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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen-Nach Feierabend",Fürs Haus" und .Landwirtschaftliche Beilage".

Marburg

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Jfo o£i und der Expedition (Markt 21) 2.00 * frei in« Hau«. (Für unver.

1912.

Erstes Blatt

dem Kriegs«

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Gew nn und Verlust 11

Konsrevative und

Bund d. Land«.

Liberale . , , Bauernbund . , Sozialdemokratie

Stärke im alten Landtag 98

Konstantinopel, 6. Febr. Das Kriegsministerium er­hielt eine Depesche des Majors Enver Bei, nach welcher Türken und Araber drei nächtliche Angriffe auf Derna und Benghafi unternommen hätten, bei denen die Italiener größere Verlust« hatten. Die Verluste der Türken betrugen 80 Tote und 40 Ver­wundete.

Paris, 6. Febr. Der im türkischen Lager befindliche vonoerbericyterstatter desPetit Marseillaise" meldet aus Dehi- bat an der türkisch-tripolitanischen Grenze, daß die türkisch, arabischen Truppen am 25. Januar nach einem mehrstündigen Kampfe durch einen nächtlichen Angriff die Jtalienier aus ihren Verschanzungen vertrieben und beträchtliches Kriegsmaterial er­beutet haben. Die Italiener, welche angeblich mehrere hundert Tote hatten, zogen sich in die Stadt zurück. Die Geschütze der ita- lienischen Kriegsschiffe verhinderte die Türken, welche 32 Tote und 81 Verwundete hatten, die Italiener zu verfolgen. Die türkischen Truppen hätten am 28. Januar Homs bombardiert. Mehrere Hauser bei Ronata, in welchen sich große Munitionsvorräte be­fanden, seien dabei in die Luft geflogen, was unter den Italienern große Panik verursacht hab«.

Rom, 6. Febr. DieAgenzia Etefani" teilt mit: Aus- ländische Zeitungen brachten Nachrichten, italienische Kriegsschiffe hätten Hodeida beschaffen und Werkstätten und Häuser der Gesell­schaft, die die Eisenbahn nach Ras Ketib baut, bombardiert und zerstört. Der Kommandant der ttalienischen Flotte im Roten Meer hat bis heute keinerlei Bombardements weder auf Hodeida noch auf die Gebäude der genannten Gesellschaft gemeldet. Es bleibt also nur die Annahme übrig, daß das Lager regulärer tür­kischer Truppen bei Djubbanah, einer Ortschaft 16 Kilometer von Hodeida und 6 Kilometer von Ras Ketib entfernt, beschaffen wor­den ist. Die Regierung erwartet indeffen noch Nachrichten über diesen Gegenstand ab. Gegenüber den Meldungen einiger aus- ländischen Blätter, daß Hodeida nicht beschaffen werden dürfe, weil er nicht befestigt ist, wird hervorgehoben, daß Hodeida durch ein kleines Fort im Norden der Stadt geschützt ist und daß die Ka- nonen dieses Forts am 2. Oktober 1911 auf den italienischen KreuzerVolturno" und das KanonenbootAretusa" feuerten. Es muß auch Feldartillerie im Süden der Stadt dem Meere gegen­über aufgestellt gewesen sein.

langt zugesandte Manuskripte übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung). Druck und Verlag der Univ.-Buchdruckerei I. A. Roch (Jnb.: Dr. C. Hitzeroth), Markt 21. Telephon 65.

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Das MaroNoabkommen vor dem französischen Senat.

