mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Nach Feierabend", „Fürs Haus" und .Landwirtschaftliche Beilage".
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Die „Obrrhessisch« Zeitung- erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. — Der Bezugspreis beträgt viertelläbrlich duri». die Post 2.25 M (ohne Bestellgelds, bei unseren Zeitungsstellen 2 «M. frei ins Haus. — Verlag von Dr. C. Hitzeroth. — Druck der Univ.» Buchdruckerei I. A. Koch (Znh. Dr. C. Hitzeroth). Markt 21. Tel. 55.
Marburg
Freitag, 7. November
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48. Jahr-
1913.
Mßtes Blatt.
Nundsitau.
Lelegrammwechsel zwischen Kaiser Wilhelm und König Ludwig.
Das Telegramm, mit dem König Ludwig dem Kaiser die Beendigung der Regentschaft anzeigte, hat folgenden Wortlaut:
„Euerer Majestät gestatt« Ich Mir zur geneigten Kenntnis zu bringen, daß Ich die Regentschaft gemäß den Bestimmungen der Verfassung für beendigt erklärt und den Thron Meiner Väter als nächster Agnat bestiegen habe. Di« unerschütterliche Bundestreue, die Ich von Meinem Vorgänger in der Regierung Bayerns als heiliges Vermächtnis überkommen und selbst sorgfältig gepflegt habe, wird in Mir auch fernerhin einen überzeugten Hüter finden. Euere Majestät, den erhabenen Schirmherrn des Deutschen Reichs, bitt« ich, die Mir und Meinem Hause bisher stets erwiesene freundschaftliche Gesinnung auch in Zukunft erhalten zu wollen.. Ludwig."
Vom Kaiser lief folgende Antwortdepesche ein:
„Mit herzlichem Dank für Deine Mitteilung über die Beendigung der Regentschaft spreche ich Dir zu Deinem Regierungsantritt als König in"treuer Freundschaft und Anhänglichkeit Meine aufrichtigsten und aus tiefstem Herzen kommenden Glück- und Segenswünsche aus. Mit Mir nehmen di« Kaiserin, Mein Haus und Mein Volk an diesem bedeutungsvollen Ereignis fteudigsten Anteil. Möge Dein Wirken in dem Dir von Gott übertragenen hohen Beruf Dir selbst reiche Befriedigung gewähren und Deinem schönen Lande sowie Unserem gemeinsamen großen Vaterland« Glück und Segen bringen. Möge der heutige Tag für das Bayernland der Markstein werden für eine Zeit Ungetrübten Glückes und segensreicher friedlicher Entwicklung.
Wilhelm."
König Ludwig dankte daraus in herzlichen Worten. Auch von den übrigen Bundesfürsten, den Bürgermeistern der Freien Städte, dem Kaiser von Oesterreich, den anderen europäischen Souveränen sowie aus dem ganzen bayrischen Lande sind zahlreiche Glückwünsche eingegangen. Zwischen dem Vorsitzenden im Ministerrat Dr. Frhrn. v. Hertling, dem Reichskanzler v. Beth- mannHollweg und dem Statthalter von Elsaß-Lothringen Grafen Wedel hat aus diesem Anlaß ebenfalls ein Telegrammwechsel stattgefunden. Die Eidesleistung König Ludwigs wird morgen vormittag im Thronsaal stattfinden.
Ein Besuch bei König Otto von Bayern.
