-aß das Schiff Marlboro«g? heiße« werde. Das Schiff wird etwa» größer fein, al» die Schlachtschiffe der King George-Klasse. Die Einzelheiten der Konstruktion werden ebenfalls geheim gehalten.
• * Die Revolution in Thiva. London, 25. Ian. Der „Daily Telegraph" meldet aus Peking vom 25.: Telegramme von der Front melden, daß die Republikaner die Hankau-Bahn bis zu« 71. Kilometer beseht halten. Alles verfügbare rollende Material werde auf der Endstation am Yangtfe für Truppentransport« an- gesammelt. General Li und dir Armee von hankau rüste sich für eine große Schlacht nach Ablauf des Waffenstillstandes. Die Truppen aus Hupeh und Kingsu, die fast di« ganze republikanische Armee bilden, marschieren gegen die Kaiserlichen bei Hwiangpeh; die dritte Armee marschiere auf Hungtschuan am Flusse Han. — Schanghai, 25. Ian. Die Friedensverhandlungen haben ein« unerwartete Wendung zum besseren genommen. Dr. Eunyatfen hat ein in den freundlichsten Ausdrücken abgesaßtes Telegramm an Yuanschikai geschickt, in dsm er da» Mißverständnis aufklärt, das sein neuerliches Ultimatum an Puanschikai verursacht hätte. Das Editt über die Abdankung des Thrones wird vor dem 29. Januar, wenn der Waffenstillstand abläuft, erwartet. — London, 26. Ian. Die „Times" meldet aus Peking vom 25. Ian.: Ein Edikt veröffentlicht die Entchseidung der Palastkonferenz vom letzten Montag, daß die Abdankung nicht sofort stattfinden solle, sondern daß man die Entscheidung des Nattonalkonvents abwatten werd«.
* * Tripolis. Konstantinopel, 26. Ian. Rach eingetroffenen amtlichen Rachrichten aus türkischer Quelle, find bei dem Bombardement von Zuara am 19. Januar von fünf italienischen Kriegsschiffen etwa tausend Schüste abgegeben worden. Der Stadt und der Kaserne wurden schwere Schäden zugefiigt. Menschenverluste sind nicht xu beklaoen.
♦ ♦ Lynchjustiz. Guayaquil, 26. Ian. Der revolutionäre General Pedro Montto, der vom Kriegsgericht z» 16 Jahren Gefängnis verurteilt worden ist, ist nach der Urteilsverkündigung von dem erbitterte« Pöbel erschossen worden. Der Leichnam wurde durch die Straßen geschleift, enthauptet und schließlich verbrannt. Die Erregung der Bevölkerung dauerte die ganze Rächt. Zn vielen Teilen der Stadt fielen Revolverschüsse.
Marburg und Umgegend.
Nachdruck aller Orginalarttkel ist gemäß st 18 de« Urheberrechts nur mit der deutlichen Quellenangabe „Oberhesi. Atg." gestattet.)
Marburg, 27. Januar.
