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1912
Mttes Blatt
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ihrer verarmten Familie dem un- Männer warben offen und heimlich um ihre Gunst.
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niemand. Toiletten Schloß in Villa im piel eher
und die prachtvollen Perlen und Edelsteine, um das feudale der Mark mit den ausgedehnten Ländereien, um die herrliche Tiergarten. Ihr Los schien beneidenswert: und doch war sie zu bemitleiden. Im vierten Jahre ihrer Ehe gab sie einem
Marburg
Sonnabend, 2 März
Sohne das Leben Trotzdem es ein zartes, kümmerliches Menschenkind war, freute sie sich in der Verein'omiina ihres Herzens unsagbar über dieses Kind. Ihr Gatte wurde rücksichtsvoller gegen si«, weil sie ihm den Sohn und Erben geschenkt. Bald nach der Geburt desselben fing er jedoch an zu kränkeln. Sein ausschweifendes Leben, das er immer geführt, machte seine Folgen geltend. Fünf Jahre lang mußte seine Frau Krankenpflegerin sein. Er ließ sie nicht von seiner Seite und quälte sie mit seinen Lannen. Auch ihr Sohn war größter Schonung und Pflege bedürftig. Er wollte nicht recht gedeihen, trotz aller Sorgfalt, die man auf seine Pflege verwandt. So spielte sich Frau von Hermsdorfs Leben ab zwischen dem Krankenbett ihres Mannes und der Pflege ihres Kindes. Im fünften Jahre nach seiner Erkrankung starb Herr von Hermsdorf, und zwei Monate später sein Sohn und Erbe.
Anna von Hermsdorf war nun die alleinige Erbin des fürstlichen Vermögens. Mit achtundzwanzig Jahren war sie Witwe. Als sich der Schmerz um ihre verlorenes Kind ausgetobt hatte, regte sich der Lebenshunger in ihr. Ihre in Fesseln gehaltene Iugendlust brach sich Bahn. Sie kehrte nach Berlin zurück und machte ein großes Haus. Von Fest zu Fest flog sie, immer der Mittelpunft einer glänzenden Gesellschaft. Man zeichnete sie aus, überschüttete sie mit Schmeicheleien und viele
** Die Bergarbeiterbewegung in England. London, 29. Febr. Während die Verhandlungen in London fortdauern, breitet sich der Ausstand über das ganze Land aus. Am Abend werden fast alle Kohlengruben von Sommerset bis Fife verlassen fein; nur die Leute, die nötig sind, um die Gruben vor dem Ersaufen und gegen die Ansammlung von Gasen zu bewahren, bleiben zurück. Schon macht sich in den Industriegebieten Kohlenmangel fühlbar. Verschiedene Hüttenwerke in Sheffield haben sich angeschlossen. Allenthalben machen die Fabrikdirektoren bekannt, daß ihre Fabriken morgen schließen. Die Eisenbahngesellschasten kündigen eine Einschränkung des Zugverkehrs an, vermindern das Lokomotiv- personal und stellen Wächter zum Schutz der Eisenbahnen an. Zu Störungen der Ordnung ist es bis jetzt nicht gekommen. — Die Transportarbeiter erklärten, daß sie die Sache der Bergarbeiter insofern zu ihrer eigenen machen würden, als sie Kohle als Kontrebande ansehen werden. —. Nach neuen Beratungen beschloß die Bergarbeiterkonferenz, in keine Aenderuna der aufgestellten Bedingungen zu willigen. — Die Zahl der Streikenden betrug heute mittag bereits 245 000 Mann. — Um 2 Uhr nachmittags betrug die Zahl der Ausständigen 800 000 Mann.
*'* Marokko. Paris, 29. Febr. Aus Tanger wird gemeldet, daß der franzosenfeindliche Kaid Mtngi anläßlich des Festes der Geburt des Propheten zahlreiche Kaids Südmarokkos zusammengerufen habe, um mit ihnen die bevorstehende Ankunft der französischen Truppen in Marakesch zu erörtern. Die französische Regierung hat ihrerseits den Schaich Mahmud Ben Laschir zu den Kaids des Südens entsandt, um sie auf das Protektorat Frankreichs vorzubereiten.
