mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Nach Feierabend", „Fürs Haus" und „Landwirtschaftliche Beilage".
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Die „Oberhefsifche Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. — Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durck die Post 2.25 M (ohne Bestellgelds, bei unseren Zeitungsstellen 2 Jt frei ins Haus. — Verlag von Dr. C. Hitzeroth. — Druck der llniv.» Buchdruckerei I. A. Koch (Inh. Dr. E. Hitzeroth). Mar» 2L Tel. 55.
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Marburg
Donnerstag, 11. September
Der Anzeigenpreis beträgt für die 7gejpaltene Zeile oder deren Raum 15 bei amtlichen und auswärtigen Anzeigen 20 4, siir Reklamen die Zeile 60 4. Bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. Zeder Rabatt gilt als Barrabatt. — Zahlungen unter Rr. 5015 des Postscheckamtes Frankfurt a. M.
48. Jahrg.
1913. •
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Der Untergans des 1".
Wenn man den stolzen Luftkreuzer während seiner Stationierung in Johannistal fast täglich seine Kreise über dem Häusermeer Berlins ziehen sah, am Heck die Reichskriegsflagge, hatte man ein Gefühl absoluter Sicherheit und dachte nicht im entferntesten daran, daß etwa die Elemente stärker sein könnten als dieses größte deutsche Luftschiff. Nun liegt es in der Nordsee und hat 14 oder 15 brave Seeleute mit sich in die Tiefe gerisien. Zum ersten Male beklagen wir hier bei einem Unglück einer Zeppelinluftschiffes den Verlust von Menschenleben« So tief bedauerlich das auch ist, müffen wir uns doch damit abfinden und können weiter nichts tun, als das Andenken jener Männer, die im Dienst für das Vaterland und für die Sache des Luftschiffwesens unerschrocken den Tod erlitten haben, allezeit in Ehren halten. Jede neue Errungenschaft verlangt Opfer an Gut und Blut. Wieviel Tausende haben ihr Leben lasten müsten, ehe die Schiffahrt zu ihrer jetzigen Vollkommenheit gelangt ist. Niemandem ist es eingefallen, nach den ersten Seeunfällen zu sagen, daß nun in Anbertacht der vielen Opfer die Schifffahrt eingestellt werden miiste. Im Gegenteil, trotz immer neuer Verluste ist das Wort der Römer „navigare neceste est, vivere non neceste est" Allgemeingut sämtlicher Nationen geworden. Genau so muß es mit der Luftschiffahrt sein. Alle Opfer dürfen und werden uns nicht abhalten, unablässig weiter zu arbeiten, um den Vorsprung, den Deutschland auf diesem Gebiete hat, nicht nur zu erhalten, sondern noch zu vergrößern. Daß dabei größtmöglichst Sorge getragen werden muß, um vermeidbare Opfer und Verluste fernzuhalten, ist Pflicht und oberstes Gebot. Ob das Unglück bei Helgoland uns hätte erspart bleiben können, ob „L. 1“ nur der Tücke von Wind und Wetter erlegen ist, oder ab irgend ein Verschulden des auf vielen Fahrten bewährten Führers vorgelegen hat, wird dir amtliche Untersuchung und Vernehmung der Ueberlebenden ja ergeben. Ohne feste Grundlagen ein Urkeil zu fällen, ist müßig und unzweckmäßig. Folgende Mahnung der Marinebehörde ist daher völlig berechtigt:
Helgoland, 10. Sept. (Amtlich.) Angesichts der vielen kn die Oeffentlichkeit gelangten widerspruchsvollen, teilweise offensichtlich falschen sensationellen Nachrichten über die Ursachen, die zur Vernichtung des „L. 1“ geführt haben, ist es ratsam, die amtlichen Feststellungen abzuwarten, durch die allein der Unglücksfall sachlich und richtig aufgeklärt werden kann-
Ueber den Hergang des Unglücks und die Rettungsversuch« liegen folgende neuen Nachrichten vor:
Helgoland, 10. Sept. Bei dem Unfall des Marineluftschiffes „L. 1“ schlugen die Spitze des Luftschiffes und die vordere Gondel derart aufs Meer, daß die in der vorderen Gondel sich aufhaltenden Offiziere und Mannschaften vermutlich betäubt wurden und so nicht mehr in der Lage waren, Rettungsmaßregeln zu ergreifen. Die 18 Gaszellen waren bereits vorher fast alle aufgeristen. Den Mannschaften der hinteren Gondel war es noch möglich, sich mit Rettungsgürteln zu versehen. Unglücklicherweise war aber die Mehrzahl derselben in der vorderen Gondel. Die Trümmer des Lustkreuzers sind weit in das Master hincin- gesunken. Der Sturm dauert mit unverminderter Stärke an. Nach Meldungen von Augenzeugen ereignete stch das Unglück genau um 6.35 Uhr. Der Fischdampfer „Orion", der die Stelle passierte, rettete den Oberleutnant Grimm und den Steuermanns- mvat mit großen Schwierigkeiten. Innerhalb acht Minuten war das Luftschiff vollständig geunken.
