mit dem Kreisblatt Mr die Kreise Marburg und Kirchhain
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und den BeikMn: „Nach Fe^rabend", „Mrs Haus" und „LandwirtschaMche Beilage".
Die „Oberhessisch« Zeitung- erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn« und Feiertage. — Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durck dir Post 2.25 M (ohne Bestellgelds, bei unseren Zeitungsstellen 2 <M frei ins Haus. — Verlag von Dr. d. Hitzeroth. — Druck der Univ.» Buchdruckerei Z. A. Koch (Inh. Dr. C. Hitzeroth). Markt 21. Tel. 55.
Marburg
Dienstag, 16. Dezember
Der Anzeigenpreis beträgt für die 7gespaltene Zeile oder deren Raum 15 4, bei amtlichen und auswärtigen Anzeigen 20 H, für Reklamen die Zeile 60 4. Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. — Zahlungen unter Rr. 5015 des Postscheckamtes Frankfurt a. M.
48. Jahrg<
1913.
* Einladung zu Vorträgen in Amerika. Wie verlautet, hat der Direktor des Zahnärztlichen Instituts der hiesigen Universität, Prof. Dr. Guido Fischer eine Einladung erhalten, an den zahnärztlichen Instituten der Universitäten Boston, Newyork, Baltimore, Philadelphia, Chicago, St. Louis sowie in größeren zahnärztlichen Vereinen Nordamerikas einen mehrwöchigen Vortrags- und Demonstrationszyklus über sein Arbeitsgebiet „Die lokale Anästhesie in der Zahnheilkunde" abzuhalten.
Erstes Blatt.
Rundschau.
Das Kaiserpaar in München.
Das Kaiserpaar ist, wie gemeldet, gestern um 10 Uhr 50 Min. tn München eingetroffen. Beim Einlaufen des Hofzuges feuerte eine Batterie des 1. bayr. Feldartillerie-Regimepts auf dem Marsfelde einen Salut von 100 Schuß. Am Bahnsteig waren erschienen der König in der Uniform seines preußischen Infanterie- Regiments, die Königin, der Kronprinz, die Prinzen des Königshauses, die Herren der preußischen Gesandtschaft und der Ehrendienst. Eine Kompagnie des Infanterie-Leibregiments mit Fahne und Musik, am linken Flügel die gesamte aktive Generalität, erwies die militärischen Ehren. Die Majestäten begaben sich trotz des Schneetreibens in offenen Sechsspännern zur Residenz. In den Srraßen der Stadt bildeten Veteranen und Kriegervereine Spalier. Auf dem Max Iosefsplatz hatte sich die Studentenschaft im Wichs mit Fahnen und Bannern aufgestellt. Im Hofgarten stand die Iugendvereinigung „Wehrkraft". Der Kaiser besuchte unmittelbar nach seiner Ankunft die Theatiner Hofkirche und legte dort am Grabe des verstorbenen Prinzregenten Luitpold einen Kranz nieder. Um 1 Uhr war Familiensrühstück in den Weißen Zimmern und Marschalltafel in den Steinzimmern. Mittags machten der Kaiser und die Kaiserin dem Königspaare einen Besuch im Wittelsbacher Palais. Um 3 Uhr erschien der Kaiser in der Uniform seines Infanterie-Regiments, der König in Marineuniform mit dem Gefolge vor dem Neubau des Deutschen Museums an der Isar und besichtigten es unter Führung des Vorstandes eingehend. Gegen 6 Uhr fand bei dem Kronprinzen zu Ehren des Kaiserpaares Tafel statt. Sowohl der Kaiser als auch der König verliehen zahlreiche Ordensauszeichnungen.
Zur Versetzung des Kronprinzeu.
Es bestätigt sich, daß der Kronprinz unter Enthebung von der Stellung als Kommandeur des Leib-Husarenregiments Nr. 1 i« Langfuhr unter Uebsrweisung an den Großen Generalstab in den Eeneralstab der Armee versetzt worden ist. Sein Nachfolger wird Oberstleutnant v. Eicke und Polwitz, bisher Kommandeur des Dragonerregiments Nr. 1 in Tilsit.
