettaae Der Bezugspreis beträgt vrerteliährlich durch d?Post bezAn S.26 <X (ohne Bestellgeld), der unseren ZeitungSstelleu No und der Expedition (Markt 21) 2.00 * frei tn» HauS. (Für undec-

'0 1QIIg^zugesandte Manuskripte übernimmt ^- Redaktion keinerlei

Verantwortung). Druck und Verlag der Unio.-BuchdrucketeiJ. A. Koch (Inh.: Dr. C. Hitzetoth), Markt 21. Telephon 55. I

Zwickau 21 März. Eine von 2500 Bergleuten besuchte Streikversammlüng beschloß nach einem Referate des Nelchstags- abgeordneten Sachs«, die Arbeiterausschüffe aufzufordern, das Kö­nigliche Bergamt Freiberg nochmals zur Vermittlung den Bergarbeitern und Werkverwaltungen anzurufew An den Hauptforderungen soll festgehalten werden Der Streik dauertfort.

London, 21. März. In einer Kohlengrube in Knkconnell (Grafschaft Dumfriesshire), wo eine Anzahl Leute arbeiteten, fan «in Zusammenstoß zwischen Streikenden und Arbeitswilligen statt. Die Ortspolizei war machtlos. Als Verstärkungen ankamen, g - lang es, di« Ordnung wiederherzustellen. Zehn Ausständige wur­den verhaftet, seckis Polizeibeamte verletzt. ,

ßonbon 21. März. Das Unterhaus war heute in allen Teilen dicht besetzt, sowohl wegen der Deb^te der zweiten Lchmg der Mindestlobnbill sowie wegen der Tatsache daß Balfour na­mens der Opposition die Ablehnung der Bill beantragen wollte. Es ist das erstemal, daß Balfour f-it seinem Nu-ktritt von der Führerschaft der Opposition an den Debatten der Hauser teil- Bei Eintritt in das Haus wurde er allgemein mit lautem

Det Anzeigenpreis 6

Raum 15 4i b«i amtlichen «... ....

bl« Zelle 60 4. Bei Wiederholungen,-----------

M alS Barrabatt. Bei Konkurs kein Rabatt. Verbindlichkeit für Platz», Datenoorschrtft und Beleglieferung auSgeschloffen. Zahlungen im Post» scheckoerkehr ohne Portokosten unter Str. 6015 de« Postscheckamtes Frankfurt a. M.

Erzberger angenomniÄ,: Der Reichstag wolle beschließen, die Ver- f bündeten Regierungen zu ersuchen, einen Gesetzentwurf vorzu- j legen, durch den unter Abänderung des Schutzgebietsgesetzes vom I 25. Juli 1900 das Verordnungsrecht eingeengt und die Mitwir- I kung der Reichsgesetzgebung in einer den Verhältniffen der Schutz« I gebiete entsprechenden Weise erweitert wird. I

Bus der »Rordd. Allg. Ztg." Berlin, 21. März. Die Nordd. Allg. Ztg." schreibt: DasBerliner Tageblatt" schreibt in I seiner gestrigen Abendausgabe, Minister v. Dallwitz erlaubte stch I im Preußischen Abgeordnetenhause eine mittelbare Kritik der Ge- I schäftsführung des Reichstagspräfidenten. Wenn nämlich v. Dall- I witz behauptet, ein Mitglied des Reichstages habe unter dem I Schutze der Immunität Beschimpfungen ausstoßen können, so I richtet sich seine Kritik natürlich gegn die Präsidenten, die wäh- rend jener Rede den Vorsitz führten. Der Minister des Innern bezog sich hier auf den von dem Abgeordneten Sachse im Reichstag I von den Polizeibeamten gebrauchten AusdruckBluthunde'. I falten 311. I Der damals amtierende Vizepräsident rief den Abg. Sachse wegen I

Waldenburg, 21. März. Gestern abend sand eine Re- I b(e|es Ausdrucks, den er als unzulässig bezeichnete, sofort zur Ord- vierkonferenz der Bergarbeiter statt, in der die einzelnen Berichte nung Der Minister hat sich in seiner Rede vom 19. Marz auch über die Beratungen der Arbeiterausschüffe mit den Direktoren s ausdrücklich auf diesen Ordnungsruf berufen und darauf hinge- I der Gruben erstattet wurden. Da noch nicht die Resultate von- - - - ---- ------------ 1

,llen Werken eingegangen waren, kam es noch nicht zu einem Ent­schluß ob der Streik erklärt werden soll oder nicht. Heute vor- mfttag findet eine abermalige Revierkonferenz statt, an der der Sekretär des Bergarbeiterverbandes Witt-Bochum und der erste Vorsitzende des Hirsch-Dunckerschen Eewerkvereins teAnehmen. Es ist beschloffen worden, daß am kommenden Sonntag nochmals «ine Revierkonferenz stattfinden soll, der am nachmittag im gan­zen Bezirk Belegschaftsversammlungen folgen, in denen der end-

B-Mutz w-i bl. ferne. ,u unte.nebm.nben S6nlte ge. faßt werden soll. Die Wenzeslaus-Erube in Neurode kam den Arbeitern mit Zugeständniffen am meisten entgegen, indem

Erstes Blatt.

Der Berlsarhei^erstreik.

