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Für die Redaktion verantwortlich: Gust a'ti Ä ei l u«,^ Marburg..

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Amtlicher Wetterbericht. i

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Aussichten am Donnerstag, 22. Febr. 1912: Wolkig, meist trocken, in höheren Lagen Nachtfrost___________________________

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Ansicht, die et von maßgebenden Persönlichkeiten gehört habe, sei die, daß alles in allem die brittsche Armee ebenso gut ausgerüstet sei wie jede andere in der Welt. Das englische Feldgeschütz s e t dem deutschen weit überlegen. Ob es in jeder HinsichtdemfranzösischenanGütegleichkomme, darüber beständen große Meinungsverschiedenheiten. Die englischen Haubitzen seien die besten in der Welt. Haldane nahm sodann das in der englischen Armee eingeführte Gewehr gegen absprechende Beurteilung in Schutz und erklätte, es seien Versuche ausgeführt worden, die darauf abzielten, ein neues Ee- wehrmodell einzuführen. Dieses würde, wenn sich die daran ge­knüpften Erwartungen alle erfüllten, das beste in der e 11 fein. Es fei kein automatisches Gewehr. Aber die An­sichten über die Vorzüge der automatischen Gewehre seien sowohl in England wie in anderen Ländern sehr geteilt

Depeschen.

W. Friedrichshafen, 21. Febr. Das neue Luftschiff Bittotia Luise" stieg um 9 Uhr 20 Min. j« einer Probefahrt auf. In der vorderen Gondel befand sich Graf Zeppelin. Die Landung erfolgte um 11 Uhr 45 Min. Nächste Woche soll noch eine Probe­fahrt stattfinden und dann geht das Luftschiff in das Eigentum der Gesellschaft für Pasiagierfahrten über.

W. Wie«, 21. Febr. Der deutsche Botschafter erschien im Ministerium des Aeutzer« und legte im Auftrage Kaiser Wilhelms eine« prachtvollen Kra«z am Sarge Aehrenthals nieder.

W. 8 e t«, 21. Febr. Heute früh um 5 Uhr 45 Min. erfolgte bei der zukünftigen Station Zungfraujoch der Durchschlag des Tunnels und zwar 3457 Meter über dem Meere.

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PoeZ» aufzutreten. Seher Bewerber muß nämlich pigleich mit den Gutscheinen einen Aufsatz einsenden, in dem er die Dor- Bge der Zigaretten darstellt, liebet diese Aufsätze urteilt wiederum ein Preisgericht. Diejenigen Bewerber, denen die ersten 10 Preise der Preisrichter für die Güte der Ausiätze zugefallen find, find allein be­rechtigt, an dem engeren Wettbewerb um die Braut teilzunehmen. Unter ihnen entscheidet dann die Höchstzahl der eingesandten Gutscheine. Um zu dem Wettbewerb anzuregen, hat die Fabrik allerdings recht bettächt- liche Kosten aufgewendet, denn sie hat der jungen Dame, die als Preis in dem Raucherwettbewerb ausgesetzt ist, eine Mitgift von 50 000 Mark verliehen. Außer diesen Geldmitteln verfügt die zukünftige Braut noch über recht annehmbare körperliche Vorzüge. Jeder einzelnen Zigaretten­schachtel ist außer dem Gutschein auch noch eine Photographie der voraus­sichtlichZukünftigen" des betreffenden Rauchers beigegeben. Die junge Dame, die während der nächsten zwei Jahre den eigenartigen Beruf haben wird, der Preis in einem Wettbewerbe zu fein, ist ein Kind sehr armer Eltern und heißt Relly Black. Der Inhaber der Firma erzählte, daß er auf diesen seltsamen Einfall, dem er eine große geschäftliche Be­deutung beimißt, durch eine Zeitungsnachricht kam, in der berichtet wurde, daß eine junge Dame int Staate Iowa sich selbst als Schießpreis für den besten Schützen ausgesetzt habe. Was den Schützen recht sei, sei den Rauchern billig. Die junge Dame ist übrigens nicht rettungslos dem ersten Preisträger als Gattin ausgeliefert, sondern hat das Recht, dreimal die Preisträger zurückzuweisen. Es wird dann immer ein neuer Preis ausgeschrieben. Erst Lei der oterten Preisverteilung findet unter allen Umständen die endgültige Entscheidung statt.

