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Erscheint alle 14 Tage

Nr. 1

Sonntag, 7. ZJanuar

1912

i achte,

Beilage zur Oberbessischen Zeitung

Erleger: Dr. phil Tel Hitzeroth in Marburg.

S« di« Redaktion verantwortlich: Gustav Kellner, Marburg

»Ja." sagt« erwas lachst du? Es hätt' doch so sein können haft Id) das erlebt haft. Wenn ich Matrose geworden wär" '

..Bist du schon wieder unterweas. Krischan?"

Ei« blickte ihn groß an. Er schlug den Blick nieder.

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«SÄÄ Ä ÄÄ? - - ** « «ÄÄ10 StaW 3-d^.rt.wf,,»,,, Erspart." sagte er ruhig.

Ihr Gesicht rötete sich. Ste schloß die Augen, öffnet« Ne wieder- Ne waren ganz voll Licht. Als wär' das Leuchten be/ Stein« di« al! Bro'che gefaßt waren, in ihre Augen gesprungen. ' St

Da fühlte sich Krischan Elfter wieder sicher '

Na sagte -r - wie wär' da», Liseken, willst du haun^ Er hielt ihr das Handtuch hin.

Später." sprach st« auch diesmal.

Wenn wir verheiratet sind?" »Eben dann," erwiderte sie .

Und wie denkst du jetzt über den Zwölften?" Ste ruckte instinktiv etwas vom Wasser ab.

Aehnlich wie du," sagte die kleine Blonde dann sacht« sonst schwimmt die ganze Wäsche weg!"

Schon recht," nickte sie und wusch weiter.Es stand aber nichts von Bal ... . Valparaiso drin. Nur von Australien."

Mit dem Zeigefinger und Daumen hielt er den Tabak, um di« Pfeife neu zu stopfen. '

Australien? So? Und gelassen und überlegen:Valparaiso Lis«, ken, liegt in Australien Also stimmt es. Mit den Erdteilen seid ihr Landratten immer in Konfusion." 4

Ra schön! Unser Kapitän war ein Satan. Schuften haben wir müssen, daber kleine Rationen. Aber nach vierzehn Tagen, als wir so «m Spanien rumschiffen, sagt er zu mir:Krischan Elster," sagt er, - du H,t ein Kerl, auf dem Platz. Wir kommen jetzt bald zu den Türken paß gut auf! Die Luders find gefährlich. Lauter Seeräuber. Krischan Elster, kletter mal hoch auf den Ausguck."

, . plaisir " sagt« ich und kletter auch wirklich in di« Höhe. Viel, leicht dreimal so hoch w,e der Kirchturm. Setz' mich in den Korb und seh hinaus. Nichts... nur Meer, Meer, Meer. Da denk' ich an den FuK. den ich nicht gekriegt hab'. Inzwischen zieh'n Wolken auf die See stürmt, mein Korb fliegt hin und her, daß ich mich kaum Ehfistus der Türkest' nl* m^r "* W»

. »Kapitän," schrei ich - keiner hört e» durch den Sturm. Ich brüll' wie besessen.Stüermann!" Nichts! Ich will 'runterklettern "

Liseken, die Strikleiter fliegt wie 'n Karussel. Es Hilst nichts." Und schon ist der Türke dran. Kaum zu glauben, wie schnell! Krach - schlagen die Enterhaken ein. Unser Kapitän, der Satan kämpft wie ein Verzweifelter. Aber, Liseken, du kennst die Türken nicht.

b LSUleI fLettn aufs Schiff. Mit blutroten Turbanen: auf ftdem blitzt der Halbmond. Alle fletschen die Zähn« und stoßen ein Geheul aus wie die Menageriebestien. Im Handumdrehen ist drei Viertel unserer Mannschaft niedergemacht, das letzte Viertel wird ae= tunten und nach unten geschleppt. Ein paar Fässer rollt die Band« auch hinab. Da wird es mir zur schrecklichen Gewißheit, was die Schufte vor­haben, was sie mit den Gefangenen machen wollen "

Erschrick nicht, Liseken!"

