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Rundschau.

Spanien und Frankreich.

In der Rolle des Herolds für den Präsidenten Poincarö ist der französische Ministerpräsident Barthou in San Sebastian ein« getroffen, von dem König von Spanien empfangen und mit Festen und Reden als Vertreter Frankreichs gefeiert worden. Der König und der Ministerpräsident besprachen die bevorstehende Reise des Präsidenten Poincars. Die Unterhaltung verbreitete sich auch über die großen Fragen bezüglich Marokkos und über die all-- gemeine Lage Europas. Bei der Einweihung der französischen Schule erwiderte Ministerpräsident Barthou auf die Rede des Alkalden, der von der nahen Verbindung Spaniens mit Frank­reich in Anknüpfung an die Reisen Poicar^s und Varthous ge­sprochen hatte, mit dem Ausdruck der Genugtuung, daß der Alkaldr in seinen Gedanken die Hoffnungen ausgesprochen habe, die allen Franzosen teuer seien und denen er sich als Vertreter der fran­zösischen Regierung mit Stolz anschließe. Er glaube, ein nahes Einverständnis Spaniens mit Frankreich so leicht herbeizuführen und werde die segensreichsten Erfolge haben; aber man müsse da­mit bereits bei den k l e i n e n Spaniern und Franzosen beginnen, um es im Leben fortzusetzen. Ministerpräsident Barthou rühmte di« Literatur und Künste Spaniens sowie den Heroismus, mit dem die Spanier stets den Boden ihres Vaterlandes verteidigten, ihre Würde und ihren Stolz und fügte hinzu, der Präsident der franzsischen Republik werde mit dem Ansehen, das ihm sein Amt und seine persönlichen Gaben erworben hat, auf spanischem Boden die Gefühle Frankreichs für Spanien bestätigen. Ihm, dem Mi- Nister, stehe es nicht zu, der Vereinigung zwischen Frankreich und Spanien einen bestimmten Namen zu geben; er wisse nur, daß Frankreich alles mögliche tun werde, um dieses Einverständnis immer herzlicher, wärmer und enger zu gestalten. Die Rede wurde mit großem» sich immer wiederholendem Beifall aus­genommen.

Welchen Namen die vollbrachte Annäherung zwischen Fraitt- reich und Spanien nun führen wird, ist ja gleichgültig. Jeden- falls stehen die Regierungen der beiden Länder im Begriff, einen politischen Vertrag abzuschließen, der offiziell bet der Reise Poincaräs nach Madrid bekanntgegeben werden wird. Nach ,den Worten des Herrn Barthou muß man an einen Freundschafts- vertrag zwischen Nachbarländern denken, der die Erhaltung des Friedens, also die Anerkennung des gegenseitigen Besitzstandes zur Unterlage hat. Man erinnert sich, daß Spanien und Frankreich bereits derartige Verträge haben, soweit die gegenseitige An­erkennung ihrer Machtsphäre im Mittelmeer und im Atlantischen Ozean in Betracht kommt. Herr Barthou hat in seiner Rede noch hinzugefügt, daß Spanien ebenso wie Frankreich das Bedürfnis fühle, stark zu sein. Man könnte daraus schließen, daß Spanien die Absicht habe, mit Hilfe Frankreichs seine Kriegsslotte auszu­bauen.