Die Versetzung des Kronprinzen entspricht einer schon im Frühjahr ausgesprochenen Bitte des Kronpripzen an seinen kaiser- .'ichen Vater. Seit längerer Zeit hielten Eeneralstabsoffiziere der Garnison Danzig dem Kronprinzen taktische und kriegswisienschaft- liche Vorträge, an denen er hohes Interesie nahm. Ebenso hat der Kronprinz die Schlußarbeiten des ältesten Kriegs-Akademie- Iahrganges mitgearbeitet und sich hierdurch, sowie durch eigenes Studium, auf das neue Kommando vorbereitet. Die Versetzung ist weiter bedingt durch die beschleunigten Beförderungsverhältnisse, die seit dem 1. Oktober d. I. infolge der Wehrvorlage eingetreten sind. Schon ein im Patente jüngerer Oberst als der Kronprinz führt eine Kavallerie-Brigade. Die zum 27. Januar und 22. März 1914 bevorstehenden großen Frühjahrsernennungen hätten deshalb auf jeden Fall eine militärische Veränderung für den Thronfolger bringen müßen.
Mit dem Kronprinz tritt der erste Hohenzoller in den General st ab ein. Im Interesie der militärischen Ausbildung des Kronprinzen muß das lebhaft begrüßt werden. Der Kronprinz wird zunächst, wie verlautet, im Eeneralstab unter direkter Leitung des Chefs des Eeneralstabes der Armee, Generals von Moltke, informatorisch tätig sein.
Der Kanzler und die Welfen.
Der abweisenden Antwort, die vorige Woche im Reichstag der welfische Abgeordnete Alpers auf die optimistisch-versöhnliche Rede des Reichskanzlers gegeben hat, entspricht auch die Kritik der »elfischen Presie. Das führende Organ, die „Deutsche Volksztg.", fertigt Herrn v. Bethmann Hollweg kühl ab, indem sie schreibt:
„Solange Stammesstolz, deutschem Sinn und Rechtsgefühl noch eine Heimstatt haben in unserem Volke, solange „felsenfeste Königstreu«, Adel der Gesinnung und zähes Festhalten am einmal Ergriffenen" noch als seine „Kardinaltugenden" anzusprechen sind, — solange wird es keinem Kanzler, keiner Regierung, keiner Volksvertretung jemals gelingen, die Stimme des Eewisiens zu ertöten, und solang« werden auch so unerhörte Beleidigungen, wie sie der oberste Beamte des Deutschen Reiches in einer sehr bösen Entgleisung mit dem Vorwurf der „Volksverführung" gegenüber der monarchischsten Partei Deutschlands sich leisten zu dürfen meinte, nur die eine Folge haben, unseren Eifer und Kampfesmut von neuem anzuspornen und unser Zeugnis für Recht und Treue mit verdoppelter Kraft in die deutschen Gaue hinaus- schallen zu lasten! Auf die Frage des „Verzichts", der. wie auch Herr von Bethmann weiß, „weder direkt noch indirekt" ausgesprochen ist, wollen wir im Augenblick nicht näher eingehen und nur das ein« hervor- geben, daß der Kanzler dieser Derzichtsfrage früher selbst eine erheblich größere Bedeutung beigelegt hat, als er es jetzt zu tun vorgibt."
So etwas sich sagen lasten zu müsten, ist bitter. Diejenigen He beizeiten ihre warnende Stimme erhoben haben, auf die man X6ei nicht hören wollte, haben wieder einmal vollkommen Recht gehalten. Die gegen Preußen gerichtete Agitation der hannoverschen Welfen geht unvermindert weiter unter dem Banner des „Legitimitätsprinzips". Auf seine Haltlosigkeit weist die „Post" treffend in folgender „kurzen Anfrage" an Herrn Alpers hin: „Ist Herrn Alpers bekannt, daß das Königreich Hannover vom Jahre 1866 ebenso wie das heutige Preußen auszahlreichenklei- Ken Gebietsteilen allmählichzusam men gewachsen ist? Im Falle der Bejahung: Was gedenkt der Abgeordnete * (11 tun, wenn diese früher selbständigen Teile, wie z. B. I ie Münsterschen Lande, ebenfalls den Schutz des Legitimitätsprin- |
zips anrufen und die Wiederherstellung ihrer früheren Unabhängigkeit fordern?"
Gewaltherrschaft der mexikanischen Aufständischen.