(Nachdruck verboten.)
Friede Sörrensen.
Roman von H. Courths-Mahler.
(Fortsetzung.l
So war er in einem steten Wechsel zwischen Selbstanklagen und leidenschaftlichem Entzücken. Rur dunkel empfand er, daß das, was ihn zu Ellen zog, nicht das Höchste und Bests in seinem Innern war, daß die Eefühle, di« sie in ihm erweckte, nicht mit dem harmonierten, was er bisher als recht und gut erkannt hatte. Als er heute mit den Leiden Schwestern davonging, stand Friede am Fenster des Wohnzimmers und sah ihnen mit trüben Blicken nach. Als sie jenseits des Eartenzaunes verschwunden waren, wandte sie sich mit einem unterdrückten Seufzer ins Zimmer zurück.
In Friedes Lehnstuhl am Tische saß Frau von Steinbach in nachdenklicher Haltung. Als sich Friede umwandte, blickte sie auf.
„Hast du Zeit zu einem Plauderstündchen, Friede, oder bist du dringend beschäftigt?" frug sie, Friede forschend betrachtend.
Diese setzte sich ihr gegenüber in die Sofaecke.
„Ich kann sehr wohl ein Stündchen feiern, Lizzi, wenn ich dir Gesellschaft leisten soll."
„Ach ja, tue das. Wir sind noch gar nicht recht zum Plaudern gekommen. Immer hast du zu tun. Weißt du, das hielte ich nicht aus, so den ganzen Tag auf den Beinen, immer arbeiten, immer den ganzen großen Betrieb am Fädchen haben." Friede lächelte.
„Mir macht das nichts. Ich fühle mich ftifch und kräftig dabei. And die Arbeit macht mir Bergnüngen."
„Run, jedenfalls weißt du wohl, wofür du es tust. Di« Molkerei wirst wohl einen enormen Gewinn ab?" frug Lizzi scheinbar leichthin, aber ihre Augen bekamen einen gespannten Ausdruck.
Friede wußte sich denselben sehr wohl zu deuten. Es zuckt« einen Moment auf in ihren Augen. Dann sagte st« ruhig:
»Mit de« enormen Gewinn tft es nickt io weit her. Der Betrieb ist
„Bad Salzbrunn. Ich danke dem Senat für den Ausdruck seiner Teilnahme bei dem erschütterndem Verlust des Luftschiffes. Die brave« Kameraden, welche dabei zugrunde gingen, verdienen in die Ehren« tafelnderMarine eingetragen zu werden. Wilhelm I. R.“
Berlin, 10. Sept. Die Kaiserin sandte an das Reichsmarineamt zu Händen des Staatssekretärs v. Tirpitz anläßlich des Helgoländer Luftschiffunglücks folgendes Telegramm:
„Tief erschüttert durch die Nachricht von dem -namenlosen Unglück, das unserer Marine durch die Vernichtung des Marineluftschifes zugestoßen ist, spreche ich Ihnen mein von Herzen kommendes Beileid aus. Gott tröste die armen Hinterbliebenen. Falls irgend welche Hilfe nötig ist, bitte ich mir Mitteilung zu machen. Würden Sie auch den Hinterbliebenen mein Beileid aussprechen lasten? Welch' tiefe Trauer wirt unsere ganze Marine ergriffen haben. Auguste Victoria."
Berlin, 10. Sept. Prinz Heinrich von Preußen telegraphierte an den Staatssekretär des Reichsmarineamts v. Tirpitz anläßlich des Unfalles des „L. 1":
„Ich bedauere tief den Verlust so vieler treuer Kameraden uni Mannschaften. Möge die Katastrophe aber uns wertvolle Er» fahrungen bringen für di« Weiterentwicklung unserer Luftschiffe/
L a c o u r t i n e, 10. Sept. Präsident Poincarä hat bei der Ankunft im hiesigen Lager das Luftschiffunglück von Helgo« land erfahren und dem Kaiser telegraphich sein Bekleid aus« gesprochen.
Kopenhagen, 10. Sept. Der Verteidigungsminister Hal in einem Telegramm an das deutche Reichsmarineamt die Teilnahme der dänischen Marine anläßlich des Unglücks des deutsche« Marineluftschiffes ausgesprochen.
Die französische und englische Preste bringt spaltenlange Artikel über das Unglück und drückt ihre Teilnahme und ihr Bedauern aus.
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Vom Balkan.
