MchsW Jeilmg mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain und de» Bellagen: „Rach Feierabend", „Fürs Haus" und „Landwirtschaftliche Beilage".
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Verantwortung). Druck und Ü"k>.-BirchbruökÄ I. A. Koch
(5^t6.: De. tzitzeroth), Markt 21. — Telephon SS.
** Tripolis.
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.Natürlich M >'
; ernte»
Georg lächelte
„Ja. — arm wie ich selbst/
17. Jahrg
1912.
Ausland.
Konstantinopel, 17. Jan. Rach Mel-
Marburg
Freitag, 19. Januar
lange sie die Frau in der Entwicklung hindert."
Georg sah ihn strahlend an.
„Das ist bei meiner Braut nicht zu fürchten. Et« fördert mich Und . regt mich an Du mutzt sie erst kennen lernen."
Hartwig winkt« gutmütig lächelnd ab.
„Ich weitz schon; sie ist ein Engel und schön wie der hell« Tag."
„Halt ein, mein Lieber. Ich behaupte weder das eine noch das an- dere.' Aber sie ist ein Mensch, der mein Ringen versteht, der in meiner Sprach« zu mir spricht Und was mir das ist, das kannst du mir vtel- leicht nachfüblen. Dir will ich cs gestehen, ich hab« all die Jahr« neben meiner Mutter dahinaelebt rote ein Mensch, den man mit Ketten gebunden und in einen Kerker geworfen hat. Ich weiß, meine Mutter meint es gut mit mir, in ihrem Sinn«. St« kann nicht hinaus über ihren engen Eefichtskreis und glaubt mich vor Gefahren zu schützen, wenn st« mir weine Künstlerideen so gründlich wie möglich austreibt. Seit du fort bist, habe ich mit niemand von dem sprechen können, was mich bewegt imb innerlich wund reibt Und da lernte ich meine Braut kennen. Ich weiß nickt, wie erkam, — ich fand ihr gegenüber Wort« für das, was in mir ist Aick ich fühlt« «ich verstanden. Wie ein Freund war fie
gericht erklärte diese Anschauung aber für falsch. Für die Frage, ob ein Beamter die Steuervorrechte genießt, ist nicht der Umstand entscheidend, daß der Beamte vor dem 1. April 1909 ein Erhalt bezogen habe, sondern allein die Tatsache, daß er von diesem Zeitpunkt die Eigenschaft eines Beamten erlangt hat. Die widerrufliche Annahme als Postanwärter in der Zeit vom 1. April 1908 bis zum 1. April 1909 habe ihm aber alle Rechte und Pflichten eines Beamten verliehen. Daraus geht hervor, daß alle diejenigen Militäranwärter das Cteuervorrecht genießen, die vor dem 1. April 1909 in irgend einer Form Beamteneigenschaften erlangt haben.
— Da» „Berliner Tageblatt". Bon seinen Bundesgenosien, den Sozialdemokraten, hat das „Berliner Tageblatt", desien Wahltaktik «in böses Fiasko erlebt hat, das terroristische Gebaren gelernt. Die Sozialdemokratie terrorisiert überall, wo sie die Möglichkeit dazu sieht. Da» „Berliner Tageblatt" glaubt das gleiche Manöver vor den Stichwahlen ousüben zu können. Bekanntlich will dieses Blatt möglichst viele Sozialdemokraten in den Reichstag haben. Die Nationalliberalen wollen es, wie die rechtsstehenden Parteien und das Zentrum nicht. Bei den letzteren Parteien würde das „Berliner Tageblatt" mit terroristischen Gelüsten schön ankommen. Die Nationalliberalen aber glaubt das frei- sinnige Blatt bedrohen zu können, weil sie bei den Stichwahlen Abkommen mit bürgerlick-en Parteien zur Zurürkdrängung der Sozialdemokratie getroffen haben. Hoffentlich wird ihnen dafür auch von nationalliberaler Seite die gebührende Antwort.
— Di« Maul- und Klanen'euch«. In letzter Zeit find nach einem Erlasse des Ministers für Landwirtschaft, Domänen und Forsten auffallend viele Feststellungen der Maul- und Klauenseuche auf Vieh- und Schlachthöfen an solchen Tieren gemeldet worden, die nach Ausweis der Frachtbriefe oder sonstiger Begleitpapiere nicht aus Sperr- oder Beobachtungsgebieten stammten Es liegt die Vermutung nahe, daß dieses Vieh zum Teil ohne Wisien der Polizeibehörden in verbotswidriger Weise aus den genannten Gebieten zur Ausfuhr gelangt ist. Die Polizeibehörden find angewiesen worden, die Innehaltung der Anordnungen für di« Ausfuhr aus Sperr- und Beobachtungpgebieten zu kontrollieren und auf Bestrafung etwaiger Kontravenienten hinzuwirken.
