mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham
und den Beilagen: „Nach Feierabend", „Fürs Haus" und .Landwirtschaftliche Beilage".
JK 230
Die „Obrrhrssische Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn und Feiertage. — Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich fcurd. die Post 2.25 M (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen 2 M frei ins Haus. — Verlag von Dr. T. Hitzeroth. — Druck der Univ.- Buchdruckerei I. A. Koch (Inh. Dr. C. Hitzeroth). Martt 21. Tel. 55.
- Marburg
Mittwoch, 1. Oktober
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48. Jahrg.
1913.
Erstes Blatt.
Ein deutscher Militär siieaer in Frankreich gelanbet.
Kaum ist das neue französtsch-deutsche Abkommen über Luftrecht abgeschlossen, so wird es leider durch einen deutschen Offizier verletzt. Der Moger wollte über Frankreich nach England fliegen und hätte demnach, bevor er von Brüssel weiterflog, sich von der deutschen Botschaft tn Paris «inen Reiseschein geben lassen müssen. Es wird also jetzt einige Weiterungen geben. Folgende Meldungen liegen vor:
Paris, 30. Sept. Der hiesige „Daily Mail" meldet, daß gestern nachmittag gegen %(> Uhr ein deutscher Offizier in Neufchätel bei Bou- logne sur Mer mit einem Zweidecker gelandet sei. Der Flieger habe erklärt, daß er Vormittags in Berlin aufgestiegen sei in der Absicht, Calais zu erreichen, wo er auf dem städtischen Flugfelde erwartet würde. Ob es sich um einen Militärflieger handelt, ist bisher noch nicht festgestellt. Die Meldung von einer Verhaftung scheint unrichttg zu sein. Das Flugzeug, ein Albatros-Zweidecker, sei lediglich unter der Aufsicht eines Gendarmen belassen und vom Polizeikommisiar eine Untersuchung eingeleitet worden, um die Richtigkeit der Angaben des Fliegers zu kontrollieren.
Aus Köln wird hierzu folgendes gemeldet: Zur Meldung der Pariser „Daily Mail" über die Landung eines deutschen Militärfliegers bei Neufchätel teilt die hiesige Fliegerstation mit: Gestern flog der Militärflieger Leutnant Steffen, der von Döberitz auf seinem Zweidecker gekommen war, in westlicher Richtung weiter. Es kann sich bei der Landung bei Neufchätel utp diesen handeln. Diese Ansicht wird bestätigt durch folgende Nachricht:
Boulogne sur Mer, 80. Sept. Der bei NeuschLtel gelandete deutsche Flieger erklärte auf Befragen des General Duplesiis, Befehlshaber des Fliegerkorps, er heiße Hans Steffen, sei 26 Jahre alt, Leutnant des 35. Infanterieregiments in Brandenburg und nach Döberitz abkommandiert als Flieger. Er beabsichtigte den Rekord Guillaux zu schlagen. Da er jedoch gegen widrige Winde kämpfte, sei er nach Norden abgetrieben worden und zunächst tn Köln gelandet, und nachdem er wieder aufgestiegen war, bei Brüsiel. Dott habe er an den deutschen Botschafter in London telephoniert, daß er nach Dover fliegen wolle. Kurz vor Boulogne-sur-Mer habe er die Richtung verloren und sei gegen 5% Uhr bei NeuschLtel gelandet. Als er einen Landmann auf dem Felde nach dem Wege befragt habe, hätte sich ein anwesender Lehrer nach stiner Nationalität erkundigt, er habe geantwortet, er sei Deutscher, worauf ihn der Lehrer und der Feldhüter nicht wieder aufstiegen ließen und die Behörden verständigten.
