mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Nach Feierabend", „Fürs Haus" und »Landwirtschaftliche Beilage".
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Marburg
Domerstag, 29. Februar
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17. Jahrg. 1912.
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Erstes Blaltl
Italien und die Türkei.
Es laufen zur Zeit wieder Meldungen durch die Presse, nach denen eine Interpellation der Mächte bevorsteht. Dem „Matin" zufolge hätten die englische und die französische Regierung dem von dem russischen Minister des Aeußern, Saasonow, angeregten Gedanken zugestimmt, im Verein mit den anderen Mächten bei der Türkei einen energischen Schritt zur Beendigung der italienisch-türkischen Feindseligkeiten zu unternehmen. Die Tripleentente sei geneigt, nachdrücklich bei der türkischen Regierung dafür einzutreten, daß sie ihre Truppen aus Tipolis zurückziehe und mit Italien in Verhandlungen über einen Friedensvertrag träte. Dieser Vertrag soll die Lebensinteresten und die Würde der Türkei wahren. Die Tripleentente sei bereit, diesen Schritt sofort zu unternehmen, jedoch unter der Bedingung, daß Deutschland und Oesterreich-Ungarn sich ihm anschließen. V .
Es ist wohl nicht recht anzunehmen, daß Frankreich und mit ihm die Tripleentente gerade auf die Türkei eine Pression ausübey wird; denn es liegt näher, Italien zu dem ersten Schritte zu zwingen. Jedenfalls würde das gerechter fein. Das „W. T. B." glaubt denn auch zu wisien, daß die Regierung der Republik Frankreich bereit ist, sich jeder gemeinsamen Aktion der Mächte bei dem einen wie dem anderen kriegführenden Teile anzu- schließen, die bezweckt, eine Vermittelungsbasis für den Friedens- schlutz zu finden. Wenn von der Regierung in Rom, die nun einmal Tripolis „annektiert" hat und die, ohne ihrem Prestige zu schaden, das anektierte Gebiet weder preisgeben noch schmälern lasten darf, der Türkei entsprechende, d. h. sehr weitgehende Zu- geständniste gemacht werden, wird auch die Türkei den Verlust von Tripolis und tzer Cyrenaika verschmerzen müsten und können. Allerdings scheint inan bei der Pforte augenblicklich auf kein Entgegenkommen rechnen zu dürfen. Sie beauftragte ihre auswärtigen Botschafter, den Mächten kategottsch zu erklären, daß eine Verständigung für den Frieden auf der Grundlage des italienischen Annexionsdekrets^unmöglich sei. Es muh also irgend eine Formel gefunden werben, auf deren Basis man Friedensverhandlungen aufbauen könnte, wenn man seitens der Mächte nicht ebenfalls rigoros vorgehen und den beiden kriegführenden Parteien den Frieden diktieren will. Es würde dazu nur des einheitlichen Willens der übrigen Mächte bedürfen.
Die jetzige Phase des Krieges scheint dazu nicht ungeeignet zu sein. Rach dem Vorfälle vor Beirut, der übrigens nach den neuesten Meldungen doch nicht als eine Verletzung des Völkerrechtes anzusehen ist, wird den Befürchtungen wieder Raum gegeben, daß je länger der Krieg dauert, er umso schwieriger zu lokalisieren fein wird. Die einzelnen Regierungen geben daher dem Erscheinen der Italiener vor Beirut eine größere Bedeutung, als ihr vielleicht an ftUf zukommen mag. Der Vorfall ist mehr Vorwand als eigentlicher Grund, wenn jetzt die französische Regierung in Rom Vorstellung machen läßt. Aus Paris wird gemeldet, daß Ministerpräsident Poincars den Botschafter Barröre beauftragt hat, mit dem italienischen Minister des Aeuhern San Giuliano den Zwischenfall von Beirut zu erörtern und auf die Folgen hinzuweisen, welche derselbe im Hinblick auf die französischen Staatsangehörigen und Schutzbefohlenen haben könnte. Wie dazu aus Konstantinopel berichtet wird, hat der Schritt der Pforte gegen die Eröffnung des Bombardements auf türkische Fahrzeuge vor Beirut, bei welchem die Italiener nicht den Ablauf der gewährten Frist abwarteten, bei den Mächten eine günstige Aufnahme gefunden. Der französische Botschafter Barröre in Rom sei noch vor seinem Schritte beauftragt worden, die Aufmerksamkeit Italiens auf den erwähnten Umstand zu lenken. Man muh nun abwarten, ob das Vorgehen Frankreichs eventuell ein gemeinsames Vorgehen der Mächte nach sich zieht.