Quelle erklärte der heiligen Krieg gegen
Dampfers „Carthage". Paris, des von italienischen Torpedo- „Carthaae" erklärte die Com-
Rachdr. verboten
Unser Weq ntita hinauf. r,
Roman von H. Eourths-Wahler.
(Fortsetzung.)
Politische Umschau.
Der Sieg Frankreich» i« Rarokkohandel.
P a r i», 15. Jan. Pierre Baudin, der neue Berichterstatter in der Eenatskommisfion für das deutsch-französische Abkommen, urteilt im Matin" folgendermaßen über den Berliner Vertrag: „In den Augen der Welt ist kein Zweifel, daß die französische Diplomatie als Sieger aus der Affäre hervorging. Die deutsche Diplomatie forderte so viel, daß sie sich einer kategorischen Weigerung aussetzen mußte. Uebertriebene Vorstellungen, die sie sich von eigener Stärke machte, hindert fie, die ihrer Würde geschlagenen Wunden zu bemerken. Die französische Diplomatie verweigerte alle Zugeständnisse mit lobenswerter Festigkeit. Daher wird der Vertrag von allen unseren Freunden rote Neutralen als ein reeller Erfolg für uns angesehen. Auf die Mängel des Vertrage» eingehend, sagt Baudin: Kiderlen denkt, neben der französisch-marokkanischen Post könne in Marokko noch eine deutsche Sonderpost bestehen. Da der Vertrag hierüber schweigt, hätte eine klare Auseinandersetzung hierüber im geeigneten Augenblicke diesen Zwiespalt verhindern können. Es gibt im Vertrage noch andere bezeichnendere Konfliktskeime, die di« schweren Fehler unserer Unterhändler beweisen.
Die Stichwahl.
Berlin, 17. Jan. Von dem mit der Führung der Verhandlungen über die Stichwahlen beauftragten Reichsausschuß der Zentrumspartei geht der „Germania" folgende Mitteilung zu: Der von der Regierung unterstützte Versuch, für die Stichwahlen die Einigung der bürgerlichen Parteien herbeizuführen, scheiterte an der Haltung der liberalen Parteien, welche sich vorbehalten wollten, je nach Lage der Dinge einerseits mit den beiden konservativen Parteien und dem Zentrum, andrerseits mit den Sozialdemokraten Wahlgeschäfte'zu machen. Unter diesen Umständen kann den Wählern der Zenirumspartei nur empfohlen werden, überall da, wo nicht seitens der örtlichen Parteileitung bindende Abmachungen über gleichwertige Gegenleistungen getroffen worden sind, den liberalen Kandidaten gegenüber strikteste Wahlenthaltung zu üben. — Unterstaatssekretär Wahnschasfe hatte heute vormittag Unterredungen mit den Führern der bürgerlichen Parteien unter Ausschluß der Fortschrittlichen Volkspartei. Letztere lehnte es ab, sich an den Besprechungen zu beteiligen. Eine allgemeine Konferenz mit den bürgerlichen Parteien ist daher nicht zustandegekommen.
düngen aus türkischer Scheik der Eenussi den die Italiener.