Nach einer Depesche aus El Paso, welche die Berichte amerikanischer, de u t s ch e 1 und spanischer Flüchtlinge wiedergibt, ist General Villa tatsächlich der Diktator von Chihuahua. Er wies die Forderungen der Vertreter des Auslandes zurück und b e - mächtigte sich des Eigentums der Ausländer, das auf 5 Millionen Dollars geschätzt wird. 20 Mexikaner Ijatctljtn’ richten lasten. Zu dem beschlagnahmten Eigentum gehört auch ein Depot, besten Wert auf 1 500 000 Dollars geschätzt wird. Es gehört deutschen, englischen, französischen und spanischen Jnter- esienten. Andere Depots, die Spaniern gehören und einem schätzungsweisen Wert von 3 500 000 Dollars darstellen, sind ebenfalls beschlagnahmt worden. General Villa hat die ausländischen Kaufleute wissen lassen, daß sie große Summen zur Unter» stützung der Aufständischen zu zahlen haben. 300 deutsche Flüchtlinge sind aus Chihuahua in El Paso ein» getroffen,.
In Tampico haben die Aufständischen allerdings eine Niederlage erlitten und nichtamtliche Depeschen bestätigen dies. Die Aufständischen nahmen alle Lokomotiven und Wagen der Eisenbahn mit sich. Die Vundestruppen berichten, daß 800 Aufstän- dischegetötet worden seien, ehe sie sich aus der Reichweite der Geschütze retten konnten.
Ein Engländer namens Louis Baird, der Direktor einer englischen Firma, soll im Staate Jalisco von mexikanischen Aufständischen gefangen genommen und in das Gebirge verschleppt worden sein. Sie verlangen ein Lösegeld von 300 Pfund Sterling. Er wird in einer kleinen Festung gefangen gehalten. Die Aufständischen drohen, daß sie ihn erschießen würden, wenn man das Lösegeld nicht bezahlen sollte. 20 Engländer und Amerikaner haben sich bereiterklärt, zu seiner Rettung alle möglichen Schritte zu tun, und der Kommandant der Regierungstruppen hat dem britischen Konsul in Guadalajara seine Streitkräfte zur Verfügung gestellt. Da man aber befürchtet, daß in diesem Falle der Engländer ermordet werden würde, gedenken seine Retter, mit den Aufständischen in Verhandlungen zu treten, um ihnen das Lösegeld anzubieten.
Ausland.
•* Die Stimmrechtlerinnen als Ursache von Straßenunruhen und Feuersbrunst. London, 14. Dez. Heute abend entstand im Arbeiterviertel Castend ein Zusammenstoß zwischen der Polizei und Anhängern des Frauenstimmrechts. Zweihundert Personen versuchten vor den Häusern der Stadträte, die den Anhängern des Frauenstimmrechts die Benutzung eines städtischen Saales verweigerten, eine Kundgebung zu veranstalten. Die Polizei forderte die Menge auf, die Straße zu räumen. Trotzdem begann eine Frau eine Rede zu halten. Darauf begann die Polizei zu Pferde und zu Fuß die Menge anzugreifen. Die Menge flüchtete unter Schreckensrufen. In der Dunkelheit wurden mehrere Frauen und Kinder mit Füßen getreten. Mehrere Personen wurden verhaftet. Die Straße war bedeckt mit zerrissenen Fahnen, Hüten, Stöcken und anderen Trümmern. — Auf. dem Bauholzlagerplatz von Devonport brach Feuer aus. Das gesamte aufgestapelte Holz fiel den Flammen zum Opfer. Der Schaden wird auf 12 000 Pfd. Sterling geschätzt. Soldaten unterstützten die Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten. An einen Pfahl wurde ein Exemplar der Zeitung der Anhängerinnen des Frauenstimmrechts befestigt gefunden, das die Worte trug: „Revanche für die Verhaftung der Frau Pankhurst."
*• Die Hauptstadt Albaniens. Rom, 15. Dez. Hauptstadt Albaniens und Residenz des Fürsten zu Wied wird vorläufig Skutari,
" Einverleibung Kretas in Griechenland. Athen, 15. Dez. Gestern vormittag hißte der König unter dem Jubel der Bevölkerung eigenhändig die griechische Fahne auf dem Fort Firke bei Kandick. Dem feierlichen Akt, bei dem 101 Kanonenschüsse abgefeuert wurden, wohnten die Konsuln der fremden Mächte bei.
