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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham
und den Beilagen: ..Nach Feierabend", „Fürs Haus" und „Landwirtschaftliche Beilage".
Die „Oberhessische Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. — Der Bezugspreis beträgt vierteljäkrlich durck> die Post 2.25 JW. (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen 2 M frei ins Haus. — Verlag von Dr. T. Hitzeroth. — Druck der Unio.« Buchdruckerei I. A. Koch (Znh. Dr. E. Hitzeroth). Markt 2L Tel. 55.
Marburg
Mittwoch, 5 November
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18. Jahrg, 1913.
(StüfS Blatt
Um den Grokblock.
Die badische Wahlschlacht ist geschlagen und hat mit einer Niederlage des Eroßblocks geendet. Darüber sind so ziemlich alle einig. Zwar stellt sich das zahlenmäßige Verhältnis im Landtage auf 37 Abgeordnete der Linken gegen 36 der Rechten, aber mit Recht weist die „D. Tagesztg." darauf hin, daß unter den 37 der Linken zwei direkt als Gegner des Eroßblockgedankens gewählt wurden. Der „Sieg" ist also in der Tat ein Pyrrhussi eg. Die Zahlen tun es ja nicht allein Was hat man nicht alles vor der Wahl in der radikalen Presie gelesen, wie vollkommen aussichtslos die Bemühungen der Rechten seien, die schöne Phalanx des Eroßblocks zu erschüttern. Und nun, wenn auch die Nachwahl nicht vollendete, was die Hauptwahl begann: der gewaltige Ruck nach rechts läßt sich nicht leugnen, wenn auch das „Verl. Tagebl." die Nachwahl noch zu einem Sieg zu stempeln sich bemüht. Das Resultat ist mit einem Wort: die Unnatur des Eroßblocks, über die wir kürzlich ausführlicher schrieben, hat sich glänzend dargetan, so glänzend, daß selbst früheren Befürwortern desselben Zweifel aufsteigen. Zn nationalliberalen Kreisen haben die Altnationalliberalen ja immer auf die Gefahr der Konstellation für die nationalliberale Partei hingewiesen, auch vereinzelte Stimmen aus der übrigen Partei aus Vaden selbst haben sich angeschlossen (Obrichter!), aber die Zungliberalen, die dem Freisinn nahestehen, haben das Verhältnis als das einzig Richtige gepriesen. Jetzt erklärt das führende Blatt dieser Richtung, daß die Gegensätze zwischen der Sozialdemokratie und dem national gesinnten Liberalismus so stark seien, daß jeder einzelne von ihnen eigentlich eine Arbeitsgemeinschaft verhindern müsse. Dann heißt es:
„Wen aber diese Gründe des politischen Gewissens nicht überzeugen können, der sollte sich vom reinen Nützlichkeitsstandpunkt aus veranlaßt sehen, eine Eroßblockpolitik im Interesse der nationalliberalen Partei zurückzuweisen. Wir haben in den letzten Jahren radikale Zeiten gehabt, wir haben gesehen, daß die Wähler in Massen in das sozialdemokratische Lager übergegangen sind: gegenwärtig beobachten wir aber, daß mit ruhigen Zeiten in diese Wählermassen auch die ruhige und gemäßigte Gesinnung zurückkchrt. Verkuppelt man sie aber gewaltsam immer und immer wieder zu wahlpolitischen Zwecken mit der Sozialdemokratie, so ersteht die Gefahr, daß auch die großen Gegensätze zwischen diesen Weltanschauungen verschwimmen, und daß die Sozialdemokratie schließlich liberale Wähler in sich aufsaugt. Anderseits haben wir gesehen, daß gerade in Baden streng nationalliberale Männer, die diese Entwicklung fürchteten, sich von der Partei getrennt und sich Gruppen angeschlossen haben, mit deren Wesen sie innerlich nicht übereinstimmen. Die nationalliberale Partei in Baden muß deshalb zu der Einsicht kommen, daß die bisherige Politik des Eroßblocks eine gründliche Schlappe erlitten hat, und daß sich die Folgen, wenn diese Politik k ü n st l i ch konserviert würde, bei der nächsten Gelegenheit an ihr rächen würden. Der Entschluß, zu einer neuen Politik überzugehen und die alte als einen Irrtum zu verwerfen, wird ihr nicht leicht werden: aber sie möge dabei an Gutzkows Weisheit denken: Von einem Irrtum erlöst, aber auch so recht von ihm erlöst sein, gewährt größere Freude, als eine neue Weisheit gefunden zu' haben."