Die französischen Manöver unterliegen dies Jahr in Frankreich selbst einer scharfen Kritik. Nach- dem allerhand Einzelheiten hie und da abfällig beurteilt war, tritt im Matin" ein Anonymus offenbar ein höherer Offizier mit einem sehr ungünstigen Bericht hervor. Hier heißt es: General Joffte (der Generalinspektor über die Manöver) hat von ihnen keinen sehr günsttgen Eindruck davongetragen. Der General de Güntere de Castelnan (der Eeneralstabschef) ebenfalls nicht. Ihr Pessimismus wird von fast der Gesamtbeit der Eeneralstabsoffiziere geteilt, die ihnen zur Seite standen. Die Truppen, deren guter Wille bewundernswert war, bekundeten das Ungenügend« ihrer militärischen Ausbildung. Wie konnte dem auch anders sein? Es fehlt ihnen an Offizieren. Diejenigen, welche sie be­sitzen, lassen ihre beruflichen Fähigkeiten erschlaffen. Sie leiden endlich an einem beklagenswerten Mangel von Uebungslagern. Zwar habe man schon während der Manöver den General vieles hart tadeln hören. Jetzt aber, wo die Berichte ufw. einliefen beim obersten Kriegsrat, stelle sich manches heraus. Man stoße auf Schritt und Tritt auf unentschuld­bare Versprechungen. Es zeigen sich, daß die Befehle ferner nicht verstan­den oder schlecht ausgeführt wurden, daß gewisie Generalstäb« durch ihre Unschlüssigkeit den Truppen ein ebenso bedauernswertes wie unnützes Uebermaß von Ermüdung verursacht haben, daß die Proviantzufuhr mangelhaft war, weniger durch die Schuld der Intendantur als infolge der Unerfahrenheit oder Kopflosigkeit der Obersten. In allgemeiner Weise haben die Armeekorps bekundet, daß ihnen die Praxis des Feld­dienstes ziemlich fremd war. Sogar den Transportdienst trifft dieser Vorwurf. Es wird dann gefordert, verschiedene Führer nach Hause zu schicken. Sehr richtig bemerrkt dieKöln. Ztg." dazu: Wie reimen sich aber nun diese Urteile mit den Lobsprüchen der angeblich allen andern überlegenen ftanzösischen Kriegskunst, der die Bulgaren, Griechen und Serben ihre Siege verdanken sollen? Der Fachmann desMattn" fragt selbst, was wohl aus dem 18. Armeekorps geworden wäre, wenn die Ge­wehre scharf geladen gewesen wären und es mit den Pickelhauben als feinem Gegner zu tun gehabt hätte. Man hat, scheint es also, trotz der gepriesenen Ueberlegenheit der französischen Waffen, von denen der Bal- kankrteg Zeugnis abgelegt hat, doch noch guten Respekt vor den Pickel­hauben.

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Paris, 29. Sept. Kriegsminister Etienne erklärte einem Be­richterstatter, er begreif« die Erregung nicht, welche die von einigen Blättern über die Manöver veröffentlichten Kritiken im Publikum her­vorgerufen haben. Er könne nur wiederholen, daß der Oberbefehl be­wundernswert sei und die Truppen eine vollkommene Widerstands- und Leistungsfähigkeit gezeigt hätten. Gewiß, es geb« manche Gründ« um zu verbessern und fortzuschrciten. Gegenwärtig würden die genauen Berichte fertiggestellt. Sobald er sie in Händen habe, werde er sehen, welche Entschließungen er treffen werde und er werde nicht zögern, aus den gemachten Erfahrungen alle erforderlichen Konsequenzen zu ziehen. Das Land habe während der letzten Monate ein bewunderswerte» Bet­

mit dem Kreisblatt für

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Marburg

Jto 2*29 die Post 2.25 M (ohne Bestellgeld), bei unseren Zeitungsstellen 2 61613 frei ins Haus. - Verlag von Dr. E. Hitzeroth. Druck der Univ.-

1913

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Erstes Blatt

Vom Balkan

schirrten die Albaner auf Dibra und rückten dort am 10. Septbr. in Stärke von 6000 Mann ein, geführt von Offizieren, deren Nationalität nicht festgestellt werden konnte. Am 11. September rückten die Albaner in zwei Richtungen vor, eine Abteilung von Elbasian auf Ochrida, die andere von Dibra gegen Struga. Die

spiel von Zuversicht und Selbstverleugnung gegeben. Es habe ein Recht darauf zu verlangen, daß jeder seine Pflicht tue.