** Englische und französische Bahnbauten in Ehina. Peking, 15. Dez. Die chinesische Regierung hmt mit der englischen Firma Paulling einen Vertrag nahezu abgeschlossen über den Bau einer Bahn von Shafid (Provinz Hupeh) nach Singyisu im Kreise Kweitschau mit einer Zweiglinie Tschangte-Tschengtse. Die ganze Strecke soll etwa 800 englische Meilen umfassen und die geplanten Linien Hankau-Jtschang und Hankau-Kanton und die von den Franzosen geplante Linie Punnanfu-Nanking Punnanfu-Hanoi verbinden.
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Marburg und Umgegend.
(Nachdruck aller Originalartikel ist gemäß § 18 des llrhebergesetzes nur mit der deutlichen Quellenangabe „Oberhess. Ztg." gestattet.)
Marburg, 16. Dezember.
# Verlängerte Verkaufszeit vor Weihnachten. Von heute an können die Geschäfte bis 10 Uhr abends geöffnet sein. Eine Ausnahme machen der Sonntag und der heilige Abend, wo um 8 Uhr Eeschäftsschluß eintritt.
* Zum Wehrbeitrag. Wir weisen unsere Leser auf die Bekanntmachung im heutigen Kreisblatt über den Wehrbeitrag hin. Die Formulare werden noch vor Weihnachten übersandt.
* Schulferien. Der Herr Kultusminister hat angeordnet, daß vom 1. April 1914 ab die Ferien der Volksschulen mit denen der höheren Schulen gleich gelegt werden. Die Volksschulen erhalte» nun auch 80 Tage Ferien.
* Bom Kaiserlichen Postamt Marburg erhalten wir folgende Zuschrift: Auf das Eingesandt in Nr. 254 Ihrer Zeitung, die Anbringung von Briefkästen an den Straßenbahnwagen betr., wird ergebenst mitgeteilt, daß die Kaiserliche Ober-Postdirektion in Cassel von der Einrichtung dieser Neuerung vorerst absieht.
* Die Faustspiele waren auch gestern abend gut besucht. Von vielen Seiten hörte man bewundernde und anerkennende Worte über die technisch vollkommene Art der Darstellung, die künstlerisch geformten Figuren und die schauspielerisch trefflichen Leistungen der Sprecher. Die Tatsache der großen Erfolge des Marionettentheaters in Berlin, Wien und Paris beweist, daß man es hier mit einem Unternehmen von hohem Kunst- und literarischem Wert zu tun hat, das zu scheu wir einem glücklichen Zufall verdanken. Nie» mand sollte die günstige Gelegenheit versäumen, die die heutig'', letzt« Vorstellung bietet.
* UnglLcksfall. An der Ecke Kasernenberg-Universitätsstraß« kollidierte heute früh ein von der llntergasse her kommendes Auto mit einem Radfahrer. Der letztere, ein Angestellter der hiesigen Post, trug eine schwere Beinverletzung davon.
* Unfug. In der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag wurde in der Wettergasse eine große Spiegelscheibe zertrümmert. Wie man hört, ist der Täter bekannt. In seinem Interesse dürfte et liegen, wenn er sich innerhalb der nächsten Tage mit dem Geschädigten ins Benehmen setzte.
* Stallschauen. Dis in diesem Jahr« im westlichen Teil« des Regierungsbezirkes Cassel und der Grafschaft Schaumburg stattgefunden« Prämiierung ganzer Rindviehbestände war wieder zu einer regen Konkurrenz geworden. Di« Besichtigung der Ställe und Jungviehweiden fand tm August «nd September d. I. durch die Prämiierungskommission be» stehend aus dem Tierzuchtinspektor Herrn Amtsrat Vaupel aus Cassel, Herrn Oekonomierat Staudinger aus Viermünden, Herrn Gutsbesitzer Pfannstiel aus Schmalkalden statt. Die Kommission hat sich lobend über die Fortschritte in der Rindviehzucht ausgesprochen. Den nachstehenden Züchtern wurden daher folgende Preise zuerkannt: Heinrich Rode, Heina Kreis Melsungen 1. Preis 200 Ritter, Asterode Kreis Ziegenhain 2. Preis 175 <M; Ludwig Herrmann, Nesselbrunn Kreis Marburg 3. Preis 150 M; Johs. Sommerlabe, Wolfershausen Kreis Melsungen 4. Preis 125 Jt; Friedrich Oetker, Kathrinhagen Grafschaft Schaumburg 5. Preis 100 <M; Heinrich Beule, Kathrinhagen Grafschaft Schaumburg 6. Preis 75 <M; Ernst Becker, Fronhausen Kreis Marburg 7. Preis 75 »ll:Joh. Heinrich Hiigge, Nothfelden Kreis Wolfhagen 8. Preis 50 M; Heinrich Offenkopp, Saarbeck Erafssaft Schaumburg 9, Preis 50 M; Heinrich Offenkopp, Saarbeck, Grafschaft Schaumburß 9 ein Diplom.
