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1912.

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Forts Nitte in der französischen Marine.

Mit einiger Spannung darf man dem kommenden französi­schen Flottenprogramme und seiner Aufnahme in den Kammern rntgegenfehen. Es verlangt nämlich nicht nur die zwei großen Schlachtschiffe, wie sie bereits in den letzten Jahren regelmäßig auf Stapel gelegt worden sind, sondern noch £tn drittes großes Schlacht­schiff als Ersatz für die im vergangenen Jahre durch Explosionen verunglückteLiberttz". Herr Delcassö wenigstens will ein solches Ersatzschiff fordern, und er würde, wenn er es erhält, für die Ma­rine zweifellos ein gutes Geschäft gemacht haben. DieLibertö" besaß eine Wafferverdrängung von reichlich 15 000 Tonnen, ihr Ersatzschiff wird eine solche von etwa 24 000 Tonnen oder mehr besitzen. Die Kosten sind selbstverständlich ebenfalls erheblich viel höher. Wie man aber die französischen Parlamente aus Erfahrung kennt, werden sie, das ist kaum zu bezweifeln, das Ersatzschiff trotz der hohen Belastung des Etats bewilligen. Ein peinliches Gefühl beschleicht uns, wenn wir daran denken, daß in dem gleichen Jahre 1912 das deutsche Flottenprogramm nur zwei große Panzerschiffe vorsieht. Wird eingeworfen, die Franzosen hätten ja auch ein großes Schlachtschiff durch einen Unglücksfall verloren, so ist da­gegen anzuführen, daß die Libertü der Epoche angehörte, die vor der Zeit der Dreadnoughts liegt, und daß alle vor dieser Zeit ge­bauten Schiffe im hohen Grade durch die Dreadnoughts und ihre Nachfolger entwertet sind. Die französische Flotte wird also mit dem Ersatzschiffe einen sehr beachtenswerten Kraftzuwachs erhalten.

Die französische Marine kann überhaupt zufrieden fein, daß sie Herrn Delcass«^ als Minister behalten hat. Delcassö ist ein Mann von Ehrgeiz, von leidenschaftlicher Vaterlandsliebe, von schroffem Rationalstolz, auch hat er die Fähigkeit, gründlich und ausdauernd um einer Sache willen zu arbeiten. Schon bevor et das Marineministerium bekam, hat er jahrelang teils als Mit­glied, teils als Vorsitzender von parlamentarischen Marineunter­suchungskommissionen das Bestreben an den Tag gelegt, den Schä­den auf den Grund zu kommen, die sich in der Flotte zeigten, und bessernd einzugreifen. Er hat sich in jenen Jahren sehr gründliche Kenntniffe erworben und betrachtet das Marineministerium jetzt nicht nur als eine Stufe zum weiteren Aufstieg, sondern er widmet der Marine tatsächlich seine ganze Kraft. Niemand kann leugnen, daß er in der Zeit seiner Amtsführung ganz Erhebliches erreicht hat. Er hat vor allem den Bavschlendrian von früher abgeschafft, und das allein bedeutet eine Leistung, die keiner seiner Vorgänger fertig gebracht hat. Er bat ferner das Reparaturwesen und das ganze Gebiet der Ausrüstung der Schiffe sehr erheblich gebessert und die Schlagfertigkeit der Geschwader im Zusammengehen mit den hohen Frontoziffern gefördert.

Sicher bleibt noch sehr vieles zu bessern übrig; denn die Zu­stände in der französischen Marine waren geradezu beispielslos. Ob Delcassä die Kraft und die Zeit haben wird, die Aufgaben, die ihnen gestellt sind, ganz zu lösen, ist freilich die Frage. Getan hat er aber schon viel, und wenn nicht alles trügt, so hegt er noch weitgehende Pläne für eine stärkere Zukunftsentwickelung der französischen Marine. Trotz der Siberts und anderer Unfälle, auch solcher, die vielleicht erst noch kommen mögen, soll man bei uns nicht in den Febler der Geringschätzung verfallen, sondern mit aller Aufmerksamkeit verfolgen, was in und mit der französischen Marine vorgeht.