* Seiet« für Raturdeukmalschutz i« Kurhesse» u«d Waldeck, klm 25. Januar fand im Hörsaal des geologischen Instituts die Jahresversammlung des genannten Vereins statt. Nach einer Begrüßung der zahlreich erschienenen Vereinsmitglieder und Gäste durch den Vereinsvorsttzenden ergriff Herr Prioatdozent Dr. K. AndrSe das Wort zu einem längeren Vortrage über di« landschaftlichen Formen der Umgebung von Marburg und ihrer Ursache«. Ausgehend von einer Ueberstcht über die zahlreichen im Laufe der geologischen Perioden nacheinander stattgehabten Meeresbedeckungen, die Mitteldeutschland und Hessen insbesondere betroffen haben, gab er eine Ueberstcht über die in der Umgebung unserer Stadt hauptsächlich verbreiteten Gesteine. Es find dies einmal der mit dem ihm unterlagernden Konglomerat des obersten Zechsteins und zweitens die die Grundlage der genannten Schichten bildenden gefalteten Schiefer älterer Formationen des Eulms, Devons und Silurs. Während die nächste Umgebung von Marburg und die Abhänge des Lobntals aus Buntsandstein bestehen und auch das Lahntal bis über Niederweimar hinaus in Buntsandstein eingeschnitten ist, so tritt das ältere Schiefergebirge als Rand der großen Maste des sogen, niederrheinischen Echiefer- gebirges in geringer Entfernung unserer Stadt, so bei der Damm- Mühle und bei Elnhausen hervor. Während der Buntfandpein sonst durch eintönige „sargförmige" Bergformen ausgezeichnet ist, so bildet dieses Gestein bei Marburg im Gegenteil prächtige Kuppen (Dammelsbrg, Kirchspitze, Echloßberg, Augustenruhe, Wannkopf), wie fie sonst etwa Basaltbergen zuzukommen pflegen. Der Grund für die ungewöhnliche Gestalt der Marburger Buntsandsteinberge ist darin zu suchen, daß die Buntsandsteintafel gerade in unserer Gegend am Westrande ihrer Auslagerung auf dem alten Gebirge von großen Kilometer zu verfolgenden Bruchlinien durchsetzt wird, an denen sich große Absenkungen, namentlich ein treppenförmiges Riederstnken der einzelnen Schollen in der Richtung von Westen nach Qsten vollzogen haben. Die aushängenden Karten und Profile veranschaulichten diesen treppenförmigen Bau in deutlicher Weise. Auf diesen durch die Bruchlinien gebildeten Spalten find dann in der Terttärzeit einzelne Basalte als vorgeschobene ländliche Posten der großen Basaltmafle des Dogels- berges hervorgebrochen. Sie bilden z. B. den Stempel und Frauenberg. — Rach diesem mit reichem Beifall aufgenommenen Vortrag fand eine kleine Pause statt, woraus der Vorfitzende, zum geschäftlichen Teil übergehend, kurze Mitteilungen über den Kastenbestand, Mitgliederzahl und die demnächst vom Verein in die Hand zu nehmenden Aufgaben sprach.
* Die Verwendung des Tintenstift» im amtliche« Verkehr. Im Linverständniste mit dem Rechnungshöfe des Deutschen Reiches wird die Verwendung von Tintenstift gestattet zur unterfchrist- lichen Vollziehung: 1. der dem Rechnungshöfe vorzulegenden Berichte, Abnahmeverhandlungen, Beantwottungen der Erinnerungen, Rechnungen, Bescheinigungen aller Att zu Verwaltnngs- und Baürechaungen, Sichtvermerke. Verwendungs-, Einttagungs- und
firner ''lief
^eu-Lölln" bei Berlin macht dauernd von sich reden. Erst kam es zu seinem schönen, neuen Namen wie die Jungfer zum neuen Hute — nämlich durch Eitelkeit und jetzt ist es aus einmal um seine achtundzwanzig Stadtverordneten gekommen, die erst mit dazu beigetragen haben, ihm diesen schönen Namen zu verschaffen. Dielleicht weiß einer der Leser noch gar nichts von Neu-Cölln? Nun, es ist ein gar berühmter und beliebter Ort, besten alter Nam« von tausend Zungen im Liede gesungen worden ist, weit über die Grenzen des Deutschen Reiches hinaus. Aber vielleicht war es gerade dieser llinfkrnd, der die Stadtväter von Rixdorf veranlaßt hat, diese Namensänderung zu beantragen, ebenso, wie manch« Privatpersonen ihren ihnen lächerlich dünkenden Namen beim Oberpräsidenten gegen einen schöneren umtauschen. Di« Neu-Cöllner Stadtväter fanden nämlich, daß der alte Name für ihr ernsthaftes, aufblühendes Siädtewesen nicht mehr fein genug sei: Nix- dorf — wer denkt nicht dabei an das herrliche „3n Rixdorf ist Musik« — Musik« — Musik" —, man stellt sich eben unter Rixdorf einen fröhlichen Ott vor, in dem das ganze Jahr hindurch ein toller, lustiger Karneval herrschte.