Versammlungen, Konzerte, Theater, Vergnügungsnachrichten usw.
* Stadttheater. Vor der Erstaufführung am kommenden Donnerstag dürfte noch beifolgende Besprechung des „Hamburger Fremdenblattes" interessieren: „In ammermusik" hat Jlgenstein das Gebiet der politischen Satire verlassen, um eine geistvolle Persiflage auf gewisse Kreise zu schreiben, die die Kunst als unsittlich und die Sittlichkeit als unkünstlerisch betrachten. Sein dreiaktiges Stück ist ein lustiges, stets kurzweiliges Spiel in dem Milieu des Hoftheaters: es ist reich an aktuellen Anfpielun» gen und bringt so ziemlich alle jene Tagesfragen aufs Tapet, die in den letzten Jahren Prüderie, Muckertum oder doppelte Moral zu solchen zu stempeln versucht haben und die hier in feingeschliffe« nen Pointen an den Mann gebracht werden. Der Erfolg war durchschlagend, so daß sich der anwesende Autor schon vom ersten Akt« ab unzählige Male verneigen konnte."
* In den Lichtspielen findet Dienstag bis Freitag abends 8V1 Uf)t und außerdem Mittwoch 5 Uhr das 2. Gastspiel von Hennh Porten, der gefeierten Kinokönigin, statt. Jeder Besucher wird sich sagen, daß Henny Porten durch ihr künstlerisches Spiel Asta Nielsen bei weitem übertrifft. Näheres int Inseratenteil.
$ Eisselberg, 15. Dez. In unserem kleinen Orte wurden 12,5(1 Mark für den durch Haftpflicht geschädigten Landwirt in Harleshausen gesammelt.
t Amönau, 15. Dez. Die Kirchengemeinden von Treisbach und Amönau haben die Anstellung einer Eemeindeschwester beschlossen; zu der Unterhaltung der Diakonissenstation haben auch die beiden politischen Eemeinden bereitwilligst Beiträge zugesagt.
Reddehausen, 15. Dez. Auch die hiesige Eemeindevertretung bewilligte für den durch Haftpflicht in Not geratenen Landwirt Homberg aus Harleshausen 25 JL
A Kirchhain, 15. Dez. Heute nachmittag fand im Saal des Hotel Mosebach hier eine Versammlung der Raiffeisenvereien des Kreises Kirchhain statt, welche gut besucht war. Der llnterver- bandsd-irektor Herr Pfarrer Schlitt aus Mardorf begrüßte die Erschienenen mit warmen Worten und dankte Herrn Landrat v. Eilsa und den Herren Direktoren Schüler und Schlicht sowie Herrn Pfarrer Günther für ihr Erscheinen. Anschließend trug der Vor» sitzende den Geschäftsbericht vom abgelaufenen Geschäftsjahr vor, nach welchem der Verband 14 Vereine mit 1331 Mitgliedern zählt, der größte Verein mit 199 Mitgliedern ist Allendorf, der kleinste Verein Rauschenberg mit 42 Mitgliedern. Der Umsatz ist um ein Bedeutendes gestiegen gegen das Vorjahr, den größten Umsatz haft« der Verein in Großseelheim, den niedrigsten Umsatz der Verein in Langenstein. Die Verwaltungskosten betragen 8463 M. Die Einlage an Spargeldern betrug 1 409 661 Jl, eingelegt im laufende» Jahr waren 350000 JL Ausaeliehe» waren 1820 395 X Der