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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den VerlagernNach Feierabend",Fürs Haus" undLandwirtschaftliche Beilage".

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TieCbtrbefiifdie Zeitung- cricherM täglich mit li.utN2h.nr Oer iiL.au- und Feiertag«. Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch die Post bezogen 9.26 <X (ohne Bestellgeld), oct unseren Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21) 2.00 * frei in« HauS. (Für unver. langt zugeiandte Manuskripte übernimmt bte Redaktion seine-ki Beeantwortung). Druck und Verlag der »niv.-Buchdruckerei I. A. Koch G- (Jnb.: Dr. C. Hitzeroth). Markt 21. Telephon 55.

Marburg

Sonnabend, 9. März

Der Anzeigenpreis beträgt für die 7gespaltene Zeile oder deren Raum 15 <A, bei amtlichen und auswärtigen Anzeigen 30 4, für Reklamen di« Zeile 60 rf. Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Jeder Rabatt gilt alS Barrabatt. Bei Konkurs kein Rabatt. Verbindlichkeit für Platz», Datenvorschrift und Beleglieferung ausgeschloffen. Zahlungen im Post- scheckverkehr ohne Porto kosten unter Nr. 5016 deS Postscheckamtes Frankfurt a. M.

47. Jahrg.

1912.

Grltes Blatt.

Tie Beraardeiterbeweflunff scheint nun doch eine ernstere Entwicklung anzunehmen. Im eng­lischen Wirtschaftsleben macht sich eine immer bedrohlichere Stockung bemerkbar. Die Ereth-Western-Eisenbahngesellschaft hat vielen Angestellten gekündigt. In Middlesborough feiern etwa . 80 000 Metallarbeiter, ebenfalls in Friftol und Leicester. Aehn- liche Nachrichten kommen aus Glasgow, Sheffield, Aberdeen und einigen Städten in Wales. Die ersten Ausschreitungen Strei­kender werden aus Sunderland gemeldet, Männer, Frauen und Kinder führten einen Sturm auf ein Kohlenlager aus. Sie über­wältigten den Wächter, stürzten die Waggons um und raubten soviel Kohlen, als sie fortbringen konnten.

London, 7. März. Nach einer amtlichen Mitteilung des Handelsamtes sind die Verhandlungen mit den Parteien im Streik in der Kohlenindustrie wiederaufgenommen worden. Bis­her ist kein Fortschritt in der Richtung aus eine Verständigung im Kohlenstreik zu verzeichnen, obwohl der Industrierat der walisi- schen Bergwerksbesitzer und der ausführende Ausschuß des Berg­arbeiterverbandes in London getrennte Beratungen abhielten.

Paris, 7. März. Wie aus 2Orient gemeldet wird, mußte die dortige Schiffahrtsgesellschaft infolge des englischen Berg­arbeiterstreikes anstatt den üblichen Preis von 27 Franks bereits 40 Franks für Kohlen bezahlen.

Auch aus Amerika kommen bedenkliche Nachr'hten. Die Grubenbesitzer haben vorläufig die Forderungen der Bergarbeiter abgelehnt und 250 000 Mann wollen daher, wenn die Besitzer nicht doch noch nachgeben, am 1. April in den Ausstand treten.

Im Ruhrgebiet fanden heute und gestern dauernd Konferen­zen des sogenannten Bergarbeiterdreibundes statt. Wie schon kurz gemeldet, liegen die Antworten der Zechenverwaltungen vor, die sich durchweg bereit erklären, auf einer angemessenen Grundlage mit den Arbeiterausschüffen zu verhandeln,. Man.vermutet zwar, daß es'dm Montag wirklich zu einer großen Anzahl von Arbeits­niederlegungen kommen wird, doch hält Man es vorläufig für un­wahrscheinlich, daß es zu einem langen Gesamtstreik kommen werde, einmal, weil die Streikmittel von etwa 4 Millionen Mark für rund 200 000 Mann, das" sind etwa 20 «Al auf den Kopf, nicht dazu ausreichen, dann aber auch, weil in der Arbeiterschaft viel weniger Stimmung für einen solchen Streik vorhanden ist, als es nach dem Verlauf der Versammlungen scheinen könnte. Das kann natürlich die Behörden nicht abhalten, die schärfsten Vorstchtsmaß- « regeln zu ergreifen, um allen Eventualitäten vorzubeugen.

