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mit dem Kreisblatt flr die Kreise Marburg und KirchhM
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Parlaments-Beilage.
Preußischer Landtag.
34. Sitzung vom 11. Mörz.
Am Ministertisch: d. Breitenbach.
Präsident Freiherr v. Erffa eröffnet die Sitzung um 11 Uhr 15 Minuten.
Die zweite Lesung des
Bauetats
tvird fortgesetzt beim Titel „Kosten von Vorarbeiten usw."
Abg. Fürbringer (ntl.) verlangt einen Grotz- schisfahrtsweg vom Rhein nach Emden. Schon Fürst Bismarck habe dem Gedanken, dem Rhein eine i deutsche Mündung zu geben, freundlich gegen- > übergestanden. An der Rentabilität eines solchen Kanals sei nicht zweifeln. Vielleicht kann sich an diesen Kanal auch gleich der Küstenkanal anschließen. Die Sache müßte natürlich so eingerichtet werden, daß auch Linienschiffe von Wilhelmshaven nach Emden fahren können.
Abg. Freiherr v. Maltzahu (kons.) bittet um Anlegung von Fischereihäfen an der Ostsec- küste.
Minister v. Breitenbach: Wir bringen der Stadt Einden jedes Interesse entgegen, deren Verkehr für die Zukunft die weitesten Perspektiven eröffnet. Die Frage der Errichtung weiterer Fischereihäfen an der Ostsee werde ich nochmals prüsen. Das Projekt, dem Rhein eine deutsche Mündung zu geben, würde sehr bedeutende Verkehrsanlagen schaffen und zugleich für die Landeskultur unermeßliche Aussichten eröffnen, auch die Verwertung ungeheurer Moormengen ermöglichen. Andererseits sind wir zurzeit noch mit der Liquidation der in der großen wasserwirtschaftlichen Vorlage von 1905 niedergelegten Aufgaben in vollstem Maße beschäftigt.
VerMnstigungÄOaia chieser^Kässe^belVnMKn^Mschle Etsenbahnarbeiter.
Unterstnatssekretär Freiherr Coett v. V. vrüg- ghen erwidert, daß das nicht angängig sei, daß man den älteren Strombauarbeitern aber eventuell aus dem Unterstützungsfonds helfen werd«.
Abg. Schifferer (ntl.) wünscht Beseitigung bei Verkehrshindernisse zwischen den Inseln Nordstrani und Pellworn und dem Festlande.
Geheimrat Eich stellt Abhilfe in Aussicht.
Abg. Dr. Lohmann (ntl.) befürwortet eine Beschleunigung des Bahnhofsbaues am Fischereihafen in Geestemünde. Dies sei gerade im Interesse der Güterabfertigung notwendig.
Abg. v. Böhlendorf (kons.) verlangt einen Schutz- Hafen für Schifferei und Fischerei in Kamm in Der Redner gibt weiter nach französischem Bei spiel eine Verbindung von Leuchtturm und Denk mal zur Erwägung.
Abg. Dr. Liebknecht (Soz.) bringt Klagen de Fischer vor, denen die Eisbrecher die Netze zer reißen.
Abg. Wodarz (Ctr.) spricht über Schwierigkeiten für die Schiffahrt auf der oberen Oder infolge unrichtiger Konstruktion einer Stauanlage.
Abg. Fürbringer (ntl.) dankt dem ganzen Haus filr das Wohlwollen, das es Emden entgegenbringe. Emden sei wahrhaftig nicht das verwöhnte Kind, es sei
ein Wacht- und Kampsposten an der Em» gegen die ausländische Konkurrenz. Man warte darauf, daß der Hafen zu einem Großschiff ahrts- hafen ausgebaut werde, aber nicht auf Kosten von Emden. Der ganze Hafen werde auch bedroht und gefährdet, wenn auf dem Dortmund-EmS-Kanal das Schleppmonopol eingeführt werde.
Minister v. Breitenbach: Mit dem Schleppmonopol wird sich in nächster Zeit der Wasserstraßenbeirat befassen. Ich versage mir daher, jetzt darauf einzugehen.