Paris, 6. Febr. Der Senat fuhr in der Beratung des deutsch-französischen Abkommens fort. Eaudin de Villaine kriti­sierte die äußere Politik Frankreichs, das seine Freunde und Ver­bündete entmutige, da es sich entschlossen zeige, niemals bis zum Ende eines bewaffneten Zusammenstoßes zu gehen. Die Affäre derCarthage" undManuba" habe den Bankerott der Politik und der Freundschaft mit Italien dargetan. Eaudin kritisierte das Abkommen und sagte, die Gegenwart des englischen Botschaf­ters bei den französisch-spanischen Verhandlungen erscheine ihm demütigend. Die geheimen Verträge tadle er lebhaft. Redner bekämpfte den Austausch des Kongogebietes gegen die sog. Vorteile in Marokko und schloß mit der Bemerkung, er unterzeichne das Abkommen mit seinem Namen nicht. Der Konservative Lascases stellt fest, daß Frankreich von Deutschland nichts für seine Opfer am Kongo bekomme. Deutschland habe nur wirtschaftliche Jnter- effen in Marokko und habe keine von diesen geopfert. Lascases beklagte, daß bei der Marokkoangelegenheit zu viele Finanzleute beteiligt gewesen seien. Er werde sich gegenwättig der Stimme enthalten und nicht gegen den Vettrag stimmen, denn ihn ab­lehnen, würde bedeuten, alle Abmachungen mit den anderen Mächten in Frage stellen.

Paris, 6. Febr. Bankier Baron I. Günzburg rfchtete an den Senator Jsnouvrier ein ofefne» Schreiben, in welchem er dessen gestrige Behauptungen über seine Unterredungen mit Caillaux in allen Puntten mit der größten Entschiedenheit als unrichttg bezeichnet.

Das französische Flottenprogramm vor der Kammer.

Pari», 6. Febr. In dem zur Beratung stehenden Flotten­programm wird di« Effekttvstärke der Flotte für den 1. Januar 1920 auf 28 Linienschiffe, 10 Aufklärungsschiffe und 62 Hochsee­torpedoboot« festgesetzt. Der Deputt«rte Hesse erklärt« das Pro- |

Rom, 6. Febr. General Caneva ist heute mittag hier ein­getroffen. Er wurde vom Kriegsminister und dem Ehef des Generalstabes empfangen. Der General fuhr unter lebhaften Kundgebungen d«r Meng« im Automobil nach Ministerium.

Ausblick und Erinnerung.

Heute hüt der neugewählte Reichstag zusammen, wenig «nders al« man ihm beim Schluß de« vergangenen vermutete, aber gerade deshalb in einer Form, die das Entzücken der Vater- landsfreunde kaum Hervorrufen dürfte. In den letzten Wochen hat man bereits öfter gelesen, daß die Sitzgelegenheiten des Sitzungssaales eine Aenderung erfahren müßten; wo früher der i Frisinn saß, fitzen jetzt die Eenoffen und so weiter. Und wenn der Kanzler von der Tribüne jetzt herunterfieht, so treten ihm die Genoffen in einer Stärke entgegen, die von selbst Eindruck machen wird. Was wird uns der Reichstag bringen? Die Regierung soll guten Mutes sein, sie hat ihrewechselnden Mehrheiten". Sie darf sich aber doch nicht verhehlen, daß die Konservativen einem Kanzler wie v. Bethmann gegenüber keine allzu liebevolle Haltung «tnnehmen werden. Und «blickt man nach der anderen Seite, so erfährt man, daß die Eenoffen durchaus nicht gewillt find, sich zu mausern, sie wollen nicht -nBertreter der Furcht, der Demut und des Respektes" werden, sondern Vertreterdes revolutionierenden Geistes und der Revolte der Mafien" bleiben, undunabläsfig den tiefen Gegensatz zu der^ganzen bürgerlichen Welt" betonen. Frau Rosa Luxemburg aber verzichtet sogar auf den Sitz im Präsidium. Er kann ihrdurch irgendeinen liberalen Spezialisten parlamen­tarischer Wichtigtuerei gestohlen werden". Dagegen soll sofort die Offensive ergriffen werden. Die Zölle sollen fallen, das Wahlrecht der 20jährigen beiderlei Geschlechts eingeführt, das Heer abge­schafft und dafür Miliz eingeführt, Militarismus usw. nebst dem persönlichen Regiment" alles muß fallen. Wird v. Bethmann mit solchen Endanschauungen paktieren können? Und scheint, der Ausblick ist für die Regierung trgtz der wechselnden Mehrheiten nicht allzu freundlich. Noch übler wirtt er aber, wenn man das Auge rückwärts schauen läßt in eine Zeit, als es noch anders aus­sah im Deutschen Reiche. Gin« Erinnerung mag daher am Platze fein an Jubiläumszeiten.