** Die Beschlagnahm« des
17. Jan. In der Angelegenheit
mir zuerst. Das Weib in ihr reizt« mich nicht: ich fand sie weder schön noch begehrenswert. Aber ich freute mich, wenn ich sie sah und mit ihr sprechen konnte. Wir trafen uns fast täglich. Sie wohnte schon wer weiß wir lange mit mir in einem Hause, ohne daß ich etwas von ihr wußte. Bis ich sie jeden Morgen auf meinem Weg sah. Ein Zufall vermittelte unsere Bekanntschaft. Und von dem Tage an war mir, al? sei eine freundliche Lichtgestalt zu mir in meinen Kerker getreten. Sir führte mich andas Fenster und lehrte mich wieder die Sonne sehen. Eir ganzes Jahr lang bin ich fast täglich mit ihr gegangen, sie in die Schule, roo fie kleine Mädcken unterrichtete, ich in die Fabrik. Und verfehlte ich sie einmal, war mir der Tag verloren. Aber nie dachte ich daran, daß sie mir mehr sein könnte, wie ein guter Freund. Ganz plötzlich kam es dann über mich, daß ich in ihr auch das Weib sah. Das wag an dem Tag. an dem du zurückkehrtest. Seit der Stund« begreife ich nicht mehr, wie ich früher so wunschlos neben ihr gehen konnte. Ist fie ein« andere geworden oder war ickbisber blind. — ick weitz es nicht, weiß nur. daß ich sie liebe, und daß dieser Liebe ein heiliges Feuer entströmt, welches mich emporträgt über all die kleinlichen Sorgen des Lebens." Er halte erst ruhig und beherrscht gesprochen: dann aber riß ihn die Leidenschaft fort, und es lag eine überzeugende Beredsamkeit in seinen Worten. Hartwig hörte aufmerksam und interessiert zu. Dann, als Georg schwieg, leerten sie beide ihre Gläter und sahen sich stumm in di« Augen. Endlich sagt« Hartwig langsam: ,
„Des Mannes Schicksal ist das Weib. Es wird sich auch an dir et« füllen — so oder so. Durch die Eröffnung, daß du Ostern Hochzeit hältst, ist das. was.ich dir noch sagen wollte, hinfällig geworden."
„Das soll heißen, du glaubst nun nicht mehr daran, daß ich mein Ziel "erreiche?" fragte Georg, den Freund forschend betrachtend.
Dieser schüttelte lächelnd den Kops.
„Nein, das soll heißen, mein Plan, dich zu befreien, ist auf falscher Grundlage aufgebaut worden Jetzt muß ich erst deine Braut kennen lernen. Ich gebe dich trotzdem noch nicht verloren. "
Sie ließen nun das Thema fallen und sprachen von alten Seiten. Dabei vergingen die Stunden schnell. Es war zwei Uhr, als Georg heimkam' nnb ferne Mutter sah kopfschüttelnd nach der Uhr, als sie ihn tenrr-c’. So spät »ar «r seit Jahren nicht heimgekommen.
(Fortsetzung folgt.)
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lobt hatte "
Hartwig fuhr durch sein genial zerzaustes, schwarzes ftanr. Dann sägte er, Georg fest ins Auge fassend: „Natürlich Ptst v‘
Mädel anscrostuht wie ich dich kenne."
Deutsches Reich.
— Heer e. Ktderlen-Wächter tu Italien. Wie di« ..Neu« politisch« Eorrespondenz" hört, bringt der Staatssekretär von Kiderlen-Wächter den Rest seines Urlaubs in Oberitalien zu. Es ist möglich, daß die hieran geknüpften Gerüchte über eine Begegnung zwischen Herrn von Kiderlen «nd dem italienischen Minister des Aeuhern, Marchese di San Giuliano, Bestätigung finden.
— Ans dem Herrenhaus. Berlin, 17. Jan. Dem Herrenhaus ist der in der Thronrede angekündigte Entwurf des Gesetzes über die Ausübung der Armenpflege bei arbeitsscheuen und säumigen Nährpflichtigen zugegangen. Der Entwurf soll anstelle des § 1 des Gesetzes betr. die Ausführung des Bundesgesetzes über den Unterstützungswohnsitz vom Jahre 1871, nach dem für Hilfsbedürftige der Arbeitszwang ausgeschlossen ist, treten. Es soll danach für die Hilfsbedürftigen in Zukunft der Arbeitszwang eingeführt werden. „ u
— Die angebliche Reichsanleihe. Berlin, 17. Jan. Zu den Mitteilungen einzelner Zeitungen über eine angeblich bevorstehende Reichsanleihe wird von amtlicher Stelle bemerkt, daß eine neue Reichsanleibe nicht geplant ist. Es besteht vielmehr die Ab-
booten gekaperten Postdampfers
pagnie Transattantique mehreren Berichterstattern, falls nicht von einem Absender eine falsche Deklaration gemacht wurde, wofür die Gesellschaft keine Verantwortung tragen konnte, sei an Bord des Dampfers keinerlei Kriegskontrebande getanen; keineswegs aber hätten sich Maschinengewehre an Bord befunden. Aus Rom wird gemeldet, der Befeblsbaber der italienischen Torpedoboote habe den Kapitän der „Cartbage" zunächst ausgesord-'rt, ibm den Aeroplan auszuliefern, das Schiff würde dann die Fahrt fortsetzen können. Der Kapitän weigerte sich jedoch, dieser Forderung nachzukommen. Es beißt, die italienischen B-^örden bäti-n Beweise da-
„Wie ich zu meiner Kunst stehe? Noch immer auf dem alten Standpunkt eines glühend Verliebten, der keine Gegenliebe findet", sagte et mit bitterem Scherz.
