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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Nach Feierabend",Fürs Haus" undLandwirtschaftliche Beilage".

Rundschau.

Ein freideutscher Zugendtag

soll in diesen Tagen auf dem Meißner, dem höchsten Berg unseres Hessenlandes, stattfinden. Dort wird man bei frohen geften eine neue Kultur (endlich!) herbeiführen: heißt es doch in der Einladung:Die deutsche Jugend steht an einem geschicht­lichen Wendepunkte. Die Jugend, bisher aus dem öffent­lichen Leben der Nation ausgeschaltet und angewiesen auf eine passive Rolle des Lernens, auf eine spielerisch-nichtige Geselligkeit, und nur ein Anhängsel der älteren Generation, beginnt sich euf sich selbst zu besinnen. Sie versucht, unabhän­gig von den trägen Gewohnheiten der Alten und von den Geboten einer häßlichen Konvention sich selb st ihr Leben zu ge st alten. ... Uns Wen schwebt als gemeinsames Ziel die Erarbeitung einer neuen, edlen, deutschen Jugendkultur vor. ... Im gegen­wärtigen Augenblick erleben wir das hohe Glück, uns im gemein­samen Willen gefunden zu haben."

Eine Kultur der Jugend. Wieder einmal was ganz Neues. Früher war es das Vorrecht der Jugend pardon! unreif zu sein, heute scheint das das Vorrecht des Alters zu werden: oder istKultur" nicht gleichReife"? Die Jugend ist unsere Zu­kunft und schon darum bedarf sie der Aufmerksamkeit auch der Aelteren, und es genügt nicht, Bestrebungen der Jugend, eben weil es solche gärende und der Natur der Sache nach unreife Per­sonen sind, einfach mit einer Handbewegung abzutun oder gar zu verlachen. Wie viele Betätigungen der Jugend in Sport und Spiel in dieser und jener Art sind Formen eignen Lebens, die jeder Erwachsene schon im Hinblick auf ihren Wert für die körper­liche und geistige Ertüchtigung unseres Volkes billigen und über die er sich freuen wird. Ein Radikalismus aber, der sich in törichten, kindischen Redensarten gegen die Schule etwa, die na­türlich besonders herhalten wird, oder gegen anderes wendet, das derJugendkultur" nicht paßt, verdient energisch beim Wickel ge­packt zu werden.

Wenn diefreideutsche Jugend" nun in unser Heffenland kommt, so wird sie auch ein Sprichwort hören, das heißt:Wer nicht alt werden will, muß sich jung aufhängen!" So ist zu hoffen, daß unsere Jugend bei einiger Geduld auch einmal älter werden wird

Die neueste Phase der Welfenfrage wird in der Presie weiter ebenso ablehnend behandelt wie bisher. DieKreuzzeitung" meint, auch nach dieser neuen Erklärung könne sie die Voraussetzung als nicht gegeben erachten, von denen der Bundesratsbeschluß vom 25. Februar 1907 die Zulassung eines welfischen Prinzen zur Regierung in Braunschweig abhängig macht.

DiePost" häl: die Erklärung für wenig genügend und weist darauf hin, daß Prinz Ernst August in jenem Schreiben an den Reichskanzler weder seine Nachkommen noch die Mitglieder des Hauses selbst irgendwie gebunden hat. DieBerliner Neuesten Nachrichten" betonen: Der Prinz will nicht verzichten und nur völlige Urteilslosigkeit oder Wille zu absichtlicher Täuschung kön­nen diese klare Tatsache bestreiten. DieVosi. Ztg." sagt: Wir brauchen weiter nichts, als das klare Faktum, daß kein Verzicht vorliegt. Ein solcher liegt auch nach der neuesten Note nicht vor. DieMorgenpost" sagt: Die Existenz der Welfenpqrtei, die schroffe Haltung des alten Cumberländers und wohl auch die aus­wärtigen dynastischen Beziehungen des Welfenhauses haben vier Reichskanzler zu der übereinstimmenden Ueberzeugung gebracht, daß die Linie Cumberland des Welfenhauses nicht ohne positiven Verzicht auf Hannover den braunschweigischen Thron besteigen dürfe und gar nichts hat sich seitdem geändert, außer, daß Prinz Ernst August der Schwiegersohn des Kaisers geworden ist. Die D. Tgsztg." meint: Der Eintritt in den Bund der deutschen Für­sten schließt also die tatsächliche Anerkennung des derzeitigen preu­ßischen Staatsgebietes und die Verpflichtung zum Schutze dieses Gebietes zweifellos in sich. An der Erklärung des Prinzenkeine feindselige Handlung gegn Preußen zu unternehmen, oder auch nur irgendwie zu begünstigen" laste sich nicht rütteln. Trotzdem verkennt das Blatt nicht die Schwierigkeiten, die schon rein formell durch den Wortlaut der beiden Bundesratsbeschlüste gegeben sind.