“ Die Sammlung für das Militärflugwesen in Frankreich ergab bisher 420 000 Franks, darunter 15 000 Franks vom Generalrat des Seine-et-Oase-Departements für ein Fluazeug, das den Namen des im vorigen Jahre auf dem Flugfelde von Issy-les- Moulinaur von der Schraube eines Eindeckers getöteten Kriegs- ttvintWoT« Maurice Nerteaur 'ra-ien ML
** China. Peking. 29. Febr. Nach einer Reuiermeldung begannen abends einige hundert Soldaten Iuanic^ikais zu meutern, _ Minderten mehrere Häuser und zündeten sie an. Ein planloses Schießen beaann. Einiae tausend Soldaten wurden aufaeboten, um zu versuchen, die Ordnung wiederberzustellen. D'-> Stoßen find menschenleer. Es herrscht allgemein beträchtliche Besorgnis.
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Stadtverordneten - Ststnna.
* Marburg, 29. Febr.
Der erste Punkt der Tagesordnung betraf Anschluß eines Vertrages über den Bau eines Dienstgebäudes für dos Eichamt. Das Eichamt ist vom 1. April 1912 an verstaatlicht, und es müssen geeignete Lokalitäten geschaffen werden. Die Errichtung des Gebäudes ist am Pilgrimstein geplant und zwar da, wo früher das Haassche Haus stand. .Auch die Molkerei wird mit in Anspruch genommen bezw. abgerissen werden. Der Errichtung des Gebäudes mit einem Kostenaufwand von 24 000 tM. wurde zugestimmt. ebenso auch einem Vertrag wegen Pachtung eines Raumes für die Foßeiche. Bemerkt sei, daß die Verzinsung durch die vom Staat zu zahlende Miete für alle Zeiten gesichert ist.
Bei der folgenden Sache bandelte es sich um die Bewilligung von Mehrausgaben für die Instandsetzung des Rathausgiebels. Der Magistrat hat am 26. Januar d. I. beschlossen, die bei den Arbeiten zur Reparatur des Rathausgiebels entstandene Mehrausgabe von 8-g 07 J! ?’• oenebmigen und die Stadtverordreten- Versammlung um Bewilli 'ung des Betrages aus deren Dispositionsfonds zu ersuchen. Es erfolgte Zustimmung.
Weiter handelte, es sich um die Bewilligung von Geldmitteln für Vorarbeiten zur Kanalisation Weidenhausens. . Es lag hierzu folgende Begründung vor: Anfangs März ds. Is. wird das Projekt zur Labnregulierung in Angriff aenommen werden können,
Nachdr. verboten.
Unser Weq oina hinauf.
Roman von Smitth»-«»hler.
(Fortsetzung) _
Eie ging später noch einige Male leise zu der Mutter hinüber. Sie «neu zu schlafen. Beruhigt ging sie cmf den Zehenspitzen wieder hinaus. Eie merkte nicht, daß ihr die alte Dame mit haßerfüllten, verächtlichen Blicken nachsah. , , , ,
Am Abend erhob sich die alte Dame wieder und besorgte wie sonst das Abendessen. Auf Gittas Frage nach ihrem Befinden antwortete sie kurz, daß sie wieder ganz wohl sei.
Fräulein Schraube hatte inzwischen die Einkäufe für Frau Feld- Hammer abgeliefert. Aus ihren Reden entnahm Gitta, daß ihre Schwiegermutter, von einem plötzlichen Unwohlsein befallen, wieder umgekehrt war. Hartwig war ihnen nicht begegnet. Damit beruhigte sich Gitta. Sie fand nichts Auffallendes mehr im Wesen der Mutter. Schweigsam vnd finster war sie ja immer.-----
Die glänzenden Empfangsräume in Billa Hermsdorf strahlten im
ermeßlich reichen, aber schon bejahrten Herrn von Hermsdorf zugeführt worden. Mit 19 Jahren war sie die Gattin des 50jährigen Mannes geworden, unerfahren und ahnungslos, welch Martyrium ihrer hartte. -zchre Ehe war nach außen hin scheinbar ganz harmonisch gewesen. Sie war zu klug und zu stolz, der Welt ein Schauspiel zu geben. Was sie innerlich unter dem herrischen, l-rutalen Wesens ihres Mannes litt, erfuhr Man beneid-te sie um ihren Reichtum, um ihre glänzenden
$ Ausland. •«- .