Abg. Trimborn (Ctr.) kommt aus den beabsich- Abg. Graf SP« (Ctr.) spricht für den Bau tigten Anschluß der Arbeiter der Strombauverwal- IdeS Rhein-Maas-Kanals über Neuß, der tung an die Eisenbahnpensionskasse zu sprechen und Ivor hundert Zähren schon in Angriff genommen Wünscht, daß die Strombauarbeiter genau dieselben swar.
ner wendet
des Titels Neubau
waltung ,
Klein- und Mittelschiffern vor.
roetter» i es HMdelS üikd Der 'Industrie
der alten Handelsstadt Danzig hänge von dlöser Verbesserung der ifsahrt ab.
Die Vertreter sämtlicher anderen Parteien stimmen dem Anträge Linz zu, der Titel wird also abgesetzt.
Abg. Faltin (Ctr.) fordert den Ausbau der Oder von Kosel nach Breslau und fragt, wie weit das Projekt eines Umgehungskanals bei Breslau gediehen sei.
Minister v. Breiteubach erwidert, dag durch den Ausbau der Oder von Kosel bis 25 Kilometer oberhalb Breslaus, der fast vollständig fertig ist, der Verkehr auf der Oder in ganz außerordentlicher Weise gestiegen sei. Wenn eS sich als notwendig erweise, werde die Regierung weiter etngrei- fen.
Aba. Dr. Schepp (BP.) erneuert seine Anregung auf Festigung der Insel Hiddensee westlich von Rügen.
Ein «ommisfar erwidert, daß die dortigen Schutzvorrichtungen jährlich kontrolliert werden.
Abg. Linz (Ctr,) fordert den Umbau des Regt» gSgebäudes in Wiesbaden. -
Abg. WoMowSki (kons.) begrüßt die Verbreiterung deS Dafenkanals in Neufahrwasser. D'-
Unterstaatssekretär Freiherr v. Eoel» erwidert, wirtschaft-
datz Mecklenburg an der oberen Havel lich kaum interessiert sei.
Beim Extraordinarium beantragt
Abg. Liu» (Ctr.), Die Besprechung „Ausarbeitung des Entwurfs für den eines Opernhauses in Berlin" bis zum Schlug der zweiten Etatsberatung zu vertagen, damit die deutsche Künstlerschaft zu den Entwürfen sich Lugern könne.
Abg. Dr. Liebknecht (Soz.) wirst der Bauver- tung bureaukrattsche Ueberhebung gegenüber den :. Der Red
sich gegen di« Sonnabendrede von Strosser: Wir sechs Mann können natürlich nicht in allem, was wir zur Sprache bringen, sachverständig sein. Wir können uns nicht Speztalisten für jedes einzelne Fach leisten wie die Konservativen, sie haben in Herrn Strosser sogar einen
Spezialisten für «nfreiwilllgen Humor.
Die Ministerialdirektoren Peter» und P. Demming erwidern auf die Beschwerden de» Abg. Dr. Liebknecht.
Abg. Dr. Ehler» (BP.- meint, daß Mecklenburg der oberen Havel nicht die nötige Sorgfalt zuwende. Er bittet dann die Regierung, das Projekt der Regulierung der Oder bei Breslau recht bald auszn- führen.
rungSgebäudeS in Wiesbaden. -
Für den Umbau der Aufzu aSanlagen im GeschäftSgebäude des Abgeordne- tenhaufes werden 14809 Mark gefordert. Die Budgetstmrmission hat diesen Titel trotz des Widerspruches des Präsidenten Lsreiherrn v. Erfsa ge-.
strichen.
Aba. Fritsch (ntl.) beantragt Bewilligung de» Titels, der in dem Schreiben des Präsidenten av den Minister hinreichend gerechtfertigt sei.
Mtnisterter v. Breitenbach unterstützt den Antrag. Die Begründung des Titels im Etat mag mangelhaft sein, die Annahme empfiehlt sich ober auS- SicherheitSgründen. ,
Abg. Freiherr V. Maltzahn (kons./ schließt sich dem an.
Abg. v. Karvorff (kons.) ist für Bewilligung des Titels und dankt dem Präsidenten für die t
Fürsorge, die er den Abgeordneten ««gedeihen i lasse.