Bochum, 7. März. Die Sicherheitsbehörden im Industrie- kezirk haben umfaßende Maßnahmen getroffen, um Ruhe und Ordnung aufrechtzuerhalten, falls ein Streik ausbricht. Es wird mitgeteilt, es fei der feste Wille der Regierung, die Arbeitswil­ligen bei einem etwaigen Ausstand zu schützen. Der Schutz werde * als umso notwendiger betrachtet, als angesichts der Haltung der christlichen Bergarbeiter die Zahl der Arbeitswilligen, die einen Anspruch auf behördenlichen Schutz hätten, nicht unbedeutend fein würde. Im Gelsenkirchener und Bochumer Landkreis ist die Gen­darmerie bereits verstärkt worden, ebenso im Dortmunder Bezirk. Störungen, wie sie in einigen lokalen Streiks hie und da beob­achtet wurden, werden die Behörden nachdrücklichst entgegentreten.

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Der Krieg um Divolis.

Tripolis, 7. März. (Agenzia Stefani.") General Rei- soli sandte heute weitere Einzelheiten über den letzten nächtlichen Kampf bei Morgheb. Der Kampf dauerte bis in die Morgen­stunden des 6. März. Die Angriffe waren sehr zahlreich und sehr heutig und wurden nur von kurzen Pausen unterbrochen, während deren der Feind immer neue Verstärkungen vorrücken ließ. Die feindlichen Truppen bestanden aus Arabern und regulären Türken und wurden auf mehr als 3000 Mann geschäht. Die von den Ita­lienern und ihren Kundschaftern gemachten Gefangenen beziffern die feindliche Stärke noch höher.

Terna, 7. März. (Agenzia Stefans.") Patrouillen, die hinter den vom Feinde während des Kampfes am 3. März besetzten Stellungen waren, fanden beim Bumasfer über 60 Leichen und die Spuren von zahlreichen Leichnamen, die aus dem jetzt noch blutgetränkten Gelände weggeschafft worden sind. Durch Araber, die zur Erkundung des Bumasfer-Tales ausgeschickt worden waren, wurde festgestellt, daß dort noch ungefähr 200 unbeerdigte Feinde lagen. Auf dem ganzen Kampffelde wurden die Spuren des hef­tigen Kampfes und zahllose Patronenhülsen gefunden. Das feind­liche Lager ist um einige Kilometer hinter die Eesechtslinie vom 8. März zurückverlegt worden.

R o m, 7. März. Die offiziöseAgenzia Stefani" verbreitet folgende Nachricht: Entgegen den in den letzten Tagen von einigen Zeitungen gebrachten Nachrichten sei festgestellt, daß von keiner Macht Schritte bei der italienischen Regierung unternommen wur­den, um ihr eine Beschränkung der militärischen Operationen zu empfehlen. Die italienische Regierung behält sich volle Aktions­freiheit vor, abgesehen von den türkischen Küsten des Adriatischen #nb Ionischen Meeres.

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Zur Lage in China.

Peking, 7. März. Raub und Plünderung in Schantung dauern an und breiten sich weiter nach Norden aus. Dort find nur 6000 ausländische Soldaten, dagegen 100 000 gutbewaffnete chine­

sische Soldaten, die, wenn die gegenwärtigen Wirren fortdauern, ungestraft die Häfen in Gefahr bringen können. Es herrscht all­gemein der Wunsch, daß einige tausend Mann ausländischer Trup­pen in den Häfen stationiert werden und daß Japan die Einfüh­rung größerer Truppenmassen vorbereitet.

London, 7. März. DieTimes" meldet aus Peking vom 8. d. M.: Der chinesische Finanzminister teilte am Samstag den Vertretern der englischen, deutschen, französischen und amerikani­schen Banken mit, daß für die diplomatischen Vertretungen Ehinas im Auslande eine Million Taels unbedingt nötig fei. Die Banken haben unter Zustimmung ihrer eigenen Regierungen und ebenso der russischen und der japanischen Regierung Iuanschikai zugesagt, eine halbe Million Taels sofort, eine halbe Million in zehn Tagen und weitere Beträge später vorzuschießen. Die Banken aller sechs Rationen werden unter später festzusetzenden Bedingungen betei­ligt werden.