Paris, 30. Sept. Eine amtliche Mitteilung bestätigt, daß der Lei Boulogne-sur-Mer gelandete Flieger, der preußische Oberleutnant Stesftn von der Fliegertruppe in Döberitz ist. Oberleutnant Steffen hat die deutsche Botschaft in Paris von seiner Notlandung benachrichtigt, diese hat unverzüglich den zuständigen deutschen und ftanzösischen Behörden von dem Vorfall Mitteilung gemacht. Aus Boulogne-sur-Mer sind 50 Mann zum Schutze des Flugzeuges entsandt worden. Seitens der französischen Behörden wird dem deutschen Flieger großes Entgegenkommen bewiesen. Man ist überzeugt, daß die Angelegenheit rasch und ohne Schwierigkeit geregelt werden wird.
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Deutsches Reich-
— Ueber das Befinden des Herr« v. Winterfeldt wird aus Erisolles gemeldet: Nach dem gestern abend ausgegebenen ärztlichen Bericht war das Befinden des Oberstleutnants v. Winterfeldt während des Tages weniger gut. Die Erscheinungen in der Brust waren etwas schwächer, aber die Zusammenziehungen des Herzens wurden wieder matt.
— Theorie und Praxis. Berlin, 29. Sept. Die Sozialdemokraten beklagen sich bekanntlich sehr oft darüber, daß sie im preußischen „Dreiklasienparlament" nicht genügend zu Worte kommen. In Wirklichkeit verhält sich die Sache ganz anders. Während der letzten Landtagsfession hat der Abgeordnete Dr. Liebknecht nicht weniger als 232 Reden gehalten, und außerdem der sozialdemokratische Abgeordnete Hoffmann 142 Reden. Dann kommt der nationalliberale Fraktionsführer Dr. Friedberg mit 117, der frei- konservative Freiherr von Zedlitz mit 112 Reden. Der fünfte Abgeordnete aber, der über 100, nämlich 102 Reden gehalten hat, ist wiederum ein Sozialdemokrckt, nämlich der Eenoffe Leinert. Die sieben Sozialdemokraten hielten zusammen 682 Reden, die fünf Führer der bürgerlichen Parteien zusammen nur 341, also genau die Hälfte.
— Der Fall Knittel steht zur Zeit wieder vor dem Landgericht tn Eleiwitz zur Verhandlung, nachdem das Reichsgericht auf die Revision des Staatsanwalts das Urteil der Straflammer in Ra-
tibor aufhob, welches den angeklagten Amtsrichter Knittel unter Zubilligung des § 193 über Wahrnehmung berechtigter Interessen freigesprochen hatte. Amtsrichter Knittel hatte als Reserveoffizier bei einer Wahl bekanntlich einen Polen gewählt und war dadurch mit seinen militärischen Vorgesetzten in Konflikt^eraten, weshalb er in die Landwehr übertreten mußte. Er machte dann heftige Ausfälle gegen feine Vorgesetzten. In der Verhandlung wurde ihm nahegelegt, ob er nicht zugeben wollte, doch zu weit gegangen zu sein, worauf er eine sehr verklausulierte Erklärung abgab, von der der Staatsanwalt Figge sagt: „Wir haben gemeint, der Angeklagte Knittel hätte einmal prüfen sollen, ob er etwas gut zu machen hat. Davon ist aber in dieser Erklärung keine Rede." Die ganze Verhandlung wird dann noch einmal auf- gerollt.
--------♦ ■- Koloniales.
□ Daressalam, 30. Sept. Telegraphisch wird gemeldet: Vom 1. Oktober an wird im Schutzgebiet Deutsch-Ostafrikas die mittlere Ortszeit des 37% Grades östlicher Länge von Greenwich — das ist die mit der llgandabahnzeit identische Moschizeit — als Einheitszeit eingeführt. Diese ist voraus der Kap-Kairo-Bahnzeit y2 Stunde, der mitteleuropäischen Zeit um 1% Stunden, der Weltzeit (westeuropäische Zeit) um 2% Saunden.
Ausland.
* * Neuwahlen in Italien. Rom, 30. Sept. Das „Amtsblatt" veröffentlicht ein gestern vom König unterzeichnetes Dekret, welches die Kammer auflöst. Die Wahlen sind am 26. Oktober, die Stichwahlen am 2. November anberaumt. Der Zusammentritt des neuen Parlaments ist auf den 27. November festgesetzt. Dem Dekret geht ein Exposö voraus, da» die Gründe der Auflösung darlegt.
