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S. Okt. 1913

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Pattfic-Aktien fest nt» rege umgesetzt. Baltimore Ohio behauptet. Oesterreichische Bahnen ruhig. Für Schiffahrtsattiew trat vereinzelt Nachfrage hervor. Nordd. Lloyd konnten den Kursstand nicht behaup­ten. Packelfahrt gut gehalten. Heimische Bankaktien weisen veretnzelt -festere Tendenz auf. Oesterreichische Banken wenig verändert. Don Elektrrzitätsaktien konnten sich Edison auf Echuckert mäßig erhöhen. Accumulatoren Berlin fest. Nachrichten über große Echienenbestellungen für Sibirien beim deutschen Stahlwerkband, vermochten eine wettere Nachfrage in Eisenwerten zu erzielen. Phönix Bergbau fest, evenso Harpener lebhafter und höher. Deutsch Luxemburger, Gelsenkirchen behauptet.

Berlin, 3. Okt. Durch die gestrige Erhöhung der englischen Bank- rate ist auch di« Hoffnung auf eine Diskontermäßigung der Reichsbank nach Ansicht der Börse vorerst zunichte gemacht worden. Die Tatsache der Erleichterung an dem heimischen Geldmärkte bleibt jedoch bestehen und dies gibt der Börse Widerstandskraft. Anregungen lagen nicht vor, die belgischen Eisenpreise fürs Inland find weiter ermäßigt worden. Dies machte aber keinen besonderen Eindruck, da di« Unternehmungs­lust heute wegen des schwächeren Börsenbesuchs ohnehin gering war.

Paris, 3. Okt. Bei Eröffnung der Börse war die Kursgestalrung unregelmäßig. Für Naphthawerte erhielt sich anfangs Interesse, dann war die Haltung allgemein unentschieden, russische Werte erfuhren Ab­schwächungen. Auch Debeeis gingen im Kurse zurück. Später erfolgten ziemlich bettächtliche Realisationen, die eine allgemeine Abschwächung nach sich zogen. Man sprach von der Liquidatton einer großen Hausse­position in London und außerdem zirkulierte das Gerücht von erner schweren Erkrankung des österreichischen Kaisers. Die Börse schloß in träger Haltung.

Bombay, 3. Ott. Die Creditbank of Jndia mit einer Agentur in London und zahlreichen Zweiggeschäften hat ihre Zahlungen eingestellt. Zwei andere, weniger bedeutende Banken haben sich in dieser Woche gleichfalls für zahlungsunfähig erklärt. Alle find eingeborene Banken.

Straß« und Hausnummer

trikulationen von russischen Studierenden in Berlin nicht vorgenommen werden. Andere Ausländer roerten von dieser Verfügung überhaupt nicht betroffen.

8#t die Redaktion verantwortlich: I. V.: Wilhelm Wißneß in Marburg. g&l

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UnyolWche Tagesnachrichren.

Ein verkrachtes Battete. Breslau', 3. Okt. Der Direktor des VarietesZeltgarten", Romani, ist mit seiner Ehefrau ohne Angabe des Reiseziels und ohne Anordnungen über die Fortführung des Batte- tes zu hinterlassen, verschwunden. Romani soll 70 000 Jt eigene Er­sparnisse bei dem Unternehmen zugesetzt und große Verbindlichkeiten hinterlassen haben.

Der Liebhaber im Kleiderschrank. Wissenau (Oberamt Ravens­burg), 3. Ott. Als heute früh %5 Uhr der Pächter des Gasthofeszum Stern", Bernhard Wetzel, sich in das Schlafzimmer begeben wollte, fand er di« Tür verschlosien. Er öffnete fie gewaltsam und feuerte alsbald auf den in der Schlasitube befindlichen Ruß aus Weiherstobel, der sich in den Kleiderschrank geflüchtet hatte, «inen Schuß ab, der in den Kopf eindrang. Darauf versuchte er seine Frau, die sich, gleichfalls in der Stube aufhielt, durch einen Schuß in die Herzgegend zu töten. Ruß dürfte kaum mit dem Leben davonkommen. Die Verletzungen der Frau scheinen nicht lebensgefährlich zu fein.

Eisenbahnunglück. P l a u e n i. V., 3. Ott. Wie derBogtlänbische Anzeiger" aus Reichenbach erfährt, find heute morgen 3,45 Uhr auf dem Guterbahnhof des oberen Bahnhofes ein einfahrender Güterzug und eine leere Rangiermaschine zusammengestoßen. Beide Maschinen wur­den beschädigt Der erste Packwagen ist vollständig zertrümmert Zug­führer Wunderwald aus Zwickau ist tot Der Materialschaden ist be­deutend.

Ein junger Multimillionär »erhaftet. Newyork, 3. Sept. Der junge Hermann Oelrich, der Sohn des unlängst verstorbenen deutsch­amerikanischen Multimillionärs wurde gestern verhaftet, weil er «rne junge Dame namens Lutte Singleton angeblich durch Messerstiche ver­letzt habe. Die junge Dame, die Tochter eines Bergwerksbefitzers aus Texas, will am vergangenen Dienstag mit einem Studenten, de« fie unter dem Namen Claghorn kennen lernte, diniett haben und nachher .auf einer Spazierfahtt in ttnem Automobil von ihm mit einem In­strumente gestochen worden sein. Das Automobil fuhr gegen «men Sännt, die Dame wurde dabei nicht unerheblich verletzt. Sie lud den Studenten zu einem Besuche ein und ließ ihn in ihrer Woyimng von einem Detektiv verhaften, wobei der junge Mann identtfiziert wurde.

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Hcmdelsnachrichten.

, Seamkfntt a. M., 3. Ott. (Börsenbericht.) Prlvatdiskont 44b Prozent. Die Umsätze gestalteten sich heute vorübergehend etwas reger. Es machte sich auch eine weiter« Befestigung auf dem Gebiet« der Montanpapiere bemerkbar. Infolge freundlicher Auslandsbörsen, he» ijonbera Newyorks, trat vereinzelt ein Umschwung «Sn. Canadian

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Nach Neustadt. Das Eingesandt ist in dieser Form nicht gut zu ver­wenden. Selbstredend dürfen da, wo das Ausklopfen von Setten ufw. nicht gestattet ist, auch keine Kalksäcke ausstaubt werden.

Nach A. Die betreffende Entscheidung des Reichsgerichts betreffs der Polizeiverodnungen entstammt einer gut unterrichteten Berliner Korrespondenz.

Zur Beachtung.

Die von derOberhesfischen Zeitung" eingeführte Einrichtung, die Adressen der zu vermietenden Studenten­wohnungen zum Preise von 50 Pfg. vier Wochen lang täglich im Anzeigenteile zu veröffent­lichen, wird auch im bevorstehenden, mit dem 15. Oktober beginnenden, a . .Semester wiederholt werden. Wir bitten deshalb alle diejenigen Bewohner unserer Stadt, welche Stu­dentenwohnungen zu vermieten haben, ihre Anmeldungen (Straße, Hausnummer, Anzahl der Zimmer und den Preis derselben) so bald als möglich in unserer Expedition einzureichen, da wir von «argen ab mit der Veröffentlichung der Studentenwohnungsliste beginnen werden.

Die Aufnahme der Anzeigen von Ctudentenwohnungen er­folgt ausnahmsweise nur gegen bar. Bei schriftlicher Einsendung bitten wir den Betrag in Marken beizufügen.

Die Expedition der »Oberhess. Zeitung".

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