Die bayrischen Abgeordneten Tasielmann und Giehrl haben sich, wie gemeldet, vor einigen Tagen nach Schloß Fürstenried begeben, um sich persönlich von dem Gesundheitszustand des König« Otto zu überzeugen. Ein anschauliches Bild von dem tragischen Geschick des Kranken gibt folgender Bericht, den der „Bayrisch- Kurier", offenbar aus der Feder oder nach Mitteilungen des Zentrumsabgeordneten Giehrl veröffentlicht:
„Die beiden Abgeordneten wurden von Baron Stengel, dem Hofmarschall des Königs, mit den Worten eingeführt: „Hier Majestät, sind die Herren Casielmann und Giehrl, welche bitten, ihre Aufwartung machen zu dürfen." Die Abgeordneten befanden stch in einem prächtigen Empfangssaal, aber die Wände und Türen waren gepolstert. An der dunkelsten Stelle zwischen zwei Fenstern steht an der gepolsterten Mauer ein kräftiger großer Mann, der ohne Unterbrechung drei, vier kleine Schritte hasttg vorwärts, dann wieder zurücktrippelt, unaufhörlich, ohne auszusetzen, an derselben Stelle. Di- Hände gestikulieren und beschreiben Kreise. Die Finger sind fortwährend in Bewegung. Jetzt fährt der kranke Kopf auf, jetzt streckt er die Hand in die Höhe. Dabei spricht er fortwährend in abgeriffenen, unverständlichen Lauten, auch Schimpfworts einmischend. Offenbar hört er ständig Geräusche und kämpft mit Wahnvorstellungen. Es war ein bis ins Mark erschütterndes Bild. Die Besucher werden keines Blickes gewürdigt. Der Kranke reagiert mit keinem Worte, mit keiner Bewegung auf die Anrede, sondern fährt fort in seinem ruhelösen Vorwärts und Rückwärts, das, automatisch wirkend, von den Eehbewegungen eines Gesunden völlig verschieden ist. Man hört nur abgebrochene, heftig hervorgestoßene Worte, worunter Lu und Bra, die Namen des verstorbenen Königs Ludwig II. und des verstorbenen Eeneraladjutanten Bianca bedeutend," vorwiegen. Seit 10 Jahren wurde bei dem Kranken nichts beobachtet, was als lichter Augenblick aufzufasien wäre. Der König ist sehr gealtert und etwas gebeugt, mit grauem Knebelbart und noch ziemlich reichlichem Haupthaar. Seine Eefichtszüge sind eingefallen, der Blick ist verschleiert. Der König verschlingt nur unregelmäßig Nahrung. Im Nebenzimmer ist ein Tischtuch mit Eisenklammern an einem Eßtisch befestigt. Während des Besuches der Abgeordneten schlüpfte der König plötzlich, um Tee zu trinken, ins Eßzimmer. Da er unruhig wurde, bat der Arzt die Besucher, sich zu entfernen. Aber bevor sie stch umwenden konnten, schleuderte der Kranke ein massives, nichtporzellanenes Geschirr wuchtig in die Ecke. Er unterhielt sich dann mit dem Auslesen einzelner Stücke. Im Bad müsien öfter fünf Wärter den Kranken festhalten."
Aus der Rordmark.
Bemerkenswert wegen ihres unerschrockenen Freimutes ist eine Rede, die der Regierungspräsident von Schleswig, Ukert, kürzlich bei einer Abschiedsfeier für den aus dem Amt« scheidenden Landrat von Hadersleben, Dr. Dryander, gehalten hat. Det „Schleswigschen Erenzpost" zufolge führte der Redner aus:
„Sie, verehrter Herr Landrat, scheiden in einer besonders ernsten Zeit aus der Nordmark: in einer Zeit, wo nicht^nur die deutsch- Bevölkerung des Kreises Hadersleben, sondern die gesamt- Bevölkerung | der Provinz Schleswig-Holstein, sowett fi- national empfindet, nach | Maßnahmen ruft, die geeignet fufc, die zügellos- dänische I Agitation «in,»schränk«» «nd d«» V«»tfcht»k» j
ft arten. Diesen allseitig zunehmenden Unmut über die zügellose Agitation von dänischer Seite betrachte ich als ein erfreuliches Anzeichen dafür, daß das Verständnis für die überaus schwierige Lage des Deutschtums in der Nordmark immer mehr zunimmt, und wenn sich die Verhältnisie nicht ändern, kann es nicht ausbleiben, daß auch die Notwendigkeit scharfer Eegenmaß» regeln allseitig anerkannt wird. Es ist mir wohlbekannt, daß es auch unter der deutschen Bevölkerung Männer gibt, di« der Ansicht sind, daß mit -Nachgiebigkeit mehr zu erreichen ist als mit Strenge. Ich kann diesen Männern nicht folgen. Es hat an Entgegenkommen seitens der Staatsregierung nicht gefehlt. Der Optantenvertrag war der größte Vertrauensbeweis, den die Staatsregierung der Bevölkerung gehen konnte, denn die zahlreichen Naturalisationen, die dieser Vertrag zur Folge hatte, erfolgten nicht, um Reichsfeinden ein Heim zu schaffen, sondern in der Zuversicht, daß die Naturalisierten, wenn sie auch nicht begeisterte Deutsche sein würden, wie wir es sind, stch wenigstens ruhig verhalten und sich mit den politischen Verhältnissen abfinden würden. Diese Erwartung ist nicht erfüllt worden, sondern es hat eine Agitation eingesetzt, di« schärfer und schroffer denn feist, und daraus folgere ich, daß Entgegenkommen auf gegnerischer Seite nur Anerkennung finden wird, wenn es auf Kosten des Deutschtums geschieht- Und das muß unter allen Umständen ausgeschlossen bleiben, denn die Nordmark ist deutsch und bleibt deutsch! Die wirtschaftliche und die kulturelle Förderung der Nordmark ist das Endziel aller staatlichen Maßnahmen, und polizeiliche Zwangsmaßregeln sind lediglich die Folge der dänischen Agitation."