Hartwig sah ihn sinnend an.
„Hast du nie etwas ausgestellt?" • , .
Nein, dazu ist es nickt gekommen. Ich hab« verschiedenen Kunsthändlern meine Bilder geschickt. — immer mit demselben Erfolg: dankend zurück. Ich weiß ja auch selbst, daß sie nicht gut sind. Das Studium fehlt, die" Technik. Was nützt da olle Begabung."
„Du müßtest heraus, — das hab' ich dir immer gesagt. So wird das |i im Leben nichts, sonebenbei al» Zeitvertreib. Dein Talent will den ganzen Mann." .,
„Und der ist nicht zu haben, da» weißt du. Wenn ich mcht für mein« ■ Mutter zu sorgen gehabt hätte, dann wäre ich allerdings frei, gleichviel, »6 ich mich durchgerungen oder ob ich verhungert wäre."
„Und jetzt? Gibst du es jetzt auf, deinem Ideal nachzustreben? ‘
Georg schüttelte energisch den Kopf. „Nie."
Hartwig drückte ihm die Hand.
„Schau, das gefällt mit. Nut nit auslassen. Weiß:, was ich mir gedacht hab', als mit deine Mutter von der Berbesierung deiner Lage erzählte?"
„Nun?" _
„Du sollst halt ein bisset! sparen, damit du etwas zurücklegen kannst. In zwei, drei Jahren kannst du so viel haben, um ein Jahr nach Paris gchen zu können, — natürlich wirst du auch dann in den bescheidensten Verhältnissen leben müssen. Aber im Quartier Latin kommt manch etmer Schlucker durch."
Georg stützt« den Kopf in di« Hand.
„Was sollte aber inzwischen mit meiner Mutter werden?" U Hartwig sah ihn ernst an.
„Die nehme ich einstweilen hier unter meine Fittiche. Wenn es dich । drückt, kannst du mir ja später zurückzahlen, was ich für si« ausgebe."
Ko! Males
Im Schutzgebiet Togo sind im Monat November 1911 19 Schiffe mit einem Netto-Rauminhalt von 40 307 Tonnen und einer Eesamt- besatzung von 907 Mann angekommen und abgegangen. Davon führten 13 die deutsche, 3 #te französisch)« und 3 die englische Flagge.
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Hartwig trommelte eine Weile in Gedanken verlor e Tisch Dann richtete er sich auf und warf den Kops zurück wie einer, der innerlich über einen unangenehmen Gedanken fortkommen will.
„Schade — schade. Sei mit nicht bös, — aber das war eine Dumm- hen von dir. Künstler sollten gar nicht heiraten, wenigstens nicht, ft
Der Anzeigenpreis beträgt für die 7gespaltene Zeile oder deren Raum 15 4, bet amtlichen und auswärtigen Anzeigen 30 für Reklam-n die Zeil« 60 4. Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Jeder Rabatt gilt al» Barrabatt. Bei Konkurs' kein Rabatt. Verbindlichkeit für Platz-, Datenvorschrift und Beleglteferung auSgeschloffen. — Zahlungen im Post- scheckverkehr — ohne Porto kosten — unter Nr. 5015 deS Postscheckamtes Frankfurt a. M.
sicht, von den in diesem Jahre fällig werdenden 40 000 000 «M. vier- prozentigen Reichsschatzanweisungen nur einen Teil zu verlängern, einen weiteren Betrag in bar einzulösen und den Rest — etwa ein Drittel — in eine Reichsanleihe umzuwandeln, Lediglich aus dem Bekanntwerden dieser Absicht kann die erwähnte irrtümliche Annahme entstanden sein.
— Die Schiffahrtsabgaren. Berlin, 17. Jan. Die „Rordd. Allg. Ztg." schreibt: Die in letzter Zeit in der Presie über den Stand der Verhandlungen mit Oesterreich und den Niederlanden in der Frage der Schiffahrtsabgaben verbreiteten Gerüchte beruhen auf freier Erfindung. Die Entscheidung über die Art des Borgehens in dieser Beziehung wurde bisher überhaupt noch nicht getroffen.