Es ist erfreulich, diese Erkenntnis in diesem Blatte zu lesen; so läßt sich hoffen, daß die nationalliberale Partei den Irrtum eines Teiles ihrer Mitglieder jetzt richtiger bewertet, und das ist von großer Bedeutung. Bei einer Partei von der Vergangenheit und der Bedeutung für unser nationales Leben wie die national- ■■■■■■■■■■■BeeeamDHBeeHeeEaeBoeMeeweBeaHaaBaHeeÄÄC»
Zur Fritbjof-Auffiilmmg tut ^iedewerein.
H. Engelhardt.
Max Bruch hat für seine Komposition „Frithjof" einzelne Szenen aus dem Epos von Essais Tegner herausgegriffen und vertont. Wiewohl dies Werk zu seinen ersten Schöpsu.rgen zählt, ist es doch ein Meisterstück der Kompositions- und Jnstrumentationskunst und wird von unvergänglichem Werte sein. Da der hiesige Liederverein am 8. November im 2. Teile seines Konzertes dieses Vruchsche Männerchorwerk mit Orchester zum Vortrag bringen wird, dürfte es für viele Konzertbesucher von Interesse sein, zum raschen Verständnis der Komposition einiges int voraus zu erfahren.
Es ist das uralte Liebesmotiv, das uns auch in dieser Dichtung entgegentritt. Frithjof, der Sohn eines norwegischen Bauern, und Jngeborg, die Tochter des Königs Bele, liebten sich. Auf dem Sterbebette gibt Bele die Einwilligung zur Vermählung beider. Aber dis Brüder Jngeborgs — Helge und Halfdan — wollen von diesem Herzensbündnis nichts wissen. Nach des Königs Tade lassen sie Jngeborg zur Priesterin weihen: denn Helge glaubt seine verwaiste Schwester in Baldurs Tempel und Hag vor fremdem Blick bewahren zu müssen. Durch heimliche, nächtliche Zusammenkünfte der beiden Liebenden in dem heiligen Hain wird dieser entweiht. Darum spricht Helge über Frithjof die Acht aus, von der er sich nur lösen könne, wenn er es wage, eine gefahrvolle Wasserfahrt gegen den zinspflichtigen Jarl Aganthyr zu unternehmen, um den längst fälligen Tribut, den dieser den Brüdern der Jngeborg schuldet, heimzuholen. Mit einer tapferen Schar Vickinger umgeben, fiüjrt er hinaus übers Meer. Helge, der der Zauberkünste mächtig ist, beschwört einen furchtbaren Sturm herauf, sodaß Frithjofs Schiff „Ellida" droht unterzugehen. Aber er holt den Zins glücklich heim. Die glühende Sehnsucht nach der Geliebten treibt ihn zur Eile. Schon taucht der heimatliche Strand vor seinen Augen auf.