Tientsin, 7. März. Ein französischer Kreuzer hat See­soldaten in Taku gelandet. Der amerikanische KreuzerCincin­nati" wird dort am Freitag, ein Transportschiff mit 200 ameri­kanischen Seesoldaten am Samstag erwartet.

lieber die Verteilung der deutschen Streitkräfte in China er­fährt derBerl. Lok.-Anz.", daß zurzeit Erwägungen über den Er­satz der in Kiautschou zurückgebliebenen Verstärkungen von 500 Mann durch neu aus,zusendende Truppen noch nicht angestellt wor­den sind. Es sind daher auch noch keinerlei Entscheidungen darüber zu erwarten. Man steht nur einer kaiserlichen Entscheidung aus Cuxhaven entgegen, die die vorläufige Belastung der Verstärkung von 500 Mann der Gesandtschaftswache in Peking anordnet.

Politische Umschau, i

Kriegslust in Frankreich.

Die bekannte offiziöse militärische ZeitschriftFranc Mili- taire", mit der sich die deutsche Preste besonders im vergangenen Spätsommer einige Mal schon zu beschäftigen hatte und deren deutschfeindliche Hetzartikel ziemlich berüchtigt sind, kann es wie­der einmal nicht unterlassen, in die Kriegstrompete zu stoßen.

""Unter der Ileberschrisi:Wie muß die auswärtige Politik Frankreichs geleitet werden", verlangt sie einfach das Zer­reißen des Frankfurter Friedensvertrages; sie fordert, daß die in Elfaß-Lothrignen gewählten Reich«tagsabae- rrbncten nicht nach Berlin, sondern nach Varis gehen, da die Würde und das Ansehen Frankreichs dies verlangen. Die deutschen Drohungen belasteten nicht nur England und Frankreichs, sondern auch Rußland, und deshalb müßte man diesen Drohungen als beste Lösung des deutschen Problems durch Waffengewalt ein Ende machen. Frankreich richte alle seine Bestrebungen auf die Vorbereitungen eines Krieges, der ihm Genugtuung fiir das erlittene Ungemach und die beleidigte Ehre geben soll. So dürsteten alle Franzosen nur nach Herbeiführung . der Abrechnung, und sei es mit der Gewalt der Waffen."

Wenn derartige unglaubliche Expektorationen in einer Zeit­schrift, die Beziehungen zum Kriegsministerium unterhält, er­scheinen können, so sagt das eigentlich schon genug. Noch deutlicher aber sprechen gewisse Vorkommnisse der letzten Zeit. Bei der letzten Militär-Retraite, die seit einigen Wachen wieder in Paris eingeführt ist, kam es zu Kundgebungen. Als das Militär wieder in die Kaserne eingerückt war, zogen die begeisterten Mosten zum Löwen von Belfort". RebenVive la France" undVive l'armöe" hörte man C'est l'Alsace guil nous saut" (Es ist das Elsaß, das uns fehlt) und dann dieMarseillaise", die von dem entzücktenMatin" derStraßbourgeosie" genannt wird. Selbst verständlich ist das deutschfeindlicheEcho de Paris" entzückt von diesenpatriotischen Kundgebungen". Erfreut stellt es fest, daß die Massen, die sich dort beieiliaten,von jenem Hauch durchglüht gewesen seien, der die großen Sturmangriffe und die Siege ent­scheidet." Das alles zeigt deutlich, daß das französische Volk s y - stematisch zum Kriege gegen Deutschland aufge­stachelt und ermuntert wird.

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DeuMes Reich.

Der Kaiser in Cuxhaven. Cuxhaven, 7. März. Die Gar­nison von Curhaoen wurde um 0(4 Utjr alarmiert, worauf die Strandbatterien sofort das Feuer in See eröffneten. Gegen 10 Uhr verließ der Kaiser dieDeutschland" und ging an Bord derWill­kommen". In seiner Begleitung befanden sich außer den Herren des Gefolges der Fürst zu Fürstenberg, Admiral v. Hollmann, der Chef dec Hochseeflotte Admiral v. Holtzendorfs und der Chef des Generalstabes General der Infanterie v. Molike. Der Kaiser wurde von Generaldirektor Ballin auf derWillkommen" emp­fangen. Das Schiff legte an dem festlich geschmückten westlichen Hafenkopf des neuen Hafens an. Hier wurde der Kaiser von den Bürgermeistern von Hamburg, Burchard und Schröder, beorüßt. Der Kaiser begab sich, vom Publikum mit Hochrufen begrüßt, bei schönem Weiter im Automobil durch die mit Fahnen, Girlanden und Ehrenpforten geschmückte Stadt über das Fort Erimmerhörn nach dem Fort Kugelbake, wo ein Scharfschießen in See nach schwimmenden Zielen stattfand.