will nicht, was ich kaum nötig habe, zu sagen, an den sinnlosen Angriffe« auf den Staatssekretär de» Aeuhern mich beteilgen, die jetzt von seiner eigenen Parteipresse auf ihn gerichtet werden. Aber was find die Tat­sachen der Lage? Die allgemeine Ansicht, die ich teile, ist, daß wir im letzten Sommer am Rande eines Krieges waren. Der Zwischenfall do* Marokko hat ohne Krieg geendet. Beifall.) Aber er hat auch damit gt» endet, daß unsere französischen Freunde alle Borteile bekamen, während wir alles llebelwollen bekammen. (Beifall.) Das ist ein seltsames Er- gebnis. Was ist die Erklärung? Wir trieben an den Rand eines Krie. ges aus denselben Gründen, die uns in den Krimkrieg hineingetrieben haben. Wir trieben einem Kriege entgeegn, weil nicht nur radikale Ab- geordnete, sondern die einflußreichsten Männer der Regierung Reden hiel. ten, die fremde Nationen glauben machten und ich glaube, daß sie dazu Grund hatten, daß unsereRegierung niemals unsere Ansprüche mit Ee- walt durchsetzen wollte. Von allen Schuldigen war, glaube ich, der Schatzsekretär der schlimmste. Ich habe ihn wegen seiner Mansion-House, Rede im letzten Sommer nicht getadelt. Möglicherwpeise war sie für ihn das einzige Mittel, um das Uebel wieder gut zu machen, da« er selbst verursacht hat. Vielleicht hat uns diese Rede vor dem Kriege be­wahrt, aber ste hat uns nicht davor bewahrt, daß sie in Deutschland einen Grad von llebelwollen hervorrief, das zu beseitigen Jahre, vielleicht ein, Generation vernünftiger Staatskunst brauchen wird.

Politische Umschau.

Ein englischer Parteiführer über die deutsch-englische Verstimm««-.

In einer grohen Parteiversammlung in der Londoner Albert Hall sprach der konservative Parteiführer Bonar Law über die politische Lage. Ueber die auswärtigen Beziehungen Englands sagte er folgendes: Ich

Der Krlea um Divolls.

Rom, 29. Jan.Agenzia Stefani" meldet folgendes über einen türkischen Angriff bei Ainzara:Gestern gegen 3 Uhr feuerte der italienische Posten an der Ostseite der Verschanzung auf

Deutsches Reich.

Die Taufe de» Kronprinzensohn«. Berlin, 29. Jan. Die Taufe des vierten Sohnes des Kronprinzenpaares wurde gestern abend 7 Uhr im kronprinzlichen Palais feierlich vollzogen. Der neugeborene Prinz wurde auf den Namen Friedrich getauft.

Das «ahlrefultat im Wahlkreis Magdeburg I (Salzwedel. Gardelegen) ist nach der amtlichen Feststellung folgendes: von Kröchet (Kons.) mit 13 465 Stimmen gewählt. Dr. Böhme (bei keiner Fraktion) erhielt 13144 Stimmen.

Ein «euer Wahlkreis für Trimbor«. Im neunten Düssel« dorfer Retchstagswahlkreise Kempen hat der gewählte neue Zen- trumsabgeordnete Bäckerobermeister Ehryfant sein Mandat zu­gunsten Dr. Trimborn» niedergelegt. Da der Wahlkreis dem Zentrum absolut sicher ist, darf Trimborns Wiederwahl als ge­sichert betrachtet werden.