Das ist natürlich gar nicht der Fall, und die besorgten Stadtväter möchkn denn auch den äußeren Schein vermeiden, wollen also ihr Stadtvisier in Neu-Cölln umtauschen. Vielleicht soll das Wort „Cölln" ein« pietätvolle Erinnerung an das alte, ianzesfr endige Rixdorf fein und an den berühmten Kölner Karneval anklingen — bis heute ist eine Erklärung für di« Wahl gerade dieses Namens sonst nicht erbracht worden, denn mit Cölln am Waste«, der alten Konkurrenzstadt Berlins, auf deren Terrain heute da» Königliche Schloß und der vornehmste Teil der Residenz steht, die Linden und da» Ministerviertel, hatte das ölte, ehrlich« Rixdorf nicht, zu tun. äßie dem immer sei, die Etadtvertretung een Nixdorf hat bie Namensänderung gebilligt — nähere Gründe find nicht bekam« geworden. Man müßte gerade annehmen, daß es tatsächlich au, Eitelkeit geschehen sei. Die Sozialdemokraten behaupteten bas nämlich in der historischen Sitzung gegenüber den bürgerlichen Par-
ähnlichen Bescheinigungen, 1 ernt Anweisungen Bei Kaffen zur Einziehung ««b Verausgabung von Geldbeträge« usw., 8. von Quittung«« (einschl. der Rentenguittungen) »«d Empfangsbescheinigungen aller Art, 4. von Bescheinigungen auf den Quittungen Über Ruhegehälter und HinterbliebenenbezÜg«, 5. von Abnahme« und Richtigkettsbefcheinigungen, 6. von Anerkenntnissen der Käufer in Verhandlungen über Käufe usw. Gs dürfen nur solche Tintenstifte benutzt werden, die eine gut haftende, möglichst dunkle, aber nicht glänzende, auch bei künstlichem Achte leicht lesbare Schrift liefern.
* Verteilung von Druckschriften. Rach tz 30 de» Reichsgesetzes vom 7. Mai 1874 in Verbindung mit § 10 des Preßgesetzes vom 12. Mai 1851 bedarf «s zur öffentlichen, unentgeltlichen Verteilung von Bekanntmachungen, Plakaten und Aufrufen der polizeilichen Erlaubnis. Dies« Vorschrift hatte das Kammergericht seit der Entscheidung vom 18. April 1904 stets dahin ausgelegt, daß unter einer unentgeltlichen Verteilung eine solche zu verstehen sei, für die der Betteiler weder von dem Empfänger der Druckschttst, noch von seinem Auftraggeber ein Entgelt «rhlält. In «iner Entscheidung vom 2. Oktober 1911 hat jedoch das Kammergettcht diese Auf- fastung ausdrücklich aufgegeben und ausgeführt, daß die Verteilung nur dann al» unentgeltlich anzusehen fei, wenn der Verteiler von dem Empfänger ein Entgelt nicht erhalt« und daß «s bei Beurtei« hing dieser Frage unwesentlich sei, ob der Vetteiler von einem Dritten für seine Tättgkeit bezahlt würde oder nicht.
* Warnung vor Methylalkohol. Der Minister des Innern hat sämtliche Regierungen angewiesen, alsbald eine öffentliche Warnung zu erlaffen, die davon ausgeht, daß in Berlin kürzlich infolge des Genustes geistiger Getränke, die mit Holzgeist (Methylalkohol) verfälscht werden, zahlreiche Personen schwer, u. a. an Erblindung und zum erheblichen Teile tödlich erkrantt seien. Vergiftungen gleicher Att seien auch an anderen Otten mehrfach beobachtet worden. Herstellung und Verkauf derattiger mit Methylalkohol versetzter Getränke seien strafbare Handlungen im Sinne des Nahrungsmittelgesetzes und der Bestimmungen des Reichs- strafgesetzbuches. Die Bevölkerung soll daher vor dem Genuß solcher Eettänke, hie meist durch ihren geringen Preis auffallen, dttngend gewarnt werden. Die Verwendung des Holzgeistes (Methylalkohols) und methylalkoholhalttger Präparate (Spitttol, Sptttogen, Eolubiaspiritus usw. zur Herstellung von Heilmitteln innerhalb und außerhalb der Apotheken — also auch Drogenhandlungen ist bereits verboten. Aber auch zur Herstellung von kos- metischen Mitteln (Haarwässern, Parfümen u. dgl.) sollte Methylalkohol nicht verwendet werden, weil selbst seine äußere Anwendung zu Gesundheitsschädigungen führen kann.