Aus dem Reichstage. Berlin, 7. Marz. Die Eeschäfts- ordnungskommission des Reichstages beschloß, dem § 33 der Ge­schäftsordnung nachstehende Festung zu geben: Bei Besprechung einer Interpellation können Anträge gestellt werden, dahingehend, daß der Reichstag das Verhalten des Reichskanzlers in der den Gegenstand der Jnterpellafton bildenden Angelegenheit billigen

ober nicht billigen möge. Die Anträge müssen von mindestens 30 anwesenden Mitgliedern unterstützt werden. Sonstige Anträge sind unzulässig. Die Wahlprüfungskommission des Reichstages erklärte die Wahlen von Dietrich (Kons.) in Ruppin-Templin, Colshorn (Hannoveraner) in Melle-Diepholz, Dr. Erdmann (Soz.) in Dortmund-Hörde und Schulenburg (Natl.) in Hamm-Soest für gültig.

Die Einnahmen der preußisch-hessischen Eisenbahngemein­schaft haben im Januar 173,2 Millionen «M. ober 11,9 Millionen «Al mehr als im gleichen Monat bes Vorjahres betragen. Gegen« über bem Etatsanschlage, ber für eine monatliche Durchschnittsein­nahme mit 182,3 Millionen «Al rechnet, ist bieses Einnahmeergeb­nis nicht günstig. Von ben 173,2 Millionen «Al kommen 42,1 Mill, ober 1,4 Mill. «Al mehr auf ben Personen- und Eepäckverkehr, 120,2 Mill. «Al ober 10,9 Mill. «Al mehr auf den Güterverkehr, 10,9 Mill. «Al ober 0,4 Mill. «Al weniger auf bie sonstigen Einnahmequellen. In ben ersten zehn Monaten des laufenden Rechnungsjahres ha­ben die Einnahmen der preußisch-hessischen Eisenbahngemeinschaft 1933,9 Mill. «Al ausgemacht. Sie haben damit den gleichen Zeit­raum des Vorjahres um 129,6 Mill. «Al überschritten. Es kamen von ber Gesamtsumme auf den Personen- und Eepäckverkehr 549,6 Mill. «Al oder 26,0 Mill. «Al mehr, auf den Güterverkehr 1279,3 Mill. «Ai ober 101,0 Mill. «Al mehr und auf die sonstigen Quellen 105,0 Mill. «Al oder 2,6 Mill. «Al mehr. Stellt man die Gesamtein­nahmesumme gegenüber dem zebnmonatigen Etatsvoranschlage, so erhält man ein Mehr von 110,9 Mills «Al. Es hat sich um nahezu 10 Mill. «Al gegenüber dem Stande beim Abschluß der ersten drei Vierteljahre verschlechtert, weil umsoviel die Ianuareinnahme gegenüber dem durchschnittlichen Monatsvoranschlage zurückge­blieben ist.

lieber ben Gebrauch bet Kurzschrift und ber Schreibmaschine hat ber Minister ber öffentlichen Arbeiten den Eisenbahndirektionen fol­gende Verfügung zugehen lasten: Schon wiederholt ist bestimmt worden, baß Bürobeamte zur unentgeltlichen Erlernung einer bewährten Kurz­schrift Gelegenheit erhalten sollen und daß ihnen Remunerationen be­willigt werden können, wenn sie durch den Gebrauch der Kurzschrift wert­volle Dienste leisten. Indem ich erneut hieraus Hinweise, erachte ich es ebenso für angezeigt, den Bürobeamten auch zur unentaeltlichen Er­langung ber Artigkeit im Gebrauch der Schreibmaschine Gelegenheit zu geben und solchen Bürobeamten, die sich bei ihren Arbeiten mit Nutzen bet Schreibmaschine bedienen, Remunerationen zu gewähren.