Valona, 10. Sept. Infolge andauernder Nachrichten vo« Uebergriffen der Griechen gegen die albanische Bevölkerung von Janina sowie der noch strittigen Grenzgebiete Südalbaniens bei schloß eine Protestversammlung die Absendung von Protesttele« grammen an die Großmächte. Die Teilnehmer zogen sodann vol das österreichisch« Konsulat und brachten ein H o ch a u f O e st e r« re i ch aus. Auch vor dem italienischen Konsulat veranstaltete« sie eine Sympathiekundgebung.
Beendigung der Demobilisierung.
Bukarest, 10. Sept. Prinz Ferdinand von Rumänien et* ließ einen Tagesbefehl an die Truppen, in der er der Armee seinen tiefen und lebhaften Dank ausdrückt und sagt: „Die Truppen kehren in ihre Heimat zurück, überzeugt, ihre Pflicht voll erfüllt und das Ansehen des Landes gehoben zu haben. Die Truppen bewiesen durch ihre Begeisterung im Augenblicke der Mobilmachung Widerstandskraft und Entsagung, während der schwierigen Märsche Manneszucht und zeigten sich des Vertrauens ihres Königs würdig. Die Erinnerung an die Opfer einer grausamen Krankheit, die manches hoffnungsvolle Leben zerstörte, wird in unserem Herzen unauslöschlich bleiben." Der Prinz versichert, er scheide von dem Oberkommando der Operationsarmee mit dankbarer Erkenntlichkeit für die unter den Truppen verbrachte Zeit, die den Beweis erbracht habe für die Bande der Zuneigung und des Vertrauens, welche die Königsfamilie und die Armee vereinen.
S o f i a, 10. Sept. Der König hat einen Erlaß veröffentlicht, daß er angesichts der Demobilisierung der bewaffneten Landesmacht das Generalkommando über die operierende Armee nieder» lege.
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Konstantinopel, 10. Sept. Enver Bey ist gesten, hier eingetroffen.
Erbe «inst für Nutzen ersprießen würde, so ergrimmte Friede innerlich und tischte ihr nun eine direkte Unwahrheit auf, um sie zu enttäuschen.
„Sßenn ich die Molkerei auch verkaufen wollte, wäre mir gar nicht geholfen Sie ist mir Hypotheken sehr stark belastet."
Lizzi erschrak. Das hatte sie nicht erwartet. Ihr kühnes Exempel stimmte also nicht. Sie hatte natürlich angenommen, daß die Molkerei Friedes schuldenfreier Besitz sei.
„Du hast Hypotheken ausgenommen?" frug fle entgeistert.
„Ja, ungefähr in der Höhe des Wertes."'
„Aber mein Gott, weshalb hast du sie nicht abzutragen versucht, wenn du doch einiges Vermögen hast?"
„6c';t einfach, weil ich — nicht konnte. Das Verinögen, §ie du es nennst, habe ich erst in den letzten Jahren aus den verkauften Grundstücken gelöst. Wenn ich jetzt damit Hypotheken löschen wollte, würde ich Euch eben den Zuschuß nicht von den Zinsen zahlen können."
Friede, die wahrheitsliebende, grundehrliche Friede wurde nicht einmal rot bei diesen Unwahrheiten. Und nicht einen Moment fühlt« sie Gewistensbist«. .
In Lizzie, geschäftskundigem Lockenköpfchen aber drehte stch das eben Vernommene wie ein Kreisel.
„Mein Gott, Frieds, das ist ja — nein — das hab ich mir all«, ganz anders gedacht", stieß sie fastungslos hervor. „Wie konnte ich denn denken, daß — daß du so — so selbstlos bist — nein wirklich, Friede, das muß ich sagen. Wenn die Dinge so liegen, dann müßen wir dir doppelt dankbar sein — dann gibst du uns ja alles, was du erübrigen kannst! Denn was die Molkerei bringt, das brauchst du wohl an Hypotheken- s zinsen." I
Nun wurde Friede doch etwas verlegen.