Abg. Dr. Pachnicke (Vp.): Wir waren schon immer für diese technische Neuerung. Wir sind gegen jede Rückständigkeit, auch gegen alle anderen Rückständigkeiten in diesem Hause. (Heiterkeit.) ;
Abg. Hoffman« (Soz.): Wenn diese technisch» Rückständigkeit nur 14 Jahre alt ist, so ist dal Abgeordnetenhaus in anderen Dingen 1400 Jahn zurück. (Heiterkeit.) Wir sind in dieser Fragt nicht zersplittert wie die Konservativen, sondert stimmen geschlossen für den Titel.
Der Titel wird bewilligt, ebenso der Rest del Etats.
Mittwoch 11 Uhr: Kleine Etat» und Anträge
Schluß nach 4 Uhr. J
Nachdr. verboten.
Unser Weg ging hinauf.
Roman von H. Eourihs-Mahler.
(Fortsetzung.)
Georg zog sie wieder neben sich nieder.
„Bleib' nur hier, bei mir; jetzt laste ich dich noch nicht aus meinen Armen. Um Mutter sorg' nicht. Hartwig ist bei ihr und wird ihr eine heilsame Lektion erteilen. Dabei sind wir vorläufig überflüssig. Ich habe dir soviel zu erzählen und mutz dich an meinem Herzen halten, damit ich weiß, daß nun diese qualvolle Entbehrung ein Ende hat." —
Als Hartwig an die Wohnzimmertüre klopfte, wurde sofort aufgetan. Frau Feldhammer fuhr zurück, als sie ihn stehen sah.
„Sie sind es? Was wollen Sie? fragte sie schroff und abweisend.
Er trat ein und zog die Türe hinter sich in das Schloß.
„Was ich will? Anschauen lassen will ich mich von Ihnen, ob ich reif bin für die Berbrechergalerie. Georg ist nämlich diese Nacht bei mir gewesen und sitzt jetzt drüben bei seiner Frau. Er hat mir erzählt, was für eine glänzende Meinung Sie von mir haben, was ich für ein Scheusal bin.“
Sie sah ihn verächtlich an.
„Ich begreife nicht, woher Sie den Mut nehme, dies Haus noch einmal zu betreten.“ *
Er lachte bitter.
„Nicht wahr, das bringt nur ein ausgemachter Galgenstrick fertig. Schauen Sie nur an. — Wie lange kennen Sie mich eigentlich, Mama Feldhammer? So zehn Jahre doch mindestens, nicht? Nun frage ich Sie, hab' ich mich in dieser ganzen Zeit einmal so betragen, daß Sie mich für einen schlechten Menschen halten dürfen? Feindlich sind Sie mir immer gewesen, trotz der gespendeten Butterbröter und Bratäpfel, weil ich Georg nicht im Stumpfsinn untergehen lassen wollte und ihn immer ein biff eil zur Rebellion anfpornte gegen das mütterliche Szepter. Ich hab' Ihnen diese Feindschaft nicht übel genommen, weil ich sie verstand und weil ich hoffte, Sie eines Tages überzeugen zu können, daß ich recht hatte. Aber ich denke, sonst haben Sie mich immer als ehrlichen Kerl kennen gelernt. Oder nicht?“
Die alte Frau war sprachlos vor Entrüstung in einen Stuhl gesunken. Sie starrte ihn an wie entsetzt über seine Frechheit. Wie konnte er so zu ihr reden, der ihres Sohnes Verderber war! — Mühsam rang sie nach Fassung!
„Pfui“, rief sie bebend vor Zorn. „Pfui über Sie. Schämen Sie sich nicht? Ich habe doch die Beweise, daß Sie zum Schurken geworden sind an meinem Sohne. Mich können Sie mit ihrer Frechheit nicht irre machen. Ich weiß, was ich von Ihnen zu hatten habe.“
Er wurde sehr blaß und trat dicht vor sie hin.
„Genug, — kein Wort weiter," sagte er streng. In seinen Augen lag etwas, was sie einschüchterte und unsicher machte.