Z a b r z e, 21. März. Auf der Königin Luise-Grub« fanden gestern nachmittag Verhandlungen zwischen der Eewerkslertung und den Arbeiterausschußmitgliedern statt. Daraufhin find zur heutigen Frühschicht 700 Mann mehr angefahren. Es fehlen rund 80 Prozent. Auf der Erido-Grube find gestern ein Teil der Schlepper der Arbeit ferngeblieben. Heute dagegen ist die Beleg­schaft vollständig angefahren. Dagegen griff die Lohnbewegung auf die Velsenschächte über. Zn Kmurow fehlten bei der gestrigen Nachmittags- und heutigen Frühschicht rund 600 Mann gleich 25 Prozent der Gesamtbelegschaft. Auf dem Hildebrandschacht der Eotiessegengrube der Graf Henckel-Donnersmarckschen Verwaltung in Karlshof fehlten bei der heutigen Frühschicht von 642 Berg-

wiesen, daß seine Auffaffung von der allerkompetentesten Stelle im Reichstage, nämlich dem Präsidenten, geteilt worden ist. Er hat also keineswegs den Präsidenten sondern lediglich sich

der Kritik anaeschloffen, die der Präsiden- selbst ausgeübt hat. Die Ehrlichkeit, die dasBerliner Tageblatt" in diesem Falle an den Tag legt, steht ganz auf der Höhe seiner von dem Minister im Ab­geordnetenhause zutreffend charakterisierten falschen tendenziösen Berichte aus dem Ausstandsgebiet.

Reue Sensationsmeldungen. Berlin, 21. Marz. Die letzten Tage stehen im Zeichen der Sensationsmeldungen. Nachricht und Dementi wechseln in schönster Reihenfolge. Das neueste ist, etyeuetll ------------ - - - . . . daß der Reichskanzler sein Entlaffungsgesuch eingereicht habe, und

den «nüuetn eine Erhöhung von 3 den Schleppern und anderen ?oI( aIs Nachfolger Herr v. Tirpitz oder Herr v. S.umm in Arbeitern eine dementsprechende Erhöhung der Löhne zugestanden 1 gtoge fommert. Die Unrichtigkeit dieser Meldung erhellt schon worden ist. , , w m der Tatsache, daß der Kaiser morgen nach Korfu reist und daß

* ----- OCAnWehrvorlage vor der Tür steht. Das dürfte kaum die geeignete

Zeit für einen Kanzler fein, sein Abschiedsgesuch einzureichen. Weiter verbreitet ein Korrespondenzbüro eine Notiz, in der das Preßbüro des Reichsmarineamtes beschuldigt wird, englandfemd- liche Artikel zugunsten der Flotteunovelle verbreitet zu haben. Einige Blätter vermuten hinter dieser Beschuldigung das Aus­wärtige Amt und sprechen von ernsten Differenzen zwischen diesem und dem Reichsmarineamt, worauf natürlich der amtliche Demen­tierungsapparat schleunigst in Bewegung gesetzt wird, der dann auch pflichtschuldigst das Gegenteil behauptet.

Ein« Stiftung de» Deutschen Reichs für bett Friedenspalast im Haag. Wie eine Berliner Korrespondenz meldet, wird das Deutsche Reick auf eine von der niederländischen Regierung er­gangene Anfrage eine Stiftung für den Friedenspalast im Haag machen. Diese wird in einer Toranlage für den Palast bestehen. Um die Mittel dafür bereit zu stellen, hat die Budgetkommrsston des Reichstages nachträglich in den Etat des Reichsamts des Zn-

nein einen Posten von 60000 M eingestellt. Der Friedenspalast nichts vermögen. , ist eine Schöpfung Carnegies, jedoch werden alle an den ihm ge- widmeten Bestrebungen beteiligten Staaten bei der Bauausfüh- I Marburg UNb UMgegeNV.

rung durch eine Stiftung vertreten fein. I cwnalartttel ist gemäß S 18 des Urheberrechts nur

Das Kaisermanöver. Es ist nunmehr sicher, daß im dies- "ÄlWn Quellenangabe Lüerhesi. Ztg.^ gestattet.)

jährigen Kaisermanöver das 3. und 12. Armeekorps gegen das 4. Marburg. 22. Marz,

und 19. kämpfen werden. Die Führung der beiden ersteren Korps

. wird General der Infanterie v. Bülow, kommandierender General I des 3. Korps, übernehmen, nachdem Eeneralfeldmarschall v. Bock I I und Polach aus Gesundheitsrücksichten gebeten hat, von der ur- 1 sprünglich für ihn in Aussicht genommenen Arrneeführung Ab- I stand zu nehmen. Die beiden letzteren Korps wird der sächsische 1 Kriegsminister, Generaloberst Freiherr v. Hausen, befehligen. I In das Manövergelände wird das historische Schlachtfeld von I Torgau einbezogen werden. I

Die Aussperrung im Schneidergewerb«. Wie aus Arbett- I nehmerkreisen verlautet, hat die Aussperrung im Schneidergewerbe I den erwarteten Umfang bei weitem nicht angenommen. D,e Zahl I her ausgesperrten Verbandsmitglieder beträgt 6973 und diejenige I der streikenden Mitglieder 6320. Hierzu kommen noch etwa 2000 I anderen Organisationen angehörige bezw. unorganisierte Strei- I kende und Äusgesperrte, so daß nach dieser Zusammenstellung die I Gesamtzahl der jetzt an der Bewegung beteiligten Gehilfen etwa I