Die Pfeife war beinahe ausgegangen. Liseken wusch nicht weiter. Sie maß Krischan Elster, dem der Schweiß auf der Stirn stand, mit «inem gespannten prüfenden Blick.

Was denn?" fragte fie.

Und er, dumpf:Einpökeln. Fressen." Menschen?"

iMenschen!"

- r . "D^welf sttz' fchn meinem Korb, der immer noch hin- und ter» saust Was kann ich tun? Mich ins Meer stürzen? Hier oben ver­hungern. Runterklettern, wenn der Wind sich gelegt hat um in Salz zu werden? Und immer denk' ich, daß ich den zwölften Kuß noch Nicht hab.

, "54 6Iei6 sitzen und kehr' meine Taschen um. Gottlob, ich hab' noch «in Stuck Brot, ein Stück Kautabak und so'n lütten, aber scharfen Dolch bei mit, Zwei, drei Tage halt ich', aus, wenn's nicht anders aebt Lnd dann wollt ich mit einemLeb' wohl, Liseken!" ins Meer springen' Lieber von einem Haifisch gefressen werden als von dem zweibeinigen Heidenzeug."

Ich merk', daß die Türken sich teilen. Di« größer« Zahl geht auf bos alte, eigene Schiff zurück: die kleiner« soll unsereMarie" in irgend einen Schlupfwinkel vom Hafen bugstere.n Also los! Der Wind be- ruhigt fich. Mein Korb schaukelt nicht mehr so. Es wär' ganz gemütlich, wenn ich nicht mit einem Mal« sähe, wie einer von den Zähnefletschern pink wie ein Affe die Strickleiter in di« Höhe kommt. Der Schreck geht ter' 5uun xbi.» ^«kehlen. Krischan Elster, denk' ich. sag' Liseken unb

- ben litten Dolch. Wenn schon, denn schon - dann

muß «tne Se'denseel« auch noch ins Jenseits mit. Ich faß ihn, da legen pch schon zwei schwarzbraune Hand« um den Korbrand prrr Liseken waren die dreckig! Und das Affengeficht muß im Ru erscheinen" ohne mich aufzurichten, mit dem lütten, aber scharfen

Dolch ritsch über die Hand« weg zieh' aus aller Kraft ein Geheul Plumps, aus der furchtbaren Höhe, dreimal so hoch rot« der Kirch, türm, stürzt der Zähnefletsch«! ab. Mit.zerschmettrrtem Kopf bleibt er Unten liegen.

. gemacht, denk' ich. Der Nein« Finger war mir, abgeschnitten, gefallen Deutel, sah der au»! Aber ich sag« mir: komm'

Ich los, ist» ein Andeken. Mit einem Stück Zeitungspapter heb' ich ibn M>f, wickle ihn ein und steck' ihn in di« Westentasche."

I "Uttten di« Türken steh'n um den Toten, reden, schrei'n, zanken, aber ich merke, daß st« glauben, er sei durch sein« Ungeschicklichkeit abgeftürzt.

Deufelsanbeter machen kurzen Prozeß. Werfen die Leich« in, | o Das Schlimme jedoch für sie war: fi« hatten nun nicht genug | Bedienung des Schiffes. Deshalb mußten st« einen Gefan-

I genen losmachen."

I - Wochen Etöhr wird 'raufgeholt, losgebunden und muß

I helfen. Ater im Ausguck muß einer sitzen. Denn sieh mal, Liseken: j Seeräuber müssen natürlich den großen Kriegsschiffen aus

dem Weg geh n. Verstanden? Schön."

kriecht bald ein zweiter Deutel in die Höh«. Ritsch, diesmal schneid ich den Daumen weg. Plumps - unten liegt bei Heide. Furcht- | bare Aufregung. Große Beratung. Ein zweiter Gefangener muß herauf- I geholt werden: Wilhelm Schöne aus Stettin was sagst du dazu?" IIch ater wisch das Blut vom Dolch, schneid' mein Brot und esse."