DieOberhessische Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durck

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Dienstag, 80. September w<«°»°«6015 °"

Pari«, 29. Sept. Der Spezialberichterstatter de«Echo de Paris" telegraphiert aus Saloniki: Hier sind Gerüchte von einem Angriff der türkischen Armee an der griechischen Grenze sowie von Scharmützeln mit Bulgaren an der serbischen Grenze verbreitet. Der Eeneralgouverneur von Mazedonien Dragumi« erklärte: Alle unsere militärischen Vorsichtsmaßnahmen sind getroffen. Die Nachricht von der Errichtung des griechischen Hauptquartters in Kawalla ist noch nicht offiziell. In der Nähe der griechischen Trup­pen seien keine regulären türkischen Truppen, sondern nur Baschi- bozuks zu sehen. Gegenwärtig gestattet nichts die Annahme, daß sich ernste Ereignisie nähern. Der Konstantinopeler Korrespon- dent desselben Blattes hatte eine Unterredung mit Talaat Bey, der versicherte, daß der türkisch-bulgarische Friedensvertrag keiner, lei Eeheimklauseln betr. einer Entente oder eines Bündntsies mit Bulgarien enthalte. Er glaube, daß die Besprechungen mit Grie­chenland rasch zum Ziele führen würden, falls die Athener Regie- rung auf ihrer unzulässigen Forderung betr. der Neutralitätsfrage nicht beharre. Die Pforte werde keineswegs die Infelfrage auf- werfen, die nach wie vor der Entscheidung der Großmächte anheim gestellt bleibe.

Konstantinopel, 29. Sept. Da der am 20. September telegraphisch gemeldete türkisch-bulgarische Friedensvertragsent­wurf Abänderungen erfahren hat, zählt der endgültige Text des Vertrages 17 Artikel. Die Frist für die Räumung der Bulgarien verbleibenden Gebiete, die ursprünglich auf zwei Monate berechnet war, ist auf zwei Wochen herabgesetzt worden. Durch eine Verein­barung betreffend der Muftis, verpflichtet sich die bulgarische Re­gierung abgesehen von den bereits gemeldeten Bestimmungen, ge­mäß den von dem bulgarischen Gesetze über den öffentlichen Unter- richt vorgesehenen Verhältnissen die Elementar- und Mittelschulen für Muselmanen und außerdem die muselmanische Schule zur Her­anbildung von Mufti« zu erhalten. Das Protokoll betreffend der Vakufs, welches man in den muselmanischen Gemeinden nicht her­vorhebt, bestimt, daß die Vakufs weiterhin den Berechtigten unter­stehen werden; dies bedeutet, daß sie dem türkischen Evkaf--Mini« sterium unterstehen werden. Falls Bulgarien die von Privatper­sonen verwalteten Vakufs liquidieren wollte, wird es die an den Vakufs interessierten Personen entschädigen müssen. Die privaten Güter der türkischen Krone bleiben ihr Eigentum. Die Verein­barung bezüglich der Muftis und die Regelung der Vakuffrage wird als ein Erfolg der Türkei angesehen. Man sagt, es zeige sich darin ein Entgegenkommen Bulgariens gegenüber den Musel­manen.

L o n d o n, 29. Sept. Die morgige Abreise des Königs Kon­stantin ist kein Zeichen für eine Verschärfung der griechisch-türki­schen Schwierigkeiten. Die Lage sei jedoch immer noch sehr unsicher und müsse es bleiben, bis die Forderungen der türkischen Delegier­ten, die sich gegenwärtig auf dem Wege nach Athen befinden, be­kannt find. z

Albanien.

Arnauten besetzten Mawrowe. Am 13. September rückten die Arnauten auf Struga und Ochrida vor. Eine andere Abteilung ging von Elbasian vorwärts in der Richtung auf Podgratz. Die Arnauten überschritten den schwarzen Drin mit dem Plan, Priz- rend anzugreifen.

Konstantinopel,28. Sept. Die Ereignisie in Albanien werden mit größter Spannung beobachtet. Falls die Ereignisie in Albanien größere Dimensionen annehmen und es Serbien nicht gelänge, bald Ruhe und Ordnung herzustellen, werden hier neue Verwicklungen auch an anderen Punkten des Balkans für bald möglich gehalten. Es ist interesiant, daß man in eingeweihten Kreisen von einem Handstreich auf Kawalla spricht. Von wem er beabsichtigt ist, wird nicht gesagt. Die türkisch-bulgarische Annähe­rung nimmt sichtbare Formen an, je weniger Aussicht vorhanden scheint, daß die Friedensverhandlungen mit Griechenland vor­wärts schreiten.