Der Zusammentritt des Reichstages fällt gerat* in eine Zeit, in der vor 25 Jahren ein Wahlkamps tobte, der an Heftigkeit und Leidenschaft sich nur mit dem vergleichen läßt, aus dem der jetzige Reichstag hervor- gegangen ist. Aber nur in der Erbitterung, mit der die Gegner sich gegeniiberftanden, stimmen die Wahlen von 1887 mit denen von 1912 überein; in allen anderen bilden sie Gegensätze. Damals stand Bis- marck an der Spitze der Nation. Er hatte den Reichstag wegen Verwei­gerung der Sepie,matsvorlage aufgelöst und sich bet den Neuwahlen al« der sieghafte Führer des Volkes betätigt. Damals kämpften Konserva­tive und Nationalliberale Schulter an Schulter, mit dem Erfolg, daß sie ihren Besitzstand um 69 Mitglieder erhöhten. Der am 21. Februar vor 25 Jahren gewählte Reichstag, der sog. Kattellreichstag, zählte 80 Kon. servative, 40 Reichsparteiler und 100 Nattonalliberale. Wilhelm I. äußerte damals, ein schönere« Geburtstagsgeschenk al« diesen nationalen Reichstag hätte ihm das deutsche Volk nicht machen können.

Wie anders heute! Während aus den Wahlen von 1887 gegen 11 Sozialdemokraten hervorgegangen waren, ziehen deren jetzt zehnmal so­viel in den Reichstag. Am 21. Februar 1887 waren 774 000 sozialdemo­kratische Stimmen gezählt worden, am 12. Jauar 1912 über 4 Millionen. Während der Wahlbewegung selbst hielt Fürst Bismarck Wahl- reden im preußischen Abgeordnetenhaus«. Jawohl, richttge Wahlreden zur Unterstützung seiner Politik. Nach heutiger Auffassung soll die Re- gierungunparteiisch" fein. Man denke sich, was Bismarck gegenüber diesem Ansinnen geantwortet hätte! Unpatteiisch gegenüber einer Flut von Angriffen gegen die Regierung selbst! heut« wird ein harmloser Er- laß, in dem von Veeinfluffung nicht das mindeste zu entdecken ist, zum Gegenstand großer Eröterungen gemacht. Man denke daran, wie Bis­marck mit seinen Gegnern umsprang, wie charakterisierte er z. B. den Fort­schritt: Ihr Streben, sagte er-, sei darauf gerichtet, durch Wahlkompromifie mit den Sozialdemokraten diese Partei zu vermehren und durch Erschüt­terung jeder Autorität im Lande die Feindseligkeit gegen die Regierung mich Kräften vorzubereiten und zu unterstützen.Ich habe nicht die Berpflichtung," erklärte et ferner,jeden für reichstreu und königstreu zu Halten, der sich dafür ausgibt. Ich stehe nicht an, die Zwecke und die 2iele der Fortschrittspartei als unverträglich mit den monarchi­schen Einrichtungen zu bezeichnen, als antimonarchisch und krypto- republikanisch" In derselben Wahlrede vom 24. Januar 1887 hat es Fürst nicht unter seiner Würde gehalten, abgeschmackt« Wahllügen und Wahlhetzereien kräftig und wirksam zu widerlegen. So geißelte er u. a. benwüsten Unfug, das mit dem WorteReaktion" getrieben wird, das, wie er bemerktes' sich immer einstelle, wo Begriffe fehlen.

Bismarck hat Ende Januar 1887 gesagt:Daß ich mir von der Leichtgläubigkeit vieler Wähler, von dem ungeheuren Maß« der Ver- lo^nheit der Wahlaoitationen die richtig, Vorstellung nicht gemacht habe, bringt mich noch nicht auf den Irrtum, daß ich das deutsche Volk überschätzt hätte." Die Wahlen vom 21. Februar 1887 haben das be­gütigt. Aber selbst heute, nach den Wahlen von 1912, liegt noch kein Erund vor, das deutsch« Volk in seiner großen Mehrheit von nationalem Standpunkt« aus gering einzuschätzen. Der Fonds nationaler Gesinnung, »« bei den Wahlen vor 25 Jahren den Sieg davontrug, ist nicht spur­los verloren. Man darf es hoffen, daß der jetzige Reichstag manchem di« Äugen offnen wird.