IJetzt ist es der Bande unten nicht geheuer mit dem Korb. Und fie

| Zwingen Jochen Stöhr zum Raufklettern. Gut, daß ich ihn erkenn'."

Stieg man rinn«. Jochen," segg ick, denn er ist aus Meckelnborg, und man muß plattdütsch mit ehm snacken."

Düwel ook." seggt h«.Krischan Elster, büst du't würklich?"

. hoi stn Richtigkeit, ool Fründ." antwort' ich und Help ihm rein.Un du, wie ick seh', büst noch nicht inpökelt."

unten können ste bei der Entfernung das Reden nicht hören. Wir ober machen aus, daß er wieder 'runtersteigen und den schwarz­braunen Deibels klar machen soll, daß im Korb alles in Ordnung ist.

| Dann schneid' ich auch dem dritten die Fingerchen ab. in der Nacht, wenn nur die beiden Posten wachen, wollen wir die Gefangenen befreien, ich steig runter, wir metzeln alles nieder, und wir find gerettet."

So geschah's auch. Als wir den letzten Turban ins Meer ge- schn issen, umarmten wir uns. Dann machten wir Pläne. Das Schiff gilt für verloren. Die Leichen des Kapitäns und der anderen mußten angeschwemmt werden da erfuhr die Reederei bald, daß sie auf die Marie" nicht mehr zu rechnen batte. Was aber tun? Einer von uns mußte zum Kapitän gewäblt werden. Ick sag' zu Jochen Stöhr:Jochen," ftgg ick,acht Doog kannst du freien und supen, so veel as du wist "

Da schreit er schon:Kapiän schall Kristan Elster wär'n."

Denn Essen und Trinken war für ihn das Höchste.Erinn're dich, Liseken, er stammte aus Meckelnborg."

So wurde ich Kapitän. Das Schiff gehört mir. Weißt du, wie viel Wert so «in Schiff hat? Hunderttausend Taler werden schon 'ran- kommen.

"/kun hält' ich ja wohl zurückkehren können und mir den zwölften Kuß holen. Ater die Sache hat einen Haken.' Denn erstens hätte dann ter Reeder noch Anspruch auf di«Marie" «rhoten. Und ferner halt' iöj fnapp eine Drittelmillion und wollt' mit einer ganzen heimkehren" Also beschließen wir, nach Afrika zu segeln und mit den Schwarzen Tauschgeschäfte ju machen."

... »Drei Jahre beinahe ging das gut. An der Million fehlten lumpig« fünfzig Tausend, und da bei den Wollköpfen nichts zu holen war, so sollte die ^ahrt nach den australischen Inseln geh'n.

Liseken Vehrend hatte fich di« Hände fast wund gerieten Sie war wie aus Zorn erst purpurrot geworden, dann wurde fie blaß und stand gebückt, ohne aufzusehen, fiter dem Waschfaß

Auf dieser letzten Fahrt, Krischan, hast du bann bis auf den letzten Taler alles verloren nicht?"

f°n4e kalt, ruhig, ironisch sei«, atet es war auch ein wenig böse.

Hat da schon jemand geplaudert?" sagte er und drückte den Dau- rT.VUf ^mmenben Tabak.Dan weißt du wohl auch di« Ge­schichte von Tr-a-o schon?"

Allerlei.

, . Hasen. Ein schöner feister Iungbase gehört zu :.«$ L nfLen s1fü bAr+at-eTL Unb feine sachgemäße Zubereitung ist ti- » Äunft, die mcht leder versteht. Ein Hase wird zunächst aV / unbln 5? ^rderläufe, Rippen, Bauch, Eingeweide gehäutet und in Essigwasser gelegt, der Hase selbst sehr genau gehäutet ae- 6pedim^Iekter "" 6al3nb Pastetengewürz bestreut oder' der Speck im letzteren umgewendet, dann in Butter unter Zuguß von saurer «ahne gebraten, ein Teelöffel Soßenwürze zum Schluß Rezevto^m We bamit "erkocht. Nachstehende erprobte b ? r Sem% unllkommen sein: Hase mit Trüf. « k' b Personen. IZH Stunden. Der gut gehäutete Hase wird MntPTtenÄn°nf)--r 9eIÖ?t in Stücke zerschnitten und leicht gesalzen "uterdessen brat man 50 Gramm würfelig gelittenen fetten ^n Kräu'ierfteäub» zerschnittene Zwiebel, Pfeffer Gewürznelken, w ? '*Je,nifle Wachholderbeeren und % bis sz