Die Beroarbeiterbeweauna.
London, 27. Febr. Weitere 32 000 Bergleute in Mittelengland legten die Arbeit nieder, entgegen der Aufforderung ihrer Führer, die Arbeit bis zum Ende des Monats fortzusetzen. Am Nachmittag versammelten stch die Vertreter der Bergwerksbesitzer im Auswärtigen Amt. Die gemeinsame Versammlung der Vertreter der Arbeitgeber und Arbeiter ist von der Regierung auf 6 Uhr abends angesetzt worden. Eine große Volksmenge beobachtet auf der Downing Street die Ankunft und Abfahrt der Teilnehmer an der Konferenz.
London, 27. Febr. Die Konferenz des Bergarbeiterverbandes beschloß einsttmmig, daß alle Delegierten der Konferenz im Auswärtigen Amt beiwohnen und der Präsident und der Vize- prafident im Namen des Verbandes sprechen sollten. Die Versammlung wurde bis zur Beendigung der Konferenz im Auswärtigen Amt vertagt.
London, 27. Febr. Dem Reuterfchen Büro zufolge wurde In amtlichen Kreisen erklärt, daß wahrscheinlich noch heute auf der Basis gegenseitiger Zugeständnifle in der Kohlenstreitfrage eine Verständigung zustandekommen werde.
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Parts, 27. Febr. Wie aus St. Etienne gemeldet wird, hätte der Syndikatsausschuh der Bergleute des Loire-Departements beschlossen, am 11. März einen 24stündigen Eesamtausstand zu veranstalten, um auf das Parlament, dem gegenwärtig die Forderungen der Bergleute vorliegen, einen Druck auszuüben.
Es heißt, daß der nationale Ausfchuh der Bergleute Frankreichs denselben Beschluß gefaßt habe und daß demzufolge der 24stündige Eesamtausstand sich auf ganz Frankreich erstrecken werde.
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Deutsches Reich.
— Das amtliche Verzeichnis der Bevollmächtigten zum Bundesrat und der Mitglieder des Reichstage«, abgefchlosten am 24. Februar 1912, ist nunmehr im deutschen Reichstag ausgegeben worden. Danach zählen die Deutschkonservativen 43 Mitglieder und 2 Hospitanten, die Reichspartei 12 Mitglieder und 1 Hospitant, die Wirtschaftliche Vereinigung 8, die Reformpartei 3, das Zentrum 88, die Polen 18, die Elsaß-Lothringer 9 und die Deutsch- Hannoveraner 5 Mitglieder. Auf der Linken zählen die Rational- liberalen 40 Mitglieder und 4 Hospitanten, die Fortschrittliche Volkspartei 40 Mitglieder und 1 Hospitant und die Sozialdemokraten 110 Mitglieder. 11 Reichstagsabgeordnete haben sich keiner bestimmten Partei angeschlosten, darunter der augenblickliche Präsident Kämpf von der Fortschritt!. Bolkspartei. 2 Mandate, die dem Zentrum gehören und ihm sicher find, sind augenblicklich erledigt. Dazu schreibt die „Kons. Korr.": Aus diesem amtlichen Verzeichnis geht klar hervor, daß der sog. Krohblock — Rational- liberale, Freisinnige und Sozialdemokraten — über die absolute Mehrheit der Abgeordneten nicht verfügt. Er zählt einschließlich des Dänen Hansten nur 197 Abgeordnete. Aber auch die rechtsstehenden Parteien einschließlich des Zentrums haben keine Mehrheit. Das Zünglein an der Wage bilden in beiden Fällen die Polen, Elsässer und Welfen. Eine feste Majorität ohne Rücksicht auf kleine Parteigruppen kann sich bilden entweder aus Zentrum und Sozialdemokraten, die zusammen 200 Abgeordnete zählen, oder aus der gesamten Rechten, dem Zentrum und den Rational- liberalen, die zusammen 203 Abgeordnete aufweisen. An Stelle der Rattonalliberalen oder der Deutsch-Konservativen könnte eventuell auch die Fortschrittliche Dolkspartei treten. Eine Mehrheit aus Zentrum, Nationalliberalen und Freisinnigen ist aber auch nickt möglich ohne Hinzutritt der Polen und Elsaß- Lothringer. Wohl kein Reichstag hat demnach so unsichere Mehr- heitsverhältnisfe gehabt als der gegenwärtige und Ueberraschun- gen dürften kaum zu vermeiden fein.