— In neuen Staatsanwalts- und Richterstellen in der Justizverwaltung werben, wie die „Neue politische Correspondenz" schreibt, im Etat für 1912 angefordert: 1 Staatsanwalt für di« Oberstaatsanwaltschaft Stettin, 5 Landgerichtsdirektoren und zwar 2 beim Landgericht II und 3 beim Landgericht III Berlin. 15 Landrichter (Berlin I 1, Berlin II und HI j« 4, Esten 2, Frankfurt a. O„ Beuthen O.-S., Altona, Kiel je 1); GO Amtsrichter (je 2 in Ebarlottenburg, Esten und Kiel, j« 1 Schöneberg, Köpenick. Oranienburg. Pankow, Zehdenick. Breslau. Hermsdorf u. K., Kattowitz, Myslowitz. Fulda, Hameln. Hannover, Lüneburg, Blankenheim, Bonn, Köln, Königswinter, Meisenheim, Merzig, Bromberg. Krefeld. Düsteldorf. D"isbura. Solingen, Hertingen, Dillenburg, Höchst, Kirchen, Königstein, Bochum, Burgsteinfutt, Casttow, Dortmund, Förden, Fredeburg, Gelsenkirchen, Hagen. Haspe, Langendreer, Oeynhausen, Siegen Werne. Bramstedt. Danzig, Dt. Eylau, Marienburg, Neustadt i Westpr.. Erfurt, Genthin, Magdeburg, Salzwedel, Wernigerode Bromberg, und Tremestens und 16 Staatsanwälte (je 2 in Berlin II und III. je 1 in Berlin I, Beuthen O.-S., Bonn, Duisburg, Esten, Elberfeld und bei den Amtsanwaltschasten Kattowitz, Duisburg, Elberfeld, Barmen, Dortmund, Esten).
— Die Stichwahl-Parole der Kriegerverein«. Die „Parole" veröffentlicht für di« Kriegervereine folgenden Aufruf zu den Stichwahlen, der wieder den echt vaterlandsliebenden Geist der Kriegervereine und deren hefttgfte Gegnerschaft gegen die Sozialdemokratie in erfreulicher Deutlichkeit dartttt: „Wo Stichwahlen zwischen Kandidaten derjenigen bürgerlichen Parteien erfolgen, die auf dem Boden der Monarchie und der Reichsveriastung stehen, da haben wir unseren Kameraden keinen Rat zu erteilen; da ist es Sache zu wählen, wenn fie wollen. In denjenigen Wahlkreisen jedoch, in denen ein Sozialdemokrat zur Stichwahl kommt,steht di« Pflicht unserer Kameraden fest. Die Satzungen der Kriegervereine verpflichten ihr« Mitglieder, weder selbst Sozialdemokrat zu sein, noch die sozialdemokratische Partei zu unterstützen. Die Wahl eines Sozialdemokraten bedeutet die taikräfttgste Unterstützung der Partei. Deshalb darf fein Kriegervereinsmitglied einem Sozialdemokraten feine Stimme geben, auch nicht, wenn eine bürgerliche Partei bei der Stichwahl aus taktischen Gründen ihren Anhängern die Wahl eine« Sozialdemokraten empfehlen sollte."
— Da» Steuerprleilefl der Beamten. Von dem Oberverwaltungsgericht ist eine sehr bedeutsame Entscheidung darüber getroffen worden, welche Beamte das Steuerprivileg genießen. Ein Militäranwärter war vor dem 1. April 1909 von seinem Truppenteil auf ein Jahr beurlaubt worden und als Postanwärter an- gestellt worden. Seine endgültige Einstellung als Beamter er» ' folgte aber erst nach seiner Entlastung aus dem Truppenteil, die am 31. März 1909 erfolgt war. Er hatte demgemäß seine endgültige Einstellung als Beamter erst vom 1. April 1909 ab aufzuweisen, während die frühere Beschäftigung nur widerruflich war. Er wurde demgemäß zur vollen Höhe der Kemeindeeinkommen- fteuer herangezogen, da nach Ansicht der Gemeinde.die Verordnung vom 23. September 1867 auf ihn nicht zuträfe und er darum auch ,richt die Stenervorrech^e aeniesieu könne. Dos Oberverwaltungs-
Georg drückte ihm herzlich die Hand. ,
„Guter Kerl, willst dich wohl in bet umgekehrten Lag« nicht ebenso für mich eintreten?“
„Gewiß: und ich würde mich auch nicht bedenken, das von dir anzu- nehmen. Aber dozu in es nun zu spät. — Ostern halte ich Hochzeit "
Hartwig fuhr überrascht auf.
„Du bist verlobt? Und davon hast du mir nie etwas geschrieben?" ..Weil ich mich eine Stunde, bevor wir uns wiedersahen, erst ver-