Hartwig ging einige Male durchs Zimmer, um sich zu beruhigen. Er wollte nicht rechten mit der maßlos verbitterten alten Frau. Nach einer Weile zog et einen Stuhl neben den ihrigen und setzte sich nieder. Er sah ihr voll in die Augen.
„So, jetzt haben Sie mir nun so ziemlich das Aergste gesagt, was man einem Manne sagen darf. Ich verlasse das Zimmer nicht eher, bis Sie mir Genugtuung gegeben haben, indem Sie mir feierlichst Abbitte leisten.“
,Da können Sie lange warten,“ stieß sie hervor.
Er sah lächelnd nach der Uhr.
„Jetzt ist es zwanzig Minuten nach zehn; ich wette, daß wir um elf Uhr gute Freunde sind und Eie mit freiwillig alles abbitten.“
Sein Benehmen verwirrte sie. „Lassen Sie mich zufrieden,“ murrte sie.
Er schlug leise mit der Hand auf sein Knie. „Schön. Also bitte, hören Sie einmal recht aufmerksam zu. Ich habe Ihnen allerhand zu erzählen."
Sie preßte schweigend die Lippen zusammen und lehnte sich in ihren Stuhl zurück. Er begann ruhig und sachlich alle» zu erzählen, wa» ihr bisher verschwiegen worden war. Zuerst veränderte sich kein Zug tu ihrem Gesicht, und der mißtrauische Ausdruck in ihren Augen verlor sich
Über gestern zu vemerren. Einzelne Frühschichten sind vollständig angefahren, bei anderen ist die Zahl der Arbeiter sogar gestiegen, wobei es sich um Zechen handelt, die abseits vom Unruhegebiet liegen. Angesichts des auftretenden Terrorismus fordert eine größere Anzahl von den Arbeitern nahestehenden Zeitungen militärischen Schutz. Die Zechenverwaltungen haben teilweise die Früh- und die Mittagsschicht zusammengelegt.
Ellen, 12. März. Von insgesamt 266 835 Bergleuten des Ruhrbezirks sind heute 110107 angefahren. Es streiken demnach 58,74 Prozent.
St. Avold, 12. März. Auf der Grube „Merlenbach" der Saar- und Moselbergwerksgesellschaft ist plötzlich der Streik ans- gebrochen. Heute mittag sind von den rund 700 Mann der Belegschaft der Grube nur 50 angefahren. Die Streikenden, die ohne Kündigung die Arbeit niedergelegt haben, stellen die gleichen Forderungen wie die Arbeiter des Ruhrbezirks. Auf den sonstigen Gruben des Bezirks ist alles angefahren.
Berlin, 12. März. Dem Reichstag ist folgende Interpellation Schädler und Een. zugegangen: Ist der Reichskanzler bereit, über den Stand des Streiks im rheinisch-westfälischen Kohlenrevier Auskunft zu geben und was gedenkt der Reichskanzler zu tun, um unter Berücksichtigung der berechtigten Wünsche der Bergleute ein rasches Ende des die deutsche Volkswirtschaft schwer schädigenden Ausstandes herbeizuführen?
Paris, 12. März. Rach Beendigung des 24stündigen Demonstrationsstreiks ist überall in den Bergwerken die Arbeit wieder ausgenommen worden.
London, 12. März. Die Konferenz der Minenbesitzer kam in ihrer heutigen Morgensitzung zu keiner Entscheidung. Man befürchtet, daß, wenn die Beratungen langer dauern, eine Zusammenkunft mit den Grubenarbeitern heute unmöglich ist.
London, 12. März. Die Bergwerksbesitzer einschließlich derjenigen von Wales und Schottland kamen heute nachmittag B llhr mit dem Premierminister Asquith zu einer Besprechung zusammen. Auch die Delegierten der Bergarbeiter waren dazu
Reick
— Zur Erbschaftssteuer. Berlin, 12 März. Der Staatssekretär des Reichsschatzamts übersandte der Zeitung „Germania" folgende Berichtigung: Die Redaktion der „Germania" beehre ich mich, um Aufnahme folgender Berichtigung zu bitten: In der heutigen Nummer teilen Sie mit, ich hätte bei der Beratung des Zuwachssteuergefetzes maßgebenden nationalliberalen Abgeordneten die Zusage gemacht, daß mein erster Steuervorschlag nach den Neuwahlen die Wiedereinbringung der Kindeserbschatfssteuer sein würde. Diese Angabe entspricht nicht den Tatsachen. Bei meinen Verhandlungen und Besprechungen über die Zuwachssteuer ist von der Einführung der Erbschaftssteuer niemals die Rede gewesen. Ferner gestatte ich mir festz «stellen, daß ich einer politischen Partei nicht angeböre oder angehört habe. Wermuth. (Die Germania hatte den Staatssekretär als Parteifreund des Herrn Vassermann bezeichnet.)