— Die Eröffnung des bayrischen Landtage«. München, 27. Febr. Heute mittag fand im Thronsaale der Residenz die feierliche Eröffnung des Landtages statt, zu der sich einfanden die Prinzen des Königlichen Hauses, das diplomatische Korps die obersten Hofchargen, die Reichsräte und sämtliche Mitglieder der Kammer. Der Prinzregent begab stch um 2 Uhr unter Borantritt des großen Eortöge, gefolgt von dem persönlichen Dienst, nach dem Thronsaal, wo die Leibgarde der Hartschiere Spalier bildete. Ee- schötzsalven verkündeten den Eintritt des Regenten in den Thron- faal. Nachdem sich der Regent zum Thron begeben, verlas er die Eingangs- und Schlußworte der Thronrede an den Landtag, während den übrigen Teil der Anrede Ministerpräsident Frhr. von Hertling verlas. Hierauf übertrug der Prinzreqent die Vertretung zur Durchführung der Vereidigung dem Ministerpräsidenten und verließ unter dem gleichen feierlichen Zeremoniell wie beim Eintritt den Thronsaal. Hierauf nahm der Iustizmknkster die Vereidigung der neueingetretenen Mitglieder der Kammer der Reichsräte und sämtlicher Mitglieder der Kammer der Abgeordneten vor. Rach der Eidesleistung erklärte der Minister des Innern in allerhöchstem Auftrage die gegenwärtige Sitzung der Kammer der Reichsräte und der Kammer der Abgeordneten für eröffnet. — In allen Pfarrkirchen der Stadt fanden anläßlich der Landtagseröffnung Gottesdienste statt. Der Hauptgottesdienst wurde in der Michael-Hofkirche abgehalten, wo in Verttetung des Prinzregenten Prinz Ludwig von Bayern erschien. — Die erste Sitzung der Kammer findet morgen vormittag um y«10 Uhr statt. Auf der Tagesordnung steht die Wahl des Präsidiums und die Budgetrede des Finanzministers.
— Zur Deckung der «osten der Wehrvorlagen. Berlin, 27. Febr. Das offiziöse „W. T. B." wird gegenüber unserer gestrigen Meldung mit folgender Erklärung beauftragt: „Die Zeitungsnachricht, daß zur Deckung des neuen Mehrbämrfs auch Sonder- fteuern auf das mobile Kapital herangezogen werden sollen, entbehrt, wie schon ftüher mitgeteilt, jeder Begründung." . Dazu schreibt die „Post": Trotz dieser Ableugnung find wir nicht in der Lage, an unfetet Meldung auch nur ein Iotha abzuändern. Wir halten fle vielmehr im vollen Umfange auftecht.