• Da» trockene Jahr 1911. Rach meteorologischen Aufzeichnungen ist das vergangene Jahr das viettwärmst« und das zweit- ttockenste der letzten 100 Jahre gewesen. Roch wärmer als 1911 waren die Jahre 1843,1868 und 1872. Seit 1857 hatten wir kein so dürres Jahr wie das vorig«.
• vorn Vogelflug. Z« unserer diesbezüglichen Mitteilung schreibt uns Herr Hauptmann und Kompagniechef Küster vom hiesigen Jäger- bataillon folgendes: Die mit Fußttngen gezeichneten Vögel ans den Futterplätzen der Vogelfreunde find auf Bitten der Vogelwarte Rofitten, Kuttsche Nehrung, einem staatlichen Jnstttuk zur Erforschung der Lebensgewohnheiten unserer Vogelwett, von mir mit fottlaufend nummerierten Rostttener Aluminium-Ringen gezeichnet, und jmat die Vögel mit Ringen am linken Fuß im Winter und Frühjahr 1911, di« am rechten Fuß beringten im Winter 1912. Ferner find im Frühjahr 1911 eine große Anzahl Störche an» der Umgegend mit breiten Aluminium-Ringen gezeichnet worden. Ich bitte, di« Vögel nicht etwa der Ringe wegen zu »erfolgen, Ringe verendet aufgefundener Vögel aber mit Angabe von Fundott und Datum mir oder direkt der Logelwatte Rofitten einsenden zu wollen. Da über die Ringnummer genau Buch geführt wird, lassen sich mit den eingelieferten Ringen sehr interestante Beobachtungen über bas Leben und die Wanderungen unserer befiederten Freunde machen.
• „Hessenland", Hessisches Heimatsblatt, Zeitschttfi für hessische Geschichte, Volks- und Heimatkunde, Literatur und Kunst, hat in Nr. 2 folgenden Inhalt: Wenzel, Ernst. Mittelalterliche Gräber, insbesondere die auf hessischem Boden (Forts.) — Abbildungen mittelalterlicher Steinsärge. — Weber, Richard. Hessen und die Luftfahrt (Schluß). — Wehrda bei Marburg, vom Ballon aus gesehen (Abbildung). — Schwalm, Ioh. H. Das Echwälmerleben im eigenen Sprüchwori. 3. — Schneller Soff, bäs e hei neht, gett männfrih roeite of. Zeichnung von I. Happ. — Bertelmann Heinrich. Die Lokomotive (Gedicht). — Felsberg. Zeichnung von Otto Ubbelohde. — Heidelbach, Paul. Johann Lehwalter (Bildnis). — Karrikatur Lehwalters von W. Thielmann- Wtvinashausen. — Ein altrasseler Geschäftshaus. — Holmquist, Mary. Im Hessenlande (Stilen). — Aus Heimat und Fremde. — Sprechfaul. — Personalien.
Versammlungen, Konzert«, Theater, »ergnügungsnachrichten «im.
* Im Fortbikdnngs»erein spricht am nächsten Montag abends 8 Uhr im Hörsaal des Physiologischen Instituts Herr Professor Bock über „Die holländische Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts".
UnyolWche TatzesnackMchlen,
Diebesgut. Berlin, 26. Ian. Der „Berl. Lokalanz." meldet aus Moifions: Beim Fällen einer alten Eiche fand man in dem hohlen Baumstamm eine Blechkassette, die über 3000 Francs in Gold enthielt. Die einzelnen Stücke waren mit «lut befleckt. Die Untersuchung ergab, daß das Blut von Menschen stammt. Man vermutet, daß das Geld von einem unentdeckten Verbrechen herrühre.