Mit „Frithjofs Heimfahrt" setzt die Bruch'sche Komposition ein. Da vernehmen wir zunächst fernes Donnergrollen; in warnenden Tönen (Hörner und Fagotts) machen sich kurze Windstöße bemerkbar; die See wird bewegt; di« Wellen schlagen höher (Violinen und Bratschen). Auf dem Schiffe die kühnen Seefahrer, die gettosten Mutes durch das tobende Meer steuern. „Ellida, beeil', beeil" den schäumenden Flug!" Jubel und Freude durchzieht ihr Herz beim Anblick des heimatlichen Gestades. Frithjof und feine Gefährten begrüßen khr Vaterland:
liberale, ist es im vaterländischen Interesse durchaus nicht gleich- giltig, welche Wege sie in der Beurteilung der Sozialdemokratie und in der Taktik ihr gegenüber einschlägt. In Baden war sie auf dem Holzwege, und das hat sich an ihr bitter gerächt. Hoffen wir mit der „Köln. Ztg.", daß sie dies erkennt. Erfreulich ist der Wahlausfall aber auch insofern, als er es bedeutend erschweren dürfte, dem Gedanken des Eroßblocks außerhalb Badens, seinem Ursprungsland, Boden zu schaffen.
Einige Preßstimmen seien angeführt.
Der „Reichsbote" schreibt:
„Die Ueberschätzung der Macht und des vermeintlich unaufhaltsamen Siegeslaufes der Sozialdemokratie hat die Nationalliberalen in Baden ebenso wie den Fortschritt im Reiche ihr einziges Heil auf die Sozialdemokratie setzen lassen. Zeigt sich nun, daß auch dieser Koloß doch schließlich nur tönerne Füße hat, daß die Bäume de» sozialdemokratischen Uebermutes nicht in den Himmel wachsen, so mutz jede besonnene Parteileitung einer nationalen Partei sich sagen, datz es die Partei dirett ruinieren und ihre eigene Vergangenheit besudeln heißt, wenn sie sich um jämmerlicher Augenblickserfolge willen auf Gedeih und Verderb mit der Partei des Umsturzes verbindet, deren Scheinmacht auch einmal ein schnelles Ende nehmen kann."
Die „Süddeutsche Zeitung":
„Der „Großblock der Schande" hat, wie man zugeben mutz, wunderbar funktioniert. Die Nationalliberalen wählten mtt Hurra Sozialdemokraten und nahmen dankbar schmunzelnd die Hilfe der Konservativen und des Zentrums an, während sie zusehen mußten, wie ihr Lahrer Kandidat vom befreundeten Volksparteiler mtt sozialdemokratischer llnterstützung niedergerungen wurde."
Das „Berliner Tageblatt":
„Die Eroßblockparteien sind durch die jetzigen Wahlen gewarnt worden; sie haben bei den Stichwahlen die Notwendigkeit einer gemeinsamen Taktik erkannt. Unter allen Umständen ist dafür gesorgt, datz die Bäume der blauschwarzen Reaktion in den nächsten vier Jahren nicht in den Himmel wachsen werden. Unerfreuliches bleibt ttotzdem genug übrig. Die blauschwarzen Parteien sind nicht stark genug, die grundsätzliche liberale Tendenz des badischen Kurses in ihr Gegenteil zu verkehren, aber sie werden sich mit verstärktem Gewicht an den Staatswagen hängen und ihn nach Kräften zu hemmen suchen. Man hatte auf der Linken so schöne Reformpläne. (!) Davon wird nun wenig verwirklicht werden können. Besonders die Durchführung des Proportionalwahlrechts dürfte auf unbestimmte Zett vertagt sein. Ebenso ist nicht zu bestreiten, daß das Zentrum sich von seinem Rückgang im Jahre 1909 zum Teil erholt hat. 25 000 Stimmen und vier Mandate mehr, ist immerhin ein respettabler Gewinn. Nur braucht man deshalb die Situation in Baden noch nicht zu schwarz anzusehen." — Auch schön! —
Der „Schwäbische Merkur":
„Außerordentlich groß und überraschend sind die Verluste der Sozialdemokratie. . . Der starrende Großblock ist untergegangen, und ein neues Sternenbild taucht auf, aus den Fluten des Volkes selbst. Es ist die Parteigruppierung des Reichstags von 1902 und 1913, der das Reich wirtschaftlichen Aufschwung und seine militärische Sicherheit verdankt. Die neue Gruppierung, die man früher für „undenkbar" gehalten hatte, ist bei den Landtagswahlen in Erscheinung getreten in Rastatt, Lahr, Eberbach, Schopfheim, Weinheim, Karlsruhe-Land und Karlsruhe- Südstadt. Den deuttich erkennbaren Ausdruck des Volkswillens unterdrücken zu wollen, das wäre Reaktton, aber diese Zeiten sind vorüber,"
Der „Vorwärts" gesteht die Größe der Schlappe, die seine Partei erlitten hat, unumwunden ein:
„An unseren Genossen wird es nun liegen, die Schlappe, die wir in diesem Wahlkampf zweifellos erlitten haben, durch eine prinzipielle, intensive Agitation wieder wett zu machen. Daß wir 11500 Stimmen und sieben Mandate einbüßten, iit eine so betrübend« Tatsache, datz wir allen Grund haben, den Ursachen dieser Erscheinung nachzuforschen und energisch Abhilfe zu schaffen."