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Letzte Nachrichten.

Berlin, 20. Febr. Im Kgl. Schloß fand heute der letzte dies­jährige Hofball, der Fastnachtsball, statt. Anwesend waren auch der Reichskanzler und Staatsseftetär v. Kiderlen-Wächter.

Nürnberg, 21. Febr. Der Kunstanstaltsbesitzer Martin Brunner stiftete anläßlich seines 25jährigen Geschäftsjubiläums 50 000 Mark für die wissenschaftliche Erforschung der Krebskrankheit

Wien, 20. Febr. Wie dieNeue Freie Presse" meldet, wird der neu­ernannte Minister des Aeußern Graf Berchtold demnächst nach Berlin fahren, um sich dem Kaiser vorzustellen und mit dem Reichskanzler von Bethmann-Hollweg und dem Staatssekretär von Kiderlen-Wächter per­sönlich in Fühlung zu treten. Sodann wird er nach Rom reisen, um den König und den Minister des Aeußern zu besuchen.

Bern, 20. Febr. Die Herbstmanöver des 3. Armeekorps, denen der deutsche Kaiser einen oder zwei Tage beiwohnen wird, finden voraus­sichtlich zwischen Zürich und Wil, in der Nähe von St. Gallen, statt.

Newyork, 21. Febr. Ein Telegramm aus Mexiko berichtet: Nach einer Meldung aus Puebla versuchten Gefangene aus dem dortigen Ge­fängnis zu entfliehen. Es entspann sich ein Kampf, wobei 27 Gefan­gene und Wächter ums Leben tarnen. Etwa 20 Gefangenen gelang es, zu entkommen.

Newyork, 21. Febr. Die Bundeskuppen haben die Stadt Santa Maria in der Nähe von Euernava eingenommen und eine starke Streit­macht von Anhängern Zapatas nach sechsstündigem Kampfe aus den Verschanzungen vertrieben.

Petersburg, 20. Febr. In der Ostsee bei Riga herrscht Schnee­sturm. Durch Stürme ist im Schwarzen Meer der Schiffahrts- oerkehr mit Sebastopol gestört.

Kalkutta, 20. Febr. Das SchleppschiffChinow" der Irrawaddy 1 Flottilla Company scheiterte gestern einige Meilen gpn Rangoon. Unge­fähr 50 Personen ertranken. Man glaubt, daß das Schift in einen starken Strudel geraten war.

Schanghai, 20. Febr. Tangschaoyi wird morgen mit Anderen nach Peking reisen, um Zuanschikai nach Nanking zu begleiten, wo dieser in das Amt des Präsidenten eingesetzt wird.

Bombay, 20. Febr. Heute mittag brach auf einem Platz, wo viele tausend Baumwolleballen lagerten, ein großes Feuer aus. Der Schaden wird auf eine Viettelmillion Pfund geschätzt.

Lord Halda«e über di« englische Arme«.

London, 20. Febr. In der Besprechung des Heeresbudgets im Oberhause erklärte der Kriegsminister Lord Haldane auf ver­schiedene Auslasiungen Lord Roberts und anderer Redner, die

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Literarisches.

* Diefenbachs SchattenfriesPer a st r a. Teilbild 3. 4. 10. 11. Große Ausgabe: 42X80 pro Blatt, kleine Ausgabe: 35X18 cm, Preis 1 JA pro von B. E. Teubner in Leipzig und Berlin. Wenn man mit Recht fordert,

daß alle ästhetische Bildung des Menschen beim eigenen Körper an« fangen müsse, so kommt der soeben beginnenden Herausgabe des Diefen- bachfchen SchattenfriesesPer aspera ab astra" als Wandfries im Teub- nerschen Verlag, dessen anderen Unternehmungen, gute originale Kunst zu billigen Preisen zu bringen, sie sich anreihen, eine ganz hervorragende Bedeutung zu. Denn Diefenbachs Kunst ist das Hohelied der mensch­lichen Gestalt in ihrer reinsten und entzückendsten Form, der des jugend­lichen Körpers, aus dessen reizvollen Bewegungsformen in ihrer uner­schöpflichen Fülle der Motive er wundervolle, gleichsam symphonische Ge- bildezu schaffen weiß. Hier ists ein rascher Lauf, ein kühner Sprung, ein linienprächtiger Schwung der einen Gestalt Über die andere hinweg dort ists der feste Stand auf dahineilendem Gefährte wieder dort das stch Mitbiegen und -schmiegen auf springendem Rosse und dort endlich gehts hinauf, hinüber und hinab am schwanken Seilwie eine zierliche Elfenwelt tut fichs vor den Blicken des Beschauers auf, dessen Auge den graziösen Linien der in hasttger Vorwärtsbewegung sich aneinander­reihenden Kinderscharen folgt, Linien, die stch harmonisch zu verschlingen und zu verweben scheinen.Alles was wir heute an neuer ästhetischer und hygienischer Kultur genießen, es hat auch Karl Wilhelm Diefenbach