* * Französisch« Prahlerei und Kritik. Paris, 30. Sept. Der Minister des Innern Klotz hielt gestern in Amiens eine Rede, in der er ankündigte, daß der Stadt Peronne (Departement Somme) welche im Jahre 1536 eine denkwürdige Belagerung und während des Krieges von 1870 eine heftige Beschießung zu bestehen hatte, in Anerkenung ihrer tapferen Haltung das Kreuz der Ehrenlegion verliehen worden sei. Am Vorabende des Tages, so sagte der Minister weiter, wo das zweite Armeekorps unter dem Befehl des Generals Picquart die Ehre hatte, in die vorderste Linie zu rücken, um, Trier gegenübrrstehend, die französische Deckung zu verstärken, ist es erhabend des Heldentums unserer Mitbürger zu gedenken. Die neuen Geschlechter werden ihren Vorgängern nicht nachstehen. Als eine patriotische Pflicht haben sie die schweren Lasten übernommen, welche ihnen das neue Wehrgesetz auferlegt, das durch die großen Rüstungen eines Nachbarlandes unvermeidlich geworden war. — Der Senator und ehemalige Offizier Humbert, der schon mehrere Mal als Kandidat für das Kriegsportefeuille genannt wurde, veröffentlicht im „Journal" eine überaus scharfe Kritik, über die Herbstmanöver des Heeres, daß die Armee schlecht ausgebildet, schlecht ausgerüstet und schlecht befehligt sei und schließt mit den Worten: „Wenn wir unseren Soldaten die Mittel gegeben habenwerden, sich auszubilden, wenn wir ihnen die den Bedürf- nissen des Fortschritts entsprechenden Waffen geliefert haben werden, dann werden wir noch immer nichts für sie getan haben, wenn wir ihnen nicht jene Führer geben, welche ihre Tapferkeit verdienen. Anstatt einer starken und zum Siege bereiten Armee werden wir dann nur eine ungeheure für den Zusammenbruch reife Menschenherde besitzen." Die Rede des Herrn Klotz empfehlen wir besonders dem deutsch-französischen Verständigungs-Komitee.
* * Die Spanier in Marokko. Bei Tetuan haben die Marokkaner im heftigen Kampfe gegen die Spanier einen Erfolg gehabt. Spanische Verluste: 5 Offiziere, 30 Mann und viele Verwundete. Am nächsten Tage fand ein langer Kampf bei Larraschwo statt. 6000 Spanier kämpften unter dem Schutze von Kanonenbooten. Die Kavallerie trieb die Marokkaner bergwärts, woselbst ein vierstündiger Kampf tobte. Eingestandene Verluste: 2 Offiziere, 5 Mann tot, 4 Offiziere, 26 Mann verwundet. Die wirklichen Verlust« sind vermutlich größer. Beide Kämpfe führten zu keinem Erfolg. Das Königsregiment, das seine Einschiffung nach Marokko in Algeciras verweigerte, ist bis jetzt noch nicht abgegeangen, obwohl die Regierung diese Weigerung dementiert. Es soll nächste Woche mit zwei anderen Bataillonen nach Marovo gehen. Drei weitere Bataillone sollen unmittelbar nach der Abreise Poincarss
aus Spanien folgen. Um Aufsehen zu vermeiden, findet die Ein« schiffung von Truppen und Kriegsmaterial nur nacht« statt.