Politisch« Umschau
Der Aufhebung der Regentschaft in Bayern
und der Proklamierung des Prinzen Ludwig zum König steht, nachdem gestern auch die Kammer der Reichsräte die darauf be* zügliche Vorlage einstimmig angenommen hat, nichts mehr im Wege.
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Am Freitag vormittag wird die Kammer der Abgeordneten noch den Zustimmungsakt zu vollziehen haben. Zuvor ist in geheimer Sitzung darüber zu beraten und zu beschließen, ob di« Gründe zur Beendigung der Regentschaft und zur Eröffnung der Thronfolge ausreichend sind. Der Zustimmungsakt der 1. Kamemr ist Freitag nachmittag in Aussicht genommen. Zu den geheimen Sitzungen der beiden Kammern wird als Regierungskommissar eine psychiatrische Autorität entsandt. Außerdem werdest den beiden Kammern die ärztlichen Gutachten über den Gesundheitszustand des Königs Otto vorgelegt. Die beiden Referenten des Etats des Königlichen Hauses und Hofe, die Abgeordneten Eassel- mann (Liberal) und Eiehrl (Zentrum), haben sich gestern nach Schloß Fürstenried begeben, um sich von dem Befinden König Ottos zu überzeugen. Heute fahren zum gleichen Zwecke die Präsidenten der beiden Kammern, Graf Fugger von Glätt und Dr. von Orterer, nach Fürstenried.
Die Einzugsfestlichkeiten in Braunschweig fanden gestern mit einem Festgottesdienst im Dom, wozu die Geistlichkeit, die Spitzen der Behörden, die Hofstaaten und das Offizierkorps erschienen waren, ikren Abschluß. Die Festpredigt hielt Hofprediger v. Schwartz. Nach dem Gottesdienste kehrte das Herzogspaar nach dem Schloß zurück. In einem Erlasse dankt es allen
„Es ist so schön, wenn vom fernen Land« Die Segel kehren zum Heimaistrande, Wo Rauch entsteiget dem eignen Herd, Und KinTheitswelt ist dir ewig wert."
Ein schlichtes, herzergreifendes Heimatlied ist es, das über das Meer ertönt. — Die See wird glatt und ruhig; klein« sanfte Wellen (Violinen) umspielen das Schiff, und froher Hoffnung betritt Frtthjof den heimatlichen Boden. —
Doch vernichtet all sein Glück. Wo sein Vater ruht, seine Wiege stand, findet er nur Trümmer am öden Strand. Helge hat während Frithjofs Abwesenheit den alten König Ring, der Jngeborg zum Weibe begehrte, verhöhnt. Dafür nimmt dieser Rache. In heißer Schlacht wird Helge besiegt; er muß vor seinem Feind« fliehen. Auf der Flucht läßt er Frithjofs Haus und Hof in Flammen aufgehen und erkauft sich den Frieden mit Ring, indem er ihm seine Schwester zum Weibe gibt. Jngeborg fügt sich in ihr Schicksal. In feierlichem Zuge wird die Braut dem König Ring entgegengesührt.