?«?ftnl?oau die Hasenstücke hinein, deckt die Kasserole lQ&t. aIIe5 °uf gelindem Feuer dünsten. Einige Trüffeln ""den in Scheiben geschnitten und in Butter tercht angedunstet,- ebenso einige kleine Schalotten. Diese Schei- men in 61?»" etwas brauner Soße verkocht, mit ein klein

wenig Eayennepfesjergewürz und zu der durch ein feines Sieb ^^enbruhe gegeben, aus der man die Hasenstücke ge- ffiat in 6at Nach sorgfältigem Abschmecken

fugt man 10 Tropfen Soßenwürze dazu, ordnet die Hasenstücke auf einer Schussel, greßt die Soße nebst Champignons und Trüf.

d^uber und garniert das Gericht mit gebackenen Kartoffel- r ~$^arfeJ "Weißwein. 6 Personen. 1V4 Stunde, ^er §ofe ronb sauber gestreift, fein gespickt und in Stücke zerteilt. Diese legt man in eine passende Kasserole, in der zuvor 34 Zwiebeln mit 6070 Gramm Butter bräunlich gedünstet werden Dann gießt man 3 Glas Weißwein, zwei Tassen Fleischbrühe oder Wasser dazu, gibt einige Zitronenscheiben daran und läßt alles be, gleichmäßigem Feuer langsam weich dämpfen. Alsdann gibt man etwas Zucker Salz, Pfefferkörner, einige feingehackte Sar. dellen und ^3 Löffel guten Essig dazu, womit das Fleisch noch einmal ordentlich durchkochen muß. Die Soße rührt man durch em Sieb, gibt 23 Teelöffel Soßenwürze hinein und richtet Re u. et den auf einer Schüssel hübsch geordneten Hasenstücken an.

. Ein neues Waschstück klaschte in den Zuber.Du bist

der alte Narr, mein Jung." " 1

Deinetwegen," sprach Krischan Elster.Wenn du nicht wärest, süß ich als Kronprinz und bald als König auf ter schönsten Insel ter Welt, ffiir scheiterten, die Marie" mit all meinen Schätzen ging verloren. Alle ertranken. Nur Jochen Stöhr aus Meckelnborg und ich tonnten uns Ix , wir zwei Tage auf einer Planke durchs Seewasser ge- riiten, sah n wir ein« Insel, erreichten sie glücklich und sanken in todähn- lichen Schlaf. Als wir erwachten, stand Ti-a-o vor uns. Sie war

' ^/ilucht, Liseken! Unb lachte uns an. Auf Kleiber gab sie nichts. Hatte noch keinen halten Meter Stoff am Leib. Aber Ringe, Perlen, Edelsteine -Dfitel ook", seggt Jochen Stöhr. Sie lacht. Ich lache. Jochen Stehr lacht immer erst später. Er ist ein bißchen schwer­fällig. Er ist nämlich aus Meckelnborg."

Was soll ich dir sagen? Sie führt uns in ein Dorf, wo ihr Vater König war. Als wir ankamen, fiel alles vor uns auf die Knie. Denn ste hielten uns für Meergötter. Jeder brachte das Beste, was er hatte uns zum Opfer. Jochen Stöhr hielt fich an die Hammel und den Palm- wein: ich mehr an die Edelsteine. Seitdem opferten sie jedem besonders. Der Meergott Jochen Stöhr" vqvHvers.

Eine Cpritzflut Seifenwasser schoß ihm ins Gesicht.

Liseken," sagt Krischen Elsio:,ist das ter Willkomm?"

3a, nickte sie.Du verstehst als Meergott!"