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Dom Balkan.

Belgrad, 9. Okt. Die Zahl der Albaner, die die serbische Grenze überschritten hatten wird auf 20 bis 30 000 Mann geschätzt. Eie sind sämtlich wieder auf albanisches Gebiet zurückgeworfen worden. Ganze Abteilungen Albaner wurden durch die serbischen Mitrailleusen in dem Kampf niedergemäht oder in den Drin ge­jagt, wo viele von ihnen ertranken. Die schwersten Verluste er­litten die Albaner auf ihrem Rückzüge. Man schätzt ihre Eesamt- oerluste auf 10 000, während die Serben in diesen Kämpfen nur einige hundert Tote und Verwundete hatten. Die serbische Ar­tillerie hat besonders den Albanern großen Schaden zugefügt und sie furchtbar dezimiert. Die letzte albanische Veste Ljumkulasty ist nun ebenfalls in die Hände der Serben gefallen. Die Albaner wehrten sich verzweifelt. Nur unter den größten Schwierigkeiten konnten sie den Rückzug antreten. Der Albaner-Aufstand ist end­gültig niedergeschlagen.

Belgrad, 9. Okt. Die Skuptschina ist gestern wieder zu- smnmengetreten. Der Abgeordnete Jvauowiisch brachte einen Ee-

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n

DieOberhessische Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durck die Post 2.25 M (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen 2 M frei ins Haus. Verlag von Dr. C. Hitzeroth. Druck der Univ.- Buchdruckerei Z. A. Koch (Inh. Dr. C. Hitzeroth). Markt 21. Tel. 55.

Marburg

Freitag, 10. Oktober

Der Anzeigenpreis beträgt für die 7gespalten« Zeile oder deren Raum 15 4, bei amtlichen und auswärtigen Anzeigen 20 4, für Reklamen die Zeile 60 4- Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Zeder Rabatt gilt al» Barrabatt. Zahlungen unter Rr. 5015 des Postscheckamte« Frankfurt a. M.

48. Jahrg.!

1913.

Erstes Blatt.

setzentwurf ein, bet die unentgeltliche Ueberlassung von Grund­stücken an die Familien gefallener Soldaten betrifft.

Sofia, 9. Okt. Die Regierung hat den Bau eines Hafens in Porto Lagos und schiffbarer Kanäle in Bulgarisch-Thrazien sowie den Anschluß der bulgarischen Eisenbahn an die rumänische Bahn über die Donau hinüber beschloßen. Der türkisch-bulga­rische Handelsvertrag ist so, wie er vor dem Kriege bestanden hat, ab 29. September wieder in Kraft gesetzt worden.

Athen, 9. Okt. Prinz Sabah Eddin ist gestern früh aus Konstantinopel hier eingetroffen. Er besuchte den Ministerpräsi­denten und wurde hierauf vdm König empfangen.

Konstantinopel, 9 Okt. Wie bekannt gegeben wird, wurde beschloßen, den Sitz des bulgarischen Exarchats nach Sofia zu verlegen. Der bulgarische Erzbischof wird in Konstantinopel verbleiben.

S a l o n i k i, 9. Okt. In hiesigen maßgebenden Kreisen wird die in den türkisch-griechischen Verhandlungen eingetretene Pause als Zeichen eines gewißen Abflauens der scharfen Krise betrachtet. Es herrscht die Ansicht, daß die Aussichten für einefriedliche Aus­tragung der Differenzen gestiegen find. Es wird hervorgehoben, daß der Ernst der Lage noch nicht ganz geschwunden ist und daß lleberraschungen immerhin noch eintreten können.