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als Vorkämpfer und Märtyrer zu danken", undes wäre dem deutschen Volke wahrlich zu wünschen, daß es mehr von Diefenbach und seinen Wer­ken wüßte; durch ernste Bemühung darum könnte es zugleich eine große Eeistesschuld an dem Verschollenen gut machen", so schrieb kürzlich der Kunftwart". Dieser Wunsch kann sich nun erfüllen! Bisher nur in unzulänglichen kleinen Reproduktionen vorliegend, kann nun erst In ihrer neuen würdigen Erscheinung die Kunst Diefenbachs ihr« hohe Aufgabe erfüllen, als schönster Wandschmuck schon den Kinderaugen stch darbietend, die staunend aufschauen zu dem, dessen ihr eigener Körper fähig ist.

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Kurzer Getreide-Wochenbericht

der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtfchastsrat« vom 13. bis 19. Februar 1912.

Angesichts des milden Wetters und der Ausstcht auf baldige Bei­legung des Eifenbahnerftteiks in Argentinien bekundet« der Getreide­handel überwiegend matte Haltung. Die Weltverschiffungen zeigten in

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der Berichtswoche etwas größeren Umfang, und mit der Wiederkehr gM ordneter Verhältnisse am La Plata rechnet man auf eine weitere Zs« nähme des Weltexports und damit allmählich auf eine reichlicher« Ver» sorgung, wenn auch die nächsten Wochen noch kleine Zufuhren bringest werden. Bezüglich der Wintersaaten hört man aus einigen Gebietest Deutschlands Klagen Über Winterschäden und schwachen Stand, doch nahm der Handel keinen Bezug darauf, zumal di« Provinz wieder alt abgebet für Herbstlieferung auftrat. Auch in Amerika schien man bei. günstigen Beurteilung des Cincinnati Price Current mehr Beachtung «i schenken als den Klagen eines anderen Fachblattes. Dagegen befiirchtezi man, daß der häufige Wechsel zwischen Tauwetter und starkem Frost bei! fehlender Schneedecke in Rußland nicht ohne nachteilige Folgen bleiben j dürste. Die Forderungen für ausländischen Weizen waren im allge- meinen ermäßigt. Zn Deutschland trug neben der schwächeren Haltung des Auslandes die Schwierigkeit des Mehlabsatzes dazu bei, die Unter* ! nehmungslast einzuschränken, zumal auch der Export mit Anschaffungen zurückhielt, und wenn andererseits das Angebot keineswegs dringlich war, so zeigte sich bei der milden Witterung hier und dort mehr Neigung au Verkaufen. Im Lieferungsgeschäft verlor Weizen infolgedessen 44'j dis 4% JA, Koggen 2% bezw. 2% JA, per September 2 JA. Besonders fühlbar machte sich der Einfluß der milden Witterung bei Futter* getreide. Das Haferangebot vom Znlande ist zwar keineswegs reichlich,! aber di« Kauflust war außerordentlich schwach, sodaß die Preise weiter nachgeben mußten. Auch die russischen und argentinschen Forderungen waren leicht ermäßigt und im Zusammenhang damit erfuhren auch di« Lieferungspreis« eine Abschwächung von ca. 2 JA. Unter der allgemeinen Unlust hatte auch Gerste zu leiden, die stch 23 JA billiger stellte, obwohl Rußland nur spärlich offeriert. Die Forderungen für Mais aller Artz wurden seit der letzten Woche um 34 JA herabgesetzt.

Es stellten sich die Preise für inländische Getreide am letzten Markj*

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