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Der Krieg nm Tripolis

Tobruk, 6. Febr. (Agenzia Etefani.") Gestern früh et« »finete eine Truppe von 60 Flinten und andere kleinere zerstreute Trupps tm Süden und Osten der ttalienischen Stellungen ein »euer gegen das Fort. Sie zogen sich schleunigst zurück nach den Schüssen der italienischen Feldgeschütze. Aus Mafiaua wird ge- Meldet, daß der KreuzerCalabria" die türkischen Forts Schech Mnd Said unbrauchbar macht« und zwei Samburen, di« di« tllr- Mche Flagg« führten, nahm.

----*---- Politische Umschau. Die bayrische Landtagswahl. Der Stand der Parteien ist jetzt:

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®If Sitze sind dem Zentrum und elf den Konservativen und dem Bund der Landwirte abgenommen worden. Zugute gekom­men sind diese Verluste den Sozialdemokraten und Liberalen, ble im Eroßblock vereinigt waren. Das Zentrum hat mit 87 Sitzen auch im neuen Landtag die absolute Majorität.

gramm gegenüber dem Dreibunde für ungenügend. E« wäre nötig gewesen, die Zahl der großen Panzerschiff« auf 48 zu bringen ferner die Reeden des Departements Charente und Jnferieur« zu schützen, damit die Deutschen nicht versucht seien, bort eine Lan- düng vorzunhmen. Der sozialisttsch-rabikale Deputierte Cord« foflte, das Programm sei ungenügend, man müfie schnelle Ein- heilen bauen. Andr6 Lefevre meinte, daß die Annahme de« Pro- gramm« eine Kundgebung sein müsse, um zu zeigen, daß es nöttg sei, daß Frankreich seinen früheren Rang Wiedergewinne. Die Franzosen müßten eine mächtige Marine haben, um im Krieg«, falle die Versorgung de« Landes mit Lebensmitteln zu sichern. Er wünsche, daß man in den Schiffskammern die Verwendung von Holz vollständig unterdrücke. Delcafiä sagte, daß dies bei den im Bau befindlichen Schiffen bereits der Fall sei. Er habe ang«. ordnet, die völlige Ausschaltung jebes brennbaren Baumaterial«, fogat des imprägnierten, in Gefchoßkammern der Panzer und Panzerkreuzer zu studieren.

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Deutsches Reich.

Reichatagsvorlagen. Berlin, 6. Febr. DieRordd. Allg. Ztg." schreibt: Abgesehen von der Hauptaufgabe des neuen Reichs­tages in der bevorstehenden Session, der Verstärkung der Wehr­fähigkeit und der Deckung der Mehrkosten, befinden sich mehrere Entwürfe in Vorbereitung. Ueber den vom Bundesrat beschlos­senen Entwurf des Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetze« machten wir kürzlich Angaben, lleber weitere Vorarbeiten er­fahren wir gegenüber anderen irrigen Mitteilungen: Vorbereitet werden Gesetzentwürfe über die Sonntagsruhe im Handelsgewerb«, Versorgung der Personen, die in gemeinnütziger Tätigkeit bei dem Retten und Bergen von durch Feuers- und Wafiersgefahr be­drohten Menschen oder in der Ausübung eines öffentlichen Dienste« von Unfällen bettoffen werden, der Rachtragsetat für bas Direktorium zur Ausführung be« Versicherungsgesetzes und für Angestellte der erforderlichen Reichsanstalt, die Vorlage wegen Schaffung bet für bie koloniale Rechtsprechung notwendigen brit« ten Instanz, das Schutztruppengesetz, das Postscheckgesetz, die Rechtsbeziehungen zu Bulgarien durch einen Konsularvertrag über ben Rechtsschutz, die Rechtshilfe in bürgerlichen Angelegenheiten und die Neuregelung des Auslieferungsverttages. Diese Verträge und das gleichzeitig abgeschlofiene Abkommen über die Verlänge­rung ds Handelsvertrages mit Bulgarien werden dem Bundesrat und Reichstag zugehen.