DieRordd. Allg. Ztg." zu den Wahlen. Berlin, 29. Jan. DieRordd. Allg. Ztg." schreibt: In Erörterungen der Presse über den Ausfall der Wahlen finden sich mehrfach Versuche, der Regierung die Schuld an dem Ergebnis zuzuschreiben. Sie habe die Finanzreformhetze geduldet und nichts gegen das Paktieren der bürgerlichen Parteien mit der Sozialdemokratie getan. Al» sie eingegriffen habe, fei es zu spät gewesen. Diese Vorwürfe find nicht berechtigt. Die Bemühungen der Regierung sind dauernd, und zwar nicht erst seit der Eröffnung der Wahlkampagne, daraus ausgegangen, die Gegensätze unter den bürgerlichen Parteien aus­zugleichen und sie auf den gemeinsamen Boden des staatlichen Ge- samtinteresses zurückzuführen. Wenn diese Bemühungen an der Verbitterung der Parteien gescheitert sind, so trifft die Schuld jedenfalls nicht die Regierung. Hätte sie im Streit um den inneren Wert der Reichsfinanzresorm für die eine ober andere Seite Partei ergriffen, so hätte sie ihre Versuche von vornherein zur Aussichtslosigkeit verdammt. Wohl aber lag es in der Rich­tung ihrer Aufgabe, die für die Reichsfinanzen günstigen Ergeb­nisse der Reform mit Nachdruck darzulegen, sowie sie erkennbar waren. Daß dies bet jeder Gelegenheit und noch bis in die letzten Tage der Reichstagssession hinein geschehen ist, kann nicht be­stritten werden. Der zweite Vorwurf, daß es die Regierung an Entschiedenheit in ihrer Stellung zu der Sozialdemokratie habe fehlen lassen, ist nicht minder haltlos. Die Auffassung der Re­gierung ist vor den Hauptwahlen wie vor den Stichwahlen mit

Feinde, die sich im Schutze der Dunkelheit den italienischen Hinder­nissen genähert hatten. Als der Feind, der vielleicht beabsichtigte, die Stacheldrathzäune zu durchschneiden, sich entdeckt sah, eröffnete er aus nächster Nähe Feuer aus die italienischen Befestigungen. Seine Zahl konnte nach der Stärke des Feuers auf 3400 Mann geschätzt werden. Als die Italiener das Feuer erwiderten, zogen sich die Türken nach etwa 20 Minuten zurück. Kurz vor Sonnen­aufgang, gegen 6 Uhr morgens, griff der Feind neuerlich in sehr viel größerer Stärke und breiterer Front au. Das wohlgezielte Feuer die Italiener zwang die Türken, sich hinter die nächsten Dünen zurückzuziehen, von wo sie ein allmählich schwacher wer­dendes Feuer unterhielten. Plötzlich, gegen 7 Uhr, machten sich neue Streitkräfte des Feindes in dem unübersichtlichen sumpfigen Gelände vor der Südwestseite der Italiener durch Feuer be­merkbar. Nach halbststündigem Schießen begann der Feind, das Feuer zu verlangsamen. Er zog sich unter dem Schutze der Dünen allmählich zurück. Um 8 Uhr 40 Min. befand sich der Gegner in vollem Rückzüge in südwestlicher und südlicher Richtung, beschossen von den italienischen Feldgeschützen.

London, 29. Jan. Das Reutersche Büro meldet aus Ho- deida vom 28. Januar: Eine vom italienischen KreuzerVicomte" ausgehende Schaluppe, die die weiße Fahne gehißt hatte, nahm bet Faselketit in der Nähe von Hodeida ein Motorboot weg, das die englische Flagge führte.

Paris, 29. Jan. Aus Eabes in Tunis wird gemeldet, daß ein italienisches Torpedoboot sogar die tunesische Fischerei be­kämpfe und den Golf Aghir in den tunesischen Gewässern durch­suche. Die Fischer haben, durch dieses Vorgehen beunruhigt, den Fischfang aufgegeben und die Regierung um Schutz durch ein fran­zösisches Torpedoboot erlucht. Man sei jedoch der Ansicht, daß die Küste von Eabes und Djerba infolge der italienischen Maßnahmen blockiert sei. Die französische Kavallerie im Süden von Tunis sei durch Futtermangel bedroht, da die Lieferanten aus Furcht vor den Italienern die Sendungen eingestellt haben.

Tunis, 29.' Jan. Etwa 1000 Personen veranstalteten nach einer Meldung derAgence Havas" gestern morgen vor dem Refi- dentschaftspalast eine Kundgebung unter Hochrufen auf Frank­reich. Darauf überreichte eine Abordnung von Vertretern der Residentschaft eine Adresse der französischen Kolonie betreffend die Beschlagnahme dreier französischer Dampfer durch die Italiener. Die französische Regierung wird darin aufgefordert, der unerträg­lichen Lage ein Ende zu machen, die de« Einfluß Frankreichs in Nordafrika gefährde.