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Konstantinopel, 29. Sept. Nach einer Zeitungsmel­dung hat bei Palas ein ernster Zusammenstoß zwischen eingebore­nen Milizen von Gümüldschina und Bulgaren stattgefunden. Letz­tere hätten sich zurückgezogen.

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Deutsches Reich.?

Das Befinden de« Major» v. Winterfeldt. Erisolles, 29. Sept. Major v. Winterfeldt wurde gestern nachmittag zum zwei­ten Mal« mit Röntgenstrahlen durchleuchtet. Nach dem sodann herausgegebenen Bericht war das Befinden ziemlich unverändert. Temperatur 37, Puls 98, Atmung 22. Kaiser Wilhelm hat au» Rominten Major v. Winterfeldt folgende Depesche gesandt:Mit größter Freude erfahre ich, daß es Ihnen etwas besier geht und ich hoffe, daß Sie mit Gottes Hilfe genesen werden."

Der neue Kommandeur der Marineluftschisfabteilung. Berlin, 29. Sept. Korvettenkapitän Strasier vom Reichsmarine« amt ist unter Zuteilung zur Marinestation der Nordsee zum Kom­mandeur der Marineluftschiffabteilung ernannt worden.

Maßnahme gegen die Fleischteuerung. Berlin, 29. Sept. Die gemischte Deputation zur Beratung der Maßnahmen gegen die Fleischteuerung beschloß, den Verkauf frischen russischen Fleisches wieder aufzunehmen und beim Landwirtschaftsminister zu beantragen, die Einfuhr frischen Fleisches bis 1. April 1914 zu gestatten. /

Aus dem bayrische« Landtag. München, 29. Sept. In der heutigen ersten Sitzung der zweiten Session der 36. Legislatur­periode des Landtages legte Finanzminister Breunig das Budget für 1914 und 1915 vor, das in Einnahme und Ausgabe jedes Jahr mit dem ordentlichen Budget mit 745 333 899 <M, und dem außer­ordentlichen mit 39 734 861 «M., zusammen mit 785 668750 balanziert.

Belgrad, 29. Sept. Das Oberkommando über die gegen die Albaner operierenden Truppen erhielt Oberst Damian Popo- witsch.

Eetinje, 29. Sept. Abgesehen von einigen Scharmützeln ereignete sich an der albanisch-montenegrinischen Grenze kein Zu­sammenstoß. Die Montenegriner verhalten sich in ihren Stel­lungen zurückhaltend und haben Verfügungen getroffen, um für alle Möglichkeiten vorbereitet zu fein.

Belgrad, 29. Sept. Nizza Bei terrorisiert die Ljumaland- schaft. Es kam zur Kenntnis der Behörden, daß die Albaner ver­langen, die serbisch-albanische Grenze solle festgesetzt und der Friede binnen zehn Tagen hergestellt werden; andernfalls könnte Nizza Bei später nicht für den friedlichen Zustand bürgen. Bai- rumzur und Nizza Bei vollführen Unglaubliches, um in den serbi­schen und montenegrinischen Grenzgebieten Schrecken zu verbreiten. Nach amtlichen Nachrichten besetzten die Albaner Ljuma; gekämpft wird bei Ljuma, Kula und am Ljumafluß. Dorthin find Verstär­kungen abgesandt worden, um die Albaner zurückzuwerfen und an einem etwaigen weiteren Vormarsch auf Prizrend zu verhindern. Nach Ochrida sind Verstärkungen abgesandt, um die Ordnung in jener Gegend herzustellen.