, ®r brummte^Ti-a-o war anders," fuhr er kopfschüttelnd fort.Sie rteb ihre schone Nase an meiner; das bedeutet so viel wie hier ein Kuß ®amit gestand sie mir ihre Liebe. Der König, ihr Vater, gab uns seinen

1° feierten wir Hochzeit. Ich wurde damit Kronprinz unb als r Eertanen sahen, daß Jochen Stöhr mehr Palmwein trinken konnte, als ste alle zusammen, wurde er Reichskanzler."

k*bt' i-h ein Vierteljahr lang und wurde mit Edelsteinen so fiterbSuft. daß ich zum zweiten mal Millionär war. Ster for twährend mußt ich an mein Liseken denken und an den zwölften Kuß, so schön Li-a-o auch war ..."

iwM.tÄA15 ansW ^oh ich auf einem heimlich ge-

Alle Edelstein, mußt' ich dalaflen - nur etwas hab' ich

mitgebracht . . . diese Brosch«. Ti-a-o hat st« oft getragen."

An der Bluse," sag,« Liseken.

Da blies Krischan Elster den Rauch durch die Nase.

m " sprach er kalt,daß fie derartiges nickt trug. Di«

Nadel wurde vom durch die Haut des Halses gesteckt."

So, so," nickte das Mädchen und gab die Brosche zurück.

f"'" bat der Bursch,ich hab' fie dir mitgebracht."

Ti Liseken,sie ist das Eigentum von Titili ober

Dt-a-o. Das geht nicht.

, . _§/ln «ul'Zureden half. Liseken weigerte sich entschieden. Etwas bedrückt steckte Krischan Elster den Schmuck wieder in die Tasche jroölften Kuß?"" feuf3t< ~ "unb wie steht es jetzt mit dem

^^Ihre feucht«, schaumige Hand macht« einen glatten Strich durch bi«

Den gibt'« nicht."

., ich sollt' ihn doch haben. Das ist wider die Abrede. Wenn ich wiederkomme, hast du gesagt"

HA 2i2!ftn $e^Ienb »komm erst wieder! Dann ließe

fich reden. Doch erst mußt du zu Haus sein." D

Unb, Krischan, du bist noch nicht zu Haus."

.^"er^ noch am letzten Bissen Brot kauend, kam wieder. Da ging Krischan Elster.

ln9enn8rmtt bem langsamen, wiegenden Gang. Ater mit einge­zogenem Kopf.

»SotSratte!" W « drei Meter weit unb zuckte di« Achseln:

ffitefTfefei ,PflIte Me ^°s-h- tm Fluß. Krischan Elster lag auf bet biß seit einet Viertelstunde an Grashalmen herum s?" nicht mit mir?" fragte et bann.

gekommen?" 3» wenden: ^ist du heut' zurück.

n3>6) mein' schon," sagte er.

©rofee Pause wie vorhin. Dann erhob fich ter Bursch.

n und nahm ein Handtuch auf. Er wand es E^^Me «in dicker, zusammengedrehter Strick erschien es. Liseken

Und er beugte bas Haupt.

Hau' zu! Genier dich nicht!"

Sie lachte.Später, Krischan, später." Unb freundlicher- Du Mfl, glaub' ich, wirklich nach Haus glommen." freundlicher.Du Tasche/' b<e Gosche nicht nimmst. Sie brennt in der

Keine Antwort.

^Liseken!"

»Von wo hast bu fie, Krischan?"

ter HuErg," sagte er. Etwas tebrfickt zog er öen Schmuck aus funkelt! Granaten! Willst du ste noch nicht. Sie ^.*L6LnJSk. U»b ^b mich auf bet Fahrt schon gefreut . . Eie streckte die Hand aus. u 1

Steif fie mir an, Krischan! Aber stech' mich nicht!"