** Der neu« amerikanische Zolltarif. Washington, 30. Sept. Die gemischte parlamentarische Kommission hat all« Punkte bei neuen Zollgesetzes durchberaten, mit alleiniger Ausnahme der Punkte, die Baumwolle betreffen. Der einzige Zweck des neuen Zollgesehes ist der, das Leben billiger zu gestalten, indem der Preis aller Lebensmittel herabgesetzt wird. Um den Fiskus für den Ausfall an Zöllen zu entschädigen wird eine Einkommensteuer eingeführt werden, die von 1 pCt. bei Einkommen von 20- bi« 50 000 Doll, bis auf 6 pEt. bei Einkommen von über 500 000 Doll, steigt. Die Dividende aus amerikanischen Papieren wird nicht besteuert werden, um den Kurs der amerikanischen Papiere auf dem Weltmärkte nicht zu drücken. Die Bestimmung, daß 5 pCt. Zoll für Waren erhoben wird, die nicht auf amerikanischen Schiffen in die Bereinigten Staaten gelangten, gilt nur für solche Staaten, die keinen Handelsvertrag mit der Union haben. Des weiteren wird die Einfuhr solcher Waren verboten, die in Gefängnisien hergestellt worden find.
** Die Revolution in Mexiko. Piedras Negras (Mexiko), 29. Sept. 400 Bundessoldaten und Insurgenten fielen in einem heftigen Gefecht, da» gestern bei Barre Terran stattfand. Beide Teile waren durch Mangel an Munition und Master gezwungen, das Schlachtfeld zu verlosten. Die Konstitutionalisten gingen auf Ha^ binas zurück, wo fie eine Eisenbahnbrücke zerstörten, um einen weiteren Angriff der Bundestruppen zu verhindern.
SlililMt*
Marburg, 80. Sept. 1913.
Die allgemeine gut besucht« Sitzung des Nachmittag» (3 Uhr) war der Erörterung des sog. Hamburger Programms, d.h. der Frage nach einem engeren Verhältnis der Schule zur Universität gewidmet. Direttor Fuhr eröffnete die Sitzung. Den Hauptvortrag hielt Prof. Lehmann-Posen. Er ging zunächst auf dl« Entstehungsgeschichte des sog. Hamburger Programms ein. Auf der 48. Tagung in Hamburg brachte Direktor Friede. Aly tn der pädagogischen Sektion gemeinsam mtt Prof. Wendland-Göttingen die Frage in Fluß. In den nächsten Versammlungen wurden dann tn eingehenden Vorträgen die einzelnen wissenschaftlichen Fächer tn ihren Beziehungen zum Unterricht all« behandelt. Heute sei darum ein Rückblick auf das Resultat am Platze. Der Geist falscher Vornehmheit, als haben die Hochschullehrer nur rein» Wissenschaftler heranzuziehen, sei heute noch nicht ganz verschwunden, aber höchst bedeutende Führer der Wistenschaft haben in ihren Vorträgen gezeigt, daß fie auch den Bedürfnisten der Schule entgegen- kommen wollen. Der Dozent soll sein Fach nicht nur unter dem Er- sichtspunkt weitgehender Forschung betrachten, sondern auch unter dem Gesichtspunkte der Forderungen, die die Bedürfnisse der zukünftigen Lehrer und damit der Schule bedingen. Was leistet die pädagogisch« Wistenschaft für bk Heranbildung der zukünftigen Oberlehrer? Nur an wenigen Universitäten wird dieser Frage ernsthaft Beachtung geschenkt. Manche akademische Kreise wehren sich gegen das Eindringen der Pädagogik tn die Hochschulfächer. Oft werde Pädagogik mit Didattik per« wechselt. Daran trage allerdings die Herrschaft der Herbart'schen Pädagogik mit ihrem didaktischen Charakter einen Teil der Schuld. Redner spricht sich gegen Einrichtung pädagogischer Seminare mit Uebungs- schule (rote bei Prof. Rein tn Jena) aus. Die pädagogischen Seminare an den höheren Schulen seien notwendig. Für die Pädagogik an den Hochschulen müsse mehr getan werden. Wenn die Didaktik von der Universität ausscheide. so fei damit noch nicht die wistenschastliche Pädagogik getroffen: die Aufgabe dieser sei eine historische, der tieferen Erkenntnis des heutigen Standes gewidmete, dann eine allgemein philo- sophischo, damit vermittelt die Universität nicht Rezepte für den Unterricht, sondern theoretisch wissenschaftliche Bildung. Dir Eymnastalseminare mit ihren praktischen Aufgaben können dies nicht übernehmen. Die Vorbildung unserer Oberlehrer versage zur Beurteilung der großen pädagogischen Fragen der Zeit, tn denen sie zum Schaden der Sache oft zurücktreten. Für die wistenschastliche Pädagogik haben die Regierungen, auch die preußische leider.taube Ohren gehabt. Dabei wird garnicht einmal viel gefordett. Die Ausgestaltung der Pädagogik bedinge allerdings auch eine Belastung in den Prüfungen der künftigen Oberlehrer. Der Redner geht jedoch auf diese Frag« nicht ein, da die Frage der Erleichterung der Oberlehrer-Prüfung noch tn der Schwebe. (Lebhafter Beifall.)