Wenn ein hoher Regierungsbeamter sich so äußert und die Notwendigkeit von Gegenmaßnahmen gegen die dänische Agitation betont, ist anzunehmen, daß die Staatsregierung zur Abwehr dieser Agitation energische Maßregeln für nötig hält, bei deren Durchführung sie der Zustimmung aller nationalen Kreise sicher sein kann.
Vom Balkan.
Ein Berliner Telegramm der „Köln. Ztg." meldet: „Die Antwort Griechenlands auf die Vorstellungen Oesterreich-Ungarns und Italiens wegen der Räumung von Südalbanien wurde von Griechenland auch Berlin mitgeteilt. Einen befriedigenden Eindruck konnte die griechische Antwort hier ebensowenig Hervorrufen wie in Wien und Rom. Man hält hier indessen an der Annahme fest, daß bei weiterer Behandlung der Sach« Erie, chenland die Umstände nicht verkennen wird, die dafür sprechen, daß es in der südalbanischen Erenzfrage vor dem Lebens- interssse der Dreibundmächte Halt macht. Ein besierer Rat kann Athen auch nicht von Deutschland gegeben werden, dessen freundschaftliche Haltung für Griechenland durch Tatsachen außer Zweifel gestellt ist."
Griechenhknd und die Türkei.
Parts, 6. Nov. Nach einer offiziösen Mitteilung haben die Regierungen Rußlands und Frankreichs auf Ersuchen Griechenlands in Konstantinopel nachdrücklich Schritt« unternommen, um die Türkei zu veranlasien, sich gegenüber Griechenland versöhnlicher zu zeigen, damit die vom Abbruch bedrohten Verhandlungen in normaler Weise fortgesetzt werden könnten. Die französische Regierung werde sich jeder finanziellen Unterstützui^g der Türkei widersetzen, solange diese nicht durch eine ehrliche und friedfertige Politik bewiesen habe, dckß sie den Frieden auf dem Balkan nicht gefährden wolle. — Rach einer Blättermeldung aus Konstantinopel sind die vertraulichen Besprechungen, mit denen die Türkei die Neutralität Serbiens für den Fall eines Krieges mit Griechenland stch sichern wollte, gescheitert.
Eriechenlaud und Bulgarien.
Sofia, 6. Nov. Nach Mitteilungen von zuständiger Seite hat die bulgarische Regierung durch die hiesige französische Gesandtschaft die griechische Regierung aufgefordert, die Eewalt- tättgkeiten gegen di« Bulgaren in Macedonien zu beenden, da es andernfalls angesichts der wachsenden Erregung der bulgarischen Oefsentlichkett zu Vergeltung sm aßregeln gegen die Griechen in Bulgarien kommen könnte.
König Ferdinand in Wien.
Wien, 6. Nov. Der Kaiser von Oesterreich empfing den König der Bulgaren in einer einstündigen Audienz. Vorher stattete der Minister des Aeußern dem König einen Besuch ab, der über eine Stunde dauerte.
Rumäniens Balkanpolitik.