Italien und die Türkei. Tripolis, 29. Febr. („Ageuzia Stesani?) Leber den Kamps bei der Besetzung von Margheb werden folgende Einzelheiten gemeldet: Am 27. Febr. früh um 6 Uhr rückten die Italiener in drei Infanteriekolonnen mit Maschinengewehren, Eebirgsgeschützen und Pionieren von Homs auf Margheb vor. Die drei Kolonnen rückten in großer Ordnung und Stille vor, sodaß sie beinahe bis an den Fuß der Höhe von Margheb gelangten, ohne daß der Feind erwachte. Sie griffen schnell und voll Begeisterung den überraschten Feind an, der von einem türkischen Hauptmann und einem einflußreichen Araberscheich befehligt wurde. Die Türken und Araber leisteten verzweifelten Widerstand, es gelang ihnen aber nicht, dem erbitterten Angriff der Italiener standzuhalten, die sofort mit dem Bajonett vergingen und den größten Teil der Verteidiger töteten. Der türkische und der arabische Befehlshaber fielen, von Bajonettstichen durchbohrt. Margheb war um 7 Uhr 40 Min. vollständig in dtr Gewalt der Italiener, die eine feste Stellung einnahmen. Gegen gt/, Uhr kehrte der Feind mit vermehrten Streitkräften zurück. Der Angriff erreichte seine größte Heftigkeit um 2y2 Ubr nackmit- tags. Um diese Zeit trafen zahlreiche türkische und arabische Truppen aus Eliten ein, wo sie sich wegen der drohenden Landung der Italiener konzentriert hatten, sodaß der Feind über 5000 Mann im Gefecht hatte. Aber die italienischen Truppen eröffneten auf der ganzen Front ein mörderisches Feier. Die Maschinengewehre räumten stark unter den Arabern auf. Die italienische Artillerie erwartete den Feind bis auf kurze Entfernung, feuerte dann und brachte den Angreifern große Verluste bei. So gelang es scbließ- lich den heftigen Angriff der starken arabischen Streitmacht völlig zu r ückzuweifen. Von 3 Uhr ab schwächte sich der Kampf ab und hörte endlich spät nachts auf. Die Verluste des Feindes werden auf über 500 Tote und eine sehr große Zahl vor Verwundeten geschätzt. ~________________________________
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Nach Feierabend", „Fürs Haus" und .Fandwittschastliche Beilage".
Deutsches 'Reich.
— Die kaiserliche Jacht „Hohenzollern" trat Donerstag früh die Ausreise nach dem Mittelmeer durch den Kaiser-Wilhelm- Kanal an. Der als Begleitschiff ausersehene Kreuzer „Kolberg" wird in den nächsten Tagen folgen. Den Dienst als Depefchenboot wird das Hochfeetorpedoboot „G 175“ übernehmen. Es steht unter dem Befehl des Kptl. Pasquay und nimmt die „Sleipner"-Ve- fatzung an Bord. Das Boot ist mit Parfons Turbinen ausgerüstet und läuft 34 Seemeilen in der Stunde.
— Differenzen in der Fortschrittlichen Bolkspartei. Zu dem Parteizwist im rheinisch-westfälischen Provinziulverband der Fortschrittlichen Volkspartei wird der „Voss. Ztg.“ geschrieben: Prof. Eickhofs,Remscheid und Pros. Schloßmann-DLsseldorf haben ihre Aemter als Vorsitzende des Verbandes niedergelegt. Die Neuwahlen werden vom Vorst""de demnächst vorgenommen. Set der Differenz handelt es sich bekanntlich um die freisinnige Stichwahlverbrüderung mit der Sozig'd'-"--stderen Gegner Eickhoff und Schloßmann sind.
— Zum Fluchtversuch Brandons. Essen, 28. Febr. Der kommandierende General v. Einem schreibt der „Rhein.-Wests. Ztg.": Die Angaben über den Fluchtversuch des Spions Brandon in Nr. 233 der „Rhein.-Westf. Ztg." vom 24. Febr. 1912 und in einem früheren Stück sind vollständig unrichtig. Brandon hat das Gitter feines Zellenfensters nicht durchfeilt, auch die Zelle nicht heimlich verlassen. Er war auch nicht mit Knüpfarbeiten beschäftigt. Ein-- Fluchtversuch hat Brandon nicht unternommen
festlichen Glanze. Trotzdem die Saison noch nicht eröffnet war, hatten alle geladenen Gäste zugesagt. Die Feste in Villa Hermsdorf, die einem Palais glich, waren sehr beliebt in der Gesellschaft.