In der Diskustion spricht zunächst Prof. Wendland-Eöt- t i n g e n. Das Thema des Hamburger Programms fei insofern nicht erschöpft, als attuelle, allgemeine Fragen aus diesem Gesichtskreis auch in Zukunft hier verhandelt werden müssen, da fie hier ihr richtiges Publikum finden. Der Gegensatz von wistenschaftlicher und pädagogischer Bildung war in der Rede Lehmanns zu scharf gespannt. Auch die rein wistenschastliche Heranbildung der Studenten kommt doch für d« Schule den Studenten zugute. Es ist sehr viel wett, daß di« jungen Leute einmal teilgenommen an der reinen Arbeit der Wistenschaft gegenüber den andern Fakultäten (theologische und juristische), wo die Vorlesungen mehr auf die künftige Praxis zugeschnitten seien. Das sei der Geist der philosophischen Fakultät. Dieser macht die Stellung der Herren, di« nur Pädagogik vortragen würden, aber nicht leicht. Prof. W. stagt den Redner noch Einzelheiten, wie er sich die Ausgestaltung der Forderungen im einzelnen denkt, welche Stellung die Pädagogik im praktischen Betrieb der Hochschule einnehme.
Prof. Natorp-Marburg. Pädagogik gehört der Universität und dem nachfolgenden pädagogischen Seminar an. Die Universität soll in der Erziehung und Unterricht die theoretische Grundlage bieten. Ob eine eigne Professur nötig sei, will Redner nicht entscheiden. Redner tritt für pädagogische Universitätsseminare ein, aber erst nach Studium: ein Zusammenwirken von Theoretiker und Praktiker an dem Seminar sei dann das beste, doch das feien weitergehende Pläne.
Geheimrat Tauer schließt sich der Aufsastung Pros. Wendland« an. Nur wendet er sich dagegen, daß W Studienpläne verwirft, irt allgemeinerer Form seien fie sehr nützlich. Ferner könnten sehr wohl didakttsch« Fragen behandelt werden. Redner warnt vor Konstituierung der Pädagogik al« besonderer» Fach. Gestern hätten gleichzeitig drei Gruppen gesondett getagt, deren Fragen am besten zusammen verhandelt worden wären. Kein« neuen Sektionen und Facher I Unsere Studenten henken Aster an da» Examen al» «n den Berus. Wenn.
311« lnW'MnWi Kämpfen.
Der dritte Balkankrieg hat auch in den letzten Tagen seinen weiteren Fortgang genommen. Di- Albaner denken nicht daran, fich durch die serbisch« Mobilmachung auch nur im geringsten von Ihrem Borrücken im südlichen Serbien abschrecken zu lasten und haben erst soeben wieder den Ort Djacovo besetzt, den wir in unserem heutigen Bilde zeigen. Gleichzeitig bringen wir eine Aufnahme de« neuesten Thronprätendenten für Albanien, Prinzen Wilhelm zu Wied, der in letzter Zeit schon wiederholt als Anwärter für den albanischen Thron genannt worden Ist. Da er mit den meisten europäischen Herrschern perwandt ist, dürfte der Prinz zu Wied unter den verschiedenen Bewerbern um den albanischen Thron» bi« meiste Aussicht haben, das Ziel zu erreichen.
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