— „Hamburgisch-Konservative Bereinigung.“ Die „Freikons. Korr." schreibt: Unter diesem Namen hat sich in Hamburg eine Vereinigung gebildet, die ihren Anschluß bei der deutsch-konserva- troen und bei Reichspartei sucht. Man wünscht darzutun, daß auch die Welibondelsinteressen, die in Hamburg maßgebend sind, mit den konservativen Grundsätzen vereint werden können, und andererseits hofft man, der konservativen Bewegung überhaupt einen Dienst zu leisten, wenn man den Einfluß der städtischen Konservativen in ihr vermehrt. Eine Spitze gegen den Hamburger nationalliberalen Reichstagswahlverein will die Gründung nicht bedeuten, sondern nur denen eine Organisation bieten, bie jenem Verein nicht angehören wollen. Der nationalliberale Verein war bisher in Hamburg die am weitesten rechts stehende Gruppe, die auch im letzten Wahlkampf nur gegen links kämpfte' auch die Vorschläge in der nationalliberalen Reichstagsfraktion bei der ersten Präsidentenwahl dieses Jahres hat der Hamburgische Verein mißbilligt. Dennoch haben gerade diese Vorgänge |
ausgerüstete Regierungstruppen eine Anleitung Nufstanoftcher m Stärke von 800 Mann bei Culiacan im Staate Sinnlos geschlagen und 200 Gefangene gemacht. Wie ferner aus Torreon gemeldet wird, hat am 9. März bei Gomez Palacio eine Schlacht statt- gefunden, in der die Infurgentest mit einem Verlust von 150 loten und Verwundeten ebenfalls in die Flucht getrieben wurden.
Stadtverordneten - Sitzung.
* Marburg, 12. März.
3n der heutigen fortgesetzten Sitzung wurde mit der Beratung des Haushaltsetats fortgefahren und zunächst die vertrau- lichen Sachen erledigt.
Dann schritt man zur Beratung des außerordentlichen Etat» der Stadthauptkasse. Es wurden die verschiedenen Kommission?« beschlüsse zur Verlesung gebracht und kurz durchgesprochen. Bet Titel Umpflasterung der Bahnhofstraße beantragte der Stadtv. Engel, diese zurückzustellen und alle Tiefbauarbeiten seitens der verschiedenen städtischen Werke während dieser Zeit Herstellen zu lassen. Wenn die Pflasterung erfolgt sei, dürfe auf absehbar» Zeit dort das Pflaster nicht mehr ausgerissen werden. Der Oberbürgermeister bemerkt hierzu, daß der Magistrat schon in diesem Sinne beschlossen habe. Stadtv. Stroinsky wünschte, daß auch der Pilgrimstein bald einer Umpflasterung unterzogen würde. Zur Bürgersteiqanlage in der Universitätsstraße sind 16 000 Ä eingestellt. Stadtv. Strotnsky trat dafür ein, daß es mit der Universitätsstraße bald voran ginge, damit die Anlieger wüßten, woran sie seien. Stadtv. Bang erinnerte an den trostlosen Zustand dieser Straße; eine Pflasterung dort sei vielleicht billiger wie die Instandhaltung der Ehaussierung. Stadtv. Schäfer wünschte Fortführung der Pflasterung in der Easselerstrahe. Stadtv. Engel befürwortete baldige Instandsetzung des Bürgersteigs in der Afföllerstraße. 56 Kinder müßten dort täglich, um zur Schule zu kommen, den schlammigen Weg passieren. Ittel Bebauungsplan für da» linke Lahnufer verursachte eine lebhaft« <