Wien, 9. Okt. DieSüdslawische Korrespondenz" meldet aus Alesfio: General Jowanitsch gab Befehl die albanische Grenze zu überschreiten und den Feind bis ins Innere Albaniens zu ver­folgen

Saloniki, 9. Okt. Die Vorbereitungen zur neuen Ein­teilung der griechischen Armee schreiten rasch fort. Die Armee wird im Kriegsfall 450 000 bis 500 000 Mann zählen und ist eingeteilt in sechs Armeekorps oder 18 Divisionen, in Friedenszeiten in 54 Regimenter. Jede Division erhält 3 Batterien Gebirgsartillerie. Die dem direkten Kommando des Generalissimus unterstehende Feldartillerie besteht aus 12 Regimentern zu je 6 Batterien.

Wien, 9 Okt. DieAlbanische Korrespondenz" meldet au« Valessio: Der provisorische Gouverneur von Alessio, der angesehene Malistore Ejeto Coku, ist von einem unterstellten Gendarmen er­schoßen worden.

C e t i n j e, 9. Okt. Das hiesige Spital hat den Auftrag er­halten, sich zur Aufnahme von Verwundeten bereit zu halten. Die Verluste bei den letzten Kämpfen werden nunmehr mit 6 Toten und 20 Verwundeten angegeben.

Konstantinopel, 9. Okt. Durch einen Erlaß des Sul­tans wurde die Demobilisierung angeordnet. Die Orieutbahn ist beauftragt, täglich 50 Waggons bereitzustellen.

Valona, 9. Okt. Von dem Ackerbauminister Hassan Bey nahestehender Seite wird mitgeteilt, daß die von serbischer Seite gegebenen Darstellungen, wonach die Aufstandsbewegung der Ini­tiative Hassan Beys zuzuschreiben sei, den Tatsachen widersprechen. Die Aufstände, welche lokalen Charakter hätten, seien durch die un­menschliche Behandlung der Albanesen seitens der Serben verur­sacht worden. Da auch gegenwärtig die Serben im Kossawogebiet Grausamkeiten verüben, befürchte Hassan die Möglichkeit neuer­licher lokaler Aufstände.

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Deutsches Reich,

Die Hamburger Universttiitsfrage. Hamburg, 9. Okt. Die Bürgerschaft begann gestern abend ihre Beratung der Universi­tätsvorlage. Zunächst führte Bürgermeister Dr. Predöhl die Vor­lage mit einer wirkungsvoll aufgebauten Rede ein. Es handele sich nicht so sehr darum, ob in Hamburg eine Universität notwendig oder wünschenswert sei, sondern vielmehr darum, ob das Gewor­dene, das Vorlesungswesen, die wissenschaftliche Stiftung und alle wissenschaftlichen Anstalten gepflegt oder verkümmern sollen. E» müße aber aösterben, wenn es nicht so ausgebaut werde, daß eine Universität daraus entstehe, wenn auch eine Universität ohne voll­ständige Fakultäten. Eine solche Universität werde die Interessen von Handel und Schiffahrt vielseitig befruchten. Der Senat bringe zum Ausdruck, daß die Vorlage der notwendige und einzige Weg zum Ziele sei. Senator Dr. Melle widerlegte eingehend alle gegen die Vorlage vorgebrachten Gründe. Das Bürgerschaftsmitglied Dr. Dücker vertrat seinen von 65 Mitgliedern der Rechten unter­zeichneten Antrag, die Senatsvorlage abzulehnen und in einem Ausschuß die Frage zu prüfen, in welcher Weise Vorlesungswesen und Kolonialinstitut zu einer Forschungsanstalt dauernd ausge­bildet werden könnten. Er war besonders der Ansicht, daß die Uni­versität schwere Nachteile für das jetzige allgemeine Dorlesungs­wesen und damit für die Volksbildung, wie sie jetzt in Hamburg in demokratischem Rahmen vorbildlich gepflegt werde, herbeifüh­ren müsse. Die Weiterberatung wurde vertagt. Es liegen noch mehrere Anträge auf Verweisung der Vorlage an einen Ausschuß vor.