Konstantinopel, 6. Nov. Der hier weilende rumänisch« Minister des Innern Jonescu äußerte sich einem Vertreter der Presie gegenüber, die Beziehungen Rumäniens zu der Türkei seien ausgezeichnet. Es liege im Jnteresie Rumäniens, daß die Türkei di« Meerengen behalte, da hierdurch auch der Handel Rumäniens geschützt set. Als guter Freund der Türkei glaub« er, daß auch fi« ein Interesse daran habe, daß der Balkanfriede erhalten bleib«. Jonescu drückt« schließlich die feste Hoffnung aus, daß der formelle Fried« zwischen der Türkei, Griechenland und Serbien bald gesHossen werd«. Zwischen Rumänien, Griechenland und Serbien bestehe kein Bündnis, doch sei Rumänien, das bei dem Frtedensschluß von Bukarest den Vorsitz führte, moralisch verpflichtet, darauf zu halten, daß der Fried« geachtet werde. Rumänien werde in dieser Richtung seinen Einfluß ausüben. .
Verkauf italienischer Panzerschiff« an di« Türkei.
Pari«, 6. Nov. Nach einer Blättermeldung aus Athen verlautet, daß di« italienische Regierung der Türkei di« Panzer- schiff« „Eardegna", „Sicilia" und „9U Umberto" verkauft hab«. Di« Schiff« sollen erst nach Unterzeichnung de« griechis-^türkischen Friedens geliefert werd«»«
Ausland.
** Die deutschen Kriegsschiffe in den amerikanischen Gewässer» Veracruz, 6. Nov. Der Schulkreuzer „Hertha" verließ den Hasen, nach dem der Kreuzer „Bremen" eingetroffen war. Der Kreuzer „Bremei? bleibt bis auf weiteres in Veracruz. Nach der Westkstüe ist der Kreuzet „Nürnberg' vom ostasiatischen Kreuzergeschwader unterwegs
** Das einige Mexiko gegen Amerika? London, 6. Nov. Die „Dailt Marl meldet aus Newyork: General Huerta hat die Regierung vol Washington wissen lasten, daß er auf ihrer Aufforderung zum Rücktritt von der Präsidentschaft binnen Kurzem eine endgültige Antwott gebe. i«rde. Wie man erfährt, hat er die ftanzöstsche Regierung ersucht, zwi schen ihm und den Vereinigten Staaten zu vermitteln. General Carcax, dringt in die amerikanische Regierung, das Ausfuhrverbot auf Waffe» unb Munition aufzuheben, dagegen erklärt sich Earraxa absolut g e g e l eine amerikanische Intervention, die sämtlich« mexf »- e Parteien gegen Amerika einigen würde. — De, Aufklarungskreuzer „Chester" hat den Befehl erhalten, nach Veracruz z, gehen, um als Depeschenboot zwischen den dortigen Schlachtschiffen uni Tampico zu fungieren. Der Kreuzer hat di« stärkste funkentelegraphifch« Anlage der ganzen amerikanischen Flotte, und nach feiner Ankunft rotrb Veracruz in ständiger direkter Verbindung mit Washington stehen Solgenb« amerikanische Kriegsschiffe befinden sich jetzt an der Westküste, Panzerkreuzer „California", „Pittsburg" und „Maryland", das Kanonenboot „Anapolis" und das Hilfsfchiff „Glazier".