In den prachtvollen, mit feinem Kunstsinn und Schönheitsgefühl Dusgestatteten Räumen waren bereits «ine Menge Gäste erschienen. Wie tzin glänzender Menschensttom wogte es auf und nieder in jenem dezenten vibrierenden Rauschen, welches durch Plauderei, leises Lachem und sei- ^1« Schleppen erzeugt wird. Da» Gepräge einer vornehmen, noch wenig limierten Gesellschaft.
Frau von Hermsdorf war vermög« ihres Reichtums und ihrer Ab- fcmmung «Ine der tonangebenden Damen der Gesellschaft. Ein« ge- rene Sräftn Sandern, war sie von ihrer „
dessen Fertigstellung wohl 4—5 Monate in Anspruch nehmen wird. Da dieses als Vorbedingung für die Kanalisierung Weidenhaufen» anzusehen ist, würde mit dem Projekt zu dieser im Juli oder August dieses Jahres begonnen werden können. Die für bat Kanalifationsprojekt erforderlichen Unterlagen wird man vom Meliorationsbauamt schon vor der Vollendung des Lahnregulierungsprojektes erhalten können, sodaß wir den Beginn für die Bearbeitung des Kanalisationsprojektes auf den 1. Juni d. I. setzen. Bis zu diesem Termin würde auch der für Aufnahmen und Erweiterung des Wasserwerks angenommene Tiefbautechniker frei werden und konnte die fraglichen Kanalisationsarbeiten übernehmen. Die Arbeiten würden etwa 1% Jahre in Anspruch nehmen. Es wird daher der Antrag gestellt: 1. die vom Verlag 1911 noch vorhandenen Mittel (etwa 2700 J() für Vorarbeiten zur Kanalisation Weidenhausens auf den Etat 1912 zu übertragen; 2. die noch weiter erforderlichen Mittel, als Restsumme für vorstehende Arbeiten = 3000 M, in den Etat 1912 neu einzustellen. Die Vorlage wurde, nachdem verschiedene Mißverständnisse Erledigung gesunden, genehmigt.
Befteffs der Einstellung von Zivilsupernumeraren auf dem Rathause wurde mitgeteilt, daß vorläufig zwei solcher junger Leute mit höherer Schulbildung (mindestens mit dem Einjährigen-Zeugnis) eingestellt werden sollen. Stadtv. Engel beantragt, einmal versuchsweise den Antrag zu genehmigen, die Neuschaffung von Stellen aber jedesmal von einem neuen Beschlüsse abhängig zu machen. Der Stadtverordnetenvorsteher hielt es für recht bedenklich, in einer so kleinen Verwaltung das feste Institut der Zivil- supernumerare einzuführen, denn man müsse die jungen, Leute später doch auch unterzubringen suchen. Er schlage vor, die Angelegenheit einer Kommission zu überweisen. Der Magistrats- antrag samt dem vom Stadtv. Engel beantragten Zusatz fand Annahme.