Die Internationalen. In einer öffentlichen Versammlung zu Frankfurt hat der bekannte Baron de Constant folgende Mah­nung an Deutschland gerichtet:Mögen Sie in Deutschland ge­wissenhaft und unahängig die Lage prüfen und das Maß der Zu­geständnisse für eine Entente machen, das man machen kann, aber beeilen Sie sich: in wenigen Jahren ist es vielleicht schon zu spät!" Wir wissen ja längst, daß diese Herren unter dem Deckmantel inter­nationaler Friedensbestrebungen im Grunde nur französische An­sprüche propagieren, u a. behandeln sie immer noch ab und zu die elsaß-lothringischeFrage". Aber derartige gelinde gesagt Takt­losigkeiten, sind denn doch etwas stark, sie zeigen übrigens, was man von den internationalen Herren zu halten hat.

Polnisches. Bromberg, 8. Okt. Vor einigen Tagen wurde, wie Berl. Blätter melden, in Usch der neue Propst Elatzel feierlich eingeholt. Dabei wurde der Propst in polnischer Sprache begrüßt, es wurde in der gleichen Sprache ein Hoch auf ihn ausgebracht, und

es wurden nur polnische Kirchenlieder gesungen. Der Propst ist' deutscher Abstammung, und die katholische Gemeinde in Usch hat auch eine namenhafte Anzahl deutscher Gemeindemitglieder, Der Vorgang muß demnach lebhaftes Befremden erregen.

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Ausland.

* Roch immer dir französische» Manöver. Paris, 9. Okt. Offiziös wird mitgeteilt, daß der Kriegsminister auf Grund des Berichts des Eeneralstabschef» Joffre über die letzten Herbstmanöoer irgend welche Maßnahmen bezüglich einzelner Generale treffen soll. Dieser wird die Angelegenheit dem obersten Kriegsrate und dem Ministerrate vorlegen. Demnach dürfte die Veröffentlichung etwaiger Entscheidungen des Kriegsministers erst in 10 bis 14 Tagen erfolgen.

* * Poincare in Spanien. Madrid, 9. Ott. Nach der Rückkehr von Toledo speisten die Majestäten und Präsident Poincare gestern abend in intimem Kreise und begaben sich sodann in das königliche Theater, roo. 8« Ehren des Präsidenten ein Festkonzert stattfand. Paris, 9. Ott. Nach einer Blätterrneldung ist das englische PanzerschiffInflexible" au» Gibraltar nach Cattagenan abgegangen, um an der zu Ehren des Präsidenten Poincar^ stattfindenden Flottenschau teilzunehmen. Die- PanzerschiffeDiderot",Voltaire",Mirabeau" undDanton" find gestern in Cartagenan eingetroffen, lieber die Madrider Toaste schreibt derPeilt Parifien": Richt bloß in Spanien und Frankreich, auch im AuSlande waren die Trinksprüche mit Interesse erwartet worden, nicht etwa, weil da» innige Einvernehmen für beide Länder eine Spitze gegen irgend eine Macht werden konnte, sondern weil es für das europäische, Gleichgewicht eine festere Grundlage bildet und demgemäß den Frieden kräftigen soll. (Die alte Melodie!)

* * Homerule. London, 9. Ott. DieDaily Mail" berichtet, daß Minister Churchill in Dundee ihrem Korrespondenten seine persönliche feste Ueberzeugung ausgedrückt habe, daß eine Beilegung der irischen Frage binnen kurzem erfolgen würde.

* * Mexiko. Rewyork, 9. Ott. Rach einem Telegramm aus Mexiko Stadt, wird die Räumung der Stadt Torreon durch die Bundestruppen von dem Minister des Innern bestätigt. Drei Befehlshaber der Bun­destruppen werden deshalb vor ein Kriegsgericht gestellt werden. Privatnachrichten aus Mexiko bestättgen das Gerücht, daß die Auf-, ständischen in Torreon unter den Spaniern ein großes Blutbad ange­richtet haben. 175 Spanier sind angeblich getötet worden.