Feuer. Schönhausen a. Elbe, 26. Jan. Im Gebäude des Brs- marckinufeums brach gestern irachmittag Feuer aus. Es gelang den Brand zu löschen, eher beträchtlicher Schaden entstand.
Uten. Die Welt ist undankbar. Zum Lohne für den stolzen Namen, den fie ihrer Vaterstadt verschafft haben, find die achtundzwanzig Stadioer- ordneten von Neu-Cölln-Rixdorf jetzt vom Oberoerwaltungsgerichte ihrer Mandate für verlustig erklärt worden, weil bei ihrer Wahl nicht ganz vorschriftsmäßig vorgegangen worden ist. Das erste polittsch« Ereignis für Neu-Cölln werden also die Neuwahlen zur Stadtvettrerung sein. Die Parteien werden dabei in einer glücklicheren Lage sein, als der Herr Reichskanzler bei den Reichstagswahlen: fi, haben wenigstens «ine Wahlparole: den neuen Namen, um den fie ihre Scharen sammeln können.
Während Rixdorf-Reu-Cölln auf diese Weise von fich reden macht, ist auch die Reichshauptstadt Berlin-Cölln nicht müßig gewesen: fie hat den Journalisten die Tore ihres Asyls für Obdachlose geöffnet, nicht, um ihnen zum Lohne für ihre Verdienste zum „Wohle" der Menschheit freies Obdach zu gewähren, sondern nur, damit sie sich davon überzeugen könnnen, wie sauber es da zugeht. In Anbettacht dessen, daß seit der unheimlichen Vergiftungsaffäre schon drei Wochen ins Land gingen, allerdings reichlich spät. Ein« Sofortige — improvisierte — Besichtigung würde vielleicht überzeugender gewirtt haben. Aber solche improvisier- ten Besichtigungen tarnt ja schließlich jeder auf eigene Faust übernehmen, indem er selbst als Obdachloser auftritt. Das ist ja auch schon häufig geschehen, so ». B. durch einen bekannten Schriftsteller, der dann mit ftinen Skizzen au» den Asylen großes Aufsehen erregte. Das ist mm etwa zehn Jahre her. Der Held der Feder war damals der gefeierte Mann und umrde überall hin «ingeladen. Nun steht bekanntlich der Ruhm eines Schriftsteller» nicht immer im Verhältnis zu seinen Mitteln, und so ging es auch unserem Freunde, der anher seinem Asylkostüm nur noch ein zweite», festeres" besah, auf das er aber sehr stolz war. Er zog es denn auch an, wenn er bei schöngeistigen Mäzenen eingeladen wurde, und glaubt« tmbei, ein „hochzeitlich Gewand" zu tragen — bis ihn einmal eine besonders schöngeistige Wirtin jäh aus seiner Illusion riß, indem fie ihn dankbar mit den Worten begrüßte: „Ach, wie reizend von Ihnen, mein Bester, daß Sie uns die Freud« »ach««, in Ihrem b«rühmten Asylistenkostüm zu uns zu kommens"
vou «ilddiebeu Werfall««. Eberswald«, 28. Ian. In Hohem ! stnow wurde der Forstgehilfe Wagener, der Sohn des dorttgen Revier- Erster», von Wilddieben überfallen nick» durch Gewehrschüsse schwer ve» s mtzt. Sie Täter entkamen.
Auf Grund geraten. Malmö, 26. Jan. Die große Malnröe« Dampffähre lief auf der Route Kopenhagen Malmö in der Nähe des Hafens auf Grund. Anter den fünfzig Passagieren brach eine Panik aus. 6e gelang einem Rettungsdampfer, die Passagier« und die Besatzung zu retten. Während der Nacht konnte auch die Fähre abgebracht werden.
Mitteilungen aus dem Leserkreise.
Anter dieser Rubrik veröffentticht di« Redattion Stimmen aus ihrem Leserkreis. Für die hierin ausgesprochenen Ansichten und Tendenzen übernimmt die Redaktion (außer der preßgesetzlichen) keine Verantwortung, diese 6Iei6t vielmehr dem Einsender überlassen.