Weiter handelte es sich um den Verkauf von Grundeigentum an der Weißenburgstraße zwischen Friedrich- und Moltkestraße. Bezahlt wird für den Quadratmeter 9,50 JA. unter Wegfall der städtischen Umsatzsteuer. Die Magistratsvorlage wurde angenommen. u ‘
Man beschäftigte sich bann mit der Anlage und Verpachtung von Tennisplätzen am Siegen. Der Antrag lautet, daß etwa 4000 M ausgegeben werden für die Errichtung von 5 Lawn Tennisplätzen an der Biegen- und Savignpstraße. In der Bearündung wird u. a. gesagt: Seit mehreren Jahren hat sich das Dedürsnis herausgestellt, mehrere Tennisplätze anzulegen. Bei der Stadtverwaltung find dieserhalb wiederbolt Anträge gestellt worden iedoch hatte sie keine geeigneten Plätze dafür zur Verfügung z» stellen aewußt. Der Tennisplatz am Götzenhain ist ein vereinzelter und könnte deshalb nicht in Betracht kommen. Jetzt bat sich ein neuer Lawn Tennisklub unter dem Vorsitz der Herren Pro- Hinten Banaemeifter und Leonbard gebildet mit etwa 65 Mit gliedern. Um die Spieltätigkeit aufzunehmen, bedarf er «ach feiner Erklärung 5 Tennisplätze, davon 3 bereits bis zum 15. April 1012 Die Anlägekosten hierfür werden einschließlich einer Unter« kunftsbutte etwa 4000 bis 4500 <« betragen. Der Klub hat sich bereit erklärt, bis zu 650 Jl Pacht zu bezahlen. Als Platz kommt nur der an der Biegenstraße gelegene städtische und den Teil des bisher Holzerkopfschen Gartens in Betracht. Der Verein würde darauf eingehen, daß die Stadt — wenn sie selbst das Grundstück ganz oder teilweise in Benutzung nehmen oder es verkaufen will — die Pachtverträge, welche im übrigen auf einen Zeitraum von vielleicht 15 Jahren abzuschließen wären, aufloste^ In diesem Falle würde nach Ablauf von wenigstens 5iähmer Benutzung derjenige Teil der Gesamtkosten, welcher noch nicht amortisiert ist, zwischen dem Verein und der Stadt geteilt werden. Die Unter- hgltuna des Platzes ist Sache des Klubs Derselbe 'st bereit, an bestimmten Tagen wenigstens einen Tennisplatz etwa für ©hütet ber Oberrealschule oder des Enmnasiums wr V^rfnoung zu stellen.
Si« war aber zu klua. um nicht bald zu durchschauen daß nur der Nimbus ihres Reichtums sie so begehrt machte^ Und sie liebte 'hre Frei- belt viel zu febr. um sie wieder aus,uneben. Mit feinem klugen Lächeln agitierte sie die Huldigungen und blieb die ruhige. uuerleaeneWel dame. 1 ~ n. nun Witwe Ter brennende Lebensdurst war
kLlli"'Si^Ze%£«ZnT in ollem Jubel und Glan, der Kefte ^hr Herz leer und unbefriedigt blieb. Aber sie fand sich kttlg damtt !b was ibr das Leben bot und genoß mit Verständnis die Gaben, v {fl hr, ffrfnrffai beickeri hatte, ihren Reichtum und ihr« Freiheit. Ihr?Feste zeichneten sich durch Eigenart und vornehmen Glanz aus^ Neben der Geburtsaristokratie war man oewohnt, auch die Vertreter der ^.^nriifnfrctie bei ihr zu sehen. Si« plauderte g«rn mit klugen, geist- nellen Men'chen' und im Verkehr mit solchen brach sich auch ihr warm- herzi ges^Ra turell Bahn, das sie sonst hinter einer oberflächlichen Liebenswürdigkeit zu verbergen suchte. — — — —; . (MAel-
Anna von Hermsdors war auch heute wced.r eine ftrahlerwe Erschet- nUng Mit der vornehmen Haltung der großen Dome, zugleich “her mit gewinnendem Lächeln begrüßte sie ihr? Eiste.Von aNenSeitenwu^si mit Fragen bestürmt, welche interessante Persönlichkeit sie heute erwarte. Ihre Andeutung hatte die Neugier erweckt.
Nun flüsterte sie diesem und jenem zu:«
Geo,a srrei wird heute anwesend sein.
"Georg Frei? Der berühmte Autor, bet so viel von sich rede» macht?"
"Ach, wtt tttteressant. Ist er jung, - alt?" fragte die luftige Er», fin Schlieben und sah sehr erwartungsvoll au». „Man kann gar nicht» über ihn in Erfahrung bringen." e .
.Jung", antwortete Fra« von Hermsdts mit feinem Lachem.
fForise'-."na w!-tt.) ,
Die „ebirhessische Zeitung" erscheint täglich»mit i. uf nab .ne Der fc-mn. und Feiertage. - Der Bezugspreis betragt viertel,ahrl'ch durch Die Post bezogen 9.25 M lohne Bestellgeld, oet unseren gei tun grellen mib der Erpedition «Markt 21) 2.00 * frei tn» HauS. (Für unver- tnnnt zugesandte Manuskripte übernimmt ^e Redaktion keinerlei Verantwortung). Druck und Verlag der Unw..Buchdri.ckerei J. A. Koch . (Inh.: Dr. K. Hitzeroth), Markt 21. — Telephon 55.
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