„Trüb zieht der Skald vor dem Hochzeitstrosse;
Bleich sitzt die Braut auf dem schwarzen Rosse."
In dieser 2. Szene „Jngeborgs Brautzug zu König Ring" ist Bruch die Tonmalerei ganz besonders gelungen. Durch Trompeten und Hörner deutet er an, daß der Hochzeitszug eigentlich ein freudiges Ereignis ist; aber die übrigen Jnfttumeitte: Violinen, Klarinetten, Flöten usw. geben in klagenden Tönen die Stimmung wieder, die Jngeborg gequältes Herz bewegt. Ihr Gesang: Ein Opfer bin ich — nur leiden will ich und kein Erbarmen — doch Frithjof grüßet von Jngeborg — ist tief erschütternd. Aus der duldenden, liebenden Seele klingts:
„Viel trägt das Herz, bevor es bricht;
Allvater richtet — ich klage nicht."
Die 3. Szene führt uns in Baldurs Hag. Zur mitternächtigen Stund« sind dort die Priester versammelt und warten auf König Helge. Düstere Stimmung liegt auf ihren Gemütern. In schwermütiger Moll- melodi« hebt es an:
„Mittnachtsonn' auf den Bergen liegt,
Blutrot anzuschauen,
Es ist nicht Nacht, es ist nicht Tag, Es ist ein seltsam Grauen."
Da kommt aus der Ferne eine Schar Bewaffneter, voran et» stol- yx Fürst. . „ , _
„Durch die Schauer der Mitternacht
Naht schon in der Kron« Pracht
Helge, unser König."
Doch nicht Helge ist cs. — Nein, Frithjof, der mit seinen Kampfgenossen blutige, schreckliche Rache nehmen will, zieht zum Tempel
Er ruft den Priestern zu:
„Nur in Hellas Nebelreich
Mögt ihr nach dem König fragen;
Seine Sterne wurden bleich,
Helge liegt — erschlagen!"
„Weh, o Freveltat!" schalt es ihm entgegen.
Aber Frithjof schreckt nicht zurück:
„Still, Priester mit dem Opferstahl, Bleiche Mondscheinfürsten!
Sonst bleibt euch nur Todeswahl,
Unsre Klingen dürsten."
Da sieht er die Bildsäule des Gottes Baldur, geschmückt mit dem kostbaren Ring, den er einst in glücklichen Tagen Jngeborg als „der Liebe Pfand" gegeben hat. In heftigem Zorn reißt er den Ring ab; das Götzenbild fttirzt in die Flammen des Opferfeuers. „Der Gott weicht seiner Wut." Die Feuerjäulen schlagen hoch auf und zünden den Tempel an. Volk und Priester eilen herbei.
.Tempelbrand! Gietzt Wasser aus, Das ganze Meer gietzt drüber!"
Frühwind saust von Norden her; mit Schnelligkeit greift das Feuer um sich. Elutmeer woget in Baldurs Hain.
Die Priester rufen die Götter zur Rache. Frithjof wird von ihne» verflucht und verbannt. Ein Heimatloser mutz er sein Land verlassen.
Musikalisch zeichnet sich diese Szene durch große Lebendigkeit au». Sie ist durchweg dramatisch gehalten. Die menschlich begreifliche Wut und Verzweiflung eines Herzens, dem alles geraubt ist, kommt hier völlig zum Ausdruck. So bildet dieser Teil der Frithjof Komposition mit seiner packenden, hinreißenden Tonfülle und der ständig zunehmenden Steigerung einen wirkungsvollen Kontrast zu den vorhergehende« Szenen.
Frithjof nimmt nun Abschied vom Nordland (Szene 4). Roch et» mal sieht er die Sonne hinter den nordischen Bergen aufsteigen; zu» letztenmal schaut et di« blaue» See» seine» Heimatland«, Friedl»«