— Ergänzung der Prüfungsordnung für Aerzte. Berlin, 26. Febr. Wie verlautet, find gegenwärtig Erwägungen im Gange, die sich auf eine Ergänzung der Prüfungsordnung der Aerzte beziehen. Diese dürfte in der Richtung hin erfolgen, daß eine eingehende und wirkfame Unterweisung der Studierenden der Medizin auf dem Gebiete der sozialen Medizin in Zukunft bet der Prüfung nachgewiesen werden muß.
— Ein Verband der deutschen Post- und Telegraphen- beamttnnen ist in Berlin begründet worden. Die hierfür ein- berusene Delegiertenversammlung war einstimmig der Meinung, daß die Hebung und Förderung des Standes nur durch eine alles umfasiende Organisation wirksam durchgeführt werden könne. Die Verbandsgründung erfolgte einstimmig. Darauf fand der erste Verbandstag der deutschen Post- und Telegraphenbeamtinnen statt, auf dem mehrere Resolutionen und Beschlüsie gefaßt wurden.
— Deutscher Frauenkongreß. Berlin, 27. Febr. Im Hauptrestaurant des Zoologischen Gartens wurde heute vormittag von Fräulein Gertrud Bäumer der Deutsche Frauenkongreß eröffnet, zu dem das Reich und das Ausland zahlreiche Vertreterinnen entsandt hatte. Als Vertreterin des Bundes ungarischer Frauen
vereine war Fräulein Auguste Rosenberg erschienen, für den österreichischen Bund Marianne Heinisch, für den schwedischen Fra« >- Ceschiold, ferner Vertreterinnen des englischen, norwegischen, holländischen und anderer Frauenbünde.
Ausland.
* * Die schwarze Armee Frankreich«. Paris, 27. Febr. Rach f einer Zeitungsmeldung hat sich Oberst Mangin, von dem dik Hauptanregung zur Bildung einer schwarzen Armee ausgegangen ist, im Auftrag des Kriegsministers nach Dakkar begeben, un. dort vier neue Bataillone von Senegalschützen anzuwerben, von denen eines für Algier und drei für Marokko bestimmt seien. Am Senegal sollen Rekrutenbüros errichtet werden, die je nach Bedarf 1 weitere schwarze Truppen liefern könnten.
* * Frankreich und Spanien. Paris, 27. Febc. Aus Madrid wird gemeldet, daß die spanische Regierung die französischen Vov schlüge betreffend die Erenzberichtigung in der Südzone für unannehmbar halte.
♦ * Förderung der Funkentelegraphie in Frankreich. Paris, , 27. Febr. Mehrere Deputierte haben unter Hinweis auf das Beispiel der deutWxnRegierung den Antrag eingebracht, daß ein Kredit von 2500(U Franks für die Förderung der Funkentelegraphie an Bord der französischen Fischereischiffe gewidmet werden möge. Jedes Fischereischiff soll als Beitrag für die Einrichtung eines Funkentelegraphen 2000 Franks und außerdem eine Prämie < für die Unterhaltungskosten erhalten.
* * Das rüstende England. London, 27. Febr. Der Voranschlag für das Heer weist eine Steigerung von 170 000 Pfund und eine Erhöhung des Mannschaftsbestand« um 200 Mann für die Ausgestaltung "des Flugwesens auf. Vorgefehen ist ferner die sofortige Errichtung einer gemeinsamen Heeres- und Marine- Flugschule auf der Ebene von Salisbury. Außer den für diese Flugschule bestimmten FlugzeugenrHoll eine bedeutende Zahl weiterer Flugzeuge als erster Anfang der Flugzeugausrüstung der Feldarmee angeschafft werden.