Paris, 29. Jan. Nach einer anscheinend offiziösen Mit­teilung beabsichtigen die Regierungen Frankreichs und Italiens eine französisch-italienische Kommission einzusetzen, welche Mittel und Wege zur Hintanhaltung von Zwischenfällen wie denCar- thage"-,Manuba"- undTaoignano"-Zwischenfall prüfen und einen Modus vivendi für die Dauer des italienisch-türkischen Krieges finden soll.

Rom, 29. Jan. Wie dieAgenzia Stefani" meldet, hatten die an Bord des österreichischen DampfersBregenz",im Roten Meer festgenommenen türkischen Militärs Reisebillets nach Suez. Dies sei als ein weiterer Beweis dafür aufzufassen, daß sie die Absicht hatten, sich nach der Eyrenaika zu begeben.

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Marburg

Mittwoch, 31. Januar

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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Rach Feierabend",Fürs Haus" und .Landwirtschaftliche Beilage".

21 Nachdr. verboten.

Unser Wea oha lnnmf.

Roman von H. Tourths-Mahler.

(Fortsetzung.)

Er hatte inzwischen die Falten ihres Gewandes so geordnet, wie er sie brauchte. Nun stand er vor ihr und betrachtete fie prüfend.

Ist es recht so?" fragte sie, die gewünschte Stellung einnehmend.

Er streichelte sanft liebkosend ihre heiße Wange.

So bleib, Eitta. Nun will ich weiter arbeiten."

Er schaffte eifrig. Mit glühendem Gesicht und ernsten, suchenden Augen blickte er abwechselnd auf Eitta und die Leinwand.

Sie sprachen beide fast gar nicht. Nur hin und wieder ein paar Worte, die sich auf das Bild bezogen. Es war ein heißes Ringen um Erfolg. Erft als die Sonne sank und das Licht verlöschte, legte Georg die Arbeit nieder. Und Eitta reckte und streckte die von dem langen Sttllsihen erstarrten Glieder.

So wie dieser Sonntag vergingen von nun an die meisten.

Hermann Hartwig kam jetzt oft des Abends heraus zu Feldham­mers. Es gefiel ihm sehr, mit Eitta und Georg zu plaudern.

Durch Mama Feldhammers kalte, verdrießliche Miene ließ er sich nicht einschüchtern. Die kannte er schon zu lange, um sich dadurch schrecken |« lassen.

Daß Hartwig die junge Frau mit feiner Artigkeit behandelte, fand Me alte Dame geradezu unpassend. Derartige Galanterien und Kom­plimente paßten nicht in ihren schlichten Kreis. Rach ihrer Meinung hätte sich Eitta des verbitten müssen. Auch daß sich Hartwig mtt Gitta Über allerhand schöngeistige Themen unterhielt, ärgerte sie. Daß Georg meist gleich ihr den stillen Zuhörer spielte, erbitterte sie noch mehr. Sie glaubte, Georg verstände gleich ihr diese Unterhaltung nicht und fühlte fick auch in ihm gekränkt.

Sie befand sich aber in bezug auf Georg im Irrtum. Mit Interesse hörte er Eitta und Hartwig zu und freute sich, wie klug und graziös Eitta zu plaudern verstand. Er war stolz auf seine Frau und voll Be- wnbetuttg. Immer mehr Um ihm zum Bewußtsein, daß feine junge |

Frau etwas Besonderes, Künstlerisches im Wesen hatte, was ihm früher entgangen war.

Auch Hartwig hatte mit Staunen erkannt, daß Eitta eine der geist­vollsten Frauen war, die ihm begegnet war. Sie regte ihn selbst an und wußte ihm auf Gebiete zu folgen, von denen er ihr keine Kenntnis zugetraut hätte.

Eines Abend nach einer angeregten Debatte, sagte er, Eitta lächelnd in das belebte Gesicht schauend:

Wissen Sie, daß ich Sie bewundere, Frau Eitta? Sie wären die Zierde eines schöngeistigen Salons."

Ste blickte schelmisch zu ihm hinüber.

Sie sagten uns doch neulich. Schmeicheleien seien Ihnen verhaßt, weil Ihnen eine ehrliche Grobheit viel besser $u Gesicht stünde."

Er schüttelte den Kopf.