B e l g r a d, 29. Sept. In einem von der serbischen Regierung an di« Vertreter des Auslandes gerichteten Zirkulare wird er­klärt: Den Albanern sei es geglückt, das ganze Grenzgebiet vorn Zusammenfluß der beiden Drin an bis zum Ochridasee zu Über­fällen. Bereits am 28. Juni lenkte die serbische Regierung die Aufmerksamkeit der Großmächte auf verschiedene Unruhen, di« von Valona aus geschürt worden waren, wo sich der bulgarische Re­volutionär Eandanski aufhielt. Dieser habe mit der provisorischen Regierung von Albanien Unterhandlungen über die Organisie­rung und Bewaffnung von Banden gegen Serbien gepflogen. Am 15. August wurden Bai ran Taur, Issa Boljetinatz und Nizza Bey nach Valona gerufen, um «inen Feldzugsplan auszuarbeiten. Am 1. September zog die serbische Negierung auf Wunsch der Groß­mächte ihre Truppen von dem albanischen Gebiet zurück. Am 2. September sandte der bulgarische Oberstleutnant Markon von Dibra aus ein langes chiffriertes Telegramm an den Eeneralstab in Sofia. Am 8. September meldeten die serbischen Erenzbehör« den, Albanien bereite einen Angriff auf serbisches Gebiet vor. Am 9. September nahm eine albanische Abteilung unter Boljeti­natz Pischkope und tötete alle Christen und Albaner, die die Stadt gemeinsam mit der serbischen Armee verteidigten. Sodann mar-

Bon den Bodenreformern. Straßburg, 29. Sept. Die 23. Tagung des Mundes deutscher Bodenreformer fand heute abend mit einer Schlußsitzung in der Aula der Universität ihr Ende. Die Referate hatten pratischer Arzt Dr. Ebeling-Berlin und Ab­geordneter Hofrat Dr. Eugen Jäger übernommen. Dr. Ebeling sprach nach einer Einleitung über die Bodenverhältnisie in Ser­bien. Sodann wurden mehrere Entschließungen angenommen. Diese betreffen die Monopole der Braunkohleförderung durch den tschechischen Finanzmann Peczek; zweitens die Einführung de» zweiten Teiles des 1910 beschlossenen Baugesetzes betr. den Schutz der Bauhandwerker, die Anlage der Reservefonds der Angestellten­versicherung durch di« Reichsverstcherungsanstalt und vierten» eines Gutachtens des nächstjährigen deutschen Juristentages betr. die Hypothekarverschuldung. Der zweite Redner, Abg. Dr. Jäger, sprach über die Wettzuwachssteuer. Der fiühere Reichstags­abgeordnete Dr. Potthoff wies auf die Gefahr hin, welche dem Zuwachssteuergefetz durch die Ueberweisung an die Gemeinden entstehen. Nachdem noch zwei Entschließungen angenommen wor­den waren, betr. die Aufnahme b2t vom Reich aufgegebenen 50 Prozent der Wertzuwachssteuer durch die Gemeinden und zweitens das Kommunalabgabengesetz schloß der Bundesvorsitzende die Ta­gung mit einem Hoch auf den Verband. -

83.-

152.-4

68.13

1.09

2.48

Dank dem Entgegenkommen der Behörden von * betreffenden Grundbesitzer, die den Baugrund u* j Verfügung stellten, wird es möglich fein, zwei bi : bi» zum 18, Oktober, die übrigen drei bi» End« zustellen. . ? - - < ,

Denkmäler für die Hterreichifche« Truppe«. Leipzig, 29. Sept. Angesichts des fast vollständigen Mattgels von Ehrenzeichen auf dem Schlachtfelds von Leipzig, die den'rühmlichen entschei­denden Anteil der österreichischen Truppen an dem Waffenerfolge der verbündeten Armeen auch äußerlich züm Ausdruck bringen, er­hielt die Verwaltung des MilitSr-Maria-TheTesien-Ordens den Auftrag, in jedem von österreichischen Korps- oder Defechtstruppen eingenommenen Abschnitte des Schlachtfeldes eine^ 4 SWeiet hohen Marmorobelisk, gekrönt und mit einem mächtigen Doppeladler aus Kanonenmetall mit der Jnfchttst zu versehen, welche den bj treffenden Heeresteil und feine Kommandant«'» nennt, an Punkten aufzustellen, welche durch entscheide^* Waj v oder bedeutend« Verlust« bet Erinnerung bewa-