* ♦ Kreta und die Mächte. London, 27. Febr. Das Reutersche Büro meldet aus Kanea: Die Konsuln haben der Regierung von Kreta gestern eine Rote überreicht, in der mitgeteilt wird, daß die Mächte entfchlofien sind, den Statusauo und die Kapitulationen aufrechtzuerhalten. Wenn die Regierung dabei bebarre, Deputierte zur griechischen Kammer nach Athen zu entsenden, oder wenn sie muselmanische Angestellte entlasten oh|'t Muselmanen auch weiterhin mißhandeln follte. würden die Mächte die Maßnahmen ergreifen, die sie für nötig hielten, um die Folgen abzu- wenden, die das Vorgehen der Kreter sonst nach sich ziehen müßte. Wenn sich die Kreter nicht selbst friedlich regieren könnten, ohne den Frieden Europas zu gefährden, würden die Mächte ein- schreiten in einer Art und Wette, die den Wünschen der Kreter nicht entsprechen «Ärde. — Zufällig wurde die Rote gerade gestern überreicht, wo es infolge der Ermordung dreier Muselmanen zwischen Mufelmanen und Gendarmen zu einem Zusammenstoß gekommen war. — Die btttischen Kreuzer „Lancester" und „Minerva" find auf der Rhede angekommen.
♦ ♦ Die Schießaffäre im englischen Unterhause. London, 27. Febr. Der Mann, der gestern den Schuß im Nnterhause abfeuerte, soll Samuel Henry fein, der Derfaster des Buches „Tott^' der Messias".
Marburg und Hmgegenho
Nachdruck aller Orginalartikel ist gemäß tz 18 desUrheberrechts nur mit der deutlichen Quellenangabe .Liberhest. Ztg. gestattet.)
Marburg, 28. Februar.
* Morgen ist Schalttag — nach 1460 Tagen. Viele meinen, der Schalttag sei eine rein willkürliche Einrichtung und verquicke fick mit irgend einer religiösen Auffasiung. Dem ist jedoch nicht so. Das Jahr hat nämlich nicht genau 365 Tage, sondern es ist erst in 365% Tagen ad- geschlossen. Richt aber einmal diese Rechnung stimmt genau. Unser jetziger Kalender hat sich bekanntlich aus dem römischen entwickelt. Bi, Ruma Pompilius hatte das römische Jahr nur 10 Monate; dieser führte ein Mondjahr von 355 Tagen und 12 ungleichen Monaten ein, denen von Zeit zu Zeit ein Schaltmonat hinzugefügt wurde. Die hierdurch entstandene Unordnung beseitigte Julius Cäsar 46 v. Chr. durch Einführung des sog. Juliamschen Kalenders, wonach ein gemeines Jahr 365 Tage, jedes 4. Jahr als Schaltjahr 366 Tage besitzt und demnach die mittlere Länge des Jahres 365% Tage beträgt. Diese ist aber 11 Min. 12 Sek. gegen das trop. Connenjahr zu groß, so daß zur Zeit Gregors XIII. das Frühlingsäquinoktium 10 Tage vor dem vom Konzil zu Nicäa (325 n. Chr.) bestimmten 21. März fiel; deshalb führte dieser eine genauere Einschaltungsmethode ein, wonach der alle 4 Jahre eintretende Schalttag des Julianischen Kalenders bei den Säkularjahren (die ein Jahrhundert schließen) ausfällt mit Ausnahme der durch 400 teilbaren (wie 1600, 2000 rc); um das Frühlingsäquinottium wieder auf den 21. März zurückzufüh.en, wurden 10 Tage im Oktober 1582 ausgelassen. Dieser Gregorianische Kalender fand in Italien, Spanien und Portugal fofort, in den übrigen katholischen Ländern sehr bald Eingang; die evangelischen Städte Deutschlands, Dänemark und die Niederlande nahmen ihn 1700, England 1752, Schweden 1753 an. Die Russen und die Bekenner der nichtunietten griechischen Kirche rechnen noch an dem Julianischen Kalender (Alter Stl), sind daher hinter den übrige« Europäern seit 1. März 1900 um 13 Tage zurück.
* Die Kreiskaste ist am nächsten Montag wegen eines i« Bracht abzuhaltenden Holzverkaufs gefchlosten.
* Vom Kreiskriegerdenkmak. Die Entwürfe für das Kreiskriegerdenkmal sind nunmehr eingegangen und zur Besichtigung im Kreishaus (1. Etage, Zimmer «r. 5) bis zum 10. Mrz auf« gestellt.