Auch ich erlaube mir di« Aufmerffamkett unserer verehrten Mitbürger auf bas für hier geplante Kriegerdenkmal hinzulenken. Im Schaufenster der Elwerffchen Buchhandlung ist die Zeichnung desselben ausgestellt. Gin häftigei Löwe sieht kampfbereit in die Ferne — ein Wahrzeichen, ein Sinnbild (zu deutsch? ein Symbol), an dem jeder feine Freude hat. Solches soll erinnern an die Tapferen aus unserem Kreise, di« 1870/71 ihr Leben für da» Vaterland ließen: ihre Namen find am Fuhgestell zu lesen. Der Platz für diese» — vor der Brücke an der Herrenmühle — wurde von dem Bildhauer Gaul selbst als der geeignetste bezeichnet, ist auch in Wirklichkeit sehr geeignet. Wer sich für diese Verzierung de» Marburger Stadtbildes interessiert, wolle sich auf die Brück« pellen; «r hat die ehrwürdig« Mühle mit den zwei Inschriften ans dem 18. Jahrhundert zur Rechten und vor fich jenen Löwen auf hohem Gestell, al» würdigen Hintergrund aber das prächtige Uni- versttätsgebäude. Dem gedachten Platze ist nachzurühmen, daß auf ihm pieke verkehren, daß also viele an das Sinnbild, an den Löwen, en die Gefallenen erinnert werden. Keinem anderen Platze Snnte ich den Vorzug gehen, weder auf dem kleinen Marktplätze, noch auf dem abseits gelegenen Friedttchsplatz«, noch auf der Ketzerbach, noch am Bahnhof- oder sonst wo. Hier wird ein so eigenartig seltener Blick geboten, wie ihn wohl keine deutsche Stadt aufweisen kann. Herrn von Sach» stimme ich, wie überhaupt, so auch darin zu, daß diese ganze Frag« nicht etwa lediglich Sach« de» Kriegerverbandes sei. Zweifellos ist di« ganze Stadt dabei interessiett. Deshalb darf ich meine Bitte an alle Marburger richten, sie möchten öffentlich ihre Stimme dahin aus sprechen, haß der erwähnte Löwe Gauls auf den Brückenkopf gestellt werde.
Den 25. Januar 1912. Gleim.
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Kirchliche Nachrichten.
Sonntag, den 28. Januar.
stuth. Pfarrkirche. 9% Uhr: Superintendent Happich. 1134 Uhr: Kindergottesdienst. 2 Uhr: Pfarrer Heermann.
Glisabethkirche. Ott Ahr: Pfarrer Metz. 2 Uhr: Pfarrer Manger. Ockershausen. 2 Uhr: Kindergottesdienst.
K«f. Stadt, und Universttätsttrch«. ttlO Uhr: Akademischer Gotte» hi- S. Professor D. Simons, litt Uhr: Kindergottesdiensh
»tr xt Blannet. 5 Uhr: Professor D. Rade.
Katholische Kirche. 7tt Uhr: Hl. Mess« und Frühlehre, Kaplan Mtzel. 9tt Uhr: Amt und Predigt, Pft. Dr. Weber. 2 Uhr: Christen« lehre und Segensandacht.
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Selbst, evang. Gemeinde. ttlO Uhr: Predigt-Gottesdienst.
Stadtmission Marburg. Norm. 11 Uhr: Sonntagsschule. Nachm. 3 Ahr: Vortrag für Frauen und Jungfrauen von Frl. A. Eigenbrodt. Abends 8tt Uhr: Versammlung. — Mittwoch abends Stt Uhr: Vortrag für Frauen und Jungfrauen. — Freitag abends Stt Ahr: Btbelstunde. „
Landeskirchliche Gemeinschaft Marburg-Süd. Schwanalle« 53 A. Abend» Stt Ahr: Evangelisation. Dienstag abends Stt Ahr: Gesangstunde des Gemischten Thors. Donnerstag abends Stt Uhr: Bersammllnq des Mtsfionsnähvereins. Freitag abends 8tt Uhr: Bibelstunde.