* * China. Peking, 9. Ott. Iuanschikal wird morgen bei seiner feierlichen Amtseinführung eine Erklärung abgeben, in der er di« Chinesen auffordern wird, um die Festigung und Freundschaft mit den fremden Rationen bemüht zu sein. Iuanschikai wird es sich zur Auf­gabe machen, alle Verträge und Abkommen, welche von den früheren chinesischen Regierungen mit den fremden Mächten geschlossen worden sind und ebenso alle mit Ausländern ordnungsgemäß abgeschlossenen Konttatte genau zu beobachten. Fernerhin wird der Präsident alle Rechte und Privilegien, welche die Ausländer bisher in China genossen haben, beätigen. Berlin, 9. Okt. Anläßlich der Wahl Juanschikais und der Anerkennung der Republik China sind zwischen dem Präsidenten und dem deutschen Kaiser freundliche Telegramme gewechselt worden.

Marburg und Umgegend.

(Rachdruck aller Originalartikel ist gemäß § 18 des Urhebergesetzes nur mit der deutlichen QuellenangabeOberhess. Ztg." gestattet.)

Marburg, 10. Oktober.

* Universität. Dreizehn neue Privatdozenten wurden nach derChronik für 1912/13 an der hiesigen Universität zugelassen: in der theologischen Fakultät Sie. theol. Rudolf Bultmann für neutestamentliche Wissenschaften; in der medizinischen Fakultät Dr. med. Martin Schenck für physiologische Chemie, Dr. med. Walter Berblinger für pathologische Anatomie, Dr. med. Ernst Frey, bisher a. o. Professor an der Universität Jena," für Pharma­kologie und Toxikologie, Dr. med. Jakob Hürter für innere Me­dizin, Dr. med. Richard Hagemann für Chirurgie, Dr. med. Fried­rich Kirstein für Geburtshilfe und Gynäkologie, Dr. med. Hans Kleinschmidt für Kinderheilkunde und in der philosophischen Fa­kultät Dr. phil. Kurt Glaser für romanische Philologie, Dr. Fritz Hermann für Geologie und Paläontologie, Dr. phil. Willi An­dreas für neuere Geschichte, Dr. phil. Erich Obst für Erdkunde und Dr. phil. Günther Jackmann für klassische Philologie.

* Forstliches. Versetzt: Kaboth, Oberförster, von Fritzlar nach Roßberg. Ernannt: Der Oberförster Rose in Vöhl ist zum Regierungs- und Forstrat ernannt und ihm die Stelle des etats- mäßigen forsttechnischen Hilfsarbeiters int Ministerium über­tragen worden. Uebertragen: Die Verwaltung eines Reviers wurde dem bisherigen Oberförster ohne Revier Büff in Vöhl: übertragen.

* Personenstands-Aufnahme. Die diesjährige Aufnahme des Personenstandes in der Stadt Marburg findt am 15. Oktober statt. Die Formulare, die nach dem Stande am 15. Oktober auszufüllen sind vom folgenden Tage ab zur Abholung bereit zu halten.

* Postscheckverkehr. Im Rcichspostgebiet ist die Zahl der Kontoinhaber im Postscheckverkehr Ende September 1913 auf 83 367 gestiegen (Zugang im Monat September 822). Auf diesen Postscheckkonten wurden im September gebucht 1435 Millionen Mark Gutschriften und 1438 Millionen Mark Lastschriften. Das Eesamtguthaben der Kontoinhaber betrug im September durch­schnittlich 183,4 Millionen Mark. Im Verkehr der Reichspostscheck­ämter mit dem Postsparkassenamt in Wien, der Postsparkasse in Budapest, der luxemburgischen und belgischen Postverwaltung so­wie den schweizerischen Postscheckbüros wurden 7,5 Millionen Mark umgesetzt und zwar auf 2990 llebertragungen in der Richtung nach und auf 14 520 llebertragungen in der Richtung aus dem Aus­lande.

* verletzt aufgefunden. Zu unserer gestrigen Mitteilung er­fahren wir, daß es sich um einen Unfall handelt, dem der be­treffende Herr anfangs keine Beachtung schenkte. Er trat bann auch mit einigen Begleitern ben Heimweg an, brach aber unter-