Zentralstelle für die Erziehung der Kinder vori Auslandsdeuliclien
In den Stadtsälen hatte sich gestern eine zahlreiche Versammlung von Damen und Herren zusammengefunden, in der Hauptsache Vorstände nationaler und gemeinnütziger Vereine. Es galt der endgültigen Gründung der „Gesellschaft für die Er- ziehung deutscher Kinder aus den deutschen Schutzgebieten und dem Ausland". Die Sitzung wurde eröffnet von Oberrealschuldirektor Dr. Knabe, der zunächst Herrn Prof. Andrö das Wort gab. Prof. Andrö führte aus: Der allgemeine Zweck der Zentralstelle, die hier gegründet werden soll, über deren Möglichkeit man seit einigen Wochen berate, sei Erziehung und Förderung der Jugend deutscher Familien im Ausland, Beratung der Familien, die ihre Kinder in Deutschland erzogen wisten wollen. Jeder, der die Verhältnisie kenne, wisie, daß dies einem nationalen Bedürf, nis entspreche. Der ideale Zweck und die wirtschaftliche Bedeu- tung der Angelegenheit für unsere Stadt springe in die Augen. Man rechne mit vielen Tausenden von Kindern, davon werde man jährlich einige Hundert hier unterbringen: denn man werde na. türlich immer zuerst an Marburg denken. Außerdem würde Marburg dadurch bekannt, die Eltern der Kinder würden wohl ein. mal hierher gezogen und anderes mehr. Beide Zwecke paffen zusammen; der allgemeine Zweck könne Marburgs Jnteresien för« dein und umgekehrt. Die Durchführung im einzelnen sei schwierig. Herr Beigeordneter Müller unterbreitete die Satzungen. Man habe bei der Zusammenstellung eilig verfahren müsien, denn es sei nötig gewesen, schnell zu der Zentralstelle zu kommen. Dadurch seien wohl noch manche Mängel darin zu entdecken, die dann später geändert werden könnten. Nach Verlesung der Satzungen entspann stch eine Debatte, ob es möglich sei, den Marburger Ortsausschuß mit in die allgemeinen Statuten zu übernehmen. Man einigte sich dahin, bei den allgemeinen Statuten die Erwähnung eines Ortsausschusies in Marburg auszulasien, besonders aus Gründen, die in der möglichen Konkurrenz anderer Städte liegen. In Göttingen habe man ein Auslandsheim für Erwachsene geplant; als aber über die Marburger Idee, deren Anregung Prof. Andrö zu danken ist, etwas verlautet sei, wolle man sich auch diesen Gedanken zunutze machen. Die Statuten wurden in ihren Erundzügen angenommen und im einzelnen dem Vorstand freie Hand gewähtt.
Ueber die nächsten Aufgaben sprach Frau v. Blanckensee: Es sollten dreierlei Flugblätter versandt werden: erstens an die deutschen Konsulate und Vereine im Ausland, die mit dem all- gemeintzn Zweck der Zentralstelle bekannt gemacht werden sollen; zweitens solche, in denen für Marburg als geeignete Stadt Reklame gemacht wird; drittens Flugblätter an andere geeignete Städte Deutschlands; hier handelt es sich um Geldbeiträge. Es wurde sodann gewählt nach Vorschlägen Prof. Heinzes, der im Auftrage des vorbereitenden Ausschusses sprach: 1. der $ et« waltungsrat; ihm sollen angehören der Oberbürgermeister, der Rektor und der Kurator der Universität, der Landgerichts- prästdent, der Stadtverordnetenvorsteher, ferner Prof. Bredt, die Direktoren der höheren Schulen und der Volksschulen, ferner als Vertreter von Vereinen die Herren Schaaf, Dietrich, Prof. Andrö, Prof. Feußner, Prof. Schultze Jena sowie Herr Kommerzienrat Schäfer und Exz. v. Bartenwerffer; von Damen: Frau Geh. Rat Lehmann, Frau Exz. Behring, Frau Geh. Rat Schmidtmann, Frl. Bach. Gewählt werden sollen noch ein Magistratsmitgtied und ein Stadtverordneter. An auswärtigen Mitgliedern ist ror« gesehen der Oberpräsident, der Regierungspräsident, der Vor* fitzend« des Provinzialschulkollegiums, Vertreter des Auswärtigen Amts, des Kolonialamts, der evangelischen und der katholischen Mission, der Direktor der Kolonialschule in Witzenhausen. Vorgeschlagen wird dann noch zu wählen den Landrat des Kreises, Vertreter der Geistlichkeit, Kreisarzt Prof. Dr. Hildebrand, den Landeshauptmann, die Vorsitzende der Kolonialfrauenschule in Veelbach u. a. m. Zum Vorsitzenden wird unter allseitigem Beifall Prof. Andrö gewählt. Es wird noch bestimmt, daß der Arbeitsausschuß stch aus dem Verwaltungsausschuß rekrutieren soll. , Dem Ortsausschuß sollen angehören Frau Geh. Rat Lehmann, < Frl. v. Dobbeler, Frau Exz. v. Behring, Frau Oberbürgermeister kroj«, Frl« Kappe», Kommerzienrat Schäfer, Prof. Schuman». 1