Methodistengemeind« Marburg. Wörthstraße 15a. Norm. 9tt Uhr: Predigtgottesdienst, Prediger Straehle. vorm. 11 Uhr: Sonntagsschule. Abend» 8tt Uhr: Predigtgottesdienst, Pred. Eraehl«. — Mittwoch, 31. Ian., abends Stt Uhr: Bibelstunde, Prediger Straehle.
vaptistengemeinde. Hofftadt 5 pari. vorm. 10 Uhr: Sonntagsschule. Nachmittags 4 Uhr: Predigt.
Reuapoftolische Gemeinde, Lahnstraße 5. Vorm. Ott Uhr: Für Mitglieder. Nachm. 4 Uhr: Gottesdienst.
Aerztlicher Sonntagsdienst: Herr Dr. Wintzer. Herr Dr. Schirmer. Sonntagsdienst der Apotheken: „Tranben-Apothek".
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Auszug aus den StandesbÜchern des Königlichen Preußischen Standesamtsbezirks Marburg vom 20. bis 27. Januar 1912.
Standesamt werktäglich geöffnet von 10—12 Uhr.
Standesamt befindet fich jetzt Zimmer Nr. 12.
verehelichte:
1. Institutsdiener Heinrich Naumann von Schönstadt mit Elisabeth Mann von Echweinsberg. 2. Fabrikarbeiter Wlhelm Marker von Hofgeismar mit Anna Katharina Weiershäuser von Goßfelden.
Geborene:
1. Karl Gustav, 6. d. Bahnarbeiters Johann Ruppert Schneider. 2. Margaret« Johanna Marie, T. d. Schreinermstrs. Jakob Müller. 3. Heinrich Otto, S. d. Fabrikarbeiters Heinrich Schnell in Erndtebrück. 4. Heinrich Fritz Karl, S. d. Königl. Lokomotivführers Justus Grundel. 6. Christoph Bernhard Levin Hermann, S. d. Professors der Rechte Dr. jur. Walther Schücking. 6. Johann Andreas, S. d. Bahnarbeiters Ioh. Peter Kappeller.
verstorbene:
1. Witwe Josephine Weingärtner geb. Simon, 60 Jahre. 2. Franz, 6. d. Landwirts Franz Heuser in Ockershausen, 17 Tage. 3. Heinrich Otto, S. d. Fabrikarbeiters Heinrich Schnell in Erndtebrück, 2 Tage. 4. Wilhelm Adlung, ledig, 74 Jahre. 5. Elisabeth, T. verstorb. Bahn- beamten Heinrich Drewes von Kirchhain, 19 Jahre. 6. Totgeb. Tochter dem Bildhauer Theophil Bosch. _________
■Werner Breuer
■ Seit no Jahren der beste Kaffeezusatz»
Städtische Altertümersammlung. Nordschule Uferstraße Nr. 18.
Sonntag von 11 Uhr bis 1 Uhr. Eintritt 20 Psg., Kinder 10 Pfg.
Für die Redaktion verantwortlich: Gustav Kellner, Marburg.
(hilft Srrrogai
Geschäftliche Mitteilung.
Dom Fabrikanten kauft man direkt, wenn man seinen Bedarf in wichtigen Lebensmitteln wie: Kakao, Schokolade, Tee, Kaffe«, Gebäck, Malzkaffee in der hiesigen Abels-Fabrikniederlage deckt. Man «rhätt hier tatsächlich für billig Geld eine Ware, di« nicht nur vorzüglich im wahrsten Sinne des Wortes ist, «ein, die sogar auch spottbillig abge- gegeben wird. Wie ist denn das auf die Dauer möglich? — Die Betrieb« der in Betracht kommenden Firma weisen maschinelle Anlagen auf, wi« fie sich moderner nicht gedacht werden können, d. h. produzieren als« ökonomischer, was lediglich dem Kunden zugut« kommt und was in den niedrig«« Preisen aufs Beste zum Ausdruck gelangt. Wer erst einmal jene Waren versucht haben wird, kauft fie gern nach eeb empfiehlt sitz bereitwillig in seinem Bekanntenkreise, I