„Ach laß doch, Lizzi. Dankbarkeit beanspruche ich gar nicht. Ab« es ist wohl ganz gut, daß du nun Bescheid weißt, nicht wahr? Du siehst doch nun ein, daß Ihr auskommen müßt mit dem, was ich Euch gebe, du und auch Hans. Du schärfst ihm das noch besonders ein, nicht wahr? Solche Extraausgaben, wie neulich die taufend Mark, dürfen sich
* (Fortfetzuna folgt)
heim Ausfragen Niel und durchaus erforschen wollte, was ihr aus de« wiederholen,'
Helgoland, 10. Sept. Die erste Hilfe bel dem Untergang des Luftschiffes „L. 1“ leisteten die Linienschiffe „Hannover" und „Schleswig-Holstein". Die gesamte Flotte wurde durch Signale an die llnfallstelle beordert, doch traf anscheinend nur das Torpedoboot „107" rechtzeitig ein, dem es gelang, drei Personen zu retten. Das Linienschiff „Hannover" rettete vier Personen und brachte sie zusammen mit den anderen drei Geretteten nach Wilhelmshaven. Der orkanartige Sturm hielt die ganze Nacht an. Ein Wasierflugzeug unter Führung des Oberleutnants Lengsfeld, das das Luftschiff umkreiste, konnte'dem Unwetter nur mit knapper Not entgehen und nach Helgoland zurückkehren. — Die Torpedoboote, die gestern abend nach dem furchtbaren Unglück an die Stelle gesandt wurden, an der das Wrack des „L. 1" in den Fluten der Nordsee untergegangen war, um nach den Vermißten zu suchen, sind heute morgen um 6 Uhr wieder vor Helgoland angekommen. Sie haben die ganze Nacht hindurch mit Scheinwerfern die Gegend abgeleuchtet, um so vielleicht noch den einen oder andern der Unglücklichen im letzten Augenblick retten zu können. Ihre Bemühungen blieben aber erfolglos- Im Laufe der Nacht haben sie auch nicht eine einzige Leiche finden können. Auch die Trümmer des Luftkieuzers sind weiter ins Wasier hinabgesunken, so daß es erst angestrengter Arbeit von Tauchern bedürfen wird um das Wrack zu bergen oder aber, wenn dies aussichtslos fein sollte, die noch in den Gondeln befindlichen Leichen und Apparate ans Tageslicht zu fördern.
Bergung von 6 Leichen.
Hamburg, 10. Sept. Von den Verunglückten des „L. 1" ist heute vormittag bei Cuxhaven der Korvettenkapitän Metzing angetrieben worden. Von einem Fischerkutter wurden ausgefischt Kapitänleutnant Hanne, Obersignalmaat Pahlke, Obersignalmaat Müller, der Signalmaat Kürschner und der Vootsmaat Menge. Wiederbelebungsversuche sind im Gange.
Beileidskundgebungeü.
Hamburg, 10. Sept. Dem Senat ist auf das Beileidstelegramm, das er anläßlich des Verlustes des Marineluftschiffes an den Kaiser richtete, folgendes Antworttelegramm zugegangen: _______nimMlMLIMlJLMB—II... ' ■■■ 1.1 ........Ulm । <IIITH1T_ IT7L~:.TL~ "177/371 mit großen Spesen belastet, ich bezahle meine Leute gut, sie sollen wißen, wofür sie arbeiten. Für mich felber bleibt eben nicht viel.
Aber sag mit einmal, Friede — wenn du so weing verdienst, rst es d'a nicht ein großes Opfer für dich, daß du uns in so großmütiger ^Lftz" betrachtete es zwar im Inneren als selbstverständlich, daß ihr Friede diese Hilfe angedeihen ließ. Da sie aber nicht anders zum 3tele kam, Friedes Verhältnisse zu erforschen, so sequemte sie sich sogar dazu, Friedes Opfer anzuerkennen.
Friede sah auf ihre schlanken, schönen Hande herab, die durchaus nicht etwa Spuren harter Arbeit trugen. .
„Ich brauche für mich selbst sehr wenig. Du siehst za, rote anspruchslos wir hier leben und wie sparsam. Selbst Ruth muß für ihren Unterhalt eine Arbeit leisten. Aber aus dem Ertrage der Molkerei würde ich Euch den Zuschuß nicht zahlen können. Du hast wohl neulich bei Volkmars zufällig gehört, daß ich einige Grundstücke verkauft habe? Das Leid habe ich festgelegt in sicheren Papieren — und di« Zinsen
davon — die bekommt Ihr." . _
Lizzi rechnet« hastig aus, rote hoch sich dieses ermogen dann belief. Wenn man dann noch di« Molkerei dazu rechnete — diese konnte doch spater, wenn Friede nicht mehr war, verkauft werden, dann kam immerhin ein ganz hübsches Vermögen zusammen.
So so, auf dies« Weise ist es dir möglich, uns den Zuschuß zu zahlen", sagte sie in Gedanken noch halb bei ihrem Exempel. „Nun, zur Molkerei selbst gehört doch auch noch ein stattlicher Grundbesitz. Wenn du alles verkaufen würdest, das brächte noch viel Geld."
Friedes Augen blitzten auf. Bis jetzt hatte sie noch kein« direkte Unwahrheit gesagt. Sie zahlte tatsächlich den Zuschuß aus dem Zins- ertrag ihres Vermögens, wenn dieser damit auch bei weitem noch nich erschöpft war. Und wenn sie sagte, die Molkerei brächte wenig ein, so war dies wenig doch ein dehnbarer Begttff. Sie verschwieg nur, daß sie von dem (Ertrage der Molkerei Jahr um Jahr neue Grundstücke angekauft «iib den Betrieb vergrößert hatte. Da aber nun Lizzi so beharrlich