Das preußische Abgeordnetenhaus und da« päpstliche Motu- proprio. Die Abgeordneten Dr. v. Campe, Dr. Friedberg und Eenoffen haben mit Unterstützung der nationalliberalen Fraktion zur zweiten Beratung be« Etats der auswärtigen Angelegenheiten im preußischen Abgeordnetenhause den Anttag an die Regierung gestellt, dem Hause tunlichst bald authentische Mittteilungen über die mit der Kurie über das Motuproprio betteffend das Gerichts­verfahren gegen Kleriker gepflogenen Verhandlungen zu machen, insbesondere den darauf bezüglichen amtlichen Schristwechsel vor- zulegen.

Abgeordneter Heinrich Gräf«. Berlin, 6. Febr. Der Kon­servative Landesverein im Königreich Sachsen veröffentlicht fol- gende Mitteilung:Die Notiz, daß der in Bautzen gewählte Ab­geordnete der Reformpartei, Heinrich Gräfe, der deutschkonser« vatioen Fraktion beigetreten sei, ist in dieser Form nicht richtig. Herr Gräfe hat unter Wahrung seiner Selbständigkeit als Re­former lediglich seine Zustimmung gegeben, sich der konservativen Fraktion zuzählen zu lafien, um durch den Anschluß an eine grö­ßere Fraktion vorteilhafter für die Vertretung seines Wahlkreises wirken zu können, als ihm dies so möglich ist."

Die diesjährige Generalversammlung der Katholiken Deutschlands findet vom 11.15. August in Aachen statt.

Propst und Spion. Durch die Presse geht folgende merk­würdige Notiz: Der Redakteur Ziolowski vomOrendownik" hatte behauptet, daß der Propst Ervzlewicz, der wegen Vergehens gegen den Kanzelparagraphen zu Festungshaft verurteilt worden war, auf der Festung Glatz drangsaliert werde, weil er Pole sei. Die Elatzer Festungsverwaltung stengte darauf die Beleidigungs- klage gegen ben Rebakteur an. Es kam zum Prozeffe, in bem bet Elatzer Festungskommandant v. Eregori die Unrichtigkeit der Be­hauptung bekundete. Der Propst sei im Gegenteil mit einer Zu­vorkommenheit behandelt worden, deren et sich nicht würdig ge­zeigt habe. Er fei heimlich mit dem Spion Trench in Verbindung getreten, habe, wie Trench selbst zugab, für diesen heimlich Briefe zur Post besorgt und in einem an Trench gerichteten Briefe sich bereit erklärt, diesem Material für englische Zeitungen zu liefern, auch dafür zu sorgen, daß Trenchs Sache im Abgeordnetenhause zur Sprache komme. Der abgefangene Brief befinde sich bei den An­staltsatten. e

Ein grober Unjug. Kaum ist das Urteil des Reichsgerichts über den englischen Spion Steward gefällt, beginnt, so entnehmen wir benLeipz. Neuesten Nacht.", schon roieber die englische Heul­meierei wegen einer Begnadigung. DerDaily Mirror" teilt mit, daß Charles Steward, der Vater des Spions, Nachricht von Freunden in Deutschland erhalten hat, daß die Begnadigung seines Sohnes beim Kaiser beantragt worden sei. Mr. Steward« Freunde in Deutschland glauben, daß die Begnadigung alsbald er­folgen werde. Der Vater traf Vorbereitungen zu feiner Abreise nach Deutschland. Die Freunde des Herrn Steward in Deutsch­land mögen sich doch darüber klar werden, ^ jeder, der dem Deutschen Kaiser empfehlen würde, dem Spion etwas von seiner milden Strafe zu erlassen, wider bas Interesse bes Reiches und bie.

ik8a**LLnPrfr 1 beträgt für bie 7gespaltene Zelle oder deren

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b «elleM q>Le, Wiederholungen entsprechender Rabatt. Jeder Rabatt «jdütfl. _ gilt als Barrabatt. Bet Konkurs kein Rabatt. Verbindlichkeit für «matu u *

Donnerstag, 8. Februar - Ä«?

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Gewäbtte Ab­geordnete

Zentrum ... 87