Ausland-

* » Der Streik ber Chauffeure. Paris, 7. März. Gestern abend fielen auf dem Boulevard St. Martin Ausständige Chauffeure einen von einem Munizipalgardisten beschützten Arbeitswilligen an und bewarfen ihn mit Steinen und Eisenstücken. Als Schutzleute dem Bedrohten zu Hilfe eilten, feuerte ein Streikender einen Revolverschuß auf sie ab. Die Volksmenge, bie sich sofort angesammelt hatte, fiel mit.großer (Erbitterung über ben Angreifer her und richtete ihn übel zu. Der Mann wurde verhaftet. Der Ausstand der Kraftdtoschkenlenker bauert nunmehr schon hundert Tage. Nach Mitteilung des Streikausschustes haben die 6000 Ausständigen eine Millian Francs an Unterstützung erhalten. Der Verdienstausfall der Streikenden wird auf 6 Millionen Francs veranschlagt.

* * Das Flugwesen in Frankreich. Paris, 7. März. Die beiden Ausschüsse für Flugwesen von Kammer und Senat hielten heute eine ge­meinsam« Sitzung ab, in der der Wunsch ausgesprochen wurde, daß die von ber Regierung für die Ausgestaltung des Flugwesens verlangten Kredit« ohne Aufschub angenommen und daß bet vom Kriegsminister vorgelegte einheitliche Gesetzentwurf mit größtem Eifer erörtert werden möchte. ,

* * Die spanisch-französischen Verhandlungen vor bem Bruch? Paris, 7. März DerPetit Parisien" veröffentlicht heute eine offizielle Rote, in ber es heißt, daß die spanisch-französischen Verhandlungen bisher kei­nen Fortschritt gemacht hätten, weder in der Frage der Eisenbahn noch in ber der territorialen Kompensation. Man ist daher in Paris der Meinung, daß wenn die Verhandlungen bis Ende dieser Woche zu keinem befriedigenden Resultate gelangt sein sollten, die französische Regierung sich gezwungen sehen müßte, in ihrer Politik eine andere Richtung ein» zuschlagen. Das heißt mit anderen Worten, daß man die Verhandlungen stillschweigend abbrechen und das Protektorat in Marokko einrichten würde, ohne sich um Spanien zu bekümmern.

* * Di« Suffragette«. London, 7. März. Die Anhängerinnen de« Frauenstimmrechts zertrümmerten verschiedene Schaufenster im Westend» Stadtteil. Es wurden einige Verhaftungen vorgeiwmmen.

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Marburg und Umgegend.

Nachdruck aller Orginalartikel ist gemäß § 18 des Urheberrechts nut mit der deutlichen QuellenangabeDberbefi. Zig." gestattet |

Marburg, 8. März.

Universität. An Stelle des ausscheibenden seitherigen Lek­tors der englischen Sprache, Beacock M. A. ist Dr. Bachelor of arts an der Universität Manchester George Wright Eeover für das dies­jährige Sommersemestsr zum Lektor der englischen Sprache hier ernannt worden.

* Der Kreishaushaltsetat, der in der am 23.M8rz stattfin­denden Kreislagssttzung festgestcllt wird, schließt laut Voranschlag mit 524 771 «Al ab. Die Einnahmen setzen sich wie folgt zusammen: Aus nutzbarem Kreisvermögen 5849 «Al, Kapitaleingänge 545 «Al, Betrage zur Deckung der Kreisbedürfnisse 63 330 «Al, Gebühren 11 315 «Al, Verkehrswesen 1349 «Al, Kreisstenern 188100 «Al, Unter­richtszwecke 600 «Al, sonstige Einnahmen 12 000 «U, außerordentlich« Einnahmen 148 650 «Al, durchlaufende Posten .-<3 033 -4t. Diesen Einnahmen stehen an Ausgaben gegenüber: Verzinsung der Kreis« schulden usw. 45 216 «Al, Verwaltungswesen 27 387 «Al. Polizei usw. 246 «Al, Kreissteuern 55 267 «Al, Verkehrswesen 92 WO «Al, Landes­meliorationen usw. 3775 «Al, Unterrichtszwecke 4450 «Al, Kranken- | pflege 32350 «Al, Gesundheitspflege 4557 «Al, Feuerlöschwesen