Nein, für eine Schmeichelei sollen Sie das nicht halten. Es ist meine Ueberzeugung. Weißt, Gfeorg, wenn du ein berühmter Maler bist, wird deine Frau erst recht am Platze sein. Ich werde dann Stamm­gast auf Ihren Abenden, Frau Eitta. Erhalte ich einen Freiplatz."

Gitta lachte.

,T>r ist Ihnen sicher, mein Wort darauf." erwiderte fie.

Schön, vergessen Sie das halt nicht, was Sie gesagt haben, llebtt- gens, Scherz beiseite, der Georg müßte jetzt schon ein bisserl heran» unter Menschen. Und Sie mit, Frau Eitta. Wenn er sein neueste» Bild zur Ausstellung einschickt, dann muß man schon von ihm sprechen. Diesen Winter müssen Sie die großen Künstlerfeste besuchen. Ich bringe dann ab und zu eine Notiz in der Zeitung. Etwa so: Der Maler Feld­hammer war auch zugegen mit seiner charmanten Frau. Sie trug eine Toilette von apartem Reiz. Goldfarbige Seide mtt champagnerfarbigem SeidentLll und Schultervolants von alter gelblicher Spitze. Das neueste Bild des noch jungen, aber bereits rühmlich bekonnten Malers wird ein Potträt feiner jungen Gattin fein. Man ist in maßgebenden Krei­fen voll Erwartung. Und so--Ra, was sagst du dazu, Schorschel?"

Daß du noch immer der alte Spaßvogel bist. Im Übrigen wäre mit derartige Reklame ein Greuel. Da, weißt du."

Leider. Da» ist ja da» Elend. Stolz lieb ich den Spanier. Schön. Aber ohne Reklame ist heute nicht» mehr zu machen, vernünftige.

anständige Reklame scheuen auch die Besten nicht. Was meinen Sie dazu, Frau Eitta?"

Daß Sie sich vorläufig ohne Rot ereifern. Wir müssen wohl noch eine ganze Weile darauf verzichten,auch anweesnd" zu sein, ob mit oder ohnegoldfarbige Seide" undSchultervolants von alten Spitzen", llebrigens, mein Kompliment, Sie verstehen es, herrliche Kostüme au» dem Nichts zu zaubern. Ich sah dasgoldfarbige" leibhaftig vor mit."

Hartwig lachte.

Seit, ich pfusche unfein ersten Schneidern ins Handwerk. Warum aber wollen Sie verzichten,anwesend" zu sein?"

Es verbietet sich von selbst, lieber Herr Hartwig. Zu solchen Dinge« reicht es bei uns noch nicht. Aber vielleicht kommt es doch mal fo weit. Dann können Sie gern Artikel vorn Stapel lassen. Ich bin auch der An­sicht, daß man eine geschmackvolle Reklame nicht zu scheuen braucht, wen« man in die Oesftntlichkeit treten will."

Bravo! Sie sind wirklich eine kluge Frau. Also warten wir noch ein Weilchen. Jetzt haben wir Oktober. Im Mai wird die Kunstaus­stellung eröffnet. Bis dahin muß dein Bild fertig sein. Kannst dir also Zeit lassen und alles gut durcharbeiten, wenn dir auch nut die Sonntage zur Verfügung stehen. Einschicken mutzt du es auf jeden Fall."

Und wenn es die Jury zurückweist?"

Abwatten, mein alter Junge. Diese Möglichkeit wollen wir gar nicht in Betracht ziehen. Nimm alle Kraft zusammen. Frau Eitta, nit auslassen dürfen Ste ihn, das bitt ich mir aus."

Eitta umfaßte Georgs Arm und atmete tief auf.Was an mir liegt, daran soll es nicht fehlen."

Ich möchte nut wissen, wer von euch dreien der nSttifchste ist", sagt» in diesem Augenblick Frau Feldhammer mit kalter, nüchterner Stimm».

Hartwig fuhr lachend nach ihr herum.

Ich, Mama Feldhammer, da gibt es nicht» zu zweifeln. Wenn e» nach Ihnen ginge, wäre ich wohl schon al» gemeingefährlich nach Kum­met Sichet gebracht worden, gelt?"

Sie ziehen alles, »a» ich sage, ins Lächerliche. Mit ist gar nicht scherzhaft zu Mute."

(Fortsetzung WJ j

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