- ^lig stand er schon vor ihr. Die kleine Blonde hielt aani ftill fich bucken. Behutsam macht« er di« Brosche fest. Dann zog

tet Sun^e 8* 0US TaW 819 M selbst besah, schnalzte sie mit Aber ste ließ ihn doch vergebens um den Kuß betteln. Er bettelte mit ben Augen. Ste schüttelt« den Kopf und spülte weiter.

noch etwas mitgebracht," sagte er endlich. Datei zog

er ein dünnes Buch aus ter Tasche unb spielte damit. 3 9

uqut nrtu) /

Für uns beite!

s° " »Wo bist bu eigentlich gewesen, Krischan? Auf'm

,^ia." antwortete er gebahntDas schon!"

Unb wohin seid ihr gefahren?"

Jetzt nahm er ein paar Grashalme zugleich zwischen die Lippen.

. 2®ar brummelt« er.Immer In Hamburg. Ich . . . mat M 6 £ tAl5 b'Er . . die ganzen Jahre. Man verdient so leib. SrtetS" tomer' 0on3e 3ett M 2°chen Stöhr mit mir

»Aus Meckelnborg." nickte ste,ter Reichskanzler."

(Er zog bte Stirn kraus.

(Nachdruck verboten.)

Krischan G!sters Heimkehr.

Novelle von K«l Buss«.

Krischan Elster war wieder da. Bor drei, vier Jahren hatte er ae. schworen, er wollt« alsMillionenonkel" zurückkehren. Danach sah er nicht aus. 1

Wie ist dir zumute?" fragte Mutter Behrend, die Wafchftau ihr Lr>ek«n.

Die strich mit bem Arm bas Haar aus der Stirn. Mit bem Arm denn bte gante, waren voll Seifenschaum. '

Die Millionen, sagte fie,schenk' ich ihm. Wenn er nur nicht bet Narr geblieben ist, der er war."

Eine halbe Stunde später saß Krischan im Waschkeller. Kübel voll etngeweichten Letnenzeugs, große Kessel, darin es gekocht, Zuber in denen es geseift und gerieten wurde über allem ter Dunst, der schwer« heiße Brodern, der sich an den Wänden nieterschlug.

Die Mutter hatte die Hände getrocknet und war nach oben ge­gangen, in die ärmliche Wohnung, um zu frühstücken. Liseken wusch weiter und unterhielt sich mit Krischan Elster. W

Er hatte die Tonpfeife schräg im Mund«, qualmte, fpi« aus unb fagte:Kapitan und Stüermann, Liseken . . . endlich mal wieder zu- jammen! Laß dich mal besichtigen. Wenn man sodrüben" und draußen war und viel gesehen hat..."

an ste ^tarr° mit bem breiten, wiegenden Gang kam er heran

Sie lachte ließ sich ater nicht stören. Der Seifenschaum spritzte bis io rein Gesicht.

«rennt rote Salzwasser," sagt« er unb wischte das Fleckchen fort. Liseken, du bist verflucht hübsch geworden. Krieg ich den Willkomm?"

Sie bearbeitete gerate ein Laken.Laß dich mal besichtigen," er. »teerte st«,wenn man immer hier war und nichts gesehen hat . . ."

VJ Crn ?UGVU't üIs batte er di« Prüfung nicht testan- ben, schüttelte sie den Kopf.

Viel.Staat ist nicht mit dir zu machen, Krischan."

- .^br,er °uf,bist du ein so verwöhntes Tierchen geworden? Den Kutz denk ich. bist bu mit noch schuldig. Als ich wegging, sollt« ich zwölf haben, gerab etn Dutzend. Ater nach dem elften hast du ge- fagt:So ... ben letzten tehalt ich, damit du Sehnsucht kriegst. 5>ol' Ihn btr, wenn du wiederkommst. Denk' dran, wenn du auf dem Meer schwimmst. Gut hier bin ich. Zahl' aus, Liseken'"

»Wart ein Weilchen. Erst will ich hören. Wo warst du?"

Bin ich braun gebrannt?" fragte er wieder

Ziemlich." I

Tropensonne," sagte er trocken. Er klopfte di« Pfeife aus, setzte sich zog den Tabaksbeutel. I

hkr Uüch Hamburg. Gleich angeheuert für dieMatte". Bekommen?" 5?oIpaiaifo' 24 schrieb noch einen Brief an dich.